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Lehrpläne Bayern
Realschule
Biologie
prozessbezogen
Erkenntnisse gewinnen
46
Kommunizieren
37
Bewerten
15
inhaltsbezogen
Lernbereich 2: Biologie, die Wissenschaft von den Lebewesen
5
Lernbereich 3: Bau und Funktion des menschlichen Körpers
5
Lernbereich 4: Tiere und Pflanzen in der Umgebung des Menschen
9
Lernbereich 2: Fortpflanzung und Sexualität
13
Lernbereich 3: Vielfalt von Wirbeltieren
6
Lernbereich 4: Ein heimatnahes Ökosystem
6
Lernbereich 2: Die Zelle – Grundbaustein aller Lebewesen
5
Lernbereich 3: Stoffwechselvorgänge bei Pflanzen
5
Lernbereich 4: Organsysteme des Menschen
7
Lernbereich 2: Pilze, Bakterien und Viren
8
Lernbereich 3: Schutz- und Abwehrsystem beim Menschen
8
Lernbereich 4: Menschliche Sexualität und Entwicklung
5
Lernbereich 5: Evolution
5
Lernbereich 2: Genetik
11
Lernbereich 3: Lokale und globale Auswirkungen auf Ökosysteme durch Eingriffe des Menschen
6
Lernbereich 4: Verantwortungsvolle Elternschaft
4
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Erkenntnisse gewinnen
Jahrgangsstufe 5
verwenden mithilfe von genauen Anleitungen sehr einfach zu handhabende Mess- und Laborgeräte wie Meterstab, Lupe oder Gläser sachgerecht, um Untersuchungen wie Messungen oder Experimente durchzuführen.
führen mithilfe von konkreten Anleitungen Beobachtungen an realen oder abgebildeten biologischen Phänomenen durch, um sie anhand von einem Kriterium oder wenigen vorgegebenen Kriterien zu beschreiben.
vergleichen anhand weniger vorgegebener Kriterien reale oder abgebildete biologische Phänomene und erkennen so Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
verwenden Lichtmikroskope und Präparate nach Anleitung sachgemäß, um zelluläre Grundstrukturen zu beschreiben und ggf. anhand einer einfachen Zeichnung darzustellen.
führen anhand von konkreten Anleitungen einfache Experimente durch, um die Anlage eines naturwissenschaftlichen Experiments nachzuvollziehen und deren Rolle für die Beantwortung biologischer Fragestellungen einzuschätzen.
bestimmen mithilfe von Abbildungen bzw. einfachen Beschreibungen Lebewesen, um sie zu benennen und ihrer Umgebung zuzuordnen.
wenden Hinweise an, um einfach zu haltende Lebewesen zu pflegen (z. B. kurzzeitig: Bohnen aus Samen, Asseln in Gläsern; langfristig: Anlage eines Schulbeets, Pflege von Zimmerpflanzen oder eines Schulaquariums).
unterscheiden aus einer vorgegebenen Auswahl die Phasen der naturwissenschaftlichen Untersuchung, um einfache biologische Fragestellungen nach dem Vorgehen der Naturwissenschaft zu bearbeiten.
wählen zur Lösung einer einfachen Problemstellung aus wenigen vorgegebenen Erkenntnismethoden eine passende aus und begründen die Auswahl.
identifizieren mögliche Fehlerquellen bei der Planung von Beobachtungen, Vergleichen und Experimenten. Sie wählen aus einer vorgegebenen Zusammenstellung Möglichkeiten der Fehlervermeidung aus, die in der Anordnung bzw. Durchführung liegen. So erlangen sie einen Einblick in die Notwendigkeit gewissenhafter Planung und sorgfältigen Arbeitens.
ordnen aus der Begegnung mit unterschiedlichen Modellen Strukturen bzw. Funktionen zu und erkennen durch den Vergleich Unterschiede und Analogien zwischen Modell und Realität.
Jahrgangsstufe 6
verwenden mithilfe von genauen Anleitungen gängige Mess- und Laborgeräte sowie geeignete Substanzen sachgerecht und zielführend, um Untersuchungen wie Messungen oder Experimente durchzuführen.
führen mithilfe von Anleitungen Beobachtungen an realen oder abgebildeten biologischen Phänomenen durch, um sie anhand von wenigen vorgegebenen Kriterien strukturiert zu beschreiben.
vergleichen unter vorgegebener Schwerpunktsetzung reale oder abgebildete biologische Phänomene und erkennen so Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
verwenden Lichtmikroskope und Präparate zielgerichtet und sachgemäß, um Strukturen zu erkennen und zu beschreiben sowie sie ggf. anhand einer Zeichnung darzustellen.
führen anhand von konkreten Anleitungen einfache Experimente durch, unterscheiden dabei Variablen und Konstanten und begründen die Notwendigkeit eines Kontrollversuchs.
bestimmen Lebewesen mithilfe von Abbildungen und Beschreibungen in einfacher Fachsprache oder einfachen dichotomen Bestimmungsschlüsseln, um sie zu benennen und Angepasstheiten an den jeweiligen Lebensraum aufzuzeigen.
unterscheiden die Phasen der naturwissenschaftlichen Untersuchung, bringen die Phasen in eine richtige Reihenfolge bzw. planen oder vervollständigen den Ablauf eines Erkenntniswegs anhand vorgegebener Kriterien, um Fragestellungen systematisch zu bearbeiten.
wählen zu einer einfachen Problemstellung aus mehreren vorgegebenen Erkenntnismethoden die sinnvollste aus und begründen die Auswahl.
beschreiben mögliche Fehlerquellen und Möglichkeiten der Fehlervermeidung für Beobachtungen, Vergleiche und Experimente, die in der Anordnung bzw. Durchführung liegen und erkennen so die Notwendigkeit gewissenhafter Planung und sorgfältigen Arbeitens.
übertragen einfache Sachverhalte auf ein Modell bzw. setzen ein Modell zu einem einfachen Sachverhalt in Bezug und beschreiben durch den Vergleich von Modell und Realität Möglichkeiten und Grenzen eines Modells.
erstellen nach Anleitung einfache Modelle, die leicht verständliche Aspekte biologischer Sachverhalte abbilden, um Eigenschaften oder Zusammenhänge vereinfacht zu beschreiben.
Jahrgangsstufe 7
verwenden mithilfe von Anleitungen Mess- und Laborgeräte sowie geeignete Substanzen sachgerecht und zielführend, um Untersuchungen wie Messungen oder Experimente durchzuführen.
beobachten reale oder abgebildete biologische Phänomene, um sie anhand von vorgegebenen Kriterien strukturiert zu beschreiben.
vergleichen unter vorgegebener Schwerpunktsetzung reale oder abgebildete biologische Phänomene und erkennen anhand von Gemeinsamkeiten und Unterschieden wiederkehrende biologische Prinzipien wie die Basiskonzepte.
stellen unter Anleitung einfache Präparate her und mikroskopieren sie, um Strukturen zu erkennen und zu zeichnen sowie sie mithilfe einer Schemazeichnung zu beschriften.
führen anhand von konkreten Anleitungen einfache Experimente durch, unterscheiden Variablen und Konstanten und wählen geeignete Kontrollversuche aus einer Zusammenstellung aus.
unterscheiden die Phasen einer naturwissenschaftlichen Untersuchung, bringen die Phasen in die richtige Reihenfolge bzw. planen oder vervollständigen den Ablauf eines Erkenntniswegs anhand begründeter Kriterien, um Fragestellungen systematisch zu bearbeiten.
wählen zu einer Problemstellung eine Erkenntnismethode aus und begründen die Auswahl.
beschreiben systematisch Fehlerquellen und begründen Möglichkeiten der Fehlervermeidung für naturwissenschaftliche Untersuchungen.
übertragen Sachverhalte auf ein Modell bzw. setzen ein Modell zu einem Sachverhalt in Bezug und erläutern durch den Vergleich von Modell und Realität Möglichkeiten und Grenzen eines Modells.
erstellen nach Anleitung einfache Modelle, die vorgegebene Aspekte biologischer Sachverhalte abbilden, um Eigenschaften oder Zusammenhänge zu beschreiben.
Jahrgangsstufe 8
verwenden Mess- und Laborgeräte sowie geeignete Substanzen weitgehend selbständig und zielführend, um Untersuchungen wie Messungen oder Experimente durchzuführen.
beobachten reale oder abgebildete biologische Phänomene, um sie anhand von begründet ausgewählten Kriterien strukturiert zu beschreiben.
vergleichen reale oder abgebildete biologische Phänomene, um biologische Fragestellungen weitgehend selbständig zu lösen. Sie erkennen wiederkehrende biologische Prinzipien wie die Basiskonzepte.
stellen unter Anleitung Präparate her und mikroskopieren diese eigenständig, um Strukturen mithilfe einer beschrifteten Zeichnung abzubilden.
führen anhand von Anleitungen einfache Experimente durch, erkennen Variablen und Konstanten und planen geeignete Kontrollversuche.
planen ausgehend von einer Frage- oder Problemstellung mithilfe einer adäquaten Erkenntnismethode mögliche Lösungswege und führen diese mit angemessenen Arbeitstechniken durch.
hinterfragen systematisch auch selbst geplante naturwissenschaftliche Untersuchungen im Hinblick auf mögliche Fehlerquellen und begründen Möglichkeiten der Fehlervermeidung.
übertragen differenzierte Sachverhalte auf ein bereits bestehendes oder zu erstellendes Modell bzw. setzen ein differenziertes Modell zu einem Sachverhalt in Bezug und beurteilen Modelle hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen im Hinblick auf den Erkenntnisgewinn.
legen anhand von Beispielen dar, dass sich Wissen verändert und altes Wissen verworfen wird. Dadurch entwickeln sie ein Verständnis von der Vorläufigkeit naturwissenschaftlicher Erkenntnisse.
Jahrgangsstufe 10
beobachten reale oder abgebildete biologische Phänomene, um sie anhand von ausgewählten, wissenschaftlich begründeten Kriterien strukturiert zu beschreiben.
planen selbständig einfache Experimente oder Gedankenexperimente und führen diese ggf. inklusive geeigneter Kontrollversuche durch. Dabei entscheiden sie, welche Größen variiert bzw. konstant gehalten werden müssen.
planen auf der Basis einer Frage oder Problemstellung selbständig Untersuchungen und führen diese mit adäquaten Arbeitstechniken durch.
übertragen komplexe Sachverhalte auf ein bestehendes oder eigenständig erstelltes Modell bzw. setzen ein bestehendes, komplexes Modell zu einem Sachverhalt in Bezug und beurteilen Modelle hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen im Hinblick auf den Erkenntnisgewinn.
zeigen an einzelnen konkreten Beispielen auf, dass wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn von räumlichen, zeitlichen und gesellschaftlichen Bedingungen abhängig ist, und entwickeln dadurch ein Verständnis vom Wesen des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns.
Kommunizieren
Jahrgangsstufe 5
wählen anhand eines festgelegten Kriteriums aus vorgegebenen, geeigneten Informationsquellen aus, um einen Überblick über Quellen mit biologischem Inhalt zu erlangen, deren Eignung einzuschätzen bzw. einzelne Informationen nach vorgegebenen Fragestellungen zu erschließen.
protokollieren einfache Arbeitsabläufe und Ergebnisse nach einem vorgegebenen Schema, um sie (z. B. mithilfe von kurzen Texten, einfachen Tabellen, Grafiken, Zeichnungen) darzustellen.
stellen mithilfe von Anleitungen einfache biologische Sachverhalte dar (z. B. Beschreibung eines Vorgangs) und überführen sie ggf. in eine vorgegebene, einfache Darstellungsform (z. B. Vorgang in ein Flussdiagramm überführen).
verwenden biologische Fachbegriffe, um anderen einfache Sachverhalte nachvollziehbar zu beschreiben.
beschreiben einfache Beziehungen zwischen zwei Fakten und stellen so einfache biologische Zusammenhänge her.
nutzen wenige, einfache biologietypische Medien (z. B. Originalia, Abbildungen, Modelle) oder Protokolle, um Kurzvorträge zu einzelnen biologischen Aspekten nach einer vorgegebenen Struktur in teilweise freier Rede zu präsentieren oder einfache Steckbriefe zu erstellen.
stellen eine vorgegebene Position dar, indem sie eine Behauptung zu einem einfachen biologischen Sachverhalt mit einem passenden Faktum begründen und mit einem geeigneten Beispiel untermauern.
Jahrgangsstufe 6
wählen anhand weniger Kriterien begründet aus vorgegebenen Quellen aus, um die unterschiedliche Güte von Informationsquellen zu biologischen Inhalten einzuschätzen und einfache Informationen nach vorgegebenen Fragestellungen zu erschließen.
protokollieren Teile von Arbeitsabläufen bzw. Ergebnisse nach detaillierten Vorgaben, um sie (z. B. mithilfe von kurzen Texten, einfachen Tabellen bzw. Grafiken oder Zeichnungen) darzustellen.
stellen einfache biologische Sachverhalte (z. B. Strukturen, Zusammenhänge) dar und wählen ggf. aus vorgegebenen, sachgerechten Darstellungsformen (z. B. Texte, Grafiken, Schemata) eine geeignete aus, in die sie die Sachverhalte überführen.
verwenden biologische Fachbegriffe, um einfache Sachverhalte angemessen zu beschreiben und nachvollziehbar weiterzugeben.
beschreiben Beziehungen zwischen wenigen Fakten oder Sachverhalten und stellen so einfache biologische Zusammenhänge her.
nutzen einfache biologietypische Medien (z. B. Originalia, Abbildungen, Modelle) bzw. Protokolle, um Sachverhalte nach einer vorgegebenen Struktur in überwiegend freier Rede bzw. mithilfe von Anschauungsmaterial zu präsentieren.
stellen eine Position dar, indem sie eine begründete Behauptung zu einfachen biologischen Zusammenhängen mit passenden Fakten und mit geeigneten Beispielen untermauern.
Jahrgangsstufe 7
wählen anhand mehrerer Kriterien begründet aus vorgegebenen Quellen aus, um die Güte von Informationsquellen zu biologischen Inhalten einzuschätzen und Informationen nach vorgegebenen Fragestellungen zu erschließen.
protokollieren Arbeitsabläufe bzw. Ergebnisse nach Vorgaben, um sie mithilfe von aussagekräftigen Texten, einfachen Tabellen, Grafiken bzw. Zeichnungen nachvollziehbar darzustellen.
stellen einfache biologische Sachverhalte (z. B. Strukturen, Funktionen oder Zusammenhänge) dar oder überführen sie in eine sachgerechte Darstellungsform (z. B. Tabelle, Grafik, Zeichnung, Symbol, Text).
verwenden biologische Fachbegriffe, um Sachverhalte und biologische Zusammenhänge sachgerecht zu beschreiben und nachvollziehbar weiterzugeben.
beschreiben Beziehungen zwischen wenigen Fakten oder Sachverhalten und stellen so biologische Zusammenhänge her.
nutzen angemessene biologietypische Medien (z. B. Originalia, Abbildungen, Modelle) oder Protokolle, um Sachverhalte nach einer vorgegebenen Struktur in weitgehend freier Rede sachgerecht darzustellen bzw. mithilfe von Anschauungsmaterial zu präsentieren.
stellen ihre Position dar, indem sie Behauptungen biologisch fachlich korrekt begründen und mit geeigneten Beispielen untermauern.
erfassen Argumente weitgehend ohne Hilfe und finden biologische Beispiele, die ein Argument infrage stellen können.
Jahrgangsstufe 8
gewichten Informationsquellen nach mehreren vorgegebenen Kriterien, um die Güte der Quellen einzuschätzen und Informationen zu vorgegebenen biologischen Fragestellungen zu erschließen.
protokollieren Arbeitsabläufe bzw. Ergebnisse selbständig, um sie mithilfe von aussagekräftigen Texten, geeigneten Tabellen, Grafiken bzw. Zeichnungen sachgerecht darzustellen.
stellen biologische Sachverhalte (z. B. Strukturen, Funktionen oder Zusammenhänge) dar oder überführen sie in eine sach- und adressatengerechte Darstellungsform (z. B. Tabelle, Grafik, Zeichnung, Symbol, Text).
verwenden eine vereinfachte biologische Fachsprache, um Sachverhalte und biologische Zusammenhänge sachgerecht zu beschreiben und adressatengerecht weiterzugeben.
beschreiben Beziehungen zwischen mehreren Fakten oder Sachverhalten und stellen so biologische Zusammenhänge zueinander in Beziehung.
setzen biologietypische Medien (z. B. Originalia, Abbildungen, Modelle) oder Protokolle adressatengerecht ein, um biologische Inhalte in weitgehend freier Rede sachgerecht darzustellen bzw. in einer angemessenen Form zu präsentieren.
stellen ihre Position dar, indem sie Behauptungen kausal schlüssig und fachlich korrekt begründen und mit geeigneten Beispielen untermauern. In Bewertungssituationen wird die Begründung durch Anführen von Werten und Normen ergänzt.
erfassen und prüfen den biologischen Inhalt und die Aussagefähigkeit von Gegenargumenten.
Jahrgangsstufe 10
verwenden leicht zugängliche Informationsquellen (z. B. Internet, Schulbibliothek, Stadtbibliothek, Zeitungen) selbständig und schätzen den Informationswert ab, um zielgerichtet Informationen zu biologischen Fragestellungen zu erschließen.
stellen biologische Sachverhalte (z. B. Strukturen, Funktionen oder Zusammenhänge) dar oder überführen sie in eine sach-, adressaten- und situationsgerechte Darstellungsform (z. B. Tabelle, Grafik, Zeichnung, Symbol, Text) im Hinblick auf die Zielgruppe.
verwenden eine vereinfachte biologische Fachsprache, um Sachverhalte und biologische Zusammenhänge sachgerecht zu beschreiben, sie adressatengerecht weiterzugeben bzw. den Basiskonzepten der Biologie zuzuordnen.
beschreiben Beziehungen und Zusammenhänge und erläutern sie ggf. mithilfe eines übergeordneten biologischen Konzeptes, wie einem Basiskonzept der Biologie.
setzen biologietypische Medien (z. B. Originalia, Abbildungen, Modelle) oder Protokolle sach-, adressaten- und situationsgerecht ein, um biologische Inhalte unter Einbezug der Gruppe zu präsentieren.
stellen ihre Position dar, indem sie Behauptungen begründet und mit naturwissenschaftlichen Fakten bzw. Daten, allgemein anerkanntem Wissen und allgemeingültigen Beispielen aus der Biologie belegen. In Bewertungssituationen wird die Begründung durch Anführen von Werten und Normen ergänzt.
akzeptieren plausible Gegenargumente, bauen sie in die eigene Argumentation ein oder lehnen sie begründet ab. Dadurch argumentieren sie fundiert über biologische Inhalte und passen die persönliche Position ggf. an.
Bewerten
Jahrgangsstufe 5
vollziehen Unterschiede zwischen beschreibenden und bewertenden Aussagen (Fakten und Bewertungen) nach, um unterschiedliche Intentionen von Aussagen zu erkennen.
berücksichtigen für ihre Entscheidung zu ethisch-moralischen Fragen im biologischen Kontext (z. B. Wie entscheidet man, welches Haustier zu einem passt?) neben spontanen subjektiven, auch einfache, objektive Kriterien, die sie zu formulieren in der Lage sind.
entwerfen ausgehend von der Gegenposition zu einer Konfliktfrage mit biologischem Inhalt (z. B. Soll der Wolf in Bayern wieder heimisch werden?) mindestens eine weitere Handlungsoption und nennen eine für sie nahe liegende kurzfristige Folge einer Entscheidung.
Jahrgangsstufe 6
ordnen einzelne Aussagen nach beschreibendem oder bewertendem Inhalt (Fakten vs. Bewertungen) und erkennen so Unterschiede zwischen Entscheidungen ausschließlich pragmatisch-technischer Natur (z. B. Wie entscheidet man, zu welcher Wirbeltierklasse ein Lurch gehört?) und Entscheidungen, die ethisch-moralische Überlegungen erfordern (z. B. Wie entscheidet man, ab wann man sich für den Erhalt einer Art einsetzt? – Beispielsweise für Lurche: Erhalt von Biotopen, Krötenwanderungen).
bewerten und entscheiden ethisch-moralische Fragen im biologischen Kontext überwiegend nonkompensatorisch, d. h. nach einem Schwellenwertkriterium (z. B. zu giftig, zu teuer), das als ausschlaggebend genannt werden kann.
beschreiben zu einer Konfliktfrage mit biologischem Inhalt zwei Handlungsoptionen, um mögliche Folgen (überwiegend kurzfristige und unmittelbare) abzuschätzen.
Jahrgangsstufe 7
arbeiten ein ethisch-moralisches Problem (z. B. eigene Entscheidung zur Organspende) aus einfachen, didaktisch reduzierten Vorlagen (z. B. Text, Film, Hörspiel) heraus, nennen dazu wenige Pro- und Contra-Argumente und geben die eigene Einstellung dazu wieder.
bewerten und entscheiden nach der Berücksichtigung einzelner Kriterien, die auf der Grundlage einzelner Werte oder Normen ausgewählt wurden (z. B. Rauchverbot überall?).
beschreiben zu einer Konfliktfrage mit biologischem Inhalt Handlungsoptionen, um mögliche Folgen – auch mittelfristige – zu vergleichen (z. B. Lautes Musikhören: ja oder nein?).
Jahrgangsstufe 8
beschreiben ethisch-moralische Probleme (z. B. Welche Folgen hat ein Schwangerschaftsabbruch?) aus ausgesuchten Quellen, nennen Pro- und Contra-Argumente und erläutern die eigene Einstellung hierzu.
bewerten und entscheiden, indem mehrere relevante Kriterien berücksichtigt werden (kompensatorisch: negative Kriterien können durch besonders positive kompensiert werden), die auf der Grundlage von Werten oder Normen ausgewählt wurden und revidieren ihr Urteil gegebenenfalls.
erläutern zu einer Konfliktfrage mit biologischem Inhalt mehrere Handlungsoptionen, um mögliche Folgen (auch mittelfristige und mittelbare) in den Entscheidungsprozess einfließen zu lassen.
Jahrgangsstufe 10
beschreiben biologische Probleme mit moralischer Relevanz (z. B. Wie entscheidet man, ob Gentechnik gesetzlich erlaubt sein sollte?) und beurteilen die eigene Einstellung dazu auf Grundlage persönlich und gesellschaftlich bedeutungsvoller Werte.
berücksichtigen für ihre Entscheidung nach Relevanz differenzierte Kriterien, die einem Wertesystem zugrunde liegen. Sie reflektieren über sich ändernde Bedingungen, um normative Entscheidungen (moralische wie technische) zu ethischen Aspekten biologischer oder medizinischer Fragen zu treffen (z. B. Fragen der Gentechnik, Fragen zur Reproduktionsmedizin) und ggf. zu revidieren.
entwickeln zu einer Konfliktfrage mit biologischem Inhalt mithilfe eines Perspektivenwechsels mehrere mögliche Handlungsoptionen und leiten mögliche Folgen (auch langfristige und mittelbare) ab, die den Entscheidungsprozess angemessen beeinflussen (z. B. Schwangerschaftsabbruch).
Lernbereich 2: Biologie, die Wissenschaft von den Lebewesen
vergleichen ein tierisches Lebewesen mit unbelebten Objekten und stellen mithilfe grundlegender biologischer Untersuchungsmethoden wesentliche Kennzeichen von Lebewesen dar.
begründen, dass es sich bei Pflanzen um Lebewesen handelt, indem sie mithilfe grundlegender biologischer Untersuchungsmethoden ihr bereits erworbenes Wissen anwenden, um einerseits an naturwissenschaftliche Vorgehensweisen herangeführt zu werden und andererseits Pflanzen als Lebewesen zu achten.
identifizieren mithilfe von Auswertungen einfacher tierischer und pflanzlicher Präparate die Zelle als gemeinsamen Grundbaustein der Lebewesen, wodurch sie ihre Vorstellung, was Lebewesen kennzeichnet, erweitern. Sie begegnen dadurch der faszinierenden Welt des mikroskopisch Kleinen.
wenden den Begriff Organismus auf die Eigenständigkeit und Selbstreproduzierbarkeit von Lebewesen an, wodurch sie eine erste Vorstellung unterschiedlicher Organisationsebenen erhalten.
leiten durch die Auseinandersetzung mit den Kennzeichen von Lebewesen die Biologie als die Naturwissenschaft ab, die sich mit Lebewesen beschäftigt.
Lernbereich 3: Bau und Funktion des menschlichen Körpers
ordnen aufgrund des Verständnisses der Begriffe Organ und Organsystem wichtigen Organsystemen überblicksartig grundlegende Aufgaben zu und verstehen so einen funktionierenden menschlichen Organismus als arbeitsteilig aufgebaut. Zudem erweitern sie dadurch ihre Vorstellung unterschiedlicher Organisationsebenen.
weisen beispielsweise mithilfe von Modellen wie dem Torso Organe oder Organsysteme entsprechend ihrer Lage im menschlichen Körper zu und nehmen so ihren eigenen Körper bewusst wahr.
beschreiben bei ausgewählten Organsystemen überblickshaft typische Strukturen und erläutern an Beispielen den Zusammenhang zwischen Bau und Funktion.
setzen den Bau von Knochen, Muskeln und Gelenken zu deren Funktionen auch im Zusammenspiel in Bezug und stellen das Stütz- und Bewegungssystem als funktionales Organsystem dar.
zeigen Möglichkeiten der Gesunderhaltung des Bewegungs- und Stützapparates auf und entwickeln so Sensibilität für eine gesunde Lebensführung.
Lernbereich 4: Tiere und Pflanzen in der Umgebung des Menschen
beschreiben an ausgewählten einheimischen, wild lebenden Säugetieren jeweils deren Nahrungsgrundlage, Körperbau und Lebensweise, wodurch sie ihre Vorstellung von dem engen Zusammenhang zwischen den Lebewesen und deren Umwelt erweitern und die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen erkennen.
vergleichen Haustiere mit wild lebenden Säugetieren und stellen die Domestizierung und die Züchtung dar. Daraus leiten sie Vorteile der Nutztierhaltung für den Menschen ab.
beschreiben den Körperbau und die Lebensweise eines ausgewählten Nutztiers, wodurch sie Faktoren ableiten, die für eine artgerechte Tierhaltung berücksichtigt werden müssen.
zählen wesentliche Aspekte einer artgerechten Tierhaltung am Beispiel heimischer Heim- und Nutztiere auf, werden sich so der Verantwortung für Tiere als Mitgeschöpfe bewusst und beurteilen die unterschiedliche Haltung verschiedener Haustiere.
untersuchen verschiedene Blütenpflanzen und leiten deren Grundbestandteile sowie deren Funktionen ab.
führen Untersuchungen von Blütenpflanzen am Original auch am natürlichen Standort durch. Sie schätzen durch die unmittelbare Naturbegegnung die Vielfalt und Schönheit von Pflanzen und entwickeln eine Vorstellung der heimischen Biodiversität.
verstehen die Arbeitsteilung als universelles biologisches Prinzip, indem sie den Begriff „Organ“ auf den Bauplan von Pflanzen anwenden.
vergleichen an einem Beispiel die Veränderung von der Wildpflanze zur Kulturpflanze. Dadurch erkennen sie einerseits die große Bedeutung (z. B. im Hinblick auf die Ernährung) und andererseits Veränderungen, die der Mensch gezielt herbeigeführt hat.
kennzeichnen eine Nutzpflanze und stellen deren Verwendungsmöglichkeiten dar.
Lernbereich 2: Fortpflanzung und Sexualität
unterscheiden mithilfe von Vergleichen zwischen Merkmalen, die vererbt, und solchen, die durch Umweltbedingungen erworben werden, und entwickeln dadurch eine Vorstellung, dass die Variabilität von Lebewesen sowohl durch Erbanlagen geprägt als auch durch die Umwelt festgelegt werden.
beschreiben Gene als Teil der Erbsubstanz und Träger von Erbinformation, um eine einfache Vorstellung davon zu besitzen, dass die Erbinformation an eine stoffliche Grundlage gebunden ist.
begründen die Verschmelzung von Keimzellen beim Menschen und bei Samenpflanzen als Voraussetzung für die Neukombination von Merkmalsanlagen und damit als Wesenszug der sexuellen Fortpflanzung.
legen ausgehend von der Unterscheidung zwischen primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen, körperliche und geistig-seelische Veränderungen während der Pubertät dar, um die mit dieser Entwicklungsphase einhergehenden Unsicherheiten zu bewältigen.
stellen einen Bezug zwischen den Geschlechtsorganen des Menschen und deren Funktion her, um mit körpereigenen Vorgängen und denen von zukünftigen Partnern verantwortungsvoll umzugehen sowie die Hygiene der Geschlechtsorgane als einen wesentlichen Aspekt der Gesunderhaltung des eigenen Körpers zu begründen.
kennzeichnen den Geschlechtsverkehr als die natürliche Voraussetzung für die Entstehung neuen Lebens beim Menschen und sind damit befähigt, verantwortungsvoll mit Methoden der Empfängnisverhütung umzugehen.
skizzieren das Zusammenwirken verschiedener Organe als Fortpflanzungssystem und erkennen daraus Gemeinsamkeiten und Unterschiede der sexuellen Fortpflanzung bei ausgewählten Lebewesen.
unterscheiden die geschlechtliche und ungeschlechtliche Fortpflanzung als Strategien für die Reproduktion von Lebewesen.
untersuchen den Bau einer Blüte, charakterisieren sie als Fortpflanzungsorgane der Blütenpflanzen und erläutern Angepasstheiten an den Bestäubungsmechanismus.
begründen die Bestäubung der Pflanze als Voraussetzung ihrer Befruchtung und beschreiben auf der Grundlage von Untersuchungen die Entwicklung von Samen bzw. Früchten sowie Möglichkeiten der Ausbreitung.
vergleichen auf der Grundlage von selbst durchgeführten Experimenten die Ausbreitung von Samen und Früchten mit technischen Entwicklungen wie der Bionik.
bestimmen Samen und Früchte von heimischen Pflanzen, um dadurch vielfältige Formenkenntnisse zu erlangen, die als Grundlage für eine schützende Einstellung gegenüber der Natur dienen.
beschreiben mithilfe von Experimenten Keimungs- und Wachstumsbedingungen einer Pflanze, um den Entwicklungszyklus als eine Generation zu verstehen.
Lernbereich 3: Vielfalt von Wirbeltieren
identifizieren auf der Grundlage von Beobachtungen ausgewählte Organe oder Organsysteme und deren Abwandlungen bei unterschiedlichen Wirbeltierklassen und stellen deren Angepasstheit an die Lebensweise sowie beispielhaft die Vorbildfunktion für technische Entwicklungen dar.
beschreiben anhand konkreter Beispiele Regulationsvorgänge bei Wirbeltieren (z. B. Körpertemperatur).
stellen verschiedene Formen der Individualentwicklung von Wirbeltieren dar, um Veränderungen und Entwicklungen anhand konkreter Beispiele (z. B. vollkommene Verwandlung bei Amphibien, Entwicklung eines Kükens) zu beschreiben.
beobachten Beispiele innerartlicher und zwischenartlicher Kommunikation bei Wirbeltieren – auch am Original – und zeigen die Bedeutung von Verhalten (z. B. Sozialverhalten, Balzverhalten, Brutverhalten, Gruppenbildung) etwa für das Überleben oder eine erfolgreiche Fortpflanzung auf.
ordnen Wirbeltiere anhand charakteristischer Merkmale den verschiedenen Wirbeltierklassen zu und gewinnen dadurch einen Überblick über die Wirbeltierklassen.
bestimmen einheimische Wirbeltiere mithilfe von einfachen Bestimmungshilfen und entwickeln dadurch Formenkenntnisse, die als Grundlage für eine schützende Einstellung gegenüber der Natur, vor allem gegenüber gefährdeten Arten, dienen.
Lernbereich 4: Ein heimatnahes Ökosystem
beschreiben (z. B. durch die Auswertung von Messungen, Interpretation von Datendiagrammen) langfristige und jahresrhythmische Veränderungen in einem Ökosystem, um die veränderten Lebensbedingungen der Lebensgemeinschaft einzuschätzen.
stellen das Ökosystem als das Zusammenwirken von Lebensraum und Lebensgemeinschaften dar und erkennen so, dass vielschichtig vernetzte abiotische Faktoren die Lebensgrundlage für die Lebensgemeinschaft bilden.
erstellen auf der Grundlage von exemplarischen Pflanzen- und Tierbeobachtungen Beschreibungen. Dadurch kennzeichnen sie Angepasstheiten und zeigen gleichzeitig auf, wie Lebewesen in einem Ökosystem vergesellschaftet sind.
beschreiben Angepasstheiten von Insekten an das Leben im Ökosystem, der Entwicklung sowie ggf. des Verhaltens. Dadurch erlangen sie einen Einblick in die Schönheit und Vielfalt dieser Tiergruppe, bauen Vorbehalte ab und entwickeln statt dessen ihr gegenüber eine schützende Haltung.
erschließen schematische Darstellungen von Räuber-Beutebeziehungen eines Ökosystems und erläutern sie als Nahrungsketten, Nahrungsnetze und – unter Berücksichtigung der Trophieebenen – als Nahrungspyramide. So entwickeln sie eine Vorstellung von den engen Verflechtungen innerhalb einer Lebensgemeinschaft und der Stellung des Menschen als Teil von Ökosystemen.
stellen für ein heimatnahes Ökosystem Zusammenhänge zwischen Eingriffen des Menschen in die Natur und den sich dadurch verändernden abiotischen Faktoren her. Aus den damit verbundenen Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaft entwickeln sie Schutzmaßnahmen oder vollziehen diese nach und reflektieren ihr eigenes Verhalten.
Lernbereich 2: Die Zelle – Grundbaustein aller Lebewesen
mikroskopieren oder verwenden Abbildungen von typischen Tier- und Pflanzenzellen, vergleichen diese miteinander und nennen einige Beispiele der Variation im Aufbau der Zellen. Dadurch erkennen sie Zellen als kleinste Bau- und Funktionseinheit von Lebewesen.
legen die Funktionen der wichtigsten tierischen und pflanzlichen Zellorganellen dar.
stellen die Organisation eines Vielzellers aus Zellen, Geweben, Organen und Organsystemen zu einem Organismus dar und gewinnen dadurch einen Überblick über verschiedene Organisationsebenen.
beobachten ausgewählte Einzeller, beschreiben den Aufbau, die Lebensweise und die Vermehrung und entwickeln so eine Faszination vom Mikrokosmos. Gleichzeitig leiten sie ab, dass Lebewesen aus nur einer Zelle bestehen können.
setzen die Organisation von Vielzellern mit der Arbeitsteilung in Bezug und stellen sie Einzellern gegenüber, um eine Vorstellung von den vielfältigen Organisationen von Lebensformen zu erhalten.
Lernbereich 3: Stoffwechselvorgänge bei Pflanzen
mikroskopieren geeignete Präparate der Pflanzenorgane oder verwenden entsprechende Abbildungen, um den Aufbau zu beschreiben.
stellen mithilfe von Untersuchungen Zusammenhänge zwischen dem Bau und der Funktion von Wurzel, Sprossachse, Laubblatt und ggf. Blüte in Bezug auf die Wasser- und Mineralstoffaufnahme und dem Stofftransport her.
identifizieren den Gasaustausch an den Spaltöffnungen als Voraussetzung für Fotosynthese und Zellatmung.
legen – auch mithilfe von geeigneten Experimenten – die Faktoren des Stoffwechselvorgangs der Fotosynthese dar und leiten die Wortgleichung ab. Auf dieser Grundlage erläutern sie die Bedeutung der Pflanzen als Produzenten für die Ausgangsstoffe der Zellatmung und damit für das vielfältige Leben auf der Erde.
stellen die Bedeutung der Fotosynthese für die Pflanzen selbst dar, und vergleichen sie mit der Zellatmung. Somit begreifen sie die Fotosynthese als einzigartigen Energieumwandlungsprozess.
Lernbereich 4: Organsysteme des Menschen
ordnen die Bestandteile der Organsysteme Verdauung, Herz-Kreislaufsystem, Nerven- und Hormonsystem den jeweiligen Funktionen zu. Durch diese grundlegenden Kenntnisse erlangen sie die Voraussetzung für einen selbstbestimmten und damit gesundheitserhaltenden und -förderlichen Umgang mit dem eigenen Körper.
erläutern das Zusammenwirken einzelner Organsysteme (z. B. zwischen Verdauungs- und Kreislaufsystem). Dadurch begreifen sie das Zusammenspiel der Organsysteme im eigenen Organismus als Voraussetzung für einen selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper.
leiten anhand eines Überblicks über die Sinnesorgane des Menschen das allgemeine Prinzip der Leistung von Sinneszellen ab. Damit erlangen sie eine Vorstellung von Reizaufnahme und Reizverarbeitung als notwendige Voraussetzung für die Kommunikation mit der Umwelt und den Mitmenschen.
beschreiben auch mithilfe von Abbildungen, Modellen bzw. Experimenten den Bau und die Funktion des Ohrs. Dadurch entwickeln sie eine Vorstellung der Reizaufnahme aus der Umwelt durch ein Sinnesorgan und leiten Schutzmaßnahmen ab.
vergleichen Nerven- und Hormonsystem und verfügen dadurch über das grundlegende Verständnis von zwei unterschiedlichen Steuerungsmechanismen des Körpers.
stellen einen Zusammenhang zwischen Atmung und Verdauung her, um Stoffwechselvorgänge als essenzielle Energielieferanten für alle körperlichen und geistigen Tätigkeiten zu begründen und damit eine verantwortungsbewusste Nahrungsaufnahme zu fördern.
leiten aus der Kenntnis möglicher Gefahren für einzelne Organe oder Organsysteme angemessene Prophylaxen ab und schlagen für mögliche Schädigungen sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten vor. Dadurch entwickeln sie ein Bewusstsein für die Notwendigkeit, den eigenen Körper zu schützen.
Lernbereich 2: Pilze, Bakterien und Viren
charakterisieren den Begriff Mikroorganismus, indem sie sich mit der Welt des mikroskopisch Kleinen auseinandersetzen und somit ihre Kenntnisse über den Bau und die Funktion von Zellen erweitern.
beschreiben den Aufbau von Hefe-, Schimmelpilzen und von Bakterien mithilfe mikroskopischer Präparate bzw. Abbildungen und nennen die Besonderheiten im Bau und der Funktion ausgewählter Zellstrukturen, die sich grundlegend von tierischen und pflanzlichen Lebewesen unterscheiden. Zusätzlich vollziehen sie die Historie der wechselnden Zuordnung der Pilze zu verschiedenen Reichen nach und erkennen dadurch die Vorläufigkeit biologischen Wissens.
leiten ausgehend von Untersuchungen zum zellulären Aufbau und ggf. aus ihrer eigenen Erlebniswelt ab, dass die meisten Pilze und Bakterien heterotrophe Lebewesen sind.
erläutern die Bedeutung der Schimmelpilze und Bakterien als Destruenten und stellen einen Stoffkreislauf dar. Somit erhalten sie ein tieferes Verständnis für ihre Funktion in Ökosystemen.
stellen die Vermehrung von Bakterien dar und erkennen daraus deren typische Populationsdynamik.
schildern die biotechnische Nutzung von Hefen, Schimmelpilzen oder Bakterien und skizzieren den Prozessablauf schematisch. So gewinnen sie einen Einblick in die angewandte Biologie und deren wirtschaftliche Bedeutung.
analysieren den Bau und den Entwicklungszyklus von Viren und leiten daraus ab, warum sie als Krankheitserreger wirken können, nicht aber den Lebewesen zugeordnet werden.
begründen mithilfe des Schlüssel–Schloss–Prinzips die Wirtsspezifität von Viren und schätzen dadurch die Gefahr, die von Viren ausgeht, realistisch ein.
Lernbereich 3: Schutz- und Abwehrsystem beim Menschen
stellen verschiedene Formen der äußeren Abwehr des Körpers dar und erkennen dadurch die Bedeutung gesundheitsbewussten Verhaltens.
zeigen mithilfe mikroskopischer Präparate bzw. Abbildungen wichtige feste und flüssige Blutbestandteile auf und stellen ggf. durch Untersuchungen einen Zusammenhang zu deren Funktion her. Auf dieser Grundlage erschließen sie sich komplexere Vorgänge wie die Immunreaktionen.
veranschaulichen unter Zuhilfenahme von vereinfachten Schemazeichnungen bzw. einfachen Modellen wichtige Zellen und Abwehrstoffe, die an der Immunantwort beteiligt sind, erläutern deren Aufgaben und stellen deren Zusammenspiel dar. Dabei wenden sie bereits bekannte biologische Prinzipien wie das Schlüssel–Schloss–Prinzip an.
interpretieren die Vorgänge zur aktiven und passiven Immunisierung auch mithilfe schematischer Abbildungen und erklären die jeweiligen Wirkungsweisen. Damit erhalten sie Einblicke in präventive Behandlungsmöglichkeiten der Medizin, wodurch sie befähigt werden, diesbezüglich selbstbestimmte verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen.
beschreiben anhand typischer Allergene allergische Reaktionen als Abwehrreaktion des Körpers gegen harmlose Stoffe. Auf dieser Grundlage schätzen sie Behandlungsmethoden bei Allergien ein und ziehen daraus Konsequenzen für die eigene Lebensführung.
begründen die bakterienspezifische Wirkungsweise von Antibiotika und die Ausbildung von Resistenzen bei unsachgemäßem Einsatz, sodass sie für einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Medikamenten sensibilisiert werden.
stellen Übertragungswege von Krankheitserregern dar und leiten daraus Schutz- und Vorbeugemaßnahmen ab, wodurch sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen und der Gesundheit anderer angehalten werden.
erläutern den AIDS-Krankheitsverlauf als Folge einer HIV-Infektion auf der Ebene des Immunsystems und beurteilen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Variabilität von HI-Viren derzeitige Behandlungsstrategien. Auf dieser Grundlage beziehen sie zu aktuellen Fragen der medizinischen Forschung kritisch Stellung.
Lernbereich 4: Menschliche Sexualität und Entwicklung
ermitteln biologische und soziale Gegebenheiten, die die Geschlechterrollen von Mann und Frau beeinflussen. Dadurch nehmen sie ihre Geschlechtlichkeit als Teil der Persönlichkeitsentwicklung an und interpretieren Beobachtungen ihrer körperlichen und seelischen Entwicklung angemessen.
diskutieren Fragen der Beziehungen, Partnerwahl, sodass Einstellungen gefördert werden, die zur Entwicklung einer verantwortlichen Partnerschaft in einer künftigen Lebensgemeinschaft, wie Ehe und Familie, erforderlich sind.
erörtern die Besonderheit menschlicher Sexualität in ihren verschiedenen Erscheinungsformen und hinsichtlich ihrer psychosozialen Bedeutung für eine Partnerschaft. Damit gewinnen sie einen verantwortlichen Umgang mit der eigenen Sexualität und sind bereit, für Freiheit, Toleranz und Achtung anderer Menschen einzutreten.
skizzieren die hormonell gesteuerten Vorgänge des Eireifezyklus und leiten daraus Möglichkeiten der Geburtenkontrolle ab.
beschreiben ausgehend von der Zeugung grundlegende Vorgänge während der Schwangerschaft und der Geburt im Überblick und vertiefen so ihre Kenntnisse über die Entstehung und Entwicklung neuen menschlichen Lebens. Dadurch gewinnen sie Einsichten und Werthaltungen für ein verantwortliches Handeln gegenüber dem Ungeborenen.
Lernbereich 5: Evolution
vergleichen lebende und fossile Tiere mittels Originalia, Präparaten, Modellen bzw. Abbildungen, um eine Vorstellung von früheren Lebensformen zu gewinnen. So leiten sie verwandtschaftliche Beziehungen ab und belegen die Entwicklungsgeschichte (z. B. mithilfe von Mosaikformen).
analysieren an konkreten Beispielen die Mechanismen der Evolution und erkennen dabei, dass sich verändernde Umweltbedingungen mitverantwortlich für Artenwandel und Artenvielfalt sind. Dadurch tragen sie zum Schutz der Artenvielfalt durch Bewahrung der Lebensgrundlagen bei.
skizzieren den Aufbau eines vereinfachten Stammbaums der Lebewesen, führen den Aufbau auf verwandtschaftliche Beziehungen zurück und verstehen so den Stammbaum der Lebewesen als Veranschaulichung evolutiver Vorgänge.
leiten Belege für die Verwandtschaftsbeziehung zwischen Mensch und Menschenaffen ab. Auf dieser Grundlage erfassen sie die Stellung des Menschen innerhalb des Systems der Lebewesen und begegnen anderen Lebewesen mit Respekt und Wertschätzung.
beschreiben unter Zuhilfenahme vorgegebener fossiler bzw. genetischer Belege einzelne Stationen bei der Entwicklung zum modernen Menschen. Dadurch erkennen sie, dass die derzeitige Erscheinungsform des Menschen nur eine Momentaufnahme darstellt, wodurch sich Fragen nach der Zukunft des Menschen und seiner zunehmenden Verantwortung für die Biosphäre stellen.
Lernbereich 2: Genetik
beschreiben den Aufbau von Transport- und Arbeitsform der Erbsubstanz und deren strukturellen Zusammenhang. Damit erlangen sie eine Vorstellung über die Organisation der Erbsubstanz und die Funktion der Transport- bzw. Arbeitsform.
nutzen Modelle oder Modellvorstellungen, um einerseits den Aufbau der DNA, andererseits ihre Replikation als selbsterhaltendes System darzustellen.
charakterisieren mithilfe von einfachen Modellvorstellungen den Aufbau von Proteinen und legen deren Bedeutung als Wirk- und Bausubstanzen im Organismus dar.
weisen den Zusammenhang zwischen einem Gen und einem Protein aus, indem sie wesentliche Schritte der Proteinbiosynthese darstellen. Dadurch gewinnen sie Einblicke in ein natürliches Codierungs- und universelles Produktionssystem.
veranschaulichen (z. B. anhand von Originalen, Abbildungen oder Modellen) den Ablauf der Mitose und begründen deren Bedeutung für die Wachstums- und Reparaturvorgänge.
unterscheiden den Ablauf der Mitose von der Meiose und verdeutlichen die Bedeutung der Keimzellenentwicklung für die Fortpflanzung und die Variabilität von Merkmalen.
leiten mögliche Auswirkungen somatischer Mutationen innerhalb eines Gens ab, um über mögliche Folgen von Mutagenen zu reflektieren und diese im Sinne der Gesunderhaltung des eigenen Körpers zu meiden.
erläutern an Beispielen Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten von erblich bedingten Krankheiten, die durch Mutationen in Keimzellen ausgelöst und weitervererbt werden, um zum einen einen natürlichen Umgang mit Betroffenen zu ermöglichen und zum anderen kompetent über ethisch-moralische Aspekte zu diskutieren.
grenzen Mutationen gegen Modifikationen ab und ordnen ausgewählten Merkmalen wissenschaftlich erwiesene angeborene und erworbene Anteile zu, um Merkmale im Zusammenhang von Vererbbarkeit und Anpassung zu interpretieren.
stellen auf Grundlage der Mendelschen Regeln mithilfe von Symbolen Erbgänge auf und wenden diese in Stammbaumanalysen an, um Chancen in der Züchtung einerseits und das Risiko der Vererbung einer Krankheit andererseits abzuschätzen.
legen Chancen und Risiken gentechnischer Verfahren dar, wodurch sie mit fundierten sachlichen Argumenten deren Einsatz befürworten oder ablehnen. Sie nehmen an der gesellschaftlichen Bewertung mit Verantwortung teil.
Lernbereich 3: Lokale und globale Auswirkungen auf Ökosysteme durch Eingriffe des Menschen
erläutern Wechselwirkungen zwischen unbelebter Materie, Organismen, Ökosystemen, der Biosphäre und ggf. auch der Atmosphäre und der Hydrosphäre, um die Vernetzung der Systeme zu verstehen und natürliche und durch den Menschen verursachte Folgen abzuschätzen.
vergleichen regionale mit globalen Stoffkreisläufen und stellen den Energiefluss dar. So identifizieren sie Elemente von offenen und geschlossenen Systemen und deren gegenseitige Abhängigkeiten.
beschreiben ein lokales Ökosystem in seiner historischen Veränderung und leiten so den Wandel in der Bedeutung der Ökosystemdienstleistung ab.
begründen die Bedeutung der Artenvielfalt für Ökosysteme und zeigen an einem Beispiel auf, wie Eingriffe des Menschen die Vielfalt reduzieren können. Ausgehend von unterschiedlichen Interessen und den damit verbundenen Zielkonflikten entwickeln sie Handlungsoptionen und schätzen deren Folgen ab, um verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen.
zeigen an einem konkreten Beispiel Möglichkeiten auf, auf welche Weise menschliche Eingriffe Veränderungen in Ökosystemen auslösen können. Dabei berücksichtigen sie auch nicht lineare Prozesse und zeitverzögerte Auswirkungen auf das System und beurteilen Schutzmaßnahmen im Hinblick auf deren Nachhaltigkeit.
erörtern Möglichkeiten naturverträglichen Handelns und hinterfragen das eigene Handeln, insbesondere das Verbraucher- und Konsumverhalten unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.
Lernbereich 4: Verantwortungsvolle Elternschaft
beschreiben Einflüsse der Lebensweise der Eltern auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes und erkennen dadurch die besondere Schutzbedürftigkeit in dieser Lebensphase.
erläutern vielfältige Veränderungen und Verantwortungen, die aus einer Elternschaft erwachsen. Sie schätzen dadurch persönlich relevante Voraussetzungen für eine zukünftige Familiengründung ab.
diskutieren die biologischen, ethischen und rechtlichen Hintergründe sowie Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs durch den Vergleich der Werte und Normen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen, um eine eigene Moralvorstellung im Umgang mit menschlichem Leben zu entwickeln.
erläutern Grundlagen und Möglichkeiten der modernen Reproduktionsbiologie und lernen dadurch Methoden der technischen Einflussnahme als Hilfsmittel bei der Fortpflanzung und als Möglichkeit der Therapie einzuschätzen und unter ethischen Aspekten zu bewerten.
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