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Lehrpläne Baden-Württemberg
Gemeinschaftsschule Oberstufe
Biologie
prozessbezogen
2.1 Erkenntnisgewinnung
15
2.2 Kommunikation
11
2.3 Bewertung
14
inhaltsbezogen
3.3.1 Evolution
4
3.3.2 Genetik
8
3.3.3 Immunbiologie
5
3.3.4 Zellbiologie
5
3.4.1 Biomoleküle und molekulare Genetik
12
3.4.2 Stoff- und Energieumwandlung
7
3.4.3 Evolution
8
3.4.4 Ökologie
8
3.4.5 Neurobiologie
6
3.4.6 Angewandte Biologie
5
3.5.1 Biomoleküle und molekulare Genetik
13
3.5.2 Stoff- und Energieumwandlung
10
3.5.3 Evolution
11
3.5.4 Ökologie
10
3.5.5 Neurobiologie und Hormone
13
3.5.6 Angewandte Biologie
7
3.5.7 Immunsystem
4
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
2.1 Erkenntnisgewinnung
ein Mikroskop bedienen, mikroskopische Präparate herstellen und darstellen
Morphologie und Anatomie von Lebewesen und Organen untersuchen
Lebewesen kriteriengeleitet vergleichen und klassifizieren
mit Bestimmungshilfen häufig vorkommende Arten bestimmen
Fragestellungen und begründete Vermutungen zu biologischen Phänomenen formulieren
Beobachtungen und Versuche durchführen und auswerten
Arbeitsgeräte benennen und sachgerecht damit umgehen
Hypothesen formulieren und zur Überprüfung geeignete Experimente planen
qualitative und einfache quantitative Experimente durchführen, protokollieren und auswerten
aus Versuchsergebnissen allgemeine Aussagen ableiten
Struktur- und Funktionsmodelle zur Veranschaulichung anwenden
ein Modell zur Erklärung eines Sachverhalts entwickeln und gegebenenfalls modifizieren
Wechselwirkungen mithilfe von Modellen oder Simulationen erklären
die Speicherung und Weitergabe von Information mithilfe geeigneter Modelle beschreiben
die Aussagekraft von Modellen beurteilen
2.2 Kommunikation
zu biologischen Themen in unterschiedlichen analogen und digitalen Quellen recherchieren
Informationen zu biologischen Fragestellungen zielgerichtet auswerten und verarbeiten, hierzu nutzen sie auch außerschulische Lernorte
Informationen aus Texten, Bildern, Tabellen, Diagrammen oder Grafiken entnehmen
biologische Sachverhalte unter Verwendung der Fachsprache beschreiben oder erklären (ultimat und proximat)
Zusammenhänge zwischen Alltagssituationen und biologischen Sachverhalten herstellen und dabei bewusst die Fachsprache verwenden
den Verlauf und die Ergebnisse ihrer Arbeit dokumentieren
komplexe biologische Sachverhalte mithilfe von Schemata, Grafiken, Modellen oder Diagrammen anschaulich darstellen
adressatengerecht präsentieren
sich selbst und andere in ihrer Individualität wahrnehmen und respektieren
ihren Standpunkt zu biologischen Sachverhalten fachlich begründet vertreten
für die Arbeit im Team Verantwortung übernehmen, gemeinsam planen, strukturieren und reflektieren
2.3 Bewertung
in ihrer Lebenswelt biologische Sachverhalte erkennen
Bezüge zu anderen Unterrichtsfächern herstellen
die Aussagekraft von Darstellungen in Medien bewerten
zwischen naturwissenschaftlichen und ethischen Aussagen unterscheiden
Aussagen zu naturwissenschaftlichen Themen kritisch prüfen
die Wirksamkeit von Lösungsstrategien bewerten
Anwendungen und Folgen biologischer Forschungsergebnisse unter dem Aspekt des Perspektivenwechsels beschreiben
Anwendungen und Folgen biologischer Forschungsergebnisse unter dem Aspekt einer nachhaltigen Entwicklung beschreiben und beurteilen
Anwendungen und Folgen biologischer Forschungsergebnisse unter dem Aspekt der Würde des Menschen bewerten
Anwendungen und Folgen biologischer Forschungsergebnisse unter dem Aspekt der Verantwortung für die Natur beurteilen
den eigenen und auch andere Standpunkte begründen
den Einfluss des Menschen auf Ökosysteme im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung bewerten
ihr eigenes Handeln unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit bewerten
ihr eigenes Handeln unter dem Aspekt einer gesunden Lebensführung bewerten
3.3.1 Evolution
die Entstehung von Angepasstheiten bei Arten im Sinne der Evolutionstheorie Darwins erläutern (Variabilität, Vererbbarkeit, Überproduktion, Konkurrenz, Selektion)
die stammesgeschichtliche Entwicklung anhand eines Beispiels erläutern (z. B. Entwicklung der ersten Landwirbeltiere, der Vögel, der Wale, der Blütenpflanzen)
Belege der stammesgeschichtlichen Verwandtschaft erläutern (Fossilien, Homologie)
die Evolution zum modernen Menschen anhand ausgewählter Fossilfunde darstellen
3.3.2 Genetik
die Chromosomen als Träger der Erbinformation beschreiben
erklären, wie innerhalb des Zellzyklus durch Mitose und Zellteilung Tochterzellen mit identischem Chromosomensatz entstehen
die Struktur der DNA anhand eines einfachen Modells beschreiben und daran Eigenschaften der DNA (Informationsspeicherung, Verdopplungsfähigkeit) erläutern
den Vorgang der Meiose beschreiben und deren Bedeutung erklären
erklären, wie das Geschlecht beim Menschen durch die Geschlechtschromosomen bestimmt wird
an einfachen Erbgängen die Ausprägung des Phänotyps und dessen Vererbung über den Genotyp erklären (dominant-rezessiv, autosomal, gonosomal) und auf einfache Familienstammbäume anwenden
Mutationen als Veränderungen der genetischen Information beschreiben und die Folgen an Beispielen erläutern (zum Beispiel Trisomie 21, Mukoviszidose, Sichelzellenanämie)
den möglichen Einsatz der Gentechnik (zum Beispiel Landwirtschaft, Medikamentenherstellung, Tierzucht) beschreiben und bewerten
3.3.3 Immunbiologie
den Bau und die Vermehrung von Bakterien und Viren beschreiben
den Verlauf einer Infektionskrankheit beschreiben
Infektionsbarrieren und Mechanismen der angeborenen Immunabwehr beschreiben und Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionskrankheiten erläutern
die erworbene Immunantwort (Antikörper, Killerzellen) als Wechselwirkung auf zellulärer Ebene beschreiben und die Entstehung von Immunität (Gedächtniszellen) erklären
die Immunisierung durch Impfung erklären und hinsichtlich ihrer individuellen und gesellschaftlichen Bedeutung bewerten
3.3.4 Zellbiologie
pflanzliche und tierische Zellen im licht- und elektronenmikroskopischen Bild beschreiben und vergleichen
das Zusammenwirken von Zellorganellen an einem Beispiel beschreiben (zum Beispiel Zellkern, ER, Dictyosom, Lysosom, Ribosom bei Sekretion oder intrazellulärer Verdauung)
den Zusammenhang von Struktur und Funktion am Beispiel von Zellorganellen (Chloroplast, Mitochondrium) und verschiedenartig differenzierten Zellen (z. B. sekretorische Zellen) darstellen
Plasmolyse und Deplasmolyse anhand lichtmikroskopischer Untersuchungen beschreiben und durch osmotische Vorgänge erklären
prokaryotische und eukaryotische Zellen vergleichen
3.4.1 Biomoleküle und molekulare Genetik
den Bau der Biomembran anhand eines Modells beschreiben
Transportmechanismen erläutern (passiver Transport, aktiver Transport, Membranfluss)
Bau (Aminosäuren, Peptidbindung, Strukturebenen) und Funktion der Proteine erläutern
den Bau und die Eigenschaften eines Enzyms beschreiben und die Vorgänge am aktiven Zentrum darstellen
Experimente zur Untersuchung der Abhängigkeit der Enzymaktivität (zum Beispiel von Temperatur, pH-Wert, Substratkonzentration) planen, durchführen und auswerten
Hemmung (reversibel und irreversibel) der Enzymaktivität an Beispielen beschreiben
Bau und Funktion von Nukleinsäuren erläutern und Strukturmerkmale der DNA (Doppelstrang, Komplementarität, Antiparallelität) am Modell erklären
Die semikonservative Replikation der DNA beschreiben und deren Bedeutung für die Zellteilung erklären
die Zusammenhänge zwischen Genen und Merkmalen erläutern (Genbegriff, Genprodukte)
die Proteinbiosynthese (Transkription, Translation) beschreiben und den genetischen Code anwenden
mögliche Auswirkungen von Genmutationen (zum Beispiel Variabilität, Krankheiten) beschreiben
differenzielle Genaktivität und Genregulation beschreiben (Transkriptionsfaktoren, DNA-Methylierung)
3.4.2 Stoff- und Energieumwandlung
die Stoffwechselprozesse Fotosynthese und Zellatmung als Reaktionsgleichungen mit Summenformeln beschreiben und Grundprinzipien des auf- und abbauenden Stoffwechsels erläutern (Kompartimentierung, Redoxreaktionen, Stoffwechselregulation auf Enzymebene, Energieumwandlung, energetische Kopplung über ATP/ADP-System)
Angepasstheiten von Pflanzen an die Fotosynthese auf verschiedenen Systemebenen erläutern (Laubblätter, Chloroplasten)
den Zusammenhang zwischen dem Absorptionsspektrum von Chlorophyll und dem Wirkungsspektrum der Fotosynthese erläutern
die Bedeutung und den Zusammenhang von Primär- und Sekundärreaktionen der Fotosynthese darstellen (C-Körper-Schema des Calvin-Zyklus mit Fixierungs-, Reduktions- und Regenerationsphase)
die Abhängigkeit der Fotosyntheserate von abiotischen Faktoren auf experimenteller Grundlage erläutern
die Struktur und Funktion von Mitochondrien erläutern und unter dem Aspekt der chemiosmotischen ATP-Bildung mit Chloroplasten vergleichen
die Stoff- und Energiebilanz der Zellatmung und ihrer Teilprozesse darstellen (Glykolyse, oxidative Decarboxylierung, Citratzyklus, Atmungskette)
3.4.3 Evolution
Änderungen der Allelhäufigkeiten im Genpool einer Population mit unterschiedlicher reproduktiver Fitness begründen
evolutive Anpassungsprozesse nach der synthetischen Evolutionstheorie erklären (genetische Variabilität durch Mutation und Rekombination, Selektion, Isolation, Gendrift)
den biologischen Artbegriff erklären und Artbildungsprozesse erläutern (allopatrische und sympatrische Artbildung)
Koevolution als wechselseitigen Anpassungsprozess zweier Arten an einem Beispiel darstellen
den adaptiven Wert von Verhalten an einem Beispiel begründen (Kosten-Nutzen-Analyse zum Beispiel bei Gruppenbildung, Egoismus, Altruismus, Aggression)
Merkmale kriteriengeleitet als homolog oder nicht homolog identifizieren und Konvergenzen als Angepasstheiten aufgrund ähnlicher Selektionsbedingungen erklären
ursprüngliche und abgeleitete Merkmale identifizieren und zur Prüfung von Stammbaumhypothesen nutzen (homologe morphologische Merkmale, homologe DNA-Sequenzen)
die Evolutionstheorie gegenüber nicht-naturwissenschaftlichen Vorstellungen zur Entstehung von Artenvielfalt abgrenzen
3.4.4 Ökologie
an einem Ökosystem Biotop und Biozönose beschreiben und prägende biotische und abiotische Umweltfaktoren nennen
den Einfluss eines abiotischen Umweltfaktors auf unterschiedliche Arten beschreiben und vergleichen (ökologische Potenz, Toleranzkurven, Zeigerarten)
das Konzept der ökologischen Nische erläutern und Einflüsse von Konkurrenz auf die Einnischung erklären (Real- und Fundamentalnische, Konkurrenzausschluss)
Beziehungen zwischen Organismen hinsichtlich ihrer Wechselwirkungen vergleichen (intra- und interspezifische Konkurrenz, Parasitismus, Symbiose, Räuber-Beute-Beziehungen)
die trophische Gliederung eines Ökosystems beschreiben und aus energetischer Sicht erklären (Nahrungsnetz, Biomassepyramide, Energiefluss und -entwertung)
den Kohlenstoffkreislauf darstellen, ökologische Folgen des anthropogen bedingten Treibhauseffekts beschreiben und Handlungsoptionen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit erläutern
die Bedeutung von Artenvielfalt in einem Ökosystem erläutern
Konflikte zwischen dem Erhalt von Artenvielfalt und menschlicher Nutzung (zum Beispiel Flächenverbrauch, Landwirtschaft) darstellen und Handlungsoptionen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit bewerten (Ökosystemmanagement über Erhaltungs- und Renaturierungsmaßnahmen)
3.4.5 Neurobiologie
am Beispiel des Motoneurons den Zusammenhang zwischen Struktur und Funktion beschreiben
Ruhepotenzial und Aktionspotenzial erläutern und deren Messung beschreiben
die kontinuierliche und saltatorische Erregungsweiterleitung vergleichend darstellen
die Übertragung der Erregung an der Synapse erläutern (interneuronale und neuromuskuläre Synapse)
die Wirkung von Stoffen auf Synapsen an Beispielen erläutern (zum Beispiel Gifte, Drogen)
an einer Sinneszelle die Reizaufnahme und die Transduktion erläutern
3.4.6 Angewandte Biologie
Werkzeuge und Verfahren der Molekularbiologie erläutern (Restriktionsenzyme, Plasmide, PCR, Gelelektrophorese)
ein Verfahren zur Herstellung transgener Organismen erläutern (Isolierung und Transfer von Genen, Selektion transgener Organismen)
Chancen und Risiken der Nutzung gentechnisch veränderter Organismen bewerten (zum Beispiel in der Landwirtschaft)
die Analyse von Gentests und Familienstammbäumen erläutern und eine genetische Beratung ableiten
Möglichkeiten und Grenzen der somatischen Gentherapie erläutern
3.5.1 Biomoleküle und molekulare Genetik
Modelle zum Bau der Biomembran mithilfe experimenteller Befunde beurteilen
Transportmechanismen erläutern (passiver Transport, aktiver Transport, Membranfluss)
Bau (Aminosäuren, Peptidbindung, Strukturebenen) und Funktion der Proteine erläutern
Bau und Eigenschaften eines Enzyms beschreiben und dessen Wirkungsweise mit geeigneten Modellen erklären (Schlüssel-Schloss-Prinzip, induced-fit-Modell)
Experimente zur Untersuchung der Abhängigkeit der Enzymaktivität von verschiedenen Faktoren (zum Beispiel Temperatur, pH-Wert, Substratkonzentration) planen, durchführen und auswerten
Hemmung (reversibel und irreversibel) der Enzymaktivität an Beispielen beschreiben
Bau und Funktion von Nukleinsäuren erläutern und Strukturmerkmale der DNA (Doppelstrang, Komplementarität, Antiparallelität) am Modell erklären
die semikonservative Replikation der DNA beschreiben und deren Bedeutung für die Zellteilung erklären
die Zusammenhänge zwischen Genen und Merkmalen erläutern (Genbegriff, Genprodukte, Genwirkkette)
die Proteinbiosynthese bei Prokaryoten und Eukaryoten beschreiben (Transkription, Translation) und den genetischen Code anwenden
differenzielle Genaktivität und Genregulation bei Prokaryoten und Eukaryoten (Transkriptionsfaktoren, DNA-Methylierung, Histonmodifikation, RNA-Interferenz) beschreiben
mögliche Auswirkungen von Genmutationen (zum Beispiel Variabilität, Krankheiten) beschreiben
Krebs auf Mutationen von Kontrollgenen des Zellzyklus zurückführen (Proto-Onkogene, Tumor-Suppressorgene)
3.5.2 Stoff- und Energieumwandlung
die Stoffwechselprozesse Fotosynthese und Zellatmung als Reaktionsgleichungen mit Summenformeln beschreiben und Grundprinzipien des auf- und abbauenden Stoffwechsels erläutern (Kompartimentierung, Stoffwechselregulation auf Enzymebene, Redoxreaktionen, Energieumwandlung, energetische Kopplung über ATP/ADP-System)
experimentelle Befunde zu Ort und Ablauf eines Stoffwechselweges auswerten (Tracer-Methode)
Angepasstheiten von Pflanzen an die Fotosynthese auf verschiedenen Systemebenen erläutern (Laubblätter, Chloroplasten, Vergleich C3-/C4-Pflanzen)
die Chromatografie als Trennverfahren und die Bedeutung der Blattpigmente im Lichtsammelkomplex beschreiben
den Zusammenhang zwischen dem Absorptionsspektrum von Chlorophyll und dem Wirkungsspektrum der Fotosynthese erläutern
die Bedeutung und den Zusammenhang von Primär- und Sekundärreaktionen der Fotosynthese darstellen (energetisches Modell der Primärreaktionen, C-Körper-Schema des Calvin-Zyklus mit Fixierungs-, Reduktions- und Regenerationsphase)
die Abhängigkeit der Fotosyntheserate von abiotischen Faktoren auf experimenteller Grundlage analysieren
die Struktur und Funktion von Mitochondrien erläutern und unter dem Aspekt der chemiosmotischen ATP-Bildung mit Chloroplasten vergleichen
die Stoff- und Energiebilanz der Zellatmung und ihrer Teilprozesse darstellen (Glykolyse, oxidative Decarboxylierung, Citratzyklus und Atmungskette als energetisches Modell)
die Stoff- und Energiebilanz des aeroben und anaeroben Glukoseabbaus (alkoholische Gärung und Milchsäuregärung) vergleichen
3.5.3 Evolution
Änderungen der Allelhäufigkeiten im Genpool einer Population mit unterschiedlicher reproduktiver Fitness begründen (ultimate, historisch-kausale Erklärung)
evolutive Anpassungsprozesse nach der synthetischen Evolutionstheorie erklären (genetische Variabilität durch Mutation und Rekombination, Selektion, Isolation, Gendrift)
den biologischen Artbegriff erklären und Artbildungsprozesse erläutern (allopatrische und sympatrische Artbildung, adaptive Radiation)
Koevolution als wechselseitigen Anpassungsprozess zweier Arten an einem Beispiel darstellen
proximate und ultimate Erklärungen unterscheiden (u.a. an Beispielen des Sozialverhaltens von Primaten)
den adaptiven Wert von Verhalten an einem Beispiel begründen (Kosten-Nutzen-Analyse zum Beispiel bei Gruppenbildung, Egoismus, Altruismus, Aggression)
Merkmale kriteriengeleitet als homolog oder nicht homolog identifizieren und Konvergenzen als Angepasstheiten aufgrund ähnlicher Selektionsbedingungen erklären
ursprüngliche und abgeleitete Merkmale identifizieren und zur Prüfung von Stammbaumhypothesen nutzen (homologe morphologische Merkmale, homologe DNA-Sequenzen)
die Evolutionstheorie als naturwissenschaftliche Theorie gegenüber nicht-naturwissenschaftlichen Vorstellungen zur Entstehung von Artenvielfalt abgrenzen
die stammesgeschichtliche Verwandtschaft und die Ausbreitung von Menschenarten (Hominini) anhand ausgewählter Fossilfunde darstellen
Besonderheiten der Evolution des Menschen erläutern und die Bedeutung kultureller Entwicklungen darstellen (zum Beispiel aufrechter Gang, Präzisionsgriff; Werkzeuggebrauch, Sprachentwicklung; Widerlegung des Konzepts der Menschenrassen)
3.5.4 Ökologie
an einem Ökosystem Biotop und Biozönose beschreiben und prägende biotische und abiotische Umweltfaktoren nennen
den Einfluss eines abiotischen Umweltfaktors auf unterschiedliche Arten beschreiben und vergleichen (ökologische Potenz, Toleranzkurven, Zeigerarten)
das Konzept der ökologischen Nische erläutern und Einflüsse von Konkurrenz auf die Einnischung erklären (Real- und Fundamentalnische, Konkurrenzausschluss)
Beziehungen zwischen Organismen hinsichtlich ihrer Wechselwirkungen vergleichen (intra- und interspezifische Konkurrenz, Parasitismus, Symbiose, Räuber-Beute-Beziehungen)
die Dynamik von Populationen unter idealisierten und realen Bedingungen erläutern (exponentielles und logistisches Wachstum, r- und K-Strategien, Räuber-Beute-Systeme)
die trophische Gliederung eines Ökosystems beschreiben und aus energetischer Sicht erklären (Nahrungsnetz, Biomassepyramide, Energiefluss und -entwertung)
den Kohlenstoff- und Stickstoffkreislauf darstellen, ökologische Folgen menschlicher Eingriffe (Treibhauseffekt, Stickstoffeintrag) beschreiben und Handlungsoptionen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit erläutern
die Bedeutung von Biodiversität auf verschiedenen Systemebenen (genetische Variabilität, Artenvielfalt, Vielfalt an Ökosystemen) erläutern
Konflikte zwischen dem Erhalt von Biodiversität und menschlicher Nutzung (zum Beispiel Flächenverbrauch, Landwirtschaft) darstellen und Handlungsoptionen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit bewerten (Ökosystemmanagement über Erhaltungs- und Renaturierungsmaßnahmen)
den ökologischen Fußabdruck als ein Maß für nachhaltiges Handeln beschreiben und Möglichkeiten zur Nachsteuerung erläutern
3.5.5 Neurobiologie und Hormone
am Beispiel des Motoneurons den Zusammenhang zwischen Struktur und Funktion beschreiben
Ruhepotenzial und Aktionspotenzial erläutern und deren Messung beschreiben
die kontinuierliche und saltatorische Erregungsweiterleitung vergleichend darstellen
die Übertragung der Erregung an der Synapse erläutern (interneuronale und neuromuskuläre Synapse)
die Wirkung von Stoffen auf Synapsen an Beispielen erläutern (zum Beispiel Gifte, Drogen)
die Verrechnung der Signale von erregenden und hemmenden Synapsen beschreiben (räumliche und zeitliche Summation)
primäre und sekundäre Sinneszellen unterscheiden und an einem Beispiel die Reizaufnahme und die Transduktion erläutern (second-messenger-Prinzip)
neuronale Grundlagen des Lernens darstellen (zum Beispiel synaptische Plastizität, Langzeitpotenzierung)
Erkrankungen des menschlichen Nervensystems beschreiben (zum Beispiel Multiple Sklerose, Alzheimer-Krankheit, Depression)
die Entstehung der Wahrnehmung im Gehirn an einem Beispiel beschreiben (zum Beispiel Sehwahrnehmung)
die Regulation durch Hormone an einem Beispiel erläutern (zum Beispiel durch Thyroxin, Insulin, Sexualhormone)
unterschiedliche Wirkungsmechanismen von Hormonen auf molekularer Ebene beschreiben (Rezeptoren in der Zellmembran oder im Zellplasma)
Hormon- und Nervensystem vergleichen und deren Verschränkung an einem Beispiel darstellen
3.5.6 Angewandte Biologie
Werkzeuge und Verfahren der Molekularbiologie erläutern (Restriktionsenzyme, Plasmide, PCR, Gelelektrophorese)
eine Methode zur gezielten Veränderung von DNA beschreiben (CRISPR/Cas9)
ein Verfahren zur Herstellung transgener Organismen erläutern (Isolierung und Transfer von Genen, Selektion transgener Organismen)
Chancen und Risiken der Nutzung gentechnisch veränderter Organismen bewerten (zum Beispiel in der Landwirtschaft)
Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik vergleichen und an einem Fallbeispiel bewerten
die Analyse von Gentests und Familienstammbäumen erläutern und eine genetische Beratung ableiten
Möglichkeiten und Grenzen der Therapie genetisch bedingter Erkrankungen erläutern (somatische Gentherapie, Keimbahntherapie)
3.5.7 Immunsystem
die humorale und zelluläre Immunantwort am Beispiel einer Infektionskrankheit im Hinblick auf die Kooperation von Immunzellen beschreiben (Signalstoffe, Zell-Zell-Kontakte)
die Vielfalt der Antikörper und Rezeptoren erklären (somatische Rekombination, klonale Selektion)
die Unterscheidung von körpereigen und körperfremd anhand des MHC-Systems erklären und an einem Beispiel erläutern (zum Beispiel Allergie, Organtransplantation, Autoimmunerkrankung)
am Beispiel HIV erklären, wie sich die Viren vermehren und das Immunsystem schwächen; sie können eine Nachweismethode beschreiben (ELISA-Test) und mögliche Therapieansätze erläutern
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