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Lehrpläne Bayern
Realschule
Katholische Religionslehre
inhaltsbezogen
Lernbereich 1: Auf Gott vertrauen – einen neuen Anfang wagen (ca. 10 Std.)
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Lernbereich 2: „Umsorge mich mit deiner Liebe“ – beten und meditieren (ca. 10 Std.)
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Lernbereich 3: Erfahrungen mit Gott – Die Heilige Schrift (ca. 12 Std.)
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Lernbereich 4: „In jenen Tagen trat einer auf" – Jesus im Blickwinkel seiner Zeit und Umwelt (ca. 12 Std.)
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Lernbereich 5: Leben in der Pfarrgemeinde – Eingebundensein in die Kirche (ca. 12 Std.)
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Lernbereich 1: Auf Gott vertrauen – einen neuen Anfang wagen (ca. 10 Std.)
Jahrgangsstufe 5
tauschen sich über ihre Stärken und Schwächen aus, um sich selbst und die anderen kennenzulernen sowie die Bedeutung der persönlichen Begabungen wertzuschätzen.
bringen ihre Hoffnungen, aber auch Ängste und Verunsicherungen angesichts des Schulwechsels zum Ausdruck und gehen dabei achtsam und wertschätzend mit persönlichen Äußerungen um.
erläutern, was Vertrauen für den Einzelnen und die Gemeinschaft bedeutet, und nehmen die Fähigkeit zu vertrauen als ein Geschenk wahr.
geben die Abrahamsgeschichte in Grundzügen wieder, deuten sie als Erzählung von Glaubenserfahrungen des Volkes Israel und illustrieren ihren Charakter als Vertrauens- und Entscheidungsgeschichte.
Jahrgangsstufe 6
reflektieren die persönliche Zeitgestaltung, entdecken strukturierende Rituale und formulieren Kriterien für einen sinnvollen Umgang mit der Zeit und mit Medien.
tauschen sich im Wissen um wesentliche Elemente eines Festes über ihre Erfahrungen mit Feiern als Gemeinschaftserlebnisse aus und erkennen auf diese Weise deren Bedeutung für ihr Leben.
verstehen das Kirchenjahr in seiner Bedeutung sowie Struktur und erschließen dabei die biblischen Bezüge einzelner Feste.
erläutern den Sinn von Bräuchen zu ausgewählten Festzeiten und gestalten zugehörige Symbole auf vielfältige Weise.
erklären die Bedeutung des Sonntags als Tag der Ruhe sowie christlichen Höhepunkt der Woche, an dem die Gemeinde in Erinnerung an Ostern Eucharistie feiert, und bedenken auf diesem Hintergrund eigene Formen der Sonntagsgestaltung.
Jahrgangsstufe 7
verstehen die Pubertät als Phase der Identitätssuche, reflektieren sowohl über ihr bisheriges als auch zukünftiges Leben und diskutieren die Bedeutung von konkreten Hilfen und Begleitern auf ihrem Lebensweg.
deuten die Pilgerschaft als christliches Bild für den Lebensweg mit und zu Gott und erörtern, inwiefern Gott ein Begleiter sein kann.
erläutern und beurteilen Angebote der Kirche für die Jugend, um die Bedeutung christlicher Gemeinschaft und Spiritualität zu erfassen.
nehmen säkulare Kulte als Suche nach Transzendenz wahr, tauschen sich über ihre eigenen Bedürfnisse in dieser Hinsicht aus und vergleichen Ausdrucksformen sowie Inhalte säkularer Religiosität mit der christlichen Spiritualität.
zeigen an Lebensbildern ungewöhnlicher Gottsucher auf, wie unterschiedlich die Nachfolge Christi sein kann, und beschreiben Möglichkeiten der Gottsuche im Alltag.
Jahrgangsstufe 8
formulieren Wünsche und Erfahrungen zu den Themen „Mädchen-/Jungesein“ und „Umgang mit dem anderen Geschlecht“, um sich ihrer Individualität bewusst zu werden.
nehmen die sich verändernden Beziehungsstrukturen in den Phasen der Liebe in der Spannung von Gelingen und Scheitern wahr, setzen sich mit Konfliktlösungsmodellen auseinander und stellen diese dar.
erschließen sowohl biblische als auch kirchliche Aussagen zu Liebe und Sexualität und erläutern deren Grundaussagen: die Bedeutung personaler Liebe und den Geschenkcharakter des innigen Miteinanders.
beschreiben den Wert christlich gelebter Sexualität und reflektieren dabei, dass neben der Zeugung neuen Lebens auch die Stiftung von Beziehung Urgrund der Sexualität ist.
tauschen sich vor dem Hintergrund des christlichen Menschenbildes über fragwürdige Formen des Umgangs mit Sexualität in unserer Gesellschaft aus und benennen Hilfsangebote.
Jahrgangsstufe 9
diskutieren Dilemma-Geschichten unter Berücksichtigung christlicher Handlungsprinzipien und Werte und werden sich dadurch ihrer zunehmenden Verantwortung für das eigene Tun bewusst.
erläutern ausgehend von eigenen Gewissenserlebnissen Eigenschaften und Funktionen eines gebildeten Gewissens, insbesondere dessen unbedingten Anspruch, und beschreiben anhand von Beispielen die Tragweite von konkreten Gewissensentscheidungen.
reflektieren und beschreiben den Zusammenhang von Gewissen und Schuld und zeigen anhand von biblischen und anderen Erzählungen Ursachen und Auswirkungen von Schuld auf.
charakterisieren Schuld als „Belastung“ und Beeinträchtigung von Lebens-möglichkeiten, beurteilen verschiedene Formen des Umgangs mit Schuld und begründen, dass Schuldeingeständnisse und Ent-Schuldigungen notwendig sind, um das Leben „unbelastet“ fortsetzen zu können.
erklären die religiöse Dimension von Schuld als Sünde, begründen, warum Vergebung zu den zentralen Aufgaben der Kirche gehört, und stellen die Bedeutung des Sakraments der Versöhnung dar.
Jahrgangsstufe 10
benennen Beispiele für das Prinzip des „Höher–Schneller–Weiter“, hinterfragen es hinsichtlich seiner Folgen und erörtern seine Widersprüchlichkeit vor dem Hintergrund des biblischen Menschenbildes.
beschreiben Grenzen menschlicher Machbarkeit, diskutieren diese im Hinblick auf eigene Lebensperspektiven und entdecken den Geschenkcharakter menschlichen Lebens in all seinen Facetten.
nehmen die Bedrohung der Menschenwürde in Grenzsituationen zu Beginn und am Ende des Lebens wahr und formulieren unter Berücksichtigung des biblischen Menschenbildes und der christlichen Ethik eigene Standpunkte.
erläutern anhand sozialethischer Problemfelder die Bedeutung sinnvoller Grenzen menschlichen Handelns als Voraussetzung für die Achtung der Menschenwürde und der Schöpfung.
verstehen und charakterisieren die Kardinaltugenden als Hilfe, das rechte Maß für gelingendes Leben zu finden, und übertragen dies auf ethische Problemfelder.
Lernbereich 2: „Umsorge mich mit deiner Liebe“ – beten und meditieren (ca. 10 Std.)
Jahrgangsstufe 5
gestalten kreativ und meditativ Gebetsformen.
erkennen, dass Gottes Ruf unserem Gebet vorausgeht, und entwickeln daraus eine Haltung der Offenheit und Dankbarkeit.
entdecken im Vorbild betender Menschen, wie sich ihnen Gott in allen Lebenslagen zuwendet, erschließen Gebetstexte und -haltungen und drücken sich selbst im Gebet aus.
tauschen sich über die Frage aus, ob Gott unsere Gebete erhört, und entdecken die Grundhaltung des Gottvertrauens jenseits des eigenen Wunschdenkens.
zeigen an biblischen Texten und ausgewählten Gebeten auf, dass die Aufforderung Jesu zum Beten mit dem Aufruf zu verantwortlichem Handeln verbunden ist.
Jahrgangsstufe 6
stellen zentrale heilige Orte anderer Religionen als Ausdruck menschlicher Sehnsucht nach dem Göttlichen dar und erkennen, dass Menschen zu allen Zeiten und überall dieses Bedürfnis spüren.
erklären am Beispiel des Volkes Israels, dass sichtbare Orte der Gegenwart Gottes notwendig sind, obwohl Gott allgegenwärtig ist.
verstehen, dass Christen Gott in Jesus Christus begegnen, und zeigen Möglichkeiten auf, wie Menschen ihn erfahren können.
beschreiben biblische Erinnerungsorte als Möglichkeit, den Glauben sinnlich zu erfahren, und erläutern deren Bedeutung für das Christentum.
Jahrgangsstufe 7
erklären den Zusammenhang zwischen dem Exodusgeschehen als zentraler Befreiungserfahrung des Volkes Israel und den Weisungen Gottes im Dekalog, die ein Leben in Freiheit und Verantwortung ermöglichen.
beurteilen die Bedeutung der Zehn Gebote als persönliche Orientierungshilfe und Grundlage menschlichen Zusammenlebens vor dem Hintergrund ihres eigenen Verständnisses von Ge- und Verboten.
benennen zentrale ethische Weisungen der Bergpredigt, setzen sie in Beziehung zur Reich-Gottes-Botschaft Jesu und diskutieren die „Radikalität“ ihrer Botschaft.
verstehen und erläutern das Liebesgebot als Zusammenfassung der biblisch-ethischen Weisungen und präsentieren Beispiele, wie es sich in einer lebendigen Gottesbeziehung sowie in der Zuwendung gegenüber Mitmenschen entfaltet.
illustrieren an Fallbeispielen, inwiefern das Liebesgebot als Verhaltensleitlinie in Konfliktsituationen dienen kann, und erweitern dadurch ihre Fähigkeiten, Konflikte friedlich zu lösen.
Jahrgangsstufe 8
beschreiben in Grundzügen, wie sich Gottesbilder sowohl im Laufe der Persönlichkeitsentwicklung als auch der (Kirchen-)Geschichte wandeln, und erkennen so, dass auch ihr eigenes Bild von Gott dynamisch und unabschließbar ist.
erläutern, warum jede Rede und jede Vorstellung von Gott nur analog zu verstehen ist, und begreifen so den Sinn des Bilderverbotes in manchen Religionen.
entdecken und beschreiben in der Auseinandersetzung mit alt- und neutestamentlichen Texten das biblische Bild eines Gottes, der die Begegnung mit Menschen sucht und sich in Jesus Christus mitteilt.
reflektieren unterschiedliche Darstellungen des drei-einen Gottes aus der Kunst, deuten deren Glaubensbotschaft und formulieren eigene Bekenntnisse.
erschließen Aussagen über Gott in christlichen Gebeten und suchen eigene Wege des Sprechens mit Gott.
nehmen an Beispielen aus Musik, Film oder Literatur das Ringen um das angemessene Sprechen von Gott wahr und drücken ihre Vorstellungen kreativ aus.
Jahrgangsstufe 9
nehmen durch eine ganzheitliche Betrachtung der Welt die Ordnung und Faszination der Natur wahr und stellen den Schöpfungsglauben als eine Deutungsmöglichkeit der Wirklichkeit dar.
erläutern die Schöpfungserzählungen als zentrales Glaubenszeugnis, beschreiben mithilfe moderner Bibelexegese ihre formalen Besonderheiten und den historischen Kontext, um zu verstehen, dass diese Texte grundsätzliche Aussagen über den Menschen, sein Gottesverhältnis und die Welt enthalten.
unterscheiden am Beispiel der Frage nach Entstehung und Sinn der Welt die verschiedenen Zugänge von Naturwissenschaft und Religion und diskutieren Möglichkeiten, wie sich beide Ansätze ergänzen.
zeigen auf dem Hintergrund der Gottebenbildlichkeit des Menschen die Bedeutung des biblischen Auftrags auf, die Schöpfung zu kultivieren und zu bewahren, und stellen dar, wie Menschen und insbesondere sie selbst Verantwortung für die Mitwelt übernehmen können.
Jahrgangsstufe 10
beschreiben aktuelle Entwicklungen zum Glauben an Gott in modernen Gesellschaften, reflektieren den Einfluss von „Ersatzgöttern“ und diskutieren, inwiefern der Gottesglaube helfen kann, Irdisches nicht zu vergöttlichen.
erläutern Argumente gegen bzw. für die Existenz Gottes, erörtern die Stichhaltigkeit der jeweiligen Position und nehmen selbst dazu Stellung.
beurteilen biblische wie außerbiblische Antwortversuche auf die Frage nach der Existenz und der Gerechtigkeit Gottes angesichts des Leidens in der Welt und beschreiben beispielhaft, wie Menschen im Vertrauen auf Gott Leidsituationen gemeistert haben.
stellen anhand von Texten Gotteserfahrungen ausgewählter Personen sowie in Grenzsituationen dar und diskutieren deren Bedeutung für den eigenen Glauben.
meditieren und reflektieren über den Gottesbegriff, vergleichen verschiedene Glaubensbekenntnisse und formulieren eigene Bekenntnisse des Glaubens an Gott.
Lernbereich 3: Erfahrungen mit Gott – Die Heilige Schrift (ca. 12 Std.)
Jahrgangsstufe 5
nehmen die Bibel als besonderes Buch der Weltliteratur sowie als Ur-Kunde des Glaubens und Heilige Schrift wahr und bringen dies gestalterisch zum Ausdruck.
beschreiben wesentliche Etappen der Entstehungsgeschichte der Bibel, stellen ihre Gliederung in Grundzügen dar und ordnen wichtige Bücher den einzelnen Schriftengruppen zu.
finden und zitieren Bibelstellen selbständig unter Verwendung der Abkürzungen biblischer Bücher sowie weiterer Hilfsmittel.
erschließen mithilfe altersgerechter Methoden (Nacherzählen, Nachspielen) sowie unter Berücksichtigung der jeweils vorliegenden Sprachform biblische Texte zu Gotteserfahrungen in Grundsituationen menschlichen Daseins, beziehen die so gewonnenen Aussagen ansatzweise auf ihr eigenes Leben und zeigen eine respektvolle Haltung gegenüber der Heiligen Schrift.
Jahrgangsstufe 6
nehmen den biblischen David als Sieger und Sünder wahr, erläutern die Größe und Grenzen eines von Gott Gesalbten und diskutieren über den richtigen Umgang mit Macht.
beschreiben am Beispiel des Propheten Jona die Schwierigkeit, den Ruf Gottes anzunehmen und sich mutig darauf einzulassen; sie versetzen sich in die Lage Jonas, verstehen sein Ausweichverhalten und vergleichen es mit eigenen Handlungsmustern.
zeigen anhand der Tobit-Erzählung, dass Gott dem Menschen Begleiter sein will, von ihm aber auch gerechtes und barmherziges Handeln erwartet.
verstehen und deuten biblische Texte als Zeugnisse, die in spezifisch religiöser Sprache (z. B. Metaphorik, Weisheit) Grundsätzliches über den Menschen aussagen wollen.
Jahrgangsstufe 7
erläutern anhand ausgewählter biblischer Texte zentrale Aspekte der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu Christi und legen dabei das Herausfordernde dieser Botschaft dar.
zeigen an ausgewählten Beispielen, dass Jesus sich in besonderer Weise ausgegrenzten Menschen zugewandt und deren Leben verändert hat.
setzen die Reich-Gottes-Botschaft in Beziehung zu ihrem Leben, deuten sie als Lebensperspektive und gestalten kreative (Hoffnungs-)Bilder.
präsentieren exemplarisch Lebensbilder von Menschen oder Wendepunkte in der Geschichte vor dem Hintergrund der Reich-Gottes-Botschaft.
skizzieren Möglichkeiten, ihren Glauben in Wort und Tat zu bezeugen, um am Reich Gottes mitzubauen.
Jahrgangsstufe 8
beschreiben wesentliche Merkmale der alttestamentlichen Prophetie und ordnen wichtige Vertreter in den historischen Kontext ihres Auftretens ein.
deuten ausgewählte Berufungsgeschichten von Propheten als Beauftragung und Ermutigung durch Gott und beziehen deren Aussagen auf eigene Erfahrungen von Überforderung und Hilflosigkeit.
analysieren prophetische Reden aus dem Alten Testament unter Beachtung der jeweiligen Sprachform, interpretieren sie vor dem Hintergrund der Geschichte Israels sowie der Zehn Gebote als Gottes Rede und positionieren sich selbst, indem sie eine „Rede an die Menschheit“ verfassen.
zeigen an mindestens einem nichtbiblischen Beispiel auf, wie Missstände von prophetischen Menschen angeklagt werden.
verstehen und identifizieren prophetisches Handeln als christlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, beurteilen heutige Verhältnisse und zeigen sich dadurch bereit, selbst in ihrem Lebensumfeld „prophetisch“ zu wirken.
Jahrgangsstufe 9
beschreiben Umgangsformen mit Sterben, Tod und Trauer und bringen eigene Antwortversuche zu dieser existenziellen Grenzsituation zum Ausdruck.
geben die Passion Jesu in Grundzügen wieder, erörtern einen Deutungsansatz des Todes Jesu aus der Bibel und nehmen dazu Stellung.
geben Auskunft über Auferstehungshoffnungen in verschiedenen christlichen Zeugnissen, bringen diese in Beziehung zu den Vorstellungen anderer Religionen und erörtern das spezifisch Christliche.
gestalten Bilder der Hoffnung und Zuversicht, um ihre eigene Position bezüglich eines Lebens nach dem Tod zu schärfen, und erörtern deren Bedeutung für ihr jetziges Leben.
beschreiben und verstehen die Auferstehung Christi im Zusammenhang mit christlichen Endzeiterwartungen und entdecken dabei, wie davon Menschen in ihrem Handeln bewegt wurden.
Jahrgangsstufe 10
erläutern außerbiblische Zeugnisse über Jesus und schätzen deren historischen Stellenwert ein.
skizzieren und diskutieren das Jesusbild im Islam und im Judentum, setzen dieses in Beziehung mit dem christlichen Zeugnis, um das Unterscheidende zu würdigen.
interpretieren und vergleichen unterschiedliche Christusdarstellungen aus der christlichen und profanen Kultur und nehmen Stellung dazu.
entfalten auf der Grundlage einer Relektüre biblischer Zeugnisse ein vielschichtiges Bild von Jesus Christus, reflektieren ihr eigenes Jesusbild neu und bringen es auf vielfältige Art und Weise zum Ausdruck.
Lernbereich 4: „In jenen Tagen trat einer auf" – Jesus im Blickwinkel seiner Zeit und Umwelt (ca. 12 Std.)
Jahrgangsstufe 5
stellen Lebensbedingungen und politische Lage in Palästina zur Zeit Jesu dar.
skizzieren in groben Zügen zentrale Stationen im Leben Jesu und übertragen bedeutsame Orte seines Wirkens auf eine Karte.
geben Auskunft über wichtige religiöse Gruppierungen zur Zeit Jesu und tauschen sich über deren Standpunkte zu zentralen theologischen Fragestellungen aus.
erläutern und belegen anhand biblischer Texte, dass Jesus in jüdischer Frömmigkeit aufwuchs.
entfalten in Grundzügen Jesu neue Gesetzesinterpretation sowie sein Handeln aus Vollmacht, erkennen, dass dies zu Konflikten führte, und entwickeln einen eigenen Standpunkt dazu.
Jahrgangsstufe 6
deuten Tod, Auferstehung und Geistsendung als Ursprungsereignisse der Kirche und beschreiben deren Auswirkungen auf das Leben und Wirken der ersten Christengemeinden.
erkennen anhand der Erzählungen von der Urkirche, wie „Begeisterte“ durch ihr Bekenntnis zum Auferstandenen andere Menschen begeistern, durch die Verkündigung der Botschaft des Evangeliums andere überzeugen und ermutigen, sich ihnen anzuschließen.
verstehen Paulus als Menschen, den die Begegnung mit Christus radikal verändert hat, und stellen sein missionarisches Wirken in Grundzügen dar.
stellen exemplarisch die historischen Etappen des Christentums von der verfolgten Religion zur Staatsreligion dar.
erklären anhand ausgewählter Stationen der Missionierung Europas, welche Bedeutung das Mönchtum für die Ausbreitung des Christentums hatte und welche kulturellen Leistungen es hervorbrachte.
Jahrgangsstufe 7
beschreiben die spezifischen Ausprägungen der römisch-katholischen und evangelischen Konfession.
erläutern das Hauptanliegen der Reformation, einen gnädigen Gott zu finden, und skizzieren den Weg zur Konfessionalisierung und deren Folgen.
stellen am Beispiel der Differenzierung in Ost- und Westkirche vielfältige Formen gelebten Christentums dar.
erklären Verbindendes in den christlichen Konfessionen und zeigen anhand der biblischen Weisung, „eins zu sein“, Möglichkeiten zu gelebter Ökumene vor Ort auf.
Jahrgangsstufe 8
tauschen sich aus, wie in ihrem Leben Personen oder Gegenstände eine besondere Bedeutung gewonnen haben, erschließen deren Verweischarakter und wenden ihre Erkenntnisse auf christliche Symbole an.
unterscheiden anhand von Beispielen die Begriffe „Zeichen“, „Symbol“ und „Sakrament“, um das Spezifische eines Sakraments zu verstehen.
deuten die Sakramente als Heilszeichen einer Begegnung von Gott und Mensch, verstehen, dass in ihnen Christus wirkt und durch die Kirche handelt.
erläutern, dass Jesus von Nazareth mehr ist als ein Wanderprediger aus Galiläa, sondern der Sohn Gottes, Christus, das personale (Ur-)Sakrament, in dem alle Sakramente wurzeln.
beschreiben Rituale und Gesten in der christlichen Frömmigkeit als Ausdruck, den Glauben sinnlich zu erfahren, und deuten ihr Leben im Lichte dieses Glaubens.
Jahrgangsstufe 9
beschreiben Beispiele des unterschiedlichen Umgangs mit Andersdenkenden bzw. Randgruppen aus der Geschichte der Kirche, ordnen diese in den historischen Kontext ein und beurteilen die unterschiedlichen Sichtweisen anhand christlicher Wertmaßstäbe.
erörtern im Bewusstsein des biblischen Missionsauftrags unglaubwürdige und glaubwürdige Wege, die Botschaft Jesu weiterzugeben.
zeigen exemplarisch christliches Engagement im caritativen Bereich als eine Konstante der Kirchengeschichte sowie ihre religiöse Motivation auf und erörtern die Bedeutung für unsere Kultur.
erläutern und beurteilen die historische Rolle der Kirche in einem totalitären politischen System im Spannungsfeld von Anpassung, Selbstbehauptung und Widerstand und diskutieren, in welchen Situationen der christliche Glaube Zivilcourage fordert.
Jahrgangsstufe 10
erläutern anhand theologischer Bilder das Selbstverständnis von Kirche, stellen die Dimensionen ihres Handelns dar, erkennen, dass sie stets der Erneuerung bedarf, und setzen diese Einsichten mit ihren eigenen Visionen von Kirche in Beziehung.
erörtern ausgehend von eigenen Vorstellungen die Relevanz des katholischen Eheverständnisses für ein gelingendes Zusammenleben.
stellen das caritative Engagement der Kirche an lokalen und globalen Beispielen dar, um zu erkennen, wie das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe in der Gesellschaft umgesetzt wird.
beschreiben die Prinzipien der kirchlichen Soziallehre und beurteilen ihre Bedeutung für die heutige Gesellschaft.
nehmen die unterschiedliche Situation von Christen in der Welt wahr, um zu verstehen, welche Herausforderung es sein kann, sich zu seinem Glauben zu bekennen, und diskutieren Möglichkeiten des eigenen religiösen Engagements in einer säkularen Welt.
erklären die Notwendigkeit eines Dialogs der Religionen aus christlicher Perspektive und bewerten Bemühungen und Konzepte für ein besseres Zusammenleben in der Einen Welt.
Lernbereich 5: Leben in der Pfarrgemeinde – Eingebundensein in die Kirche (ca. 12 Std.)
Jahrgangsstufe 5
erkunden einen Kirchenraum und beschreiben dessen Bedeutung für das Gemeindeleben einer Pfarrei und die Glaubenspraxis einzelner Christen.
erklären Baustile sowie Ausstattungsmerkmale von Kirchengebäuden und erläutern die Bedeutung wichtiger Symbole und liturgischer Gegenstände.
stellen die Vielfalt der Ämter, Dienste und Aktivitäten einer Pfarrgemeinde dar, deuten sie als Ausdruck einer lebendigen Glaubenspraxis und werden dadurch ermutigt, das Gemeindeleben mitzugestalten.
erkennen anhand diözesaner Strukturen, dass die Pfarrei(engemeinschaft) Teil eines Bistums ist, und stellen überblickartig die Gliederung der katholischen Kirche in Bayern dar.
skizzieren den Aufbau der katholischen Kirche und verstehen ansatzweise Kirche als Zeichen und Werkzeug der Gemeinschaft Gottes mit den Menschen sowie der Menschen untereinander.
Jahrgangsstufe 6
benennen Spuren jüdischen Denkens und Lebens in ihrer (näheren) Umgebung und nehmen dadurch die Präsenz des Judentums in unserer Kultur wahr.
stellen jüdische Feste und Bräuche im Lebens- und Jahreskreis dar und entdecken in der Vielfalt der jüdischen Feiern den frommen Ausdruck gelebten Glaubens an den einen Gott.
erläutern die Ausstattung und die Bedeutung der Synagoge für das jüdische Gemeindeleben und stellen die besondere Bedeutung der Tora für den jüdischen Glauben dar.
formulieren anhand alttestamentlicher Texte zentrale Aussagen des jüdischen Glaubens, zeigen Respekt vor der Eigenart der jüdischen Glaubenshaltung und -zeugnisse und erläutern jüdische Wurzeln des Christentums.
zeigen anhand markanter Ereignisse aus der jüdischen Geschichte (v. a. Shoa im Nationalsozialismus) die Notwendigkeit von Erinnerung und Dialog mit dem Judentum auf und treten für Religionsfreiheit ein.
Jahrgangsstufe 7
erläutern Merkmale der islamischen Glaubenspraxis und begegnen Muslimen und deren Form der Religionsausübung mit Achtung und Respekt.
stellen das Leben Muhammads und seine Bedeutung für den Islam in Grundzügen dar, geben wichtige Daten zur Entstehung und zum Inhalt des Korans wieder und zeigen dessen Stellenwert für Muslime und islamische Gesellschaften auf.
beschreiben grundlegende Ausstattungsmerkmale einer Moschee und erklären ihre Bedeutung für die muslimische Gebetspraxis.
vergleichen zentrale Aspekte des islamischen und christlichen Glaubens und erkennen dabei, dass Dialog und Verständigung möglich sind.
nehmen Konfliktpotenziale und Beispiele einer friedlichen Koexistenz zwischen christlich und islamisch geprägten Kulturen wahr und setzen sich dabei mit religiösen Vorurteilen auseinander.
Jahrgangsstufe 8
stellen, ausgehend von vielfältigen Erscheinungsformen hinduistischer und buddhistischer Lebensart in westlichen Gesellschaften, Fragen nach Lebensauffassung und Glaubensvorstellungen asiatischer Religionen.
erläutern, wie der Hinduismus das Dasein in zyklischen Vorstellungen deutet, nehmen die hinduistische Götterwelt als Ausdruck einer Vielgestaltigkeit des Göttlichen wahr und erschließen die religiöse Begründung der hinduistischen Gesellschaftsordnung und deren Konsequenzen für den Alltag.
skizzieren die Erzählung des Lebensweges Siddhartha Gautamas, stellen die existenzielle Erschütterung als Auslöser seiner Suche nach Erleuchtung heraus und vergleichen seine Einsichten zur Frage nach der Überwindung von Leid mit der Erlösungsvorstellung des christlichen Glaubens.
beschreiben religiöse Weisheiten und Praktiken beider Religionen und beurteilen Lebensentwürfe von Menschen, die sich im Geiste ihrer Religion für Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Nachhaltigkeit engagieren.
Jahrgangsstufe 9
beschreiben die Sehnsüchte der Menschen nach Glück, Gemeinschaft und Sinnfindung und vergleichen sie mit eigenen Wünschen für ein gelingendes Leben.
nehmen den wachsenden Markt an religiösen und weltanschaulichen Sinnangeboten wahr und bewerten, inwieweit diese Angebote Menschen bei ihrer Suche nach Zufriedenheit, Heil und Spiritualität helfen.
hinterfragen Alltagsleben und Religiosität von Mitgliedern einer neueren weltanschaulichen oder religiösen Gruppierung, beurteilen diese anhand zentraler Merkmale differenziert und zeigen Unterschiede zu kirchlichen Angeboten auf.
erörtern einen angemessenen Umgang mit religiösen und weltanschaulichen Strömungen und deren Anhängern und nehmen hierbei das christliche Menschenbild als Maßstab.
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