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funktional und situationsangemessen sprechen
einen differenzierten, situations- und adressatengerechten Wortschatz anwenden
sich standardsprachlich ausdrücken und den Unterschied zwischen mündlichem und schriftlichem Sprachgebrauch sowie Merkmale umgangssprachlichen Sprechens erkennen und zielgerichtet einsetzen
inhaltlich präzise, sprachlich prägnant und klar strukturiert formulieren
ihre Redeweise (Artikulation, Körpersprache) und ihre rhetorischen Fähigkeiten situations- sowie adressatengerecht anwenden und deren Wirkung reflektieren
dialogisch sprechen
verschiedene Gesprächsformen praktizieren (zum Beispiel Diskussion, Streitgespräch, Debatte, Interpretationsgespräch), dabei allgemeine und für Gesprächsformen spezifische Strategien anwenden
Gespräche und Diskussionen beobachten (Äußerungen, Redebeiträge, Sprecherwechsel, Gesprächsphasen), moderieren und reflektieren, dabei Merkmale unangemessener Kommunikation erkennen und darauf hinweisen
durch gezieltes Fragen Informationen beschaffen und Positionen klären
in verschiedenen Kommunikations- und Gesprächssituationen sicher und konstruktiv agieren, eigene Positionen vertreten und Strittiges identifizieren, auf Gegenpositionen sachlich und argumentierend eingehen und situationsangemessen auf (non)verbale Äußerungen ihres Gegenübers reagieren
Texte, Situationen und eigene Erfahrungen szenisch gestalten und damit erschließen
monologisch sprechen
längere freie Redebeiträge leisten und transparent strukturieren, dabei Redestrategien einsetzen und die Wirkung eines Redebeitrags reflektieren
Sachinhalte verständlich referieren
verschiedene Formen mündlicher Darstellung verwenden: erzählen, nacherzählen, schildern, informieren, berichten, beschreiben, erklären, erläutern, appellieren, argumentieren, erörtern
Texte sinngebend und gestaltend vorlesen und (auch frei) vortragen (zum Beispiel Gedichte)
unterschiedliche Sprechsituationen szenisch gestalten
verstehend zuhören
Gespräche sowie längere gesprochene Texte konzentriert verfolgen, ihr Verständnis durch Mitschriften und Notizen sichern, aktiv zuhören, dabei kognitive und metakognitive Strategien einsetzen, zum Beispiel Erwartungshaltung und Aufmerksamkeit zielgerichtet steuern
Kommunikation beurteilen: kriterienorientiert das eigene Gesprächsverhalten und das anderer beobachten, reflektieren und bewerten
auch im interkulturellen Dialog eigene und fremde Wahrnehmungen unterscheiden und kulturelle Unterschiede wahrnehmen
Texte planen
auch anspruchsvolle Aufgabenstellungen in konkrete Schreibziele und Schreibpläne überführen; auch längere und komplexere Texte konzipieren und dabei Faktoren wie Schreibanlass, Aufgabenstellung, Textkonventionen, Textfunktionen, Situations- und Adressatenbezüge berücksichtigen; auch kooperativ und kollaborativ planen
differenzierte Fragen, Arbeitshypothesen, Untersuchungsaspekte und Problemstellungen entwickeln und reflektieren
Informationsquellen gezielt nutzen (Bibliotheken, Nachschlagewerke, Internet, auch Fachliteratur), exzerpieren, Texte und Informationen zielgerichtet bewerten und auswählen, auf dieser Grundlage Stoffsammlungen, Dossiers und Gliederungen erarbeiten; grundlegende Techniken wissenschaftlichen Arbeitens anwenden
umfangreichere wissenschaftspropädeutische Texte (zum Beispiel Fach- oder Seminararbeiten) über einen längeren Zeitraum planen; Stadien des Schreibprozesses reflektieren
Texte formulieren
flüssig schreiben, das heißt zügig, sicher und korrekt (automatisiert) verschriften sowie Gedanken sicher und schnell vertexten, und dabei elementare formale Anforderungen des Schreibens erfüllen (Lesbarkeit der Handschrift, Blatteinteilung; Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik)
verschiedene Schreibstrategien verwenden
nach Mustern schreiben: Merkmale verschiedener Textsorten und die Orientierung an prototypischen Texten für die Textgestaltung nutzen
Textverarbeitungs- und Präsentationsprogramme nutzen
Textbelege und andere Quellen korrekt zitieren und sinngemäß wiedergeben, dabei sprachlogisch integrieren, bibliographisch korrekte Nachweise führen
einen differenzierten Wortschatz (auch Fachsprache, Fremdwörter) und einen angemessenen, variablen Stil verwenden
formalisierte lineare beziehungsweise nichtlineare Texte verfassen
verschiedene Schreibformen gezielt und angemessen nutzen
Schreibformen unterscheiden und funktional, ziel-, adressaten- und situationsgerecht verwenden, dabei Formulierungsstrategien reflektiert nutzen, auch kooperativ und kollaborativ schreiben
informieren
von Ereignissen berichten; Gegenstände, Vorgänge, Orte, Bilder und Personen beschreiben
den Inhalt auch längerer und komplexerer Texte zusammenfassen (zum Beispiel funktionales Exzerpt, Abstract)
Informationen aus komplexen linearen und nichtlinearen Texten wiedergeben und kohärent und differenziert darstellen
eigenes Wissen über literarische, sprachliche und andere Sachverhalte geordnet und differenziert darstellen und adäquat in eigene Textproduktion einbeziehen
in sachlichem Stil klar und verständlich formulieren
argumentieren
differenzierte abwägende wie meinungsbildende Texte strukturieren und formulieren
die Prämissen ihrer Argumentation, insbesondere auch Normen und Wertvorstellungen, reflektieren
Thesen klar und prägnant formulieren
Argumente mit plausibler Begründung formulieren, entfalten und durch geeignete Belege, Beispiele und Beweise stützen
Argumente anordnen, gewichten, erörtern und in eine Gesamtargumentation einbeziehen; Gegenargumente formulieren und erörtern
eigenständige Schlussfolgerungen ziehen, begründet und pointiert Stellung nehmen, dabei den Kontext von Argumentationen einbeziehen (historische Bedingungen, Autor, Erscheinungsort und -zeit)
appellieren
sach- und adressatenspezifisch formulierte Texte verfassen und dabei deren Wirkungsabsicht berücksichtigen
analysieren und interpretieren
die formale und sprachlich-stilistische Gestaltungsweise von Texten und deren Wirkung an Beispielen erläutern (zum Beispiel sprachliche Bilder deuten, Dialoge analysieren)
die Ergebnisse einer Textanalyse selbstständig fachgerecht und aspektorientiert darstellen
Texte analytisch interpretieren und Textdeutungen begründen und belegen, dabei auch Ideengehalt, gattungs- und epochenspezifische Merkmale, historische, kulturelle, philosophische, politische oder weltanschauliche Bezüge einbeziehen
gestaltend interpretieren und dabei die Ergebnisse einer Textuntersuchung nutzen
Textvergleiche strukturiert und aspektorientiert verfassen
kreativ und produktiv gestalten
sprachliche Mittel gezielt einsetzen
anschaulich erzählen und nacherzählen, Erzähltechniken anwenden, auf die Erzähllogik achten
nach literarischen oder nicht-literarischen Vorlagen Texte neu, um- oder weiterschreiben und gestaltend interpretieren
expressiv schreiben
Emotionen und eigene Befindlichkeiten ausdrücken und dabei angemessene sprachliche Mittel nutzen
explorativ schreiben
komplexe, abstrakte Begriffe erläutern
essayistisch schreiben
Texte überarbeiten
Textdistanz einnehmen, zu eigenen und fremden Texten kriterienorientiert Stellung nehmen und Verbesserungsvorschläge erarbeiten
Strategien zur Überprüfung der sprachlichen Richtigkeit und Rechtschreibung anwenden (zum Beispiel individuelles Fehlerprofil)
Texte inhaltlich und sprachlich überarbeiten und dazu geeignete Methoden und Sozialformen (zum Beispiel Schreibwerkstatt, Schreibkonferenz) nutzen, gängige Zeichen zur Textkorrektur (zum Beispiel Streichung, Ergänzung, Änderung) verwenden (auch in längerfristigen Schreibprozessen); dabei auch digitale Medien (sofern vorhanden) nutzen
Lesetechniken und Lesestrategien anwenden
unterschiedliche Lesetechniken anwenden und nutzen (zum Beispiel diagonal, selektiv, navigierend)
flüssig und sinnbezogen lesen und vorlesen
Lesestrategien und Methoden der Texterschließung selbstständig anwenden (markieren, Verstehensbarrieren identifizieren, Verständnisfragen formulieren, Texte strukturieren, Wortbedeutungen und Fachbegriffe klären, Nachschlagewerke in verschiedenen Medien verwenden)
Texte verstehen
Sinnzusammenhänge zwischen verschiedenen Ebenen und Elementen von Texten herstellen
zwischen textinternen und textexternen Informationen sowie intertextuellen Bedeutungszusammenhängen unterscheiden; literarisches Vorwissen, Kontextwissen, fachliches Wissen, Weltwissen und persönliche Leseerfahrungen reflektiert einsetzen
unterschiedliche Interpretations- und Analyseverfahren anwenden und die darauf beruhenden Verstehensentwürfe am Text überprüfen
komplexe Analysen von Texten selbstständig durchführen und die Ergebnisse ergiebig für interpretatorische oder argumentative Schlussfolgerungen nutzen
Deutungshypothesen entwickeln; diese differenziert begründen, am Text belegen und im Verstehensprozess überarbeiten
Rückschlüsse aus der medialen Verbreitungsform eines Textes ziehen
Geltungsansprüche sowie die Relevanz von Texten in unterschiedlichen Rezeptions- und Produktionszusammenhängen einschätzen, reflektieren und in das Textverstehen einbeziehen
Information und Wertung in Texten unterscheiden
sich mit der Darstellung von Lebensentwürfen und Lebenswirklichkeiten in Texten auseinandersetzen (zum Beispiel mit unterschiedlichen kulturellen, historischen, religiösen Hintergründen oder unterschiedlichen geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen)
Fremdheitserfahrungen in Texten unter Einbezug geistes-, kultur- und sozialgeschichtlicher Entwicklungen reflektieren
die ästhetische Qualität eines Textes erfassen und ihn als gestaltetes Produkt begreifen
die Zuordnung von Texten zu Textformen und Textsorten reflektieren
Mehrdeutigkeit als konstitutives Merkmal literarischer Texte erkennen und nachweisen und alternative Lesarten bei ihren Verstehensentwürfen berücksichtigen
systematisch, methodisch fachgerecht und aspektorientiert Textvergleiche durchführen, auswerten und die Ergebnisse gewinnbringend in ihre Verstehensentwürfe integrieren
Kenntnisse literaturwissenschaftlicher, philosophischer und geschichtswissenschaftlicher Texte in die Kontextualisierung literarischer Werke einbeziehen
Texte auf der Basis von nachvollziehbaren, sachlich fundierten Kriterien bewerten und dabei auch textexterne Bezüge wie Produktions-, Rezeptions- und Wirkungsbedingungen berücksichtigen
sich mit Zeugnissen der literarischen Überlieferung an außerschulischen Lernorten auseinandersetzen (zum Beispiel in Literaturmuseen, literarischen Gedenkstätten)
sich mit unterschiedlichen literarischen und theatralen Ausdrucksformen auch an außerschulischen Lernorten auseinandersetzen (zum Beispiel Theater, Lesungen)
mit komplexen pragmatischen Texten aus unterschiedlichen Bereichen sachgerecht umgehen, darunter auch wissenschaftsnahe und berufsbezogene Fachtexte
die Problemstellung, den inhaltlichen Zusammenhang und die Positionen in argumentativen Texten erfassen
begründete Schlussfolgerungen aus pragmatischen Texten ziehen und dabei auch implizite oder konkurrierende Informationen berücksichtigen
zielgerichtet Zusammenhänge mit weiteren ihnen bekannten Texten herstellen und hierfür geeignete Wissensbestände aktivieren; themengleiche Texte methodisch fachgerecht vergleichen
Textverstehen reflektieren
Textverstehen als dynamischen Prozess der Bedeutungszuweisung reflektieren und die Perspektivgebundenheit ihrer Textrezeption erkennen
Bedingungen von Textverstehensprozessen bei Texten unterschiedlicher medialer Form reflektieren und ihre jeweiligen Verstehensentwürfe (auch mittels Deutungshypothesen) textbezogen vergleichen
zwischen verschiedenen Lesehaltungen unterscheiden (spontan, methodisch geleitet; analytisch, identifikatorisch, wertend; aktualisierend, historisierend) und ihre jeweilige Lesehaltung einordnen
das Verhältnis von Wirklichkeit, Fiktionalität und Virtualität reflektieren
Zugang zu Texten gewinnen
unterschiedliche Lesetechniken und Methoden der Texterschließung sicher anwenden
ihren Leseeindruck und ihr erstes Textverständnis erläutern, begründen und sich damit auseinandersetzen
Inhalte von Texten exzerpieren, textbezogen erläutern und zusammenfassen; dazu aussagekräftige Textbelege auswählen
Textinhalte und Textstrukturen visualisieren (zum Beispiel Grafik, Schaubild, Tabelle)
Texte analysieren
Textanalyse und Interpretation unterscheiden; die Begriffe Fiktionalität, Text, Intertextualität, Textanalyse und Interpretation erläutern und bei der eigenen Textanalyse verwenden
Fiktionalität erkennen und in ihrer jeweiligen Erscheinungsform reflektieren
das Thema eines Textes bestimmen und benennen
wesentliche Elemente eines Textes (Handlungsverlauf, Figuren und Figurenkonstellation, Raum- und Zeitgestaltung, Motive, Symbole, zentrale Konflikte, Handlungsmotive literarischer Figuren, Handlungsstruktur und Kommunikationsformen) bestimmen und in ihrer Funktion sowie in ihrem Wirkungsgefüge analysieren
eine aspektorientierte Analyse durchführen
Fachbegriffe zur formalen Beschreibung von Texten verwenden: Figur, Autor, Erzähler, Erzählperspektive, Erzählform, Erzählhaltung, Erzählstruktur, Erzählzeit und erzählte Zeit, innere und äußere Handlung, offener Schluss, Erzählerbericht, Redewiedergabe in direkter, indirekter, erlebter Rede und innerem Monolog, Erzähltempora, Vorausdeutung und Rückblende; Reim, Rhythmus, Vers, Metrum, Strophe, sprachliche Bilder, lyrisches Ich / lyrischer Sprecher, Enjambement, Kadenz, Atmosphäre; Figurenverzeichnis, Akt, Szene, Exposition, Höhepunkt, Wendepunkt, Lösung, Katastrophe, Dialog und Monolog, Regieanweisung; Haupt-, Neben- und Untertext, Sprechakt
sprachliche Gestaltungsmittel beschreiben und auf ihre Funktion hin untersuchen
Komik, Ironie, Satire und Parodie erkennen und analysieren
literarische Gattungen definieren und deren Merkmale für das Textverstehen nutzen (mindestens Gedicht, Roman, Novelle, Kurzgeschichte, Parabel, Essay, Tragödie, Komödie, bürgerliches Trauerspiel)
das Thema und zentrale Aussagen eines Textes bestimmen und begrifflich benennen
Sachtexte gemäß ihrer informierenden, instruierenden, appellativen, argumentativen, regulierenden Funktion bestimmen und unterscheiden (zum Beispiel Bericht, Kommentar, Leserbrief, Rede, Gesetzestext)
Sach- und Gebrauchstexte hinsichtlich der Aspekte Thema, zentrale Thesen und Argumente; Aufbau (auch argumentativer Status von Textteilen); Sprache (Stilebene, sprachliche Mittel); Kommunikationszusammenhang (Adressat, Intention, Medium) in ihrem Wirkungsgefüge analysieren und dabei Untersuchungsschwerpunkte bilden
die Struktur eines Arguments analysieren (zum Beispiel vereinfachtes Toulmin-Schema: Behauptung, Begründung, Schlussregel, Stützung der Schlussregel)
Texte interpretieren
komplexere Deutungen eines Textes entwickeln und formulieren und das eigene Textverständnis erläutern, auch mithilfe eigener und fremder Deutungshypothesen
Vorwissen, Kontextwissen und Leseerfahrung gezielt für ihr Textverstehen nutzen
für ihr Textverstehen einschlägige Quellen (Lexika, Wörterbücher, Internet, Sach- und Fachliteratur) nutzen
mit handlungs- und produktionsorientierten Verfahren ein plausibles Textverständnis herausarbeiten und vertiefen
literarische Figuren charakterisieren, dabei direkte und indirekte Formen der Charakterisierung berücksichtigen; Figurenkonstellationen beschreiben und analysieren
Verstehensschwierigkeiten und Leerstellen benennen und für den Interpretationsprozess nutzen
die Mehrdeutigkeit von literarischen Texten erkennen und erläutern
die Wirkung eines Textes beschreiben und begründen (Textteile und Textganzes)
Texte kontextualisieren
zwischen textinternen und textexternen Bezügen unterscheiden
eigene und fremde Lebenswelten differenziert vergleichen (Alterität; auch in Bezug auf kulturelle, ethnische, religiöse oder weltanschauliche Prägungen, persönliche Einschränkungen oder Behinderungen, geschlechtliche Identitäten oder sexuelle Orientierungen)
Texte inhaltlich und formal vergleichen, auch solche unterschiedlicher Textsorten beziehungsweise medialer Darstellung, dabei sinnvolle und ergiebige Vergleichsaspekte herausarbeiten und ihr Textverständnis unter Berücksichtigung von Textvergleichen präzisieren
exemplarische Epochen der Literaturgeschichte in ihren Grundzügen erläutern und sie für das Verständnis einzelner Texte nutzen (Barock, Sturm und Drang, Aufklärung, Expressionismus)
aus der Beschäftigung mit literarischen Texten Epochenmerkmale gewinnen
Epochenmodelle kritisch reflektieren
Texte werten
Texte kriterienorientiert beurteilen (zum Beispiel in Form von Rezensionen)
sich exemplarisch mit Rezensionen auseinandersetzen
die Bedeutsamkeit eines Textes für die eigene Person reflektieren und Textinhalte mit eigenen Erfahrungen vergleichen
Zugang zu Texten gewinnen und Texte nutzen
unterschiedliche Lesetechniken und Methoden der Texterschließung sicher anwenden
Texten komplexere Informationen zielgerichtet entnehmen; auch nichtlineare Texte (zum Beispiel Diagramm, Schaubild, Infografik) auswerten (zum Beispiel auch durch Umwandlung in andere nichtlineare oder lineare Texte), mehrere Texte vergleichend nutzen und Texte exzerpieren
komplexe Textinformationen in sach- und fachspezifische Wissensfelder einordnen und kritisch bewerten; dabei inhaltliche Widersprüche und Inkohärenzen erkennen
Inhalte eines Sach- und Gebrauchstextes in ein detailliertes Textverständnis integrieren und dabei aussagekräftige Textbelege auswählen und zitieren
aus Texten entnommene Informationen zusammenhängend wiedergeben und in Problem- und Diskussionszusammenhänge einordnen; dabei auch fächerübergreifende Perspektiven berücksichtigen
Textinhalte und Textstrukturen visualisieren (zum Beispiel Grafik, Schaubild, Tabelle)
Texte verstehen
komplexere Deutungen eines Textes formulieren und das eigene Textverständnis erläutern und begründen, auch mithilfe von Hypothesen
Verstehensschwierigkeiten am Text benennen und für den Verstehensprozess nutzen
Vorwissen, Kontextwissen und Leseerfahrung für ihr Textverstehen gezielt nutzen; einschlägige Quellen (Lexika, Wörterbücher, Internet, Sach- und Fachliteratur) nutzen
die Wirkung eines Textes beschreiben und begründen (Textteile und Textganzes)
Texte kontextualisieren und werten
eigene und fremde Lebenswelten beschreiben, differenziert vergleichen und bewerten (Alterität)
Texte inhaltlich und formal vergleichen, auch solche unterschiedlicher Textsorte oder medialer Form; dabei sinnvolle Vergleichsaspekte herausarbeiten und für ihr Textverstehen nutzen
zwischen textinternen und textexternen Informationen unterscheiden
das Publikationsmedium und den historischen Kontext von Sach- und Gebrauchstexten in ihr Textverstehen einbeziehen
Stellungnahmen zu Argumentationen formulieren
Medien kennen
verschiedene Printmedien (zum Beispiel Zeitschrift, Zeitung) und verwandte digitale Medien (zum Beispiel Online-Zeitung) analysieren und vergleichen
Layout-Elemente in Printmedien und verwandten digitalen Medien benennen und deren Funktion und Wirkung reflektieren; Aufbau und Ressorts von Tages- und Wochenzeitungen beschreiben
Funktionen und Wirkungsabsichten von Medien unterscheiden, vergleichen und bewerten (Information, Kommunikation, Unterhaltung, Meinungsbildung, Manipulation, politische Kontrollfunktion)
Aspekte der Mediengeschichte erläutern (zum Beispiel Buchdruck, Flugblätter, Zeitungen, Digitalisierung)
Medien nutzen
Medien gezielt nutzen und die Auswahl des Formats in Hinblick auf Funktion beziehungsweise Wirkungsabsicht differenziert begründen
selbstständig verschiedene mediale Quellen zu Recherchezwecken nutzen, Informationen darstellen und kritisch bewerten; dabei auch komplexere Suchstrategien anwenden
Medien zur Dokumentation des eigenen Lernwegs nutzen
Medien gestalten
lineare und nichtlineare Texte mithilfe geeigneter Medien oder Programme (zum Beispiel Präsentationssoftware) gestalten und ihre Gestaltungsentscheidungen erläutern
in medialen Kommunikationssituationen eigene Beiträge adressaten- und situationsbezogen formulieren (zum Beispiel Blog, Chat, Podcast, Erklärvideo); die eigenen Gestaltungsentscheidungen erläutern und alternative Möglichkeiten reflektieren
eine Vorlage medial umformen (zum Beispiel Zeitungstext als Online-Version, Kurzgeschichte als Kurzfilm) und die Wirkung ihrer Gestaltungsentscheidungen reflektieren
Medien verstehen
das medial Dargestellte als Konstrukt erkennen und kritisch reflektieren
ihren ersten Gesamteindruck eines Bildes, Films, Hörspiels oder einer Theaterinszenierung erläutern und sich damit auseinandersetzen
eigene Bildvorstellungen (zum Beispiel Setting) entwickeln, beschreiben und mit (audio-)visuellen Gestaltungen vergleichen
Bilder beschreiben und analysieren (auch Funktionen von Bildelementen im Rahmen der Gesamtkomposition); Zusammenhänge zwischen Bildern und anderen Medien (zum Beispiel literarische Texte, Filme) herstellen, auch in Werbung
zentrale Inhalte eines Films oder Hörspiels zusammenfassen und wiedergeben
die Handlungsstruktur eines Films oder Hörspiels mithilfe filmischer und erzähltechnischer Fachbegriffe erläutern
unter Verwendung von Fachbegriffen altersgemäße audiovisuelle Texte analysieren und interpretieren (Schnitt, Montage, Sequenz, Kamerabewegung)
Kriterien einer Filmanalyse erarbeiten und anwenden; ein Filmprotokoll zu einer kurzen Szene erstellen
eine Literaturverfilmung analysieren, mit der Textvorlage vergleichen sowie exemplarisch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Text und Verfilmung interpretieren und bewerten
Kriterien zur Beschreibung und Untersuchung von Theaterinszenierungen benennen; exemplarisch einen Aspekt von Theaterinszenierungen als Form der Textinterpretation erschließen
Medien problematisieren
das eigene Medienverhalten beschreiben und kritisch reflektieren
Medien hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit prüfen (zum Beispiel Vergleich einer Nachricht in unterschiedlichen Medienformaten)
sich mit Gefahren bei der Mediennutzung auseinandersetzen und angemessen und präventiv agieren; Urheberrecht, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte beim Umgang mit Medien berücksichtigen
Struktur von Sätzen und Texten (Syntax)
die syntaktische Funktion von Satzgliedern ausgehend vom Prädikat untersuchen und bestimmen
Wortgruppen für syntaktische Analysen nutzen
Adverbialien (adverbiale Bestimmungen) und insbesondere Adverbialsätze in ihrer semantischen Funktion (lokal, kausal, temporal, konditional, konzessiv, modal, final) bestimmen und zur Darstellung von Zusammenhängen gezielt nutzen
alle Formen des Attributs erkennen, bestimmen und verwenden
die Struktur auch von komplexen Sätzen und Satzgefügen analysieren, im Feldermodell beschreiben und die Analyse für ihr Verständnis nutzen
verschiedene Satzarten unterscheiden und sicher verwenden
Nebensätze in komplexen Satzgefügen sicher erkennen, erläutern und verwenden
Infinitiv- und Partizipialgruppen erkennen und ihre syntaktische und semantische Funktion bestimmen; Infinitiv- und Partizipialgruppen funktional verwenden, auch innerhalb komplexerer syntaktischer Strukturen
Gleich- und Unterordnung von Sätzen unterscheiden und differenziert in ihrer Funktion erläutern (Parataxe und Hypotaxe)
Erscheinungsformen der Textkohärenz erklären und eigene Texte kohärent gestalten
Struktur von Wörtern (Morphologie)
Wortarten nach ihren morphologischen Merkmalen sowie nach ihrer Funktion unterscheiden und bestimmen; Zusammenhänge zwischen Wortart und syntaktischer Verwendung erläutern
Möglichkeiten der Wortbildung (Komposition und Derivation) für Textverstehen und Textproduktion nutzen
alle Formen der Konjugation bestimmen und verwenden; Tempusformen differenziert in ihren unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten erläutern und verwenden (zum Beispiel auch narratives Präsens, modales Futur)
Bildung und kontextabhängige Wirkung von Passivformen beschreiben und reflektieren
alle Formen der Modalität sowie deren Ersatzformen beschreiben, bilden und norm-, situations- und stilgerecht verwenden
die Kasus auch in komplexen Nominalgruppen korrekt und sicher verwenden
Bedeutung von Wörtern (Semantik)
Definitionen komplexerer Begriffe formulieren und dazu einschlägige Nachschlagewerke nutzen
Wortfelder und Wortfamilien analysieren; Synonyme und Antonyme unterscheiden; Homonymie und Polysemie erkennen, für ihr Textverstehen nutzen und beim Schreiben eigener Texte berücksichtigen
Denotation und Konnotation unterscheiden, in ihrer Bedeutung für die Aussage und Wirkung von Texten untersuchen
Formen bildlicher Ausdrucksweise (Metapher, Vergleich, Allegorie, Synekdoche, Metonymie, Symbol) benennen, erläutern und in ihrer Wirkung reflektieren
Bedeutungsveränderungen von Wörtern als Phänomene des Sprachwandels erläutern (Bedeutungsverengung und -erweiterung, Bedeutungsverschiebung, Bedeutungsverbesserung und -verschlechterung); Metaphern als ein Mittel der Bedeutungserweiterung und -verschiebung beschreiben
die Integration von Fremd- und Lehnwörtern ins deutsche Sprachsystem sowie deren Leistung und Wirkung untersuchen (insbesondere Anglizismen)
Rechtschreibung und Zeichensetzung (Orthografie und Interpunktion)
normgerecht schreiben, Fehler in eigenen sowie fremden Texten erkennen und korrigieren
Groß- und Kleinschreibung auch in schwierigen Fällen normgerecht verwenden und erläutern
Regeln der Getrennt- und Zusammenschreibung nennen und anwenden
Besonderheiten der Schreibung von Fremdwörtern nennen und anwenden
die Zeichensetzung bei Zitaten (auch Auslassungen, Ergänzungen, Zitat im Zitat) korrekt verwenden
die Zeichensetzung bei Nebensätzen, Infinitiv- und Partizipialgruppen auch in komplexen Satzgefügen korrekt begründen und verwenden, dabei auch den Unterschied zwingender und fakultativer Kommasetzung erläutern
Rechtschreibstrategien in Schreibprozessen anwenden und Nachschlagewerke verwenden
individuelle Fehlerschwerpunkte benennen, gezielt eigenständig bearbeiten und Zweifelsfälle klären
die Grenzen digitaler Rechtschreibhilfen beachten
Funktionen von sprachlichen Äußerungen analysieren und reflektieren
gelingende und misslingende Kommunikation kriterienorientiert und theoriegestützt analysieren; Bedingungen gelingender Kommunikation benennen und reflektieren
grundlegende Kommunikationsmodelle erläutern und zur Analyse von Kommunikation und Sprechakten nutzen (zum Beispiel Bühler, Watzlawick, Schulz von Thun)
Zusammenhänge zwischen verbalen und nonverbalen Ausdrucksmitteln analysieren und in ihrer kommunikativen Funktion reflektieren; Gesprächssituationen unterscheiden (zum Beispiel informell, formell)
distinktive Merkmale gesprochener und geschriebener Sprache benennen, in ihrer kommunikativen Bedeutung unterscheiden und reflektieren
Funktionen von Texten (Information, Regulierung, Appell, Selbstdarstellung, Unterhaltung) erkennen und ihre Wirkung beschreiben
sprachgeschichtliche Zusammenhänge erkennen und mithilfe von Begriffen des Sprachwandels (zum Beispiel Bedeutungswandel, fremdsprachliche Einflüsse, regionalsprachliche Besonderheiten) beschreiben
die kulturelle Bedeutung von Sprache erfassen, auch in ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Kontext (zum Beispiel sprachliche Trends, Neologismen, Jargon)
Sprachliche Äußerungen funktional gestalten
Sprechabsichten gezielt formulieren (auch Rhetorik); Sprachvarietäten funktional und adressatenorientiert in Gesprächssituationen verwenden
komplexere Zusammenhänge und Inhalte adressatenorientiert, sachgerecht und übersichtlich darstellen
bei eigenen Sprech- und Schreibhandlungen distinktive Besonderheiten gesprochener und geschriebener Sprache situationsangemessen und adressatenbezogen berücksichtigen
Wortwahl, Sprachebenen, Sprechweisen, Tonfall und Umgangsformen planvoll und angemessen zur Gestaltung von Gesprächen einsetzen, dabei auch Normen demokratischer Gesprächs- und Kommunikationskultur beachten
sprachliche Äußerungen mündlich und schriftlich situationsangemessen und adressatengerecht gestalten
verschiedene Vortrags- und Präsentationstechniken adressatengerecht, zielführend und begründet einsetzen; die Wirkung ihrer Präsentation analysieren und optimieren
Regeln für Feedback auf Präsentationen formulieren, beachten und korrekt anwenden; deren Funktion und Nutzen reflektieren
Sprache und Identität
Sprache in ihrer Wechselwirkung mit Identität erkennen und beschreiben, den eigenen Sprachgebrauch in seiner Wechselwirkung mit verschiedenen Sprachvarietäten und Kontexten sowie als Möglichkeit des Ausdrucks ihrer Persönlichkeit reflektieren
Dialekt, Umgangs- und Standardsprache in ihrer kommunikativen Bedeutung erläutern und angemessen verwenden
Merkmale und Funktionen von Fachsprache erläutern
identifikationsstiftende wie abgrenzende Funktion von Gruppensprachen vergleichend untersuchen und anhand von sprachlichen und kommunikativen Merkmalen erläutern
die Bedeutung der Mehrsprachigkeit für den Sprachwandel untersuchen
Formen der sprachlichen Zuschreibung von Geschlechterrollen diskutieren (zum Beispiel generisches Maskulinum)
Formen und Strategien der Manipulation und Persuasion beschreiben und diskutieren
Sprache als zentrales Mittel der Welterschließung des Menschen erkennen
Zugang zu Texten gewinnen
unterschiedliche Lesetechniken und Methoden der Texterschließung sicher und selbstständig anwenden
ihren Leseeindruck und ihr erstes Textverständnis erläutern, begründen und für den Verstehensprozess nutzen
zentrale Inhalte von Texten exzerpieren und textbezogen erläutern; dazu aussagekräftige Textbelege auswählen und zitieren
Textinhalte und Textstrukturen visualisieren (zum Beispiel Grafik, Schaubild, Tabelle)
Texte analysieren
Textanalyse und Interpretation unterscheiden; die Begriffe Fiktionalität, Text, Intertextualität, Textanalyse und Interpretation erläutern und bei der eigenen Textanalyse verwenden
Fiktionalität erkennen und in ihrer jeweiligen Erscheinungsform reflektieren
Themen, zentrale Aussagen, Strukturen und Motive eines Textes bestimmen, benennen und analysieren
Handlungszusammenhänge, Handlungslogik und Handlungsbrüche bestimmen und analysieren
Aspekte literarischer Texte selbstständig entwickeln und in ihrem Wirkungsgefüge analysieren
Fachbegriffe zur formalen Beschreibung von Texten verwenden: Figur, Autor, Erzähler, Erzählperspektive, Erzählform, Erzählhaltung, Erzählstruktur, innere und äußere Handlung, offener Schluss, Erzählerbericht, Redewiedergabe in direkter, indirekter, erlebter Rede und innerem Monolog, Erzähltempora, Vorausdeutungen und Rückblende; lyrisches Ich / lyrischer Sprecher, Enjambement, Kadenz, Atmosphäre; Figurenverzeichnis, Akt, Szene, Exposition, Höhepunkt, Wendepunkt, Lösung, Katastrophe, Dialog und Monolog, Regieanweisung; Haupt-, Neben- und Untertext, Sprechakt
eine funktionale Analyse von sprachlichen Gestaltungsmitteln durchführen
Komik, Ironie, Satire und Parodie erkennen und analysieren
literarische Gattungen definieren und Gattungsdefinitionen differenziert für das Textverstehen nutzen
Funktionen und Grenzen von Gattungsbegriffen reflektieren und problematisieren
das Thema und die zentralen Aussagen eines Textes bestimmen, begrifflich klar benennen und analysieren
Sachtexte gemäß ihrer informierenden, instruierenden, appellativen, argumentativen, regulierenden, expressiven Funktion bestimmen und unterscheiden
selbstständig Untersuchungsaspekte entwickeln und Thema, zentrale Thesen und Argumente; Aufbau (auch argumentativer Status von Textteilen) und Argumentationsstrategie; Sprache (Stilebene, sprachliche Mittel) und Kommunikationszusammenhang (Adressat, Intention, Medium) in ihrem Wirkungsgefüge unter Verwendung von geeignetem Fachvokabular analysieren; dabei Untersuchungsschwerpunkte bilden und unterschiedliche Analyseverfahren anwenden
die Struktur eines Arguments analysieren (zum Beispiel Toulmin-Schema: Behauptung, Begründung, Schlussregel, Stützung der Schlussregel, Modaloperator, Ausnahmebedingung)
Texte interpretieren
komplexe Deutungen eines Textes formulieren und das eigene Textverständnis erläutern und begründen, auch mithilfe von eigenen und fremden Deutungshypothesen
Vorwissen, Fachwissen, Kontextwissen, Weltwissen und Leseerfahrung gezielt für ihr Textverstehen nutzen
für ihr Textverstehen einschlägige Quellen (Lexika, Wörterbücher, Internet, Sach- und Fachliteratur) nutzen
mit handlungs- und produktionsorientierten Verfahren ein plausibles Textverständnis herausarbeiten, vertiefen und reflektieren
literarische Figuren charakterisieren und Figurenkonstellationen beschreiben und interpretieren
Verstehensschwierigkeiten und Leerstellen benennen und für den Interpretationsprozess und seine Reflexion nutzen
den erweiterten Textbegriff erläutern
Mehrdeutigkeit von literarischen Texten erkennen, erläutern und für ihr Textverstehen nutzen; alternative Lesarten entwickeln und unterschiedliche Interpretationsperspektiven einnehmen (textinterne und textexterne, zum Beispiel soziologische, historische)
die Wirkung eines Textes beschreiben und begründen (Textteile und Textganzes)
Texte kontextualisieren
zwischen textinternen und textexternen Bezügen unterscheiden
eigene und fremde Lebenswelten differenziert vergleichen und Fremdheitserfahrungen reflektieren (Alterität)
Texte unterschiedlicher medialer Form eigenständig und aspektorientiert vergleichen; synchrone wie diachrone Textvergleiche und vergleichende Interpretationen entwickeln, auch epochenübergreifend (zum Beispiel Epochenvergleich: Stoffe und Motive von der Antike bis zur Gegenwart) und unter anthropologischen Fragestellungen
literaturgeschichtliches Überblickswissen sachgerecht bei Interpretationsprozessen nutzen
grundlegende Merkmale der Epochen des Barock, der Aufklärung und des Sturm und Drang, der Klassik und Romantik, des Realismus oder Naturalismus, des Expressionismus, der Moderne sowie der Gegenwartsliteratur nennen und erläutern
geistes-, kultur-, literatur- und sozialgeschichtliche Entwicklungen sowie interkulturelle Zusammenhänge in ihr Textverstehen einbeziehen
Funktion und Grenzen von Epochenmodellen reflektieren
Themenfelder bestimmen und Gestaltungsweisen von Themen vergleichen
intertextuelles Fachvokabular einsetzen (zum Beispiel Hypertextualität)
Texte werten
Texte unterschiedlicher medialer Form kriterienorientiert ästhetisch und qualitativ beurteilen (zum Beispiel in Form von Rezensionen)
den Zusammenhang zwischen Autor, Text und Rezipient beschreiben (literarische Kommunikationssituation), sich dazu auch exemplarisch mit der Rezeption von Literatur auseinandersetzen
die Bedeutsamkeit eines Textes für die eigene Person reflektieren und Textinhalte mit eigenen Erfahrungen vergleichen
Zugang zu Texten gewinnen und Texte nutzen
unterschiedliche Lesetechniken und Methoden der Texterschließung sicher und selbstständig anwenden
Texten komplexe Informationen zielgerichtet entnehmen; auch komplexe nichtlineare Texte auswerten (auch durch Umwandlung in andere nichtlineare oder lineare Texte), mehrere Texte vergleichend nutzen und Texte exzerpieren
selbstständig komplexe Textinformationen in sach- und fachspezifische Wissensfelder einordnen und kritisch bewerten; inhaltliche Widersprüche und Inkohärenzen erkennen und erläutern
Inhalte eines anspruchsvollen Sach- und Gebrauchstextes in ein detailliertes Textverständnis integrieren und dabei aussagekräftige Textbelege auswählen, zitieren und nutzen
aus Texten entnommene Informationen zusammenhängend wiedergeben und differenziert in komplexe Problem- und Diskussionszusammenhänge etwa der Gesellschaftspolitik, Kultur, Geistesgeschichte oder Ethik einordnen; dabei beziehen sie auch fächerübergreifende Perspektiven ein
Textinhalte und Textstrukturen visualisieren (zum Beispiel Grafik, Schaubild, Tabelle)
Texte verstehen
komplexe Deutungen eines Textes formulieren und das eigene Textverständnis erläutern und begründen, auch mithilfe von Hypothesen
Verstehensschwierigkeiten benennen und für den Verstehensprozess nutzen
Vorwissen, Fachwissen, Kontextwissen, Weltwissen und Leseerfahrung für ihr Textverstehen gezielt nutzen; einschlägige Quellen (Lexika, Wörterbücher, Internet, Sach- und Fachliteratur) nutzen
die Wirkung eines Textes beschreiben und begründen (Textteile und Textganzes)
Texte kontextualisieren und werten
eigene und fremde Lebenswelten beschreiben, differenziert vergleichen und bewerten und Fremdheitserfahrungen reflektieren (Alterität)
Texte unterschiedlicher Textsorten oder medialer Form eigenständig und aspektorientiert vergleichen
zwischen textinternen und textexternen Informationen unterscheiden
das Publikationsmedium und den historischen Kontext von Sach- und Gebrauchstexten gezielt in ihr Textverstehen einbeziehen
differenziert und eigenständig zu komplexen Argumentationen Stellung nehmen
Medien kennen
verschiedene Medien unterscheiden, analysieren und die Ergebnisse der Analyse bei der Nutzung, Kritik und Gestaltung von Medien sinnvoll berücksichtigen
Funktionen und Wirkungsabsichten von Medien unterscheiden, vergleichen und kritisch reflektieren
Medien nutzen
sich selbstständig in unterschiedlichen Medienangeboten und Medienformaten orientieren und diese gezielt und reflektiert nutzen
selbstständig verschiedene mediale Quellen zu Recherchezwecken nutzen, Informationen bewerten, aufbereiten und kritisch hinterfragen; dabei auch komplexe Suchstrategien anwenden
Medien zur Dokumentation des eigenen Lernwegs nutzen
Medien gestalten
Texte zur Veröffentlichung in unterschiedlichen Medien gestalten und ihre Gestaltungsentscheidungen erläutern
in medialen Kommunikationssituationen eigene Beiträge adressatenbezogen sowie format- und situationsgerecht erstellen und die eigenen sowie alternative Gestaltungsentscheidungen reflektieren
eine Vorlage medial umformen (zum Beispiel Drehbuchauszug, Feature) und die Umsetzung reflektieren
Medien verstehen
das medial Dargestellte als Konstrukt begreifen und kritisch reflektieren
ihren ersten Gesamteindruck eines Bildes, Films, Hörspiels oder einer Theaterinszenierung erläutern, begründen und für den Verstehensprozess nutzen
eigene Bildvorstellungen (zum Beispiel Setting) entwickeln, beschreiben und mit (audio-)visuellen Gestaltungen vergleichen
Bilder differenziert beschreiben, analysieren und interpretieren; plausible Zusammenhänge zwischen Bildern und anderen Medien (zum Beispiel literarischen Texten, Filmen) herstellen
unter Verwendung von Fachbegriffen Theaterinszenierungen, Hörtexte und Filme sachgerecht und aspektorientiert analysieren und interpretieren
Theaterinszenierungen und Literaturverfilmungen als Textinterpretationen erfassen und beurteilen
sich mit Filmkritik und Aspekten der Filmtheorie auseinandersetzen
Medien problematisieren
das eigene Medienverhalten kritisch reflektieren und daraus einen funktionalen, differenzierten und ethisch reflektierten Mediengebrauch ableiten
sich kritisch mit der Wirkung und dem Einfluss der Medien auseinandersetzen
die Bedingungen und Strukturen einer medial vermittelten Welt analysieren und reflektieren (individuell, gesellschaftlich, politisch, ökonomisch, historisch etc.)
sich mit Gefahren bei der Mediennutzung auseinandersetzen und angemessen und präventiv agieren; Urheberrecht, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte beim Umgang mit Medien berücksichtigen
Struktur von Sätzen und Texten (Syntax)
die Struktur von komplexen Sätzen, Satzgefügen und Satzverbindungen unter Verwendung von Fachbegriffen und Feldermodell differenziert analysieren und die Analyse für ihr Verständnis nutzen
Nebensätze, Infinitiv- und Partizipialgruppen in ihrer syntaktischen und semantischen Funktion bestimmen und zur Darstellung von Zusammenhängen gezielt nutzen
Erscheinungsformen der Textkohärenz erläutern und anwenden
Struktur von Wörtern (Morphologie)
syntaktische Funktionalität und morphologische Merkmale von Wortarten erläutern
Möglichkeiten der Wortbildung (Komposition und Derivation) für Textverstehen und Textproduktion nutzen
alle Formen der Deklination und Konjugation sicher bestimmen, bilden und norm-, situations- und stilgerecht verwenden
Bedeutung von Wörtern (Semantik)
komplexe philosophische und fachsprachliche Begriffe definieren und dazu einschlägige Nachschlagewerke nutzen
Wortfelder und Wortfamilien analysieren; Synonyme und Antonyme unterscheiden; Homonymie und Polysemie erkennen, für ihr Textverstehen nutzen und beim Schreiben eigener Texte berücksichtigen
Denotation und Konnotation untersuchen und für ein differenziertes Textverstehen nutzen
Formen bildlicher Ausdrucksweise (Metapher, Vergleich, Allegorie, Synekdoche, Metonymie, Symbol, Chiffre) analysieren und die Ergebnisse der Analyse für ihr Textverstehen nutzen
Bedeutungsveränderungen von Wörtern in ihrem historischen Kontext reflektieren
die Bedeutung von Entlehnungen für sprachliche Äußerungen erläutern
Rechtschreibung und Zeichensetzung (Orthografie und Interpunktion)
sicher normgerecht schreiben, Fehler in eigenen sowie fremden Texten erkennen, markieren (auch mithilfe von Korrekturzeichen) und korrigieren
Normen der Rechtschreibung erläutern, auch unter Rückgriff auf ihr grammatikalisches Wissen
die Funktion der Zeichensetzung reflektieren und im Kontext ihres syntaktischen Wissens erläutern
die Zeichensetzung in komplexen Satzgefügen einschließlich Infinitiv- und Partizipialgruppen sicher und korrekt anwenden und erläutern
Rechtschreibstrategien in Schreibprozessen anwenden und Nachschlagewerke verwenden
individuelle Rechtschreibprobleme erkennen, eigenständig lösen und Zweifelsfälle klären
die Grenzen digitaler Rechtschreibhilfen beachten
Funktionen von sprachlichen Äußerungen analysieren und reflektieren
Bedingungen gelingender Kommunikation analysieren, formulieren und reflektieren, auch auf der Basis theoretischer Modelle
Kommunikationsmodelle erläutern und zur Analyse von Kommunikationsprozessen nutzen
verbale und nonverbale Gestaltungsmittel in unterschiedlichen kommunikativen Zusammenhängen analysieren, ihre Funktion beschreiben und reflektieren
gesprochene und geschriebene Sprache in unterschiedlichen Kommunikationskontexten analysieren und reflektieren
Funktionen von Texten erkennen und ihre Wirkung beschreiben
Phänomene des Sprachwandels und die Bedeutung und Veränderlichkeit der Sprache und ihrer Normen reflektieren; auf der Grundlage sprachkritischer Texte Entwicklungstendenzen der Gegenwartssprache beschreiben und bewerten
Phänomene des Spracherwerbs (Erst-, Zweitsprache) beschreiben
Sprachliche Äußerungen funktional gestalten
rhetorische Mittel gezielt zur Realisierung von Sprechabsichten nutzen
komplexe Inhalte und Zusammenhänge sachgerecht, übersichtlich und adressatenorientiert darstellen
sicher zwischen gesprochener und geschriebener Sprache unterscheiden und damit situationsangemessen und adressatenbezogen umgehen
Wortwahl, Sprachebenen, Sprechweisen, Tonfall und Umgangsformen routiniert, planvoll und angemessen einsetzen, auch zur Gestaltung unterschiedlicher Gesprächsformen (zum Beispiel Diskussion, Teambesprechung, Konfliktgespräch); dabei auch Normen demokratischer Gesprächs- und Kommunikationskultur beachten
sprachliche Äußerungen mündlich und schriftlich situationsangemessen und adressatengerecht gestalten
verschiedene Vortrags- und Präsentationstechniken adressatengerecht, zielführend und begründet einsetzen; die Wirkung ihrer Präsentation analysieren und optimieren
Feedback regelgerecht, routiniert und reflektiert als Optimierungsinstrument für Präsentationen einsetzen
Sprache und Identität
Sprache als Mittel der Identitätsbildung verstehen und beschreiben, vielfältige Wechselwirkungen zwischen eigenem Sprachgebrauch und Sprachvarietäten reflektieren und Ansätze zu einem eigenen Stil entwickeln
verschiedene Sprachvarietäten in ihrer kommunikativen, sozialen und dialektalen Funktion und ihrer kulturellen Bedeutung reflektieren und verwenden
Ausprägung und Bedeutung von Sprachbarrieren diskutieren
Bedeutung und Funktion der Mehrsprachigkeit von Individuum und Gesellschaft für Sprachsystem, Sprachwandel und Gruppenbildung reflektieren und die Möglichkeiten interkulturellen Austausches diskutieren
verschiedene Positionen zur Bedeutung sprachlicher Geschlechterstereotype kritisch diskutieren
Sprache als Instrument der Durchsetzung politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Interessen und der Machtausübung kritisch diskutieren (zum Beispiel persuasive oder manipulative Strategien)
Sprache als zentrales Mittel der Welterschließung des Menschen und die Zusammenhänge zwischen Sprache und Denken reflektieren, dazu auch Positionen der Sprachphilosophie heranziehen
Sprache als Form des Zeichengebrauchs erläutern
Zugang zu Texten gewinnen
unterschiedliche Lesetechniken und Methoden der Texterschließung sicher und selbstständig anwenden
ihren Leseeindruck und ihr erstes Textverständnis erläutern, begründen und für den Verstehensprozess nutzen
zentrale Inhalte von Texten exzerpieren und textbezogen erläutern; dazu aussagekräftige Textbelege auswählen und zitieren
Textinhalte und Textstrukturen visualisieren (zum Beispiel Grafik, Schaubild, Tabelle)
Texte analysieren
Textanalyse und Interpretation unterscheiden; die Begriffe Fiktionalität, Text, Textanalyse und Interpretation erläutern und bei der eigenen Textanalyse verwenden
Fiktionalität erkennen und in ihrer jeweiligen Erscheinungsform reflektieren
Themen, zentrale Aussagen, Strukturen und Motive eines Textes bestimmen, benennen und analysieren
Handlungszusammenhänge, Handlungslogik und Handlungsbrüche bestimmen und analysieren
Aspekte literarischer Texte selbstständig entwickeln und in ihrem Wirkungsgefüge analysieren
Fachbegriffe zur formalen Beschreibung von Texten verwenden: Figur, Autor, Erzähler, Erzählperspektive, Erzählform, Erzählhaltung, Erzählstruktur, innere und äußere Handlung, offener Schluss, Erzählerbericht, Redewiedergabe in direkter, indirekter, erlebter Rede und innerem Monolog, Erzähltempora, Vorausdeutungen und Rückblende; lyrisches Ich / lyrischer Sprecher, Enjambement, Kadenz, Atmosphäre; Figurenverzeichnis, Akt, Szene, Exposition, Höhepunkt, Wendepunkt, Lösung, Katastrophe, Dialog und Monolog, Regieanweisung; Haupt-, Neben- und Untertext, Sprechakt
eine funktionale Analyse von sprachlichen Gestaltungsmitteln durchführen
Komik, Ironie, Satire und Parodie erkennen und analysieren
literarische Gattungen definieren und Gattungsdefinitionen für das Textverstehen nutzen
Funktionen von Gattungsbegriffen reflektieren
das Thema und zentrale Aussagen eines Textes bestimmen, begrifflich klar benennen und analysieren
Sachtexte gemäß ihrer informierenden, instruierenden, appellativen, argumentativen, regulierenden, expressiven Funktion bestimmen und unterscheiden
selbstständig Untersuchungsaspekte entwickeln und Thema, zentrale Thesen und Argumente; Aufbau (auch argumentativer Status von Textteilen) und Argumentationsstrategie; Sprache (Stilebene, sprachliche Mittel) und Kommunikationszusammenhang (Adressat, Intention, Medium) in ihrem Wirkungsgefüge unter Verwendung von geeignetem Fachvokabular analysieren; dabei Untersuchungsschwerpunkte bilden
die Struktur eines Arguments analysieren (zum Beispiel Toulmin-Schema)
Texte interpretieren
komplexere Deutungen eines Textes formulieren und das eigene Textverständnis erläutern und begründen, auch mithilfe von eigenen und fremden Deutungshypothesen
Vorwissen, Fachwissen, Kontextwissen, Weltwissen und Leseerfahrung gezielt für ihr Textverstehen nutzen
für ihr Textverstehen einschlägige Quellen (Lexika, Wörterbücher, Internet, Sach- und Fachliteratur) nutzen
mit handlungs- und produktionsorientierten Verfahren ein plausibles Textverständnis herausarbeiten, vertiefen und reflektieren
literarische Figuren charakterisieren und Figurenkonstellationen beschreiben und interpretieren
Verstehensschwierigkeiten und Leerstellen benennen und für den Interpretationsprozess nutzen
Mehrdeutigkeit von literarischen Texten erkennen, erläutern und für ihr Textverstehen nutzen; alternative Lesarten entwickeln und unterschiedliche Interpretationsperspektiven einnehmen (textinterne und textexterne, zum Beispiel soziologische, historische)
die Wirkung eines Textes beschreiben und begründen (Textteile und Textganzes)
Texte kontextualisieren
zwischen textinternen und textexternen Bezügen unterscheiden
eigene und fremde Lebenswelten differenziert vergleichen und Fremdheitserfahrungen reflektieren (Alterität)
Texte unterschiedlicher medialer Form aspektorientiert vergleichen; synchrone wie diachrone Zusammenhänge zwischen literarischen Texten herausarbeiten und für ihr Textverstehen nutzen
literaturgeschichtliches Überblickswissen sachgerecht bei Interpretationsprozessen nutzen
exemplarisch grundlegende Merkmale von Epochen nennen und erläutern (mindestens Klassik oder Romantik, Literatur der Jahrhundertwende um 1900)
geistes-, kultur-, literatur- und sozialgeschichtliche Entwicklungen in ihr Textverstehen einbeziehen
Epochenmodelle kritisch reflektieren
Gestaltungsweisen von Themen vergleichen
Texte werten
Texte unterschiedlicher medialer Form kriterienorientiert ästhetisch und qualitativ beurteilen (zum Beispiel in Form von Rezensionen)
den Zusammenhang zwischen Autor, Text und Rezipient beschreiben (literarische Kommunikationssituation), sich dazu auch exemplarisch mit der Rezeption von Literatur auseinandersetzen
die Bedeutsamkeit eines Textes für die eigene Person reflektieren und Textinhalte mit eigenen Erfahrungen vergleichen
Zugang zu Texten gewinnen und Texte nutzen
unterschiedliche Lesetechniken und Methoden der Texterschließung sicher und selbstständig anwenden
Texten komplexe Informationen zielgerichtet entnehmen; auch nichtlineare Texte auswerten (auch durch Umwandlung in andere nichtlineare oder lineare Texte), mehrere Texte vergleichend nutzen und Texte exzerpieren
selbstständig komplexe Textinformationen in sach- und fachspezifische Wissensfelder einordnen und kritisch bewerten; inhaltliche Widersprüche und Inkohärenzen erkennen und erläutern
Inhalte eines anspruchsvollen Sach- und Gebrauchstextes in ein detailliertes Textverständnis integrieren und dabei aussagekräftige Textbelege auswählen, zitieren und nutzen
aus Texten entnommene Informationen zusammenhängend wiedergeben und differenziert in Problem- und Diskussionszusammenhänge einordnen; dabei beziehen sie auch fächerübergreifende Perspektiven ein
Textinhalte und Textstrukturen visualisieren (zum Beispiel Grafik, Schaubild, Tabelle)
Texte verstehen
komplexere Deutungen eines Textes formulieren und das eigene Textverständnis erläutern und begründen, auch mithilfe von Hypothesen
Verstehensschwierigkeiten benennen und für den Verstehensprozess nutzen
Vorwissen, Fachwissen, Kontextwissen, Weltwissen und Leseerfahrung für ihr Textverstehen gezielt nutzen; einschlägige Quellen (Lexika, Wörterbücher, Internet, Sach- und Fachliteratur) nutzen
die Wirkung eines Textes beschreiben und begründen (Textteile und Textganzes)
Texte kontextualisieren und werten
eigene und fremde Lebenswelten beschreiben, differenziert vergleichen und bewerten und Fremdheitserfahrungen reflektieren (Alterität)
Texte unterschiedlicher Textsorten oder medialer Form aspektorientiert vergleichen
zwischen textinternen und textexternen Informationen unterscheiden
das Publikationsmedium und den historischen Kontext von Sach- und Gebrauchstexten in ihr Textverstehen einbeziehen
differenziert und eigenständig zu komplexeren Argumentationen Stellung nehmen
Medien kennen
verschiedene Medien unterscheiden, analysieren und die Ergebnisse der Analyse bei der Nutzung, Kritik und Gestaltung von Medien sinnvoll berücksichtigen
Funktionen und Wirkungsabsichten von Medien unterscheiden, vergleichen und kritisch reflektieren
Medien nutzen
sich selbstständig in unterschiedlichen Medienangeboten und Medienformaten orientieren und diese gezielt und reflektiert nutzen
selbstständig verschiedene mediale Quellen zu Recherchezwecken nutzen, Informationen bewerten, aufbereiten und kritisch hinterfragen; dabei auch komplexe Suchstrategien anwenden
Medien zur Dokumentation des eigenen Lernwegs nutzen
Medien gestalten
Texte zur Veröffentlichung in unterschiedlichen Medien gestalten und ihre Gestaltungsentscheidungen erläutern
in medialen Kommunikationssituationen eigene Beiträge adressatenbezogen sowie format- und situationsgerecht erstellen und die eigenen sowie alternative Gestaltungsentscheidungen reflektieren
eine Vorlage medial umformen (zum Beispiel Drehbuchauszug, Feature) und die Umsetzung reflektieren
Medien verstehen
das medial Dargestellte als Konstrukt begreifen und kritisch reflektieren
ihren ersten Gesamteindruck eines Bildes, Films, Hörspiels oder einer Theaterinszenierung erläutern, begründen und für den Verstehensprozess nutzen
eigene Bildvorstellungen (zum Beispiel Setting) entwickeln, beschreiben und mit (audio-)visuellen Gestaltungen vergleichen
Bilder beschreiben, analysieren und interpretieren; plausible Zusammenhänge zwischen Bildern und anderen Medien (zum Beispiel literarischen Texten, Filmen) herstellen
unter Verwendung von Fachbegriffen Theaterinszenierungen, Hörtexte und Filme sachgerecht und aspektorientiert analysieren und interpretieren
Theaterinszenierungen und Literaturverfilmungen als Textinterpretationen erfassen und beurteilen
Medien problematisieren
das eigene Medienverhalten kritisch reflektieren und daraus einen funktionalen, differenzierten und ethisch reflektierten Mediengebrauch ableiten
sich kritisch mit der Wirkung und dem Einfluss der Medien auseinandersetzen
die Bedingungen und Strukturen einer medial vermittelten Welt analysieren und reflektieren
sich mit Gefahren bei der Mediennutzung auseinandersetzen und angemessen und präventiv agieren; Urheberrecht, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte beim Umgang mit Medien berücksichtigen
Struktur von Sätzen und Texten (Syntax)
die Struktur von komplexen Sätzen, Satzgefügen und Satzverbindungen unter Verwendung von Fachbegriffen und Feldermodell differenziert analysieren und die Analyse für ihr Verständnis nutzen
Nebensätze, Infinitiv- und Partizipialgruppen in ihrer syntaktischen und semantischen Funktion bestimmen und zur Darstellung von Zusammenhängen gezielt nutzen
Erscheinungsformen der Textkohärenz erläutern und anwenden
Struktur von Wörtern (Morphologie)
syntaktische Funktionalität und morphologische Merkmale von Wortarten erläutern
Möglichkeiten der Wortbildung (Komposition und Derivation) für Textverstehen und Textproduktion nutzen
alle Formen der Deklination und Konjugation sicher bestimmen, bilden und norm-, situations- und stilgerecht verwenden
Bedeutung von Wörtern (Semantik)
komplexe Begriffe definieren und dazu einschlägige Nachschlagewerke nutzen
Wortfelder und Wortfamilien analysieren; Synonyme und Antonyme unterscheiden; Homonymie und Polysemie erkennen, für ihr Textverstehen nutzen und beim Schreiben eigener Texte berücksichtigen
Denotation und Konnotation untersuchen und für ein differenziertes Textverstehen nutzen
Formen bildlicher Ausdrucksweise (Metapher, Vergleich, Allegorie, Synekdoche, Metonymie, Symbol) analysieren und die Ergebnisse der Analyse für ihr Textverstehen nutzen
Bedeutungsveränderungen von Wörtern in ihrem historischen Kontext reflektieren
die Bedeutung von Entlehnungen für sprachliche Äußerungen erläutern
Rechtschreibung und Zeichensetzung (Orthografie und Interpunktion)
sicher normgerecht schreiben, Fehler in eigenen sowie fremden Texten erkennen, markieren und korrigieren
Normen der Rechtschreibung erläutern, auch unter Rückgriff auf ihr grammatikalisches Wissen
die Funktion der Zeichensetzung reflektieren und im Kontext ihres syntaktischen Wissens erläutern
die Zeichensetzung in komplexen Satzgefügen einschließlich Infinitiv- und Partizipialgruppen sicher und korrekt anwenden und erläutern
Rechtschreibstrategien in Schreibprozessen anwenden und Nachschlagewerke verwenden
individuelle Rechtschreibprobleme erkennen, eigenständig lösen und Zweifelsfälle klären
die Grenzen digitaler Rechtschreibhilfen beachten
Funktionen von sprachlichen Äußerungen analysieren und reflektieren
Bedingungen gelingender Kommunikation analysieren, formulieren und reflektieren, auch auf der Basis theoretischer Modelle
Kommunikationsmodelle erläutern und zur Analyse von Kommunikationsprozessen nutzen
verbale und nonverbale Gestaltungsmittel in unterschiedlichen kommunikativen Zusammenhängen analysieren, ihre Funktion beschreiben und reflektieren
gesprochene und geschriebene Sprache in unterschiedlichen Kommunikationskontexten analysieren und reflektieren
Funktionen von Texten erkennen und ihre Wirkung beschreiben
Phänomene des Sprachwandels und die Bedeutung und Veränderlichkeit der Sprache und ihrer Normen reflektieren
Sprachliche Äußerungen funktional gestalten
rhetorische Mittel gezielt zur Realisierung von Sprechabsichten nutzen
komplexe Inhalte und Zusammenhänge sachgerecht, übersichtlich und adressatenorientiert darstellen
sicher zwischen gesprochener und geschriebener Sprache unterscheiden und damit situationsangemessen und adressatenbezogen umgehen
Wortwahl, Sprachebenen, Sprechweisen, Tonfall und Umgangsformen routiniert, planvoll und angemessen einsetzen, auch zur Gestaltung unterschiedlicher Gesprächsformen (zum Beispiel Diskussion, Teambesprechung, Konfliktgespräch); dabei auch Normen demokratischer Gesprächs- und Kommunikationskultur beachten
sprachliche Äußerungen mündlich und schriftlich situationsangemessen und adressatengerecht gestalten
verschiedene Vortrags- und Präsentationstechniken adressatengerecht, zielführend und begründet einsetzen; die Wirkung ihrer Präsentation analysieren und optimieren
Feedback regelgerecht, routiniert und reflektiert als Optimierungsinstrument für Präsentationen einsetzen
Sprache und Identität
Sprache als Mittel der Identitätsbildung verstehen und beschreiben, vielfältige Wechselwirkungen zwischen eigenem Sprachgebrauch und Sprachvarietäten reflektieren
verschiedene Sprachvarietäten in ihrer kommunikativen, sozialen und dialektalen Funktion und ihrer kulturellen Bedeutung reflektieren und verwenden
Ausprägung und Bedeutung von Sprachbarrieren diskutieren
Bedeutung und Funktion der Mehrsprachigkeit reflektieren
verschiedene Positionen zur Bedeutung sprachlicher Geschlechterstereotype kritisch diskutieren
Sprache als Instrument der Durchsetzung politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Interessen und der Machtausübung kritisch diskutieren (zum Beispiel persuasive oder manipulative Strategien)
Sprache als zentrales Mittel der Welterschließung des Menschen und die Zusammenhänge zwischen Sprache und Denken reflektieren