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Lehrpläne Baden-Württemberg
Gymnasium
Literatur
prozessbezogen
Texte verstehen und vergleichen
14
Textverstehen reflektieren
5
Literarische Kommunikation
2
inhaltsbezogen
Texte erschließen
8
Literaturtheoretische Grundlagen
4
Intertextualität
9
Interkulturalität
6
Texte vergleichen
5
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Texte erschließen
Texte erschließen
Literatur als ein sich anthropologischen Grundfragen zuwendendes Medium erfahren
Literatur als ein sich anthropologischen Grundfragen zuwendendes Medium erfahren
Texte verstehen und vergleichen
sich vergleichend mit der Darstellung von Lebensentwürfen und Lebenswirklichkeiten in literarischen Texten auseinandersetzen, zum Beispiel mit unterschiedlichen kulturellen, historischen, religiösen Hintergründen
Texte als ästhetisch gestaltete Produkte erfassen und vergleichen
Mehrdeutigkeit als konstitutives Merkmal literarischer Texte erkennen und nachweisen und alternative Lesarten bei ihren Verstehensentwürfen berücksichtigen
literarische Texte aus verschiedenen Nationalliteraturen (auch in Übersetzung) und verschiedenen Jahrhunderten rezipieren und vergleichen
genetische und kontrastive Verfahren des Vergleichs anwenden
Vergleichsaspekte herausarbeiten und Zusammenhänge zwischen den zu vergleichenden Texten beschreiben
methodisch fachgerecht und aspektorientiert Textvergleiche durchführen, auswerten und die Ergebnisse in ihre Verstehensentwürfe integrieren
angemessenes Fachvokabular zur Beschreibung, zum Vergleich und zur Bewertung von Texten verwenden
intertextuelle Zusammenhänge erkennen, erläutern und reflektieren
Kenntnisse aus literaturwissenschaftlichen, kulturwissenschaftlichen, philosophischen und geschichtswissenschaftlichen Fachtexten in die Kontextualisierung literarischer Texte einbeziehen
literarisches Vorwissen, Kontextwissen, fachliches Wissen, Weltwissen und persönliche Leseerfahrungen reflektiert einsetzen
textexterne Bezüge wie Produktions-, Rezeptions- und Wirkungsbedingungen berücksichtigen
Textverstehen reflektieren
Textverstehen als dynamischen Prozess der Bedeutungszuweisung reflektieren
das Verhältnis von Wirklichkeit, Fiktionalität und Virtualität reflektieren
die aus der Beschäftigung mit Literatur und dem Vergleich literarischer Texte gewonnenen Erkenntnisse als Erweiterung der eigenen Perspektive reflektieren
Probleme literarischer Wertung im Kontext des Vergleichs reflektieren
Alteritätserfahrungen reflektieren, insbesondere auch hinsichtlich eigener und fremder Verstehensvoraussetzungen
Literarische Kommunikation
ein literarisches Gespräch führen, in dem sie Interpretations- und Vergleichsansätze darstellen und begründen und mit Äußerungen anderer konstruktiv umgehen
Texte aspektbezogen vergleichend interpretieren, auch in schriftlicher Form
Texte erschließen
Zugang zu Texten gewinnen, indem sie unterschiedliche Lesetechniken und Methoden der Texterschließung anwenden sowie zentrale Inhalte von Texten exzerpieren, textbezogen erläutern und zusammenfassen
Fiktionalität erkennen und in ihrer jeweiligen Erscheinungsform reflektieren
Themen, zentrale Aussagen, Strukturen und Motive eines Textes bestimmen, benennen und analysieren
Aspekte literarischer Texte entwickeln, in ihrem Beziehungsgefüge erläutern und Fachbegriffe zur formalen Beschreibung von Texten verwenden
die Wirkung eines Textes beschreiben und begründen (Textteile und Textganzes)
komplexe Deutungen eines Textes formulieren und das eigene Textverständnis erläutern und begründen, auch mithilfe von eigenen und fremden Deutungshypothesen
Verstehensschwierigkeiten und Leerstellen benennen und für den Interpretationsprozess und seine Reflexion nutzen; Mehrdeutigkeit von literarischen Texten erkennen, erläutern und für ihr Textverstehen nutzen; alternative Lesarten entwickeln und unterschiedliche Interpretationsperspektiven einnehmen (textinterne und textexterne, zum Beispiel soziologische, historische)
literaturgeschichtliches Überblickswissen nutzen (zum Beispiel literarische Epochen, geistes-, kultur-, und sozialgeschichtliche Bedingungen)
Literaturtheoretische Grundlagen
literaturtheoretische Konzepte (Hermeneutik, Strukturalismus, Poststrukturalismus oder Rezeptionsästhetik) erläutern und reflektiert für das Verständnis von Texten nutzen
Wissen um Epochenzuschreibungen, deren heuristischen Zweck, Epochenumbrüche, das Phänomen der Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen reflektieren und anwenden
literarische Gattungen definieren und Gattungsdefinitionen differenziert für das Textverstehen nutzen, dabei auch Funktionen und Grenzen von Gattungsbegriffen reflektieren
sich mit Anforderungen, Problemstellungen und Auswirkungen des Übersetzens auseinandersetzen (zum Beispiel Übersetzbarkeit von Begriffen oder sprachlichen Bildern) und Übersetzung als Interpretation verstehen
Intertextualität
die Begriffe Genotext (Prätext, Subtext, Kontext) und Phänotext erklären
Vergleichsmodelle (zum Beispiel Mimesis und Imitatio, Dialogizität nach Bachtin, Konzept der Intertextualität bei Kristeva) erläutern
unterschiedliche Ansätze der Quellen- und Einflussforschung (zum Beispiel affirmative und subversive Lektüren (Bloom), Weiter-, Wider-, Umschreiben (Lachmann), writing-back (Gender Studies, Postcolonial Studies)) darlegen
sich mit verschiedenen Konzepten der Autorschaft auseinandersetzen und die Konsequenzen für die Textinterpretation beschreiben
Quelle, Fälschung und Plagiat erklären und von intertextuellen Phänomenen unterscheiden
zwischen Einzeltextreferenz und Systemreferenz (zum Beispiel Textsortenzuordnung, Motivik) unterscheiden
Formen und Funktionen von Intertextualität (zum Beispiel Anspielung, Zitat, Parodie, Travestie, Collage, Montage, Cento) erkennen, unterscheiden und für die Analyse nutzen
unterschiedliche Formen der Markierung (unmarkierte Formen, bewusste und unbewusste Markierung) erkennen, unterscheiden und für die Analyse nutzen
Intratextualität und Selbstzitat von intertextuellen Phänomenen unterscheiden
Interkulturalität
eigene und fremde Lebenswelten differenziert vergleichen und Fremdheitserfahrungen reflektieren (Identität und Alterität)
ihre eigenkulturelle Prägung und deren Relativität erkennen und reflektieren (Abhängigkeit des Verstehensprozesses von der eigenen Ausgangsposition)
Selbst- und Fremdbilder (Auto- und Heterostereotypen) analysieren und reflektieren
andere Wahrnehmungsperspektiven und die darin liegende Möglichkeit, die eigene Perspektive zu erweitern, erkennen und reflektieren (zum Beispiel Außenperspektive der Migrantenliteratur, Exilliteratur)
den Einfluss sozialer, politischer oder ökonomischer Machtverhältnisse auf die Begegnung zwischen Kulturen erkennen
die Konfrontation mit eigen- und fremdkulturellen Referenz- oder Kontextsystemen erkennen und für die Deutung von Texten nutzen
Texte vergleichen
zu einem gegebenen Text mindestens einen anderen Text in Beziehung setzen und unter konkreten Gesichtspunkten systematisch vergleichen (komparatistischer Vergleich)
Texte synchron und diachron unter verschiedenen Vergleichsaspekten (Stoffe, Themen oder Motive; Gattungen; literarhistorische Kontexte) analysieren und vergleichen und dabei Formen der Textreferenz (zum Beispiel Übernahmen, Adaptionen, Variationen, Ellisionen) berücksichtigen
die Ergebnisse des Vergleichs reflektieren und in der Interpretation der einzelnen Texte berücksichtigen
innerliterarische Beziehungen und außerliterarische Einflüsse als Ursachen von Ähnlichkeiten zwischen literarischen Texten unterscheiden, beschreiben und erläutern
genetische und typologische (zum Beispiel Textsorten, Motive) Zusammenhänge unterscheiden und genetische oder kontrastive Verfahren des Textvergleichs anwenden
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Bildungsplan 2016 des Gymnasiums: Literatur – Wahlfach in der Oberstufe (01. Mai 2020)
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