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Sprachbewusstheit
reflektieren beim Erwerb der sprachlichen Mittel die spezifischen Ausprägungen des Französischen auch im Vergleich zu anderen Sprachen. Ihre Sprachbewusstheit hilft ihnen, Mitteilungsabsichten sprachlich weitgehend korrekt zu realisieren und interkulturelle Kommunikationssituationen verantwortungsbewusst zu gestalten. Dabei setzen sie Stil, Register sowie kulturell bestimmte Formen des Sprachgebrauchs sensibel ein. Die Schülerinnen und Schüler erkennen sprachliche Kommunikationsprobleme und sind in der Lage, Kompensationsstrategien variabel und adressatengerecht anzuwenden. Auf der Grundlage ihrer fremdsprachlichen Kompetenzen erkennen sie Normverstöße im sprachlichen und im kulturellen Bereich und können diese erläutern und selbstständig korrigieren. Sie nehmen sozial und regional geprägte Varietäten der Fremdsprache wahr und reflektieren sie hinsichtlich ihrer Wirkung eigenständig. Darüber hinaus reflektieren sie die Rolle und Verwendung von Sprachen in der Welt, zum Beispiel im Kontext kultureller und politischer Gegebenheiten. In der Auseinandersetzung mit fiktionalen und nichtfiktionalen Texten erkennen, analysieren und bewerten sie über Sprache gesteuerte Beeinflussungsstrategien. Die Begegnung mit Literatur ermöglicht es ihnen darüber hinaus in besonderem Maße, Sprache in ihrer ästhetischen Dimension und als Mittel schöpferischen Ausdrucks zu erfahren. Auf diese Weise entwickeln sie Sensibilität für Sprache und sprachlich vermittelte Kommunikation.
Sprachlernkompetenz
das eigene Sprachenlernen weitgehend selbstständig analysieren und gestalten. Dabei greifen sie auf ihre plurilinguale Kompetenz zurück, indem sie Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Beziehungen zwischen verschiedenen Sprachen reflektieren. Sie nutzen den Sprachvergleich bewusst als Lernstrategie für den Erwerb anderer Sprachen. Zur Erweiterung ihrer sprachlichen Kompetenzen nutzen sie vielfältige – simulierte und authentische – Begegnungen mit der Fremdsprache, auch medial vermittelt und an außerschulischen Lernorten. Sie verfügen über ein angemessenes Repertoire an sprachbezogenen Lernstrategien und Methoden, die sie ebenso wie analoge und digitale Hilfsmittel zielgerichtet und eigenständig anwenden. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren selbstständig ihre Sprachlernprozesse und -ergebnisse und ziehen daraus begründete Konsequenzen für ihr sprachliches Handeln und die Gestaltung weiterer Lernschritte.
Fremdsprachenspezifische digitale Kompetenz
nutzen vielfältige digitale Möglichkeiten für den Sprachlernprozess. Zur Erweiterung ihrer sprachlichen Fähigkeiten in den Bereichen der funktionalen kommunikativen Kompetenzen können sie digitale Hilfsmittel zielgerichtet und selbstständig einsetzen. Sie erwerben Kompetenzen zur rezeptiven, produktiven und interaktiven Teilhabe an multimodalen digitalen Kommunikationsformen. Dabei achten sie auf die Adressaten-, Situations- und Zweckangemessenheit ihrer Sprache, unter anderem hinsichtlich kulturell relevanter Aspekte. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ihre Kenntnisse über digitale Medien und Hilfsmittel weiter, indem sie deren Leistungsfähigkeit zur Unterstützung der fremdsprachlichen Kommunikation und des Sprachenlernens eigenständig einschätzen sowie Potenzial, Grenzen und Risiken der Medien, auch außerhalb von Schule und Unterricht, kritisch reflektieren.
Soziokulturelles Orientierungswissen / Themen
zunehmend differenzierte Kenntnisse der (Alltags-)Kultur Frankreichs
mindestens eine frankophone Region
die Geographie Frankreichs in Grundzügen
Grundkenntnisse über Politik und Gesellschaft in Frankreich, unter anderem die administrative Organisation des französischen Staates (départements, régions)
Eckdaten und wichtige Etappen der deutsch-französischen Geschichte und ihrer Bedeutung für Europa
Frankreich als multikulturelle Gesellschaft und deren historische Hintergründe
weitere wichtige frankophone Persönlichkeiten aus der französischen Geschichte und aus den Bereichen Politik, Sport, Kultur, Musik, Medien
Interkulturelle kommunikative Kompetenz
kulturspezifische Konventionen in ihren Unterschieden und Ähnlichkeiten erkennen und alters- sowie situationsgerecht beachten (zum Beispiel in Bezug auf Gestik, Blickkontakt und Abstand zu anderen)
zentrale Aspekte des alltäglichen und öffentlichen Lebens in deren Vielfalt erkennen sowie in deren soziokultureller Bedingtheit erklären und zu ihrer eigenen Lebenswelt in Bezug setzen
in interkulturellen Situationen die Perspektive einer Person aus einem anderen Kulturraum übernehmen, um Missverständnisse im Alltags- und Berufsleben sowie im Sprachgebrauch zu vermeiden
die Auseinandersetzung mit authentischen oder didaktisierten fiktionalen Texten zum Aufbau eines Verständnisses für zentrale Aspekte frankophoner Kulturräume sowie ihrer soziokulturellen Bedingtheit nutzen. Mit dem gleichen Ziel verstehen sie anhand von didaktisierten oder authentischen nichtfiktionalen Texten (zum Beispiel journalistische Dokumente aus verschiedenen Medien) besondere (aktuelle) Ereignisse in frankophonen Kulturräumen und setzen diese gegebenenfalls zu Geschehnissen in Deutschland in Bezug
in Gesprächen zu vertrauten Themen als kulturelle Mittlerinnen und Mittler handeln, indem sie auf Meinungsverschiedenheiten oder Schwierigkeiten in der Interaktion situationsgerecht reagieren
Hör-/Hörsehverstehen
Erklärungen, Mitteilungen, klar strukturierte Präsentationen und Berichte verstehen
Aufforderungen, Bitten und Fragen in einsprachigen und zunehmend auch in komplexeren Unterrichtssituationen und in realen sowie medial vermittelten Situationen des Alltags verstehen
authentische und didaktisierte Gespräche und Hörbeiträge – auch medial vermittelt – in ihren zentralen Aussagen verstehen und ausgewählte Einzelinformationen entnehmen, wenn über alltags-, berufsbezogene und andere vertraute Themen gesprochen wird
kurze literarisch-ästhetische Hörtexte (zum Beispiel Erzählungen) in ihren zentralen Elementen verstehen
aus authentischen und didaktisierten Hörsehtexten (zum Beispiel Clip, Kurzfilm) die zentralen Informationen und Einzelinformationen entnehmen
authentische Spielfilmsequenzen in den Hauptpunkten verstehen, deren Handlung im Wesentlichen durch Bild und Aktion getragen wird
Themen, Ereignisse (Handlung), Figurenkonstellation und Stimmungen von Personen in ihrer Wechselwirkung verstehen
verschiedene Hörstile zielgerichtet nutzen (global, selektiv, detailliert) und Hypothesen/Vermutungen über den Inhalt formulieren sowie diese auf Richtigkeit überprüfen
in Abhängigkeit von der jeweiligen Hör-/Hörsehabsicht eigenständig und zunehmend zielgerichtet Rezeptionsstrategien anwenden (zum Beispiel Konzentration auf Gestik, Mimik, Intonation, Bildmaterial und Signalwörter)
eigenständig analoge und digitale Hilfsmittel zum Kompetenzaufbau und zur Lösung von Verständnisproblemen nutzen (zum Beispiel Verlangsamung, Unterbrechung, Wiederholung, gelegentlich Untertitel, Wörterbuch)
Leseverstehen
schriftliche Arbeitsanweisungen im Unterrichtszusammenhang verstehen und selbstständig anwenden
einem Text (zum Beispiel Erzählung, Chansontext, Artikel, Interview, Korrespondenz, Gebrauchstext) implizite und/oder explizite Informationen und Hauptaussagen, Zusammenhänge, logische Beziehungen (zum Beispiel Ursache-Wirkung) und Handlungslinien weitgehend eigenständig entnehmen, auch wenn diese über mehrere Textabschnitte hinweg vermittelt werden, nicht immer unmittelbar zu erkennen sind oder teilweise den eigenen Erwartungen zuwiderlaufen
die entnommenen Informationen nach ihrer Relevanz ordnen, Aussagen und Handlungsstrukturen eines Textes zu ihrem themenspezifischen und interkulturellen Wissen in Beziehung setzen, unter zunehmender Berücksichtigung von Aspekten wie zum Beispiel Personenkonstellation, These und Argument können sie Deutungshypothesen bilden sowie Leerstellen füllen
zu fiktionalen und nichtfiktionalen Texten mit weitgehend vertrauter Thematik begründet mündlich und schriftlich Stellung beziehen
die Perspektive einer Person in einem fiktionalen und nichtfiktionalen Text übernehmen und aus deren Sicht schriftlich und mündlich differenziert Stellung beziehen
in jedem Schuljahr mindestens eine authentische oder didaktisierte und niveaugerechte Ganzschrift auch detailliert verstehen (GER-Niveau B1 beziehungsweise B1+)
unterschiedliche Lesestile nutzen (globales, selektives, detailliertes, unter Anleitung auch analytisches Lesen)
Methoden der Texterschließung selbstständig nutzen (zum Beispiel mots-clés, Personenkonstellationsschema, Textverlaufsdiagramm, Mindmapping)
zur Texterschließung ihre plurilinguale Kompetenz selbstständig nutzen (zum Beispiel Kenntnisse im Bereich der Lexikogrammatik und der Textsorten)
das Vokabelverzeichnis ihres Lehrwerks, Wörterbücher – gegebenenfalls unter Heranziehung einsprachiger Ausgaben – und weitere ihnen vertraute analoge und digitale Hilfsmittel gezielt zur Texterschließung nutzen
Vorhersagen über den weiteren Inhalt eines komplexeren Textes treffen und diese während des Lesens bei Bedarf anpassen (zum Beispiel mithilfe von Hinweisen im Text, in der Aufgabe und aufgrund ihres Weltwissens)
Sprechen – an Gesprächen teilnehmen
andere Personen in alltags- und berufsbezogenen Situationen adressaten- und situationsgerecht ansprechen und auf die Kontaktaufnahme anderer entsprechend reagieren
detaillierte Informationen zu vertrauten Themen sprachlich differenziert erfragen und geben (zum Beispiel im Anschluss an eine Präsentation); in einem Interview auch differenzierte Fragen stellen und beantworten (zum Beispiel in Vorstellungsgesprächen)
sich über Alltagsangelegenheiten differenziert austauschen und begründete Entscheidungen treffen
die eigene Meinung in Diskussionen auch zu weniger vertrauten Themen unter Beachtung kultureller Gesprächskonventionen sach- und adressatengerecht sowie differenziert formulieren; den Standpunkt anderer aufgreifen und kurz dazu Stellung beziehen
auf Gefühlsäußerungen zunehmend spontan und adressatengerecht reagieren
Gespräche zu vertrauten Themen beginnen, sich daran beteiligen, diese beenden; gegebenenfalls interkulturell und sprachlich bedingte Missverständnisse klären
auch spontan eine Rolle situationsgerecht gestalten
Gespräche in Einzelfällen auch zu wenig vertrauten Themen inhaltlich und sprachlich vorbereiten (zum Beispiel mithilfe von stichwortartigen Notizen, fiches de production orale, Rollenkarten)
zur Vermittlung des von ihnen Gemeinten verschiedene Kompensationsstrategien anwenden (zum Beispiel sprachliche Vereinfachung, Angabe eines Beispiels, Paraphrasen, Erläuterungen)
selbstständig analoge und digitale Hilfsmittel nutzen, um die Redeabsicht zu realisieren
ihr Verständnis sichern, indem sie geeignete situationsgerechte Techniken einsetzen (zum Beispiel um Wiederholung, Nachfragen mit Angabe von Verständnisalternativen)
die in einer Sprache beziehungsweise weiteren Sprachen verfügbaren Kenntnisse, Fertigkeiten und erlernten Strategien weitgehend selbstständig für die Kommunikation in der Zielsprache nutzen
Sprechen – zusammenhängendes monologisches Sprechen
Ereignisse, Tätigkeiten, Erfahrungen sowie vertraute Themen zusammenhängend und strukturiert darstellen und zunehmend differenziert kommentieren, sich zum Beispiel in einer Bewerbungssituation oder einem Interview präsentieren
Erlebnisse, Erfahrungen, aktuelle, zukünftige sowie vergangene Pläne, Absichten und Wünsche strukturiert darstellen, begründen, Alternativen benennen und gegebenenfalls Zusammenhänge darlegen
eine Geschichte zu vertrauten Themen strukturiert erzählen
fiktionale und nichtfiktionale Texte strukturiert zusammenfassen und unter Verwendung eines elementaren Funktionswortschatzes kommentieren
optisch, akustisch und multimodal kodierte Informationen zunehmend differenziert beschreiben (zum Beispiel Zeichnung, Foto, Karikatur, Geräusche)
den eigenen Standpunkt zu einem vertrauten Thema formulieren und zunehmend differenziert begründen
ein vertrautes Thema zusammenhängend und strukturiert darstellen sowie begründet kommentieren, dabei geeignete Vortrags- und Präsentationstechniken nutzen und Nachfragen zunehmend differenziert beantworten
Methoden zur Ideenfindung und -strukturierung sowie Planung mündlicher Beiträge anwenden (zum Beispiel Clustering, Mindmap mit Untergliederung)
analoge und digitale Hilfsmittel nutzen, um zusammenhängende mündliche Äußerungen zu vertrauten Themen vorzubereiten und/oder zu überarbeiten und/oder zu präsentieren (zum Beispiel fiches de production orale, Karteikarten, Präsentationsprogramme)
verschiedene Kompensations- und Korrekturstrategien anwenden (zum Beispiel Vergleich, Paraphrase, Synonym)
die in einer Sprache / weiteren Sprachen verfügbaren Kenntnisse, Fertigkeiten und erlernten Strategien selbstständig für die Kommunikation in der Zielsprache nutzen
Schreiben
eine persönliche Korrespondenz (zum Beispiel detaillierte persönliche Briefe, E-Mails, Nachrichten in Messenger-Diensten und sozialen Netzwerken, Blogeinträge) zu vertrauten Themen situations- und adressatengerecht verfassen. Sie können formelle Schreiben situationsgerecht verfassen (zum Beispiel Informationsanfragen, Bewerbungsschreiben und Lebenslauf), einen Beitrag zu einer Online-Diskussion formulieren und individuell auf die Kommentare anderer eingehen
Berichte und Beschreibungen zu vertrauten Themen verfassen
fiktionale und nichtfiktionale Texte eigenständig zusammenfassen, dabei sowohl Globalverständnis als auch Detailverstehen berücksichtigen (Inhaltsangabe)
einfache fiktionale und nichtfiktionale – auch diskontinuierliche – Texte auf der Grundlage vorgegebener Kategorien zunehmend eigenständig analysieren
persönliche Entscheidungen und Stellungnahmen begründet sowie mit zunehmender Differenzierung adressaten- und situationsgerecht darlegen (unter anderem commentaire personnel)
optisch und akustisch kodierte Informationen differenziert beschreiben (zum Beispiel Bild, Grafik, Karikatur, Geräusche)
unterschiedliche Textsorten unter Berücksichtigung der textsortenspezifischen Merkmale verfassen (unter anderem Tagebucheintrag, Blogeintrag, Buchempfehlung). Sie können differenzierte Dialoge und innere Monologe verfassen (zum Beispiel zum Füllen von Leerstellen in fiktionalen Texten)
Methoden zur Ideenfindung und Planung des Schreibvorgangs sowie zur eigenständigen Überprüfung und Überarbeitung von Texten zielgerichtet anwenden
analoge und digitale Hilfsmittel zum Verfassen und Überarbeiten eigener Texte verwenden (zum Beispiel ein- und zweisprachige Wörterbücher, digitale Nachschlagewerke, Schulgrammatik, Konnektorenlisten, lernstandsgerechte fiches d'écriture, digital gestützte Überarbeitungstools)
Strategien zur Vermeidung von Fehlern einsetzen (zum Beispiel Fehlercheckliste, Fehlerkartei)
die in einer Sprache / weiteren Sprachen verfügbaren Kenntnisse, Fertigkeiten und erlernten Strategien weitgehend selbstständig für das Verfassen von zielsprachigen Texten nutzen
Mediation
deutlich artikulierte, klar strukturierte, gegebenenfalls auch längere mündliche Mitteilungen und Redebeiträge mit vertrauten Inhalten und frequenter Lexik in die jeweils andere Sprache übertragen
aus Gesprächen über ihnen auch weniger vertraute Themen, die überwiegend in der Standardsprache erfolgen, mehrere relevante Informationen entnehmen und diese sach-, situations- und zunehmend adressatengerecht in die jeweils andere Sprache übertragen
aus didaktisierten und authentischen schriftlichen Texten mit klarer Strukturierung und frequenter Lexik, die ein ihnen vertrautes Thema behandeln, die relevanten Informationen entnehmen und diese sach- und situationsgerecht in die jeweils andere Sprache übertragen
längere didaktisierte und authentische schriftliche Texte mit klarer Strukturierung, frequenter Lexik und vertrautem Thema zusammenfassend in die jeweils andere Sprache übertragen
Besonderheiten des sprachlichen Registers (zum Beispiel français familier, langage des jeunes, sowie ausgewählte Ausdrücke und Formen des langage soutenu) erkennen und Äußerungen gegebenenfalls mit Unterstützung in die Standardsprache übertragen
bei Bedarf für das inter- beziehungsweise soziokulturelle Verstehen erforderliche Erklärungen geben (gegebenenfalls unter Rückgriff auf zum Beispiel gesellschaftliche Kenntnisse)
bei Verständnis- und Formulierungsschwierigkeiten in der Regel selbstständig Kompensationsstrategien zielgerichtet anwenden und dabei auch auf analoge und digitale Hilfsmittel zurückgreifen
Verfügen über sprachliche Mittel: Lexik
ein differenziertes lexikalisches Repertoire zur sachgerechten Bewältigung von Alltags- und Unterrichtssituationen sowie zur Auseinandersetzung mit vertrauten Themen (zum Beispiel Schule, Medien und Jugendkultur, soziales Engagement, Beruf) verstehen und selbstständig anwenden
in zunehmendem Umfang unbekannte lexikalische Einheiten aufgrund ihrer Kenntnisse anderer Sprachen und der Wortbildung sowie ihres wachsenden Weltwissens selbstständig erschließen
einige frequente Ausdrücke des français familier, des langage des jeunes sowie ausgewählte Ausdrücke des langage soutenu verstehen und diese mit dem français standard in Beziehung setzen
elementare Redemittel und Fachterminologie zur Beschreibung, Analyse und Kommentierung von fiktionalen und nichtfiktionalen Texten gegebenenfalls mit Unterstützung nutzen
Konnektoren zur differenzierten Strukturierung von Texten verwenden
die ihnen bekannten und vereinzelt unbekannten lexikalischen Einheiten unter Anwendung der Regeln der Orthographie korrekt schreiben
verschiedene Möglichkeiten der Umschreibung anwenden (unter anderem Synonyme, Antonyme, Paraphrasen), um Texte zunehmend differenziert zu formulieren
eigenständig lexikalische Einheiten nach inhaltlichen und sprachlichen Kriterien (zum Beispiel nach Wortfamilien, semantischen Feldern) strukturieren und verschiedene Verfahren zur Vernetzung und Memorierung von Wortschatz sachgerecht anwenden
gängige analoge und digitale Hilfsmittel situations- und zweckangemessen zur Erweiterung ihres lexikalischen Repertoires und zur Sicherstellung orthographischer und semantischer Korrektheit in der Regel selbstständig nutzen
Verfügen über sprachliche Mittel: Grammatik
Personen, Sachen, Tätigkeiten und Sachverhalte benennen und beschreiben – Indefinitum quelque (zum Beispiel quelques personnes) – Demonstrativpronomen auch im Relativsatz (zum Beispiel celui qui) – Relativpronomen lequel, ce qui, ce que; rezeptiv: dont – Passiv im Präsens und in der Vergangenheit – Adverbialpronomen y und en (zum Beispiel je m'y intéresse, j'en ai besoin, il n'en parle pas)
Meinungen und Vorstellungen verstehen und zunehmend differenziert äußern – vorangestellte Relativsätze mit ce qui und ce que (zum Beispiel Ce qui m'étonne, Ce que je trouve intéressant) – produktiv: Formulierungen mit subjonctif présent (zum Beispiel je trouve bien que, je n'aime pas que) auch mit hochfrequenten unregelmäßigen Formen (zum Beispiel être, avoir, faire, aller) – subjonctif présent nach Konjunktionen (unter anderem pour que) – rezeptiv: je ne crois pas que, je ne pense pas que
Aufforderungen, Bitten, Wünsche, Willen und Vorschläge zunehmend differenziert verstehen beziehungsweise äußern – produktiv: frequente Auslöser des subjonctif présent (zum Beispiel je veux que, j'aimerais que, il (ne) faut (pas) que, il est important que, il est nécessaire que) auch mit hochfrequenten unregelmäßigen Formen (zum Beispiel être, avoir, faire, aller)
Sachverhalte und Vorgänge differenziert als vergangen darstellen – plus-que-parfait
Vorgänge als gleichzeitig verstehen und darstellen – produktiv: gérondif in modaler und konditionaler Funktion; – rezeptiv: gérondif in konzessiver Funktion
komplexe Fragen verstehen sowie Informationen differenziert erfragen und weitergeben – rezeptiv: absolute Frage – rezeptiv: das Fragepronomen lequel/laquelle/lesquel(le)s
Aussagen differenziert verneinen und einschränken – ne … que, ne … aucun
weitere Ortsangaben sowie zeitliche Abfolgen differenziert verstehen und formulieren – Adverbialpronomen y (zum Beispiel elle s'y rend) – produktiv: Infinitivkonstruktionen mit avant de und après avoir/être – rezeptiv: komplexere Adverbialsätze mit après que, avant que, jusqu'à ce que
Mengen differenziert benennen – einige wichtige Ausnahmen der Mengenangaben, unter anderem la plupart de, la majorité de
Vergleiche verstehen – Konstruktionen mit autant que (zum Beispiel: Elle travaille autant que lui.)
Gefühlsäußerungen verstehen und Gefühle zunehmend differenziert äußern – Wendungen wie je me réjouis de + Infinitiv – frequente Auslöser des subjonctif présent (zum Beispiel il est triste que, je regrette que, je suis heureux que, je crains que)
Sachverhalte als möglich darstellen sowie Hypothesen und Bedingungen zunehmend differenziert formulieren – conditionnel passé – konditionales Satzgefüge mit si in realen und irrealen Bedingungssätzen der Gegenwart und der Vergangenheit – produktiv: il est possible que + subjonctif auch mit hochfrequenten unregelmäßigen Formen (zum Beispiel être, avoir, faire, aller)
differenziert Begründungen formulieren, Argumente vorbringen und abwägen – kausale, konsekutive, adversative, konzessive und finale Verknüpfungen, unter anderem Infinitivkonstruktionen mit pour und sans sowie weitere Adverbialsätze (comme, sans que, pour que, bien que + subjonctif)
weitere Unterschiede zwischen code oral und code écrit erkennen, zum Beispiel Verwendung von Adjektiven in adverbialer Funktion (tomber parfait), Links- und Rechtsherausstellung (Marie, elle est sympa. / Elle est sympa, Marie.)
analoge und digitale Hilfsmittel situations- und zweckangemessen in der Regel selbstständig nutzen
Verfügen über sprachliche Mittel: Aussprache
vertraute Wortgruppen und Texte phonologisch korrekt, flüssig und situativ angemessen aussprechen, zum Beispiel in Bezug auf geläufige Betonungsmuster (insbesondere groupe rythmique), intonatorische Grundregeln (Intonationsfrage, Ausruf) und Phoneme wie Nasalvokale, stimmhafte/stimmlose Konsonanten, obligatorische liaisons
bei nicht vertrauten Texten phonologische Grundregeln weitgehend korrekt anwenden, zum Beispiel stimmhafte/stimmlose Laute, Intonations- und Betonungsmuster, Pluralendung bei Verben, obligatorische (wie mes amis, ils ont, en allant) und verbotene liaisons (zum Beispiel nach et)
auch in spontanen Gesprächssituationen im Allgemeinen verständlich artikulieren
analoge und digitale visuelle, auditive sowie interaktive Hilfen selbstständig zur Sicherung und Überprüfung der Aussprache sowie für den Kompetenzaufbau nutzen (unter anderem Audioaufnahmen, ausgewählte Lautschriftzeichen, Text-to-speech-Generator)
auf phonologische Phänomene ihnen bekannter Sprachen zurückgreifen und sie für den Kompetenzaufbau nutzen (zum Beispiel Pausen, Betonungen, Phoneme)
Text- und Medienkompetenz
ihr Erstverstehen gegebenenfalls ausgehend von einem Denkanstoß (zum Beispiel Feedback, Peer-Austausch, Lösungsstrategie) kritisch reflektieren und, sofern erforderlich, revidieren
Aussagen und Handlungsstrukturen eines Textes zum eigenen Erfahrungshorizont und zu ihrem themenspezifischen und (inter-)kulturellen Wissen in Beziehung setzen
einfache sprachliche, optische, akustische Gestaltungsmittel erkennen und benennen sowie ihre Wirkung erklären (zum Beispiel in Werbung, Videoclips, bandes dessinées, sozialen Medien)
zunehmend komplexe gehörte und gesehene Informationen zueinander in Beziehung setzen und in ihren Zusammenhängen verstehen
auch längere Textabschnitte mit bekannter und stellenweise unbekannter Lexik sinndarstellend vortragen
eine Person in einem fiktionalen Text charakterisieren, ihr Verhalten und ihre Einstellungen analysieren und kommentieren
informierende, kommentierende, appellative und fiktionale Textsorten sowie deren Merkmale identifizieren und diese bei der eigenen Textproduktion anwenden (zum Beispiel Interview, E-Mail, innerer Monolog, Tagebucheintrag, commentaire personnel)
vertraute fiktionale und nichtfiktionale Texte zur mündlichen und schriftlichen Textproduktion nutzen. Diese erfolgt auch in Form kreativer Um- und Neugestaltung (zum Beispiel Blog, Perspektivwechsel: innerer Monolog einer Figur aus der Textvorlage, anderer Schluss, anderer Handlungsverlauf; Versprachlichung, Erklärung und Bewertung diskontinuierlicher Texte)
Inhalte ausgewählter Medien aufgabengerecht nutzen, zunehmend kritisch kommentieren und die Zuverlässigkeit der Quellen weitgehend selbstständig bewerten sowie die Urheberrechte beachten
Arbeitsergebnisse mit geeigneten Medien gestalten sowie sach- und adressatengerecht präsentieren (zum Beispiel Plakat, digitale Pinnwand, Folien, Erklärvideo)
Notizen zu Gehörtem und Gesehenem sowie rezipierten Texten anfertigen
analoge und/oder digitale Hilfsmittel und Techniken zum vertieften sprachlichen, inhaltlichen und strukturellen Verstehen sowie Produzieren von Texten weitgehend selbstständig und zielgerichtet verwenden (zum Beispiel Wörterbuch, digitaler Übersetzer, Unterstreichen, Randnotizen, Mindmap, Abgleich mit Mustertexten, fiches de production écrite et orale, digital gestütztes Feedback)
Soziokulturelles Orientierungswissen / Themen
La France de nos jours – Vertrautheit mit … – der gesellschaftlichen und kulturellen Wirklichkeit in Frankreich (unter anderem der Plurikulturalität, der Laizität des Staates, ausgewählten Lebenskonzepten und -stilen im 20. und 21. Jahrhundert, der Rolle der Medien) – Grundzügen der politischen und wirtschaftlichen Wirklichkeit in Frankreich (unter anderem des politischen Systems, demokratischer Werte und ihrer Umsetzung im Alltag, nachhaltiger Wirtschaft und Entwicklung)
La France et l'Allemagne au cœur de l'Europe – Vertrautheit mit … – den zentralen Ereignissen der deutsch-französischen Geschichte – der Bedeutung der deutsch-französischen Beziehung für die beiden Länder und für Europa
La France et la francophonie dans un monde globalisé – Vertrautheit mit … – der Frankophonie als Raum kultureller, politischer, gesellschaftlicher und sprachlicher Vielfalt – Formen der Kooperation im frankophonen Raum (unter anderem den Beziehungen zwischen Frankreich und einem Land oder Gebiet) – Aspekten des kolonialen Erbes (zum Beispiel DOM-ROM) – Herausforderungen des 21. Jahrhunderts (zum Beispiel Globalisierung, Klima- und Umweltschutz) und dem Umgang damit
Interkulturelle kommunikative Kompetenz
zentrale gesellschaftliche und historische Zusammenhänge der frankophonen Kulturen auch im Vergleich mit der eigenen kulturellen Prägung erklären. Sie erkennen und bewerten diese mit der erforderlichen Toleranz gegenüber dem anderen und Distanz zum eigenen kulturellen Bezugssystem. Dabei sind sie in der Lage, sich darüber mit einem frankophonen Kommunikationspartner auszutauschen und einen begründeten Standpunkt einzunehmen
in interkulturellen Situationen die Perspektive einer Person aus einem anderen Kulturraum übernehmen, um Missverständnisse in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und im Sprachgebrauch zu vermeiden
die Auseinandersetzung mit authentischen fiktionalen Texten zur Entwicklung eines vertieften Verständnisses für zentrale Aspekte frankophoner Kulturräume sowie ihrer soziokulturellen Bedingtheit nutzen. Mit dem gleichen Ziel verstehen sie anhand authentischer nichtfiktionaler Texte (zum Beispiel journalistische Dokumente aus verschiedenen Medien), besondere (aktuelle) Ereignisse in frankophonen Kulturräumen und setzen diese gegebenenfalls zu Geschehnissen und Entwicklungen in Deutschland in Bezug
als kulturelle Mittlerinnen und Mittler in Gesprächen zu auch weniger vertrauten Themen die Parteien bei einer Meinungsverschiedenheit darum bitten, ihr Problem zu erläutern und anschließend auf eine Schlichtung hinwirken
Hör-/Hörsehverstehen
den einsprachigen Unterricht auch in komplexen Situationen verstehen
Alltagsgespräche – auch medial vermittelt – und Hörbeiträge in ihren zentralen Aussagen verstehen und ausgewählte Einzelinformationen entnehmen
literarisch-ästhetische Hörtexte (zum Beispiel Erzählungen) in ihren zentralen Elementen verstehen
aus authentischen Hörsehtexten (zum Beispiel aus Clips, Kurzfilmen) die zentralen Aussagen und Einzelinformationen entsprechend der Hör-/Hörsehabsicht entnehmen
authentische Spiel- und Dokumentarfilmsequenzen sowie gegebenenfalls Fernsehsendungen im Wesentlichen verstehen
Themen, Ereignisse (Handlung), Figurenkonstellation und Stimmungen von Personen in ihrer Wechselwirkung verstehen
verschiedene Hörstile zielgerichtet nutzen (global, selektiv, detailliert), Hypothesen/Vermutungen über den Inhalt formulieren sowie diese auf Richtigkeit überprüfen
in Abhängigkeit von der jeweiligen Hör-/Hörsehabsicht zielgerichtet Rezeptionsstrategien anwenden (zum Beispiel Konzentration auf Intonation, Bildmaterial und Signalwörter)
Hilfsmittel zum Kompetenzaufbau und zur Lösung von Verständnisproblemen nutzen (zum Beispiel Verlangsamung, Unterbrechung, Wiederholung, gelegentlich Untertitel, Wörterbuch)
Leseverstehen
auch komplexere schriftliche Arbeitsanweisungen im Unterrichtszusammenhang verstehen und selbstständig anwenden
einem Text implizite und/oder explizite Informationen beziehungsweise Zusammenhänge und logische Beziehungen (zum Beispiel Ursache-Wirkung) und Handlungslinien entnehmen
Aussagen und Handlungsstrukturen eines Textes in ihren themenspezifischen, historischen, sozialen sowie interkulturellen Zusammenhängen mündlich und schriftlich interpretieren, Deutungshypothesen bilden, am Text überprüfen sowie Leerstellen sachgerecht füllen
zu fiktionalen und nichtfiktionalen Texten mit weniger vertrauter Thematik mündlich und schriftlich begründet Stellung beziehen sowie den eigenen Standpunkt plausibel vertreten
die Perspektive einer Person in einem auch komplexeren fiktionalen und nichtfiktionalen Text übernehmen und aus deren Sicht schriftlich und mündlich differenziert Stellung beziehen
mehrere literarische Werke auch in Auszügen lesen und detailliert verstehen
unterschiedliche Lesestile nutzen (global, detailliert, selektiv; analytisches Lesen)
unterschiedliche Methoden der Texterschließung nutzen
zur Texterschließung ihre plurilinguale Kompetenz zielgerichtet und selbstständig nutzen
ein- und zweisprachige Wörterbücher und weitere analoge und digitale Hilfsmittel gezielt zur Texterschließung nutzen
Vorhersagen über den weiteren Inhalt eines komplexeren Textes treffen und diese während des Lesens bei Bedarf anpassen
Sprechen – an Gesprächen teilnehmen
detaillierte Informationen in Einzelfällen auch zu weniger vertrauten Themen sprachlich differenziert erfragen und geben (zum Beispiel im Anschluss an eine Präsentation)
die eigene Meinung in Diskussionen auch zu komplexen Fragestellungen und abstrakten Themen unter Beachtung kultureller Gesprächskonventionen sach- und adressatengerecht sowie differenziert einbringen und verteidigen, sie gegebenenfalls revidieren
auf Gefühlsäußerungen spontan und adressatengerecht mit zunehmender Differenzierung reagieren
sich an Gesprächen auch zu komplexen beziehungsweise abstrakten Themen beteiligen; gegebenenfalls interkulturell und sprachlich bedingte Missverständnisse klären
auch spontan eine komplexere Rolle situationsgerecht gestalten
komplexe Gespräche zu wenig vertrauten Themen inhaltlich und sprachlich vorbereiten (zum Beispiel mithilfe von stichwortartigen Notizen, fiches de production orale, Rollenkarten)
zur Vermittlung des von ihnen Gemeinten verschiedene Kompensationsstrategien zielgerichtet anwenden (zum Beispiel sprachliche Vereinfachung, Paraphrasen oder Nachfragen)
selbstständig analoge und digitale Hilfsmittel nutzen, um die Redeabsicht zu realisieren
ihr Verständnis sichern, indem sie geeignete adressatengerechte Techniken einsetzen
die in einer Sprache beziehungsweise weiteren Sprachen verfügbaren Kenntnisse, Fertigkeiten und erlernten Strategien selbstständig für die Kommunikation in der Zielsprache nutzen
Sprechen – zusammenhängendes monologisches Sprechen
Ereignisse, Tätigkeiten, Erfahrungen und auch weniger vertraute Themen detailliert und strukturiert darstellen und kommentieren, sich zum Beispiel in einer Bewerbungssituation präsentieren
Erlebnisse, Erfahrungen, Projekte, Pläne, Absichten und Wünsche differenziert und strukturiert unter Berücksichtigung von Alternativen darstellen
eine Geschichte strukturiert und detailliert erzählen
komplexere fiktionale und nichtfiktionale Texte strukturiert und/oder aspektbezogen zusammenfassen, analysieren sowie differenziert kommentieren
optisch, akustisch und multimodal kodierte Informationen differenziert beschreiben (zum Beispiel Zeichnung, Foto, Karikatur, Geräusche) und gegebenenfalls ihren Zusammenhang erklären
den eigenen Standpunkt zu einem Thema formulieren und differenziert begründen sowie die Meinung anderer zunehmend detailliert kommentieren
vertraute und auch weniger vertraute Themen klar strukturiert und adressatengerecht unter Verwendung geeigneter Vortrags- und Präsentationstechniken darstellen, auf Nachfragen sach- und adressatengerecht eingehen und gegebenenfalls spontan vom vorbereiteten Konzept abweichen
geeignete Methoden zur Vorbereitung und Planung mündlicher Beiträge anwenden
analoge und digitale Hilfsmittel nutzen, um zusammenhängende mündliche Äußerungen vorzubereiten und/oder zu überarbeiten und/oder zu präsentieren
verschiedene Kompensationsstrategien und Korrekturtechniken zielgerichtet anwenden
die in einer Sprache / weiteren Sprachen verfügbaren Kenntnisse, Fertigkeiten und erlernten Strategien für die Kommunikation in der Zielsprache nutzen
Schreiben
eine Korrespondenz auch zu weniger vertrauten Themen situations- und adressatengerecht verfassen. Sie können einen differenzierten Beitrag zu einer Online-Diskussion formulieren und individuell auf die Kommentare anderer eingehen
Berichte und Beschreibungen auch zu weniger vertrauten Themen verfassen
fiktionale und nichtfiktionale Texte, die auch konkurrierende Informationen beziehungsweise divergierende Stellungnahmen oder Positionen enthalten, strukturiert zusammenfassen, dabei sowohl Globalverständnis als auch Detailverstehen berücksichtigen (zum Beispiel Inhaltsangabe)
fiktionale und nichtfiktionale – auch diskontinuierliche – Texte auf der Grundlage eines Analyseinstrumentariums eigenständig analysieren, interpretieren und gegebenenfalls kommentieren
sich argumentativ mit unterschiedlichen Positionen auseinandersetzen, den eigenen Standpunkt überwiegend differenziert darstellen und Schlussfolgerungen ziehen (commentaire personnel)
ein breites Spektrum optisch und akustisch kodierter Informationen beschreiben und analysieren (zum Beispiel Bild, Grafik, Karikatur, Geräusche)
unterschiedliche Textsorten unter Berücksichtigung der textsortenspezifischen Merkmale und verschiedener Perspektiven verfassen (zum Beispiel Blogeintrag, Leserbrief, Rede). Sie können differenzierte Dialoge und innere Monologe auch zu komplexeren Texten verfassen (zum Beispiel zum Füllen von Leerstellen in fiktionalen Texten)
Schreibprozesse selbstständig und zielgerichtet planen und gegebenenfalls mit Überarbeitungen umsetzen
analoge und digitale Hilfsmittel zum Verfassen und Überarbeiten eigener Texte verwenden (zum Beispiel ein- und zweisprachige Wörterbücher, digitale Nachschlagewerke, Grammatik, Konnektorenlisten, fiches d'écriture, digital gestützte Hilfsmittel)
die in einer Sprache / weiteren Sprachen verfügbaren Kenntnisse, Fertigkeiten und erlernten Strategien selbstständig für das Verfassen von zielsprachigen Texten nutzen
Mediation
die Hauptpunkte längerer, klar strukturierter Redebeiträge und Vorträge mit auch weniger vertrauten Inhalten und nur teilweise frequenter Lexik in die jeweils andere Sprache übertragen
aus Gesprächen auch über ihnen weniger vertraute Themen, die teilweise nicht in der Standardsprache stattfinden, die relevanten Informationen entnehmen und diese zusammenhängend, sach-, adressaten- und situationsgerecht in die jeweils andere Sprache übertragen
aus authentischen schriftlichen Texten auch zu weniger vertrauten Themen die relevanten Informationen entnehmen und diese zusammenhängend, sach-, adressaten- und situationsgerecht in die jeweils andere Sprache übertragen
authentische schriftliche Texte auch zu weniger vertrauten Themen zusammenfassend in die jeweils andere Sprache übertragen
Besonderheiten des sprachlichen Registers (français familier, langage des jeunes, langage soutenu und registre littéraire) erkennen und Äußerungen in die Standardsprache übertragen
bei Bedarf für das inter- beziehungsweise soziokulturelle Verstehen erforderliche Erklärungen geben (zum Beispiel unter Rückgriff auf historische, kulturelle, gesellschaftliche Kenntnisse)
bei Verständnis- und Formulierungsschwierigkeiten selbstständig Kompensationsstrategien zielgerichtet anwenden und dabei auch auf analoge und digitale Hilfsmittel zurückgreifen
Verfügen über sprachliche Mittel: Lexik
ein differenziertes lexikalisches Repertoire auch zu weniger vertrauten Themen verstehen und anwenden
mittels Erschließungstechniken (unter anderem eigenes Weltwissen, Vergleich mit anderen Sprachen, sachgerechter Umgang mit Wörterbüchern und/oder digitalen Hilfsmitteln) auch sprachliche Äußerungen mit einem höheren Anteil an unbekannten lexikalischen Einheiten erschließen
frequente Ausdrücke des français familier, des langage des jeunes, des langage soutenu und des registre littéraire verstehen und mit dem français standard in Beziehung setzen
Redemittel und Fachterminologie zur Beschreibung, Analyse und Kommentierung von fiktionalen und nichtfiktionalen Texten nutzen
Konnektoren differenziert und sachgerecht verwenden
orthographisch korrekt schreiben
Umschreibungen zielgerichtet verwenden, um Texte sachgerecht und differenziert auch zu komplexen Themen zu formulieren
eigenständig grundlegende Wortbildungsregeln und Verfahren zur Vernetzung, Strukturierung und Memorierung von lexikalischen Einheiten (nach inhaltlichen und sprachlichen Kriterien) sachgerecht und zielgerichtet anwenden
analoge und digitale Hilfsmittel situations- und zweckangemessen zur Erweiterung ihres lexikalischen Repertoires und zur Sicherstellung orthographischer und semantischer Korrektheit selbstständig nutzen
Verfügen über sprachliche Mittel: Grammatik
Personen, Sachen, Tätigkeiten und Sachverhalte benennen und beschreiben – dont – rezeptiv: subjonctif im Relativsatz – Passiv in weiteren Tempora und Modi
Meinungen und Vorstellungen verstehen beziehungsweise differenziert äußern – subjonctif présent (zum Beispiel je n'aime pas que, je ne crois pas que, je doute que, je ne pense pas que, je comprends que)
Aufforderungen, Bitten, Wünsche, Willen und Vorschläge verstehen beziehungsweise differenziert äußern – weitere frequente Auslöser des subjonctif présent (zum Beispiel il est important que, il est nécessaire que, je ne crois pas que, je crains que)
Sachverhalte und Vorgänge differenziert als vergangen darstellen – Angleichung des participe passé bei avoir mit vorangehendem objet direct
Vorgänge als gleichzeitig darstellen – gérondif (in modaler, konzessiver und konditionaler Funktion)
Informationen differenziert erfragen und weitergeben – indirekte Rede mit der Zeitenfolge
Aussagen differenziert verneinen und einschränken – ne … ni … ni, ni … ni … ne – aucun ne …
zeitliche Abfolgen differenziert formulieren – komplexere Adverbialsätze mit après que, avant que, jusqu'à ce que
Vergleiche differenziert formulieren – Konstruktionen mit autant que (zum Beispiel Elle travaille autant que lui.)
Gefühlsäußerungen verstehen und Gefühle differenziert äußern – weitere Auslöser des subjonctif présent
wichtige Besonderheiten des gesprochenen Französisch erkennen
auch komplexere und spezifisch schriftsprachliche Strukturen verstehen und anwenden, zum Beispiel – participe présent – rezeptiv: passé simple
analoge und digitale Hilfsmittel situations- und zweckangemessen selbstständig nutzen
Verfügen über sprachliche Mittel: Aussprache
vertraute Texte phonologisch korrekt, flüssig und situativ angemessen sowie gestaltend vortragen, zum Beispiel in Bezug auf Betonungen und Betonungsmuster, Intonation, Phoneme sowie obligatorische und fakultative liaisons
bei nicht vertrauten Texten phonologische Grundregeln korrekt anwenden, zum Beispiel stimmhafte/stimmlose Laute, Intonations- und Betonungsmuster, Pluralendung bei Verben, obligatorische (wie mes amis, ils ont, en allant) und verbotene liaisons (zum Beispiel nach et)
auch in spontanen Gesprächssituationen durchgehend verständlich artikulieren
auf phonologische Phänomene ihnen bekannter Sprachen zurückgreifen und sie für den Kompetenzaufbau und gestaltende Vorträge wie zum Beispiel den discours nutzen (zum Beispiel Pausen, Betonungen, Phoneme)
Text- und Medienkompetenz
ihr Erstverstehen kritisch reflektieren und, sofern erforderlich, revidieren
Aussagen und Handlungsstrukturen eines Textes in ihren themenspezifischen, historischen, sozialen und (inter-)kulturellen Zusammenhängen mündlich und schriftlich interpretieren
sprachliche, optische, akustische Gestaltungsmittel erkennen, benennen und ihre Wirkung interpretieren (zum Beispiel in literarischen und sachlichen Texten, Pressefotos, Videoclips, Spielfilmsequenzen, sozialen Medien)
komplexe gehörte und gesehene Informationen zueinander in Beziehung setzen und in ihren Zusammenhängen verstehen
auch längere Textabschnitte mit bekannter und auch unbekannter Lexik sinndarstellend vortragen
eine Person in einem komplexeren fiktionalen Text charakterisieren, ihr Verhalten und ihre Einstellungen analysieren und kommentieren
informierende, kommentierende, appellative und fiktionale Textsorten sowie deren Merkmale identifizieren und diese bei der eigenen Textproduktion anwenden (unter anderem innerer Monolog, Tagebucheintrag, Rede, commentaire personnel)
fiktionale und nichtfiktionale Texte zur Textproduktion beziehungsweise zur kreativen Um- oder Neugestaltung nutzen (zum Beispiel Dialog, Blog, Artikel, innerer Monolog, Kurzbiografie, anderer Schluss, anderer Handlungsverlauf)
Inhalte gängiger Medien aufgabengerecht nutzen, kritisch kommentieren und die Zuverlässigkeit der Quellen selbstständig bewerten sowie die Urheberrechte beachten
Arbeitsergebnisse mit verschiedenen geeigneten Medien gestalten, sach- und adressatengerecht sowie zielgerichtet präsentieren (zum Beispiel Plakat, digitale Pinnwand, Folien, Erklärvideo)
Notizen zu Gehörtem und Gesehenem sowie zu rezipierten Texten anfertigen (zum Beispiel bei klar strukturierten Vorträgen oder Dokumentarfilmen zu überwiegend vertrauten Themen)
analoge und/oder digitale Hilfsmittel und Techniken zum vertieften sprachlichen, inhaltlichen und strukturellen Verstehen sowie Produzieren von Texten zielgerichtet verwenden (zum Beispiel Wörterbuch, digitaler Übersetzer, Unterstreichen, Randnotizen, Mindmap, Abgleich mit Mustertexten, fiches de production orale et écrite, digital gestütztes Feedback)
Soziokulturelles Orientierungswissen / Themen
La France de nos jours – Grundlegende Vertrautheit mit … – der gesellschaftlichen und kulturellen Wirklichkeit in Frankreich (unter anderem der Plurikulturalität, der Laizität des Staates) – der politischen und wirtschaftlichen Wirklichkeit in Frankreich (unter anderem des politischen Systems, demokratischer Werte und ihrer Umsetzung im Alltag, nachhaltiger Wirtschaft und Entwicklung)
La France et l'Allemagne au cœur de l'Europe – Vertrautheit mit … – einigen zentralen Ereignissen der deutsch-französischen Geschichte – der Bedeutung der deutsch-französischen Beziehung für die beiden Länder und für Europa
La France et la francophonie dans un monde globalisé – Vertrautheit mit … – Aspekten der Frankophonie als Raum kultureller, politischer, gesellschaftlicher und sprachlicher Vielfalt – soziokulturellen, historischen und sprachlichen Aspekten der Frankophonie in Grundzügen – Herausforderungen des 21. Jahrhunderts (zum Beispiel Globalisierung, Klima- und Umweltschutz) und dem Umgang damit
Interkulturelle kommunikative Kompetenz
zentrale gesellschaftliche und historische Zusammenhänge der frankophonen Kulturen auch im Vergleich mit der eigenen kulturellen Prägung erklären. Sie erkennen und bewerten diese mit der erforderlichen Toleranz gegenüber dem anderen und Distanz zum eigenen kulturellen Bezugssystem. Dabei sind sie in der Lage, sich darüber mit einem frankophonen Kommunikationspartner auszutauschen und einen begründeten Standpunkt einzunehmen
in interkulturellen Situationen die Perspektive einer Person aus einem anderen Kulturraum übernehmen, um Missverständnisse in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und im Sprachgebrauch zu vermeiden
die Auseinandersetzung mit authentischen fiktionalen Texten zur Entwicklung eines vertieften Verständnisses für zentrale Aspekte frankophoner Kulturräume sowie ihrer soziokulturellen Bedingtheit nutzen. Mit dem gleichen Ziel verstehen sie anhand authentischer nichtfiktionaler Texte (zum Beispiel journalistische Dokumente aus verschiedenen Medien), besondere (aktuelle) Ereignisse in frankophonen Kulturräumen und setzen diese gegebenenfalls zu Geschehnissen und Entwicklungen in Deutschland in Bezug
als kulturelle Mittlerinnen und Mittler in Gesprächen zu im Einzelfall auch weniger vertrauten Themen die Parteien bei einer Meinungsverschiedenheit darum bitten, ihr Problem zu erläutern und anschließend auf eine Schlichtung hinwirken
Hör-/Hörsehverstehen
den einsprachigen Unterricht auch in komplexen Situationen verstehen
Alltagsgespräche – auch medial vermittelt – und Hörbeiträge in ihren zentralen Aussagen verstehen und ausgewählte Einzelinformationen entnehmen
kurze und in Einzelfällen auch längere literarisch-ästhetische Hörtexte (zum Beispiel Erzählungen) in ihren zentralen Elementen verstehen
aus authentischen Hörsehtexten (zum Beispiel aus Clips, Kurzfilmen) die zentralen Aussagen und Einzelinformationen entsprechend der Hör-/Hörsehabsicht entnehmen
authentische Spiel- und Dokumentarfilmsequenzen sowie gegebenenfalls Fernsehsendungen im Wesentlichen verstehen
Themen, Ereignisse (Handlung), Figurenkonstellation und Stimmungen von Personen in ihrer Wechselwirkung verstehen
verschiedene Hörstile zielgerichtet nutzen (global, selektiv, detailliert), Hypothesen/Vermutungen über den Inhalt formulieren sowie diese auf Richtigkeit überprüfen
in Abhängigkeit von der jeweiligen Hör-/Hörsehabsicht zielgerichtet Rezeptionsstrategien anwenden (zum Beispiel Konzentration auf Intonation, Bildmaterial und Signalwörter)
Hilfsmittel zum Kompetenzaufbau und zur Lösung von Verständnisproblemen nutzen (zum Beispiel Verlangsamung, Unterbrechung, Wiederholung, gelegentlich Untertitel, Wörterbuch)
Leseverstehen
auch komplexere schriftliche Arbeitsanweisungen im Unterrichtszusammenhang verstehen und selbstständig anwenden
einem Text implizite und/oder explizite Informationen beziehungsweise Zusammenhänge und logische Beziehungen (zum Beispiel Ursache-Wirkung) und Handlungslinien entnehmen
Aussagen und Handlungsstrukturen eines Textes in ihrem themenspezifischen – und, wo nötig, in ihren historischen, sozialen sowie interkulturellen – Zusammenhängen mündlich und schriftlich interpretieren, Deutungshypothesen bilden, am Text überprüfen sowie Leerstellen sachgerecht füllen
zu fiktionalen und nichtfiktionalen Texten in Einzelfällen auch mit weniger vertrauter Thematik mündlich und schriftlich begründet Stellung beziehen sowie den eigenen Standpunkt plausibel vertreten
die Perspektive einer Person in einem auch komplexeren fiktionalen und nichtfiktionalen Text übernehmen und aus deren Sicht schriftlich und mündlich differenziert Stellung beziehen
mehrere literarische Werke gegebenenfalls auch in Auszügen lesen und detailliert verstehen
unterschiedliche Lesestile nutzen (global, detailliert, selektiv; gegebenenfalls mit Unterstützung analytisches Lesen)
unterschiedliche Methoden der Texterschließung nutzen
zur Texterschließung ihre plurilinguale Kompetenz zielgerichtet und selbstständig nutzen
ein- und zweisprachige Wörterbücher und weitere analoge und digitale Hilfsmittel gezielt zur Texterschließung nutzen
Vorhersagen über den weiteren Inhalt eines komplexeren Textes treffen und diese während des Lesens bei Bedarf anpassen
Sprechen – an Gesprächen teilnehmen
detaillierte Informationen in Einzelfällen auch zu weniger vertrauten Themen sprachlich differenziert erfragen und geben (zum Beispiel im Anschluss an eine Präsentation)
die eigene Meinung in Diskussionen auch zu weniger vertrauten Themen sowie in Einzelfällen zu komplexen Fragestellungen unter Beachtung kultureller Gesprächskonventionen sach- und adressatengerecht sowie differenziert einbringen und verteidigen, sie gegebenenfalls revidieren
auf Gefühlsäußerungen spontan und adressatengerecht mit zunehmender Differenzierung reagieren
sich an Gesprächen auch zu zunehmend komplexen beziehungsweise abstrakten Themen beteiligen; gegebenenfalls interkulturell und sprachlich bedingte Missverständnisse klären
auch spontan eine komplexere Rolle situationsgerecht gestalten
komplexe Gespräche zu wenig vertrauten Themen inhaltlich und sprachlich vorbereiten (zum Beispiel mithilfe von stichwortartigen Notizen, fiches de production orale, Rollenkarten)
zur Vermittlung des von ihnen Gemeinten verschiedene Kompensationsstrategien zielgerichtet anwenden (zum Beispiel sprachliche Vereinfachung, Angabe eines Beispiels, Paraphrasen oder Nachfragen)
selbstständig analoge und digitale Hilfsmittel nutzen, um die Redeabsicht zu realisieren
ihr Verständnis sichern, indem sie geeignete adressatengerechte Techniken einsetzen
die in einer Sprache beziehungsweise weiteren Sprachen verfügbaren Kenntnisse, Fertigkeiten und erlernten Strategien selbstständig für die Kommunikation in der Zielsprache nutzen
Sprechen – zusammenhängendes monologisches Sprechen
Ereignisse, Tätigkeiten, Erfahrungen und in Einzelfällen auch weniger vertraute Themen detailliert und strukturiert darstellen und kommentieren, sich zum Beispiel in einer Bewerbungssituation präsentieren
Erlebnisse, Erfahrungen, Projekte, Pläne, Absichten und Wünsche differenziert und strukturiert unter Berücksichtigung von Alternativen darstellen
eine Geschichte strukturiert und bei vertrautem Thema auch detailliert erzählen
komplexere fiktionale und nichtfiktionale Texte strukturiert und/oder aspektbezogen zusammenfassen, analysieren sowie überwiegend differenziert kommentieren
optisch, akustisch und multimodal kodierte Informationen überwiegend differenziert beschreiben (zum Beispiel Zeichnung, Foto, Karikatur, Geräusche) und gegebenenfalls ihren Zusammenhang erklären
den eigenen Standpunkt zu einem auch weniger vertrauten Thema formulieren und differenziert begründen sowie die Meinung anderer kommentieren
vertraute und auch weniger vertraute Themen strukturiert und unter Verwendung geeigneter Vortrags- und Präsentationstechniken darstellen und auf Nachfragen sach- und situationsgerecht eingehen
geeignete Methoden zur Vorbereitung und Planung mündlicher Beiträge anwenden
analoge und digitale Hilfsmittel nutzen, um zusammenhängende mündliche Äußerungen vorzubereiten und/oder zu überarbeiten und/oder zu präsentieren
verschiedene Kompensationsstrategien und Korrekturtechniken zielgerichtet anwenden
die in einer Sprache / weiteren Sprachen verfügbaren Kenntnisse, Fertigkeiten und erlernten Strategien für die Kommunikation in der Zielsprache nutzen
Schreiben
eine Korrespondenz auch zu weniger vertrauten Themen situations- und adressatengerecht verfassen. Sie können einen differenzierten Beitrag zu einer Online-Diskussion formulieren und individuell auf die Kommentare anderer eingehen
Berichte und Beschreibungen in Einzelfällen auch zu weniger vertrauten Themen verfassen
fiktionale und nichtfiktionale Texte in den wesentlichen Aspekten strukturiert zusammenfassen und dabei sowohl Globalverständnis als auch Detailverstehen berücksichtigen (zum Beispiel Inhaltsangabe)
fiktionale und nichtfiktionale – auch diskontinuierliche – Texte auf der Grundlage eines Analyseinstrumentariums eigenständig analysieren, interpretieren und gegebenenfalls kommentieren
sich argumentativ mit unterschiedlichen Positionen auseinandersetzen, den eigenen Standpunkt überwiegend differenziert darstellen und Schlussfolgerungen ziehen (commentaire personnel)
ein breites Spektrum optisch und akustisch kodierter Informationen beschreiben und analysieren (zum Beispiel Bild, Grafik, Karikatur, Geräusche)
unterschiedliche Textsorten unter Berücksichtigung der textsortenspezifischen Merkmale und verschiedener Perspektiven verfassen (zum Beispiel Blogeintrag, Leserbrief). Sie können differenzierte Dialoge und innere Monologe verfassen (zum Beispiel zum Füllen von Leerstellen in fiktionalen Texten)
Schreibprozesse selbstständig und zielgerichtet planen und gegebenenfalls mit Überarbeitungen umsetzen
analoge und digitale Hilfsmittel zum Verfassen und Überarbeiten eigener Texte verwenden (zum Beispiel ein- und zweisprachige Wörterbücher, digitale Nachschlagewerke, Grammatik, Konnektorenlisten, fiches d'écriture, digital gestützte Hilfsmittel)
die in einer Sprache / weiteren Sprachen verfügbaren Kenntnisse, Fertigkeiten und erlernten Strategien selbstständig für das Verfassen von zielsprachigen Texten nutzen
Mediation
die Hauptpunkte längerer, klar strukturierter Redebeiträge und Vorträge mit in Einzelfällen auch weniger vertrauten Inhalten und nur teilweise frequenter Lexik in die jeweils andere Sprache übertragen
aus Gesprächen auch über ihnen weniger vertraute Themen, die überwiegend in der Standardsprache stattfinden, die relevanten Informationen entnehmen und diese zusammenhängend, sach-, adressaten- und situationsgerecht in die jeweils andere Sprache übertragen
aus authentischen schriftlichen Texten in Einzelfällen auch zu weniger vertrauten Themen die relevanten Informationen entnehmen und diese zusammenhängend, sach-, adressaten- und situationsgerecht in die jeweils andere Sprache übertragen
authentische schriftliche Texte in Einzelfällen auch zu weniger vertrauten Themen zusammenfassend in die jeweils andere Sprache übertragen
Besonderheiten des sprachlichen Registers (français familier, langage des jeunes, ausgewählte Ausdrücke und Formen des langage soutenu) erkennen und Äußerungen in die Standardsprache übertragen
bei Bedarf für das inter- beziehungsweise soziokulturelle Verstehen erforderliche Erklärungen geben (zum Beispiel unter Rückgriff auf historische, kulturelle, gesellschaftliche Kenntnisse)
bei Verständnis- und Formulierungsschwierigkeiten selbstständig Kompensationsstrategien zielgerichtet anwenden und dabei auch auf analoge und digitale Hilfsmittel zurückgreifen
Verfügen über sprachliche Mittel: Lexik
ein differenziertes lexikalisches Repertoire – in Einzelfällen auch zu weniger vertrauten Themen – verstehen und anwenden
mittels Erschließungstechniken (unter anderem eigenes Weltwissen, Vergleich mit anderen Sprachen, sachgerechter Umgang mit Wörterbüchern und/oder digitalen Hilfsmitteln) auch sprachliche Äußerungen mit einem höheren Anteil an unbekannten lexikalischen Einheiten erschließen
frequente Ausdrücke des français familier, des langage des jeunes und des langage soutenu verstehen und mit dem français standard in Beziehung setzen
Redemittel und Fachterminologie zur Beschreibung, Analyse und Kommentierung von fiktionalen und nichtfiktionalen Texten nutzen
Konnektoren differenziert und sachgerecht verwenden
orthographisch weitgehend korrekt schreiben
Umschreibungen zielgerichtet verwenden, um Texte sachgerecht und differenziert auch zu in Einzelfällen komplexen Themen zu formulieren
eigenständig grundlegende Wortbildungsregeln und Verfahren zur Vernetzung, Strukturierung und Memorierung von lexikalischen Einheiten (nach inhaltlichen und sprachlichen Kriterien) sachgerecht anwenden
analoge und digitale Hilfsmittel situations- und zweckangemessen zur Erweiterung ihres lexikalischen Repertoires und zur Sicherstellung orthographischer und semantischer Korrektheit selbstständig nutzen
Verfügen über sprachliche Mittel: Grammatik
Personen, Sachen, Tätigkeiten und Sachverhalte benennen und beschreiben – Passiv in weiteren Tempora und im conditionnel
Meinungen und Vorstellungen verstehen beziehungsweise differenziert äußern – subjonctif présent (zum Beispiel je ne crois pas que, je doute que, je ne pense pas que, je comprends que)
Aufforderungen, Bitten, Wünsche, Willen und Vorschläge verstehen beziehungsweise differenziert äußern – weitere frequente Auslöser des subjonctif présent (zum Beispiel il est important que, il est nécessaire que, je ne crois pas que, je crains que)
Vorgänge als gleichzeitig darstellen – gérondif (in modaler, konzessiver und konditionaler Funktion)
Informationen differenziert erfragen und weitergeben – rezeptiv: indirekte Rede mit der Zeitenfolge
Aussagen differenziert verneinen und einschränken – ne … ni … ni, ni … ni … ne – aucun ne …
zeitliche Abfolgen differenziert formulieren – komplexere Adverbialsätze mit après que, avant que, jusqu'à ce que
Vergleiche differenziert formulieren – Konstruktionen mit autant que (zum Beispiel Elle travaille autant que lui.)
Gefühlsäußerungen verstehen und Gefühle differenziert äußern – weitere Auslöser des subjonctif présent
wichtige Besonderheiten des gesprochenen Französisch erkennen
auch komplexere und spezifisch schriftsprachliche Strukturen verstehen, zum Beispiel – passé simple – participe présent
analoge und digitale Hilfsmittel situations- und zweckangemessen selbstständig nutzen
Verfügen über sprachliche Mittel: Aussprache
vertraute Texte phonologisch korrekt, flüssig und situativ angemessen sowie gestaltend vortragen, zum Beispiel in Bezug auf Betonungen und Betonungsmuster, Intonation, Phoneme sowie obligatorische und fakultative liaisons
bei nicht vertrauten Texten phonologische Grundregeln korrekt anwenden, zum Beispiel stimmhafte/stimmlose Laute, Intonations- und Betonungsmuster, Pluralendung bei Verben, obligatorische (wie mes amis, ils ont, en allant) und verbotene liaisons (zum Beispiel nach et)
auch in spontanen Gesprächssituationen durchgehend verständlich artikulieren
auf phonologische Phänomene ihnen bekannter Sprachen zurückgreifen und sie für den Kompetenzaufbau und gestaltende Vorträge wie zum Beispiel den discours nutzen (zum Beispiel Pausen, Betonungen, Phoneme)
Text- und Medienkompetenz
ihr Erstverstehen kritisch reflektieren und, sofern erforderlich, revidieren
Aussagen und Handlungsstrukturen eines Textes in ihren themenspezifischen – und, wo nötig, in ihren historischen, sozialen sowie (inter-)kulturellen – Zusammenhängen mündlich und schriftlich interpretieren
sprachliche, optische, akustische Gestaltungsmittel erkennen, benennen und ihre Wirkung erklären (zum Beispiel in literarischen und sachlichen Texten, Pressefotos, Videoclips, Spielfilmsequenzen, sozialen Medien)
komplexe gehörte und gesehene Informationen zueinander in Beziehung setzen und in ihren Zusammenhängen verstehen
auch längere Textabschnitte mit bekannter und auch unbekannter Lexik sinndarstellend vortragen
eine Person in einem komplexeren fiktionalen Text charakterisieren, ihr Verhalten und ihre Einstellungen analysieren und kommentieren
informierende, kommentierende, appellative und fiktionale Textsorten sowie deren Merkmale identifizieren und diese bei der eigenen Textproduktion anwenden (zum Beispiel Interview, innerer Monolog, Tagebucheintrag, commentaire personnel)
auch unbekannte fiktionale und nichtfiktionale Texte mündlich und schriftlich zur Textproduktion beziehungsweise zur kreativen Um- oder Neugestaltung nutzen (zum Beispiel Dialog, Blog, Artikel, innerer Monolog, Kurzbiografie, anderer Schluss, anderer Handlungsverlauf)
Inhalte ausgewählter Medien aufgabengerecht nutzen, kritisch kommentieren und die Zuverlässigkeit der Quellen selbstständig bewerten sowie die Urheberrechte beachten
Arbeitsergebnisse mit verschiedenen geeigneten Medien gestalten, sach- und adressatengerecht sowie zielgerichtet präsentieren (zum Beispiel Plakat, digitale Pinnwand, Folien, Erklärvideo)
Notizen zu Gehörtem und Gesehenem sowie zu rezipierten Texten anfertigen (zum Beispiel bei klar strukturierten Vorträgen oder Dokumentarfilmen zu überwiegend vertrauten Themen)
analoge und/oder digitale Hilfsmittel und Techniken zum vertieften sprachlichen, inhaltlichen und strukturellen Verstehen sowie Produzieren von Texten zielgerichtet verwenden (zum Beispiel Wörterbuch, digitaler Übersetzer, Unterstreichen, Randnotizen, Mindmap, Abgleich mit Mustertexten, fiches de production écrite et orale, digital gestütztes Feedback)