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Lehrpläne Baden-Württemberg
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Biologie, Naturphänomene und Technik
inhaltsbezogen
2.1.1 Naturphänomene und physikalisch-chemische Erklärungen
13
2.1.2 Mensch – körperliche Entwicklung – Genetik – Evolution
15
2.1.3 Mensch – körperliche Funktionen
13
2.1.4 Wirbeltiere – Wirbellose
21
2.1.5 Pflanzen
13
2.1.6 Ökologie
17
2.1.7 Materialien trennen – Umwelt schützen
6
2.1.8 Ein Produkt entsteht – Ein bewegtes Objekt erfinden
10
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
2.1.1 Naturphänomene und physikalisch-chemische Erklärungen
nehmen ausgewählte Naturerscheinungen (zum Beispiel Wetter) wahr, beobachten diese gezielt und beschreiben ihre Beobachtungen
nehmen ausgewählte physikalisch-chemische Phänomene wahr, beobachten diese gezielt und beschreiben ihre Beobachtungen
entwickeln eine neugierige Fragehaltung bezüglich naturwissenschaftlicher Phänomene und Themen
explorieren Stoffe und Körper sowie physikalisch-chemische Phänomene und entdecken Eigenschaften und Zusammenhänge
erleben und verstehen naturwissenschaftliche Arbeitsweisen (Beobachtung eines Phänomens, Vermutung, Experiment, Überprüfung der Vermutung) als Möglichkeit zur Beantwortung einer Fragestellung und wenden diese an
dokumentieren, ordnen und diskutieren Erfahrungen und Ergebnisse, vergleichen diese mit Vorannahmen und ziehen Schlussfolgerungen
erleben und erkennen Regelmäßigkeiten und kausale Beziehungen, finden diese in anderen Kontexten wieder
setzen ausgewählte fachsprachliche Begriffe und Modelle in Bezug zu ihren Erfahrungen, verstehen diese als naturwissenschaftliche Beschreibung der erlebten Phänomene
erleben und verstehen die Naturwissenschaften als erforschende Betrachtungsweise
erfahren und verstehen, welchen Nutzen naturwissenschaftliche Forschung haben kann, wenden selbst Erkenntnisse im Lebensalltag an
vollziehen an ausgewählten Beispielen Grenzen und Dilemmata naturwissenschaftlicher Forschung nach
staunen über Naturphänomene und erkennen diese als Beispiele für die Einzigartigkeit, Rätselhaftigkeit und den Wert der Natur
nehmen (die eigenen) Geschlechtsorgane sowie Geschlechtsmerkmale und deren Veränderung und Entwicklung wahr, kennen und benennen diese
2.1.2 Mensch – körperliche Entwicklung – Genetik – Evolution
erleben die physischen und psychischen Veränderungen während der Pubertät und beschreiben als Ursache die Geschlechtshormone
nennen die Grundlagen der geschlechtlichen Fortpflanzung beim Menschen und beschreiben diese (Geschlechtszellen, Zeugung, Befruchtung, Schwangerschaft, Geburt)
wissen den Ablauf und die Periodik des Menstruationszyklus und können diesen teilweise beschreiben
nennen und begründen Maßnahmen der Intimhygiene und wenden diese an
beschreiben die wichtigsten Entwicklungsschritte der Schwangerschaft (Einnistung, Embryo, Fetus, Geburt)
kennen Risiken und Gefahren in der Schwangerschaft
vergleichen verschiedene Methoden der Empfängnisverhütung
setzen sich mit unterschiedlichen Formen der sexuellen Orientierung wertfrei auseinander
beschreiben die Bedeutung der Sexualität für die Partnerschaft (auch gleichgeschlechtlich)
verstehen ansatzweise, wie Erbinformationen in körperliche Merkmale umgesetzt werden
erfassen die Bedeutung der sexuellen Fortpflanzung für die Entstehung von Vielfalten
beurteilen Chancen und Risiken der Gentechnik
erfahren, begreifen und beschreiben die stammesgeschichtliche Entwicklung
bekommen eine Vorstellung der Evolution und erfahren, begreifen und erläutern in Ansätzen die Evolutionstheorie Darwins
erfahren die Bedeutung der kulturellen Evolution für die Entstehung des modernen Menschen
2.1.3 Mensch – körperliche Funktionen
nehmen Struktur und Funktion ihrer Organe und Körperteile wahr, erkunden, beobachten und verstehen Funktionsweisen und Zusammenwirken einzelner Organe und Organsysteme aus den Bereichen Körperbau und Bewegung; Verdauung und Ernährung; Atmung, Blut und Kreislaufsystem sowie Informationssysteme (Sinne, Hormone und Nerven)
erleben, erkunden und verstehen Strukturen und Funktionen von Sinnesorganen
erleben, erkunden und verstehen Strukturen und Funktionen des Nervensystems
erleben, erkunden und verstehen Strukturen und Funktionen des Bewegungsapparats sowie das Zusammenwirken von Muskulatur, Knochen und Gelenken
vollziehen den Weg der Atemluft im Körper nach, kennen die Struktur der Lunge und verstehen deren Funktion
vollziehen den Kreislauf des Blutes im Körper nach, kennen die Struktur des Herzens und verstehen die Funktionen von Blut und Herz
vollziehen den Weg von Nahrung und Flüssigkeit durch den Körper nach, kennen die Struktur der Verdauungsorgane und des Harntrakts und verstehen grundlegende Stoffwechselprozesse
vollziehen den Zweck und die grundlegende Wirkweise des Immunsystems nach
setzen sich mit Ursachen, Auswirkungen sowie Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten von Krankheit, Suchterkrankungen und Behinderung auseinander
kennen Möglichkeiten zur Gesunderhaltung und zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen, verstehen deren Notwendigkeit und wenden diese an
entwickeln ein Konzept vom Mensch als Lebewesen
vergleichen den Menschen als Lebewesen mit anderen Lebewesen, erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede
kennen Aufbau und Funktion von Zellen und wissen, dass Lebewesen aus Zellen aufgebaut sind
2.1.4 Wirbeltiere – Wirbellose
beschreiben Kennzeichen von Lebewesen (Bewegung aus eigener Kraft, Fortpflanzung, Wachstum)
beschreiben und vergleichen die Lebensweise und den Körperbau von Säugetieren, die als Haus- oder Nutztiere gehalten werden (zum Beispiel Hund, Katze, Rind, Schwein, Pferd)
erläutern die typischen Säugetiermerkmale (zum Beispiel lebende Junge, Muttermilch)
beschreiben angemessene Haltungsbedingungen von Haus- und Nutztieren anhand eines Beispiels (zum Beispiel unter dem Aspekt des Tierschutzes)
erkennen und bewerten verschiedene Formen der Tierhaltung (zum Beispiel artgerechte Hühnerhaltung)
beschreiben den Körperbau und die Lebensweise eines weiteren heimischen Säugetiers als Angepasstheit (zum Beispiel Eichhörnchen, Igel, Maulwurf, Fledermaus)
erkennen die Veränderung der Lebensweise von Wirbeltieren als Folge der Einflüsse des Menschen (zum Beispiel Kulturfolger)
lernen die Wirbeltiergruppe der Vögel kennen
beschreiben die Angepasstheit der Reptilien an das Leben an Land (zum Beispiel innere Befruchtung, verhornte Haut, Lungenatmung)
beschreiben die typische Anpassung der Amphibien als Angepasstheit (zum Beispiel Atmung, Fortpflanzung, Entwicklung im Wasser)
erfahren Ursachen der Gefährdung von Amphibien und lernen geeignete Schutzmaßnahmen kennen
lernen die Wirbeltiergruppe der Fische kennen (Knochen und Knorpelfische)
vergleichen die Fortpflanzung und Entwicklung bei Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren
erfahren den Jungentypus (Nesthocker, Nestflüchter) bei Wirbeltieren
nennen typische Merkmale der Wirbeltiergruppen (unter anderem im Hinblick auf die stammesgeschichtliche Verwandtschaft) und ordnen Tierarten den fünf Wirbeltiergruppen zu
nennen verschiedene Vertreter der wirbellosen Tiere und ordnen sie einer Gruppe der Wirbellosen zu
beschreiben den Körperbau der Insekten an einem Beispiel (zum Beispiel Biene, Maikäfer, Waldameise)
vollziehen die vollständige Verwandlung bei Insekten nach und beschreiben diese
beschreiben eine Angepasstheit bei Insekten (zum Beispiel Insektenbeine, Mundwerkzeuge, Flugmuskulatur, Staatenbildung)
erklären die Bedeutung der Insekten für die Bestäubung von Pflanzen und umgekehrt die Abhängigkeit der Insekten von den Pflanzen
lernen die vier Gruppen von Wirbellosen und dazu geordnete heimische Vertreter kennen
2.1.5 Pflanzen
nehmen Pflanzen und deren Aufbau wahr, erkunden deren Merkmale
nehmen Pflanzen in ihrer Ästhetik und ihrem Nutzen wahr und zeigen Vorliebe
unterscheiden eine Pflanze von Mensch und Tier
erkennen die Lebensgrundlage der Pflanzen, im Vergleich zu Tieren und Menschen, durch Nährboden und Wurzeln vom Grashalm, der Sonnenblume bis zum Baum
erkunden die Pflanzen in einem Lebensraum in der näheren Schulumgebung (zum Beispiel Park, Teich, Hecke)
setzen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Pflanzen ein
erkennen, nennen und beschreiben typische Organe einer Blütenpflanze und deren Funktion
planen Keimungsexperimente, führen diese durch und werten sie aus
untersuchen den Aufbau von Blüten
ermitteln aufgrund des Blütenbaus Vertreter von zwei Pflanzenfamilien aus ihrem Lebensumfeld (zum Beispiel Herbarium anlegen)
erkennen und vergleichen die geschlechtliche Fortpflanzung bei Pflanzen (Bestäubung, Befruchtung, Fruchtentwicklung) mit der ungeschlechtlichen Fortpflanzung
lernen verschiedene Möglichkeiten der Ausbreitung von Samen und Früchten kennen und führen hierzu Experimente durch
nennen und ermitteln einheimische Laub- und Nadelbäume
2.1.6 Ökologie
erkunden Lebensräume
erkunden und beschreiben die Angepasstheit von Tieren und Pflanzen an ihre Lebensräume
erkennen die jahreszeitliche Angepasstheit von Tieren und Pflanzen
erfahren die Wechselwirkung von Tieren und Pflanzen eines Lebensraums zueinander
erleben im Rahmen von Projekten Verantwortung für Natur und Umwelt
werden durch die Nähe zur Natur in ihrer Bereitschaft zum Naturschutz gestärkt
ermitteln typische Organismen eines heimischen Lebensraums mit einfacher Bestimmungshilfe im Freiland
fassen die ermittelten Organismen in Gruppen zusammen
beobachten und erkennen jahreszeitliche Veränderungen innerhalb eines schulnahen Lebensraums (zum Beispiel Baum, Hecke, Wiese)
erkennen die Bedeutung von Naturgrundlagen für Mensch, Tier und Pflanzen
erkennen und beschreiben heimische Ökosysteme als Lebensraum und Lebensgemeinschaft
erleben und beschreiben das Zusammenspiel unterschiedlicher Ökosysteme (zum Beispiel Naturbeziehungen, Bedrohungen, Klimawandel)
erfahren den Umgang mit Naturgrundlagen, erkennen Umweltverschmutzung und deren Auswirkung und können zwischen verantwortungsvollem (zum Beispiel Plastikmüll vermeiden) und verantwortungslosem (zum Beispiel Plastikmüll in der Natur entsorgen) Handeln unterscheiden und mögliche Auswirkungen (zum Beispiel Plastikmüll im Meer gefährdet die Meerestiere, Entstehung von Mikroplastik) aufzeigen
beschreiben Nahrungskette und Nahrungsnetz unter dem Aspekt einer nachhaltigen Existenz der Nahrungsbeziehung
erkennen Beziehungen zwischen Lebewesen (Parasitismus, Räuber-Beute-Beziehung)
kennen und erkennen den Einsatz von Dünger in der Landwirtschaft und das Minimumgesetz (Liebig) unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit
stellen konkrete Vorschläge für nachhaltiges Handeln an lokalen und globalen Beispielen dar (zum Beispiel Eingriffe des Menschen in ein Ökosystem, lokale Natur- und Artenschutzmaßnahmen)
2.1.7 Materialien trennen – Umwelt schützen
erkennen verschiedene Eigenschaften von Müll
sortieren Müll nach ausgewählten sinnlich wahrnehmbaren Eigenschaften (zum Beispiel nach Farbe, Form, Beschaffenheit)
kennen wertstoffverarbeitende Einrichtungen und den Weg der Wertstoffe dorthin
können Maßnahmen zur Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Abfallentsorgung innerhalb der Schule und zu Hause nachvollziehen und anwenden
kennen exemplarische Möglichkeiten der Wiederverwertung (zum Beispiel durch Papier schöpfen) oder Weiterverwendung von Materialien (zum Beispiel durch die Herstellung von Spielzeug aus Abfall)
entwickeln und erweitern ein Bewusstsein für den Umgang mit Ressourcen und für die Sauberhaltung der Umwelt
2.1.8 Ein Produkt entsteht – Ein bewegtes Objekt erfinden
erkennen und unterscheiden die Eigenschaften von Materialien und können diese zur Herstellung von Produkten zweckgemäß oder experimentell auswählen und verwenden
erfassen eine Aufgabenstellung, wählen oder entwerfen entsprechende Produkte, entwickeln passende Lösungsansätze und setzen diese um
lösen technische Probleme bei der Herstellung von Produkten durch Probehandeln
wählen zur Herstellung benötigte Materialien, Werkzeuge und Verfahren
können verwendete Werkzeuge benennen sowie diese anforderungs- und sicherheitsgerecht benutzen (zum Beispiel Schere, Hammer, Säge, Zange, Raspel, Feile, Handbohrer, elektrische Werkzeuge)
arbeiten zielorientiert, konzentriert und möglichst selbstständig
entwickeln die zur Herstellung der Produkte notwendigen handwerklich-motorischen Fertigkeiten
entwickeln Aufgabenbewusstsein, Arbeitshaltung und Leistungsbereitschaft
arbeiten im Team
montieren, demontieren, produzieren und reparieren
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