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Lehrpläne Bayern
Gymnasium
Archäologie
inhaltsbezogen
Basismodul „Grundlagen der Archäologie und des Denkmalschutzes“
6
Modul „Steinzeit und Bronzezeit“ (ca. 12 Std.)
2
Modul „Der Alte Orient – Mesopotamien und Kleinasien“ (ca. 12 Std.)
3
Modul „Das Alte Ägypten“ (ca. 12 Std.)
3
Modul „Die minoische und mykenische Kultur“ (ca. 8 Std.)
2
Modul „Griechische Antike“ (ca. 16 Std.)
3
Modul „Römische Antike“ (ca. 16 Std.)
3
Modul „Die Etrusker“ (ca. 8 Std.)
2
Modul „Die Kelten“ (ca. 12 Std.)
2
Modul „Die Römer in Bayern – Provinzialrömische Archäologie“ (ca. 16 Std.)
2
Modul „Archäologie des Mittelalters“ (ca. 12 Std.)
2
Modul „Archäologie der Neuzeit“ (ca. 12 Std.)
2
Themenbereich „Asiatische Völker und Staaten“ (ca. 8 Std.)
2
Themenbereich „Amerika vor Kolumbus“ (ca. 8 Std.)
2
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Basismodul „Grundlagen der Archäologie und des Denkmalschutzes“
erfassen die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung von Archäologie und Denkmalschutz insbesondere auch in ihrem regionalen Umfeld, um die Notwendigkeit des Engagements für die Denkmalpflege in einem Kulturstaat zu erkennen.
lernen anhand von exemplarischem Quellenmaterial aus verschiedenen Epochen und geografischen Räumen analytische und interpretierende Arbeitstechniken der Archäologie und der Denkmalpflege kennen und beurteilen deren Möglichkeiten und Grenzen.
wenden fachspezifische Arbeitsmethoden an, wobei sie auch interdisziplinäre Ansätze einbeziehen und ihre Ergebnisse, z. B. in digitaler Form, präsentieren.
analysieren auch unter Einbeziehung ihrer historischen Kenntnisse herausragende Kunstwerke und vertiefen dabei ihre ästhetische Bildung.
vertiefen in jedem Schuljahr ihre Kompetenzen zu Archäologie und Denkmalschutz mithilfe mindestens einer Exkursion. Gegebenenfalls nehmen sie auch an einer wissenschaftlichen Lehrgrabung teil.
diskutieren, wie archäologische Erkenntnisse medial vermittelt werden, und beurteilen die Präsentation archäologischer Funde und Befunde im öffentlichen Raum.
Modul „Steinzeit und Bronzezeit“ (ca. 12 Std.)
erkennen die Wechselbeziehung der Abhängigkeit des Menschen von der Natur und der Entwicklung von Werkzeugen und Techniken.
vollziehen mithilfe archäologischer Befunde die Entwicklung von Religion und Kunst in der Altsteinzeit, die Ausbildung der sesshaften Lebensweise in der Jungsteinzeit sowie die Verwendung von Metallen in der Bronzezeit nach und erfassen deren Bedeutung als wirtschaftliche, soziale und kulturelle Umwälzung.
Modul „Der Alte Orient – Mesopotamien und Kleinasien“ (ca. 12 Std.)
erfassen die Rolle des Vorderen Orients als ein Ausgangspunkt für die zivilisatorische Weiterentwicklung der Menschheit.
gewinnen Einsicht in die Abläufe und Bedingungen, unter denen sich Ackerbau und Viehzucht als dominierende Lebensform entwickelten, und erklären die Faktoren, die die Entstehung von ersten Städten und Staaten begünstigten.
erkennen monumentale Architektur, Schriftgebrauch und Wissenschaft als Merkmale altorientalischer Hochkulturen und untersuchen deren Einflüsse auf die europäischen Kulturen.
Modul „Das Alte Ägypten“ (ca. 12 Std.)
setzen sich am Beispiel Ägyptens mit der archäologischen Perspektive auf eine antike Hochkultur auseinander und untersuchen dabei, inwiefern archäologische Befunde Aussagen über Kunst, Religion, Alltagsleben sowie gesellschaftliche und politische Strukturen ermöglichen. Sie beschreiben, wie sich die ägyptische Kunst und Kultur auf andere Kulturen ausgewirkt hat.
untersuchen Statuen und Reliefs und treffen Aussagen über ihre Funktion bei Herrschaftsverehrung und Totenkult.
setzen sich mit der Ausstattung und Ausschmückung von Pyramiden und anderen Grabmälern auseinander und überprüfen, inwiefern sich auf dieser Basis differenzierte Aussagen über altägyptische Jenseitsvorstellungen treffen lassen.
Modul „Die minoische und mykenische Kultur“ (ca. 8 Std.)
erkennen die Bedeutung der geographischen Lage Kretas für den wirtschaftlich-kulturellen Aufschwung dieser Insel-Macht und ihre Ausstrahlung auf die festländische mykenische Gesellschaft.
gewinnen anhand der Paläste bzw. Festungen, der Wandmalereien und der Keramik Einblicke in die Lebensverhältnisse beider frühen Hochkulturen Europas und beschreiben die Unterschiede sowie die gegenseitige Beeinflussung.
Modul „Griechische Antike“ (ca. 16 Std.)
erarbeiten ausgehend von einer Klärung des Begriffs „Klassische Archäologie“ verschiedene Epochen der griechischen Kultur, indem sie charakteristische Beispiele für die Plastik von der geometrischen bis zur hellenistischen Zeit untersuchen.
entwickeln anhand wichtiger Schöpfungen der Griechen auf dem Gebiet der Architektur und des Bauschmucks, des Grabkults und der Vasenmalerei eine vertiefte Vorstellung vom Stellenwert der griechischen Kunst in der Kunstgeschichte.
gewinnen Einblicke in das Alltagsleben der Griechen, deren Werthaltungen und religiöse Vorstellungen.
Modul „Römische Antike“ (ca. 16 Std.)
erwerben durch die Beschäftigung mit Architektur, Kunst und Alltagsgegenständen vertiefte Einblicke in Kultur und Kulturkontakte der Römer und erfassen deren entscheidende Bedeutung für das Werden Europas.
setzen sich mit den städtebaulichen Leistungen der Römer auseinander, wobei ihnen die öffentlichen Zweckbauten ebenso wie die Privathäuser fundierte Rückschlüsse auf gesellschaftspolitische Aspekte und das Alltagsleben der Römer ermöglichen.
beschreiben die vielfältige Rezeption der griechischen Kunst durch die Römer.
Modul „Die Etrusker“ (ca. 8 Std.)
erschließen die Kultur der Etrusker vor allem durch die Beschäftigung mit den Gräbern und dem Totenkult und ziehen Rückschlüsse auf Gesellschaft, Alltagsleben und Jenseitsvorstellungen.
setzen sich mit etruskischen Skulpturen und Malerei auseinander, um die Einflüsse insbesondere griechischer Kunst auf die Etrusker, gleichzeitig aber auch etruskisches Fortwirken in der römischen Kultur zu erkennen.
Modul „Die Kelten“ (ca. 12 Std.)
gewinnen ein archäologisch fundiertes Bild der Kelten und beurteilen auf Grundlage der erworbenen Kenntnisse die Darstellung der Gallier in der römischen Literatur und Formen heutiger Keltenrezeption.
erfassen die hoch entwickelte Kultur der Kelten und deren Innovationskraft, wobei sie insbesondere Eisenverarbeitung, kunstvolles Handwerk, Geldwirtschaft und städtische Zivilisation berücksichtigen.
Modul „Die Römer in Bayern – Provinzialrömische Archäologie“ (ca. 16 Std.)
beschreiben am Beispiel der Provinzen Rätien und Noricum Prozesse der Übernahme römischer Zivilisation und kultureller Anpassung in vielen Gebieten des Imperium Romanum (Romanisierung).
erfassen das antike Erbe in Bayern, das in vielfältigen materiellen Hinterlassenschaften greifbar wird.
Modul „Archäologie des Mittelalters“ (ca. 12 Std.)
erweitern durch die Beschäftigung mit archäologischen Befunden, die sie in Bezug setzen zu schriftlichen und bildlichen Quellen, ihre Kenntnisse zum Mittelalter, insbesondere zur mittelalterlichen Alltagskultur.
erkennen beispielsweise bei der Auseinandersetzung mit stadtarchäologischen Forschungen Spuren des Mittelalters in ihrer Lebenswelt.
Modul „Archäologie der Neuzeit“ (ca. 12 Std.)
erkennen, dass archäologische Forschung auch zur neueren und jüngsten Geschichte wesentliche Einsichten zu liefern vermag.
entwickeln ein Bewusstsein dafür, dass historisch bedeutsame Stätten des 16. bis 20. Jh. schützenswerte Denkmäler sind.
Themenbereich „Asiatische Völker und Staaten“ (ca. 8 Std.)
gewinnen Einblicke in die historische Kultur Asiens und erweitern somit ihre vorrangig westlich-europäisch geprägten Vorstellungen.
lernen anhand herausragender Denkmäler Beispiele für Lebensweise und Denken, Kunst und Technik historischer asiatischer Völker kennen, um deren kulturelle Leistungen in ihrer Eigenbedeutung sowie im Vergleich mit den gleichzeitigen bzw. späteren Verhältnissen in Europa zu beurteilen und zu würdigen.
Themenbereich „Amerika vor Kolumbus“ (ca. 8 Std.)
lernen die altamerikanischen Kulturen der Maya, Inka und Azteken sowie anderer Völker als entwickelte städtische Zivilisationen kennen, indem sie sich u. a. mit Stadtanlagen und Tempelpyramiden, Astronomie, Kalender und Schrift befassen.
beurteilen ausgehend von der Auseinandersetzung mit den archäologischen Denkmälern die ideologisch geprägte schriftliche Tradition der europäischen Eroberer und Missionare.
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Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus / ISB — LehrplanPLUS Gymnasium, Fachlehrplan Archäologie, Ar12/13
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