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Wahrnehmen und Darstellen
wahrnehmen und beschreiben, wo sie religiösen Fragestellungen und Ausdrucksformen gelebten Glaubens in ihrem Leben in- und außerhalb des Unterrichts begegnen
den Horizont ihrer eigenen Wahrnehmungsmöglichkeiten durch den Aufbau und den inneren Zusammenhang des Fachunterrichts kontinuierlich erweitern
ihre Aufmerksamkeit auf die unterrichtsbedingten Erkenntnisfortschritte als persönliche Wahrnehmungsfortschritte richten, sie können sie zunehmend klar dokumentieren und anderen darstellen
Deuten
metaphorische und symbolische Sprachformen und theologische Grundbegriffe erkennen und deuten, Symbole und Symbolhandlungen sowie Rituale erleben und deuten
Situationen beschreiben, in denen Menschen zum Beispiel Liebe, Geborgenheit, Hoffnung, Vertrauen, Glück, Leid, Trauer, Ungerechtigkeit, Scheitern und Schuld erfahren und daraus religiöse und ethische Fragen entwickeln
zentrale Zeugnisse der biblisch-christlichen Überlieferung als Erfahrungen von Menschen mit Gott deuten und diese in Beziehung setzen zu eigenen Erfahrungen
Urteilen
zu konkreten Situationen wie Freundschaft, Enttäuschung, Streit oder Erfahrungen mit Tod unterschiedliche religiöse und nichtreligiöse Antwort- und Handlungsmöglichkeiten finden und vergleichen
unterschiedliche religiöse und nichtreligiöse Antwort- und Handlungsmöglichkeiten mit der biblisch-christlichen und altkatholischer Glaubensüberlieferung in Beziehung setzen
einen eigenen Standpunkt zu religiösen und ethischen Fragen einnehmen und diesen aus der Perspektive biblisch-christlicher und altkatholischer Glaubenstradition beurteilen
Kommunizieren und Dialogfähig-Sein
eigene Gedanken, Gefühle und Sicht- beziehungsweise Verhaltensweisen (Konstruktionen) darstellen und in Beziehung setzen zu denen anderer Schülerinnen und Schüler in der Lerngruppe
sich in religiöse und nichtreligiöse Gedanken, Gefühle, Sicht- beziehungsweise Verhaltensweisen anderer Menschen (biblische Figuren, Heilige, Mitmenschen) hineinversetzen
anderen wertschätzend, achtsam, sensibel und respektvoll begegnen und sich konstruktiv mit ihnen über eigene und fremde Standpunkte austauschen
Gestalten und Handeln
dem eigenen Leben, menschlichen Grunderfahrungen und biblisch-christlicher Glaubensüberlieferung kreativ-gestaltend Ausdruck verleihen
sich kreativ-gestaltend mit menschlichen Grunderfahrungen, dem eigenen Leben und der biblisch-christlichen Glaubensüberlieferung auseinandersetzen, aus dem Nachdenken über biblische Texte und Personen aus Geschichte und Gegenwart Impulse für das eigene Handeln gewinnen
innerhalb der eigenen Konfession, aber auch im Kontext interkonfessioneller und interreligiöser Begegnungen, religiöse und liturgische Ausdrucksformen reflektieren und gegebenenfalls diese mitgestalten
Mensch – Klassen 5/6
ausgehend von ihren Stärken und Schwächen – auch im Umgang mit anderen – Antworten auf die Fragen „Wer kann ich sein?“ und „Wer will ich sein?“ erschließen
beschreiben, dass die Erfahrungen von Glück und Leid bei sich und anderen nach dem Warum fragen lassen
anhand von biblischen Texten herausarbeiten, dass der Mensch aus christlicher Sicht Geschöpf Gottes ist (zum Beispiel Gen 1,27 und Gen 2; Ps 8; Ps 139,13-16)
erklären, was es bedeutet, dass der Mensch nach biblischer Auffassung ein Gemeinschaftswesen ist
Formen der Verständigung und eines gerechten Ausgleichs im eigenen Umfeld begründet darlegen (zum Beispiel Streitschlichtung)
gemeinsam Perspektiven erörtern, wie sich das Verhalten im Schulleben verändern kann, wenn die genannten Aspekte der christlichen Sicht vom Menschen beachtet werden
Welt und Verantwortung – Klassen 5/6
an Beispielen im persönlichen und sozialen Umfeld beschreiben, wie Menschen durch ihr Handeln Natur und Umwelt bewahren oder gefährden
an Beispielen aus Schule und Lebensumfeld darstellen, unter welchen Bedingungen menschliches Zusammenleben gelingen oder zu Konflikten führen kann
interpretieren, dass die biblischen Schöpfungstexte (Gen 1,1-2,4a; Ps 104) im Unterschied zu naturwissenschaftlichen Aussagen zur Weltentstehung Lob und Dank für Gottes Schöpfung zum Ausdruck bringen
die Bedeutung der Goldenen Regel (Mt 7,12) und des Gebots der Nächstenliebe (Lev 19,18) für den Umgang miteinander begründen
gemeinsam Regeln herausarbeiten, um mit Konflikten in Schule und ihrer Lebenswelt gewaltfrei umzugehen
Konsequenzen erörtern, wie und warum sich Menschen in konkreten Situationen für den Umweltschutz einsetzen
Bibel – Klassen 5/6
zeigen, dass sie vorgegebene Bibelstellen in der biblischen Bibliothek gezielt finden
den Weg von der mündlichen zur schriftlichen Überlieferung in Grundzügen beschreiben
Formen bildhafter Sprache in der Bibel und ausgewählte Symbole (Weg, Wasser, Licht, Brot, Feuer) erklären
Eigenheiten biblischer Textgattungen (Evangelium, Brief, Lied) herausarbeiten
gemeinsam konkrete Situationen aus ihrem Umfeld mit Erfahrungen, von denen biblische Geschichten erzählen, erörtern
biblische Texte in neuen Ausdrucksformen gestalten und präsentieren
Gott – Klassen 5/6
Gottesvorstellungen in Bildern, Liedern und Erzählungen erschließen
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Gottesvorstellungen beschreiben
biblische Vorstellungen von Gott (zum Beispiel Schöpfer, König, Hirte, der Dreieine: Vater, Sohn und Heiliger Geist) und Symbole für Gott (zum Beispiel Hand) erklären
an einer biblischen Geschichte herausarbeiten, wie Gottes Wirken erlebt wird (zum Beispiel Abraham, David, Tobit, Rut, Noomi, Jona)
sich mit Ritualen, Gebräuchen und Gesten als Gestaltungsformen einer gläubigen Gottesbeziehung auseinandersetzen (zum Beispiel mit Gebeten, Liedern, Kreuzzeichen)
gemeinsam erörtern, welche Elemente eines Gottesdienstes Schülerinnen und Schülern ihres Alters entsprechen
Jesus Christus – Klassen 5/6
beschreiben, wie sich Lieder, Bilder und Texte auf überlieferte Ereignisse aus dem Leben Jesu beziehen
den Zusammenhang von bekannten Texten aus der Jesusüberlieferung mit christlichen Festen beschreiben
den Zusammenhang überlieferter Ereignisse aus dem Leben Jesu mit Aspekten der religiösen, sozialen und politischen Verhältnisse und der geographischen Gegebenheiten erklären
an einer Begegnungsgeschichte beurteilen, wie Jesus mit Menschen umgeht (Mt 8, 1-4, Mk 10,46-52, Lk 19,1-10)
gemeinsam mit anderen ihr eigenes Verhalten gegenüber anderen mit dem Verhalten Jesu gegenüber seinen Mitmenschen reflektieren
gemeinsam am Beispiel von Franz von Assisi und Elisabeth von Thüringen reflektieren, was das Gemeinsame und Verbindende ist, wenn Menschen auf ihrem Lebensweg Jesus nachfolgen
Kirche – Klassen 5/6
zentrale Feste und Brauchtum im Kirchenjahr beschreiben
Räume, Angebote und Besonderheiten von Kirchen unterschiedlicher Konfessionen vor Ort beschreiben
den biblischen Ursprung der Taufe erklären
an Beispielen erklären, was es heißt, durch die Taufe zu Jesus Christus und zur christlichen Gemeinschaft zu gehören
gemeinsam ausgewählte Angebote der christlichen Gemeinden in ihrem Lebensumfeld erörtern
Mitwirkungsmöglichkeiten in der altkatholischen Pfarrgemeinde reflektieren (zum Beispiel gottesdienstliche Feiern, Sternsinger, BAJ, Ministranten)
Religionen und Weltanschauungen – Klassen 5/6
Feste, Versammlungsorte, Bräuche und Rituale im Judentum beschreiben (zum Beispiel Pessach, Synagoge, Gebetsformen, Beschneidung)
Feste, Versammlungsorte, Bräuche und Rituale im Islam beschreiben (zum Beispiel Ramadan, Moschee, Gebetsformen, Pilgerfahrt, Beschneidung)
die Bedeutung von Mose, Jesus und Mohammed für die abrahamitischen Religionen herausarbeiten
sich mit Inhalt und Bedeutung von Sabbat im Judentum, Sonntag im Christentum und Freitag im Islam auseinandersetzen
gemeinsam Fragen und Perspektiven für ein Gespräch mit jüdischen und muslimischen Gläubigen erörtern (zum Gebet, heiligen Buch und zum religiösen Leben)
Voraussetzungen reflektieren, wie Menschen, die verschiedenen Religionen angehören, respektvoll miteinander umgehen können
Mensch – Klassen 7/8
Verhaltensweisen in Beziehungen (Freundschaft, Partnerschaft, Ehe und Familie, Sexualität, Liebe) beschreiben
darlegen, wie die Erfahrung von Sterben und Tod Menschen zum Nachdenken herausfordert
sich damit auseinandersetzen, dass Menschen nach christlichem Verständnis zu einem verantwortlichen Umgang mit sich selbst und anderen berufen sind (Freizeit und Beruf, Ehe und Familie, Geschlechtlichkeit, Rollenverständnis)
an Bestattungsritualen die christliche Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod beurteilen
aus der christlichen Sicht von der Würde und Unverfügbarkeit des Menschen Konsequenzen erörtern für ein besonderes Engagement in verschiedenen Lebensbereichen: zum Beispiel Leben in Beziehungen, Schutz am Anfang und Ende des Lebens, Umgang mit Menschen mit besonderem Förderbedarf, mit Heterogenität und Vielfalt
gemeinsam an einer Biografie die Bedeutung der Gewissensfreiheit für verantwortliches Handeln erörtern
Welt und Verantwortung – Klassen 7/8
an regionalen Beispielen darlegen, wie menschliches Handeln sich auf Natur und Umwelt auswirkt und deshalb ethisch zu befragen ist
gesellschaftliche Phänomene und Entwicklungen, die das Zusammenleben von Menschen gefährden, als ethische Herausforderung beschreiben (zum Beispiel Extremismus, Diskriminierung, Arm und Reich)
die Botschaft eines Propheten und das Dreifachgebot der Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe (Mk 12,29–34; Lk 10, 25-37) sachgemäß und aktualisierend herausarbeiten
beurteilen, wie kirchliche Stellungnahmen auf aktuelle ethische Herausforderungen eingehen (zum Beispiel zur Frage der Gerechtigkeit, zum Umgang mit Eigentum, mit Medien)
ausgehend von Beispielen erörtern, dass Wahrhaftigkeit sich auf die persönliche Integrität und das menschliche Zusammenleben auswirkt
am Beispiel des Fairen Handels eine christlich begründete Verantwortung für die Eine Welt erörtern
Bibel – Klassen 7/8
an einem biblischen Text darstellen, dass die Bibel Erfahrungen mit Gott aufbewahrt und deshalb für die Kirche ein heiliges Buch ist (zum Beispiel an Ps 23; Lk 19,1-10)
unterschiedliche Textgattungen in biblischen Texten beschreiben
Gen 1,1–2,4a als Glaubenszeugnis interpretieren
am Gleichnis von den anvertrauten Talenten (Mt 25,14-30) interpretieren, wie bildhafte Sprache Wahrheit zum Ausdruck bringt
gemeinsam an einem Beispiel erörtern, dass biblische Texte einen Lebensbezug haben (zum Beispiel an Mt 6,19-21; Mt 6,25-34) und im Leben von Jugendlichen eine Rolle spielen können (zum Beispiel Taizé, Jugendkreuzweg, Firmung)
gemeinsam aus einem biblischen Text Perspektiven für ein gelingendes Zusammenleben erörtern (zum Beispiel an Mt 7,12; Rut 2,10; Eph 4,2)
Gott – Klassen 7/8
darlegen, wie die persönliche Entwicklung sowie positive und negative Erfahrungen (zum Beispiel Glück, Leid, Einsamkeit) sich auf Vorstellungen von Gott auswirken können
bildhafte, abstrakte, personale und apersonale Vorstellungen von Gott beschreiben (zum Beispiel Schöpfer, König, Hirte, der Dreieine: Vater, Sohn und Heiliger Geist, Licht, Kraft)
sich auseinandersetzen mit Vorstellungen von Gott, die von den Propheten und von Jesus überliefert sind (zum Beispiel Jes 43,1-7; Jes 61,1-3; Hos 11,1-9; Mt 6,5-15)
begründen, dass Gewaltanwendung im Namen Gottes der christlichen Vorstellung von Gott widerspricht
im Gespräch gemeinsam reflektieren, wie sich der Glaube an Gott oder der Nichtglaube auf die Einstellung zur Natur, zum Mitmenschen, zur eigenen Person und zum Tod auswirken kann
gemeinsam Konsequenzen erörtern, die der Glaube an den dreieinen Gott für die konkrete Lebenspraxis haben kann
Jesus Christus – Klassen 7/8
beschreiben, wie Jesusvorstellungen in Formen der Alltags- und Jugendkultur ihren Ausdruck finden (zum Beispiel im Sport, in der Popmusik)
beschreiben, wie bestimmte Vorstellungen von Jesus durch Erzählungen von Personen und durch Medien geprägt worden sind (zum Beispiel Kinderbibeln, Jesusfilme)
herausarbeiten, dass Jesus zum Umdenken und zu verändertem Handeln herausforderte (zum Beispiel Mt 5,3–11; Lk 10,25–37; Joh 7,53–8,11)
an einer Zeichenhandlung und einer Auferweckungserzählung herausarbeiten, dass Gott in Jesus zum Heil der Menschen wirkt (zum Beispiel Mt 9,9-13; Mk 2,1-12; Lk 24,1-12)
an einem Beispiel erörtern, dass das Reich Gottes schon hier und jetzt mit dem konkreten Verhalten von Menschen beginnt
anhand einer Biografie (zum Beispiel Mitglieder der Weißen Rose, Maximilian Kolbe, local heroes) gemeinsam erörtern, welche Konsequenzen der Anspruch Jesu für ein Leben in seiner Nachfolge haben kann
Kirche – Klassen 7/8
unterschiedliche christliche Lebensformen und deren historische Bedeutung darstellen (Reformströmungen und Ordensgründungen)
Luthers Hauptanliegen der Reformation und die altkatholische Kritik am Ersten Vatikanischen Konzil zusammenfassen
interpretieren, wie das Wachsen der jungen Kirche als Wirken des Heiligen Geistes gedeutet wird (zum Beispiel Pfingsthymnus: Eingestimmt. 436; Apg 2,1-13; Apg 2,37-47; Lieder)
ausgehend vom Sakrament der Firmung erklären, dass mündiges Christsein bedeutet, in Kirche und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen (zum Beispiel Wahrnehmung des Stimmrechts in der Gemeindeversammlung ab 16 Jahren)
gemeinsam vor dem Hintergrund des altkatholischen Kirchenverständnisses erörtern, was es heißt, altkatholisch zu sein
gemeinsam mit anderen einen jugendgemäßen Gottesdienst gestalten
Religionen und Weltanschauungen – Klassen 7/8
darstellen, wie andere Religionen und religiöse Gruppierungen in ihrem Lebensumfeld sichtbar werden
beschreiben, was anderen Religionen und religiösen Gruppierungen heilig und wertvoll ist (zum Beispiel Symbole, Heilige Schriften, Rituale)
wesentliche Glaubensaussagen der abrahamitischen Religionen charakterisieren (zum Beispiel Gottesvorstellung, Bestimmung des Menschen, Deutung des Todes)
sich mit einer fernöstlichen Weltreligion anhand ausgewählter Gesichtspunkte auseinandersetzen (zum Beispiel Gottesvorstellung, Bestimmung des Menschen, Deutung des Todes)
gemeinsam an Beispielen reflektieren, wie Vorurteile gegenüber Menschen anderer Religionen oder Weltanschauungen zu Konflikten führen können
gemeinsam Perspektiven erörtern für einen gelingenden Trialog zwischen den abrahamitischen Religionen (zum Beispiel Perspektivenwechsel, Empathie)
Mensch – Klassen 9/10
eigene Begabungen beschreiben und Fähigkeiten mit der Frage nach einer sinnvollen Lebensgestaltung in Beziehung setzen (zum Beispiel Beruf und Ehrenamt, Freundschaft und Liebe, Ehe und Familie, Erholung und Freizeit)
den Zusammenhang von Glück- und Leiderfahrungen mit Grundfragen des Lebens darstellen
am Beispiel von Petrus und Paulus herausarbeiten, dass Gott den Menschen als freies und verantwortliches Gegenüber gewollt hat (zum Beispiel Lk 22,31-34; Lk 22,54-62; Apg 4,1-22; Apg 9, Gal 5,13-26)
untersuchen, welche Bedeutung das Gewissen nach altkatholischer Auffassung für die Identität des Menschen haben kann sowie den Weg der Identitätsfindung mit einem entwicklungspsychologischen Modell (zum Beispiel Erikson, Fowler) und einem individualpsychologischen Modell (A. Adler) in Beziehung setzen
auf dem Hintergrund der Botschaft Jesu von der Barmherzigkeit Gottes Formen von Vergebung und Versöhnung (Mediation, Täter-Opfer-Ausgleich, Sakrament der Versöhnung) erörtern
ausgehend von christlichen Werthaltungen (zum Beispiel Mt 7,12) gemeinsam erörtern, warum verantwortliches Handeln zur Gestaltung einer solidarischen Gesellschaft beiträgt
Welt und Verantwortung – Klassen 9/10
globale Auswirkungen menschlichen Handelns auf Natur und Umwelt als ethische Herausforderungen beschreiben
aus verschiedenen Perspektiven Phänomene und Entwicklungen erschließen, die den gesellschaftlichen Frieden gefährden und deshalb ethisch herausfordern (Generationenkonflikt, Schere zwischen Arm und Reich, mangelnde Teilhabe)
zentrale ethische Aussagen des Dekalogs (Ex 20, 15f.) und eines Propheten (zum Beispiel Amos) analysieren sowie unterschiedliche Ansätze ethischer Begründung und Schritte ethischer Urteilsbildung erläutern
sich mit der altkatholischen Position zu einer individualethischen Fragestellung (zum Beispiel Schwangerschaftsabbruch, Homosexualität und Ehe, sexuelle Vielfalt, Sterbehilfe) auseinandersetzen sowie herausarbeiten, dass auch christlich begründete ethische Urteile letztlich ambivalent sein können
gemeinsam anhand gesellschaftlicher Konfliktsituationen in der Auseinandersetzung mit der Bergpredigt (Mt 5–7) Perspektiven für verantwortliches Handeln reflektieren
gemeinsam am Beispiel des Projekts Weltethos christliche Weltverantwortung erörtern
Bibel – Klassen 9/10
an Beispielen beschreiben, wie biblische Texte oder Motive aufgegriffen werden (zum Beispiel in Werbung, Musik, Bildender Kunst, Film, Literatur)
an einem Beispiel beschreiben, dass biblische Texte eine Glaubensperspektive voraussetzen (zum Beispiel an Ex 3,1–22; Ps 18; Ps 104)
ausgewählte biblische Texte mithilfe der Gattung als Glaubensantworten auf zeitbedingte Anfragen interpretieren (zum Beispiel Gen 1,1-24a; 1Kor 11, 17-34; Philemonbrief) sowie erklären, zu welchen Ergebnissen ein methodengeleiteter Umgang mit biblischen Texten führen kann (zum Beispiel historisch-kritisch, sozialgeschichtlich, tiefenpsychologisch, feministisch)
erklären, inwiefern die bildhafte Sprache der Bibel Wahrheit zum Ausdruck bringt (zum Beispiel Ex 3,1-15) sowie unter Berücksichtigung biblischer Beispiele erklären, wie sie unterschiedliche Aspekte von Wahrheit zum Ausdruck bringen (zum Beispiel Ps 139,1-18; Koh 3,1-8; Auszüge aus dem Hld; Mt 1-2; Mt 14,22-33par; Lk 24,13-35) sowie vor diesem Hintergrund erklären, dass die vier Evangelien keine historischen Jesusbiografien, sondern Glaubenszeugnisse sind und worin sie sich in ihren Jesusdeutungen unterscheiden
mithilfe verschiedener Textstellen gemeinsam erörtern, warum biblische Texte auch heute Bedeutung haben können (zum Beispiel Mt 25,31-40; 1Kor 12; 1Kor 13)
an aktuellen Beispielen gemeinsam erörtern, wie ethische Forderungen der Bibel gesellschaftliche Wirklichkeit verändern können (zum Beispiel Flüchtlingshilfe)
Gott – Klassen 9/10
Erfahrungen und Überlegungen darlegen, die auf Gott als „Geheimnis der Welt“ verweisen
beschreiben, inwiefern die Erfahrung von Leid und Tod die Frage nach Gott aufwirft
anhand des Bilderverbots (Ex 20,4f.) herausarbeiten, dass Gott unverfügbar ist und deshalb das Sprechen über Gott an Grenzen stößt sowie die Funktionalisierung Gottes und den Missbrauch des Gottesbegriffs an Beispielen erklären
den Unterschied zwischen dem Bekenntnis „Gott ist die Liebe“ und der Rede vom „lieben Gott“ erklären sowie an einem Beispiel den Unterschied zwischen einem naturwissenschaftlichen und einem poetisch-religiösen Zugang zur Wirklichkeit herausarbeiten
gemeinsam Gründe erörtern, die Menschen in Glaubenskrisen führen
gemeinsam Gründe für und gegen den Glauben an Gott erörtern
Jesus Christus – Klassen 9/10
Jesusbilder beschreiben, die in Formen der Alltags- und Jugendkultur auch von Klischees geprägt werden (zum Beispiel in der Popmusik, in der Werbung und im Sport)
für Jesusdeutungen in der Kunst ( Bildende Kunst, Musik, Literatur und Film ) die jeweils entsprechende biblische Überlieferung beschreiben
erklären, wie in Gleichnissen, Gebet und Zeichenhandlungen Jesu Botschaft vom anbrechenden Reich Gottes zum Ausdruck kommt (zum Beispiel Mt 6, 9-13; Mt 25,14-30; Lk 14,15-24; Mk 7,31-37) sowie herausarbeiten, was das nachösterliche Bekenntnis „Jesus ist der Sohn Gottes“ zum Ausdruck bringt
ausgehend von biblischen Texten erklären, wie die Botschaft von Tod und Auferweckung Jesu auf Menschen seiner Zeit wirkten und bis heute wirken (zum Beispiel Mk 16,1-8; Lk 24,1-35; Apg 6,8-8,1a; 1Kor 1,18ff.);
an Mt 20,1-16 gemeinsam erörtern, wie das Beispiel und die Botschaft Jesu zum Perspektivenwechsel herausfordert
ausgehend vom Engagement christlicher Gemeinschaften gemeinsam erörtern, was es bedeuten kann, dem Beispiel Jesu zu folgen
Kirche – Klassen 9/10
an Beispielen beschreiben, wie der Glaube an Jesus Christus in Musik, Architektur und Kunst immer neue Ausdrucksformen gefunden hat
am Unrecht der Shoah beschreiben, dass Christinnen und Christen in der Zeit des Nationalsozialismus versagt haben, sich aber auch von der Botschaft Jesu zu kritischer Stellungnahme und Widerstand herausfordern ließen (zum Beispiel Alfred Delp, Edith Stein, Dietrich Bonhoeffer)
an biblischen Beispielen erklären, welche Bedeutung der Dienst am Nächsten hat (zum Beispiel Lk 10,25-37, Joh 13,1-17)
die Bedeutung von Liturgie und Verkündigung für die Gemeinschaft der Glaubenden an einem Beispiel erklären (zum Beispiel Eucharistie, Krankensalbung, Taizé-Liturgie)
gemeinsam aktuelle Beispiele für das Wirken der Kirche in unserer Welt erörtern (zum Beispiel Flüchtlingshilfe, Weltjugendtage, Woche für das Leben)
gemeinsam Möglichkeiten erörtern, wie Jugendliche am solidarischen Handeln der Kirche teilnehmen können
Religionen und Weltanschauungen – Klassen 9/10
beschreiben, wie die Weltreligion Buddhismus oder Hinduismus in Umfeld und Medien sichtbar wird
die Heilsversprechen und Sinnangebote religiöser Sekten/Sondergemeinschaften und Psychogruppen in den Medien beschreiben
Aspekte hinduistischer Lehren (zum Beispiel Kastenwesen, Reinkarnation, Dharma, Brahman, Atman) oder buddhistischer Lehren (zum Beispiel Buddha, Karma, achtfacher Pfad) erklären sowie am Beispiel des Weltethos herausarbeiten, dass die Verständigung der Weltreligionen auf gemeinsame ethische Normen eine Chance für den Weltfrieden eröffnet
erklären, welche Gefährdungen von einer religiösen Sekte oder Psychogruppe ausgehen können
gemeinsam an Beispielen reflektieren, inwiefern Religion persönliche Identität und sinnstiftende Glaubensgemeinschaft ermöglicht
die Verantwortung der Religionen für Toleranz, Gewaltfreiheit und eine menschenwürdige Zukunft gemeinsam erörtern
Mensch – Klassen 11/12 (Basisfach)
in Auseinandersetzung mit einer anderen Vorstellung die christliche Deutung von Freiheit und Verantwortung prüfen (zum Beispiel Determinismus und Indeterminismus in geisteswissenschaftlichen und neurobiologischen Konzepten; Heteronomie und Autonomie angesichts gesellschaftlicher Trends; Herausforderungen durch die globale Medienindustrie; Freiheit als Schlüsselbegriff menschlicher Existenz in Philosophie und Theologie)
vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Leitbilder untersuchen, wie die christliche Deutung des Menschseins zu einer gelingenden Lebensgestaltung beitragen kann (zum Beispiel Sinnsuche und Identitätsfindung; Selbstverwirklichung und Beziehung; Arbeit und Spiel; Lebensentscheidungen und Gewissen; Begrenztsein und Umgang mit Schuld; Endlichkeit und Hoffnung über den Tod hinaus)
Welt und Verantwortung – Klassen 11/12 (Basisfach)
an einem Beispiel die Relevanz der katholischen Soziallehre aufzeigen (zum Beispiel Arm und Reich, gerechtes Wirtschaften; Solidarität zwischen den Generationen; Arbeit und Kapital; Migration; Ungerechtigkeit als Kriegsgefahr)
an einem Beispiel prüfen, welchen Beitrag christliche Ethik zur Humanisierung der Gesellschaft leisten kann (zum Beispiel Personwürde am Anfang und Ende des Lebens, Umgang mit Ergebnissen naturwissenschaftlicher Forschung, Umgang mit technischen Möglichkeiten zur „Optimierung“ des Menschen, Ökologie und Nachhaltigkeit als Frage der Gerechtigkeit, Umgang mit Medien)
Gott – Klassen 11/12 (Basisfach)
sich mit der Frage nach der Existenz Gottes angesichts religionskritischer Einwände auseinandersetzen (zum Beispiel Gott als Projektion, Gottesglaube als Zwangsneurose, materialistische, neodarwinistische oder neurobiologische Konzepte)
christliche Deutungen Gottes mit existenziellen Herausforderungen in Beziehung setzen (zum Beispiel Gott, der Leben schafft, und die Erfahrung von Leid, Sterben und Tod; Gott, der Freiheit schenkt, und der Mensch in seinen Grenzen; Gott, der sich dem Menschen zuwendet, und die Erfahrung der Verlassenheit; Gott, der unverfügbar ist, und die Suche des Menschen nach Sinn und Wahrheit)
Jesus Christus – Klassen 11/12 (Basisfach)
ausgehend von biblischen Texten Person und Botschaft Jesu als Zuspruch und Zumutung erläutern (zum Beispiel Mt 5–7:„größere Gerechtigkeit Gottes“; Nachfolge; Heilung und seelische Integrität; prophetischer Widerstand; Hoffnung auf Erlösung)
eine Glaubensaussage unter Berücksichtigung der Passion Jesu und des Auferweckungsglaubens erläutern (zum Beispiel Gott wird Mensch in Jesus Christus; der Gekreuzigte ist der Messias; Gott steht an der Seite des Leidenden; Gott besiegt den Tod; Jesus ist der Exeget Gottes; Gott ist der Dreieine)
Kirche – Klassen 11/12 (Basisfach)
die Bedeutung des Ersten Vatikanischen Konzils und seiner Folgen für die Geschichte der altkatholischen Kirche herausarbeiten
sich mit den Besonderheiten altkatholischer Ekklesiologie auseinandersetzen (zum Beispiel Amtsverständnis, Ortskirche, bischöfliche Synodalität, Frauenordination)
Religionen und Weltanschauungen – Klassen 11/12 (Basisfach)
in Auseinandersetzung mit anderen Zugängen (Wissenschaft, Politik, Kunst) beschreiben, worin das Charakteristische des religiösen Zugangs zur Wirklichkeit besteht
anhand eines zentralen theologischen Aspekts die Chancen und Schwierigkeiten des Dialogs der Religionen und Weltanschauungen überprüfen (zum Beispiel Offenbarungsverständnis; Wahrheitsanspruch, Menschenwürde; Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung)
Mensch – Klassen 11/12 (Leistungsfach)
in Auseinandersetzung mit einer anderen Vorstellung die christliche Deutung von Freiheit und Verantwortung prüfen (zum Beispiel Determinismus und Indeterminismus in geisteswissenschaftlichen und neurobiologischen Konzepten; Heteronomie und Autonomie angesichts gesellschaftlicher Trends; Herausforderungen durch die globale Medienindustrie; Freiheit als Schlüsselbegriff menschlicher Existenz in Philosophie und Theologie)
vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Leitbilder untersuchen, wie die christliche Deutung des Menschseins zu einer gelingenden Lebensgestaltung beitragen kann (zum Beispiel Sinnsuche und Identitätsfindung; Selbstverwirklichung und Beziehung; Arbeit und Spiel; Lebensentscheidungen und Gewissen; Begrenztsein und Umgang mit Schuld; Endlichkeit und Hoffnung über den Tod hinaus)
an Beispielen entfalten, dass der Mensch an der Freiheit wachsen, aber auch scheitern kann, ohne nach christlicher Deutung aus Gottes Wirklichkeit herauszufallen
Welt und Verantwortung – Klassen 11/12 (Leistungsfach)
an einem Beispiel die Relevanz der katholischen Soziallehre aufzeigen (zum Beispiel Arm und Reich, gerechtes Wirtschaften; Solidarität zwischen den Generationen; Arbeit und Kapital; Migration; Ungerechtigkeit als Kriegsgefahr)
an einem Beispiel prüfen, welchen Beitrag christliche Ethik zur Humanisierung der Gesellschaft leisten kann (zum Beispiel Personwürde am Anfang und Ende des Lebens, Umgang mit Medien, Ökologie und Nachhaltigkeit als Frage der Gerechtigkeit)
sich mit einer wissenschaftsethischen Problemstellung auseinandersetzen (zum Beispiel aus Medizin, Genetik, Technik, Energiewirtschaft)
Gott – Klassen 11/12 (Leistungsfach)
sich mit der Frage nach der Existenz Gottes angesichts religionskritischer Einwände auseinandersetzen (zum Beispiel Gott als Projektion, Gottesglaube als Zwangsneurose, materialistische, neodarwinistische oder neurobiologische Konzepte)
christliche Deutungen Gottes mit existenziellen Herausforderungen in Beziehung setzen (zum Beispiel Gott, der Freiheit schenkt, und der Mensch in seinen Grenzen; Gott, der sich dem Menschen zuwendet, und die Erfahrung der Verlassenheit; Gott, der unverfügbar ist, und die Suche des Menschen nach Sinn und Wahrheit)
sich mit der Theodizeefrage auseinandersetzen
Jesus Christus – Klassen 11/12 (Leistungsfach)
ausgehend von biblischen Texten Person und Botschaft Jesu als Zuspruch und Zumutung erläutern (zum Beispiel Mt 5-7:„größere Gerechtigkeit Gottes“; Nachfolge; Heilung und seelische Integrität; prophetischer Widerstand; Hoffnung auf Erlösung)
eine Glaubensaussage unter Berücksichtigung der Passion Jesu und des Auferweckungsglaubens erläutern (zum Beispiel Gott wird Mensch in Jesus Christus; der Gekreuzigte ist der Messias; Gott steht an der Seite des Leidenden; Gott besiegt den Tod; Jesus ist der Exeget Gottes; Gott ist der Dreieine)
entfalten, wie die Frage „Wer ist dieser Jesus?“ in unterschiedlichen Denk- und Sprachräumen jeweils neu beantwortet wird (zum Beispiel neutestamentliche Theologien, frühchristliche Bekenntnisse, Interpretationen in Kunst, Film, Literatur)
Kirche – Klassen 11/12 (Leistungsfach)
anhand der Profile altkatholischer Persönlichkeiten (zum Beispiel Ignaz von Döllinger, Hubert Joseph Reinkens, Friedrich von Schulte) die Bedeutung des Ersten Vatikanischen Konzils und seiner Folgen für die Geschichte der Altkatholischen Kirche herausarbeiten
sich mit den Besonderheiten altkatholischer Ekklesiologie auseinandersetzen (zum Beispiel Amtsverständnis, Ortskirche, bischöfliche Synodalität, Frauenordination)
ausgehend vom Selbstverständnis unterschiedlicher christlicher Kirchen erläutern, warum ökumenische Zusammenarbeit eine notwendige, aber auch schwierige Aufgabe ist (zum Beispiel Verständnis von Kirche, Amt, Sakrament, Offenbarung, Gnade und Rechtfertigung; Bedeutung von Konfessionalität)
Religionen und Weltanschauungen – Klassen 11/12 (Leistungsfach)
in Auseinandersetzung mit anderen Zugängen (Wissenschaft, Politik, Kunst) beschreiben, worin das Charakteristische des religiösen Zugangs zur Wirklichkeit besteht
anhand eines zentralen theologischen Aspekts Chancen und Schwierigkeiten des Dialogs der Religionen und Weltanschauungen überprüfen (zum Beispiel Offenbarungsverständnis; Wahrheitsanspruch, Menschenwürde)
an Beispielen entfalten, wie Religionen der gemeinsamen Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung nachkommen können