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Lehrpläne Baden-Württemberg
Grundschule
Islamische Religionslehre
prozessbezogen
2.1 Wahrnehmen und Darstellen
3
2.2 Deuten
4
2.3 Urteilen
3
2.4 Kommunizieren und Dialogfähig-Sein
3
2.5 Gestalten und Handeln
3
inhaltsbezogen
Mensch und Glaube
6
Welt und Verantwortung
5
Koran und die islamischen Quellen
4
Gott und Seine Schöpfung
5
Muhammad der Gesandte
5
Gottes Gesandte und ihre Botschaft
4
Religionen
4
Mensch und Glaube
5
Welt und Verantwortung
6
Koran und die islamischen Quellen
5
Gott und Seine Schöpfung
5
Muhammad der Gesandte
6
Gottes Gesandte und ihre Botschaft
5
Religionen
5
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
2.1 Wahrnehmen und Darstellen
wahrnehmen und beschreiben, wo sie Ausdrucksformen gelebten Glaubens und religiösen Fragestellungen in ihrem Alltag/Leben begegnen
eigene Fragen stellen, in der Lerngruppe nach Antworten suchen und sich dabei mit islamischen Deutungen auseinandersetzen
religiöse Deutungen von Lebens- und Glaubensfragen erkennen und begründet darstellen
2.2 Deuten
die Eigenart der Sprache des Korans, seine Übersetzungsproblematik, seine Sprachbilder, Ausdrucksweisen und Begriffe erkennen und deuten
Symbole und Symbolhandlungen erleben und deuten
zentrale Textstellen aus Koran und Hadith in eigenen Worten wiedergeben und auf die eigene Lebenssituation beziehen
herausragende Persönlichkeiten der islamischen Geschichte und Überlieferung in deren Lebens- und Wirkungsweise zu eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen
2.3 Urteilen
Situationen beschreiben, in denen Menschen religiös-ethische Grunderfahrungen machen und daraus religiöse Fragestellungen entwickeln
ausgehend von konkreten Situationen unterschiedliche Positionen zu religiösen und ethischen Fragestellungen darstellen und vergleichen
einen eigenen Standpunkt dazu einnehmen und begründen
2.4 Kommunizieren und Dialogfähig-Sein
eigene Gedanken, Gefühle und Sicht- und Verhaltensweisen ausdrücken und zu denen anderer Kinder in der Lerngruppe in Beziehung setzen
sich in Gedanken, Gefühle, Sicht- und Verhaltensweisen anderer Menschen hineinversetzen
anderen wertschätzend, achtsam, sensibel und respektvoll begegnen, auch im Kontext interkonfessioneller und interreligiöser Begegnungen
2.5 Gestalten und Handeln
sich mit menschlichen Grunderfahrungen, dem eigenen Leben, den Erfahrungen der muslimischen Gemeinschaft und den islamischen Glaubensüberlieferungen kreativ gestaltend auseinandersetzen
religiöse und gottesdienstliche Ausdrucksformen dem Ritus gemäß verrichten und mitgestalten
aus dem islamischen Menschenbild Impulse für das eigene Handeln entwickeln
Mensch und Glaube
ihre eigene Familienkonstellation darstellen und ihre Position und Aufgaben darin erkennen
die Verschiedenheit ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler erkennen und akzeptieren und sich dabei als muslimische Gemeinschaft im Religionsunterricht erkennen
die Herkunft und die Bedeutung ihres eigenen Namens und derer ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler erkennen, die Verschiedenheit untereinander erfahren und akzeptieren lernen
unterschiedliche Gebetsweisen in ihrem täglichen Lebensablauf und Umfeld erkennen und ihre eigenen Bittgebete formulieren
die rituelle Waschung vollziehen und die Wichtigkeit von Sauberkeit und Reinheit (körperlich wie seelisch) erkennen
gemeinsam ein achtsames Miteinander im Schulalltag gestalten, mithilfe von gemeinsamen Festen, Riten und Begegnungen
Welt und Verantwortung
die Vielfalt und Schönheit der Welt mit Staunen wahrnehmen, aber auch ihre Gefährdungen und unsere Verantwortung dafür erkennen
darstellen, dass sie selbst und alle Lebewesen Teil der Welt und aufeinander bezogen sind
anhand von Koranversen beschreiben, wie die Welt als Geschenk Gottes gedeutet wird, für das wir als Menschen Verantwortung tragen
aufzeigen, wie Menschen auf Gottes Schöpfung mit Lob und Dank antworten
an Beispielen einen verantwortungsvollen Umgang mit Menschen, Tieren und Pflanzen aufzeigen
Koran und die islamischen Quellen
den Koran in seiner Form als Buch erkennen und einen respektvollen Umgang damit entwickeln
erfahren, dass der Koran auf Arabisch ist (Sure 13, Vers 37) und ihn alle Muslime im Gebet arabisch verlesen, auch wenn er in fast alle Sprachen übersetzt wurde
von ihren Erfahrungen mit dem Koran berichten, eigene Gefühle, Gedanken und Deutungen koranischer Geschichten kreativ zum Ausdruck bringen und sich darüber austauschen
zentrale Themen und ausgewählte Geschichten des Korans sowie weiterer islamischer Quellen benennen und sich anhand derer mit eigenen Erfahrungen und denen anderer Menschen auseinandersetzen
Gott und Seine Schöpfung
ein Gefühl dafür entwickeln, wie unendlich groß und unvorstellbar Gott als Schöpfer von allem ist
Gott als ihnen liebend Zugewandten (al-Wadud) begreifen
Gott als Schöpfer aller Lebewesen erkennen und sich als Mensch in der Schöpfung verorten
beschreiben, wie im Koran Propheten Erfahrungen mit Gott machen und diese für sich deuten
die zentrale Aussage von der Einheit Gottes (Tauhid) nachvollziehen und für sich verinnerlichen
Muhammad der Gesandte
Lebensverhältnisse auf der arabischen Halbinsel zur Zeit des Propheten Muhammad darstellen (zum Beispiel Berufe, Alltag, geographische Verhältnisse, religiöse und soziale Situation)
die Geschichte vom Statthalter von Jemen, nacherzählen und den Bezug im Koran erkennen (Sure 105)
wichtige Stationen aus dem Leben Muhammads nacherzählen und die wichtigsten Personen aus seinem familiären Umfeld kennen
Leid und Trauer in der Kindheit des Propheten Muhammad erkennen und eigene Erfahrungen dazu in Beziehung setzen (Sure 93)
die Begegnung des Propheten Muhammad mit dem Mönch Bahira in eigenen Worten erzählen
Gottes Gesandte und ihre Botschaft
Auskunft darüber geben, dass sie als Muslime an alle Gottesgesandten glauben und viele davon auch im Judentum und Christentum eine wichtige Bedeutung haben
die guten Eigenschaften der Gottesgesandten benennen und ihre zentrale Botschaft der Einheit Gottes kennen
von einigen der Gottesgesandten Episoden aus ihrem Leben erzählen
erfahren, dass Isa (Jesus) im Islam als Prophet hohe Verehrung genießt und auch seine Mutter Mariam (Maria) im Koran als beispielhafte Frau erwähnt ist
Religionen
Merkmale der eigenen Religion (zum Beispiel Moschee, Gebet, Feste, Symbole) benennen und die anderer Religionen beschreiben
in ihrem Umfeld Angehörige und Ausdrucksformen anderer Religionen wahrnehmen und ihre Beobachtungen dazu beschreiben
ausgewählte Aspekte gelebter Religiosität (Gebet, Feste, Rituale) beschreiben
Angehörigen anderer Religionen und/oder deren Glaubenspraxis achtsam begegnen
Mensch und Glaube
im Glauben Hilfestellungen erkennen, um sie in Lebenssituationen zu nutzen
Gottes Eigenschaften als Barmherziger (al-Rahman) und Allverzeihender (al-Ghafur) erkennen und sich mit ihrem eigenen Leben dazu in Beziehung setzen
verschiedene Arten des Gebets (Ritualgebet/Salah – Bittgebet/Dua) unterscheiden und nach ihren jeweiligen Regeln ausführen (Gebetshaltungen, Gebetszeiten, Gebetsrichtung, Gebetswaschung, Sure al-Fatiha und andere)
das Bittgebet (Dua) als Verbindung zu Gott annehmen und ausführen
die charakteristischen Merkmale einer Moschee benennen und kennen die verschiedenen Anlässe für den Moscheebesuch
Welt und Verantwortung
die Vielfalt der Schöpfung beschreiben und auch ihre Gefährdungen aufzeigen
die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Kindern in ihrer Umgebung und in der Welt darstellen und sich reflektiert damit auseinandersetzen
anhand von Beispielen aus Koran und Hadith sowie ihrer Lebenswelt lernen, schwierige Situationen und Herausforderungen besser einzuschätzen und zu bewältigen
anhand ausgewählter Beispiele darstellen, wie sich Menschen füreinander und für die Umwelt einsetzen und so Verantwortung übernehmen
erlebte Situationen und Gefühle wahrnehmen, überdenken und sich über alternative Verläufe Gedanken machen
sich als Teil der muslimischen Gemeinschaft (Umma) verstehen
Koran und die islamischen Quellen
den Koran als Hauptquelle des Islam benennen und um seine Bedeutung als Wort Gottes wissen
das erste Offenbarungsereignis nacherzählen und die ersten geoffenbarten Worte des Koran: „Lies im Namen deines Herrn ...“ (Sure 96, Vers 1-5) kennen
den Koran als eine Huda (Anleitung) nutzen (Sure 2, Vers 185; Sure 3, Vers 138)
Normen und Werte aus Koran und Sunna herauslesen und sich damit für ihre eigene Lebensführung auseinandersetzen
anhand einzelner Hadithe Beispiele geben, was der Prophet Muhammad gesagt oder getan hat und dazu mögliche Bedeutungen für ihr eigenes Leben erkennen
Gott und Seine Schöpfung
in der Vielfältigkeit der Natur Zeichen Gottes (Ayat) erkennen und mit entsprechenden Koranversen in Verbindung bringen
ein Verständnis von Gott als dem Einzigen aufbauen und erkennen, dass Gott allgegenwärtig ist
einige Eigenschaften Gottes benennen und diese mit Inhalten und Bezügen zu ihrem eigenen Leben füllen
vor dem Hintergrund herausfordernder Lebenssituationen (Tod, Leid, Trauer, Gewalt) Fragen nach und an Gott stellen und mögliche Antworten finden
durch einzelne Gebetsformeln des Alltags das Gedenken an Gott für sich gestalten und reflektieren
Muhammad der Gesandte
erkennen, wie Muhammad sehr früh Verantwortung übernahm und wegen seines vorbildlichen Charakters allseits Vertrauen genoss
sich damit auseinandersetzen, wie Muhammad sich bereits vor seiner Berufung in die Einsamkeit zurückzog, um Gott zu gedenken
das erste Offenbarungsereignis wiedergeben und kennen die ersten geoffenbarten Worte des Korans: „Lies im Namen deines Herrn ...“ (Sure 96, Vers 1-5)
davon erzählen, wie Muhammad die Einheit Gottes verkündet, wie sich die ersten Muslime ihm anvertrauen und seiner Botschaft folgen
die Hintergründe verstehen, wie es zur Auswanderung (Hidschra) des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina kam
die sozialen Aspekte der Botschaft Muhammad benennen und sich dazu positionieren
Gottes Gesandte und ihre Botschaft
darstellen, dass Abraham eine wesentliche Bedeutung im Islam zukommt und dass die Glaubensrichtung Abrahams der Glaubensrichtung des Islam entspricht
um die Bedeutung des Opferfestes wissen und den Hintergrund dazu kennen
das Hadern des Propheten Yunus (Jonas) beschreiben und sich damit auseinandersetzen
die Geschichte von Musa (Moses) nacherzählen und erkennen, dass Gott ihm die Thora offenbarte
das Auftreten der Gottesgesandten gegen Ungerechtigkeit und Unsitten erschließen und darstellen
Religionen
Angehörige und Ausdrucksformen anderer Religionen wahrnehmen und ihre Beobachtungen beschreiben
exemplarisch Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Judentum, Christentum und Islam herausarbeiten
Gemeinsamkeiten und Unterschiede christlicher, jüdischer und muslimischer Feste und Festzeiten wahrnehmen und an ausgewählten Beispielen aufzeigen
ein wertschätzendes Miteinander in Begegnungssituationen mitplanen und mitgestalten
aus islamischen Quellen herausarbeiten, dass die Vielfalt unter den Menschen gottgewollt ist
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Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg — Bildungsplan für die Grundschule, Fach Islamische Religionslehre sunnitischer Prägung (Bildungsplan 2016), vom 23. März 2016
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