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Lehrpläne Baden-Württemberg
Förderschwerpunkt Lernen
Soziales und gesellschaftliches Leben
inhaltsbezogen
2.1.1.1 Subjektiver Zugang zur Welt
12
2.1.1.2 Individuum und Gemeinschaft
13
2.1.1.3 Grundlagen des Zusammenlebens
12
2.1.2.1 Beziehungen gestalten
12
2.1.2.2 Umgang mit krisenhaften Situationen in Beziehungen
12
2.1.3.1 Kommunikation in Abhängigkeit vom Individuum
12
2.1.3.2 Kommunikation in Abhängigkeit vom Gegenüber
13
2.1.3.3 Kommunikation in Abhängigkeit vom Medium
7
2.1.4.1 Demokratie als Gesellschafts- und Herrschaftsform
7
2.1.4.2 Demokratisches Leben
10
2.1.5.1 Mediengesellschaft
7
2.1.5.2 Information zu Medien: Analyse/Jugendmedienschutz / Informationelle Selbstbestimmung
8
2.1.5.3 Nutzung von Medien: Analyse/Recherche, Information und Präsentation / Kommunikation/Unterhaltung
15
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
2.1.1.1 Subjektiver Zugang zur Welt
achten auf eigene Empfindungen und Emotionen
nehmen die Welt wahr
bringen ihre Empfindungen und ihre Wahrnehmung der Welt zum Ausdruck
hinterfragen das, was sie von der Welt wahrnehmen
stellen Fragen, erkennen und formulieren Wissenslücken und Erkenntnisinteresse
pflegen Pflanzen und Tiere
übernehmen Verantwortung für ihnen aufgetragene Aufgaben
nehmen teil an und interessieren sich für Empfindungen und Erfahrungen von Mitmenschen
reflektieren Sachverhalte aus unterschiedlichen Standpunkten und nehmen in sozialen Situationen die Perspektive unterschiedlicher Beteiligter ein
wissen um ihre Bedürfnisse wie Stille, Begegnung, Anregung, Unterhaltung und nutzen Möglichkeiten, diese zu erfüllen
erkennen und beschreiben Zusammenhänge zwischen subjektiven Gefühlen und objektiven Gegebenheiten
sprechen über existenzielle und belastende Eindrücke und Fragen
2.1.1.2 Individuum und Gemeinschaft
handeln gerecht und beziehen die Interessen anderer in ihr Handeln ein
zeigen Toleranz
handeln und kommunizieren achtsam und respektvoll
setzen sich für Aufrichtigkeit und Wahrheit in der Kommunikation ein
gestehen Fehler ein
übernehmen Verantwortung
setzen sich für ein freiheitlich-demokratisches, friedvolles, tolerantes Zusammenleben aktiv ein
benennen Maßstäbe, Normen und Werte ihres Handelns
können ihre Stärken aufspüren und ihre Kompetenzen in die Gemeinschaft einbringen
stellen persönliche Interessen anlassbezogen gegenüber den Interessen anderer oder einer Gemeinschaft zurück
nutzen Strategien, mittels derer sie produktiv eigene Befindlichkeiten und Bedürfnisse mit denen anderer oder mit Anforderungen, die von außen an sie gestellt werden, in Einklang bringen
verstehen sich als Mitglied einer Gesellschaft, die freiheitlich-demokratisch geordnet ist
verstehen sich als Mitglied einer Gemeinschaft, die durch ein marktwirtschaftliches System bestimmt ist
2.1.1.3 Grundlagen des Zusammenlebens
erkennen, dass das Zusammenleben durch Symbole, Regeln und Rituale organisiert wird, die Orientierung und Sicherheit geben
halten Regeln der Klassen- und Schulgemeinschaft ein
kennen kulturelle Besonderheiten ihrer Lebensumwelt, die sich in ihrem Alltag bemerkbar machen
kennen andere Kulturen und Lebensweisen
achten Traditionen, auch mit unterschiedlichem kulturellem und religiösem Hintergrund, und pflegen ihre eigenen
erkennen einschränkende und intolerante Werte und Normen, hinterfragen diese und nutzen Hilfestrukturen im Umgang damit
nutzen Elemente fremder Kulturen zur Erweiterung ihrer Lebensgestaltung
benennen Hintergründe und Ursachen gesellschaftlicher Traditionen
reflektieren über den Zusammenhang von Herkunft und Identität
reflektieren ihren Umgang mit Natur und Umwelt und gestalten ihn verantwortungsbewusst
erkennen Zusammenhänge zwischen Technologie, Umwelt und Gesellschaft
kennen Chancen und Risiken technologischer Entwicklungen
2.1.2.1 Beziehungen gestalten
nehmen in einer der Situation angemessenen Weise mit anderen körperlich und sprachlich Kontakt auf
gehen informelle Beziehungen ein
nehmen freundschaftliche Beziehungen zu anderen auf und gestalten diese innerhalb der Schule in alters- und entwicklungsangemessener Weise
nehmen formelle und funktionale Beziehungen auf und gestalten diese situationsangemessen und gemäß sozialer Normen
nehmen soziale Situationen und Beziehungen wahr, beschreiben und reflektieren sie und erkennen Veränderungsmöglichkeiten
erkennen und respektieren die Rechte anderer und handeln gegebenenfalls ausgleichend
denken über gesellschaftlich und kulturell bedingte Bestimmung von Einstellungen und Werten (zum Beispiel Begriffe von Ehre, Pflichten, Traditionen) und deren Veränderung nach und handeln gemäß einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung
handeln im Bewusstsein der Gleichwertigkeit der Geschlechter
denken über die gesellschaftlich und kulturell bedingte Konstruktion von Geschlecht, Geschlechterrollen und Stereotypen und deren Veränderung nach
nehmen gegebenenfalls Unterschiede zwischen den Geschlechtern wahr, respektieren sie und handeln angemessen
entwickeln Lösungen für partnerschaftliche Aufgabenverteilung in Schule, Familie und Freundeskreis und setzen diese um
würdigen Leistungen von Mitschülerinnen und Mitschülern
2.1.2.2 Umgang mit krisenhaften Situationen in Beziehungen
nehmen Handlungsweisen anderer wahr und reflektieren deren Hintergründe
prüfen die Haltungen und Motive anderer kritisch
nehmen bewusst wahr, wie es ihnen in unterschiedlichen Beziehungen geht, erkennen ihre Bedürfnisse und sprechen darüber in angemessener Weise
entwickeln gegenüber anderen Menschen Verständnis und Toleranz
beschreiben unterschiedliche Lebensformen und deren Auswirkungen auf die Beteiligten
tragen in angemessener Weise Meinungsverschiedenheiten aus
verhandeln bei Interessenkonflikten
setzen sich in konflikthaften Situationen in angemessener Weise für Schwächere ein
setzen sich in konflikthaften Situationen in angemessener Weise für die Wahrheit ein und handeln aufrichtig
benennen Einrichtungen und Personen, an die sie sich in Konfliktsituationen wenden können
halten Krisen von und mit anderen aus und kennen Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen und sie zu bewältigen
beenden Beziehungen in angemessener und sozialverträglicher Weise
2.1.3.1 Kommunikation in Abhängigkeit vom Individuum
treten in einen produktiven Dialog (zum Beispiel über Gestik, Mimik, Zeichen, Bilder, mündlich, schriftlich)
äußern Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse
schätzen ab, inwiefern ihre Wünsche angemessen und realistisch sind
bitten um Hilfe
entscheiden sich und bringen dies zum Ausdruck
bilden sich eine begründete Meinung und bringen diese zum Ausdruck (Standpunkt, Gespräch, Wahlen)
zeigen kommunikative Klarheit und vertreten eine Überzeugung
hören Gegenargumente an, wägen sie ab und ändern gegebenenfalls begründet ihre Meinung
stellen ein subjektives Erleben in das Zentrum ihrer Kommunikation (zum Beispiel Erzählung, Mitteilung von Freude, Suche nach Trost)
stellen eine Sache in das Zentrum ihrer Kommunikation (zum Beispiel Erzählung, Präsentation, Bericht)
stellen Belange des Gegenübers in das Zentrum ihrer Kommunikation (zum Beispiel Zuhören, Nachfragen, Mitgefühl ausdrücken)
analysieren den Aussagegehalt nonverbaler und paraverbaler Mittel (zum Beispiel Körperhaltung, Mimik, Gestik, Tonlage, Lautstärke)
2.1.3.2 Kommunikation in Abhängigkeit vom Gegenüber
verstehen Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse von anderen und gehen auf sie ein
nehmen aktiv an Gesprächen teil und bringen sich ein
nehmen von sich aus Kontakt auf, halten diesen aufrecht und beenden ihn angemessen
kennen Gesprächsregeln und halten diese ein
treffen Vereinbarungen mit anderen
argumentieren, vollziehen Argumente nach und führen lösungsorientiert Diskussionen
sprechen Konflikte an, bearbeiten sie und tragen nach Möglichkeit dazu bei, Lösungen zu finden
moderieren Gespräche mit anderen
kennen und nutzen kommunikative Rituale (zum Beispiel Begrüßung, Verabschiedung, Dank, Bitte, Bitte um Entschuldigung)
schätzen situative und sprachliche Merkmale (zum Beispiel Intensität der Beziehung, Anzeichen von Mehrdeutigkeit, Nutzung der Erstsprache / der Zweitsprache / des Dialekts / eines bestimmten Sprachcodes, Humor) ein und passen die Kommunikation und ihre Form darauf an
halten gesellschaftliche Konventionen ein (zum Beispiel Höflichkeit, Anrede, Handschlag) und finden ein angemessenes Maß zwischen Nähe und Distanz (räumlicher Abstand, Berührungen)
nehmen gegebenenfalls das Bedürfnis anderer nach Ruhe oder Distanz wahr und achten es
erweisen sich als verlässliche und vertrauliche Gegenüber in Gesprächen und schätzen Situationen ein, in denen Aufrichtigkeit und Offenheit angezeigt sind
2.1.3.3 Kommunikation in Abhängigkeit vom Medium
verstehen Symbole und kommunikative Rituale, die in der Lerngemeinschaft genutzt werden, und nutzen sie gegebenenfalls selbst
wählen ausgehend vom Anlass, den Adressaten der Kommunikation und den zur Verfügung stehenden analogen und digitalen Möglichkeiten ein geeignetes Medium zur Kommunikation aus
nutzen alltagsrelevante analoge und digitale Medien sicher und angemessen und halten dabei Konventionen der Kommunikation ein
wechseln nach Bedarf das Medium, mittels dessen kommuniziert wird
sichern Informationen, die sie in der Kommunikation mit anderen erhalten haben, mittels geeigneter Medien
reflektieren die Grenzen und somit Gefahren einiger kommunikativer Medien für Missverständnisse (zum Beispiel das Fehlen nonverbaler Mittel)
gehen mit Daten und Informationen vor allem bei der Kommunikation mit digitalen Medien verantwortungsbewusst um
2.1.4.1 Demokratie als Gesellschafts- und Herrschaftsform
kennen die wesentlichen Menschen- und Kinderrechte, beziehen sie auf ihre Lebenssituation und achten sie
kennen unterschiedliche Organisationsformen des Zusammenlebens im Gemeinwesen (zum Beispiel Familie, Nachbarschaft, Verein, Schule, Gemeinde, Landkreis, Land, Bund)
vergleichen ausgewählte Merkmale unterschiedlicher Herrschaftssysteme unterschiedlicher Epochen mit dem heutigen System der Bundesrepublik
wissen um das Grundgesetz der Bundesrepublik (Präambel, Grundrechte [Artikel 1 bis 19]) und dessen Bedeutung für den Einzelnen (zum Beispiel Meinungsfreiheit, Wahlrecht, Gleichberechtigung)
bringen die staatsbürgerlichen Grundrechte mit ihrer jeweiligen Lebenssituation in Zusammenhang und achten sie
kennen die Idee der Europäischen Union und entwickeln Verantwortung für das Leben in Europa und der Welt (zum Beispiel Niederlassungsfreiheit, Migration, offene Grenzen, Umweltschutz, einheitliche Währung, Europäisches Parlament)
wissen um Rolle und Bedeutung von Medien im demokratischen Prozess (zum Beispiel Meinungs- und Pressefreiheit, Amtsblätter)
2.1.4.2 Demokratisches Leben
zeigen demokratische Grundhaltungen
achten und beachten die Rechte aller Menschen auf Leben, Freiheit, Sicherheit und Eigentum
wenden gelernte Strategien zur Lösung und zur Anbahnung von Kompromissen bei Konflikten und widerstreitenden Interessen an
beklagen sich in der Lern- und Schulgemeinschaft über Unzufriedenheiten und Missstände begründet und angemessen
bringen ihre eigene Meinung ein und nutzen ihre Mitspracherechte bei Fragen der Schulgemeinschaft
beteiligen sich aktiv und verantwortungsvoll am gesamten Schulleben und wirken an Entscheidungsprozessen mit
bilden eine eigene Meinung kriteriengeleitet nach Information, Diskussion und Reflexion zu Themen aus ihrer Lebenswelt
erkennen manipulierende und tendenziöse Einflüsse auf ihre Informationsgewinnung und Meinungsbildung und nutzen Strategien im Umgang damit
akzeptieren getroffene (Mehrheits-) Entscheidungen und setzen diese um
kennen Möglichkeiten der Meinungsäußerung, der Antragstellung und des Einlegens eines Widerspruchs bei unterschiedlichen Institutionen und demokratischen Gremien
2.1.5.1 Mediengesellschaft
untersuchen und bewerten den Einfluss der Medien und der medialen Vernetzung auf ihr Leben und das anderer
untersuchen charakteristische Merkmale verschiedener Kommunikationsformen (Mensch-Mensch, Mensch-Maschine, Maschine-Maschine) auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede und bewerten deren gesellschaftliche Auswirkungen
reflektieren die Darstellung von Sachverhalten in unterschiedlichen Medien
identifizieren und bewerten Interessen und Bedürfnisse von Beteiligten und Betroffenen bei der Mediennutzung in Beispielsituationen (zum Beispiel Privatsphäre, Information, Agitation, Unterhaltung, finanzieller Gewinn)
wissen um die Beeinflussungsmechanismen unterschiedlicher Medien und Anwendungen und nutzen Strategien im Umgang damit
stellen im Zusammenhang einer digitalisierten und technisierten Gesellschaft sowie einer konkreten (ethischen) Fragestellung einen eigenen Standpunkt dar
beschreiben Grundzüge der ‚digitalen Transformation‘ und der ‚digitalen Revolution‘
2.1.5.2 Information zu Medien: Analyse/Jugendmedienschutz / Informationelle Selbstbestimmung
kennen grundlegende und alltagsrelevante urheberrechtliche Bestimmungen und richten sich danach
kennen grundlegende und alltagsrelevante datenschutzrechtliche Bestimmungen, richten sich danach und kennen Möglichkeiten, deren Einhaltung von Fremden gegebenenfalls einzufordern
schützen und sichern ihre eigenen digitalen Daten (zum Beispiel durch Passwörter, Einschränkungen in den Einstellungen, Blockierungen)
kennen grundlegende jugendschutzrechtliche Bestimmungen
erkennen Gefährdungen durch Fremde (zum Beispiel Abonnements, schädigende Anhänge, Umgang mit Daten) und nutzen Möglichkeiten des Umgangs damit (Beratungs- und Anlaufstellen bei Cybermobbing)
gehen verantwortungsvoll mit alltagsrelevanten Medien um, erkennen Gefährdungen für sich selbst (zum Beispiel Umgang mit Daten und Privatsphäre, exzessive Nutzung, Abhängigkeit) und nutzen Möglichkeiten des Umgangs damit
erkennen Merkmale tendenziöser Information und Berichterstattung und nutzen Ansätze, um diese zu überprüfen
untersuchen und vergleichen unterschiedliche Medien auf Merkmale der Gestaltung, Auswahl und Aufbereitung von Informationen sowie hinsichtlich der möglichen Absicht und Wirkung
2.1.5.3 Nutzung von Medien: Analyse/Recherche, Information und Präsentation / Kommunikation/Unterhaltung
kennen unterschiedliche analoge und digitale Medien und bilden Routinen im Umgang mit diesen aus
nutzen selbstständig Medien unterschiedlicher Art spielerisch, zielgerichtet und lernorientiert
stellen Regeln über die Benutzung der vorhandenen Medien auf und halten sie ein
nutzen digitale Medien als Hilfe und Unterstützung zur Informationsgewinnung, hinterfragen sie kritisch und vergleichen sie
gewinnen zufriedenstellende Informationen anhand ausgewiesener Kriterien durch Suchmaschinen
verwenden digitale Medien als Hilfe und Unterstützung beim Präsentieren
kennzeichnen Informationen, Entlehnungen und Zitate aus Medien
dokumentieren ihre Lernleistungen und Arbeitsergebnisse mit unterschiedlichen Medien
kommunizieren über digitale Medien
nutzen in Abhängigkeit von Anlass und Adressaten in angemessener Form unterschiedliche Medien zur Kommunikation
nutzen digitale Lernwerkzeuge zum Üben und Wiederholen erarbeiteter Inhalte
nutzen digitale Lernwerkzeuge unterschiedlicher Art für gezieltes und sachbezogenes Arbeiten
erkennen Übertretungen rechtlicher und moralischer Grenzen in der digitalen Welt und leiten daraus Regeln für das eigene soziale Verhalten ab
pflegen einen verantwortungsbewussten Umgang mit Medien unterschiedlicher Art und sind sich ihrer Gewohnheiten in der Nutzung von Medien bewusst
gehen mit eigenen und fremden Medien ordentlich um und warten sie sachgerecht
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