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Lehrpläne Baden-Württemberg
Förderschwerpunkt Hören
Beziehungen und Kommunikation gestalten
inhaltsbezogen
Dialogik
16
Hören
42
Sprachen
42
Kommunikationsstrategien
44
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Dialogik
drücken eigene Bedürfnisse aus;
sagen ihre Meinung und begründen sie;
zeigen empathisches Verhalten;
äußern sich wertschätzend;
tauschen sich mit anderen aus;
hören zu;
lassen einander ausreden;
fragen nach den Bedürfnissen anderer;
fragen nach oder geben Feedback;
akzeptieren die Meinung des anderen;
verhandeln mit anderen und finden gemeinsam konstruktive Lösungen.
sorgen für optimale Hörbedingungen;
klären Gesprächspartner über die Gestaltung der Gesprächssituation auf;
halten getroffene Absprachen verlässlich ein;
übernehmen innerhalb der Schulgemeinschaft Patenschaften;
zeigen Zivilcourage.
Hören
nennen Ansprechpartner;
holen sich Rat;
fragen nach dem neuesten Audiogramm.
beschreiben ihr Audiogramm;
nennen ihren Hörverlust für Sprache;
geben Informationen über ihre Hörschädigung;
entnehmen wichtige Informationen aus ihren Audiogrammen;
formulieren daraus Konsequenzen für ihr Verhalten.
nehmen Veränderungen ihres Hörens wahr;
nutzen Anlaufstellen zur Überprüfung ihres Hörens;
vermeiden hörschädigendes Verhalten.
fordern eine ruhige Unterrichtsatmosphäre ein;
bitten um das Ausschalten von Störschallquellen;
nennen Bedingungen, die ihre Hörsituation beeinflussen.
setzen ihre individuellen Hörhilfen ein;
benennen die Teile ihrer Hörhilfen;
pflegen und warten ihre individuellen Hörhilfen und halten Ersatzbatterien bereit;
benennen, welche Hörtechnik für sie in welchen Situationen hilfreich ist;
überprüfen regelmäßig ihre Hörtechnik auf häufig auftretende Fehlerquellen und sorgen für deren umgehende Behebung;
nutzen Zusatztechnik zum optimalen Hören;
fordern die Verwendung von Zusatztechnik ein;
nennen wichtigen Anlaufstellen für ihre Hörtechnik;
informieren sich über neue Hörtechnik.
beschreiben und bewerten Hörerfahrungen in verschiedenen Situationen und Räumen;
beschreiben die Grenzen ihres Hörens in verschiedenen Situationen und Räumen, benennen Ursachen und finden Lösungen;
nehmen Einfluss auf das Kommunikationstempo;
reflektieren ihre Hörerfahrungen in Störlärmsituationen und vergleichen sie mit Hörerfahrungen in optimalen Hörsituationen;
schätzen die Qualität von Höreindrücken ein und bewerten sie;
schätzen den Einfluss psychischer und körperlicher Befindlichkeiten auf ihr Hören ein;
fordern Hörpausen und halten diese ein;
gestalten ihre individuellen Hörpausen.
benennen den emotionalen Gehalt von Musik und drücken ihn in verschiedenen Formen aus;
unterscheiden Melodien;
singen Melodien und Lieder;
setzen Sprachrhythmus und -melodie sprachgestaltend ein;
setzen notierte Rhythmen oder Töne um;
musizieren.
bemühen sich um gegenseitiges Verstehen, wenn in verschiedenen Sprachen kommuniziert wird;
entscheiden sich je nach Kommunikationssituation für eine Sprache;
erklären die gegenwärtige und zukünftige Bedeutung, die der Erwerb verschiedener Sprachen für sie hat.
setzen sich mit den verschiedenen Sprachen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler auseinander;
anerkennen verschiedene Sprachen als gleichwertig.
Sprachen
fragen nach, wenn sie etwas nicht verstehen;
unterscheiden bedeutungstragende Einheiten;
unterscheiden Minimalpaare;
unterscheiden ähnlich klingende Laute.
verwenden einen alters- oder entwicklungsentsprechenden Wortschatz;
wenden den erworbenen Wortschatz in Sinn- und Handlungszusammenhängen differenziert an;
kennen Sprechbewegungen für verständliches Sprechen und sprechen deutlich;
erkennen visuell und gegebenenfalls auditiv morphologische Markierungen und nutzen sie korrekt;
nutzen syntaktische und gegebenenfalls prosodische Merkmale, um Satzarten kenntlich zu machen;
halten zeitliche und sachlogische Abfolgen ein;
erzählen adressatenbezogen.
nutzen lautsprachbegleitende und lautsprachunterstützende Gebärden;
nutzen das Phonembestimmte Manualsystem (PMS) und das Graphembestimmte Manualsystem (GMS);
nutzen Speicher- und Abrufstrategien.
genießen das Vorlesen;
zeigen Freude am Umgang mit Texten und Büchern;
sprechen über das Vorgelesene anhand von Bildern;
stellen den Inhalt im szenischen Spiel dar.
sprechen rhythmisiert;
definieren Wortgrenzen und gliedern Sätze;
finden selbst Reime;
gliedern ein Wort in Einzellaute;
synthetisieren Einzellaute und Silben zu ganzen Wörtern.
schreiben lautgetreu;
wenden Graphem-Phonem-Korrespondenzregeln sicher an;
schleifen Laute zu Silben, Wortteilen und Wörtern zusammen;
erfassen Silben, Wortteile und Wörter als Einheiten;
schreiben flüssig in einer leserlichen Schrift.
lesen ihre Texte vor, lassen sie vorlesen oder gebärden sie;
würdigen schriftliche Produkte anderer.
schreiben Wörter oder Sätze zur besseren Verständigung auf;
schreiben SMS, E-Mails, Briefe, Nachrichten.
achten auf eine präzise Ausführung;
verwenden spezielle Fachgebärden aus den jeweiligen Unterrichtsfächern;
gebärden Geschichten, Poesie oder Lieder.
grenzen DGS gegen visualisierende Systeme ab;
erkennen grundlegende grammatikalische Gesetzmäßigkeiten der DGS und wenden diese an;
kennen die sprachlichen Primärkategorien „Aufforderung“, „Darstellung“ und „Frage“ und wenden sie an;
benennen Unterschiede in der Grammatik von DGS, Lautsprache und Schrift.
erproben und reflektieren verschiedene Kommunikationssituationen mit Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetschern;
nutzen Gebärdensprachdolmetschervermittlungszentralen;
üben den Umgang mit Fachtermini in DGS.
Kommunikationsstrategien
entscheiden, ob sie vor Gesprächen oder in Gesprächssituationen über ihre Versteh-Bedingungen informieren;
informieren in angemessener Weise über für sie notwendige Bedingungen;
geben Auskunft über Voraussetzungen und Grenzen des Absehens;
nennen für sie optimale Hör-Versteh-Bedingungen.
entscheiden, welche persönlichen Daten sie in verschiedenen Situationen preisgeben;
reflektieren die Folgen passiven Gesprächsverhaltens.
zeigen und signalisieren eine aktive Gesprächsrolle und -haltung;
sichern ihr Verständnis ab.
weisen auf ihre Hörschädigung hin;
setzen technische Hilfsmittel zur Optimierung ihrer Hörsituation ein;
weisen in den Umgang mit FM- beziehungsweise Klassenhöranlagen ein und erklären die Funktionsweise;
bitten um langsames, deutliches Sprechen und um Verwendung kurzer Sätze;
bitten darum, Blickkontakt zu halten;
verwenden gezieltes Nachfragen als bewusste Kommunikationstechnik;
fordern Visualisierungen ein;
setzen bei Bedarf Schrift ein und halten dafür Material bereit;
weisen auf notwendige Gesprächsdisziplin hin und begründen diese;
erfragen in Gruppengesprächen kurze Hinweise und Stichwörter zur momentanen Gesprächsthematik;
bitten in Diskussionsrunden um Zusammenfassungen oder Wiederholungen aus dem Plenum.
beurteilen Räume hinsichtlich des für sie optimalen Hör-Verstehensplatzes und fordern diesen Platz angemessen ein;
bitten um Platzwechsel und Veränderung der Lichtverhältnisse und machen die Gründe deutlich;
machen sich für wichtige Kommunikationsanlässe rechtzeitig mit den äußeren Gegebenheiten vertraut, informieren im Vorfeld wichtige Ansprechpartner und erfragen die technische Ausstattung der Räume;
beziehen in ihre Zeitplanung die Zeit zur Vororientierung mit ein.
sammeln Erfahrung in unterschiedlichen Alltagssituationen und reflektieren gemeinsam über angemessenes Handeln;
bereiten Kommunikationssituationen vor, indem sie für passende Hilfsmittel und gegebenenfalls Dolmetscher sorgen und sich auf die Gesprächsthemen einstellen;
fragen im öffentlichen Raum, wie zum Beispiel auf Ämtern oder in Banken, nach besonderen Beratungsräumen;
wählen eigenständig Helfer oder Dolmetscher aus.
schätzen ihre Hörbelastung richtig ein und wissen um ihre Grenzen;
geben Auskunft über mögliche Hörermüdung und notwendige Pausen;
kennen verschiedene Möglichkeiten, sich zu entspannen und setzen sie nach ihren Bedürfnissen ein.
geben über ihre Hörschädigung Auskunft;
verwenden Ergänzungs- und Sicherungsfragen;
wiederholen selbst oder bitten um Wiederholung der wichtigen Informationen;
bitten bei Verstehensschwierigkeiten darum, andere Medien, wie zum Beispiel Fax oder E-Mail zu benutzen.
thematisieren vor oder im Gespräch die Möglichkeit von Verstehensschwierigkeiten;
achten auf Körpersignale und Mimik der Gesprächspartner und beziehen diese in die Informationsanalyse mit ein;
benennen Schwierigkeiten, die andere im Umgang mit Menschen mit einer Hörschädigung haben können und reflektieren ihr eigenes Verhalten;
lockern die Gesprächsatmosphäre auf;
signalisieren durch Mimik und Gestik das Verstehen.
sprechen Unsicherheiten an.
tauschen sich über negativ verlaufende Gespräche und Beziehungen aus;
untersuchen in Rollenspielen die Folgen von Ausweichverhalten;
benennen eigene Beispiele;
finden Alternativen.
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Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Bildungsplan Schule für Hörgeschädigte 2011. Kompetenztexte im Originalwortlaut aus Druckseiten 13–32.
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