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Lehrpläne Baden-Württemberg
Grundschule
Syrisch-Orthodoxe Religionslehre
prozessbezogen
2.1 Wahrnehmen und Darstellen
3
2.2 Deuten
4
2.3 Urteilen
5
2.4 Kommunizieren und Dialogfähig-Sein
3
2.5 Gestalten und Handeln
3
inhaltsbezogen
Mensch
6
Welt und Verantwortung
6
Bibel
6
Gott
6
Jesus Christus
6
Kirche
6
Religionen und Weltanschauungen
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Mensch
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Welt und Verantwortung
6
Bibel
6
Gott
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Jesus Christus
6
Kirche
6
Religionen und Weltanschauungen
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Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
2.1 Wahrnehmen und Darstellen
beschreiben, wo sie Spuren von Religiosität und Ausdrucksformen gelebten Glaubens in ihrer Familie, in der Gemeinde und in ihrem Schulleben begegnen
eigene Fragen stellen, im Unterricht nach Antworten suchen und die Antworten der Bibel und die der syrisch-orthodoxen Kirchenväter kennenlernen und sich damit auseinandersetzen
erkennen und beschreiben, dass Menschen existentielle und religiöse Fragen stellen und diesen Antworten der Bibel und der Tradition zuordnen
2.2 Deuten
bildhafte Sprachformen in Liedern, Gebeten, Gleichnissen, Wundern, Riten erkennen und deuten
Symbole sowie erlebte Symbolhandlungen und liturgische Formen in Ritualen und Gottesdiensten deuten
zentrale Zeugnisse der biblisch-patristischen Überlieferung (Mashlmonutho) wiedergeben und Deutungen formulieren
Erfahrungen von Menschen mit Gott zu eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen
2.3 Urteilen
Situationen beschreiben, in denen Menschen zum Beispiel Liebe, Geborgenheit, Hoffnung, Vertrauen, Glück, Leid, Trauer, Ungerechtigkeit, Scheitern und Schuld erfahren und daraus religiöse und ethische Fragen entwickeln
zu konkreten Situationen wie Freundschaft, Enttäuschung, Streit, Erfahrungen mit Tod und religiösen Fragestellungen unterschiedliche Antwort- und Handlungsmöglichkeiten finden
unterschiedliche Antwort- und Handlungsmöglichkeiten miteinander vergleichen
Antwort- und Handlungsmöglichkeiten mit der biblisch-patristischen Glaubensüberlieferung in Beziehung setzen
einen eigenen Standpunkt zu religiösen und ethischen Fragen entwickeln
2.4 Kommunizieren und Dialogfähig-Sein
eigene Gedanken, Gefühle, Sicht- und Verhaltensweisen benennen
sich in Gedanken, Gefühle, Sicht- und Verhaltensweisen anderer Menschen (Mitmenschen, biblischen Personen, Heilige und Kirchenväter) hineinversetzen
anderen achtsam, respektvoll und wertschätzend begegnen
2.5 Gestalten und Handeln
sich mit menschlichen Grunderfahrungen, dem eigenen Leben, der biblischen und patristischen Glaubensüberlieferung auseinandersetzen
aus dem Nachdenken über biblische Geschichten und über Personen aus Vergangenheit und Gegenwart Impulse für verantwortungsvolles Handeln entwickeln
religiöse und liturgische Ausdrucksformen mitfeiern und mitgestalten
Mensch
beschreiben, was sie selbst und andere ausmacht (zum Beispiel Aussehen, Fähigkeiten, ihr soziales Umfeld, Gedanken und Gefühle)
von frohen und traurigen Erlebnissen und Erfahrungen erzählen (zum Beispiel Geborgenheit und Angst, Freude und Leid, Glück, Freundschaft, Vertrauen und Misstrauen, Enttäuschung, Krankheit, Tod und Trost)
an biblischen Texten zeigen, wie Gott jeden Menschen als sein Geschöpf liebt, annimmt und begleitet (zum Beispiel Gen 1,26, Mk 10,13-16, Lk 19,1-10)
darstellen, dass aus biblischer Sicht alle Menschen mit ihren Eigenschaften und Erfahrungen vor Gott wertvoll und einmalig sind und sie all ihre Erfahrungen vor Gott bringen dürfen (Lob, Dank, Bitte)
zum Ausdruck bringen, wie sie sich selbst als von Gott geliebte Menschen wertschätzen und achtsam mit sich umgehen können (Selbstliebe)
Beispiele aufzeigen, wie Menschen anderen Menschen achtsam und wertschätzend begegnen können (Nächstenliebe)
Welt und Verantwortung
die Schönheit und Gefährdung der Welt an Beispielen beschreiben
darstellen, dass sie selbst und alle Lebewesen Teil der Welt sind
aufzeigen, dass Menschen ihre Freude, ihr Lob und ihren Dank für alles Lebendige zum Ausdruck bringen
darlegen, dass aus biblischer Sicht die Welt als Geschenk Gottes gedeutet wird und der Schöpfungshymnus (Gen 1,1-2,4a) die Welt als Geschenk Gottes deutet und dieser kein Tatsachenbericht ist
Beispiele entwickeln, wie sie in ihrer Lebenswelt achtsam mit ihren Mitmenschen, der Natur, den Tieren und sich selbst umgehen
in verschiedenen religiösen Ausdrucksformen Lob, Freude, Dank, aber auch Klage und Bitte in Bezug auf die Schöpfung als Geschenk Gottes gestalten (zum Beispiel Lied, Dankgebet)
Bibel
syrisch-aramäische Bibelausgaben in ihrer Vielfalt betrachten und mit deutschen Bibelausgaben vergleichen
beschreiben, warum für Christen die Bibel die Heilige Schrift ist
biblische Geschichten in syrisch-aramäischer Sprache lesen, diese nacherzählen und dem Alten/Neuen Testament zuordnen
anhand der ausgewählten Texte aufzeigen, dass Menschen ihre Erfahrungen mit Gott und Jesus Christus weitergegeben haben und diese in den Büchern der Bibel gesammelt sind
Gedanken, Gefühle und Deutungen zu biblischen Erzählungen kreativ ausdrücken und sich darüber austauschen
in der Bibel erzählte Erfahrungen von Menschen mit Gott und Jesus Christus zu eigenen Erfahrungen und Fragen in Beziehung setzen
Gott
Fragen an und über Gott formulieren
ihre Vorstellungen von Gott in Worten, Bildern oder Gebärden zum Ausdruck bringen
Erfahrungen beschreiben, die Menschen in der Bibel mit Gott machen (zum Beispiel Abraham, Sara, Josef)
beschreiben, wie in der Bibel von Gott gesprochen wird (zum Beispiel Ps 23; Lk 15,1-7)
mitvollziehen, dass Christen ihren Glauben an Gott im Vaterunser, in Ritualen und Liedern ausdrücken
spirituelle Elemente, Rituale, überlieferte und freie Gebete kreativ mitgestalten
Jesus Christus
die Lebenssituation zur Zeit Jesu beschreiben
entlang des Kirchenjahres überlieferte Geschichten vom Leben Jesu erzählen
an Geschichten aufzeigen, wie Menschen aus der Begegnung mit Jesus Zuversicht für ihr Leben schöpfen (zum Beispiel Mk 10,13-16; Lk 19,1-10; Lk 13,10-13)
erläutern, warum Menschen Jesus nachgefolgt sind (Mk 1,16-20 oder Lk 5,1-11 und zum Beispiel Lk 8,1-3)
sich mit Lebenswegen von Menschen auseinandersetzen, die sich an Jesus Christus orientieren (zum Beispiel St. Esa'yo Holoboyo, Heilige Februniya, St. Behnam und seine Schwester Sara, Abt und Bischof Philoxenos Ablahat d beth Mase, Mitmenschen)
aus Jesu Worten und Taten Anregungen für das eigene Leben entwickeln (zum Beispiel eigenes Verhalten überdenken, Mut bekommen, sich jemandem bewusst zuwenden)
Kirche
in Kirchen vor Ort wichtige Elemente beschreiben (zum Beispiel Altar/Altäre (Madbho/Gnize), Trennwand (Satro), Taufbecken, Lesepulte (Gude), Weihrauchfass, Riphidien (Maruahyotho))
zeigen, dass Menschen verschiedenen Konfessionen angehören
die Symbole der Taufe (zum Beispiel Wasser, Öle (Muron/Mesho), Untertauchen, Taufkleid) deuten
zeigen, wie in der syrisch-orthodoxen Kirche Gemeinschaft zum Ausdruck kommt (zum Beispiel Eucharistiefeier, Gemeindeleben, sozialcaritatives Handeln)
von wichtigen Festen und Zeiten im Kirchenjahr und ihrem Brauchtum erzählen (zum Beispiel Ankündigung der Geburt Jesu; Weihnachtliche Fastenzeit, Weihnachten; Vorösterliche Fastenzeit, Karwoche, Ostern; Pfingsten; Marienfeste; Fastenzeiten; Heiligenfeste)
ausgehend von einem zentralen Fest im Kirchenjahr Rituale, liturgische Sprach- und Ausdrucksformen mitgestalten
Religionen und Weltanschauungen
Merkmale der eigenen Konfession (zum Beispiel Kirchenraum, Feste, Gebet, Bekenntnis zu Jesus Christus) beschreiben
aufzeigen, wo ihnen Menschen anderer Religionen begegnen (zum Beispiel in der Schule, im näheren Umfeld, in Medien)
ein besonderes Fest oder den Versammlungsort im Judentum oder Islam beschreiben
ausgewählte Aspekte gelebten Glaubens im Judentum oder Islam (Gebet, Fest, Ritual) beschreiben
zeigen, dass sie Angehörigen anderer Religionen respektvoll begegnen
Mensch
ausgehend von ihren Fähigkeiten und Grenzen Fragen an das Leben formulieren
miteinander über Grundfragen sprechen, die zum menschlichen Leben gehören
an biblischen Geschichten zeigen, dass Gott Menschen, die schuldig geworden sind, Versöhnung anbietet (Noah, die Brüder Josefs; Jakob und Esau; Barmherziger Vater)
aufzeigen, dass Gott die Menschen zur gegenseitigen Vergebung aufruft (Vergebungsbitte im Vaterunser)
aus der Goldenen Regel (Mt 7,12) Impulse für ein gelingendes Miteinander entwickeln
zum Ausdruck bringen, wie sie mit ihren Fähigkeiten und Grenzen als von Gott geliebte Menschen in konkreten Situationen ihres Lebens handeln können
Welt und Verantwortung
anhand unterschiedlicher und ungleicher Lebensbedingungen von Kindern in ihrer Umgebung und in der Welt Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit beschreiben
die Vielfalt der Schöpfung und ihre Gefährdungen beschreiben
die besondere Verantwortung des Menschen in der Schöpfung deuten (Gen 1,26-31)
aus biblischen Texten Impulse für das (Zusammen-)Leben herausarbeiten (zum Beispiel Ex 20,15; Ex 20,16; Mk 10,13-16; Lk 10,25-37)
Beispiele aufzeigen, wie sich Menschen für Nachhaltigkeit, Frieden und Gerechtigkeit einsetzen (zum Beispiel syrisch-orthodoxe Organisationen während der Konflikte im Irak, in Syrien und im Tur Abdin/Südosttürkei)
sich damit auseinandersetzen, wie sie selbst verantwortungsbewusst mit anderen und der Umwelt umgehen
Bibel
aufzeigen, dass die Bibel aus unterschiedlichen Büchern besteht
bereits bekannte biblische Geschichten wiedergeben und dem Alten und Neuen Testament zuordnen
an je einem Beispiel aus dem Alten und Neuen Testament zeigen, wie menschliche Erfahrungen mit Gott in sprachlichen Bildern und verschiedenen Textgattungen zum Ausdruck kommen
menschliche Erfahrungen, die in der Bibel überliefert werden, zu eigenen in Beziehung setzen
eine für sie wichtige Aussage eines biblischen Textes kreativ gestalten
zeigen, dass die Bibel Menschen Orientierung geben kann
Gott
ihre eigene Gottesvorstellung darstellen
zeigen, dass Menschen ihre Gottesvorstellungen in Geschichten, Zeichen, Symbolen und Bildern ausdrücken
biblische Bilder für Gott erklären (Ps 62,8; Ps 59,17; Ps 31,3f.; Ps 84,12; Jes 49,14-16)
zeigen, dass Gott sich in der Geschichte dem Volk Israel offenbart hat und mit ihm in Beziehung getreten ist, in Jesus Christus Mensch geworden ist und in seiner Kirche wirkt (zum Beispiel Mose, David, Taufe Jesu, Pfingsten)
vor dem Hintergrund herausfordernder Lebenssituationen Fragen nach und an Gott stellen
zeigen, wie Christen ihren Glauben in Gebeten, Liedern, Stille und Gottesdiensten sowie in verantwortlichem Handeln gestalten
Jesus Christus
Geschichten erzählen, in denen Jesus Menschen begegnet und heilt (Mk 2,1-12; Mk 10,46-52; Mk 2,13-17)
beschreiben, wie Jesus in Gleichnissen vom Reich Gottes Menschen Hoffnung schenkt (zum Beispiel Lk 10,25-37; Mk 4,30-32; Lk 14,15-24; Mt 13,44)
an Beispielen belegen, dass Jesus Jude war (zum Beispiel Sabbat, Pessach, Synagoge, der zwölfjährige Jesus im Tempel)
anhand biblischer Überlieferungen aufzeigen, dass Jesus Gott seinen Vater nannte (Mt 6,7-13)
anhand bekannter Biografien zeigen, warum Menschen Jesus nachfolgen (zum Beispiel Mor Malke, Mor Augin, Mor Gabriel)
aus dem Handeln und Reden Jesu Ermutigung und Orientierung für das eigene Leben entwickeln (zum Beispiel Mt 22,34-40)
Kirche
aufzeigen, was die Kirchen der „Katholika“ verbindet und unterscheidet (Kirchenraum, Feste und Feiern, Sakramente, Nicäno Konstantinopolitanum)
ein Beispiel für gelebte Ökumene beschreiben
am Beispiel der Sakramente Eucharistie sowie Buße und Versöhnung erklären, dass Sakramente Zeichen der Zuwendung Gottes sind
ausgewählte Feste des Kirchenjahres (Ankündigung der Geburt Jesu, Weihnachten, Passion und Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten; Marienfeste; Heiligenfeste) in einen Zusammenhang mit biblischen Erzählungen, Bildern oder Symbolen bringen (zum Beispiel Joh 8,12)
Elemente gottesdienstlicher Feiern in der Schule mitgestalten
Angebote der Kirchengemeinden vor Ort (zum Beispiel Gottesdienst) und eigene Mitwirkungsmöglichkeiten (zum Beispiel Kinderchor, Ministranten) beschreiben
Religionen und Weltanschauungen
religiöse Lebens- und Ausdrucksformen von Angehörigen anderer Religionen beschreiben
Gotteshäuser und Gebetsräume anderer Religionen beschreiben
Unterschiede zwischen Judentum, Christentum und Islam darstellen (zum Beispiel Feste, Kleidung, Speisen, Heiliges Buch, Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft, Vorstellungen von Gott)
Gemeinsamkeiten im Judentum, Christentum und Islam darstellen (zum Beispiel gemeinsamer Ursprung, Glaube an einen Gott, Gebet)
in konkreten Begegnungssituationen ein respektvolles Miteinander mitgestalten (zum Beispiel gemeinsame Gestaltung einer religiösen Feier, Schulfeste)
zeigen, wie sie sich in Begegnungssituationen mit Angehörigen anderer Religionen respektvoll verhalten können (zum Beispiel im Schulalltag, bei einem gemeinsamen Moschee- oder Synagogenbesuch, bei einer Expertenbefragung)
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Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg — Bildungsplan für die Grundschule, Fach Syrisch-Orthodoxe Religionslehre (Bildungsplan 2016), vom 23. März 2016
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