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Lehrpläne Baden-Württemberg
Grundschule
Katholische Religion
prozessbezogen
Wahrnehmen und Darstellen
3
Deuten
3
Urteilen
4
Kommunizieren
4
Gestalten
5
inhaltsbezogen
Mensch
6
Welt und Verantwortung
6
Bibel
6
Gott
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Jesus Christus
6
Kirche
6
Religionen
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Welt und Verantwortung
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Gott
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Religionen
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Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Wahrnehmen und Darstellen
Spuren des Christentums und anderer Religionen in der persönlichen Lebenswelt entdecken
grundlegende Ausdrucksformen religiösen Glaubens beschreiben
eigene Fragen stellen und in der Lerngruppe nach Antworten suchen
Deuten
Grundformen religiöser Sprache ganzheitlich erschließen (zum Beispiel Metapher, Symbol, Wundererzählung, Gleichnis, Legende, Gebet, Stille, Ritual, Musik, Bild)
ausgewählte Fachbegriffe und Glaubensaussagen verstehen
zentrale Zeugnisse der biblisch-christlichen Überlieferung in eigenen Worten wiedergeben und sich diese erschließen
Urteilen
in Situationen aus ihrem Lebensumfeld, die religiös oder ethisch herausfordern, Antworten und Handlungsmöglichkeiten prüfen
unterschiedliche Antworten und Handlungsmöglichkeiten mit der biblisch-christlichen Überlieferung in Beziehung setzen
sich mit anderen religiösen und nichtreligiösen Überzeugungen auseinandersetzen
im Kontext des eigenen Lebensumfelds zu religiösen und ethischen Fragen einen Standpunkt einnehmen und argumentativ vertreten
Kommunizieren
eigene Gedanken, Gefühle, Sicht- und Verhaltensweisen beschreiben und erläutern
sich in Gedanken, Gefühle, Sicht- und Verhaltensweisen anderer hineinversetzen und dadurch die eigene Perspektive erweitern
erworbene Kenntnisse zu religiösen und ethischen Fragen verständlich erklären und im Dialog argumentativ verwenden
anderen im interkonfessionellen und interreligiösen Kontext respektvoll begegnen
Gestalten
Erkenntnisse aus Gelerntem kreativ ausdrücken
religiöse Ausdrucksformen reflektiert gestalten
über menschliche Grundfragen angemessen sprechen
Impulse für verantwortungsvolles Handeln entwickeln
fachliche Kenntnisse medial und adressatenbezogen aufbereitet präsentieren
Mensch
beschreiben, was sie selbst und andere ausmacht (zum Beispiel Aussehen, Fähigkeiten, soziales Umfeld, Gefühle, Gedanken)
von frohen und traurigen Erlebnissen und Erfahrungen erzählen (zum Beispiel Geborgenheit und Angst, Freude und Leid, Vertrauen und Misstrauen, Tod und Trost)
ausgehend von einem biblischen Text zeigen, wie Gott jeden Menschen als sein Geschöpf liebt, annimmt und begleitet (zum Beispiel Gen 1,26; Lk 19,1-10)
darstellen, dass aus biblischer Sicht alle Menschen mit ihren Eigenschaften und Erfahrungen vor Gott wertvoll und einmalig sind und sie ihre Erfahrungen vor Gott bringen dürfen (Lob, Dank, Bitte, Klage)
zum Ausdruck bringen, wie Menschen achtsam mit sich umgehen können (Selbstliebe)
Beispiele aufzeigen, wie Menschen anderen Menschen achtsam begegnen können (Nächstenliebe)
Welt und Verantwortung
die Schönheit und Gefährdung der Welt an Beispielen aus ihrem Lebensumfeld beschreiben
darstellen, dass sie selbst und alle Lebewesen Teil der Welt sind
aufzeigen, wie Menschen ihre Freude, ihr Lob und ihren Dank für alles Lebendige zum Ausdruck bringen
beschreiben, wie im Schöpfungshymnus (Gen 1,1-2,4a) die Welt als Geschenk Gottes gedeutet wird
Beispiele entwickeln, wie Kinder in ihrer Lebenswelt achtsam mit ihren Mitmenschen, der Natur und Tieren umgehen
reflektieren, wie Menschen Freude, Lob und Dank, aber auch Klage und Bitte in Bezug auf die Schöpfung ausdrücken
Bibel
Bibelausgaben in ihrer Vielfalt beschreiben
beschreiben, warum für Christinnen und Christen die Bibel die Heilige Schrift ist
biblische Geschichten nacherzählen
anhand von ausgewählten Texten aufzeigen, wie in der Bibel Erfahrungen von Menschen mit Gott erzählt werden
eigene Gedanken, Fragen und Deutungen zu biblischen Erzählungen darstellen
in der Bibel erzählte Erfahrungen von Menschen mit Gott und Jesus Christus zu eigenen Erfahrungen und Fragen in Beziehung setzen
Gott
Fragen nach und an Gott formulieren
ihre Vorstellungen von Gott in Worten, Bildern, Gebärden oder Klängen zum Ausdruck bringen
beschreiben, wie in der Bibel von Gott gesprochen wird (zum Beispiel Ps 23; Ps 31,3; Lk 15,1-7)
Erfahrungen beschreiben, die Menschen der Bibel mit Gott machen (Abraham und Sara, Josef)
zeigen, wie Christinnen und Christen ihren Glauben an Gott im Vaterunser, in Riten und Liedern ausdrücken
spirituelle Elemente wie Rituale, freie und überlieferte Gebete reflektiert gestalten
Jesus Christus
die Lebenswelt der Menschen zur Zeit Jesu beschreiben
beschreiben, wie sich Jesus Christus in biblischen Geschichten zeigt (Verkündigung an Maria, Geburtsgeschichten, Einzug in Jerusalem, Letztes Abendmahl, Passion, der Auferstandene begegnet den Frauen)
an Geschichten aufzeigen, wie Menschen aus der Begegnung mit Jesus Zuversicht für ihr Leben schöpfen (Mk 7,31-37; Mk 10,13-16; Lk 19,1-10; Lk 13,10-13)
beschreiben, wie Jesus Menschen in seine Nachfolge berufen hat (Mk 1,16-20 oder Lk 5,1-11 und zum Beispiel Lk 8,1-3)
sich mit dem Leben von Heiligen auseinandersetzen, die sich an Jesus Christus orientieren (zum Beispiel Hl. Martin, Hl. Nikolaus, Hl. Elisabeth, Hl. Franziskus und Hl. Klara)
an einem Beispiel beschreiben, wie sich das Verhalten in der Gemeinschaft verändern kann, wenn Menschen sich an der Botschaft Jesu orientieren
Kirche
in Kirchen vor Ort wichtige Elemente beschreiben (zum Beispiel Kreuz, ewiges Licht, Tabernakel, Altar, Ambo, Weihwasserbecken, Osterkerze, Taufstein, Mariendarstellung, Orgel, Glocken, Kreuzweg)
zeigen, dass Menschen verschiedenen Konfessionen angehören können
beschreiben, was die Symbole der Taufe bedeuten (zum Beispiel Wasser, Licht)
zeigen, wie in der Katholischen Kirche Gemeinschaft zum Ausdruck kommt (zum Beispiel Eucharistiefeier, Gemeindeleben, sozial-caritatives Handeln)
von wichtigen Festen und Zeiten im Kirchenjahr und ihrem Brauchtum erzählen (Erntedank, Heiligenfeste, Advent, Weihnachten, Fastenzeit, Passion, Ostern)
erläutern, wie Aspekte zentraler christlicher Feste in Gottesdienstformen, Ritualen und Brauchtum ihren Ausdruck finden können (zum Beispiel in gottesdienstlichen Feiern in der Schule, Gestaltung der Schulkultur)
Religionen
Aspekte der eigenen Konfession beschreiben (zum Beispiel Kirchenraum, Feste, Gebet, Bekenntnis zu Jesus Christus)
an Beispielen aufzeigen, wie Angehörige anderer Religionen ihren Glauben leben
ein besonderes Fest oder den Versammlungsort im Judentum oder Islam beschreiben
ausgewählte Aspekte gelebten Glaubens im Judentum oder Islam beschreiben (Gebet, Fest, Ritual)
eine religiöse Feier gegebenenfalls mit Schülerinnen und Schülern anderer Religionen in der Schule reflektiert gestalten
in Unterrichtssituationen zeigen, dass sie Angehörigen anderer Religionen respektvoll begegnen
Mensch
ausgehend von ihren Fähigkeiten und Grenzen Fragen an das Leben formulieren
miteinander über Grundfragen sprechen, die zum menschlichen Leben gehören
ausgehend von biblischen Geschichten zeigen, dass Gott Menschen, die schuldig geworden sind, Versöhnung anbietet (Verlorener Sohn und zum Beispiel Noah, die Brüder Josefs, Jakob und Esau)
an Beispielen aufzeigen, was es bedeutet, wenn Menschen zu gegenseitiger Vergebung aufgerufen sind (zum Beispiel Vergebungsbitte im Vaterunser)
ausgehend von der goldenen Regel und dem Gebot der Nächstenliebe zeigen, wie das Miteinander gelingen kann (Mt 7,12; Mt 22,34–40)
an Beispielen zeigen, wie Kinder mit ihren Fähigkeiten zu einem gelingenden Miteinander beitragen können
Welt und Verantwortung
die Welt in ihrer Vielfalt und ihren Gefährdungen beschreiben
an unterschiedlichen Lebensbedingungen von Kindern in ihrer Umgebung und in der Welt beschreiben, was gerecht ist und was ungerecht ist
ausgehend von Gen 1,26-31 die besondere Verantwortung des Menschen in der Schöpfung beschreiben
darstellen, wie die Bibel Menschen zu verantwortungsvollem Handeln auffordert (zum Beispiel Ex 20,15; Ex 20,16; Lk 10,25-37)
sich damit auseinandersetzen, wie Kinder verantwortungsbewusst mit anderen und der Umwelt umgehen
an Beispielen aufzeigen, wie sich Menschen lokal oder global für eine nachhaltige Entwicklung und eine friedliche und gerechte Welt einsetzen
Bibel
aufzeigen, dass die Bibel eine Sammlung von Büchern ist
bereits bekannte biblische Geschichten wiedergeben und dem Alten und Neuen Testament zuordnen
an je einem Beispiel aus dem Alten und Neuen Testament zeigen, wie Menschen ihre Erfahrungen mit Gott in sprachlichen Bildern ausdrücken
eigene Erfahrungen zu menschlichen Grunderfahrungen, wie sie in der Bibel überliefert sind, in Beziehung setzen (zum Beispiel Befreiung, Vergebung, Neid)
aus biblischen Geschichten Anregungen für die eigene Lebensgestaltung herausarbeiten
eine für sie wichtige Aussage eines biblischen Textes kreativ gestalten
Gott
eigene Gottesvorstellungen zu anderen Gottesvorstellungen in Beziehung setzen
biblische Bilder für Gott beschreiben (zum Beispiel Ps 62,8; Ps 84,12; Jes 49,14–16a; Lk 15,8f.)
an einer biblischen Erzählung zeigen, wie Gott mit seinem Volk in Beziehung getreten ist (Mose und Mirjam)
an einer biblischen Erzählung zeigen, wie Menschen Gott als stärkend oder auch fern erfahren können (zum Beispiel Josef, David)
vor dem Hintergrund herausfordernder Lebenssituationen Fragen nach und an Gott stellen
zeigen, wie Christinnen und Christen ihren Glauben in Gebeten, Liedern, Tanz, Stille und Gottesdiensten sowie in verantwortlichem Handeln gestalten
Jesus Christus
an Beispielen belegen, dass Jesus Jude war (zum Beispiel Sabbat, Pessach, Synagoge)
anhand biblischer Überlieferungen aufzeigen, dass Jesus Gott als seinen Vater anspricht (Mt 6,7-13) und Gott Jesus seinen Sohn nennt (Mt 3,13-16)
ausgehend von Begegnungs- und Heilungsgeschichten darstellen, wie Jesus Menschen Lebensmut schenkt (Mk 2,1-12; Mk 10,46-52; Mk 2,13-17)
beschreiben, wie Jesus in Gleichnissen vom Reich Gottes Menschen Hoffnung schenkt (zum Beispiel Lk 10,25-37; Mk 4,30-32; Lk 14,15-24; Mt 13,44)
zeigen, warum Menschen sich an Jesus orientieren und ihm nachfolgen (zum Beispiel den Kindern bekannte Heiligenlegenden, „local heroes“)
an einem Beispiel beschreiben, wie die Botschaft von Tod und Auferweckung Jesu (Mk 14-16 in Auszügen; Lk 24,13-35) Menschen bis heute Hoffnung und Ermutigung schenken kann
Kirche
aufzeigen, was die katholische und evangelische Kirche verbindet und unterscheidet (zum Beispiel Vaterunser, Kirchenraum, Feste und Feiern, Sakramente)
ein Beispiel für gelebte Ökumene beschreiben
am Beispiel des Sakraments der Eucharistie sowie des Sakraments der Buße und Versöhnung darstellen, dass Sakramente Zeichen der Zuwendung Gottes sind
Feste und Zeiten des Kirchenjahres (Advent und Weihnachten, Passion und Ostern, Pfingsten, ausgewählte Heiligenfeste) auf biblische Erzählungen, Legenden, Bilder oder Symbole beziehen
Angebote der Kirchengemeinden vor Ort und eigene Mitwirkungsmöglichkeiten beschreiben (zum Beispiel Gottesdienst, Kinderbibeltage, Kinderchor, Ministrantinnen und Ministranten, Sternsinger)
religiös-spirituelle Angebote in der Schule reflektiert gestalten
Religionen
religiöse Lebens- und Ausdrucksformen im Judentum und im Islam beschreiben
Gotteshäuser und Gebetsräume im Judentum und im Islam beschreiben
Unterschiede zwischen Judentum, Christentum und Islam beschreiben (zum Beispiel Feste, Kleidung, Speisen, Heiliges Buch, Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft, Vorstellungen von Gott)
Gemeinsamkeiten zwischen Judentum, Christentum und Islam darstellen (zum Beispiel gemeinsamer Ursprung, Glaube an einen Gott, Gebet)
im Schulleben ein respektvolles Miteinander reflektiert gestalten (zum Beispiel gemeinsame Gestaltung einer religiösen Feier, Schulfeste)
zeigen, wie Kinder sich in Begegnungssituationen mit Angehörigen anderer Religionen respektvoll verhalten können (zum Beispiel bei einem gemeinsamen Besuch eines Gotteshauses, bei einer Expertenbefragung)
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Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg — Bildungsplan für die Grundschule, Fach Katholische Religionslehre, vom 23. März 2016
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