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Lehrpläne Bayern
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Freizeit
prozessbezogen
Entwicklungsbezogene Kompetenzen
11
inhaltsbezogen
Lernbereich 1: Planung und Gestaltung von Freizeit
8
Lernbereich 2: Freizeitaktivitäten
6
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Motorik und Wahrnehmung
nutzen Hilfsmittel wie Bedienungshilfen für elektronische Geräte oder Fahrdienste zur Verwirklichung ihrer Freizeitpläne.
Denken und Lernstrategien
strukturieren die Handlungsschritte, die für die Organisation und Teilnahme an Freizeitangeboten notwendig sind, mithilfe von Handlungsplänen oder Checklisten (z. B. versehen mit Bildern oder Symbolen).
trainieren wiederkehrende Handlungsschritte durch intensives Wiederholen im geschützten und realen Raum.
nutzen Strategien, um im ungeschützten Raum fremde Personen um Hilfe zu bitten.
Kommunikation und Sprache
analysieren wiederkehrende Gesprächsverläufe nach festen Bestandteilen und nutzen diese, um in ihrer Freizeit Gespräche beginnen und fortführen zu können.
nutzen Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation für Gespräche in ihrer Freizeit.
führen Telefongespräche, indem sie sich vorab Fragen überlegen, gängige Höflichkeitsformen einüben und sich während des Gesprächs wichtige Informationen notieren.
nutzen Internetseiten in leichter Sprache oder eine Vorlesefunktion, um Informationen zu entnehmen.
Emotionen und soziales Handeln
reflektieren und beschreiben ihre Emotionen in verschiedenen schulischen und außerschulischen Situationen, um entlastende und belastende Momente einschätzen zu können.
nutzen Stressbewältigungsstrategien in belastenden Situationen, die im Rahmen von Freizeit auftreten können (z. B. Konkurrenz beim Fußball).
zeigen gängige Höflichkeitsformen und altersspezifische Umgangsformen bei der Teilnahme an Freizeitaktivitäten.
1.1 Freie Zeit erleben
unterscheiden Zeit mit und ohne Verpflichtung, indem sie; gebundene Zeit (z. B. Therapiezeit, Unterrichtzeit) und freie Zeit (z. B. Ruhephasen, Pausen) erleben, gegenüberstellen und beschreiben.; Signale für Beginn und Ende von freier Zeit (z. B. Gong, Wecker, Uhrzeit) wahrnehmen.
erleben Wahlmöglichkeiten bei der Gestaltung von zeitlichen Freiräumen, indem sie; Lieblingsplätze alleine oder mit Freunden aufsuchen oder Pausenangebote (z. B. Snoozelenraum, Bank unter einem Baum) auswählen.; Wünsche zur Gestaltung von Freiräumen auf verbaler und nonverbaler Ebene formulieren.; sich auf neue Freizeitaktivitäten und neue Freizeitpartner einlassen.
erleben Erholung und Entspannung durch Freizeitaktivitäten, indem sie
erleben Gemeinschaft in ihrer Freizeit, indem sie; von anderen zu einem Fest eingeladen werden oder andere selbst einladen.; an einem Fest teilnehmen und Geselligkeit erleben.; sich z. B. bei Kneipenbesuchen oder bei Sportveranstaltungen als Mitglied einer Gruppe erleben.
1.2 Freizeit planen
sammeln Informationen zu Freizeitmöglichkeiten und -angeboten in ihrer näheren Umgebung, indem sie
wählen aus verschiedenen Freizeitangeboten eines aus, indem sie; verschiedene Alternativen nach bestimmten Kriterien (z. B. Interessen, Erreichbarkeit) bewerten.; eine Partnerin oder einen Partner suchen, mit der bzw. dem sie daran teilnehmen.; an einer „Schnupperstunde“ teilnehmen, um das Freizeitangebot kennenzulernen.; ihre Entscheidung für ein Freizeitangebot nach dem ersten Besuch hinsichtlich zeitlicher, sozialer und finanzieller Aspekte reflektieren und ggf. neu bewerten.
organisieren die Teilnahme an einer Freizeitaktivität, indem sie; die Veranstaltungszeit und den Weg zum Veranstaltungsort recherchieren.; die Entscheidung und Anmeldung für ihre Freizeitaktivität mit den Erziehungsberechtigten oder einem Betreuer abstimmen.; die Bedingungen und die Durchführbarkeit der Freizeitaktivität hinsichtlich der Kosten, Erreichbarkeit, Dauer überprüfen.; eine Barriereanalyse nach verschiedenen Kriterien (z. B. Zugänglichkeit des Veranstaltungsortes, Lesbarkeit einer Internetseite) durchführen und einen möglichen Hilfebedarf ermitteln.; eine möglicherweise benötigte Begleitung für die Ausübung der Freizeitaktivität, z. B. über die Offene Behindertenarbeit, den Familienentlastenden Dienst, ehrenamtliche Helfer, die Familie oder Freundinnen und Freunde, organisieren.
achten bei ihrer Freizeitgestaltung auf ihre Sicherheit, indem sie; ungefährliche Möglichkeiten für den Weg zur Veranstaltung und zurück nutzen (z. B. den Discobus, eine Begleitung oder sichere Straßen).; relevante Regeln aus dem Jugendschutzgesetz für die Bereiche Öffentlichkeit und Mediennutzung kennen und einhalten.; auf ihre mitgeführten Wertgegenstände achten.
2.1 Freizeitaktivitäten im Alltag nutzen
nutzen musische und kreative Angebote in ihrer Freizeit, indem sie; sich mit einer Motorik- oder Fühlplatte beschäftigen, für sich alleine im Garten sitzen, ein Puzzle machen oder mit anderen Gesellschaftsspiele (z. B. Würfelspiel, Brettspiel, Kartenspiel) spielen.; sich alleine oder mit anderen mit Styling, Mode und Wellness beschäftigen.; eine Sammlung (z. B. Zeitschriften, Autogramme, Sammel- und Tauschkarten) anlegen und pflegen.; an Angeboten des kreativen Wahlunterrichts (z. B. Tanz, Theater, Trommeln) in der Schule teilnehmen.; Anregungen aus der Schule (z. B. aus Kreativwochen) für die private Freizeitgestaltung aufgreifen.; an Kursangeboten (z. B. Kochkurse, Töpferkurse, Malkurse) oder fortwährenden Gruppentreffen (z. B. Chor) teilnehmen.
nutzen kulturelle Angebote und Bildungsangebote in ihrer Freizeit, indem sie; an Exkursionen zu Sehenswürdigkeiten, an Führungen durch Ausstellungen oder an Museumsbesuchen teilnehmen oder diese organisieren.; kulturelle Veranstaltungen (z. B. Theateraufführung, Konzert, Poetry Slam , Ballettvorführung) besuchen.; an Kursangeboten (z. B. Computerkurs, Englischkurs, Tanzkurs) der Volkshochschule teilnehmen.; als Mitglied z. B. bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Roten Kreuz oder den Johannitern aktiv sind.
nutzen Sportangebote in ihrer Freizeit, indem sie; für sich alleine oder mit einem Partner oder einer Partnerin von zu Hause aus aktiv sind (z. B. walken, joggen, Fahrrad fahren).; sich für sportliche Aktivitäten mit anderen verabreden (z. B. kegeln, klettern, Ski fahren).; an einer Sportgruppe eines Vereins teilnehmen (z. B. Rollstuhlhockey, Fußball, Tischtennis).
beschäftigen sich mit Medien in ihrer Freizeit, indem sie; Bücher, Zeitschriften oder Zeitungen lesen.; über Telefon und Sprachnachrichten Kontakte zu Freundinnen und Freunden pflegen.; mit Musik, Filmen und Computerspielen ihre Freizeit sinnvoll und abwechslungsreich gestalten.; sich auf die Suche nach interessanten Fotomotiven in ihrer Umgebung machen, fotografieren und die Fotos ansprechend präsentieren.
2.2 Ausflüge und Reisen unternehmen
unternehmen einen Ausflug, indem sie; sich auf eine neue Umgebung einlassen.; in einer neuen Umgebung mithilfe von analogen oder digitalen Medien (z. B. Stadtplan, Wanderkarte, Internet) orientieren.; ein Ausflugsziel festlegen, den Weg dorthin organisieren, mögliche Aktivitäten auswählen und die notwendigen Finanzen überschlagen.; sich mit anderen dazu verabreden.
unternehmen, wenn möglich, eine Urlaubsreise als Klassenreise oder Abschlussfahrt, indem sie; verschiedene Arten von Urlaubsreisen (z. B. eine Städtereise, ein Skiurlaub oder eine Wanderreise) unterscheiden.; Informationen für die Reise aus Katalogen, im Reisebüro und im Internet recherchieren.; sich in der Klasse für eine durchführbare Reise entscheiden.; geeignete Verkehrsmittel für die Anreise nach bestimmten Kriterien (z. B. Reisedauer, Kosten, Barrierefreiheit) auswählen und die Tickets besorgen.; geeignete Übernachtungsmöglichkeiten (z. B. Campingplatz, Jugendherberge, Pension, Hotel) nach bestimmten Kriterien (z. B. Verfügbarkeit, Kosten, Barrierefreiheit) auswählen und die Buchung organisieren.; eine ggf. für die Reise notwendige Begleitung organisieren.; für die Reise ggf. notwendige Medikamente oder Hilfsmittel mit einem Arzt absprechen und diese besorgen.; ihre Reiseunterlagen bereitlegen und ihren Koffer packen.
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Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) Bayern — LehrplanPLUS, Förderschule, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Freizeit 10–12 (Berufsschulstufe). Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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