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2.1 Orientierungskompetenz
geographische Sachverhalte in topografische Raster einordnen
geographische Sachverhalte raum-zeitlich einordnen
geographische Sachverhalte in das Mensch-Umwelt-System einordnen
ihre Orientierungsraster zunehmend differenziert entwickeln
2.2 Analysekompetenz
geographische Strukturen und Prozesse herausarbeiten, analysieren und charakterisieren
systemische Zusammenhänge darstellen und daraus resultierende zukünftige Entwicklungen erörtern
2.3 Urteilskompetenz
geographisch relevante Beurteilungskriterien erläutern
eigene Bewertungskriterien nennen
kontroverse Standpunkte und Meinungen mehrperspektivisch darstellen
raumrelevante systemische Strukturen und Prozesse auch hinsichtlich ihrer zukünftigen Entwicklung bewerten
2.4 Handlungskompetenz
lösungsorientierte, nachhaltige Handlungsmöglichkeiten erläutern
eigene Handlungsmöglichkeiten gemäß nachhaltiger Lösungsansätze gestalten
auf der Grundlage inhaltlicher Auseinandersetzung ihre individuelle Bereitschaft zum Handeln überprüfen
2.5 Methodenkompetenz
fragengeleitete Raumanalysen durchführen
Informationsmaterialien (Karten, Profile, Diagramme, Bevölkerungsstrukturdiagramme, Klimadiagramme, Statistiken, gegenständliche und theoretische Modelle, Bilder, Luftbilder, Satellitenbilder, Filme, Karikaturen, Texte, Animationen, Simulationen) in analoger und digitaler Form unter geographischen Fragestellungen problem-, sach- und zielgemäß kritisch analysieren
mithilfe von Versuchen geographische Sachverhalte überprüfen
im Rahmen von Erkundungen und ein- oder mehrtägigen Exkursionen an außerschulischen Lernorten mithilfe physisch-geographischer und humangeographischer Methoden Informationen herausarbeiten und zum Beispiel mit digitalen Medien darstellen
geographische Informationen zur Verdeutlichung von Strukturen und Prozessen als Karte, Skizze, Diagramm, Fließschema, Profil, Wirkungsgefüge, Mindmap und mithilfe eines geographischen Informationssystems (Desktop-GIS oder Web-GIS) darstellen
geographische Sachverhalte auch unter Verwendung digitaler Medien zielgerecht kommunizieren (zum Beispiel multimediale Präsentation, Video, Podcast)
3.1.1.1 Grundlagen der Orientierung
die Bewegungen von Erde und Mond charakterisieren sowie die Entstehung von Tag und Nacht erklären (Sonne, Erde, Mond, Erdrevolution, Erdrotation, Erdachse)
Lage, Größe und Form der Kontinente und Ozeane darstellen (Kontinent, Ozean, Äquator, Nordhalbkugel, Südhalbkugel, Pole, Gradnetz, Breitenkreis, Längenhalbkreis/Meridian, Globus als Modell)
die politische Gliederung Deutschlands und Europas beschreiben (Landeshauptstadt, Bundesland, Bundeshauptstadt, Hauptstadt, Staat, Europäische Union) Hinweis: ausgewählte Staaten Europas mit Hauptstädten
die Nutzung analoger und digitaler Hilfsmittel zur Orientierung darstellen (Karte, digitale Karte, Legende, Maßstab, Höhenlinie, Kompass, Himmelsrichtung, Navigationssystem, GPS)
3.1.1.2 Gestaltung der Erdoberfläche durch naturräumliche Prozesse in Deutschland und Europa
charakteristische Oberflächenformen in Europa an folgenden Raumbeispielen erläutern: – eine Landschaft in Baden-Württemberg: Oberrheinisches Tiefland, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Alpenvorland oder eine andere Landschaft – eine deutsche Küstenlandschaft: Nordseeküste oder Ostseeküste – die Alpen und – ein weiterer europäischer Raum (Arbeitsbegriffe der geomorphologischen Formen abhängig von den gewählten Raumbeispielen: Grabenbruch, Gestein, Grundgebirge, Deckgebirge, Schichtstufe, Zeugenberg | Karsthöhle, Doline, Tropfstein, Trockental | Flachküste, Steilküste, Watt | Mittelgebirge, Hochgebirge | Gletscher, Zungenbeckensee, Moräne | Fjord, Vulkan)
Talsbildung als charakteristischen Prozess der Landschaftsgestaltung in Europa erläutern (Fluss, Abtragung, Tal)
Boden als eine natürliche Lebensgrundlage darstellen (Boden, Bodenlebewesen, Humus, Ausgangsgestein) Erkundung
mindestens zwei Naturereignisse, daraus resultierende Bedrohungen und geeignete Schutzmaßnahmen darstellen (Naturereignis, Naturkatastrophe zum Beispiel Sturm, Hochwasser, Sturmflut, Lawine, Erdbeben, Vulkanausbruch)
3.1.2.1 Grundlagen von Wetter und Klima
das Wetter anhand von Wetterelementen charakterisieren (Temperatur, Wind, Niederschlag, Bewölkung)
anhand von einfachen Versuchen zwei Wetterelemente analysieren (zum Beispiel Niederschlag, Temperatur)
den Unterschied zwischen Wetter und Klima beschreiben (Wetter, Klima, Klimadiagramm)
typische Wetter- und Klimaphänomene charakterisieren (Steigungsregen, maritimes Klima, kontinentales Klima)
3.1.2.2 Klimazonen Europas
die Klimazonen Europas anhand von Temperatur, Niederschlag und Vegetation im Überblick charakterisieren Hinweis: Bezeichnung der Klimazonen entsprechend vereinfachter Klimakarte
Zusammenhänge zwischen Klima, Vegetation und land- oder forstwirtschaftlicher Nutzung für Nordeuropa, Mitteleuropa und Südeuropa erklären (Golfstrom, Tundra, borealer Nadelwald, Forstwirtschaft, Höhenstufe, Laubwald, Mischwald, Hartlaubvegetation, Regenfeldbau, Bewässerungsfeldbau, Almwirtschaft)
3.1.3.1 Lebensraum Stadt
den Lebensraum Stadt in seiner Ausstattung und Funktion im Vergleich zum ländlichen Raum analysieren (Stadt, Bevölkerungsdichte, Stadtviertel, Dorf, Verkehr, Pendler) Erkundung oder Exkursion
3.1.4.1 Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlichem Handeln und Naturraum
anhand eines Betriebsbeispiels den Zusammenhang von landwirtschaftlicher Produktion, naturräumlicher Ausstattung und Markt erläutern (Landwirtschaft, zum Beispiel Ackerbau, Grünlandwirtschaft, Sonderkultur, Boden, regionales Produkt, saisonales Produkt) Erkundung oder Exkursion
anhand eines Industriestandorts Voraussetzungen und Auswirkungen industrieller Produktion erläutern (Industrie, Standort, Arbeitskräfte, Flächenbedarf, Verkehrsweg, Rohstoff)
anhand eines ausgewählten Wirtschaftsstandortes oder einer ausgewählten Region Europas die Wirkung des Dienstleistungsbereichs auf den Raum altersgemäß erörtern und Möglichkeiten einer nachhaltigen Nutzung darstellen (Nachhaltigkeit, Dienstleistung: Tourismus oder Handel oder Einzelhandel)
3.1.5.1 Analyse ausgewählter Räume in Deutschland und Europa
die naturräumliche Gliederung Baden-Württembergs, Deutschlands und Europas beschreiben (Küste, Tiefland, Mittelgebirge, Alpenvorland, Hochgebirge, Fluss, See, Meer, Halbinsel, Insel)
Zusammenhänge zwischen naturräumlicher Ausstattung und menschlicher Nutzung an folgenden Raumbeispielen erklären sowie an mindestens einem Raumbeispiel Vorteile einer nachhaltigen Nutzung altersgemäß beurteilen: – eine Landschaft in Baden-Württemberg: Oberrheinisches Tiefland, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Alpenvorland oder eine andere Landschaft – eine deutsche Küstenlandschaft: Nordseeküste oder Ostseeküste – die Alpen und – ein weiterer europäischer Großraum: Nordeuropa, Südeuropa, Osteuropa, Westeuropa oder ein anderer Großraum
3.2.1.1 Grundlegende exogene Prozesse
Verwitterung, Abtragung, Transport und Ablagerung als grundlegende exogene Prozesse an einem Raumbeispiel aus den Tropen oder den Trockenräumen oder den Polarräumen erklären (Verwitterung, Abtragung, Transport, Ablagerung)
3.2.2.1 Globale Wetter- und Klimaphänomene
typische Wetterabläufe der immerfeuchten Tropen im Vergleich zu Mitteleuropa beschreiben (Wetter, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, tropischer Mittagsregen, Tageszeitenklima, Westwindzone, Tiefdruckgebiet (Zyklone), Jahreszeitenklima)
ein ausgewähltes Wetterextrem sowie daraus resultierende Bedrohungen darstellen (zum Beispiel Orkan, tropischer Wirbelsturm, Tornado, Blizzard, Dürre, Starkniederschlag)
3.2.2.2 Klimazonen der Erde
typische Merkmale der Klimazonen der Erde als Ergebnis der solaren Einstrahlung erläutern (Klimadiagramm, Schrägstellung der Erdachse, Beleuchtungszone, Temperaturzone, Äquator, Wendekreis, Polarkreis, Polartag, Polarnacht, Jahreszeiten) Hinweis: Bezeichnung der Klimazonen entsprechend der verwendeten Klimaklassifikation
die tropische Zirkulation erklären (Luftdruck, Hochdruckgebiet, Tiefdruckgebiet, ITC, subtropisch-randtropische Hochdruckzone, Zenitalregen, Wind, Passatkreislauf, Passat, Regenzeit, Trockenzeit, arid, humid)
den Zusammenhang zwischen Klima und natürlicher Vegetation im globalen Überblick erklären (Vegetationszone, Klimazone)
3.2.2.3 Phänomene des Klimawandels
den natürlichen und den anthropogen verstärkten Treibhauseffekt in Grundzügen darstellen (Atmosphäre, natürlicher Treibhauseffekt, anthropogener Treibhauseffekt, Kohlendioxid, Emission)
Auswirkungen des Klimawandels in den Polarräumen darstellen (Arktis, Antarktis, Meereis, Inlandeis, Permafrost, Klimawandel, Temperaturanstieg, Meeresspiegelanstieg)
globale Auswirkungen des Klimawandels im Überblick erläutern (Überschwemmungen, Dürre, Meeresspiegelanstieg, Temperaturanstieg)
Möglichkeiten zur Reduktion von Treibhausgasen als zentrale Maßnahme gegen die Erderwärmung darstellen (Treibhausgas, Kohlendioxid)
3.2.3.1 Phänomene der globalen Verstädterung
das weltweite Phänomen der Verstädterung darstellen (Verstädterung, Megacity)
anhand eines Beispiels aus Afrika, Lateinamerika oder dem tropischen Asien Ursachen und Folgen der Verstädterung darstellen (Push- und Pull-Faktoren, Infrastruktur, Armutsviertel, Flächenbedarf, Umweltbelastung)
3.2.3.2 Phänomene globaler Disparitäten
Entwicklung und räumliche Verteilung der Weltbevölkerung darstellen (Bevölkerungswachstum, Bevölkerungsdichte, Bevölkerungsprognose, Altersstruktur, Geburtenrate, Sterberate, Wachstumsrate)
Disparitäten in der Einen Welt am Beispiel von Ernährung, Gesundheit, Bildung oder Einkommen analysieren (Disparität, Human Development Index)
wirtschaftliche, politische, religiöse oder ökologische Ursachen und Folgen der Migration an einem Raumbeispiel darstellen (Migration, Flucht, Migrationsursachen, Menschenrechte, Umweltflucht, Land-Stadt-Wanderung, Armutsviertel)
ein (Schul-)Projekt der Entwicklungszusammenarbeit hinsichtlich der Verbesserung der Lebensverhältnisse anhand ausgewählter nachhaltiger Entwicklungsziele (SDG) beurteilen (Entwicklungszusammenarbeit, nachhaltige Entwicklung, nachhaltige Entwicklungsziele / Sustainable Development Goals)
3.2.4.1 Raumwirksamkeit wirtschaftlichen Handelns
die Produktion und den Handel eines Welthandelsguts hinsichtlich der Raumwirksamkeit unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit darstellen und die eigene Position als Konsument überprüfen (globale Warenströme, Welthandelsgut, Konsument, nachhaltige Produktion, Fairer Handel)
3.2.5.1 Analyse ausgewählter Räume in unterschiedlichen Geozonen
Zusammenhänge zwischen naturräumlicher Ausstattung und menschlicher Nutzung sowie Vorteile einer nachhaltigen Nutzung an mindestens einem Raumbeispiel aus den Tropen oder den Trockenräumen oder den Polarräumen darstellen (Arbeitsbegriffe in Abhängigkeit von der gewählten Klimazone: tropischer Regenwald, Mineralstoffkreislauf, Bodenfruchtbarkeit | Wüste, Oase | Savanne, Desertifikation | borealer Nadelwald, Tundra)
3.3.1.1 Digitale Orientierung
mithilfe von Informationen aus der Fernerkundung und aus Web-GIS Räume analysieren (Fernerkundung, Web-GIS, Geodaten, Satellitenbild, Luftbild)
3.3.1.2 Endogene und exogene Prozesse
die innere Struktur der Erde darstellen (Schalenbau der Erde, Erdkruste, Lithosphäre, Asthenosphäre, Erdmantel, Erdkern)
plattentektonische Prozesse und deren Auswirkungen erklären (Plattentektonik, Subduktion, Ozeanbodenspreizung / Seafloor Spreading, Horizontalverschiebung, Grabenbildung, Gebirgsbildung, Tiefseerinnenbildung, Vulkanismus, Erdbeben, Seebeben, Tsunami)
den Kreislauf der Gesteine ausgehend von regionalen Beispielen erläutern (Verwitterung, Erosion, Sedimentation, Metamorphose, Kristallisation, Mineral, Sedimentit, Metamorphit, Magmatit, Gestein, Basalt, Granit, Gneis, Kalkstein, Sandstein, Kies)
3.3.2.1 Zukunftsfähige Gestaltung von Räumen
die Entwicklung eines ländlichen Raumes unter dem Aspekt der Zukunftsfähigkeit beurteilen (zum Beispiel Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungen, Infrastruktur, Energiewirtschaft, Handel, Tourismus, Naturschutzgebiet, Nationalpark)
3.3.3.1 Globale Herausforderung: Ressourcenverfügbarkeit und Ressourcenmanagement (*)
Verfügbarkeit von Süßwasser, agrarisch nutzbarer Böden sowie eines ausgewählten metallischen, mineralischen, agrarischen Rohstoffs oder Energierohstoffs im weltweiten Überblick erläutern (Vorkommen, Lagerstätte, Ressource, Reserve, Verfügbarkeit, Knappheit)
an einem Raumbeispiel für eine der folgenden Ressourcen ökologische, ökonomische, soziale und politische Auswirkungen von Gewinnung und Nutzung erörtern sowie eine Strategie nachhaltigen Ressourcenmanagements beurteilen: – Boden (nachhaltige Bodennutzung und zum Beispiel Bodenerosion, Deflation, Desertifikation, Kontamination, Verdichtung, Versalzung, Versauerung, Versiegelung) – Süßwasser (nachhaltiges Wassermanagement, Effizienz und zum Beispiel Wasserverschmutzung, Grundwasserspiegelabsenkung, Desertifikation, Wasserpreis, Bewässerungsmethode, virtuelles Wasser, Meerwasserentsalzung, Wasserferntransport, fossiles Wasser) – agrarische Rohstoffe (Ernährungssicherheit und zum Beispiel Tragfähigkeit, Mangelernährung, Hunger, Land Grabbing) – metallische oder mineralische Rohstoffe (Recycling, Substitution, Effizienz, Kreislaufwirtschaft und zum Beispiel Entstehung, Landschaftszerstörung, Kontamination, Ressourcenfluch, Rekultivierung) – Energierohstoffe (regenerative Energieträger, Effizienz und zum Beispiel Entstehung, Onshore-Gewinnung, Offshore-Gewinnung, Landschaftszerstörung, Kontamination, Ressourcenfluch, Rekultivierung)
3.3.4.1 Analyse ausgewählter Meeresräume
das submarine Relief in Grundzügen beschreiben (Tiefseerinne, Ozeanischer Rücken, Insel, Schelf)
Eigenschaften und dynamische Prozesse des Systems Meer erläutern (Salzgehalt, thermohaline Zirkulation, Wärmespeicher, Kohlendioxidsenke, Wellen, Meeresströmung, Gezeiten)
die Veränderungen der Ozeane in Folge des Klimawandels sowie Gegen- und Schutzmaßnahmen erläutern (Meerwassererwärmung, Meeresspiegelanstieg, Wärmetransport, Meereisbedeckung, Versauerung, Küstenveränderung, Küstenschutz)
ausgehend von Gefährdungen des Meeres durch den Menschen Möglichkeiten einer nachhaltigen Nutzung anhand eines der folgenden Beispiele erörtern: – Überfischung durch Fischerei – Verschmutzung durch Abfallentsorgung, Rohstoff- und Energiewirtschaft – Veränderung von Ökosystemen durch Tourismus (Wechselwirkungen, Überfischung, Verschmutzung, Veränderung von Ökosystemen)
3.3.4.2 Analyse von Weltwirtschaftsregionen (*)
die räumliche Verflechtung der Weltwirtschaftsregionen durch den Welthandel beschreiben (Welthandel, Globalisierung, Export, Import)
die Bedeutung der Ressourcenausstattung für zwei Weltwirtschaftsregionen (USA, ein BRICS-Staat) analysieren (Ressourcen, zum Beispiel Klima, Boden, Rohstoffe, Infrastruktur, Kapital, Bildung)
3.4.1 Das System Erde
die Geosphären des Systems Erde charakterisieren und in ihrer Vernetzung beschreiben (Lithosphäre, Reliefsphäre, Atmosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre, Pedosphäre, Anthroposphäre, Vernetzung)
das Anthropozän-Konzept darstellen (Anthropozän)
3.4.2.1 Globale Herausforderungen und Zukunftssicherung
„Globale Herausforderungen“ charakterisieren (Globale Herausforderungen, zum Beispiel Klimawandel, Ressourcenknappheit, Stadtentwicklung, Disparitäten)
die Leitidee „Nachhaltige Entwicklung“ erläutern (Nachhaltige Entwicklung, Problemlösungsorientierung, Zukunftsorientierung, nachhaltige Entwicklungsziele / Sustainable Development Goals)
3.4.2.2 Globale Herausforderung: Klimawandel
Ursachen und Dimensionen des Klimawandels auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erläutern (Treibhausgas, Treibhauseffekt, globale Durchschnittstemperatur, Tipping Point / Kippschalter)
aktuelle Maßnahmen gegen und Anpassungsstrategien an den Klimawandel unter dem Aspekt einer nachhaltigen Entwicklung bewerten (Klimaziele, Klimaschutz, Reduktion der Treibhausgase, Kohlendioxid-Senke, Geo-Engineering, Anpassungsstrategie)
klimaneutrale Lebens- und Arbeitsweisen auf der lokalen Ebene beschreiben und eigene Handlungsansätze dazu entwickeln (Lokale Agenda 21, Klimaneutralität, ökologischer Fußabdruck)
3.4.2.3 Globale Herausforderung: Städte unter dem Einfluss gesellschaftlicher und naturräumlicher Veränderungen
den urbanen Lebensraum mithilfe von räumlichen, funktionalen und sozialen Merkmalen charakterisieren (Stadt, Lage, innere Differenzierung, Zentralität, städtisches Ökosystem, Versorgung, Entsorgung)
Veränderungen von Städten in einer globalisierten Welt erläutern (Bevölkerungswachstum, Migration, Metropolisierung, Agglomeration, Tertiärisierung, Quartärisierung, Suburbanisierung, Reurbanisierung, Shrinking City, Segregation, Gentrifizierung, Gated Community, Marginalisierung, Fragmentierung)
die Besonderheiten des Stadtklimas und die Vulnerabilität von städtischen Lebensräumen im Klimawandel darstellen (Stadtklima, städtische Wärmeinsel, Feinstaubbelastung, Lebensqualität, Vulnerabilität, zum Beispiel Meeresspiegelanstieg, Wassermangel)
ein Konzept der nachhaltigen Stadtentwicklung an einem Beispiel erörtern (nachhaltige Stadtentwicklung, Lokale Agenda 21, Green City, Versorgung, Entsorgung)
3.4.2.4 Globale Herausforderung: Disparitäre Entwicklungen
unterschiedliche Entwicklungsstände von Räumen analysieren (Globalisierung, Disparität, Räume unterschiedlichen Entwicklungsstandes, Entwicklungsindikatoren, unter anderem Bruttonationaleinkommen, Human Development Index, Human Sustainable Development Index)
Ursachen und Folgen disparitärer Entwicklungen in der Einen Welt und daraus abgeleitete Entwicklungsstrategien erläutern (endogene Ursache, exogene Ursache, Migration, Chancengerechtigkeit, Menschenrecht, Land Grabbing; Entwicklungsstrategien, unter anderem Dissosiationsstrategie, nachholende Entwicklung, Befriedigung der Grundbedürfnisse, nachhaltige Entwicklung, nachhaltige Entwicklungsziele / Sustainable Development Goals)
eigene Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit anhand eines Projekts überprüfen Hinweis: Projekt, zum Beispiel Weltladen, lokales Projekt der Entwicklungszusammenarbeit, freiwilliges soziales Jahr oder ökologisches Jahr (Teilhabe, Entwicklungszusammenarbeit, Fairer Handel)
3.5.1 Das System Erde
die Geosphären des Systems Erde charakterisieren und in ihrer Vernetzung beschreiben (Lithosphäre, Reliefsphäre, Pedosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre, Atmosphäre, Anthroposphäre, Vernetzung)
das Anthropozän-Konzept darstellen (Anthropozän)
3.5.2.1 Formen und Prozesse der Reliefsphäre
Theorien zur Entstehung und Verteilung der Kontinente und Ozeane vergleichen (Wegeners Theorie der Kontinentverschiebung, Theorie der Plattentektonik, Wilson-Zyklus, Hot Spot-Theorie)
seismische Prozesse erklären (seismische Wellen, Epizentrum, Hypozentrum)
physikalische, chemische und biogene Verwitterung darstellen und deren Bedeutung für die Oberflächenformen charakterisieren (physikalische Verwitterung, chemische Verwitterung, biogene Verwitterung, Verwitterungsprozess, Insolationsverwitterung, Frostsprengung, Lösungsverwitterung, Salzsprengung, Hydratation, Hydrolyse, Oxidation, Kohlensäureverwitterung, Wurzelsprengung)
die Landschaftsgenese Südwestdeutschlands in Grundzügen darstellen (Paläozoikum, Mesozoikum, Känozoikum, Grundgebirge, Deckgebirge, Grabenbruch, Schichtstufenlandschaft, Molassebecken, Glaziallandschaft)
charakteristische Oberflächenformen von zwei ausgewählten Landschaften (Vulkan-, Fluss-, Glazial-, Küsten-, Schichtstufen- oder Karstlandschaft) als Ergebnis endogener und/oder exogener Prozesse erklären – Vulkanlandschaft (explosiver Vulkanismus, effusiver Vulkanismus, Hot Spot, vulkanische Förderprodukte, Vulkanform, Schichtvulkan, Schildvulkan, vulkanische Decke, Maar, Caldera) – Flusslandschaft (Talform, Klamm, Schlucht, Kerbtal, Muldental, Sohlental, Terrassental, Trogtal, Canyon, Ästuar, Delta, Erosion, Sedimentation, Akkumulation, Denudation, Gleithang, Prallhang, Mäander, Antezedenz, Epigenese, Flussanzapfung, Wasserfall, Trockental) – Glaziallandschaft (Kaltzeit, Warmzeit, Permafrost, Periglazial, Postglazial, Altmoräne, Jungmoräne, Inlandeis, Eisstromnetz, Nährgebiet, Zehrgebiet, Kar, Talgletscher, Trogtal, subglaziale Rinnen, glaziale Serie, Grundmoräne, Seitenmoräne, Endmoräne, Zungenbecken, Sander, Urstromtal, Drumlin, Rundhöcker, Findling, Toteisloch, Löss, Solifluktion) – Küstenlandschaft (Flachküste, Steilküste, Brandung, Abrasion, Gezeiten, Watt, Priel, Marsch, Geest, Boddenküste, Ausgleichsküste, Nehrung, Haff, Fjord, Förde, Schäre, Ästuar, Delta, Sturmflut, Küstenschutz) – Schichtstufenlandschaft (Deckgebirge, Petrovarianz, Schichtlagerung, Stufenbildner, Sockelbildner, Quellhorizont, rückschreitende Erosion, Trauf, Landterrasse, Zeugenberg, Reliefumkehr) – Karstlandschaft (Korrosion, Sinterbildung, Doline, Höhle, Karren, Karstquelle, Karstwasserspiegel, Trockental, Polje, Ponor, Tropfstein, Stalaktit, Stalagmit, Sinterterrassen)
die Bildung unterschiedlicher Lagerstätten als Folge von endogenen und/oder exogenen Prozessen erklären (primäre Erzlagerstätte, sekundäre Erzlagerstätte, Kohlelagerstätte, Erdöllagerstätte, Erdgaslagerstätte, Salzlagerstätte, anthropogene Lagerstätte)
die Verwundbarkeit von Räumen durch Naturgefahren erläutern (Risiko, Hazard, Verwundbarkeit/Vulnerabilität, Widerstandsfähigkeit/Resilienz)
3.5.2.2 Prozesse in der Atmosphäre
lokale Wetterereignisse und Wetterlagen anhand von Wetterkarten und Satellitenbildern erklären und Wetterprognosen erstellen (Wetter, Witterung, Klima, Wetterfaktoren, trockenadiabatisch, feuchtadiabatisch, Advektion, Konvektion, Kondensation, Wolkenbildung, Wolkentyp, Mikroklima, Makroklima, Luftdruck, Isobare, Wind, lokales Windsystem, regionales Windsystem, Föhn, Land-Seewind-System, Zyklone, Antizyklone, Warmfront, Kaltfront, Okklusion, Bodenwetterkarte, Höhenwetterkarte, Satellitenbilder)
die Vielfalt der Klimate als Folge solarer Einstrahlung und atmosphärischer Prozesse erklären (solare Einstrahlung, Albedo, globale atmosphärische Zirkulation, ITC, Passatzirkulation, Monsun, Coriolisablenkung, Jetstream, außertropische Westwindzone, polare Ostwindzone, Tageszeitenklima, Jahreszeitenklima, Kontinentalität, Maritimität, Meeresströmung, Gebirgsklima)
anhand einer Klimaklassifikation das Klima in seiner räumlichen Differenzierung darstellen (Klimaklassifikation)
ein großräumig oszillierendes ozeanographisch-meteorologisches System erklären und dessen Auswirkungen darstellen (zum Beispiel El-Niño-Southern-Oscillation (ENSO), North-Atlantic-Oscillation (NAO))
das spezifische Klima eines ausgewählten Lebensraumes (Hochgebirge oder Wüste) erklären – Hochgebirge: Berg-Tal-Wind-System, Fallwind, Föhn, Höhenstufen, Baumgrenze, Schneegrenze – Wüste: Binnenwüste, Küstenwüste, Wendekreiswüste, Meeresströmung
3.5.2.3 Prozesse in der Hydrosphäre
den Wasserkreislauf und seine grundlegenden Prozesse charakterisieren (Wasserhaushalt, Oberflächenwasser, Grundwasser, Niederschlag, Evaporation, Transpiration, Versickerung)
das lokal, regional und global unterschiedliche Wasserdargebot erklären (Meer, Salzwasser, Süßwasser, Wasserdargebot, Wasserverfügbarkeit, Wasserbedarf, Wasserverbrauch, Wasserqualität, Wassergewinnung, Klimawandel)
3.5.2.4 Wirkungszusammenhänge in der Biosphäre
die Verbreitung der Ökosysteme in Abhängigkeit von Klima, Relief und Höhenlage charakterisieren (Tundra, borealer Nadelwald, sommergrüner Laub- und Mischwald, subtropisches Hartlaubgewächs, Steppe, Savanne, Halbwüste, Wüste, tropischer Regenwald, Mangrove, Höhenstufe)
die Folgen menschlicher Eingriffe in Ökosysteme in ihren Wirkungszusammenhängen darstellen und Konzepte einer nachhaltigen Nutzung an einem der folgenden Räume erörtern: – Mittelmeerraum – Sahelzone (Wildpflanze, Kulturpflanze, landwirtschaftliche Nutzung, forstwirtschaftliche Nutzung, Degradation, Desertifikation, Sukzession)
3.5.2.5 Prozesse in der Pedosphäre
grundlegende Bodenbildungsprozesse darstellen und den Boden als dynamisches Ökosystem erläutern (Bodenart, Korngröße, Bodenluft, Bodenwasser, Bodenlebewesen, Tonmineral, Mineralsalz, Mineralisierung, Humifizierung, Mineralsalzkreislauf, Nährstoffhaushalt)
an drei verschiedenen Bodentypen (Braunerde, Parabraunerde, Schwarzerde, Rendzina, Podsol Gley oder tropischem Latosol) die Ausbildung charakteristischer Bodenhorizonte in Abhängigkeit von den Bodenbildungsfaktoren erklären sowie deren räumliche Verbreitung erläutern (Bodentyp: Braunerde, Parabraunerde, Schwarzerde, Rendzina, Podsol, Gley oder tropischer Latosol | Bodenbildungsfaktor, Bodenhorizont, Bodenprofil, Verbraunung, Lessivierung, Podsolierung, Vergleyung, Ferralitisierung)
an drei verschiedenen Bodentypen (zum Beispiel Braunerde, Parabraunerde, Schwarzerde, Rendzina, Podsol, Gley oder tropischer Latosol) die Bodeneigenschaften charakterisieren und ihre landwirtschaftliche Nutzbarkeit unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit beurteilen (Bodenfruchtbarkeit, Kationenaustauschkapazität, Ton-Humus-Komplex, Wasserhaushalt)
3.5.2.6 Entwicklungen in der Anthroposphäre
die raum-zeitliche Entwicklung der Weltbevölkerung sowie ihre alters- und geschlechtsspezifische Struktur erläutern und daraus resultierende Herausforderungen darstellen (Weltbevölkerung, Bevölkerungsentwicklung, Modell des demografischen Übergangs, Herausforderungen, zum Beispiel Bevölkerungsdichte, Altersstruktur, Migrationsprozess)
die Veränderung der Raumstrukturen in ausgewählten Wirtschaftsregionen als Ergebnis wirtschaftlichen Handelns im Globalisierungsprozess erklären (Standortfaktor, Global Player, Global City, Freihandelszone, Globalisierung, Welthandel, Protektionismus, Freihandel, internationale Arbeitsteilung, Kommunikationstechnologie)
3.5.3.1 Globale Herausforderungen und Zukunftssicherung
„Globale Herausforderungen“ charakterisieren (Globale Herausforderung, zum Beispiel: Klimawandel, Ressourcenknappheit, Stadtentwicklung, Disparität)
die Leitidee „Nachhaltige Entwicklung“ erläutern (Nachhaltige Entwicklung, Problemlösungsorientierung, Zukunftsorientierung, nachhaltige Entwicklungsziele / Sustainable Development Goals)
3.5.3.2 Globale Herausforderung: Klimawandel
Ursachen und Dimensionen des Klimawandels auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erläutern (Klimawandel, Treibhausgas, natürlicher Treibhauseffekt, anthropogener Treibhauseffekt, globale Durchschnittstemperatur)
Auswirkungen des Klimawandels und zu erwartende Szenarien anhand von zwei Raumbeispielen aus unterschiedlichen Klimaregionen darlegen (Klimaszenario, Tipping Point / Kippschalter)
aktuelle Maßnahmen gegen und Anpassungsstrategien an den Klimawandel unter dem Aspekt einer nachhaltigen Entwicklung auf unterschiedlichen Maßstabsebenen bewerten (Klimaziel, Klimaschutz, Reduktion der Treibhausgase, Kohlendioxid-Senke, Geo-Engineering, Anpassungsstrategie)
klimaneutrale Lebens- und Arbeitsweisen auf der lokalen Ebene beschreiben und eigene Handlungsansätze dazu entwickeln (Lokale Agenda 21, Klimaneutralität, ökologischer Fußabdruck)
3.5.3.3 Globale Herausforderung: Städte unter dem Einfluss gesellschaftlicher und naturräumlicher Veränderungen
den urbanen Lebensraum mithilfe von räumlichen, funktionalen und sozialen Merkmalen charakterisieren (geographischer Stadtbegriff, Lage, innere Differenzierung, Zentralität, städtisches Ökosystem, Versorgung, Entsorgung)
Ursachen und Dimensionen weltweiter Verstädterung anhand unterschiedlicher Erklärungsansätze überprüfen (Modell, Theorie, Ursachen unter anderem Bevölkerungswachstum, Migration, Push- und Pull-Faktoren, Industrialisierung, Globalisierung, Agglomeration, Megapolisierung, Megacity, Shrinking City, Urbanisierung, Verstädterungsgrad, Verstädterungsrate)
Veränderung städtischer Strukturen in einer globalisierten Welt erläutern (Citybildung, Tertiärisierung, Quartärisierung, Suburbanisierung, Reurbanisierung, Gentrifizierung, Fragmentierung, Segregation, Gated Community, Marginalisierung, Marginalsiedlung, Global City)
die Besonderheiten des Stadtklimas analysieren und die Vulnerabilität von städtischen Lebensräumen im Klimawandel darstellen (Stadtklima, städtische Wärmeinsel, Flurwind, Feinstaubbelastung, Lebensqualität, Gesundheit, Vulnerabilität)
Strategien einer nachhaltigen Stadtentwicklung erörtern (nachhaltige Stadtentwicklung, Lokale Agenda 21, Zukunftswerkstatt, Green City, Versorgung, Entsorgung)
3.5.3.4 Globale Herausforderung: Disparitäre Entwicklungen
Räume unterschiedlichen Entwicklungsstandes im Globalisierungsprozess von Wirtschaft und Gesellschaft in ihren Grundzügen analysieren (Disparität, Räume unterschiedlichen Entwicklungsstandes, Entwicklungsindikatoren, unter anderem Bruttonationaleinkommen, Human Development Index, Human Sustainable Development Index)
Ursachen und Folgen disparitärer Entwicklungen in der Einen Welt und daraus abgeleitete Entwicklungstheorien und Entwicklungsstrategien erläutern (endogene Ursache, exogene Ursache, Migration, Chancengerechtigkeit, Menschenrecht, Land Grabbing; Entwicklungstheorien, unter anderem Dependenztheorie, Modernisierungstheorie, Fragmentierungstheorie; Entwicklungsstrategien, unter anderem Dissosiationsstrategie, nachholende Entwicklung, Befriedigung der Grundbedürfnisse, nachhaltige Entwicklung, nachhaltige Entwicklungsziele / Sustainable Development Goals)
zwei Projekte der Entwicklungszusammenarbeit vor dem Hintergrund von Entwicklungsstrategien bewerten (Entwicklungszusammenarbeit, Teilhabe)
eigene Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit überprüfen Hinweis: Projekt, zum Beispiel Weltladen, lokales Projekt der Entwicklungszusammenarbeit, freiwilliges soziales Jahr oder ökologisches Jahr (Teilhabe, Entwicklungszusammenarbeit, Fairer Handel)