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Lernbereich 1: Methoden und Arbeitstechniken
beantworten einfache, u. a. selbst entwickelte historische Fragestellungen mithilfe ausgewählter Sie unterscheiden diese von Insbesondere bewerten sie historische Persönlichkeiten, indem sie sich z. B. mit beschäftigen. Text-, Bild- oder Sachquellen.QuellenDarstellungen.perspektivischen Urteilen in Quellen und Darstellungen
bilden mithilfe von Quellen und Darstellungen einfache ggf. auch wie z. B. Comic, Rekonstruktionsbild, Dialog, Rollenspiel, Erzählung. historische Narrationen,mit gestalterisch-kreativem Anspruch,
verwenden einfache oder (z. B. zum Feldzug Alexanders des Großen) zur Veranschaulichung und Information. Außerdem nutzen und erstellen sie zur Orientierung in der Zeit, wie z. B. Zeitleiste, Geschichtsfries. SchaubilderGeschichtskartenDarstellungen der geschichtlichen Chronologie
lernen kennen, um beispielhaft den Weg vom archäologischen Befund zur Aussage über die Lebensumstände der damaligen Menschen nachvollziehen zu können, wie z. B. bei der Deutung steinzeitlicher Funde (Ötzi). archäologische Arbeitstechniken
nutzen ihr Wissen um den Aufbau ihres aber auch von altersgemäßen historischen Sachbüchern oder über entsprechende Medienbeiträge (z. B. historische Spielfilme, Dokumentationen), um gezielt Antworten auf ausgesuchte historische Fragen zu finden. Schulbuchs,
Lernbereich 2: Der Mensch und seine Geschichte (ca. 8 Std.)
erfassen die Dimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als grundlegendes Muster der menschlichen Orientierung und begreifen sich damit selbst als Mensch mit eigener Geschichte.
vergleichen an anschaulichen Beispielen (z. B. anhand archäologischer Bodenfunde, Sachquellen, Ausstellungsgegenständen) die Lebensumstände in und um die Bedeutung der neolithischen Revolution zu erklären. AltsteinzeitJungsteinzeit,
erfassen die historische Bedeutung der Kelten, indem sie sich der zahlreichen Spuren dieses Volkes in Europa anhand archäologischer Relikte bewusst werden.
verwenden bei der Darstellung einfacher historischer Zusammenhänge folgende Grundlegende Begriffe: Quelle, Altsteinzeit, Jungsteinzeit.
Lernbereich 3: Ägypten – eine frühe Hochkultur (ca. 6 Std.)
erfassen am Beispiel des alten Ägypten zentrale Merkmale einer frühen , ordnen die Leistungen vor dem Hintergrund der damaligen Zeit ein und sind in der Lage, diese Kriterien auf andere Kulturen zu übertragen. Hochkultur
nutzen ihre Kenntnisse zu den geographischen und klimatischen Gegebenheiten des alten Ägypten, um den Nil als Lebensader des Landes und seiner Gesellschaft zu begreifen.
untersuchen mithilfe eines vorgegebenen knappen Kriterienkatalogs Bau- und Kunstwerke (u. a. ) und ziehen daraus Rückschlüsse auf Gesellschaftsordnung, Kultur und Religion. Pyramiden
nutzen ihre Kenntnisse über die Herrschaft der um wesentliche Merkmale von herauszuarbeiten und die göttliche Herrschaftsvorstellung auf der Basis eigener Wertvorstellungen zu beurteilen. Pharaonen,Monarchie
wenden folgende Grundlegende Daten und Begriffe bei der Beschäftigung mit und Darstellungen sowie bei kurzen eigenen Beschreibungen von historischen Zusammenhängen an: Quellenum 3000 v. Chr. Hochkultur in Ägypten; Pharao, Pyramide.
Lernbereich 4: Die griechische Antike (ca. 10 Std.)
nutzen die Erkenntnis, dass im antiken Griechenland wichtige Grundlagen der europäischen Kultur geschaffen worden sind, um z. B. Spuren antiker Bezüge in ihrer unmittelbaren Lebenswelt zu erfassen und in den historischen Kontext einzuordnen.
untersuchen an anschaulichen Beispielen und anhand eines knappen vorgegebenen Kriterienkatalogs antike Kunstwerke (z. B. Tempel, Statuen), um die kulturellen Leistungen der griechischen zu erfassen. Antike
erarbeiten zentrale Aussagen einer einfachen Geschichtskarte, um u. a. aufzuzeigen, wie die landschaftliche Beschaffenheit Griechenlands das Entstehen der begünstigte. Poleis
vergleichen in Grundzügen die griechische Kolonisation mit Migrationsbewegungen der Gegenwart, um an anschaulichen und kindgerechten Beispielen (ggf. familiären Erfahrungen) Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.
erklären den Zusammenhang zwischen der Entwicklung der attischen und den Perserkriegen. Demokratie
beurteilen in altersgerechter Weise die in der attischen vor dem Hintergrund moderner demokratischer Vorstellungen. DemokratiePolis
wenden folgende Grundlegende Daten und Begriffe bei der Beschäftigung mit Quellen und Darstellungen sowie bei kurzen eigenen Beschreibungen von historischen Zusammenhängen an: 5. Jh. v. Chr. Blütezeit Athens; Antike, Migration, Polis, Verfassung, Monarchie, Aristokratie, Demokratie.
Lernbereich 5: Das Imperium Romanum (ca. 12 Std.)
erkennen, dass durch das Imperium Romanum wichtige Grundlagen der europäischen Kultur geschaffen wurden, und erörtern europaweite kulturelle Gemeinsamkeiten (z. B. Sprache, Rechtssystem).
erfassen die Ausdehnung des Imperium Romanum in verschiedenen Etappen seiner Geschichte, indem sie Geschichtskarten anhand eines vorgegebenen knappen Fragenkatalogs auswerten.
nutzen ihre Kenntnisse über das Leben in der Stadt Rom, um die Herausforderungen einer antiken Großstadt (z. B. Wohnungen, Verkehr, Hygienebedingungen, Wasserversorgung, Umweltverschmutzung) im Vergleich mit heutigen Metropolen einschätzen zu können.
untersuchen den Aufbau der römischen Familie und vergleichen die sie prägenden Werte mit heutigen Familienformen, Rollenbildern und Wertvorstellungen.
zeigen Prozesse der auf (u. a. am Beispiel Bayerns), um Spuren antiker Bezüge in Europa und in ihrem Heimatraum zu erfassen und einzuordnen. Sie begreifen z. B. im Rahmen einer Exkursion, wie das Imperium Romanum das Leben in den geprägt hat. RomanisierungProvinzen
untersuchen den Umgang mit Juden im Römischen Reich, um einen ersten Einblick in die Bedeutung der Diaspora für das zu gewinnen und ein Gespür für die besondere Bedeutung des Glaubens und der Kultur für die jüdische Identität zu entwickeln. Judentum
beschreiben die Entwicklungen von der zum Prinzipat und des zur Staatsreligion als entscheidende Umbrüche in der Geschichte des Imperium Romanum. RepublikChristentums
gliedern die römische Geschichte u. a. mithilfe der Grundlegenden Daten 1. Jh. v. Chr. Übergang von der Republik zur Kaiserzeit; um Christi Geburt Zeitalter des Augustus.
erfassen anhand der Geschichte Roms die Grundlegenden Begriffe um sie zu verstehen und in eigenen Darstellungen fachsprachlich richtig zu verwenden. Senat, Republik, Diktator, Caesar, Limes, Judentum, Christentum, Romanisierung, Provinz,
Lernbereich 6: Von der Antike zum Frühmittelalter (ca. 10 Std.)
erkennen in der Zeit des Übergangs von der zum das Nebeneinander von Veränderungen und Kontinuitäten (z. B. Gesellschaftsaufbau, Kaiserprinzip, Verwaltung und Recht). Sie nutzen ihr Wissen über Tradition und Wandel für ihre lebensweltliche Orientierung, indem sie z. B. erkennen, dass auch Neuanfänge immer von Elementen der Kontinuität geprägt sind. AntikeMittelalter
analysieren am Beispiel Roms die inneren und äußeren Ursachen des Zusammenbruchs des antiken Reichs und des Beginns einer neuen Epoche.
beschreiben anhand von einfachen Geschichtskarten die „Völkerwanderung“ und die Dreiteilung der Mittelmeerwelt, um das Ausmaß der Veränderungen von der zum zu erfassen. Sie stellen dabei anschauliche und kindgerechte Vergleiche mit gegenwärtigen Migrationsbewegungen an. AntikeMittelalter
untersuchen die Voraussetzungen für die Ausbreitung des . Islam
erfassen Kontinuität und Wandel als zentrale historische Kategorien, indem sie z. B. das antike Kaisertum und das Kaisertum Karls des Großen miteinander vergleichen und die Rolle von Missionierung und Christianisierung im Frankenreich untersuchen.
verstehen zentrale Grundlegende Daten und Begriffe, wie sowie , um sie fachsprachlich in eigenen Darstellungen richtig zu verwenden. um 500 Reichsbildung der Franken; 800 Kaiserkrönung Karls des Großen; Islam, Mittelalter, König, KaiserKarl der Große
Lernbereich 7: Technik verändert das Leben der Menschen (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
nutzen ihre Kenntnisse über den technischen Fortschritt von der Vor- und Frühgeschichte bis zum Frühmittelalter, um die Bedeutung von technischen Erfindungen und Entwicklungen für den Alltag der Menschen und für die Ausübung von Herrschaft zu begreifen und zu beurteilen.
erkennen die Bedeutung von Überlebenstechniken (z. B. Beherrschung des Feuers, Herstellung von Kleidung, Hausbau, Werkzeug-/Waffentechnik) für die menschliche Kultur an Beispielen aus vorgeschichtlicher Zeit.
zeigen an Beispielen auf, dass technische Entwicklungen Weichenstellungen für den Verlauf der Geschichte darstellen (z. B. Bewässerungstechnik bei den Ägyptern, Gewölbe-/Straßenbau bei den Römern, Folgen technischer Entwicklungen für die Umwelt).
nutzen für die Herstellung von historischen Zusammenhängen z. B. folgende Grundlegende Daten und Begriffe: ab 3000 v. Chr. Hochkultur in Ägypten; 5. Jh. v. Chr. Blütezeit Athens; 753 v. Chr. mythische Gründung Roms; um Christi Geburt Zeitalter des Augustus; Altsteinzeit, Jungsteinzeit, Pharao, Pyramide, Antike, Polis, Limes.
Lernbereich 8: Menschen machen Geschichte (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
bewerten die Einflussmöglichkeiten einer einzelnen historischen Persönlichkeit auf die Geschichte, indem sie sich an einfachen Beispielen und anhand von konkreten Situationen mit Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Handelns (z. B. auch aus genderspezifischer Perspektive) auseinandersetzen.
vergleichen und beurteilen berühmte Personen der Geschichte vor dem Hintergrund ihrer Zeit (z. B. Selbstdarstellung: Münzen, Bauten, Denkmäler) und aus heutiger Perspektive (z. B. Erinnerung: Städte-/Straßennamen). Sie erkennen dabei, dass eine Person je nach Standpunkt des Betrachters durchaus kontrovers gesehen werden kann.
reflektieren die Leistungen Alexanders des Großen (u. a. Eroberungen, Städtegründungen, Kulturtransfer) aus historischer und aktueller Perspektive, um seine Persönlichkeit bewerten und das spätere Zerbrechen seines antiken Weltreichs erklären zu können.
nutzen für diesen Längsschnitt z. B. die folgenden Grundlegenden Daten und Begriffe: ab 3000 v. Chr. Hochkultur in Ägypten; 1. Jh. v. Chr. Übergang von der Republik zur Kaiserzeit; 800 Kaiserkrönung Karls des Großen; Pharao, Antike, Monarchie, Demokratie, Senat, Republik, Diktator, Caesar, Mittelalter, Karl der Große, Kaiser.
Lernbereich 1: Methoden und Arbeitstechniken
erschließen Quellen mittels vorbereiteter Fragestellungen und stellen erste zum Autor. Insbesondere grenzen sie Bild- und Sachquellen (z. B. Flugblätter aus der Zeit der Reformation) von später entstandenen (z. B. Historienbildern) und ab. quellenkritische FragenGeschichtsbildernRekonstruktionen
bilden historische ggf. (z. B. Comic, Rekonstruktionsbild, Hörspielskript), in denen sie die christlich-eurozentrische Sicht um weitere Perspektiven ergänzen, wie z. B. Sicht der Juden, der Muslime, der süd- und mittelamerikanischen Ureinwohner, der Afrikaner oder der Osmanen. Narrationen,mit gestalterisch-kreativem Anspruch
untersuchen einfache und (z. B. zur Sozialgeschichte der Stadt) sowie (z. B. zum Gesellschaftsaufbau) und erklären oder vervollständigen Geschichtskarten, wie z. B. zu territorialen Veränderungen oder Entdeckungsfahrten. StatistikenDiagrammeSchaubilder
verwenden epochentypische Merkmale von Romanik, Gotik und Barock, um ausgewählte Bauwerke (ggf. des Heimatraums) in ihrer Gestalt und Funktion zu beschreiben.
verwenden sowohl gedruckte als auch ausgewählte digitale (z. B. geeignete Internetseiten), um gezielt Antworten auf historische Fragen zu finden. Medien
Lernbereich 2: Leben und Herrschaft im Mittelalter (ca. 20 Std.)
erkennen, dass durch die christlich geprägten Lebens- und Herrschaftsformen sowie durch die historischen Entwicklungen im wichtige Grundlagen der europäischen Kultur und Staatlichkeit geschaffen wurden. Dazu vergleichen sie die im bestehende enge Verbindung von christlicher Religion und politischer Herrschaft mit der Situation in einem modernen Staat. MittelalterMittelalter
untersuchen z. B. anhand einfacher Geschichtskarten und Schaubilder verschiedene Strukturen und Entwicklungen des (z. B. Reisekönigtum, Territorialisierung). Mittelalters
werten einfache bildliche und schriftliche Quellen zur Entstehung des Ottonischen Reiches und zum aus, um die unterschiedliche Art der Rechtfertigung von Herrschaft zu verstehen. Investiturstreit
untersuchen an einfachen Beispielen der Architektur (z. B. an Kirchen und Herrschaftsbauten) und der höfischen Kultur die christlich geprägte Bild- und Symbolsprache und die mittelalterliche Lebenswelt, um die bis heute in unserem kulturellen Umfeld sichtbaren Relikte jener Zeit als solche zu identifizieren und ihren kulturellen Wert einzuschätzen.
analysieren die Gründe und Ursachen für den Aufschwung des Städtewesens (z. B. anhand von zeitgenössischen Bild- und Textquellen) und verbalisieren verschiedene, das Stadtleben prägende Aspekte sowie die Strukturen und Besonderheiten der mittelalterlichen Stadt (z. B. in einem Stadtmuseum oder bei einer Stadterkundung).
erfassen äußere Bedrohungen, denen die Menschen im Mittelalter ausgesetzt waren (z. B. Seuchen, Missernten) und untersuchen, wie Menschen mit diesen Herausforderungen umgegangen sind.
belegen an Beispielen die Erweiterung (geographisch, wirtschaftlich, wissenschaftlich) des mittelalterlichen Weltbildes durch die und diskutieren den kulturellen Austausch vor dem Hintergrund religiöser Unterschiede, indem sie z. B. Quellentexte christlicher und muslimischer Autoren zu den auswerten. KreuzzügeKreuzzügen
leiten aus dem historischen Aufeinandertreffen verschiedener Völker und Kulturen (z. B. die Notwendigkeit eines friedfertigen Dialogs ab. Kreuzzüge)
gliedern Leben und Herrschaft im Mittelalter u. a. mithilfe der Grundlegenden Daten und 962 Kaiserkrönung Ottos des Großenum 1200 kulturelle Blüte zur Zeit der Staufer.
wenden die Grundlegenden Begriffe sicher an. Grundherrschaft, Lehnswesen, Adel, Investiturstreit, Kreuzzug, Stadtrecht, Bürger, Ghetto, Kurfürsten, Stände, Kloster
Lernbereich 3: Europa im Wandel vom Mittelalter zur Neuzeit (ca. 8 Std.)
erkennen, dass Fortschritt und Wandel in der Zeit der durch die Rezeption der möglich waren. Sie reflektieren dabei die Bedeutung von Vergangenem für die Gegenwart. RenaissanceAntike
erkennen das neue Menschenbild der als eine wesentliche Voraussetzung für den tiefgreifenden Wandel vom zur An Beispielen aus Wissenschaft und Kultur (z. B. Leonardo da Vinci) untersuchen sie, wie sich darin bereits unser modernes Welt- und Menschenbild (z. B. Galileo Galilei) zeigt. RenaissanceMittelalterNeuzeit.
identifizieren und erläutern am Beispiel des Buchdrucks die gesellschaftlichen Auswirkungen technischer Erfindungen im Bereich der Informationsverarbeitung und -verbreitung, um sie mit der digitalen Revolution am Beginn des 21. Jahrhunderts zu vergleichen.
hinterfragen Motive und Folgen der Entdeckungsfahrten (z. B. ) und der europäischen Kolonialisierung, um wirtschaftliche und kulturelle Konsequenzen bis zur Gegenwart zu beschreiben. Dabei reflektieren sie die Folgen für die in den Kolonialgebieten ursprünglich angestammten Kulturen und begreifen an einfachen Beispielen die Hintergründe heutiger weltweiter Konfrontationen und Kooperationen. „Entdeckung“ Amerikas
setzen sich mit der kontroversen Beurteilung der auseinander, um die perspektivische Gebundenheit der Bewertung historischer Ereignisse zu erfassen. Eroberung Konstantinopels 1453
wenden die Grundlegenden Begriffe und sowie die Grundlegenden Daten und an, um die Epochengrenze zwischen Mittelalter und Neuzeit zu diskutieren. NeuzeitRenaissance1453 Eroberung Konstantinopels1492 „Entdeckung“ Amerikas
Lernbereich 4: Reformation und Konfessionalisierung (ca. 8 Std.)
nutzen ihre Kenntnisse zu den Umbruchs- und Krisenerscheinungen im 16. Jahrhundert sowie über Verlauf und Hauptakteure der Karl V.) und das sich daraus ergebende veränderte Verhältnis von Politik und Religion, um Ursachen und Wirkungen historischer Prozesse beispielhaft zu beschreiben. Reformation (Luther,
arbeiten u. a. an zeitgenössischen Bild- und Textquellen heraus, wie wichtig Religion für das Denken und Handeln der Menschen zur Zeit der gewesen ist. Reformation
bewerten die Auswirkungen der auf die päpstliche Kirche, auf Gesellschaft und Politik im Reich. Damit sind sie u. a. in der Lage, das Nebeneinander verschiedener Konfessionen im heutigen Deutschland historisch zu erklären. Reformation
untersuchen vor dem Hintergrund des modernen Menschenbildes irrationale Phänomene (z. B. Verfolgung und Ausgrenzung von Teilen der Bevölkerung) und ziehen ggf. Parallelen zu aktuellen Erscheinungen der Stigmatisierung und Ausgrenzung.
gliedern das konfessionelle Zeitalter vor allem mithilfe des Grundlegenden Datums und wenden die Grundlegenden Begriffe und im historischen Zusammenhang richtig an. 1517 Beginn der ReformationLutherReformation
Lernbereich 5: Das frühneuzeitliche Europa zwischen konfessioneller Auseinandersetzung und absolutistischem Herrschaftsanspruch (ca. 10 Std.)
untersuchen wesentliche Gründe, die zum und zum neuen europäischen Staatensystem nach 1648 führten, und bewerten in diesem Zusammenhang das Streben nach friedlichen Lösungen politischer wie religiöser Konfliktfragen in der Gegenwart. Dreißigjährigen Krieg
beurteilen die Folgen der Kriegsführung der Frühen Neuzeit (z. B. Auswirkungen auf die Bevölkerung im indem sie einen landesgeschichtlichen und ggf. auch einen regionalen Bezug herstellen. Dreißigjährigen Krieg),
erkennen am Beispiel des französischen , dass diese Herrschaftsform Staat und Gesellschaft in Europa veränderte. Sie nutzen diese Erkenntnis, um z. B. kulturelle Zeugnisse (z. B. Residenzen, Parkanlagen), aber auch Anfänge moderner staatlicher Strukturen (z. B. Verwaltung, Infrastruktur, stehendes Heer) einzuordnen. Absolutismus
beschreiben den Vorbildcharakter des französischen für Europas Fürsten anhand der Herrschaftsbauten der Epoche, indem sie ein landesgeschichtliches (ggf. ein regionales) Beispiel für den Barock und seine repräsentative Funktion untersuchen. Absolutismus
erfassen das Prinzip der und beschreiben die Problematik einer hegemonialen Außenpolitik als permanente Gefahr für den Frieden im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts. „balance of power“
wenden die Grundlegenden Daten und und die Grundlegenden Begriffe im Zusammenhang sicher an. 1618–1648 Dreißigjähriger Krieg17./18. Jh. Absolutismus in EuropaWestfälischer Friede, Absolutismus, Hegemonie
Lernbereich 6: Bauwerke als Ausdruck politischen und religiösen Denkens (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
nutzen die Erkenntnis, dass bestimmte Bauwerke Aufschluss über das politische oder gesellschaftliche Selbstverständnis ihrer Bauherrn bzw. einer Epoche geben, um die Bedeutung historischer Gebäude zu erfassen, die sie in ihrem Alltag oder in den Medien wahrnehmen.
analysieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Bauwerken verschiedener Epochen und ggf. verschiedener Religionen anhand vorgegebener Kriterien, indem sie u. a. Fotografien, Gemälde, Pläne und Skizzen untersuchen und Vergleiche anstellen zu heutigen öffentlichen Bauten. Sie erörtern dabei, welches Herrschaftsverständnis bzw. welche gesellschaftliche Ordnung in den untersuchten Baudenkmälern deutlich wird.
vergleichen die ursprüngliche Funktion historischer Bauwerke mit ihrer heutigen und erörtern dabei Aufgabe und Sinn des Denkmalschutzes.
ordnen ausgewählte historische Bauwerke den Epochen und begründet zu und nutzen Grundlegende Daten und Begriffe der Geschichte, wie z. B. und , um Zusammenhänge zwischen Architektur, Herrschaftsform und Religion zu beschreiben. Antike, MittelalterNeuzeit5. Jh. v. Chr. Blütezeit Athens; 800 Kaiserkrönung Karls des Großen; 17./18. Jh. Absolutismus in Europa; Polis, Demokratie, Monarchie, König, Kaiser, Kloster, Christentum, Judentum, Islam, AbsolutismusAristokratie
Lernbereich 7: Warenaustausch und Kulturtransfer (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
erkennen in dem historischen Längsschnitt den Zusammenhang von Wirtschaft, Politik und Kultur. Sie nutzen ihre Kenntnisse über und , um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur heutigen globalisierten Welt zu benennen. Antike, MittelalterNeuzeit
untersuchen anhand des Obergermanisch-Rätischen Limes die staaliche Steuerung von Handelsbeziehungen und beschreiben die langfristigen Auswirkungen des Kulturkontakts zwischen Römern und Germanen auf Sprache und Lebenswelt. Dabei gewinnen sie die Erkenntnis, dass wirtschaftliche Beziehungen und der daraus resultierende kulturelle Austausch die Lebenswelt der Menschen zu allen Zeiten geprägt haben.
erklären am Beispiel der Hanse, wie sich ein überregionales Handelsnetz entwickelte, das auf der Grundlage von wirtschaftlichem Erfolg u. a. die städtische Kultur über Staaten und Länder hinweg langfristig prägte, oder erklären am Beispiel der Fugger die Wechselwirkung von Warenaustausch und Kulturtransfer, indem sie deren weltweite wirtschaftliche und politische Beziehungen ebenso untersuchen (z. B. Fugger als Königsmacher) wie ihre kulturellen Leistungen (z. B. Fugger als Mäzene und Stifter).
wenden ihnen bekannte Grundlegende Daten und Begriffe, wie z. B. oder sicher an, um Zusammenhänge zwischen Handelsbeziehungen und Kulturkontakten zu beschreiben. Limes, Romanisierung, Provinz, Grundherrschaft, Stadtrecht, Bürger, Mittelalter, RenaissanceNeuzeit,
Lernbereich 8: Bilingualer Sachfachunterricht (optional)
setzen die englische Sprache als Mittel zur authentischen Kommunikation ein und nehmen einen sprachlichen und inhaltlichen Perspektivenwechsel vor. So begreifen sie, dass die Fremdsprache ein Spiegel kultureller Besonderheiten und Unterschiede ist, um historische Phänomene multiperspektivisch zu betrachten und zu erschließen.
nutzen ihre historischen Kenntnisse, um faktengestützt Themen der Jahrgangsstufe zu diskutieren, indem sie fachspezifisches Vokabular (Englisch, Deutsch) gezielt und reflektiert einsetzen sowie sprachliche und inhaltliche Phänomene kritisch hinterfragen.
Lernbereich 1: Methoden und Arbeitstechniken
reflektieren bei der die Bedeutung von Urheber, Auftraggeber, Adressat oder Aussageabsicht für den Aussagegehalt der Quelle. Unter anderem analysieren sie (z. B. Historiengemälde, Karikaturen) hinsichtlich ihrer äußeren Form (z. B. Perspektive, Bildkomposition) sowie Inhalt, Urheber, Auftraggeber oder Zielgruppe und wenden die dabei entwickelten Fertigkeiten der Bilddeutung auf heutige Bilder (z. B. Fotografien von Personen des öffentlichen Lebens, Karikaturen) an. Analyse von QuellenBildquellen
bilden historische in denen zum Ausdruck kommen, wie z. B. Perspektive der First Nations während der Besiedlung Nordamerikas, unterschiedliche Perspektiven auf Reichsgründung und Industrialisierung. Narrationen,unterschiedliche historische Perspektiven
erstellen mithilfe von Beispielen analysieren und verbalisieren die Aussagen von und Schaubilder,GeschichtskartenStatistikenDiagrammen.
analysieren (z. B. Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, Walhalla bei Regensburg) vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für ihre Entstehungszeit und für heute und wenden ihre Erkenntnisse ggf. auf ein regionales Beispiel an. historische Denkmäler
bewerten die Qualität digitaler und gedruckter mit historischen oder historisierenden Inhalten anhand vorgegebener Gütekriterien, wie z. B. der Angabe des Autors und des historischen Kontextes. Medien
Lernbereich 2: Grundlagen der Moderne – Aufklärung, Unabhängigkeit der USA und Französische Revolution (ca. 12 Std.)
erkennen, dass in der Zeit der mit dem Streben der nordamerikanischen Siedler nach Unabhängigkeit von England und mit der wichtige Grundlagen der Moderne geschaffen wurden, wie etwa freiheitlich-demokratische Wertvorstellungen, Parlamentarismus und moderne bürgerliche Gesellschaften. Sie nutzen diese Erkenntnis, um z. B. die Errungenschaften von Rechtsstaatlichkeit und politischer Mitbestimmung wertzuschätzen. AufklärungFranzösischen Revolution
erfassen die Tragweite einer Nationenbildung am Beispiel der Vereinigten Staaten von Amerika, indem sie den Konflikt zwischen England und den Siedlern in Nordamerika analysieren und ihn mit heutigen Unabhängigkeitsbestrebungen vergleichen.
erfassen am Beispiel der die Multikausalität von revolutionären Prozessen, indem sie z. B. Ursachen herausarbeiten und kurz- und langfristige Folgen bei der Beurteilung berücksichtigen. Französischen Revolution
bewerten die und die indem sie damit verbundene Entwicklungen in Gesellschaft und Politik aufzeigen und mit heutigen Vorstellungen von Freiheit und Gleichheit vergleichen. AufklärungFranzösische Revolution,
verwenden und erläutern bei der Beschreibung zentraler historischer Zusammenhänge folgende Grundlegende Daten und Begriffe: 1776 Amerikanische Unabhängigkeitserklärung; 1789 Beginn der Französischen Revolution; Aufklärung, Menschenrechte, Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Parlament, konstitutionelle Monarchie, Bürgertum.
Lernbereich 3: Napoleon und die Umgestaltung Europas (ca. 9 Std.)
beschreiben das Selbstverständnis als , nachdem sie sein Kaisertum vor dem Hintergrund der Ideale der , aber auch vor dem Hintergrund antiker und mittelalterlicher Herrschaftsauffassungen untersucht haben. NapoleonsKaiserFranzösischen Revolution
erkennen am Beispiel die Entscheidungsspielräume und die Grenzen des Wirkens historischer Persönlichkeiten. Napoleons
sehen im Widerstand der Bevölkerung gegen Herrschaft eine Chance, die deutsche Einheit voranzubringen, da gleichzeitig mit dem Widerstand auch das Nationalbewusstsein der Deutschen gefördert wird. Dazu analysieren sie u. a. die Gründe für den Widerstand. Napoleons
erkennen die Bedeutung des Modernisierungsprozesses für Bayern, um die gesellschaftlichen und politischen Strukturen des heutigen Bayern zu verstehen.
verwenden bei der Beschreibung zentraler historischer Zusammenhänge folgende Grundlegende Daten und Begriffe: und 1806 Ende des Heiligen Römischen Reichs; 1806 Gründung des Königreichs Bayern; NapoleonSäkularisation.
Lernbereich 4: Deutschland zwischen Restauration und Revolution (ca. 8 Std.)
erfassen den Konflikt zwischen dem Streben nach einem einheitlichen, freien Deutschland und den beharrenden Kräften als bestimmend für den politischen Prozess in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dabei erkennen sie die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für die moderne Demokratie.
erkennen die Notwendigkeit zu einer Neuordnung Europas nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft und bewerten die Ambivalenz dieser Neuordnung.
nutzen ihr Wissen über zentrale politische Forderungen des Bürgertums (u. a. in Bayern), um die Bedeutung von Freiheit und auch für die Gegenwart einzuschätzen. Demokratie
analysieren Gründe für das Scheitern der vor dem Hintergrund ihrer Errungenschaften, um so die Enttäuschung der bürgerlichen Opposition nachzuvollziehen. Revolution von 1848/49
gliedern die historische Entwicklung in der Restaurations- und Revolutionszeit mithilfe der Grundlegenden Daten und wenden die Grundlegenden Begriffe bei der Erläuterung historischer Zusammenhänge an. 1815 Wiener Kongress; 1832 Hambacher Fest; 1848/49 Revolution in DeutschlandNation, Nationalismus, Liberalismus, Deutscher Bund
Lernbereich 5: Industrialisierung und Soziale Frage (ca. 9 Std.)
vergleichen die Lebensbedingungen in vorindustrieller Zeit mit denen während der (z. B. hinsichtlich Verstädterung, Umweltbelastung), um den Übergang zur Industriegesellschaft als epochalen Einschnitt in der Menschheitsgeschichte einzuordnen. Industrialisierung
analysieren Faktoren der in England und Deutschland nach vorgegebenen Kriterien (ggf. regionaler Bezug), um so Ursachen, Verlauf und Folgen zu erfassen. Sie erkennen dabei den sich vollziehenden grundlegenden Wandel für das Leben der Menschen. Industrialisierung
nutzen ihre Kenntnisse über politische Akteure, soziale (Protest-)Bewegungen und Lösungsansätze der um die zur Zeit der im historischen Kontext zu diskutieren und zu beurteilen. Dabei erfassen sie die Bedeutung moderner staatlicher Sozialpolitik. Sozialen Frage,SozialgesetzgebungIndustrialisierung
untersuchen Ursachen und Auswirkungen der am Beispiel Bayerns. Industrialisierung
nutzen die Grundlegenden Begriffe und bei eigenen geschichtlichen Narrationen. Industrialisierung, Proletariat, Soziale Frage, SozialgesetzgebungSozialismus
Lernbereich 6: Das Deutsche Kaiserreich (ca. 8 Std.)
gewinnen die Erkenntnis, dass das Kaiserreich einerseits staatliche Stabilität, relative soziale Sicherheit und Elemente gesellschaftlicher Modernisierung bot, andererseits jedoch militaristisch, nationalistisch und obrigkeitsstaatlich geprägt war. Sie können auf der Grundlage ihrer Kenntnisse das Leben in einer pluralen und demokratischen Gesellschaft wertschätzen.
beurteilen am Beispiel der und der Politik im die Bedeutung einzelner Persönlichkeiten und gesellschaftlicher Kräfte (z. B. politische Ideen und Bewegungen) für grundlegende historische Entwicklungen. Reichsgründung von 1871Deutschen Kaiserreich
untersuchen u. a. Historiengemälde (z. B. zur Proklamation des ) mithilfe eines vorgegebenen knappen Kriterienkatalogs als bewusste Inszenierung von Politik und beurteilen deren Aussagekraft. Deutschen Kaiserreiches
verwenden und erläutern bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge die Grundlegenden Daten und Begriffe und 1871 Reichsgründung, Deutsches Kaiserreich, BismarckReichstag.
Lernbereich 7: Protest, Aufstand und Revolution – Menschen kämpfen für ihre Freiheit (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
erkennen an konkreten Beispielen, wie wenig selbstverständlich persönliche und politische Freiheit zu allen Zeiten gewesen ist. Sie werden sich bewusst, welche Bedeutung das Eintreten für und persönliche Freiheit bis heute hat. Menschenrechte
vergleichen verschiedene Formen von Protest, Aufstand und Revolution zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Kulturen. Dabei erfassen sie unterschiedliche Motivationen für Widerstand in der Geschichte.
wenden passende Grundlegende Daten, wie z. B. , und Grundlegende Begriffe, wie z. B. bei der Beschreibung der historischen Zusammenhänge sicher an. 1776 Amerikanische Unabhängigkeitserklärung; 1789 Französische Revolution; 1871 ReichsgründungAntike, Aristokratie, Monarchie, Verfassung, Mittelalter, Grundherrschaft, Bürger, Aufklärung, Menschenrechte, Gewaltenteilung, Parlament, Bürgertum, Liberalismus,
Lernbereich 8: Kriege und ihre Folgen (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
erkennen, dass es unterschiedliche Gründe für Kriege gibt. Dabei erfassen sie auch den Unterschied zwischen den Faktoren, die Kriege auslösen, und den öffentlichen Rechtfertigungen für Krieg durch die Politik.
vergleichen verschiedene Arten der Kriegsführung, um daraus Folgen für Söldner/Soldaten, Zivilbevölkerung und Umwelt zu erschließen (z. B. während der im Ihnen wird bewusst, dass Kriege irreparable Schäden verursachen. Kreuzzüge,Dreißigjährigen Krieg).
treten u. a. vor dem Hintergrund von Menschenrechtsverletzungen in Kriegen für die friedliche Lösung heutiger Konflikte ein.
wenden passende Grundlegende Begriffe, wie z. B. , bei der Beschreibung der historischen Zusammenhänge sicher an. Antike, Caesar, Limes, Mittelalter, Kreuzzüge, Reformation, Westfälischer Friede, Hegemonie, Nation, Nationalismus, Deutsches Kaiserreich
Lernbereich 9: Bilingualer Sachfachunterricht (optional)
setzen die englische Sprache als Mittel zur authentischen Kommunikation ein und nehmen einen sprachlichen und inhaltlichen Perspektivenwechsel vor. So begreifen sie, dass die Fremdsprache ein Spiegel kultureller Besonderheiten und Unterschiede ist, um historische Phänomene multiperspektivisch zu betrachten und zu erschließen.
nutzen ihre historischen Kenntnisse, um faktengestützt Themen der Jahrgangsstufe zu diskutieren, indem sie fachspezifisches Vokabular (Englisch, Deutsch) gezielt und reflektiert einsetzen sowie sprachliche und inhaltliche Phänomene kritisch hinterfragen.
Lernbereich 1: Methoden und Arbeitstechniken
stellen zu Quellenart, Urheber, Adressat und dem historischen Kontext an (z. B. bei Karikaturen, politischen Reden, Zeitungsartikeln). Insbesondere analysieren sie dazu in einschlägigen Bild- und Textquellen (z. B. Wahlplakate, politische Reden) sowie in historischen Film- und Tondokumenten (z. B. Propagandafilme/-lieder) und beschreiben deren manipulative Intentionen. quellenkritische Überlegungenpolitische Propaganda
reflektieren kritisch, indem sie unterschiedliche historische und thematisieren (z. B. Perspektive der Opfer im Nationalsozialismus, Perspektive der kolonisierten Völker). historische NarrationenPerspektivenDeutungen
visualisieren geschichtliche Sachverhalte in werten die Aussagen von und aus und ergänzen diese durch Informationen aus Quellen und Darstellungen. Schaubildern,Geschichtskarten, StatistikenDiagrammen
recherchieren in oder exemplarische regionalgeschichtliche Überlieferungen (z. B. zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs, zu den Krisenjahren in Weimar, zur Machtergreifung der Nationalsozialisten) und ordnen ihre Ergebnisse in den übergeordneten historischen Kontext ein. Museen, Archiven, GedenkstättenSammlungen
bewerten anhand selbstgewählter Gütekriterien (z. B. Zeitpunkt der Entstehung, Zielsetzung) die Qualität unterschiedlicher digitaler und gedruckter mit historischen oder historisierenden Inhalten. Medien
Lernbereich 2: Imperialismus und Erster Weltkrieg (ca. 16 Std.)
erkennen wesentliche Ursachen, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten. Sie nutzen ihre Erkenntnisse über die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, um die kurz- und langfristigen Auswirkungen zu diskutieren.
bewerten Motive, Ideologie und Folgen der internationalen sowie der deutschen Kolonialpolitik, u. a. aus der Perspektive der einheimischen Bevölkerung in den Kolonien. Dabei erkennen sie, dass die europäischen Staaten für die von ihrer Kolonialpolitik betroffenen geographischen Räume bis heute eine historisch begründete Verantwortung tragen.
wenden ihr Wissen über entscheidende historische Prozesse des 19. Jahrhunderts Militarismus, ) an, indem sie deren Bedeutung für Ausbruch und Verlauf des erklären. (Nationalismus,Imperialismus,IndustrialisierungErsten Weltkriegs
begründen, weshalb der eine Epochenwende markiert, indem sie auf ihr Wissen um die geopolitischen Veränderungen sowie die politisch-territorialen Umwälzungen am Ende des zurückgreifen. Erste Weltkrieg1917Ersten Weltkriegs
analysieren die Kriegspropaganda des vor dem Hintergrund der Situation von Soldaten und Zivilbevölkerung. Sie wenden ihre Kenntnisse kritisch auf andere Propagandabeispiele an, um die Rolle von Propaganda allgemein zu begreifen. Ersten Weltkriegs
untersuchen und beurteilen am Beispiel der die Rolle des Volkes bei der Neugestaltung des Gemeinwesens. Novemberrevolution 1918
gliedern die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts mithilfe der Grundlegenden Daten und und wenden bei der Beschäftigung mit Quellen und Darstellungen sowie in eigenen Narrationen die Grundlegenden Begriffe an. 1914–1918 Erster Weltkrieg; 1917 Kriegseintritt der USA und Russische Revolution1918 NovemberrevolutionImperialismus, Kommunismus, Vertrag von Versailles
Lernbereich 3: Weimarer Republik – die erste deutsche Demokratie (ca. 10 Std.)
nutzen ihr Wissen um die Belastungen in der Gründungsphase der Weimarer Republik, um ihr Urteil über die scheinbare politische und gesellschaftliche Konsolidierung in der Mitte der 1920er-Jahre kritisch zu begründen.
nutzen ihre Kenntnisse über die Gründe für das Scheitern Weimars, um mögliche Gefährdungen einer damals und heute historisch begründet zu diskutieren (z. B. wirtschaftliche Krisen, mangelndes demokratisches Engagement, politische Agitation, stufenweiser Abbau von Grundrechten). Demokratie
würdigen die demokratischen Traditionen der Weimarer Republik und benennen die Stärken und Schwächen der ggf. auch durch den Vergleich mit anderen deutschen Verfassungen. Weimarer Verfassung,
ordnen die Bedeutung der 1920er-Jahre („Goldene Zwanziger Jahre“) sinnvoll in den historischen Kontext ein, indem sie die Entfaltung der Moderne im großstädtischen Raum mit dem Alltagsleben in einer ländlichen Region Bayerns zu Beginn des 20. Jahrhunderts vergleichen.
gliedern die Geschichte der Weimarer Republik mithilfe der Grundlegenden Daten und verwenden den Grundlegenden Begriff bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge. 1919–1933 Weimarer Republik; 1923 Krisenjahr; 1929 WeltwirtschaftskriseWeimarer Verfassung
Lernbereich 4: Nationalsozialismus – Ideologie und Politik bis 1939 (ca. 10 Std.)
bewerten vor dem Hintergrund demokratischer Prinzipien Maßnahmen der Nationalsozialisten zu Machtausbau und Systemstabilisierung. Dabei begreifen sie den Weg zum totalitären Staat als schrittweise Aushöhlung der freiheitlichen Ordnung eines demokratischen Rechtsstaates.
stellen einen Zusammenhang zwischen NS-Ideologie und Vorgehen der Nationalsozialisten her, indem sie verschiedene Bereiche der NS-Politik untersuchen.
erkennen den menschenverachtenden Charakter der nationalsozialistischen Ideologie, indem sie deren Folgen im NS-Staat bis in die Alltagswelt hinein untersuchen. Sie erfassen dabei auch, weshalb die für viele Menschen Ausgrenzung und Verfolgung bedeutete. „Volksgemeinschaft“
bewerten die Zustimmung vieler Deutscher zum kritisch und untersuchen mögliche Erklärungen (z. B. Erfüllung revisionspolitischer Wünsche, Demokratiedefizit, Wunsch nach Ordnung, scheinbare wirtschaftliche Erholung, Propaganda und Terror). Nationalsozialismus
gliedern den Zeitraum bis 1939 mithilfe der Grundlegenden Daten und und erkennen die Bedeutung des 9. Novembers für die deutsche Geschichtskultur. 30. Januar 1933 Hitler Reichskanzler9. November 1938 Novemberpogrome
verwenden die Grundlegenden Begriffe und bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge. Nationalsozialismus, Antisemitismus, „Volksgemeinschaft“, „Ermächtigungsgesetz“, „Gleichschaltung“, „Nürnberger Gesetze“Münchner Abkommen
Lernbereich 5: Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg und Holocaust – Schuld, Widerstand und Verantwortung (ca. 10 Std.)
beurteilen die neue Dimension nationalsozialistischer Expansions- und Eroberungspolitik im indem sie einen Zusammenhang mit den ideologisch-rassistischen Grundlagen dieser Kriegspolitik herstellen. Zweiten Weltkrieg,
erkennen den menschenverachtenden Charakter des anhand der Systematik der Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden sowie weiterer Bevölkerungsgruppen (u. a. Sinti und Roma). Sie erfassen dabei das Ausmaß der in industriellem Maßstab durchgeführten NS-Massenverbrechen, von bzw. . NationalsozialismusShoaHolocaust
werden sich mithilfe einer historischen Exkursion zu einer Gedenkstätte für die Opfer des der Dimension nationalsozialistischer Verbrechen bewusst. Nationalsozialismus
bestimmen Möglichkeiten und Grenzen des Widerstandes an anschaulichen Beispielen. Dabei würdigen sie Mut und Opferbereitschaft jener Menschen, die während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft Widerstand leisteten und sich für eine freiheitliche Gesellschaft einsetzten, als Vorbild für ihr eigenes bürgerschaftliches Engagement.
erörtern die historische Verantwortung der Deutschen als Grundlage für die Bewertung der deutschen Erinnerungs- und Gedenkkultur (z. B. Rede Weizsäckers zum 8. Mai, Täter und Opfer in der Nachkriegszeit, Holocaust-Mahnmal in Berlin, Errichtung von KZ-Gedenkstätten und Lernorten).
gliedern den historischen Zeitraum mithilfe der Grundlegenden Daten und verwenden die Grundlegenden Begriffe bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge. 1939–1945 Zweiter Weltkrieg; 20. Juli 1944 Attentat auf Hitler; 8./9. Mai 1945 bedingungslose Kapitulation DeutschlandsHolocaust bzw. Shoa, Konzentrations- und Vernichtungslager
Lernbereich 6: Jugend und Jugendkultur im Wandel der Zeit (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
nutzen ihre historischen Kenntnisse über Bildungs- und Erziehungsideale unterschiedlicher Epochen, um Aspekte ihrer eigenen Erziehung, Bildung oder Kultur zu hinterfragen.
beurteilen historische Jugend- und Erziehungskulturen, indem sie z. B. Leitbilder, die einer Epoche oder einer jugendlichen „Gegenkultur“ zugrunde liegen, überprüfen sowie genderspezifische Verhaltensweisen in historischer Perspektive betrachten.
nutzen bei der Verortung einzelner Aspekte aus dem Bereich der Bildung in einem allgemeineren historischen Kontext u. a. die Epochenbezeichnungen sowie bereits bekannte Grundlegende Daten und Begriffe, wie z. B. Antike, Mittelalter, Neuzeit, Aufklärung, Deutsches Kaiserreich5. Jh. v. Chr. Blütezeit Athens; 800 Kaiserkrönung Karls des Großen; 1871 Reichsgründung; Polis, Demokratie, Christentum, Kloster, Bürgertum, Menschenrechte, Nation, Nationalismus, Nationalsozialismus, „Volksgemeinschaft“, „Gleichschaltung“, „Nürnberger Gesetze“, Holocaust bzw. Shoa.
Lernbereich 7: Menschenrechte – Rechte für alle Menschen (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
nutzen ihr Wissen um die historische Entwicklung der um deren Stellung in demokratischen Verfassungen zu beurteilen (z. B. im der Bundesrepublik Deutschland). Menschenrechte,Grundgesetz
diskutieren am historischen Beispiel und an aktuellen Fällen die Grundlagen, Ziele und Folgen von Einschränkungen von und Menschenrechtsverletzungen, vor allem aus der Perspektive der Opfer. Menschenrechten
erfassen die Bedeutung der UN-Menschenrechtscharta und der Europäischen Menschenrechtskonvention, indem sie die Probleme der Durchsetzung an einem aktuellen Beispiel diskutieren.
erklären beispielhaft und ggf. mithilfe historischer Vergleiche, inwiefern die in ihrem eigenen Leben von Bedeutung sind. Menschenrechte
wenden Grundlegende Daten, wie z. B. sowie Grundlegende Begriffe, wie z. B. bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge an. 1776 Amerikanische Unabhängigkeitserklärung; 1789 Beginn der Französischen Revolution; 1871 Reichsgründung; 1918 Novemberrevolution; 30. Januar 1933 Hitler ReichskanzlerAntike, Mittelalter, Ghetto, Stadtrecht, Bürger, Neuzeit, Aufklärung, Menschenrechte, Verfassung, Gewaltenteilung, Parlament, Bürgertum, Liberalismus, Reichstag, Weimarer Verfassung, Nationalsozialismus, „Ermächtigungsgesetz“, Konzentrations- und Vernichtungslager,
Lernbereich 8: Bilingualer Sachfachunterricht (optional)
setzen die englische Sprache als Mittel zur authentischen Kommunikation ein und nehmen einen sprachlichen und inhaltlichen Perspektivenwechsel vor. So begreifen sie, dass die Fremdsprache ein Spiegel kultureller Besonderheiten und Unterschiede ist, um historische Phänomene multiperspektivisch zu betrachten und zu erschließen.
nutzen ihre historischen Kenntnisse, um faktengestützt Themen der Jahrgangsstufe zu diskutieren, indem sie fachspezifisches Vokabular (Englisch, Deutsch) gezielt und reflektiert einsetzen sowie sprachliche und inhaltliche Phänomene kritisch hinterfragen.
Lernbereich 1: Methoden und Arbeitstechniken
werten selbständig quellenkritisch aus. Insbesondere analysieren sie dazu Form, Inhalt und Perspektivität von Karikaturen, Bildquellen und historisch-politischen Liedern vor dem Hintergrund der ideologischen, sozialen oder politischen Zusammenhänge ihrer Entstehungszeit. Text-, Bild- und Sachquellen
diskutieren unterschiedliche historische und in verschiedenen Narrationen zu einem Thema (z. B. USA – UdSSR, Bundesrepublik Deutschland – DDR). Wahrnehmungen, PerspektivenDeutungen
fassen die Ergebnisse ihrer eigenständigen Recherchen in zusammen und kombinieren dazu die Aussagen von und selbständig mit Informationen aus und SchaubildernQuellenDarstellungenGeschichtskarten, DiagrammenStatistiken.
nutzen die Aussagen von und ordnen deren subjektive Erinnerungen quellenkritisch ein. Insbesondere vergleichen sie die Aussagen von Zeitzeugenberichten aus unterschiedlichen Perspektiven (z. B. deutsche Wiedervereinigung aus ost- und westdeutscher Sicht). Zeitzeugen
nutzen sowohl digitale wie auch gedruckte historischen Inhalts (z. B. historische Spiel-/Dokumentarfilme) zielorientiert, selbständig und kritisch. Filme untersuchen sie u. a. unter geschichtskulturellen Aspekten im Hinblick auf Intention, Aufbau und Wirkung. Medien
Lernbereich 2: Nachkriegszeit und politischer Neubeginn in Deutschland (ca. 7 Std.)
erkennen, dass weltpolitische Rahmenbedingungen und Weichenstellungen der Siegermächte sich entscheidend auf das Leben der Menschen in der Nachkriegszeit in Deutschland auswirkten.
erklären die Situation der Menschen in Deutschland nach dem Kriegsende (z. B. Deutschland-Politik der Siegermächte, Versorgungsproblematik, Wiederaufbau in Ost und West), auch am regionalen Beispiel.
erkennen während und nach dem als tiefen Einschnitt in die Biografie der Betroffenen, indem sie u. a. die sich nach dem vollziehende Integration der Heimatvertriebenen am Beispiel Bayerns untersuchen und beurteilen. Dabei schätzen sie deren Leistungen als wichtigen Beitrag für den politischen und wirtschaftlichen Aufbau Deutschlands wert. Flucht und VertreibungZweiten WeltkriegZweiten Weltkrieg
vollziehen an der nach, wie eine moderne demokratische Grundordnung aufgebaut ist und welche Herausforderungen und Chancen damit verbunden sind. Verfassung des Freistaats Bayern
diskutieren die deutsche Teilung vor dem Hintergrund der Politik der Alliierten und deren Weltanschauung. Dabei vergleichen sie u. a. die unterschiedlichen Staatsformen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR und arbeiten den sich manifestierenden Ost-West-Konflikt heraus.
wenden die Grundlegenden Daten und Begriffe bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge gezielt an. 1946 Verfassung des Freistaats Bayern; 1949 Gründung der beiden deutschen Staaten; Konferenz von Potsdam; Flucht und Vertreibung; Entnazifizierung, Grundgesetz
Lernbereich 3: Die Teilung Deutschlands (ca. 9 Std.)
vergleichen die ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in beiden deutschen Staaten und schätzen sie hinsichtlich ihres diktatorischen bzw. freiheitlichen Charakters ein. Dabei erkennen sie den Zusammenhang von Wirtschaftsordnung, Lebensverhältnissen und politisch-gesellschaftlicher Ordnung für die Akzeptanz der staatlichen Systeme in der Bundesrepublik und in der DDR.
untersuchen konkrete Fallbeispiele und erkennen, welche unterschiedlichen Konsequenzen der Einzelne zieht, wenn ein politisches System gravierend in sein Leben eingreift (z. B. Rolle der „Stasi“ in der DDR). Dabei fällen sie Sach- und Werturteile zum Stellenwert von bürgerschaftlichem Engagement und Zivilcourage.
erfassen die Bedeutung von Heimatvertriebenen, DDR-Flüchtlingen und für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik bis Ende der 1960er-Jahre. „Gastarbeitern“
untersuchen auf der Basis komplexer Quellen und Darstellungen wesentliche Aspekte der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik ab den späten 1960er-Jahren. Sie nutzen ihre Erkenntnisse, um die Bedeutung dieser Prozesse zu erfassen und zu beurteilen.
erfassen zentrale Aspekte der Entwicklung jüdischen Lebens in Deutschland nach 1945.
nutzen die Kenntnis wichtiger Entwicklungslinien der deutsch-deutschen Geschichte, um deren Abhängigkeit von der Weltpolitik zu verstehen und um sich dessen bewusst zu werden, dass es keine isolierte deutsche Nationalgeschichte gibt.
wenden die Grundlegenden Daten der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte und die Grundlegenden Begriffe bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge gezielt an. 17. Juni 1953 Aufstand gegen das DDR-Regime; 1972 Grundlagenvertrag„Staatssicherheit“, deutsche Frage, Mauerbau, Planwirtschaft, Adenauer, Westintegration, Soziale Marktwirtschaft, „Gastarbeiter“, 1968er-Bewegung, Reformen der sozial-liberalen Koalition
Lernbereich 4: Kalter Krieg, Entspannung und Neuorientierung in Europa und der Welt (ca. 11 Std.)
erkennen, dass die unterschiedlichen ideologischen, machtpolitischen und ökonomischen Interessen der Supermächte USA und Sowjetunion zu einer Blockbildung führten, welche die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte.
analysieren Krisen und Konflikte im Zeitalter des Vietnamkrieg) und erkennen dabei Diplomatie und Kompromissfähigkeit als entscheidende Mittel zur Erhaltung des Friedens. Auf dieser Grundlage bewerten sie Vorgehensweisen zur Entschärfung von aktuellen Krisen. Kalten Krieges (Kuba-Krise,
untersuchen an einem Beispiel die nationalen und internationalen Folgen der um zu erkennen, dass deren Auswirkungen bis heute sichtbar sind. Entkolonialisierung,
erörtern Voraussetzungen, Ursachen und Folgen der deutschen Wiedervereinigung. Dabei ordnen sie den als Epochenwende in den historischen Kontext ein. Umbruch im Ostblock ab 1989/90
nutzen ihr Wissen über wichtige Etappen im Prozess der deutschen Einigung, um sich der Besonderheiten der friedlichen Revolution in der DDR bewusst zu werden und um die Bedeutung der Wende von 1989 für die deutsche und die europäische Geschichte zu erfassen.
diskutieren Erfolge und Probleme der inneren Einheit Deutschlands, u. a. Chancen und Herausforderungen der gesellschaftlichen Dynamik im wiedervereinigten Deutschland seit 1990 (z. B. anhand persönlicher Erfahrungen, Zeitzeugenaussagen, Statistiken). Dabei verstehen sie, dass sich die Rolle Deutschlands in der Welt seit der Wiedervereinigung in mehrfacher Hinsicht verändern musste.
erfassen Entwicklung, Zielsetzung und Stand der europäischen Integration. Sie entwickeln eigene Fragestellungen zur aktuellen Europapolitik und diskutieren diese differenziert.
gliedern den Zeitraum anhand der Grundlegenden Daten und wenden die Grundlegenden Begriffe bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge gezielt an. 1961/62 Kuba-Krise; 1963 deutsch-französischer Freundschaftsvertrag; ab 1989/90 Umbruch im Ostblock; 9. November 1989 Öffnung der innerdeutschen Grenze; 3. Oktober 1990 „Tag der Deutschen Einheit“; 1992 Vertrag von MaastrichtKalter Krieg, NATO, Entkolonialisierung, Europäische Integration, Ost-Erweiterung der EU
Lernbereich 5: Herausforderungen und Chancen globaler Entwicklungen der Gegenwart (ca. 11 Std.)
erörtern Ursachen, Verlauf und historischen Hintergrund ausgewählter gegenwärtiger Krisen und Konflikte, um Entwicklungslinien in der Weltgeschichte seit 1945 und globale Machtverschiebungen zu verstehen. Dabei erfassen sie z. B., dass ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien und Religionen eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellt. Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihre Erkenntnisse u. a. dazu, politische Strategien internationaler Akteure zu beurteilen und an aktuellen Debatten (z. B. über die außenpolitische Rolle Deutschlands und Europas) teilzunehmen.
beurteilen die Auswirkungen einzelner historischer Ereignisse (z. B. „9/11“) auf die weitere globale Entwicklung, indem sie wahrnehmbare Veränderungen im Lebensalltag, auch in ihrem eigenen Erfahrungsbereich, erörtern.
nutzen ihr Wissen über die historischen Ursachen, die humanitären Auswirkungen und politischen Folgen ausgewählter Konflikte, um die Herausforderungen, vor denen die betroffenen Staaten und die internationale Staatengemeinschaft stehen, sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Einflusses überstaatlicher Organisationen (z. B. zu begreifen. UNO)
nutzen ihre Kenntnisse über Erscheinungsformen des modernen um das Bedrohungspotenzial des Terrors für Staat und Gesellschaft zu diskutieren. Terrorismus,
wenden die Grundlegenden Daten und Begriffe bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge gezielt an. 11. September 2001 Anschlag auf das World Trade Center in New York, UNO, Globalisierung, Nahostkonflikt, Terrorismus
Lernbereich 6: Migration in der Geschichte (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
vergleichen Migrationsbewegungen verschiedener Epochen im Hinblick auf Beweggründe sowie Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft. Dabei erkennen sie, dass ein sich durch die Jahrhunderte ziehendes Phänomen ist, das unterschiedliche Gruppen, Schichten und Ethnien erfasst. Migration
untersuchen die Emigration von Deutschen zu verschiedenen Zeiten und erörtern dabei Ursachen und Auswirkungen der Auswanderungen, aber auch Probleme und Chancen der Migranten. Dabei erörtern sie u. a. die gegenwärtige Situation von Migranten.
untersuchen die Immigration zu unterschiedlichen Zeiten und arbeiten dabei Chancen und Herausforderungen der Integration für Staat und Gesellschaft heraus. Dabei erörtern sie u. a. Schwierigkeiten und Erfolge der Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen in Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg.
verwenden die Grundlegenden Begriffe, wie z. B. , bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge. Migration, Judentum, Stadtrecht, Absolutismus, Soziale Frage, Flucht und Vertreibung, „Gastarbeiter“
Lernbereich 7: Geschichtskultur – wie wir mit Geschichte umgehen (Längsschnitt) (ca. 5 Std.)
beurteilen, wie Geschichte in einer Gesellschaft wahrgenommen, verarbeitet und ggf. auch instrumentalisiert wird, indem sie sich mit Beispielen des Umgangs mit Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart (z. B. Instrumentalisierung von Geschichte in Diktaturen) auseinandersetzen.
erkennen v. a. am Beispiel der Geschichtskultur in der Bundesrepublik Deutschland, wie sich in ihr die Interessen, Positionen und Werte der Gegenwart spiegeln.
begreifen, dass nicht nur reale, sondern auch imaginative Geschichtsvorstellungen existieren.
verwenden Grundlegende Daten und Begriffe, wie z. B. , bei der Beschreibung historischer Zusammenhänge im Zusammenhang mit der Geschichtskultur. 9. November 1938 Novemberpogrome; 17. Juni 1953 Aufstand gegen das DDR-Regime; 9. November 1989 Öffnung der innerdeutschen Grenze; 3. Oktober 1990 „Tag der Deutschen Einheit“; Demokratie, Diktatur, Mauerbau, Kalter Krieg
Lernbereich 8: Bilingualer Sachfachunterricht (optional)
setzen die englische Sprache als Mittel zur authentischen Kommunikation ein und nehmen einen sprachlichen und inhaltlichen Perspektivenwechsel vor, indem sie die Fremdsprache als Spiegel kultureller Besonderheiten und Unterschiede begreifen, um historische Phänomene multiperspektivisch zu betrachten und zu erschließen.
nutzen ihre historischen Kenntnisse, um faktengestützt Themen der Jahrgangsstufe zu diskutieren, indem sie fachspezifisches Vokabular (Englisch, Deutsch) gezielt und reflektiert einsetzen sowie sprachliche und inhaltliche Phänomene kritisch hinterfragen.