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Lernbereich 1: Eine textile Fläche bilden – Filzen (ca. 18 Std.)
untersuchen unter Verwendung eines Mikroskops oder Vergrößerungsglases den Aufbau eines Wollhaares und einer Filzfläche, beschreiben Eigenschaften und Merkmale mit Fachbegriffen und leiten davon die Voraussetzung für den Filzprozess ab.
führen fach- und sachgerecht die Technik des Nass- oder Trockenfilzens durch, um z. B. Flächen, Kugeln, Schnüre, Hohlformen anfertigen zu können, und wählen eine Technik für die Herstellung ihres Filzobjektes aus.
erproben Gestaltungsmöglichkeiten während des Filzvorganges (z. B. Marmorieren) und nutzen die Ergebnisse bei der Planung und bei der Herstellung des Filzgegenstandes, um der Kreativität und Individualität Rechnung zu tragen.
wählen eine Art des Filzens aus, planen im Team die Arbeitsplatzgestaltung und den Arbeitsprozess für einen einfachen Filzgegenstand und gliedern ihn in sinnvolle Teilschritte, um grundlegende Planungsstrukturen für umfangreichere Filzobjekte zu erhalten.
vergleichen gekaufte mit selbst hergestellten Filzgegenständen (z. B. Schlüsselanhänger) hinsichtlich Qualität, Individualität und Preis und bahnen somit nachhaltiges Konsumverhalten an.
nutzen die beim Filzvorgang gewonnenen Erfahrungen (z. B. das Verhaken der Wollfasern) für eine sachgemäße Pflege (z. B. Wahl der entsprechenden Waschtemperatur) von Wolltextilien und erhöhen so deren Gebrauchswert.
präsentieren ihren Mitschülerinnen und Mitschülern altersgemäß verbal erläuternd ihre gefilzten Arbeitsergebnisse, bewerten sie nach technischen (z. B. Festigkeit des gefilzten Materials) und gestalterischen Gesichtspunkten (z. B. Farbauswahl) und formulieren positive wie negative Kritik achtsam und anerkennend.
Lernbereich 2: Eine textile Fläche bilden – Häkeln (ca. 18 Std.)
nehmen visuelle und haptische Eindrücke verschiedener Wollarten und Garnarten bewusst wahr und beschreiben Eigenschaften und Merkmale mit Fachbegriffen, um geeignetes Material für ein gehäkeltes Werkstück gezielt auswählen zu können.
informieren sich anhand der Banderole von Woll- und Garnknäuel über Materialbedarf, Häkelnadelstärke, Art der Faser und Pflegesymbole, um diese Informationen sinnvoll bei der Herstellung und Pflege eines Häkelgegenstandes nutzen zu können.
beziehen bei der Planung und Ausführung von Häkelarbeiten gezielt Materialreste mit ein, um einen Beitrag für die verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen zu leisten.
entwickeln über den gezielten Austausch im Team einfache Gestaltungskriterien (z. B. Muster, Farbe) für gehäkelte Produkte und berücksichtigen diese bei der Planung eines textilen Gegenstandes, um der Individualität Rechnung tragen zu können.
planen den Arbeitsprozess für eine einfache Häkelarbeit im Team und gliedern ihn in sinnvolle Teilschritte, um grundlegende Planungsstrukturen für weitere, umfangreichere Arbeiten zu erhalten.
führen die Arbeitstechnik Häkeln fachgerecht aus und achten dabei auf eine körpergerechte Arbeitshaltung. Sie verwenden beim Austausch über die Arbeitstechnik entsprechende Fachbegriffe (z. B. Luftmasche, feste Masche, Kettmasche), arbeiten genau und rhythmisieren dabei Arbeits- und Entspannungsphasen. So erhöhen sie ihre individuelle Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.
nutzen einfache Musterschriften als Grundlage zur Anfertigung von Häkelarbeiten und bahnen dadurch das Arbeiten mit abstrakten Musterschriften an.
erkennen Fehler in der Arbeitstechnik und Arbeitsausführung und analysieren deren mögliche Ursachen, um ihre Arbeit in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und weitgehend selbständig mögliche Fehler ausbessern zu können.
vergleichen gekaufte mit selbst hergestellten Textilien (z. B. Mütze) hinsichtlich Qualität, Individualität, Ökologie und Preis und bahnen somit nachhaltiges Konsumverhalten an.
beschreiben Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Arbeitstechnik Häkeln verschiedener Kulturkreise anhand von gehäkelten Anschauungsstücken und bahnen dadurch Toleranz und Verständnis gegenüber anderen Kulturen an.
präsentieren auf altersgemäße Weise verbal erläuternd den selbst hergestellten Häkelgegenstand ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, bewerten Ergebnisse nach technischen (z. B. Maschenbild) und gestalterischen Kriterien (z. B. Farbwirkung) und formulieren positive wie negative Kritik achtsam und anerkennend.
Lernbereich 3: Eine textile Fläche bilden – Weben (ca. 24 Std.)
untersuchen unterschiedliche textile Flächen (z. B. Webware, Verbundstoffe, Maschenware) visuell und haptisch, um unter Verwendung von Fachbegriffen den unterschiedlichen Aufbau textiler Flächen beschreiben zu können.
analysieren den Herstellungsvorgang eines gewebten Stoffes und beschreiben diesen mit Fachbegriffen, um die Bindungsarten einer Webware nachvollziehen zu können.
planen den Arbeitsprozess für eine einfache Webarbeit im Team, gliedern ihn in sinnvolle Teilschritte und wählen dafür einen geeigneten Webrahmen aus.
bespannen einen Webrahmen fach- und materialgerecht und setzen eine einfache Webtechnik (z. B. Leinwandbindung) fachgerecht um. Sie achten dabei besonders auf eine entspannte ergonomische Arbeitshaltung und erhöhen so ihre individuelle Leistungsmöglichkeit.
fertigen ihr Werkstück nach einem einfachen, eigenen Entwurf an und setzen dabei spezifische Gestaltungselemente (z. B. Farbe, Material) und Gestaltungsprinzipien (z. B. Kontrast und Struktur) für das Weben gezielt ein, um individuelle Arbeitsergebnisse zu erzielen.
nehmen eigene Fehler in der Arbeitstechnik (z. B. beim Neubeginn eines Fadens) und in der Arbeitsausführung (z. B. Randbildung) durch kritische Analyse von Arbeitsprozess und Arbeitsergebnis bewusst wahr, um Fehler rechtzeitig und selbständig ausbessern zu können bzw. zukünftig zu vermeiden.
präsentieren ihren Mitschülerinnen und Mitschülern verbal erläuternd ihre fertige Webarbeit, bewerten die Ergebnisse nach technischen (z. B. fehlerfreie Bindung) und gestalterischen (z. B. Farbwahl) Aspekten und formulieren positive und negative Kritik achtsam und anerkennend.
Lernbereich 4: Eine textile Fläche bilden – Knüpfen (ca. 24 Std.)
erproben unterschiedliche Materialien für die Knüpftechnik, um die Anforderungen an ein Knüpfgarn (z. B. Reißfestigkeit) zu erkennen und somit geeignetes Material auswählen zu können.
fertigen eine „Knüpfprobe“ mithilfe einer einfachen Knüpfschrift an und achten dabei auf eine gleichmäßige Knotenbildung, um Sicherheit in der Ausführung der Technik zu erlangen.
fertigen eine einfache Knüpfaufgabe (z. B. Freundschaftsband) nach einem eigenen Entwurf (Muster- und Farbauswahl), um ihre Arbeit individuell zu gestalten. Sie achten dabei auf eine körperschonende Arbeitshaltung.
erkennen und korrigieren rechtzeitig Fehler (z. B. lockere Knoten) in der Arbeitsausführung, um ein fehlerfreies Knüpfergebnis zu erzielen.
schließen die Arbeit an ihrem Knüpfgegenstand sorgfältig ab, um den Halt der Knoten zu gewährleisten.
begutachten und bewerten die fertigen Knüpfarbeiten nach gemeinsam erarbeiteten Kriterien bezüglich der Technik (z. B. Gleichmäßigkeit der Knoten) und der Gestaltung (z. B. Musterwahl) und drücken dabei ihre positive wie negative Kritik achtsam und anerkennend aus.
Lernbereich 5: Eine textile Fläche verarbeiten – Handnähen, Maschinennähen (ca. 42 Std.)
nehmen visuelle und haptische Eindrücke verschiedener Stoffe bewusst wahr und beschreiben deren Eigenschaften und Merkmale mit Fachbegriffen auf nachvollziehbare Weise, um geeignetes Material für ein textiles Werkstück gezielt auswählen zu können.
führen grundlegende Tätigkeiten aus (z. B. Einlegen des Fadens), um die Nähmaschine auf ihren Einsatz vorzubereiten und bedienen diese bei einfachen Näharbeiten (z. B. Herstellung eines Stiftemäppchen) fachgerecht.
formulieren anhand von Bedienungsanleitungen elektrischer Geräte (z. B. Nähmaschine, Bügeleisen) angemessene Sicherheitsregeln zur Unfallverhütung.
führen die Vorarbeit (Markieren, Stecken, Heften), die Hauptarbeit (Steppen mit der Nähmaschine) und die Nacharbeit (Versäubern, Ausbügeln) einer einfachen Naht sachgerecht durch.
gliedern gemeinsam das Anfertigen des ausgewählten Nähgegenstandes (z. B. Kissenhülle) in einfache Arbeitsschritte, um die Planung und Durchführung umfangreicherer Nähprojekte eigenständig durchführen zu können.
berücksichtigen bei der Planung und Durchführung und Gestaltung von Nähobjekten einfache Gestaltungselemente und Gestaltungsprinzipien, um ihrem Nähgegenstand einen individuellen Charakter zu verleihen.
verwenden beim Zuschnitt eines Nähgegenstandes eine einfache Schnittvorlage.
führen einfache Ausbesserungsarbeiten mit der Arbeitstechnik „Handnähen“ sachgerecht durch (z. B. Knopf oder Druckknopf annähen), um den Gebrauchswert ihrer Kleidung zu erhöhen und somit der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen.
präsentieren durch Zeigen und Beschreiben ihre fertigen Nähobjekte ihren Mitschülerinnen und Mitschülern und bewerten eigene und fremde Ergebnisse nach technischen und gestalterischen Kriterien. Dabei formulieren sie ihre Kritik auf wertschätzende Art und Weise.
Lernbereich 1: Eine textile Fläche bilden – Stricken (ca. 20 Std.)
ordnen textile Rohstoffe nach tierischer (z. B. Schafwolle), pflanzlicher (z. B. Baumwolle) und synthetischer Herkunft (z. B. Polyacryl) und nehmen ihre Eigenschaften durch visuelle und haptische Untersuchungen wahr, um gezielt Material für einen Strickgegenstand auswählen zu können.
entnehmen den Banderolen von Wolle und Garnen gezielt Informationen verwendeter Rohstoffe, wichtiger Pflegesymbole, Maschenprobe, Materialbedarf und Stricknadelstärke, um diese Kenntnisse bei der Herstellung gestrickter Gegenstände zu berücksichtigen.
kennen die Bedeutung einfacher Pflegesymbole bei textilen Kleidungsstücken (z. B. Zeichen für Handwäsche, Bügeln, Trocknen) und beachten diese bei der Durchführung von Pflegemaßnahmen.
beziehen bei der Planung und Ausführung von Strickarbeiten gezielt Materialreste mit ein, um einen Beitrag für die verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen zu leisten.
wenden strickspezifische Gestaltungsmittel, wie Musterung, Farbwechsel, unterschiedliche Garnstärken und -qualitäten, gezielt an, um ihren Strickgegenstand individuell und kreativ zu gestalten.
planen den Arbeitsprozess für eine einfache Strickarbeit im Team, greifen dabei gegenseitig sinnvolle Vorschläge auf und gliedern den Arbeitsprozess in sinnvolle Teilschritte.
führen einfache Strickarbeiten fach- und materialgerecht aus und achten dabei auf eine körpergerechte Arbeitshaltung. Sie arbeiten dabei genau und rhythmisieren Arbeits- und Entspannungsphasen. So erhöhen sie ihre individuelle Konzentration und Leistungsfähigkeit.
fertigen Strickgegenstände anhand von einfachen Musterschriften mit Symbolsprache an, um eine Grundlage für die Durchführung anspruchsvollerer Strickarbeiten zu erhalten.
erkennen Fehler in der Arbeitstechnik und in der Herstellung von Strickgegenständen und analysieren deren mögliche Ursachen, um ihre Arbeit in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und mögliche Fehler ausbessern zu können.
vergleichen gekaufte Strickware mit selbst hergestellten Textilien (z. B. Schal) hinsichtlich Qualität, Individualität, Ökologie und Preis und bahnen somit nachhaltiges Konsumverhalten an.
suchen aus verschiedenen Quellen (z. B. Internet, Zeitschriften) gezielt Informationen zur Arbeitstechnik Stricken in verschiedenen Kulturkreisen heraus, beschreiben Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf nachvollziehbare Weise und drücken sich dabei wertschätzend aus.
präsentieren in einer einfachen Modenschau den selbst hergestellten Strickgegenstand ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, bewerten eigene und fremde Ergebnisse nach technischen (z. B. Maschenbild) und gestalterischen Kriterien (z. B. Farbwirkung) und formulieren positive wie negative Kritik achtsam und anerkennend.
Lernbereich 2: Eine textile Fläche gestalten – Drucken (ca. 12 Std.)
stellen selbständig einen individuellen Druckstempel mithilfe eines Druckstockes (z. B. Holzstück) und unterschiedlichen Materialien (z. B. Moosgummi) her, um eine Vielzahl von kreativen Gestaltungsvarianten für ihr Druckvorhaben zu erzielen.
untersuchen durch die Anfertigung von „Probedrucken“ unterschiedliche Stoffe für das Stoffdruckverfahren bezüglich ihrer Eignung für den Druck (z. B. Saugfähigkeit), um so entsprechendes Material für ihr Druckvorhaben auswählen zu können.
entwickeln über den gezielten Austausch im Team Regeln für eine fach- und sachgerechte Ausführung der Stoffdrucktechnik, um diese bei der Fertigung ihres Druckvorhabens sinnvoll und in prozessoptimierender Art und Weise einzusetzen.
fertigen Probedrucke in verschiedenen Drucktechniken an (z. B. Materialdruck, Stempeldruck) und wählen gezielt ein Verfahren für ihr Werkstück aus, um ein individuelles und kreativ gestaltetes Ergebnis zu erhalten.
wenden Gestaltungselemente (z. B. Form, Farbe) und Gestaltungsprinzipien (z. B. Reihung, Streuung) beim Bedrucken eines Stoffes oder eines vorgefertigten textilen Gegenstandes selbständig und kreativ an, um ein individuelles Arbeitsergebnis zu erzielen.
planen die Durchführung eines Druckvorhabens im Team, indem sie es in sinnvolle Teilschritte (z. B. Material- und Stempelauswahl, Entwurf) gliedern.
führen die Arbeitstechnik Drucken fach- und materialgerecht aus und beenden die Druckarbeit durch Trocknen und Bügeln des textilen Materials (z. B. T-Shirt), um die Stoffdruckfarbe zu fixieren und den Gebrauchswert des bedruckten Gegenstandes zu erhöhen.
präsentieren ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in Form einer einfachen Ausstellung ihre bedruckten Arbeitsergebnisse, bewerten sie nach technischen (z. B. präziser Stempelabdruck) und nach gestalterischen (z. B. Rapport) Gesichtspunkten. Sie formulieren positive wie negative Kritik achtsam und anerkennend.
analysieren und vergleichen traditionelle, handgefertigte und maschinelle Drucke (z. B. durch den Besuch eines Textilmuseums, Industriebetriebes), um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Technik wahrzunehmen.
Lernbereich 3: Eine textile Fläche gestalten – Färben (ca. 12 Std.)
erproben mit einfachen Tauchversuchen verschiedene Stoffarten hinsichtlich ihrer Eignung für das Färben, um gezielt notwendige Eigenschaften für das zu wählende Material ableiten zu können.
führen verschiedene Reservierungstechniken, wie z. B. Plangi, Tritik, Batik, Shibori, fachgerecht durch, erkennen deren Charakteristik in Muster und Wirkung und wählen darauf aufbauend eine oder mehrere Techniken zur Gestaltung ihres textilen Werkstückes gezielt aus. Sie achten dabei auf eine sinnvolle und saubere Arbeitsplatzgestaltung.
setzen gezielt geeignete Gestaltungsmittel (z. B. Muster, Farbkombinationen) für das Färben eines Werkstückes (z. B. Kissenhülle, T-Shirt) ein, um unterschiedliche und einzigartige Färbeergebnisse zu erhalten.
analysieren gemeinsam einfache, farbbasierte Gestaltungsvarianten (z. B. Muster, Farbkombinationen) für ein Werkstück (z. B. Kissenhülle, T-Shirt) und berücksichtigen diese während des Herstellungsprozesses.
planen weitgehend selbständig den Arbeitsprozess der ausgewählten Färbetechnik, gliedern diesen in sinnvolle Teilschritte und begründen dabei die Auswahl der erforderlichen Werkzeuge und Hilfsmittel.
bewerten das Färben von Stoffen und Textilien in Billiglohnländern hinsichtlich ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte und ziehen daraus Konsequenzen für ein nachhaltiges Konsumverhalten.
präsentieren ihre Färberesultate in einer Ausstellung und bewerten eigene Arbeitsergebnisse und die ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler nach technischen (z. B. gleichmäßigen Abbinden) und gestalterischen Kriterien (z. B. Musterwirkung), um bei weiteren Werkstücken vergleichbare Fehler zu vermeiden.
Lernbereich 4: Eine textile Fläche verarbeiten – Hand- und Maschinennähen (ca. 24 Std.)
analysieren mittels haptischer Untersuchungsmethoden (z. B. reißen, knittern, waschen, bügeln) die Eigenschaften verschiedener Stoffqualitäten, um gezielt Material für einen Gebrauchsgegenstand (z. B. Badetasche, Matchbeutel) entsprechend der Funktion auswählen zu können. Sie beschreiben dabei die Gebrauchseigenschaften mit den entsprechenden Fachbegriffen (z. B. Strapazierfähigkeit, Waschbarkeit).
berücksichtigen bei der Auswahl des Materials für einen textilen Gebrauchsgegenstand ökologische Aspekte, wie z. B. die Verwendung von Restbeständen oder das „Upcyceln“ von gebrauchten Gegenständen (z. B. Nähen einer Tasche aus einer gebrauchten Jeans), um dadurch mit einfachen Mitteln nachhaltiges Handeln anzubahnen.
rüsten die Nähmaschine weitgehend selbständig auf und beachten bei der Arbeitsplatzgestaltung ergonomische Grundsätze (z. B. Arbeitshaltung, Lichteinfall, Beleuchtung), um optimale Arbeitsbedingungen beim Nähen zu schaffen.
stellen einen Schnitt für einen einfachen Gegenstand durch Abpausen einer Vorlage her und verwenden diesen fach- und sachgerecht.
planen und strukturieren die Arbeitsabläufe für einen textilen Gebrauchsgegenstand und stellen ihn fach - und materialgerecht her. Sie verwenden dabei spezifische Nähtechniken (z. B. Verstürzen, Hotelverschluss, Saum nähen) und erweitern so ihre nähtechnischen Möglichkeiten, die sie für die Anfertigung textiler Gegenstände vielfältiger Art und für Ausbesserungsarbeiten (z. B. Hosensaum kürzen) nutzen können.
verarbeiten selbst gefärbte und/oder selbst bedruckte Stoffe zu einfachen, textilen Gegenständen (z. B. Haarband, Spielfigur).
setzen Gestaltungsmittel, wie Zierstiche, Ziernähte, Materialmix, bewusst ein, um ihren Gegenstand individuell zu gestalten und schöpferische Freude zu empfinden.
präsentieren ihre fertigen Gegenstände in Form einer kleinen Ausstellung (z. B. Thema: Recycling – „Zu schade für die Tonne“) und bewerten die eigenen Arbeitsergebnisse und die ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler nach technischen, gestalterischen Gesichtspunkten. Sie berücksichtigen dabei besonders die Ideenvielfalt hinsichtlich des Nachhaltigkeitsaspektes.
Lernbereich 1: Eine textile Fläche gestalten – Sticken (ca. 27 Std.)
wählen einen Stickgrund (z. B. Jeansstoff) sowie die geeignete Nadel und das geeignete Stickgarn aus, um ihr Stickvorhaben fach- und materialgerecht durchführen zu können.
erproben selbständig verschiedene Sticharten mithilfe von Vorlagen, erkennen deren Wirkung und ordnen sie in „flächen-, linien- und punktbildende“ Sticharten ein, um die Auswahl für kreative Gestaltungsvarianten am Stickgegenstand zu erhöhen.
führen die Arbeitstechnik Sticken in fadengebundener oder freier Form mit gezielt ausgewählten, geeigneten Stichen mit der Hand oder mit der Näh- oder Stickmaschine fach- und materialgerecht durch. Dabei berücksichtigen sie eine entspannte Körperhaltung und gestalten Pausen mit Ausgleichsbewegungen, um eine einseitige Körperhaltung und deren Folgen zu vermeiden.
nutzen die dekorative Wirkung von Stickereien, um mit dem Sticken von Borten eine Kantenbetonung sowie mit gestickten Einzelmotiven eine Flächenverzierung oder mit der Flächenstickerei eine Flächenfüllung zu erzielen.
wenden stickspezifische Gestaltungsmittel (z. B. Garnarten, Farbe, Wechsel von Art, Größe und Dichte der Stiche) gezielt an, um individuelle, ästhetische Arbeitsergebnisse zu erzielen.
informieren sich mithilfe sinnvoller Arbeitsteilung im Team anhand unterschiedlicher Informationsquellen (z. B. Internet, Fachbücher) über mögliche Stickvorhaben und planen selbständig die Gliederung des Arbeitsprozesses für einen ausgewählten Gegenstand. Sie berücksichtigen dabei auch Stickideen aus anderen Kulturen (z. B. Afghanistan), um Akzeptanz und Wertschätzung für fremdländische, handwerkliche Tradition und Kunst derselben anzubahnen.
präsentieren ihren Mitschülerinnen und Mitschülern anhand eines individuellen Entstehungsberichts (z. B. Dokumentation) ihre Stickergebnisse, bewerten und beurteilen sie kritisch, achtsam und anerkennend nach festgelegten technischen (z. B. Ausführung der Stiche) und gestalterischen (z. B. Stichkombination) Kriterien.
Lernbereich 2: Eine textile Fläche gestalten – Applikation (ca. 21 Std.)
wählen geeignete Materialien hinsichtlich Gestaltungseffekt, technischer Verarbeitungsmöglichkeit und gleicher Pflegeeigenschaften aus, um den Trägerstoff und das Applikationsmaterial aufeinander abzustimmen.
planen weitgehend selbständig die Durchführung einer Applikationsarbeit, wobei sie die Materialauswahl, den Entwurf und die Art des Applizierens mit dem Ziel berücksichtigen, die technische Umsetzbarkeit und die dekorative Wirkung in Einklang zu bringen.
führen die Arbeitstechnik Applikation selbständig sach- und materialgerecht aus und setzen sie zu dekorativen Zwecken (z. B. Laptop-Tasche), zum Ausbessern von Kleidungsstücken (z. B. Ellenbogenschoner) sowie zur bildnerischen Gestaltung (z. B. Kunstobjekt) zielgerichtet ein.
setzen bei der Gestaltung das Träger- sowie das Applikationsmaterial mit seiner unterschiedlichen Textur, Form, Farben und Befestigungsstiche (z. B. Schlingstich, Hexenstich) bewusst ein und erkennen dabei die Bedeutung für die gestalterische Gesamtwirkung und für ein individuelles Arbeitsergebnis.
verwenden bei der Ausführung der Arbeitstechnik Applikation u. a. bewusst geeignetes Material von gebrauchten Textilien (z. B. Kleidung, Tischdecken, Gardinen), um ökologisch, ökonomisch und somit nachhaltig zu handeln.
recherchieren den modischen und kulturhistorischen Hintergrund (z. B. durch Fachbücher, Modemagazine, Internet) der unterschiedlichen Applikationstechniken und vergleichen sie mit derer anderer Kulturkreise (z. B. Cuna-Indianer in Panama), nehmen die Vielseitigkeit der Technik wahr und bahnen dadurch Wertschätzung für die handwerklichen Fähigkeiten anderer Kulturen an.
präsentieren selbständig ihre Applikationsarbeiten in Form einer Ausstellung, bewerten ihre Ergebnisse mithilfe eines selbst erstellten, schriftlichen Bewertungsbogens nach technischen sowie nach gestalterischen Aspekten, um zu einer objektiven Beurteilung zu gelangen. Ihre Kritik äußern sie dabei konstruktiv.
Lernbereich 3: Eine textile Fläche verarbeiten – Maschinennähen (ca. 36 Std.)
vergleichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Modeerscheinungen und Schönheitsidealen einer ausgewählten Zeit (z. B. 60er-Jahre) mit aktuellen Modetrends hinsichtlich Schnitt-, Muster- und Farbwahl durch die Nutzung unterschiedlicher Informationsquellen (z. B. alte Modemagazine, Internet, Blogs). Sie nehmen dabei wechselnde und wiederkehrende Elemente der Mode wahr.
informieren sich mittels unterschiedlicher Medien über die Herkunft, Gewinnung und Verarbeitung textiler Rohstoffe und über die internationale Textilkennzeichnung (z. B. Rohstoffangabe, Pflegesymbole) von Bekleidung, um die gewonnenen Erkenntnisse bei der Gebrauchswerterhaltung zu berücksichtigen.
planen im Team unter Zuhilfenahme einer entsprechenden Nähanleitung (z. B. aus einer Modefachzeitschrift) die Teilschritte (z. B. Schnittherstellung, Materialauswahl, Stoffverbrauch) für die Herstellung ihres Kleidungsstücks, um das strukturierte Vorgehen beim Schneidern zu erfassen und somit ein gutes Arbeitsergebnis zu erlangen.
nutzen einen käuflichen Fertigschnitt für die Herstellung eines Kleidungsstückes. Sie beschreiben dabei die entsprechenden Schnittteile und Symbole für das Zuschneiden der Stoffteile mit Fachbegriffen und bewerten die Vor- und Nachteile der Nutzung von Fertigschnitten.
fertigen ihr Kleidungsstück weitgehend selbständig unter routiniertem Einsatz der Nähmaschine und dem geeigneten Zubehör (z. B. Knopflochfuß, Reißverschlussfuß) an. Sie setzen dabei kleidungsspezifische Teilarbeiten (z. B. Nahttasche nähen, verdeckten Reißverschluss einarbeiten, Bund verstürzen) unter Zuhilfenahme entsprechender Nähanleitungen ein.
gestalten ihr Kleidungsstück individuell und kreativ, indem sie erlernte Arbeitstechniken (z. B. Besticken, Applizieren), Schnittwahl, Farbwahl des Stoffes und selbst hergestellte Accessoires (z. B. Brosche) gezielt und bewusst einsetzen, um die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen.
präsentieren die selbst genähten Kleidungsstücke ihren Mitschülerinnen und Mitschülern (z. B. in Form einer Modenschau mit Moderation) und beurteilen eigene und fremde Ergebnisse nach gemeinsam erarbeiteten Kriterien technischer (z. B. Ausführung, Passform) und gestalterischer Art (z. B. Kreativität). Sie verbalisieren hierzu konstruktive sowie negative Kritik in wertschätzender Art und Weise.
vergleichen selbst hergestellte Kleidungsstücke mit gekaufter Kleidung (z. B. Rock) hinsichtlich Verarbeitungsqualität, Individualität, Ökologie und Preis und bahnen somit nachhaltiges Konsumverhalten an.
Lernbereich 1: Eine textile Fläche verarbeiten – Patchwork (ca. 14 Std.)
wählen gezielt Stoffe für einen Patchworkgegenstand aus, indem sie den Verwendungszweck (Gebrauchs- oder Dekorationsfunktion) sowie die Wirkung (Farbe, Muster, Struktur) der Stoffe berücksichtigen. Sie verwenden dabei bewusst geeignete Stoffreste, um dem Ursprungsgedanken dieser Technik und der Nachhaltigkeit gerecht zu werden.
fertigen unter Zuhilfenahme einer Anleitung ein traditionelles (z. B. Log cabin) oder ein modernes Muster (z. B. Crazy Patchwork) an und wählen nach sinnvollen Kriterien eine Variante für ihr Werkstück (z. B. Tagesdecke) aus. Sie beachten dabei das Berechnen der geometrischen Formen und das exakte Zuschneiden.
erkennen die Bedeutung der Kontrastwirkung von Gestaltungselementen (z. B. hell – dunkel, kleines Muster – großes Muster, gemustert – uni) für die gestalterische Gesamtwirkung und setzen diese Erkenntnisse bei der Planung und Durchführung gezielt ein. Dadurch erzielen sie ein individuelles Ergebnis.
fertigen einen individuellen Patchwork-Entwurf mithilfe einer Skizze an, überprüfen diesen im Team nach gestalterischen Kriterien und planen den Arbeitsablauf selbständig, um Sicherheit in der praktischen Umsetzung einer Gestaltungsidee zu gewinnen.
nutzen gezielt rationelle Arbeitsweisen (z. B. Zuschneiden mit Schablone) und übertragen sie reflektiert auf vielfältige Arbeitsbereiche.
bewerten ihre Arbeitsergebnisse nach festgelegten Gesichtspunkten und präsentieren ihre fertigen Werkstücke in einem geeigneten Rahmen (z. B. Ausstellung), um die Wertschätzung der eigenen Arbeit und der Arbeit der Mitschülerinnen und Mitschüler konstruktiv zu erleben.
Lernbereich 2: Eine textile Fläche verarbeiten – Maschinennähen (ca. 14 Std.)
analysieren und beschreiben differenziert visuelle und haptische Eindrücke aus den Bereichen Mode, Wohnen und Textilkunst hinsichtlich ihrer Ausdrucksform und -wirkung, um Textiles als Bedeutungs- und Ausdrucksträger zu erkennen.
nutzen ihr Wissen über textile Ökologie (z. B. Baumwollanbau) und Ökonomie (z. B. Entsorgung von Kleidung), um ihr Verbraucherverhalten hinsichtlich eines „Fast-Fashion“-Trends zu analysieren und ggf. anzupassen.
analysieren ein Kleidungsstück der Jugendkultur (z. B. Jeanshose) hinsichtlich der historischen, kulturellen und aktuellen modischen Bedeutung und finden unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten, um dieses Massenprodukt individuell und kreativ zu verändern.
setzen mögliche Arbeitstechniken für das „Upcyceln“, wie z. B. Aufnähen von Borten, Applikationen oder Einsetzen von bunten Stoffflicken bei Gebrauchsgegenständen und Kleidungsstücken fachgerecht ein und führen die entsprechenden Arbeitsschritte routiniert aus, um eine autonome Arbeitsweise anzubahnen.
nutzen ihr erworbenes Wissen, um ein Projekt in arbeitsteiliger Teamarbeit, z. B. zum Thema „Ökologie und Fashion – wie geht das?“, durchzuführen und bewerten die Ergebnisse hinsichtlich Originalität, Kreativität und technischer Qualität und vertiefen dabei ein bewusstes und kritisches Verbraucherverhalten.
Lernbereich 1: Eine textile Fläche verarbeiten – Maschinennähen (ca. 28 Std.)
Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden textile Materialien hinsichtlich der Verarbeitung (z. B. durchgewebt oder gefärbt) und der Ausrüstung (z. B. wasser-, schmutzabweisend), um daraus Rückschlüsse auf Trageeigenschaften (z. B. Funktionalität, Tragekomfort) und Pflegeeigenschaften (z. B. bügelfrei, knitterarm) zu ziehen und diese Erkenntnisse auf die Auswahl ihrer Kleidung zu übertragen.
nehmen Textilkunst und textile Kunstobjekte (z. B. durch den Besuch einer Ausstellung, eines/r Textilkünstlers/-in) hinsichtlich der gestalterischen und künstlerischen Wirkung differenziert wahr und analysieren die arbeitstechnische Umsetzung (z. B. Formgebung, Farbgestaltung).
führen arbeitsteilig im Team ein textiles Gestaltungsprojekt unter Einbeziehung gestalterischer und künstlerischer Elemente und unter Berücksichtigung arbeitstechnischer Möglichkeiten von der Planung bis zur Präsentation (z. B. Installation im Schulgebäude) selbständig durch. Sie dokumentieren diesen Prozess in geeigneter Form (z. B. Portfolio, digitale Präsentation), um die Strukturen und den Umfang einer Projektarbeit zu erfassen.
analysieren den Einfluss von Kleidung auf das persönliche Erscheinungsbild einer Person (z. B. Farben, Muster, Schnittführungen, Markenkleidung), um für sich selbst eine eigene Stilrichtung als Teil der Persönlichkeitsentwicklung anzubahnen.
stellen mithilfe von Informationen aus digitalen Medien für verschiedene Alltagssituationen (z. B. Bewerbungsgespräch, Theaterbesuch) Kleidungsstücke und Kleidungsstile zusammen (z. B. mit Figurinen) und bewerten diese nach selbst erstellten Kriterien.
nutzen ihre Kenntnisse über die Bedeutung der psychologischen Farbwirkung und die Wirkung der nonverbalen Kleidersprache in ihrer Umgebung, um daraus Rückschlüsse auf die Zusammenstellung der eigenen Kleidung zu ziehen und damit ihrer Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen.
analysieren auf der Basis aktueller Informationen verschiedene Berufe der Textilbranche und des textilen Handwerks, um ihre persönliche Eignung für ein solches Berufsfeld fundiert einschätzen zu können.