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Lehrpläne Bayern
Förderschwerpunkt Sehen
Blindheit und Lebenspraxis
inhaltsbezogen
BLP 1.1: Blinde Menschen in Geschichte und Gegenwart
4
BLP 1.2: Das Auge und seine Erkrankungen
6
BLP 1.3: Rechtsbestimmungen und soziale Hilfen
8
BLP 1.4: Berufliche und gesellschaftliche Inklusion
10
BLP 1.5: Hilfsmittel und Selbsthilfeverbände
7
BLP 2.1: Grundkenntnisse und Umgangsformen
6
BLP 2.2: Grundfertigkeiten im Haushalt
10
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Blinde Menschen in Geschichte und Gegenwart
Jahrgangsstufe 7
schätzen ihre eigene Situation realistisch ein, indem sie die Lebensbedingungen blinder Menschen früher und heute vergleichen.
erschließen aus statistischem Material bedeutende Fakten über blinde Menschen in Bayern, um die gesellschaftliche Relevanz von Sehschädigung zu beurteilen.
Jahrgangsstufen 8–10
schätzen ihre eigene Situation realistisch ein, indem sie die Lebensbedingungen blinder Menschen früher und heute vergleichen.
erschließen aus statistischem Material bedeutende Fakten über blinde Menschen in Bayern, um die gesellschaftliche Relevanz von Sehschädigung zu beurteilen.
Das Auge und seine Erkrankungen
Jahrgangsstufe 7
identifizieren die Teile des Auges und beschreiben ihre Aufgaben.
beschreiben die Teile des Auges und setzen sie mit den entsprechenden Funktionen in Zusammenhang.
setzen sich mit den lebenspraktischen und sozialen Folgen ihrer Seheinschränkung auseinander, um diese im Alltag zu bewältigen.
Jahrgangsstufen 8–10
identifizieren die Teile des Auges und beschreiben ihre Aufgaben.
beschreiben die Teile des Auges und setzen sie mit den entsprechenden Funktionen in Zusammenhang.
setzen sich mit den lebenspraktischen und sozialen Folgen ihrer Seheinschränkung auseinander, um diese im Alltag zu bewältigen.
Rechtsbestimmungen und soziale Hilfen
Jahrgangsstufe 7
erschließen aus Gesetzestexten die Gleichstellung behinderter Menschen als Verfassungsauftrag.
setzen den Schwerbehindertenausweis und das Blindengeld ihrer Bestimmung gemäß ein.
wissen um rechtliche Vergünstigungen und machen diese im Alltag geltend.
bewältigen ihr Leben mit Einschränkungen, indem sie sich zielgerichtet über ihre Rechte und Pflichten informieren.
Jahrgangsstufen 8–10
leiten aus Gesetzestexten die Gleichstellung behinderter Menschen als Verfassungsauftrag ab.
setzen den Schwerbehindertenausweis und das Blindengeld ihrer Bestimmung gemäß ein.
setzen ihr Wissen um rechtliche Vergünstigungen ein und machen diese im Alltag für sich in individueller situationsangemessener Form geltend.
bewältigen ihr Leben mit Einschränkungen möglichst selbständig, indem sie sich zielgerichtet über ihre Rechte und Pflichten informieren und diese einhalten bzw. in Anspruch nehmen.
Berufliche und gesellschaftliche Inklusion
Jahrgangsstufe 7
planen ihren eigenen beruflichen Werdegang selbstverantwortlich, indem sie einen Überblick über Möglichkeiten und gesetzliche Grundlagen beruflicher Rehabilitation behinderter Menschen gewinnen.
zeigen die Bereitschaft zu Verantwortung und sind sich bewusst, dass angemessenes Sozialverhalten, Mobilität und lebenspraktische Fertigkeiten Voraussetzungen für gelingende Inklusion darstellen.
entscheiden sich für eine geeignete Schullaufbahn, indem sie die Beschulung blinder und hochgradig sehbehinderter Jugendlicher in der Inklusion und in Förderschulen mit dem Schwerpunkt Sehen vergleichen.
Jahrgangsstufen 8–10
übernehmen aktiv Verantwortung für das Gelingen sozialer Interaktion und sind sich bewusst, dass angemessenes Sozialverhalten, Mobilität und lebenspraktische Fertigkeiten Voraussetzungen für gelingende Inklusion darstellen.
beurteilen, inwieweit ihre individuelle visuelle Seheinschränkung Auswirkungen auf Kommunikation und/oder Interaktion hat und wenden Strategien an, um Missverständnisse oder Unsicherheiten zu vermeiden (z. B. indem sie über ihre Seheinschränkung oder Blindheit Auskunft geben).
schätzen eigene Möglichkeiten und Grenzen aufgrund der individuellen Seheinschränkung (z. B. Art und Grad der Unterstützung durch Sehende) wirklichkeitsnah ein und nutzen dieses Wissen, um z. B. Gefährdungssituationen zu vermeiden oder sich in Gefährdungssituationen angemessen zu verhalten.
benennen Gründe, die zu Vorurteilen oder Missverständnissen aufgrund der individuellen visuellen Einschränkung führen können und beschreiben Strategien, um diese aufzuklären bzw. um z. B. mit emotionaler Betroffenheit Sehender umzugehen.
wenden ihre Kenntnisse in Bezug auf die Angebote und Möglichkeiten sowie gesetzlichen Grundlagen beruflicher Rehabilitation behinderter Menschen an, um ihren eigenen beruflichen Werdegang selbstverantwortlich zu gestalten.
berücksichtigen die Auswirkungen der individuellen visuellen Sehfähigkeit bei der Berufswahlorientierung. Sie vergleichen und bewerten Qualifizierungen und Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt.
beschreiben die Vorgehensweise des Beschaffens und Beantragens von technischen, optischen und elektronischen Hilfsmitteln sowie deren Einsatz am Arbeitsplatz.
Hilfsmittel, Behörden und Selbsthilfeverbände
Jahrgangsstufe 7
informieren sich über gängige Hilfsmittel, deren Beschaffung und Finanzierung, um diese in ihrer Lebenswirklichkeit einzusetzen.
schätzen Nutzen und Voraussetzungen für die Haltung eines Blindenführhundes ein, um eine fundierte Entscheidung über den eigenen Bedarf zu treffen.
kennen und benennen die Angebote von Selbsthilfeverbänden, um diese angemessen zu nutzen.
Jahrgangsstufen 8–10
schätzen ihren Hilfsmittelbedarf ein und beschreiben die Vorgehensweise der Beschaffung und Finanzierung von individuellen Hilfsmitteln. Sie setzen ihre individuellen Hilfsmittel im Alltag und/oder im beruflichem Kontext selbständig ein.
schätzen selbständig und kriteriengeleitet den Nutzen und die Voraussetzungen der Haltung eines Blindenführhundes ein. Sie treffen eine fundierte Entscheidung über den eigenen Bedarf.
kennen und benennen die Dienstleistungen und Angebote verschiedener Behörden und beschreiben den Ablauf von Behördengängen (z. B. Auskunft erfragen, sich anstellen etc.), um Angebote und Dienstleistungen gezielt zu nutzen.
beschreiben und beurteilen die Angebote von Selbsthilfeverbänden, um diese individuell und situationsangemessen zu nutzen.
Grundkenntnisse und Umgangsformen
Jahrgangsstufe 7
nutzen ihre Grundkenntnisse im Bereich der lebenspraktischen Fertigkeiten, um sich in geschlossenen Räumen zurechtzufinden.
setzen erworbene Kommunikationsfertigkeiten situationsangemessen ein, um soziales Handeln zum Erfolg zu führen.
Jahrgangsstufen 8–10
wenden ihre Kenntnisse im Bereich der lebenspraktischen Fertigkeiten selbständig an, um sich in geschlossenen Räumen zurechtzufinden.
setzen Kommunikationsfertigkeiten und -strategien in vielfältigen Situationen angemessen ein, um soziales Handeln zum Erfolg zu führen.
organisieren ihren Alltag, z. B. durch die angemessene Nutzung und Pflege eines Terminkalenders.
beschreiben den Vorgang der Kontaktaufnahme zu einem persönlichen Bankberater/einer Bankberaterin und formulieren ihren Unterstützungsbedarf, z. B. im Umgang mit (vertraulichen) Formularen, Geldautomaten.
Grundfertigkeiten im Haushalt
Jahrgangsstufe 7
kennen und nutzen unterschiedliche Markierungstechniken, um ihre persönlichen Dinge zu strukturieren und Verwechslungen zu vermeiden.
achten auf ihr äußeres Erscheinungsbild, indem sie sich um Sauberkeit und angemessene, farblich passende Kleidung bemühen.
beherrschen grundlegende Essenstechniken, um zu einem größtmöglichen Grad an Selbständigkeit zu gelangen.
informieren sich über Grundfertigkeiten in der Haushaltsführung und der Zubereitung von Speisen und setzen diese fachgerecht ein.
Jahrgangsstufen 8–10
wenden individuelle Markierungssysteme und -techniken zur Kennzeichnung persönlicher Dinge oder gefährlicher Stoffe (z. B. Reinigungsmittel) an, um Gefährdungen und Verwechslungen zu vermeiden.
unterscheiden verschiedene Verschmutzungsarten und wenden geeignete Reinigungsmittel und einfache Reinigungsverfahren sachgerecht und unter Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen (z. B. Tragen einer Schutzbrille, Handschuhe) an.
beschreiben die Bedeutung von Gefahrensymbolen und markieren gefährliche Stoffe (z. B. Reinigungsmittel). Sie schützen sich durch zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen.
wählen Kleidungsstücke kriteriengeleitet aus und achten auf ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild.
wenden Essenstechniken routiniert an, um zu einem größtmöglichen Grad an Selbständigkeit zu gelangen.
setzen Grundfertigkeiten in der Haushaltsführung und der Zubereitung von Speisen fachgerecht in vielfältiger Weise ein.
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Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus / ISB — LehrplanPLUS Förderschule, Blindheit und Lebenspraxis, Förderschwerpunkt Sehen, Jahrgangsstufen 7–10
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