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Lehrpläne Baden-Württemberg
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Soziales und gesellschaftliches Leben
inhaltsbezogen
2.1.1 Grundhaltungen und Werte
8
2.1.2.1 Beziehungen aufbauen und (mit-)gestalten
13
2.1.2.2 Mit anderen zusammenleben
17
2.1.2.3 Partnerschaftliche Beziehungen eingehen und leben
8
2.1.3.1 In Beziehungen treten – Beziehungen gestalten
7
2.1.3.2 Wünsche und Bedürfnisse äußern
13
2.1.3.3 Gespräche führen
16
2.1.3.4 Sich beteiligen – Informationen weitergeben und präsentieren
15
2.1.4 Demokratie lernen und leben
8
2.1.5.1 Reflexion über Medien
10
2.1.5.2 Kommunikation mithilfe von Medien
13
2.1.5.3 Medien und Freizeit
9
2.1.5.4 Unterstützung der Selbstständigkeit durch technische Assistenz
5
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
2.1.1 Grundhaltungen und Werte
erleben das Eingebundensein in eine vielfältige Gemeinschaft und erfahren im Kontakt mit anderen Individualität und Vielfalt
erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede und gehen achtungsvoll und aufgeschlossen damit um
kennen grundlegende, am Grundgesetz orientierte Werte des Zusammenlebens (zum Beispiel Würde des Menschen, Recht auf Leben, Toleranz, Gleichheit vor dem Gesetz)
zeigen Empathie, Respekt, Wertschätzung und Toleranz in der Begegnung mit anderen Menschen durch Verhaltensweisen oder in Äußerungen
hinterfragen die eigene Haltung anderen Menschen gegenüber
zeigen einen wertschätzenden Umgang mit der Natur und den Dingen
tragen Konflikte aus, erleben die damit einhergehenden Emotionen und erkennen auslösende Gründe
erproben und entwickeln Strategien der gewaltfreien Konfliktlösung sowie der Gewaltprävention und übernehmen sie in das eigene Handlungsrepertoire Beispielhafte Inhalte Exemplarische Aneignungs- und Differenzierungsmöglichkeiten B01 Vielfalt (zum Beispiel hinsichtlich Kultur, Religion, Nationalität, Staatsangehörigkeit, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung, Behinderung) B02 gesellschaftliche, am Grundgesetz orientierte Werte wie die Würde des Menschen, Recht auf Leben, Gleichheit und Grundhaltungen wie Respekt, Empathie, Achtung, Toleranz und Akzeptanz sich selbst und anderen gegenüber B03 zwischenmenschliche Umgangsformen B04 verantwortlicher Umgang mit der Natur und den Dingen und der Natur B05 Umgang mit eigenem und fremdem herausfordernden Verhalten (zum Beispiel zum eigenen Schutz) B01 Konflikte (Ursachen und Strategien der Bearbeitung) B07 Gewaltprävention und Strategien, mit Gewalt durch andere umzugehen Die Schülerin oder der Schüler E01 erlebt im Schulalltag bei starken eigenen Wünschen sozialen Widerstand und in konstruktiv gestalteten Situationen, dass Interaktion trotzdem möglich ist, oder erfährt durch das Eingebundensein in Konfliktsituationen in der Klassengemeinschaft Gefühle wie Ärger, Wut, Enttäuschung, Traurigkeit, aber auch Erleichterung und Zufriedenheit nach Konfliktlösung E02 erprobt praktische Streitschlichtung und übt Regeln und Rituale dafür ein E03 erkennt in einem vorgeführten Rollenspiel sich widerstreitende Interessen, drückt unterschiedliche Streitpositionen durch unterschiedliche Materialien und den eigenen Körper aus und erarbeitet kommunikativ Lösungen (gegebenenfalls mithilfe von Bildkarten) E04 beschreibt eigene Erfahrungen und Bewältigungsstrategien bei konflikthaltigen Situationen, reflektiert die Spannung zwischen unterschiedlichen Interessen und formuliert Regeln für die Konfliktlösung Bezüge und Verweise C SU 2.1.1.2 Kultur und Vielfalt C GK 2.1.1.2 Kultur und Vielfalt P GS SU 2.1 Welt erleben und wahrnehmen P GS SU 2.2 Welt erkunden und verstehen P GS SU 2.3 Kommunizieren und sich verständigen P GS SU 2.4 In der Welt handeln – Welt gestalten P GS SU 2.5 Reflektieren und sich positionieren I GS SU 3.1.1 Demokratie und Gesellschaft I GS SU 3.1.1.3 Kultur und Vielfalt I GS SU 3.2.1 Demokratie und Gesellschaft I GS SU 3.2.1.3 Kultur und Vielfalt L BTV L BNE
2.1.2.1 Beziehungen aufbauen und (mit-)gestalten
zeigen Aufmerksamkeit gegenüber Personen
reagieren auf Ansprache, Berührung
handeln partnerbezogen (zum Beispiel geben, nehmen; erst du, dann ich)
treten in einen nonverbalen oder verbalen Austausch mit anderen
nehmen von sich aus Kontakt auf
drücken Gefühle gegenüber anderen aus
bewältigen Alltagshandlungen zu zweit
spielen und lernen zu zweit
kommunizieren mit anderen
entwickeln Freundschaften und pflegen diese
nehmen Abhängigkeiten in Beziehungen wahr und können adäquat reagieren
können Konflikte austragen und bewältigen
reflektieren über die Qualität ihrer Beziehungen
2.1.2.2 Mit anderen zusammenleben
erleben sich als Teil einer Gruppe/Familie und reagieren angemessen
beteiligen sich an gemeinschaftlichen Aktivitäten
kooperieren in der Gruppe
übernehmen Aufgaben
kennen Regeln im sozialen Umgang und halten diese ein
gehen Kompromisse ein
lösen Konflikte
organisieren gemeinsames Tun
kennen Strategien zur Konfliktvermeidung und wenden diese an
gehen angemessen mit Fehlern von sich und anderen um
helfen anderen, nehmen Hilfe an
schätzen ihren Hilfebedarf ein und fordern angemessen Hilfe ein
kennen Umgangsformen und wenden diese situationsgerecht an
nehmen soziale Beziehungen wahr, beschreiben und reflektieren diese
nehmen unterschiedliche Rollen ein
kennen unterschiedliche Rollen, können Erwartungen einschätzen und entsprechend handeln
wissen um Abhängigkeiten in unterschiedlichen Rollenkonstellationen (zum Beispiel Chefin oder Chef − Mitarbeiterin oder Mitarbeiter) und verhalten sich entsprechend Beispielhafte Inhalte Exemplarische Aneignungs- und Differenzierungsmöglichkeiten B14 Familie in unterschiedlichen Formen und Zusammensetzungen B15 Ich und meine Eltern; ich und meine Geschwister; ich und meine Großeltern B16 Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen, Nachbarschaften, Vereinen, Religions gemeinschaften, Peergroups und Institutionen B03 Freundschaften B18 verschiedene Lebensformen (zum Beispiel Single, Großfamilie, Alleinerziehende) B19 kulturelle, soziale und religiöse Herkunft B20 gesellschaftliche Rollen B21 Kooperation und Absprachen treffen B22 Einhaltung von Regeln innerhalb einer Gruppe B23 Übernahme von Verantwortung Die Schülerin oder der Schüler E09 reagiert auf verschiedene Personen unterschiedlich E10 geht Freundschaften ein E11 pflegt einen freundschaftlichen Umgang E12 unterscheidet zwischen Freundinnen/ Freunden und fremden Personen E13 reflektiert persönliche Beziehungen Bezüge und Verweise B PER C GK 2.1.1.1 Zusammenleben in Familie, sozialen Gruppen und Gesellschaft C REV C RRK C SU 2.1.1 Demokratie und Gesellschaft P GS SU 2.3 Kommunizieren und sich verständigen I GS D 3.1.2.3 Sprache als Mittel zur Kommunikation und Information kennen I GS SU 3.2.1.3 Kultur und Vielfalt I SEK1 D 3.1.2.2 Funktion von Äußerungen I SEK1 GK 3.1.1.1 Zusammenleben in sozialen Gruppen L BTV
2.1.2.3 Partnerschaftliche Beziehungen eingehen und leben
kennen unterschiedliche partnerschaftliche Beziehungen (zum Beispiel Freundschaft, Liebesbeziehung)
kennen und respektieren unterschiedliche Lebensformen (Single, Partnerschaftsformen, Ehe)
wissen, wie sie sich jemandem angemessen nähern können (zum Beispiel ansprechen, etwas unternehmen)
verfügen über Wertvorstellungen für eine partnerschaftliche Beziehung wie Verlässlichkeit, Treue, Respekt und gegenseitige Akzeptanz
kennen Möglichkeiten der Gestaltung einer partnerschaftlichen Beziehung (zum Beispiel gemeinsame Interessen und Unternehmungen, körperliche Nähe)
halten Konflikte und Meinungsverschiedenheiten innerhalb der partnerschaft lichen Beziehung aus und bewältigen diese
kennen Verhütungsmethoden und -mittel sowie deren Zweck und können sie sachgemäß anwenden
sind sich bewusst, dass alle Formen von Sexualität eine Intimsphäre erfordern Beispielhafte Inhalte Exemplarische Aneignungs- und Differenzierungsmöglichkeiten B24 Entwicklung individueller Lebensentwürfe und Reflexion der Realisierbarkeit B25 angemessen streiten B26 Thematisierung von Verletzungen durch Eifersucht, Untreue und Trennung Die Schülerin oder der Schüler E14 erlebt und erkennt unterschiedliche Arten von Zuneigung (zum Beispiel zu den Eltern, einer erwachsenen Bezugsperson, in gleich- oder gegengeschlechtlichen Freundschaften)
2.1.3.1 In Beziehungen treten – Beziehungen gestalten
reagieren auf Zuwendung
wenden sich aktiv zu oder ab
nehmen von sich aus Kontakt auf
halten den Kontakt aufrecht
kennen und nutzen kommunikative Rituale wie Begrüßung und Verabschiedung
wissen um die Intensität der jeweiligen Beziehung und kommunizieren entsprechend
finden ein angemessenes Maß zwischen Nähe und Distanz
2.1.3.2 Wünsche und Bedürfnisse äußern
machen auf sich aufmerksam (zum Beispiel durch Blicke, Bewegungen, Laute)
richten Bewegungen oder Laute gezielt auf eine Sache oder Person
antworten auf Fragen zu ihren Wünschen und Bedürfnissen mit Zustimmung oder Ablehnung in der ihnen möglichen Form
antworten auf Fragen zu ihren Wünschen mit ja/nein
zeigen ihre Wünsche/Bedürfnisse lautsprachlich oder mithilfe von Unterstützter Kommunikation
äußern ihre Wünsche und Bedürfnisse gezielt
bitten um Hilfe
verleihen Äußerungen Nachdruck
verstehen Wünsche und Bedürfnisse von anderen
gehen auf Wünsche und Bedürfnisse von anderen ein
wissen, ob und inwiefern ihre Wünsche angemessen und realistisch sind Beispielhafte Inhalte Exemplarische Aneignungs- und Differenzierungsmöglichkeiten B44 Essenssituationen B45 Förderpflege B46 Lagerung B47 Geburtstag, Weihnachten B48 Sport (Spiele auswählen) B06 Freizeit B50 Freiarbeit, Stationenarbeit Die Schülerin oder der Schüler E22 zeigt bei Freizeitaktivitäten Wohlsein oder Unwohlsein E23 zeigt konkret, wie sie/er sich in der Freizeit beschäftigen möchte (zum Beispiel Angebot annehmen oder ablehnen / Auswahl von Gegenständen)
bemerken, dass sie angesprochen werden
treten über individuell verfügbare Kommunikationsformen oder Handlungen in einen Dialog
2.1.3.3 Gespräche führen
tauschen sich mit anderen über etwas aus (Triangulierung)
treten in einen Dialog (Zeichen, Bilder, Sprache)
erzählen lautsprachlich oder mithilfe Unterstützter Kommunikation von Erlebtem
beantworten Fragen mit Ja oder Nein (mit Zeichen, Bildern oder Sprache)
antworten mit oder ohne Hilfsmittel auf Fragen
stellen lautsprachlich oder mithilfe Unterstützter Kommunikation Fragen
hören zu
zeigen dialogisches Verhalten in Gesprächen
nehmen lautsprachlich oder mithilfe Unterstützter Kommunikation aktiv an Gesprächen teil und bringen sich ein
führen eigenständig Gespräche
führen Gespräche mit Gleichaltrigen
treffen Vereinbarungen mit anderen
argumentieren und führen Diskussionen
sprechen Konflikte an und lösen diese
kennen Gesprächsregeln und halten diese ein
moderieren Gespräche mit anderen Beispielhafte Inhalte Exemplarische Aneignungs- und Differenzierungsmöglichkeiten B07 Unterrichtsgespräche B52 Berichte von Erlebnissen B53 Austausch über Unterrichtsinhalte B54 Gespräche zur persönlichen Zukunfts planung B55 informelle Gespräche (zum Beispiel Pause, beim Essen) B56 Teamarbeit B57 Konflikte bearbeiten / Krisengespräche Die Schülerin oder der Schüler E26 lässt sich in Unterrichtsgespräche einbeziehen und beteiligt sich gezielt durch körpereigene Kommunikationsformen E27 kann in Gesprächen lautsprachlich oder mithilfe Unterstützter Kommunikation Dinge oder Sachverhalte benennen und beschreiben E28 kann in Gesprächen lautsprachlich oder mithilfe Unterstützter Kommunikation von Erlebtem berichten, Fragen stellen und beantworten, Wissen einbringen, argumentieren und diskutieren
2.1.3.4 Sich beteiligen – Informationen weitergeben und präsentieren
beteiligen sich an Gesprächen und Diskussionen (zum Beispiel durch Laute, Gesten, Gebärden)
gestalten mithilfe von Fotos und Bildern Geschichten
schreiben mit Schriftsprache oder mithilfe von Unterstützter Kommunikation Geschichten und lesen diese vor
beteiligen sich an Theaterstücken lautsprachlich oder mithilfe Unterstützter Kommunikation
zeigen ihr Wissen lautsprachlich oder mithilfe Unterstützter Kommunikation
stellen Fragen und beantworten Fragen
verstehen und erzählen Witze
wählen aus
tun ihre Meinung kund
begründen ihre Meinung
tragen etwas vor
erzählen etwas (zum Beispiel eigene Erlebnisse, Geschichten, Gedichte)
präsentieren ein Anliegen oder ein Thema
informieren andere
führen ein Rollenspiel oder Theaterstück auf Beispielhafte Inhalte Exemplarische Aneignungs- und Differenzierungsmöglichkeiten B58 Hören, Lesen, Erfinden, Schreiben und Präsentieren von Geschichten B59 Hören, Lesen, Erfinden, Schreiben und Präsentieren von Gedichten B60 Projekte B61 Schülerfirmen wie Catering, Autoservice, Kopierservice B62 Lernen durch Lehren (sich Themen erarbeiten und als Experte für andere fungieren) B08 Präsentationen (von Themen, Büchern oder Aktionen) Die Schülerin oder der Schüler E29 zeigt anderen einen bedeutsamen Gegenstand E30 präsentiert Ware beim Pausenverkauf E31 gestaltet ein Bildplakat zum Pausenverkauf E32 gestaltet ein Plakat (mit Text) zum Pausenverkauf Bezüge und Verweise B SOZ 2.1.4 Demokratie lernen und leben C BMB 2.1.1 Lehren und lernen mit Medien C GK 2.1.3 Politisches System C SU 2.1.1.3 Mitwirkung in der Schule P GS D 2.1 Sprechen und Zuhören P SEK1 D 2.1 Sprechen und Zuhören I GS D 3.2.2.3 Sprache als Mittel zur Kommunikation und Information nutzen I SEK1 GK 3.1.3.1 Mitwirkung in der Schule I SEK1 GK 3.1.3.2 Politik in der Gemeinde I SEK1 GK 3.1.3.3 Politischer Willensbildungsprozess in Deutschland L BTV 2.1.4 Demokratie lernen und leben Die Schülerinnen und Schüler erleben im Schulalltag demokratische Strukturen und Grundhaltungen. Die Schule bietet ihnen die Möglichkeit, zu lernen, eigene Interessen zu entwickeln und zu vertreten und mit denen der anderen abzustimmen. Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich aktiv an Mitbestimmungsprozessen, initiieren solche und erleben sich im sozialen Kontext als selbstwirksam. Sie wirken an der Gestaltung von Gemeinschaft mit und übernehmen Verantwortung für sich und andere, etwa indem sie Aufgaben und Ämter in der Klassengemeinschaft ausführen und sich an der Schülermitverantwortung (SMV) beteiligen. Die Schülerinnen und Schüler erkennen Diskussionen, Abstimmungen und das Mehrheitsprinzip als Elemente der Demokratie. Sie erfahren dabei auch, dass demokratisches Handeln mit langen Phasen der Aushandlung, mit Kompromissen und Entscheidungen, die nicht immer alle zufriedenstellen können, einhergehen. Sie üben die Teilnahme an demokratischen Prozessen und werden auf diese Weise darauf vorbereitet, sich auch außerhalb der Schule am öffentlichen Leben zu beteiligen, ihre Rechte und Pflichten zu kennen und umzusetzen.
2.1.4 Demokratie lernen und leben
entwickeln eigene Interessen und Bedürfnisse, äußern und vertreten diese und erleben sich im sozialen Kontext als selbstwirksam
erleben, dass jeder das Recht hat, seine Interessen und Bedürfnisse zu äußern und einzubringen, nutzen und respektieren dies
erkennen, dass die eigenen Interessen und Bedürfnisse mit denen anderer übereinstimmen oder sich unterscheiden und begeben sich in Aushandlungsprozesse
erproben das Diskutieren, das Eingehen von Kompromissen, Mehrheitsentscheide und Minderheitenschutz (Rücksicht nahme), akzeptieren und nutzen diese Elemente demokratischer Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse
beteiligen sich an den Gestaltungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten des Zusammenlebens in der Klasse und der Schule und respektieren Verantwortlichkeiten und Ämter
übernehmen Verantwortung für sich, für andere und die Gemeinschaft sowie für die Natur und die Dinge
machen auf undemokratische Strukturen und Vorgehensweisen aufmerksam
wenden Umgangsformen, Rituale und Regeln für das Zusammenleben an und gestalten diese D57 Inwieweit werden Problemstellungen des alltäglichen Zusammenlebens im Unterricht reflektiert und in den thematischen Zusammenhang der politischen Bildung gestellt? D58 Wie wird das Vertrauen gestärkt, dass die Schülerinnen und Schüler Lösungen für Probleme und Konflikte finden können?
2.1.5.1 Reflexion über Medien
kennen verschiedene Geräte und Medieninhalte und haben Kriterien, um diese zu beurteilen
erkennen Gefahren und Grenzen von Medien
kennen ihr eigenes Nutzungsverhalten und entwickeln dieses weiter im Hinblick auf einen reflektierten Umgang
sind sich darüber bewusst, inwiefern Medien ihr eigenes Denken und Handeln beeinflussen
bauen eine kritische Distanz zu den Medien auf
erkennen und bewerten Quellen im Hinblick auf mögliche Hintergründe und Intentionen der Autorinnen und Autoren
kennen verschiedene Quellen und können diese nutzen
sind sich der Gefahr von Filterblasen im Internet bewusst und beachten dies bei der Suche nach Informationen
wissen, dass mediale Inhalte für Manipulationen genutzt werden können Beispielhafte Inhalte Exemplarische Aneignungs- und Differenzierungsmöglichkeiten B10 Selbstreflexion in Bezug auf Medien B75 Gestaltungsprinzipien und Wirkungs mechanismen medialer Angebote B76 Erkennen und Vermeiden von Filterblasen durch Nutzung verschiedener Quellen B77 Bedeutung und Verwendung des Begriffs „Fake News“ B78 Lernen mit Medien und anderen Quellen („Aber es steht so im Internet“) B79 mediale Aufbereitung und Präsentation von Informationen B80 Herstellen kultureller Bezüge über Medien B81 Reflexion der Bedeutung von Medien für das eigene Denken und Handeln B82 Evaluation des Lernens mit und über Medien B83 unterschiedliche Gestaltungsmöglich keiten einer Information B84 Bearbeitung digitaler Fotos (zum Beispiel mit einer App auf dem Smartphone, um das eigene Porträtfoto zu verändern) Die Schülerin oder der Schüler E37 erfährt, welche Wirkung medial vermittelte Inhalte auf sie/ihn haben und bringt dies (zum Beispiel durch Aufmerksamkeit oder Abwenden) zum Ausdruck E38 lernt kritische und unkritische Inhalte an Beispielen kennen E39 kann mithilfe von bebilderten Regel katalogen Hinweise für das eigene Nutzungsverhalten ableiten E40 verfasst Verhaltensregeln zum Umgang mit Medien
halten Infos auf Notizzetteln fest
2.1.5.2 Kommunikation mithilfe von Medien
gestalten, malen oder schreiben Briefe
teilen sich mithilfe eines Talkers oder anderer elektronischer Hilfsmittel mit
nutzen Tastaturen, Schreibhilfen und die Umwandlung von Sprache in Text
nehmen Telefonanrufe entgegen
telefonieren, auch mittels Smartphone und Videotelefonie
kommunizieren über Videokonferenz-Oberflächen
speichern Informationen auf Daten trägern und geben sie weiter
kennen und nutzen verschiedene Medien zur Kommunikation in Echtzeit (zum Beispiel das Telefon, das Smartphone mit einem Messenger oder einen Chat auf der schuleigenen Lernplattform [zum Beispiel Moodle] im Internet)
kennen und nutzen verschiedene Medien, die eine zeitversetzte Kommunikation ermöglichen (zum Beispiel E-Mails, digitale Bilder verschicken oder Beiträge in einem Forum oder anderen Communities, die diese Form der Interaktion anbieten)
wissen, dass bei der Nutzung verschiedener Kommunikationsmedien eine Anmeldung nötig ist oder auch Kosten entstehen können
gehen verantwortlich mit eigenen und fremden persönlichen Daten um
kennen den Nutzen und die Gefahren (zum Beispiel Cybermobbing) von sozialen Netzwerken
reflektieren ihre Kommunikation in sozialen Netzwerken und über digitale Medien Beispielhafte Inhalte Exemplarische Aneignungs- und Differenzierungsmöglichkeiten B85 Schreiben, Malen oder Gestalten von Infozetteln (zum Beispiel mit Bild symbolen) und Übertragung dieser analogen Informationen (zum Beispiel in eine Notizfunktion oder über digitale Bilder auf das Smartphone) Die Schülerin oder der Schüler E41 tritt über eine Videokonferenz in Kommunikation mit einer vertrauten Person ein
2.1.5.3 Medien und Freizeit
nutzen Geräte und Medien, um die eigene Freizeit selbstbestimmter zu gestalten beziehungsweise zu organisieren
finden Informationen zur Freizeitgestaltung im eigenen Lebensumfeld und können diese umsetzen
treffen Absprachen mithilfe der Medien und setzen diese um
kennen geltende Jugendschutzbestimmungen und wenden sie auf die Mediennutzung in ihrer Freizeit an
dokumentieren den zeitlichen Umfang der Mediennutzung und halten sich an Absprachen
schützen ihre persönlichen Daten
erkennen, wenn bei einem Medien angebot Kosten entstehen
nutzen Medien, um mit anderen in Kontakt zu kommen (zum Beispiel gemeinsam zu spielen)
nehmen wahr, dass zum Beispiel das Schauen von Filmen oder das Spielen von Online-Spielen nur bestimmte Aspekte der Freizeitbedürfnisse abdecken kann Beispielhafte Inhalte Exemplarische Aneignungs- und Differenzierungsmöglichkeiten B97 Nutzung unterschiedlicher Medien (Smartphone, Tablet, Spiele-Konsolen, Computer) B98 Vergleich der Kosten, die bei der Mediennutzung entstehen (zum Beispiel Internetzugang, Abonnements, In-App-Käufe) B99 Umfang der zeitlichen Nutzung von Medien in der Freizeit (zum Beispiel bei Computerspielen) B100 Recherche von Freizeitangeboten B101 Gefahren bei der Kontaktaufnahme mit unbekannten Personen (zum Beispiel in einem Internet-Chat, Umgang mit persönlichen Daten) Die Schülerin oder der Schüler E45 wählt den Zeitraum, wie lange sie/er ein Medium nutzen möchte und steuert dies selbst (zum Beispiel über einen Taster) E46 erlebt in einer Unterrichtssituation, in der bewusst die Zeit gemessen wird, wie schnell die Zeit (zum Beispiel bei einem Computerspiel) vergehen kann (Zeit budget) E47 spielt während ihrer/seiner Freizeit oder auch in der Schule online oder offline am Computer; achtet dabei darauf, dass das Spiel für ihr/sein Alter freigegeben ist und ob beziehungsweise welche Kosten damit verbunden sind E48 dokumentiert ihr/sein Freizeitverhalten und achtet dabei auf die Ausgewogenheit verschiedener Angebote Bezüge und Verweise B SEL 2.1.4 Interessen und Freizeit C BMB P SEK1 BMB 2 Prozessbezogene Kompetenzen I SEK1 BMB 3.1.3 Kommunikation und Kooperation I SEK1 BMB 3.1.4 Mediengesellschaft L BNE L MB L PG
2.1.5.4 Unterstützung der Selbstständigkeit durch technische Assistenz
erfahren eigene Grenzen und erleben die Möglichkeiten der Kompensation durch technische Hilfen
lernen unterschiedliche technische Medien kennen und können diese gezielt anwenden
akzeptieren personale Hilfe beim Einsatz technischer Hilfen
lernen den selbstständigen und adäquaten Umgang mit den eingesetzten technischen Hilfen kennen
wissen um die Gefahren und Risiken der technischen Hilfen und kennen Strategien zur Vermeidung derselben
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