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Lehrpläne Bayern
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Mobilität
prozessbezogen
Motorik und Wahrnehmung
8
Denken und Lernstrategien
6
Kommunikation und Sprache
2
Emotionen und soziales Handeln
4
inhaltsbezogen
Planung von Mobilität
6
Lernbereich 2: Orientierung in Gebäuden und im Straßenverkehr
11
Lernbereich 3: Fortbewegung im Straßenverkehr
9
Sozialverhalten im Straßenverkehr
3
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Motorik und Wahrnehmung
orientieren sich in offenen und geschlossenen Räumen mithilfe der Raumbegrenzungen, der Akustik oder der Lichtverhältnisse.
trainieren im Schonraum in vielfältigen Übungen ihre Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit (z. B. stehen – laufen auf ein akustisches Signal hin).
erleben den eigenen Körper als Zugang zur Welt, lassen verschiedene Körper- und Sitzhaltungen zu oder bringen ihren Körper eigenständig in verschiedene Positionen.
üben verschiedene Bewegungsabläufe (z. B. Aufstehen aus dem Rollstuhl, Treppensteigen, Fahrradfahren) im Schonraum, bis sie diese sicher beherrschen, bevor sie am Straßenverkehr teilnehmen.
setzen individuell erforderliche Mobilitätshilfen (z. B. Rollator, Rollstuhl, Gehhilfen) zur Fortbewegung zunächst im Schonraum ein, bis sie diese sicher beherrschen, bevor sie diese im Straßenverkehr nutzen.
lassen das Schieben, Wenden oder Nachhinten-Kippen des Rollstuhls durch Begleitpersonen zu und stellen sich auf diese Lageveränderungen ein.
bewegen als Rollstuhlfahrer ihren manuellen Rollstuhl durch Anschieben der Greifreifen über vielfältige Untergründe und bewältigen Barrieren durch Anheben und Kippen des Rollstuhls.
bewegen als Rollstuhlfahrer ihren elektrischen Rollstuhl durch sicheres Bedienen des Steuerungshebels (z. B. mit der Hand, dem Kopf oder dem Kinn) in angemessener Geschwindigkeit und suchen nach möglichst barrierefreien Wegen.
Denken und Lernstrategien
schätzen ihre Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Handlungsfähigkeiten im Straßenverkehr möglichst realistisch ein.
erkennen das Gefühl von Angst als Signal von Gefahren und vermeiden so Gefahrensituationen.
schätzen Folgen ihres Handelns im Straßenverkehr für sich und andere Verkehrsteilnehmer ab und richten ihr Handeln danach aus.
nutzen Strukturierungshilfen (z. B. Bilder, Symbole, Ich-Buch, Handlungspläne), um sich im Straßenverkehr zu orientieren und zu bewegen.
nutzen die Begleitung von vertrauten Personen zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr.
planen ihre zunehmend selbständige und schließlich unbegleitete Teilnahme am Straßenverkehr mit Unterstützung von Bezugspersonen.
Kommunikation und Sprache
nutzen Methoden der Unterstützten Kommunikation (z. B. Bildtafeln, Talker, Gebärden) zur Planung und Durchführung von Wegen im Straßenverkehr.
nutzen Übungen im geschützten Raum (z. B. Rollenspiele), um sich auf variierende Gesprächssituationen im Straßenverkehr vorzubereiten und um auf solche flexibel in der Realsituation zu reagieren.
Emotionen und soziales Handeln
reflektieren und analysieren belastende Situationen im Straßenverkehr und trainieren adäquate Lösungs- und Reaktionsmöglichkeiten durch Übungen im Schonraum.
machen sich eigene mögliche Reaktions- und Verhaltensweisen im Straßenverkehr bewusst und gelangen zu einer zunehmend größeren emotionalen Beherrschtheit.
bedenken mögliche Reaktions- und Verhaltensweisen von anderen Verkehrsteilnehmern und erwerben eine zunehmend größere emotionale Belastbarkeit.
setzen sich mit der Begrifflichkeit „Behinderung“ auseinander und entscheiden, inwiefern sie sich diese selbst zuschreiben, um selbstbewusst mit einem Schwerstbehindertenausweis umzugehen oder auf Beschimpfungen zu reagieren.
Planung von Mobilität
stellen sich schrittweise auf eine Erweiterung ihres Mobilitätsradius ein, indem sie
suchen Wege zu ihnen bekannten und unbekannten Zielen (z. B. Schule, Praktikumsstelle, Treffpunkt mit einer Freundin oder einem Freund) mithilfe von Stadtplänen und Karten, indem sie
mögliche Start- und Zielpunkte mithilfe von Realgegenständen, Bildmaterial oder akustischen Signalen antizipieren.
Start und Zielpunkt ihres Weges festlegen.
Start- und Zielpunkt in einem analogen Stadtplan finden, die Strecke zwischen Start- und Endpunkt auf dem Plan verfolgen und die Fahrtzeit mit verschiedenen Verkehrsmitteln abschätzen.
Start- und Zielpunkt in einen Online-Kartendienst eingeben, die Strecke zwischen Start- und Endpunkt auf der digitalen Karte z. B. mithilfe des Verkleinerungs- und Vergrößerungsmodus verfolgen und die angegebene Fahrtzeit für verschiedene Verkehrsmittel ablesen.
planen die Zurücklegung eines Weges mit geeigneten Mobilitätsformen (z. B. zu Fuß, mit dem Rollstuhl, mit dem Rad, mit der U-Bahn), indem sie
analysieren mögliche Barrieren und Gefahren auf der Wegstrecke und suchen nach Möglichkeiten, diese zu entschärfen, indem sie
berücksichtigen Verzögerungen z. B. aufgrund von entfallenden oder überfüllten Verkehrsmitteln, Verkehrsstau, schlechten Witterungsverhältnissen und ungeplanten Situationen (z. B. Einstieg in eine S-Bahn in die falsche Richtung) auf der Wegstrecke, indem sie
erstellen einen Wegeplan vor Antritt der Wegstrecke, indem sie
Sich in Gebäuden orientieren
orientieren sich im Raum, indem sie
unterschiedliche Lagerungen (z. B. sitzend, liegend, stehend) oder Standorte (z. B. am Fenster, am Tisch) in einem Raum einnehmen.
orientieren sich in den Räumen ihres Schulalltags, indem sie
orientieren sich in ihnen bekannten und unbekannten Gebäuden, indem sie
nutzen sicher Treppen, Rolltreppen und Aufzüge, indem sie
Sich im Straßenverkehr orientieren
orientieren sich an Wegpunkten im Straßenverkehr, indem sie
orientieren sich an Hinweisschildern im Straßenverkehr, indem sie
Piktogramme und Geschäftsbezeichnungen (z. B. für Apotheken, Lebensmittelmärkte) in der Öffentlichkeit wahrnehmen und deren Information entschlüsseln.
Gebäudebeschriftungen (z. B. Schriftzug „Schule“, „Agentur für Arbeit“) lesen und deren Bedeutung entschlüsseln.
Schilder mit Straßennamen und Hausnummern lesen und zur Orientierung nutzen.
Wegweiser (z. B. „Bahnhof“) lesen, deren Richtungsweisung erkennen und zur Orientierung nutzen.
orientieren sich an Verkehrsschildern und Lichtzeichenanlagen, indem sie
relevante Gefahrzeichen, Vorschriftzeichen und Richtzeichen im Straßenverkehr wahrnehmen, deren Bedeutung entschlüsseln und entscheiden, ob ihr Geltungsbereich für sie relevant ist.
Ampelanlagen und Warnzeichen wahrnehmen, deren Bedeutung entschlüsseln und sich nach deren aktuellem Signal (z. B. grün oder Vibrieren = gehen) richten.
orientieren sich an akustischen Signalen im Straßenverkehr, indem sie
Sich auf Plänen und Karten orientieren
lesen und orientieren sich mithilfe von Skizzen und Lageplänen, indem sie
lesen und nutzen analoge Stadtpläne und Landkarten, indem sie
orientieren sich mithilfe von digitalen Karten oder Online-Kartendiensten, indem sie
Zu Fuß, mit dem Rollstuhl oder mit Sportgeräten am Straßenverkehr teilnehmen
nehmen zu Fuß, mit dem Rollstuhl oder mit Sportgeräten (z. B. Inlineskates, Skateboards) am Straßenverkehr teil, indem sie
beachten für Fußgänger relevante Verkehrsschilder und Ampelsignale, indem sie
nehmen besondere Gefahrensituationen für Fußgänger wahr und bewältigen sie sicher, indem sie
Mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen
nehmen mit einem Fahrrad am Straßenverkehr teil, indem sie
diese auf ihre Verkehrssicherheit überprüfen (z. B. Bremsen, Beleuchtung, Reflektoren, Klingel, Reifenprofil) und regelmäßig warten.
beachten für Fahrradfahrer relevante Verkehrsschilder und Ampelsignale, indem sie
nehmen besondere Gefahrensituationen für Fahrradfahrer wahr und bewältigen sie sicher, indem sie
Als Fahrgast am Straßenverkehr teilnehmen
nutzen einen Fahrdienst für Menschen mit Behinderung (Behindertenfahrdienst), indem sie
fahren mit dem Taxi, indem sie
fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, indem sie
Sozialverhalten im Straßenverkehr
beachten gängige Verhaltensregeln für das Auftreten im öffentlichen Raum, indem sie
beugen Gefahren im öffentlichen Raum vor, indem sie
interagieren in der Öffentlichkeit angemessen, indem sie
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