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Eth5 Lernbereich 1: Wahrnehmung und Bedürfnisse (ca. 18 Std.)
vergleichen in einfach strukturierten Situationen ihre Wahrnehmung von sich selbst und der Außenwelt mit der Wahrnehmung anderer, damit sie über eine angemessene Grundlage für ihr Urteilen und Handeln verfügen.
berücksichtigen im Umgang mit Anderen, dass Wahrnehmung von individuell unterschiedlichen Bedingungsfaktoren abhängt.
nehmen grundlegende Gefühle wahr und benennen sie.
geben und empfangen Feedback zu Wahrnehmungen auf wertschätzende Art.
überprüfen in überschaubaren Alltagszusammenhängen ihre ersten Urteile darauf, ob es sich dabei um Vorurteile handelt.
machen sich eigene Bedürfnisse und die Bedürfnisse anderer bewusst und erkennen den inneren Zusammenhang von Bedürfnissen und Regeln.
wägen in Alltagssituationen ab, ob der Verzicht auf sofortige Bedürfnisbefriedigung vorteilhaft für sie und andere ist.
erleben sinnliche Wahrnehmung als Genuss, zum Beispiel beim Betrachten von Bildern und beim Hören von Musik.
Eth5 Lernbereich 2: Familie (ca. 16 Std.)
achten die Familie als eine Gemeinschaft, die Kindern in besonderer Weise Nähe, Geborgenheit und Wachstum ermöglichen kann.
versetzen sich in das Erleben anderer Familienangehöriger, vollziehen deren Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche nach und berücksichtigen diese in ihren Handlungen.
hören ihren Gesprächspartnern gut zu und formulieren Ich-Botschaften.
drücken in der Auseinandersetzung mit anderen Familienmitgliedern ihre Emotionen auf verantwortungsvolle Weise aus.
erkennen ihre Pflichten und Aufgaben innerhalb der Familie und sehen ein, dass jeder einen fairen Beitrag zum gemeinschaftlichen Leben leisten soll.
erkennen die Konsequenzen, die sich aus spezifischen Situationen in der Familie für das Leben der Familienmitglieder ergeben, und versetzen sich in deren Lage, um ein besseres Verständnis für deren Handeln und Bedürfnisse zu entwickeln.
Eth5 Lernbereich 3: Spielen (ca. 12 Std.)
erkennen die Notwendigkeit von Fairness und Regeln, indem sie verschiedene Arten von Spielen erproben und ihr Spiel anschließend reflektieren.
einigen sich selbständig auf Regeln und begründen Regeln dabei mithilfe von genauer Begrifflichkeit und einfacher Logik.
halten sich an Regeln und fordern dies auch von anderen auf angemessene Weise ein.
kontrollieren ihre Emotionen, wenn sie verlieren, und genießen die Geselligkeit beim Spielen.
erleben Spiele als kreativen Freiraum.
Eth5 Lernbereich 4: Feste (ca. 10 Std.)
nehmen kulturelle und weltanschauliche Unterschiede beim Feiern von Festen wahr und respektieren diese.
planen und gestalten eine Festlichkeit und erleben diese als einen Höhepunkt im Alltag.
versetzen sich emotional in die Situation und das Erleben anderer Menschen beim Feiern von Festen.
Eth6 Lernbereich 1: Judentum und Christentum (ca. 14 Std.)
verstehen wesentliche Glaubensinhalte von Judentum und Christentum.
erkennen wesentliche Gemeinsamkeiten zwischen Judentum und Christentum, insbesondere im Hinblick auf Wertvorstellungen.
achten die Überzeugung jüdischer und christlicher Gläubiger, dass es sich bei ihren heiligen Texten um die Offenbarung Gottes handelt.
unterscheiden die jüdisch-christlichen Schöpfungserzählungen von altersgemäß vereinfachten naturwissenschaftlichen Theorien zur Entstehung der Welt im Hinblick auf Voraussetzungen und Intention.
haben eine Vorstellung vom Gerechten und Guten in Christentum und Judentum und stellen einen Bezug zum eigenen Leben her.
Eth6 Lernbereich 2: Umgang mit Medien (ca. 10 Std.)
sind sich bewusst, dass ihre Haltungen von Medien beeinflusst werden, durchschauen Mechanismen der Manipulation und gehen angemessen damit um.
verfügen über einfache Strategien der Kontrolle ihres Medienkonsums.
sind sich der Vorteile, aber auch der Gefährdungen durch soziale Kontakte über das Internet bewusst.
erkennen die Gefahr, die die exzessive Nutzung digitaler Medien für ihr psychisches und physisches Wohlergehen darstellt.
reflektieren ihre Mediennutzung und treffen bei ihrem Medienkonsum eine bewusste Wahl.
Eth6 Lernbereich 3: Dem Anderen begegnen (ca. 14 Std.)
akzeptieren, dass jedem anderen Menschen in gleichem Maße das Recht auf Selbstentfaltung zukommt wie ihnen selbst, z. B. in der Gleichaltrigengruppe.
stellen im Umgang mit Gleichaltrigen eigene und fremde Gedankengänge verständlich, strukturiert und sachgerecht dar. Sie berücksichtigen dabei, dass gelingende Kommunikation einen wesentlichen Beitrag zu einem respektvollen und menschlichen Umgang mit Anderen leistet.
überprüfen in der Begegnung mit anderen Menschen ihre spontanen Urteile über sie, respektieren deren Recht, anders zu sein, und nehmen dieses Recht auch für sich wahr.
vollziehen Gefühle, Gedanken und Probleme von anderen nach und berücksichtigen diese in ihren Entscheidungen und Handlungen, z. B. in der Teamarbeit mit Gleichaltrigen.
verstehen die graduellen Unterschiede zwischen Toleranz, Solidarität und Freundschaft und reflektieren ihre jeweilige Bedeutung für das Handeln in ihrem eigenen Alltag.
setzen sich für Außenseiter und Benachteiligte ein, z. B. in ihrer Klassengemeinschaft.
verwenden einfache Strategien, auf sozial verträgliche Weise Nein zu sagen.
spiegeln ihrem Gesprächspartner Inhalte und Gefühle.
Eth6 Lernbereich 4: Konsum und Freizeit (ca. 18 Std.)
durchschauen und bewerten die Versuche der Einflussnahme von Seiten der Konsum- und Freizeitindustrie.
erkennen den Einfluss der Gleichaltrigengruppe auf ihr Konsum- und Freizeitverhalten.
machen sich im Zusammenhang mit ihrem Konsum- und Freizeitverhalten ihre eigenen Bedürfnisse bewusst, auch vor dem Hintergrund, dass ihre Freizeit begrenzt ist.
beschreiben und bewerten in konkreten Zusammenhängen, welche Folgen Konsumverhalten auf Menschen in anderen Ländern und auf unsere Umwelt hat, und berücksichtigen dies in ihrem Handeln, z. B. beim schonenden Umgang mit Arbeitsmaterial in der Schule.
wenden bezüglich ihres Konsumverhaltens einfache Techniken der Selbstkontrolle an, wenn sie dies in einer gegebenen Situation als vorteilhaft für sich und andere erkannt haben.
schätzen die Vorzüge einer Vielfalt in der Freizeitgestaltung.
Eth7 Lernbereich 1: Islam (ca. 12 Std.)
verstehen die Grundlagen des islamischen Glaubens und zeigen Respekt vor den Muslimen bei deren Erfüllung ihrer religiösen Aufgaben.
achten die Überzeugung islamischer Gläubiger, dass es sich bei ihren heiligen Texten um die Offenbarung Gottes handelt.
identifizieren ein gemeinsames ethisches Fundament von Judentum, Christentum und Islam und achten in interkulturellen Begegnungen nicht nur auf Unterschiede, sondern auch auf Gemeinsamkeiten.
haben eine Vorstellung vom Gerechten und Guten im Islam und stellen einen Bezug zum eigenen Leben her.
unterscheiden zwischen Muslimen und Islamisten.
machen sich ein differenziertes Bild vom Alltagsleben der Muslime in Deutschland.
Eth7 Lernbereich 2: Konflikte und ihre Regelung (ca. 26 Std.)
akzeptieren Konflikte als alltägliche Herausforderung ihres Menschseins und nutzen die Entwicklungsmöglichkeiten, die sie bieten.
erkennen mögliche Ursachen von Konflikten, indem sie Motive und Interessen sowie ggf. Vorurteile, unterschiedliche Wahrnehmungen und einfach strukturierte Kommunikationsprobleme analysieren.
sprechen Konflikte offen an und geben sich nicht mit Scheinlösungen zufrieden.
lösen einfach strukturierte Konflikte gewaltfrei, indem sie Kompromisse herbeiführen und Vereinbarungen für die Zukunft treffen. Als Außenstehende greifen sie mäßigend in Konflikte ein und vermitteln.
vollziehen in Konfliktsituationen Gefühle, Gedanken und Probleme von anderen nach und berücksichtigen diese bei der Lösungssuche.
spiegeln ihrem Gesprächspartner Inhalte und Gefühle, hören ihrem Gegenüber gut zu, verwenden Ich-Botschaften, geben und empfangen Feedback auf wertschätzende Art und verzichten auf Killerphrasen, insbesondere in Konfliktsituationen.
argumentieren in Streitgesprächen begründet sowie widerspruchsfrei und vertreten ihren Standpunkt, gehen aber auch auf andere Argumente ein und differenzieren bzw. revidieren ihre Urteile ggf. im Gespräch. Ebenso überprüfen sie mündliche und schriftliche Beiträge anderer im Hinblick auf die Grundprinzipien rationalen Argumentierens.
kontrollieren in Konfliktsituationen ihre Wut.
versetzen sich in die Situation von Mobbingopfern. Sie sind sich der Bedeutung der Zuschauer bewusst und tragen zur Beendigung von Mobbingfällen bei.
Eth7 Lernbereich 3: Erwachsen werden (ca. 18 Std.)
reflektieren die Veränderungen, die in der Pubertät mit ihrem Körper, ihren Beziehungen zu wichtigen Bezugspersonen und mit ihren Interessen und Zielen eintreten.
nutzen für ihre Identitätsfindung Meinungen, Haltungen und Lebensentwürfe anderer als Orientierungshilfe; in der damit einhergehenden Unsicherheit finden sie Herausforderungen und Chancen.
betrachten sich selbst aus der Perspektive anderer und modifizieren ggf. ihre Selbsteinschätzung.
schließen sich in einer Gruppe begründet einer Meinung an oder lehnen diese begründet ab und widersetzen sich Gruppendruck ggf. effektiv und in angemessener Form; dabei finden sie eine Balance zwischen Anpassung und Selbstbestimmung.
nehmen die wachsende Verantwortung an, die mit der zunehmenden Freiheit im Jugendalter verbunden ist.
Eth8 Lernbereich 1: Sinnsuche (ca. 15 Std.)
erkennen eine Vielfalt von Möglichkeiten, Sinn für ihr Leben zu finden, und beurteilen diese mit Blick auf ihre eigenen Einstellungen und Bedürfnisse. Dabei erkennen sie auch deren Beitrag zur Prävention von z. B. Sucht, Depression und Suizid.
berücksichtigen bei der Sinnsuche moralische Maßstäbe, z. B. im Hinblick auf die Frage, ob sie sich selbst oder anderen Schaden zufügen.
erkennen Merkmale, Erscheinungsformen und mögliche Gefahren von sog. Sekten, Psychogruppen und neureligiösen Bewegungen. Sie erfassen Gründe für die Faszination von Esoterik, Okkultismus und Spiritismus, sind sich aber auch deren Risiken bewusst.
versetzen sich in Mitglieder von Gruppen hinein und erkennen gruppendynamische Prozesse. Sie können sich diesen Prozessen auch widersetzen.
sehen in Grenzsituationen sowohl eine Herausforderung als auch Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung.
Eth8 Lernbereich 2: Soziales Engagement (ca. 8 Std.)
verstehen soziales Engagement als eine Voraussetzung für eine humane Gesellschaft.
erkennen die Attraktivität sozialen Engagements (z. B. indem sie ihre Selbstwirksamkeit erfahren) und finden Möglichkeiten, sich persönlich einzubringen, insbesondere in der Schule.
würdigen ehrenamtliches Engagement und Vorbilder im Einsatz für andere.
Eth8 Lernbereich 3: Liebe, Freundschaft, Sexualität (ca. 15 Std.)
reflektieren die graduellen Unterschiede zwischen Bekanntschaft, Freundschaft und Partnerschaft sowie Verliebtheit und Liebe und berücksichtigen sie in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen.
nehmen ihre zwischenmenschlichen Beziehungen differenziert wahr und versetzen sich in das Erleben anderer, insbesondere im Bereich von Freundschaft und Liebe.
gehen im Bereich von Freundschaft und Liebe sowohl mit eigenen Gefühlen als auch mit den Gefühlen ihrer Mitmenschen verantwortungsbewusst um, insbesondere auch mit enttäuschten Erwartungen.
beurteilen Kontaktmöglichkeiten im Internet und Darstellungen von Freundschaft, Liebe und Sexualität in den Medien. Dabei machen sie sich bewusst, dass im Internet auftretende Identitäten fiktiv sein können.
nehmen ihre eigenen Erwartungen und die Erwartungen anderer an sie differenziert wahr. Sie beurteilen sie im Hinblick auf ihre Legitimität, Einlösbarkeit und ihr eigenes Selbstbild, auch im Hinblick auf Geschlechterrollen, u. a. in filmischen Darstellungen.
reflektieren Sexualität als menschliches Grundbedürfnis und die Vielfalt an Emotionen, die damit verbunden sind.
respektieren unterschiedliche sexuelle Orientierungen.
Eth8 Lernbereich 4: Umwelt- und Tierethik (ca. 18 Std.)
erkennen einfache Mittel, die in Bildern und Dokumentarfilmen zur Umweltethik eingesetzt werden, um bei ihnen Gefühle und Handlungsimpulse auszulösen, und beurteilen diese moralisch.
berücksichtigen in ihrem Urteil zum Umgang des Menschen mit der Natur wesentliche Begründungsansätze für den Umweltschutz, insbesondere auch das Konzept der Nachhaltigkeit.
wenden eine Methode der Fallanalyse an, um Zusammenhänge zwischen modernen Lebensgewohnheiten und Umweltproblemen wahrzunehmen, und berücksichtigen diese in ihrem Alltagshandeln.
berücksichtigen in ihrem Urteil zum Umgang des Menschen mit Tieren grundlegende Gedanken zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Mensch und Tier, insbesondere zum moralischen Status von Tieren.
nehmen Folgen ihres Konsumverhaltens für die Lebensbedingungen von Tieren wahr.
Eth9 Lernbereich 1: Fernöstliche Religionen (ca. 12 Std.)
verstehen wesentliche Glaubensinhalte von Hinduismus und Buddhismus, zeigen Respekt vor Hindus und Buddhisten bei der Erfüllung ihrer religiösen Aufgaben, insbesondere der Meditation, und achten deren religiöse Überzeugungen.
vergleichen das gemeinsame ethische Fundament der Abrahamsreligionen mit der Ethik von Hinduismus und Buddhismus.
machen sich eine Vorstellung vom Gerechten und Guten. Sie überprüfen dafür auch ethische Gedanken aus Hinduismus und Buddhismus und stellen einen Bezug zum eigenen Leben her.
unterscheiden zwischen Offenbarung und Mystik in den Weltreligionen.
erkennen den Einfluss des Hinduismus auf das Alltagsleben in Indien.
Eth9 Lernbereich 2: Gewissen und Verantwortung (ca. 12 Std.)
nehmen ihr Gewissen offen wahr.
berücksichtigen für einen reflektierten Umgang mit ihrem Gewissen, dass ihr Gewissen von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden kann. Dabei ziehen sie wesentliche Erklärungsmodelle zur Bildung des Gewissens heran.
nehmen Gewissenserfahrungen zum Anlass, erfolgte Handlungen zu reflektieren und ggf. neu zu beurteilen.
analysieren den Zusammenhang zwischen Absicht und Mittel im Hinblick auf die jeweiligen Umstände und Folgen einer Handlung und ihre Verantwortung.
werden sich ihrer Verantwortung gegenüber sich selbst, anderen und der Gesellschaft deutlich bewusst.
Eth9 Lernbereich 3: Friedensethik (ca. 22 Std.)
erkennen, dass Filme und Computerspiele oft kein realistisches Bild von tatsächlichem Kriegsgeschehen abgeben, damit sie die Konsequenzen von kriegerischen Auseinandersetzungen besser einschätzen können.
wenden zur gewaltfreien Lösung von Konflikten Techniken der „Gewaltfreien Kommunikation“, der Deeskalation und der Metakommunikation an, erkennen ggf. Auslöser für ihre Wut und übernehmen für sie die Verantwortung.
sind bereit, Bedingungen und Voraussetzungen für Frieden auf der Ebene des Einzelnen und in der Gruppe zu schaffen, mitzutragen und sich dafür einzusetzen.
bewerten die Vorstellungen zum gerechten Krieg und zum Pazifismus, um eine eigene, reflektierte Haltung zu aktuellen Konflikten in der Welt zu entwickeln.
erkennen Möglichkeiten und Grenzen eines Engagements für den Frieden.
erkennen und beurteilen den ethischen Gehalt von Karikaturen zu Krieg und Frieden.
Eth9 Lernbereich 4: Arbeitsethik (ca. 10 Std.)
beurteilen den Stellenwert von Arbeit im menschlichen Leben, insbesondere auch im Hinblick auf ihren eigenen Lebensentwurf.
ordnen das Leistungsprinzip in reflektierter Weise in ihre Vorstellung von einem guten Leben ein, u. a. indem sie die Leistungsorientierung ihrer Sozialisationsinstanzen reflektieren (z. B. Eltern, Schule, Freunde, Rollenvorbilder), und finden eine Balance zwischen Arbeit und anderen Bereichen des Lebens.
bewerten Arbeitsbedingungen in der modernen westlichen Welt, u. a. nach den Kriterien Gesundheit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung der Geschlechter.
nehmen im Hinblick auf ihre berufliche Orientierung Feedback bzgl. ihrer persönlichen Stärken und Schwächen aus unterschiedlichen Quellen wahr, bewerten dessen Plausibilität und ziehen ggf. angemessene Konsequenzen.
Eth10 Lernbereich 1: Ursprünge des Philosophierens (ca. 18 Std.)
erkennen in ihren eigenen Gedanken, u. a. im Staunen und Zweifeln, Anfänge des philosophischen Denkens.
unterscheiden philosophische Fragen von Alltagsfragen, formulieren philosophische Fragen selbst und führen philosophische Diskurse.
verwenden Begriffe präzise, insbesondere philosophische.
führen philosophische Gedankenexperimente durch, erkennen ihren Nutzen als philosophisches Verfahren und entwickeln sie auch selbst.
erläutern am Beispiel der vorsokratischen Naturphilosophie Merkmale philosophischen Denkens und unterscheiden dieses von mythischem Denken.
schätzen die Bedeutsamkeit skeptizistischer Positionen und ihrer Konsequenzen für das Selbstverständnis des Menschen und das Zusammenleben in der Gesellschaft ein. Dabei setzen sie sich insbesondere mit Beiträgen der Sophisten und Sokrates‘ auseinander.
erfahren die Gesprächsführung des Sokrates als Möglichkeit, ethischen Fragen auf den Grund zu gehen, indem sie u. a. die Motive und Urteile der Gesprächspartner hinterfragen.
entwerfen Strukturbilder und wenden ein philosophisches Texterschließungsmodell an, um ein vertieftes Verständnis philosophischer Zusammenhänge und Texte zu entwickeln.
Eth10 Lernbereich 2: Religionsphilosophie und vergleichende Religionsbetrachtung (ca. 14 Std.)
erfassen den Zusammenhang von Religion und existenziellen Fragen.
vergleichen und beurteilen die ethischen Grundaussagen der Weltreligionen zu zentralen Fragen des Lebens und ordnen diese ggf. in ihre Vorstellung vom Guten und Gerechten ein.
entwickeln vor dem Hintergrund des Theodizee-Problems und der Problematik der Gottesbeweise eigene Vorstellungen zur Frage nach der Existenz und dem Wesen Gottes.
erfassen die Problematik einer philosophischen Letztbegründung.
beurteilen Positionen der Religionskritik der Neuzeit und ordnen diese ggf. in ihre Haltung zu Religion und Kirche ein.
respektieren religiöse und nicht-religiöse Überzeugungen, z. B. atheistische und agnostische.
erkennen religiösen Extremismus in den Weltreligionen und die Gefahren, die damit verbunden sind.
Eth10 Lernbereich 3: Wirtschaftsethik (ca. 10 Std.)
erkennen die historische Bedingtheit von wirtschaftsethischen Vorstellungen und prüfen deren Aktualität.
prüfen K. Marx‘ Vorstellungen von „entfremdeter Arbeit“, „Warenfetischismus“ und „Geldfetischismus“ und stellen einen Bezug zu unserer heutigen Wirtschaftswelt her.
prüfen die Vorstellungen von ökonomischer Rationalität (homo oeconomicus), um sich ein eigenes Bild der anthropologischen Voraussetzungen wirtschaftlichen Denkens und Handelns zu machen.
analysieren aktuelle wirtschaftsethische Probleme und entwickeln eigene Lösungsansätze für wirtschaftsethische Fragestellungen.
Eth10 Lernbereich 4: Medienethik (ca. 14 Std.)
orientieren sich in der Medienlandschaft und erkennen die Bedeutung und Verantwortung von Medien in einer demokratisch-pluralistischen Gesellschaft.
unterscheiden verschiedene Arten von Wirklichkeit in den Medien. Sie erkennen, wie und zu welchem Zweck Wirklichkeit in den Medien inszeniert wird. Sie sind sich des Einflusses dieser Inszenierungen auf ihr Bild von der Realität bewusst.
unterscheiden Informationen von Meinungen. Sie wenden Wahrheitstheorien und einfache Kriterien an, mit denen sie die Glaubwürdigkeit von Informationen und Veröffentlichungen beurteilen.
erkennen Instrumente gezielter Beeinflussung in sozialen Netzwerken.
sind sich bewusst, dass wirtschaftliche Interessen Einfluss auf Medien haben können, z. B. durch Werbefinanzierung und Datenhandel.
erörtern die Frage nach der medienethischen Verantwortung von Produzenten, Konsumenten und weiteren Beteiligten. Dabei berücksichtigen sie insbesondere Presse- und Berufskodizes.
gehen verantwortungsvoll mit eigenen und fremden Daten um. Sie erkennen Gefahren, die von Datenpreisgabe und -sammlung ausgehen.
Eth11 Lernbereich 1: Philosophische Deutung des Menschen (ca. 22 Std.)
verstehen die grundsätzliche Problematik von Wesensbestimmungen des Menschen. Bei der Analyse von Texten unterscheiden sie deskriptive von präskriptiven Aussagen.
bewerten die Tragfähigkeit und Schlüssigkeit ausgewählter anthropologischer Positionen von der Antike bis zur Moderne, um daraus Orientierung in grundlegenden Lebensfragen zu erhalten.
entwickeln in der mehrperspektivischen Auseinandersetzung mit der Wesensbestimmung des Menschen ein differenziertes Verständnis von sich selbst und anderen.
erkennen Einflüsse der evolutionären Herkunft des Menschen auf sein Verhalten.
erkennen Sprachlichkeit als Charakteristikum des Menschen, das seine Wahrnehmung, sein Denken und sein Handeln prägt.
ordnen in ihr eigenes Bild vom Menschen wesentliche Erkenntnisse der Psychologie ein und nutzen sie, um eigene und fremde Handlungsmotive und ‑muster zu hinterfragen.
erkennen den Menschen als moral- und bildungsfähiges Wesen und nehmen die Herausforderung an, ihr Leben auf dieser Grundlage auch in einer digitalen Gesellschaft verantwortungs- und selbstbewusst zu gestalten.
achten die Würde und Rechte, die mit dem Status des Menschen als Person verbunden werden.
analysieren Menschenbilder in Spielfilmen und prüfen insbesondere, inwiefern dadurch Zuschauer auf subtile Weise beeinflusst werden.
Eth11 Lernbereich 2: Politische Ethik (ca. 20 Std.)
beurteilen ausgehend von antiken Vorstellungen, welche Funktionen ein Staat für die Menschen und deren Zusammenleben erfüllen sollte. Vor diesem Hintergrund vergleichen sie unterschiedliche Staatsverfassungen und Staatsideale.
erkennen, auch anhand von Gedankenexperimenten, Zusammenhänge zwischen Menschenbild und Staatsideal.
reflektieren die Legitimation von Staatsgewalt und das Verhältnis zwischen Staatsgewalt und Bürger.
erkennen Merkmale und Erscheinungsformen autoritärer Systeme und anti-demokratischer Strömungen und treten diesen entgegen.
erfassen den Wert von Demokratie und Pluralismus und setzen sich dafür ein.
verstehen internationale Organisationen als wesentlichen Beitrag zur Friedenssicherung zwischen Staaten.
zeigen Einsicht in die Bedeutung verbindlicher übernationaler Normen wie der Menschenrechte für ein freiheitliches und friedliches Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft und einer globalisierten sowie digitalen Welt.
erkennen und diskutieren Gefahren für Demokratien heute, z. B. populistische Strömungen. Sie tolerieren abweichende politische Anschauungen, soweit diese den demokratischen Rahmen respektieren, und treten auch in sozialen Medien gleichzeitig Meinungen wirksam entgegen, die die demokratischen Grundwerte aushöhlen oder ablehnen.
erkennen vereinfachende Muster, wie z. B. medial verbreitete Stereotype und Strategien populistischer Rhetorik, und tragen zum Abbau von Vorurteilen bei.
partizipieren am gesellschaftlichen Diskurs.
Eth11 Lernbereich 3: Medizinethik (ca. 12 Std.)
überprüfen die Schlüssigkeit medizinethischer Argumentation in Texten und Diskussionsbeiträgen, auch von gesellschaftlichen Institutionen, indem sie einzelne Thesen und die jeweils zugehörigen Argumente und Belege herausarbeiten.
argumentieren im Rahmen medizinethischer Fragestellungen und konkreter medizinethisch relevanter Fälle schlüssig aus den Perspektiven unterschiedlicher Betroffener und verwenden dabei medizinethische Grundbegriffe in korrekter Weise.
berücksichtigen bei der Beurteilung eines medizinethischen Problems die vier Prinzipien der Medizinethik.
beteiligen sich an aktuellen medizinethischen Diskussionen, indem sie eigene Lösungsansätze und Stellungnahmen entwickeln und dabei grundlegende Vorstellungen zur Person und zur Menschenwürde berücksichtigen.