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Lehrpläne Bayern
Gymnasium
Sozialwissenschaftliche Arbeitsfelder
inhaltsbezogen
Jahrgangsstufe 12 – SwA12 1 Grundthemen und Forschungsmethoden der Sozialwissenschaften reflektieren (ca. 16 Std.)
5
Jahrgangsstufe 12 – SwA12 2 Identitätsentwicklung als Thema der Sozialforschung begreifen (ca. 12 Std.)
5
Jahrgangsstufe 12 – SwA12 3 Konzepte sozialer Verantwortung im Wandel reflektieren (ca. 8 Std.)
3
Jahrgangsstufe 12 – SwA12 4 Zivilgesellschaftliches Engagement und staatliche Engagementpolitik untersuchen (ca. 20 Std.)
6
Jahrgangsstufe 13 – SwA13 1 Ansätze zum Zeitmanagement und zum nachhaltigen Handeln analysieren und für die eigene Lebensgestaltung nutzen (ca. 14 Std.)
7
Jahrgangsstufe 13 – SwA13 2 Chancen und Herausforderungen soziokultureller Heterogenität für Staat und Gesellschaft untersuchen (ca. 10 Std.)
4
Jahrgangsstufe 13 – SwA13 3 Für Interkulturalität als zentralen Wert in einer globalen Gesellschaft eintreten (ca. 8 Std.)
4
Jahrgangsstufe 13 – SwA13 4 Soziale Auswirkungen der Globalisierung reflektieren (ca. 10 Std.)
5
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Jahrgangsstufe 12 – SwA12 1 Grundthemen und Forschungsmethoden der Sozialwissenschaften reflektieren (ca. 16 Std.)
erschließen und bewerten ausgehend von einem Einblick in grundlegende Fragestellungen und Aufgabenfelder der Soziologie an Beispielen den praktischen Nutzen sozialwissenschaftlicher Forschung.
erfassen an einem Beispiel (z. B. Stadtsoziologie, Mediensoziologie, Sozialphysik) das Zusammenwirken unterschiedlicher Wissenschaften zur Analyse gesellschaftlicher Phänomene und erkennen den Wert fächerübergreifenden Denkens und Handelns.
untersuchen an Beispielen (z. B. Wahlforschung, Armutsstudien) die grundsätzliche Arbeitsweise der Sozialforschung und stellen unterschiedliche Methoden der empirischen Sozialforschung einander gegenüber, um Kriterien der Wissenschaftlichkeit abzuleiten.
reflektieren anhand der Analyse einer Studie zur Jugend- bzw. Identitätsforschung, wie in den Sozialwissenschaften menschliches Verhalten und Zusammenleben beobachtet, beschrieben, interpretiert und empirische Erkenntnisse in Politik und Gesellschaft genutzt werden.
wenden Kriterien zur Einschätzung der Aussagekraft von Studien an, um den Stellenwert wissenschaftlicher bzw. pseudowissenschaftlicher Aussagen in der öffentlichen Diskussion zu bewerten.
Jahrgangsstufe 12 – SwA12 2 Identitätsentwicklung als Thema der Sozialforschung begreifen (ca. 12 Std.)
wenden sozialwissenschaftliche Grundbegriffe zu Sozialisation und Identitätsentwicklung an und reflektieren bei der Beschäftigung mit grundlegenden Sozialisationsprozessen die Bedeutung der Identitätsentwicklung für den Einzelnen und die Gesellschaft.
erschließen die Zeitbedingtheit wissenschaftlicher Fragestellungen und Methoden aus Texten zur Entwicklungs- und Sozialisationsforschung mithilfe der Analyse und des Vergleichs der jeweiligen Kernthesen.
erklären Denk-, Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen im Sozialisationsprozess (z. B. Personenwahrnehmung, Attribution) mithilfe von sozialpsychologischen Ansätzen, um individuelles und gruppenspezifisches Verhalten auf wissenschaftlicher Grundlage zu verstehen.
untersuchen an Beispielen Erscheinungsformen defizitärer Sozialisation und erklären Ursachen und Wirkungen.
diskutieren ausgehend von Beispielen Chancen und Grenzen von Maßnahmen des Staates, der Gesellschaft oder des persönlichen Umfelds zur Vermeidung defizitärer Sozialisation sowie zum Umgang mit ihren Folgen.
Jahrgangsstufe 12 – SwA12 3 Konzepte sozialer Verantwortung im Wandel reflektieren (ca. 8 Std.)
zeigen anhand historischer Texte Entwicklungs- und Traditionslinien hinsichtlich der Interpretation von sozialer Verantwortung sowohl des Einzelnen wie auch des Staats bzw. der Gesellschaft auf.
ordnen unterschiedliche Lösungsansätze zur Sozialen Frage im 19. Jahrhundert den jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Akteuren zu, um die grundsätzliche Interessengebundenheit und die historische Bedingtheit von sozialpolitischen Ansätzen zu verstehen.
leiten aus der Auseinandersetzung mit einem neueren Ansatz sozialer Verantwortung mögliche Reaktionen des Staates bzw. der Gesellschaft auf gewandelte Anforderungen an den Einzelnen und die Gruppe ab und diskutieren mögliche Auswirkungen.
Jahrgangsstufe 12 – SwA12 4 Zivilgesellschaftliches Engagement und staatliche Engagementpolitik untersuchen (ca. 20 Std.)
untersuchen an Beispielen Formen, Entwicklungen und Rahmenbedingungen zivilgesellschaftlichen Engagements in der heutigen Gesellschaft.
stellen Zusammenhänge zwischen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen und der Ausgestaltung ehrenamtlichen Engagements (z. B. Diskussion zur Entlohnung ehrenamtlicher Arbeit) her, indem sie Materialien zum Wandel von Anforderungen und Motiven bürgerschaftlichen Engagements auswerten.
untersuchen Engagementpolitik hinsichtlich ihrer Chancen und ihrer Probleme und schätzen sie als wichtigen Faktor einer partizipatorischen Demokratie wert.
verstehen fundierte Sozialanalysen (z. B. zum Thema Altersarmut) als wesentliche Grundlage zum Erkennen gesellschaftlicher Probleme und als Entscheidungshilfe für gezielte Engagementpolitik, z. B. durch Förderung von Mehrgenerationenhäusern.
wenden die aus der Analyse der Sozialstudie in 12.1 gewonnenen Erkenntnisse an, indem sie in ihrem gesellschaftlichen Nahraum eine eigene Erhebung zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement“ in Anlehnung an eine breitere wissenschaftliche Studie (z. B. Freiwilligensurvey) planen und durchführen.
präsentieren die Untersuchungsergebnisse ihrer eigenen Studie, vergleichen sie mit Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen zum Engagement und entwickeln ggf. Erklärungsansätze für Unterschiede.
Jahrgangsstufe 13 – SwA13 1 Ansätze zum Zeitmanagement und zum nachhaltigen Handeln analysieren und für die eigene Lebensgestaltung nutzen (ca. 14 Std.)
analysieren ausgehend von der These einer beschleunigten Lebensführung im Privatleben Ursachen und Folgen dieser Entwicklung, um Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen sowie beruflichen Bedingungen und privaten Lebensumständen zu erkennen.
untersuchen an einem Beispiel die Auswirkungen der Digitalisierung auf das individuelle Zeitmanagement, um die im Rahmen einer Zeitpolitik in der Öffentlichkeit diskutierten Ansätze zur Entschärfung von Zeitkonflikten abzuwägen und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität des Einzelnen (z. B. für Beruf, Partnerschaft, Familie, Gesundheit) zu beurteilen.
wägen die im Rahmen einer Zeitpolitik in der Öffentlichkeit diskutierten Ansätze zur Entschärfung von Zeitkonflikten ab, um deren Auswirkungen auf die Lebensqualität des Einzelnen (z. B. für Beruf, Partnerschaft, Familie, Gesundheit) zu beurteilen.
untersuchen unter dem Aspekt einer nachhaltigen Lebensweise ein Handlungsfeld (z. B. Ernährung, Verkehr, Freizeit) in der Gesellschaft, um die unterschiedlichen Einflussmöglichkeiten des Einzelnen abzuschätzen und ggf. selbst zu nutzen.
vergleichen Lösungsansätze der Politik zu nachhaltigem Handeln (z. B. Energiepolitik, Ressourcenpolitik) und erkennen so mögliche Interessenkonflikte sowie deren Bedeutung für die Weiterentwicklung zu einer nachhaltigen Gesellschaft.
analysieren anhand einer aktuellen Studie (z. B. zum Umgang mit Lebenszeit oder zu nachhaltigem Handeln) Methoden, Schwierigkeiten und Ergebnisse und vollziehen Vorgehensweise und wissenschaftliche Standards nach.
führen eine eigene kleine Erhebung (z. B. zum Konsumverhalten in verschiedenen Generationen der eigenen Familie) durch, werten sie aus und entwickeln unter Einbeziehung ihrer zeitgeschichtlichen Kenntnisse Erklärungsansätze für Veränderungen.
Jahrgangsstufe 13 – SwA13 2 Chancen und Herausforderungen soziokultureller Heterogenität für Staat und Gesellschaft untersuchen (ca. 10 Std.)
ermitteln an Beispielen traditionelle und neue Dimensionen sozialer Ungleichheit, um die heterogene soziale Zusammensetzung unserer Gesellschaft zu begreifen.
analysieren Auswirkungen soziokultureller Heterogenität, um Chancen und Herausforderungen für das Zusammenleben in der Gesellschaft (z. B. gesellschaftliche Vielfalt, unterschiedliche Wertesysteme) zu diskutieren.
setzen sich mit Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (z. B. Rassismus, Antisemitismus, Ableismus) auseinander und reflektieren Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen, der Gesellschaft und des Staates, um diesen entgegenzuwirken.
untersuchen ein Beispiel sozialer Einbindung (z. B. Inklusion in Schule und Arbeitswelt, Integrationsmaßnahmen in Kommunen) im Hinblick auf Zielsetzung, Maßnahmen und Wirksamkeit, um Chancen und Grenzen staatlicher, gesellschaftlicher und individueller Bemühungen zur gleichberechtigten Teilhabe aller zu beurteilen.
Jahrgangsstufe 13 – SwA13 3 Für Interkulturalität als zentralen Wert in einer globalen Gesellschaft eintreten (ca. 8 Std.)
setzen sich an Beispielen mit unterschiedlichen Werten und Traditionen in verschiedenen Weltregionen auseinander, um deren Vereinbarkeit mit Menschenwürde und Menschenrechten zu überprüfen und die Bedeutung interkultureller Akzeptanz für ein globales Zusammenleben zu reflektieren.
identifizieren Ursachen und Formen interkultureller Konflikte, um nationale und internationale Lösungsansätze zu beurteilen.
analysieren an internationalen Beispielen den Beitrag interkultureller Kontakte und Dialoge (z. B. zwischen Regierungen oder Religionen) zur Verminderung von Vorurteilen und Spannungen sowie zur Lösung aktueller Herausforderungen.
entwerfen Grundzüge eines Konzepts zur Förderung interkulturellen Lernens in Schule oder Berufsleben und beurteilen Möglichkeiten, um zum Gelingen interkulturellen Zusammenlebens beizutragen.
Jahrgangsstufe 13 – SwA13 4 Soziale Auswirkungen der Globalisierung reflektieren (ca. 10 Std.)
erschließen an Beispielen unterschiedliche soziale Auswirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung, um zu ermitteln, wie sich Vor- und Nachteile in unterschiedlichen Weltregionen ungleich verteilen.
analysieren eine globale Herausforderung unter dem Aspekt der sozialen und politischen Hintergründe und beurteilen Bedingungen sowie Wirksamkeit von Lösungsansätzen auch anhand eines Beispiels eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.
ermitteln aus Konzepten zu einer „fairen Globalisierung“ konkrete politische, gesellschaftliche und individuelle Handlungsmöglichkeiten und beurteilen Chancen und Grenzen ihrer Umsetzung.
bewerten Methoden und Ergebnisse einer inter- bzw. transnationalen Vergleichsstudie zu einem sozialen Thema (z. B. Bildung, Armut) hinsichtlich ihrer Aussagekraft trotz unterschiedlicher Bedingungen in den Ländern.
vergleichen den unterschiedlichen Umgang mit den Ergebnissen einer Studie in der öffentlichen Diskussion, um Interpretation und Nutzung sozialwissenschaftlicher Resultate kritisch zu beurteilen und ggf. als interessengebunden einschätzen zu können.
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