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Lehrpläne Bayern
Realschule
Betriebswirtschaftslehre Rechnungswesen
inhaltsbezogen
BwR9 Lernbereich 1: Unternehmensführung und Einkommen des Unternehmers (ca. 12 Std.)
5
BwR9 Lernbereich 2: Anlagenbereich (ca. 19 Std.)
7
BwR9 Lernbereich 3: Möglichkeiten der Finanzierung (ca. 20 Std.)
4
BwR9 Lernbereich 4: Kapitalanlage (ca. 19 Std.)
3
BwR9 Lernbereich 5: Ausfall und Bewertung von Forderungen (ca. 14 Std.)
9
BwR10 Lernbereich 1: Periodenrichtige Erfolgsermittlung und Rückstellungen (ca. 10 Std.)
4
BwR10 Lernbereich 2: Unternehmensabschluss und Auswertung (ca. 17 Std.)
3
BwR10 Lernbereich 3: Vollkostenrechnung: Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung (ca. 30 Std.)
5
BwR10 Lernbereich 4: Teilkostenrechnung (ca. 15 Std.)
4
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
BwR9 Lernbereich 1: Unternehmensführung und Einkommen des Unternehmers (ca. 12 Std.)
erläutern die Aufgaben der Unternehmensführung und stellen den hierarchischen Aufbau eines Unternehmens schematisch dar.
beschreiben unterschiedliche Führungsstile und Führungstechniken als Instrument der Personalführung in Unternehmen.
begründen die Notwendigkeit eines angemessenen Unternehmerlohns in einem Einzelunternehmen und dessen Berücksichtigung bei der Preisgestaltung.
erfassen Privatentnahmen und Privateinlagen des Unternehmers buchhalterisch.
schließen am Ende des Geschäftsjahres das Privatkonto über das Eigenkapitalkonto ab und ermitteln die daraus resultierende Eigenkapitalveränderung unter Berücksichtigung des Unternehmenserfolges.
BwR9 Lernbereich 2: Anlagenbereich (ca. 19 Std.)
erläutern, ausgehend von der Erkenntnis, dass Sachanlagen der Wertminderung unterliegen, deren Refinanzierung über den Abschreibungskreislauf.
charakterisieren verschiedene Methoden zur Quantifizierung der Abschreibung und berechnen deren Höhe nach dem linearen Abschreibungsverfahren.
nutzen vereinfachte Methoden der Investitionsrechnung als Hilfsmittel, um Kaufentscheidungen zu begründen. In diesem Zusammenhang berücksichtigen sie auch nichtökonomische Investitionsziele.
ermitteln die beim Kauf eines Sachanlagegutes relevanten Anschaffungskosten und erfassen diese buchhalterisch.
verteilen die Anschaffungsnebenkosten bei der Beschaffung unbeweglicher Anlagegüter anteilsmäßig korrekt auf Grundstück und Gebäude, um die Bemessungsgrundlage für die jährliche Abschreibung zu erhalten.
erfassen die planmäßigen jährlichen Abschreibungen auf das abnutzbare Anlagevermögen buchhalterisch.
erfassen Mietzahlungen und Reparaturkosten für Sachanlagegüter sowie Versicherungsbeiträge buchhalterisch.
BwR9 Lernbereich 3: Möglichkeiten der Finanzierung (ca. 20 Std.)
stellen Vor- und Nachteile verschiedener Formen der Eigen- und Fremdfinanzierung gegenüber, um vor dem Hintergrund eines Investitionsvorhabens eine begründete Empfehlung für eine Finanzierungsmöglichkeit abzugeben.
ermitteln rechnerisch die gesamten Kosten von Bankkrediten, um sich für ein geeignetes Finanzierungsangebot zu entscheiden. Dabei nutzen sie auch den effektiven Zinssatz, reflektieren aber dabei kritisch dessen Aussagekraft.
bilden die Buchungssätze für die Aufnahme von Bankkrediten und für den Schuldendienst.
weisen die hohen Kosten des Lieferantenkredits nach, indem sie rechnerisch die Aufwendungen für die Inanspruchnahme des Kontokorrentkredites mit dem Nettoskonto vergleichen.
BwR9 Lernbereich 4: Kapitalanlage (ca. 19 Std.)
treffen reflektierte Kapitalanlageentscheidungen, indem sie die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Anlagemöglichkeiten unter Berücksichtigung der Geldanlagekriterien abwägen. Erträge von verzinsten Geldanlageformen und vermieteten Immobilien erfassen sie buchhalterisch.
führen Berechnungen im Rahmen des Kaufes und Verkaufes von Aktien durch. Dabei reflektieren sie die Chancen, Grenzen und Risiken der Geldanlage in Aktien.
erfassen den Kauf und Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens sowie die damit verbundenen Dividendenerträge und Depotgebühren buchhalterisch.
BwR9 Lernbereich 5: Ausfall und Bewertung von Forderungen (ca. 14 Std.)
stellen die Grundzüge des Insolvenzverfahrens und dessen Folgen für Unternehmer, Gläubiger und Mitarbeiter dar.
belasten Kunden, die im Zahlungsverzug sind, mit Mahngebühren und Verzugszinsen und erfassen diese buchhalterisch.
analysieren und klassifizieren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mithilfe geeigneter Indikatoren im Hinblick auf die Bonität der Schuldner, um sie dementsprechend zu bewerten.
nehmen bei Erkennen eines Ausfallrisikos eine buchhalterische Umbuchung von Forderungen auf zweifelhafte Forderungen vor.
berechnen und buchen einen teilweisen oder vollständigen Ausfall von Forderungen während eines Geschäftsjahres unter Berücksichtigung der Umsatzsteuerkorrektur.
buchen den Zahlungseingang auf eine bereits abgeschriebene Forderung unter Berücksichtigung der Umsatzsteuer.
berechnen die notwendige Höhe der Einzelwertberichtigung zweifelhafter Forderungen zum Bilanzstichtag und erfassen sie buchhalterisch, um erwartete Verluste korrekt auszuweisen.
berechnen und buchen die Pauschalwertberichtigung von einwandfreien Forderungen zum Bilanzstichtag, um das allgemeine Ausfall- bzw. Kreditrisiko des Unternehmens bei einwandfreien Forderungen zu berücksichtigen.
charakterisieren Factoring als Möglichkeit, das Risiko eines Forderungsausfalls zu übertragen bzw. die Liquidität zu erhöhen.
BwR10 Lernbereich 1: Periodenrichtige Erfolgsermittlung und Rückstellungen (ca. 10 Std.)
unterscheiden die Begriffe Ausgabe/Aufwand bzw. Einnahme/Ertrag, um bestands- und erfolgswirksame Vorgänge unter Beachtung betriebswirtschaftlicher sowie steuerrechtlicher Aspekte zu trennen.
ordnen ausgehend von Geschäftsvorfällen oder Belegen die entsprechenden Aufwendungen und Erträge anteilig dem richtigen Geschäftsjahr zu, um anschließend eine periodenrichtige Erfolgsermittlung durchführen zu können.
grenzen buchhalterisch den Aufwand bzw. Ertrag des folgenden Geschäftsjahres zum Bilanzstichtag ab und lösen den jeweiligen Abgrenzungsposten im Folgejahr wieder erfolgswirksam auf.
bilden Rückstellungen als besondere Form der periodengerechten Erfolgsermittlung, um nach Höhe und Fälligkeit ungewisse Aufwendungen buchhalterisch zu erfassen. Diese lösen sie anlassbezogen im Folgejahr wieder auf.
BwR10 Lernbereich 2: Unternehmensabschluss und Auswertung (ca. 17 Std.)
erstellen auf Grundlage eines Geschäftsgangs eine vereinfachte Bilanz und GUV-Rechnung, um eine Datenbasis für die Unternehmensanalyse zu bestimmen.
fassen die Beträge aus einer vereinfachten Bilanz zu den sieben Posten einer aufbereiteten Bilanz zusammen, um Ausgangswerte für die Berechnung der Kennzahlen zu erhalten.
berechnen Unternehmenskennzahlen und beurteilen sie anhand spezifischer Vergleichswerte, um Aussagen über die derzeitige wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu treffen.
BwR10 Lernbereich 3: Vollkostenrechnung: Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung (ca. 30 Std.)
erläutern den Zusammenhang zwischen den Rechnungskreisen I und II sowie deren Bedeutung als internes bzw. externes Informationsinstrument, um die unterschiedlichen Zielsetzungen herauszustellen. Insbesondere charakterisieren sie die Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung.
ordnen betriebliche Aufwendungen in Einzel-, Sondereinzel- und Gemeinkosten ein, indem sie ihre Zurechenbarkeit zu Kostenträgern analysieren, um sie für die Vollkostenrechnung aufzubereiten.
legen im Modellunternehmen nach dem Verursacherprinzip Kostenstellen fest und bestimmen geeignete Kostenverteilungsschlüssel, um die Gemeinkosten mithilfe des Betriebsabrechnungsbogens verursachungsgerecht auf Kostenentstehungsorte zu verteilen und somit eine Wirtschaftlichkeitskontrolle zu ermöglichen.
verteilen die Gemeinkosten verursachungsgerecht mithilfe des Betriebsabrechnungsbogens auf die Kostenstellen und ermitteln damit die Gemeinkosten je Kostenstelle für die Gesamtkalkulation.
berechnen ausgehend von den Einzelkosten unter Anwendung der zuvor ermittelten Zuschlagssätze die Selbstkosten und den Angebotspreis für einen Kostenträger.
BwR10 Lernbereich 4: Teilkostenrechnung (ca. 15 Std.)
stellen die Unterschiede zwischen Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung im Hinblick auf kurzfristig zu treffende unternehmerische Entscheidungen dar. Dabei berücksichtigen sie, dass die variablen Kosten als Richtschnur für marktorientierte Entscheidungen herangezogen werden.
ermitteln im Rahmen der Teilkostenrechnung den Deckungsbeitrag, die Gewinnschwelle und das Betriebsergebnis, um Kenngrößen zur Fertigungsprogrammplanung (Programmoptimierung) zu erhalten.
treffen begründete Entscheidungen für Eigenfertigung oder für Fremdbezug von Produkten, indem sie die jeweiligen Vor- und Nachteile auch unter Zuhilfenahme der Teilkostenrechnung bewerten.
beurteilen, ob Preisnachlässe oder die Annahme von Zusatzaufträgen empfehlenswert sind, indem sie unter Berücksichtigung von Preisuntergrenzen die Wirtschaftlichkeit bewerten.
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Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus — LehrplanPLUS Realschule, Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen 9 und 10
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