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Lehrpläne Bayern
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Deutsch
prozessbezogen
Entwicklungsbezogene Kompetenzen
17
Lernbereich 1: Sprechen und Zuhören
18
Lernbereich 3: Schreiben
20
inhaltsbezogen
Lernbereich 2: Lesen - mit Texten und weiteren Medien umgehen
23
Lernbereich 4: Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren
21
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Wahrnehmung und Motorik
orientieren sich im Raum, indem sie z. B. Wege durch den Raum zurücklegen oder verschiedene Positionen im Raum (z. B. neben der Tür stehend, auf der Bank sitzend) einnehmen.
nehmen unterschiedliche Materialien und ihre Beschaffenheit wahr, indem sie z. B. Knetmasse drücken oder Materialien in Fühlsäckchen ertasten.
analysieren und differenzieren verschiedene Objekte anhand von ähnlichen und unterschiedlichen Merkmalen (z. B. Bleistift, Buntstift, Kugelschreiber = Stifte; Apfel, Birne = Obst).
erkennen Figuren in einem indifferenten Umfeld (z. B. Kreise vor Muster aus Linien; Figur-Hintergrund-Wahrnehmung).
bestimmen Geräusche aus einer Anzahl von Geräuschquellen (Figur-Hintergrund-Wahrnehmung).
üben motorischen Fertigkeiten, indem sie Über-Kreuz-Bewegungen ausführen, die Beweglichkeit der Finger schulen und ihre Fingermuskulatur kräftigen.
trainieren ihre Auge-Hand-Koordination anhand einhändiger Übungen (z. B. greifen), anhand beidhändig gleicher Bewegungen (z. B. klatschen) und anhand beidhändig unterschiedlicher Bewegungen (z. B. eine Banane schälen).
Denken und Lernstrategien
nutzen Bildkarten (z. B. Lautgebärden) und für eine angemessene Zeitdauer präsente Merkhilfen (z. B. Buchstabenzug) beim Schriftspracherwerb.
ahmen Bewegungsabläufe (z. B. bei der Lautbildung, beim Schreibablauf) eines Vorbilds nach.
setzen Handlungsanleitungen z. B. bei der Schreibweise von Buchstaben schrittweise um.
versprachlichen Abläufe (z. B. Schreibablauf eines Buchstabens) handlungsbegleitend, um sich diese einzuprägen.
erkennen situativ eine Notwendigkeit zur individuellen Unterstützung im Lernprozess und fordern aktiv Hilfe ein.
Sprache und Kommunikation
erfassen die kommunikative Funktion von Sprache, indem sie durch gesprochene und geschriebene Sprache mit anderen in Kontakt treten (z. B. eine digitale Textnachricht oder Briefe erhalten).
erproben die Möglichkeiten nonverbaler Kommunikation und beschreiben deren Wirkung. Sie verändern die eigene Körperhaltung und Körperstellung je nach Situation und Kommunikationspartner.
erproben unterstützende und alternative Kommunikationsformen (z. B. technische Hilfsmittel mit Sprachausgabe) und trainieren deren Anwendung bzw. Ansteuerung.
Emotionen und soziales Handeln
reflektieren anhand ausgewählter Kriterien ihre emotionale und soziale Situation im Unterrichtsgeschehen sowie eigene kognitive, motorische und soziale Fähigkeiten.
bauen Frustrationstoleranz im Lernprozess des Schriftspracherwerbs auf und suchen in belastenden Lese- oder Schreibsituationen gezielt nach Entlastungen (z. B. stilles Lesen anstelle von Vorlesen).
1.1 Verstehend zuhören
entschlüsseln den Informationsgehalt der gesprochenen Sprache, indem sie
bekunden ihr Verständnis der gesprochenen Sprache in konkreten Situationen, indem sie
bekunden ihr Nicht-Verstehen der gesprochenen Sprache höflich und nutzen die Rückmeldungen zur Erweiterung ihres Wortschatzes und ihrer Verstehensmöglichkeiten, indem sie
1.2 Zu anderen sprechen
teilen sich mit, indem sie die Aufmerksamkeit eines Gegenübers mit individuellen körpereigenen Ausdrucksformen auf sich ziehen.
artikulieren sich verständlich und wenden Mittel der Stimmmodulation (z. B. Lautstärke, Betonung, Pausen, Sprechtempo, Sprachrhythmus) an, indem sie
erzählen von eigenen Erlebnissen, indem sie
sprechen bei kleinen Vorträgen (z. B. Präsentation von Gruppenergebnissen, Gedichtvortrag) verständlich und deutlich zu anderen, indem sie
äußern ihre Meinung und begründen diese, indem sie
1.3 Gespräche führen
gestalten kommunikative Standardsituationen (z. B. Begrüßung und Verabschiedung, Entschuldigung, Bitten, Gratulationen, Trost und Ermunterung), indem sie
beachten Regeln für gemeinsame Gespräche und gemeinsames Lernen (z. B. Gesprächskreise, Partner- und Teamarbeit), indem sie
zeigen Gesprächsbereitschaft und beteiligen sich aktiv an Gesprächen, indem sie
1.4 Über Lernen sprechen
erkennen und beschreiben Probleme beim Lernen und deren Lösungen, indem sie
erkennen und beschreiben Aufgaben und deren Lösungen, indem sie
sprechen mit anderen über Lernen und stellen eigene Lernergebnisse vor, indem sie
1.5 Szenisch spielen und Theater spielen
benennen Merkmale und Eigenschaften einer Figur, die sie darstellen, und versetzen sich in diese Rolle, indem sie Personen aus ihrer Lebenswirklichkeit (z. B. Eltern, Arzt, Verkaufspersonal) beobachten und deren Handlungen und Verhalten nachahmen.
gestalten eine Rolle im medialen Spiel (z. B. Hand- oder Fingerpuppen, Schattenspiel) oder im personalen Spiel, indem sie
beobachten andere im szenischen Spiel (z. B. auch anhand von Medien wie Fotos, Podcasts, Hörspielen oder Videos), benennen persönliche Eindrücke und tauschen sich darüber aus, indem sie
planen eine Theateraufführung und setzen sie um, indem sie
2.1 Über Leseerfahrungen verfügen
erleben den eigenen Namen als bedeutsam, indem sie
erleben altersgemäße, schüler- und situationsbezogene Texte, um auf Literatur neugierig zu werden, indem sie
begegnen Texten und Bildern und lesen sie, indem sie
nutzen freie Zeiten zum genießenden Lesen von Literatur, indem sie Bücher oder Zeitschriften in der Leseecke der Klasse zur Hand nehmen, um darin Bilder anzuschauen oder zu lesen. Medien aus der Klassen- oder Schulbücherei oder der Bibliothek ausleihen. Medien (z. B. Bücher einer Autorin oder eines Autors oder zu bestimmten Themen) gezielt finden.
2.2 Über Lesefertigkeiten verfügen
dekodieren Mimik, Gestik und Körpersprache von Personen, indem sie
dekodieren Objekte, indem sie
dekodieren und lesen Bilder und Ikonen, indem sie
dekodieren und lesen Symbole und Signale, indem sie
lesen Signalwörter, indem sie
lesen individuell bedeutsame Ganzwörter (z. B. Namen von Personen, Wochentage, Lebensmittel), indem sie
analysieren und bilden Laute, indem sie
analysieren und unterscheiden Buchstaben, indem sie
verknüpfen korrespondierende Laute und Buchstaben, indem sie
synthetisieren zwei Laute zu einer Silbe, indem sie
synthetisieren Laute und Silben zu Wörtern und erfassen ihren Sinn, indem sie
lesen einfache Sätze und kurze Texte und erfassen ihren Sinn, indem sie
lesen geeignete Texte flüssig, genau, in angemessenem Tempo und sinnentnehmend, indem sie
lesen einen Text vor, indem sie
2.3 Über Lesefähigkeiten verfügen und Texte erschließen
wenden zum sinnerschließenden Lesen grundlegende Lesestrategien während und nach dem Lesen an, indem sie
zeigen ihr Verständnis von literarischen Texten und Büchern, indem sie
zeigen ihr Verständnis von Sach- und Gebrauchstexten (z. B. Anleitungen, Rezepte, Werbetexte, Tabellen, Diagramme), indem sie
2.4 Texte präsentieren
tragen (auch selbst verfasste) Texte lesend oder auswendig vor einem Publikum vor, indem sie
stellen einem Publikum ein Buch vor, indem sie
3.1 Über Schreibfertigkeiten verfügen
halten verschiedene Schreib- und Malgeräte (z. B. Stifte, Kreiden, Pinsel) in der Hand und nutzen sie, um Spuren auf Papier zu hinterlassen, indem sie
halten Richtungen ein und variieren diese, indem sie
beachten Raumbegrenzungen beim Spurenziehen, indem sie
nutzen alternativ elektronische Schreibgeräte (z. B. Computer mit Tastatur, Tablet) zum Schreiben, indem sie
erzeugen beliebige Formelemente (z. B. Striche, Kritzeleien) und verstehen dies als Schreiben, indem sie
formen grundlegende Formelemente der unverbundenen Schrift (waagrechte, senkrechte, schräge Linien nach links und rechts, Strich als Zielstrich, Abstrich und Aufstrich, Kurve, Bogen, Oval, Spitze) mit Schreibgeräten, indem sie
schreiben einzelne Buchstaben der Druckschrift gut lesbar, indem sie
schreiben Buchstabenverbindungen, Wörter und Sätze, indem sie
schreiben flüssig, indem sie
formen grundlegende Formelemente der verbundenen Schrift (Ovalschwünge nach links und rechts, gerade Abstriche, rechtsschräge Aufstriche, Winkelzüge, Girlanden, Arkaden, rechts- und linksdrehende Schleifen und Knoten) mit Schreibgeräten, indem sie
schreiben einzelne Buchstaben der verbundenen Schrift, indem sie
entwickeln eine lesbare, gleichmäßige und persönliche Handschrift, indem sie
gehen mit Schrift gestalterisch um, indem sie
3.2 Texte planen und schreiben
schreiben Texte, die für sie im Alltag Bedeutung haben, indem sie
schreiben eigene kreative Texte, indem sie kind- und jugendgerechte literarische Formen und Textmuster (z. B. Gedichte, literarische Kleinformen) variieren.
verfassen kurze erzählende Texte (z. B. Erlebnisse oder erfundene Geschichten), indem sie
verfassen eigene informierende, beschreibende und berichtende Texte (z. B. Beschreibung einer Figur aus den Medien, Bericht über einen Ausflug der Klasse), indem sie
verfassen eigene argumentierende Texte (z. B. Vorbereitung zur Auswahl eines Ausflugsziels), indem sie
3.3 Texte überarbeiten
reflektieren die Qualität von eigenen und fremden Texten nach vereinbarten Kriterien, indem sie
überarbeiten eigene Texte, indem sie
4.1 Auditive Wahrnehmung und Merkfähigkeit entwickeln
entwickeln und nutzen ihre auditive Wahrnehmung, indem sie
entwickeln und nutzen ihre auditive Merkfähigkeit, indem sie
4.2 Phonologische Bewusstheit entwickeln
finden und sprechen Reimwörter und Reime, indem sie
erkennen Sätze als eine sprachliche Einheit und Wörter als Bausteine eines Satzes, indem sie
erkennen die Silbenstruktur von Wörtern, indem sie
analysieren den Anfangslaut eines Worts, indem sie
analysieren End- und Binnenlaut, indem sie
4.3 Richtig schreiben
schreiben lauttreue Wörter, indem sie diese silbisch mitsprechen, hören und die einzelnen gehörten Laute als Buchstaben aufschreiben. Vokale und Konsonanten unterscheiden, um den Vokal als Silbenkern zu bestimmen. Wörter mit Lauten, die aus mehreren Buchstaben bestehen (z. B. /au/, /ch/, /sch/, /pf/) verschriften. Wörter mit zwei Konsonanten am Wortanfang (z. B. Flasche, Blume) verschriften. Wörter mit vokalisiertem <r> (z. B. Wurm, parken) durch genaues Lautieren und Hören richtig schreiben. Wörter mit unbetonten Endsilben (Konsonant + <e>, <el>, <er>, <en>) richtig schreiben. Lautqualitäten gleich geschriebener Vokale (z. B. Ofen – offen, Esel – Ente) unterscheiden.
schreiben Wörter unter Berücksichtigung phonologischer Regelhaftigkeiten richtig, indem sie
schreiben Wörter unter Berücksichtigung orthographischer Merkstellen richtig, indem sie Wörter mit Dehnungs-h (z. B. Zahl, Frühling ) sammeln und sich einprägen. Wörter mit Doppelvokalen (z. B. Haare, Boot ) sammeln und sich einprägen. Wörter mit den Merkstellen <V>, <v>, <ck> <ß> und <i> trotz lang gesprochenem /i/ (z. B. Tiger ) sammeln, ordnen und sich einprägen. Wörter aus anderen Sprachen sammeln und sich einprägen (z. B. Computer, Baby, Thermometer ). Aufpassstellen in Wörtern markieren und sich diese in verschiedenen Aufschreibtrainings (z. B. einprägen – verdeckt aufschreiben, Laufdiktat) einprägen.
trennen Wörter nach Schreibsilben am Zeilenende und auch am Silbengelenk (z. B. di-cke).
finden gleiche Wortstämme in Wörtern und schreiben Umlaute und Verhärtungen richtig, indem sie Umlautungen durch Anwendung von Mehrzahl, Verkleinerungsform, Ableitung oder Beugung bilden (z. B. Apfel – Äpfel, Hut – Hütchen, Kamm – kämmen, tragen – du trägst ). bei Wörtern mit dem Laut /oi/ nach einem möglichen verwandten Wort mit <au> suchen (z. B. Haus – Häuser ) und so zwischen der Schreibung mit <äu> und <eu> entscheiden. Auslautverhärtungen mit <d> oder <g> durch Verlängerung der Wörter hörbar machen und die Wörter richtig schreiben.
schreiben häufig vorkommende Silben richtig (z. B. ver-, vor-, ent- ), indem sie sich diese in Aufschreibtrainings einprägen. Verben mit Vorsilben verbinden und die Bedeutungsänderung verstehen (z. B. laufen – verlaufen, abziehen – beziehen – einziehen ).
übertragen die Schreibweise von Wortstämmen auf verwandte Wörter, indem sie
wenden Strategien zum Erkennen von Nomen an, um die Großschreibung zu erkennen, und schreiben sie richtig, indem sie
wenden Strategien zum Erkennen von Verben an und schreiben sie richtig, indem sie die Bildung von Personalformen reflektieren. Personalformen in verschiedenen Zeiten bilden. Personalformen im Satzzusammenhang richtig bilden.
wenden Strategien zum Erkennen von Adjektiven an und schreiben sie richtig, indem sie
verwenden Satzzeichen richtig und achten auf die Großschreibung am Satzanfang, indem sie den Satz als Sinneinheit erfassen und dessen Ende mit einem Satzzeichen markieren. Punkt, Fragezeichen, Ausrufezeichen und Anführungszeichen unterscheiden und diese sinngemäß einsetzen.
zeigen Rechtschreibbewusstsein, indem sie
üben Rechtschreibung entsprechend eigener Lernbedürfnisse mithilfe eines individuellen und klassenbezogenen Übungswortschatzes, indem sie
überarbeiten eigene Texte mithilfe eines Wörterbuches oder mit Rechtschreibhilfen des Computers, indem sie
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