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Lehrpläne Bayern
Förderschwerpunkt Sehen
Heimat- und Sachunterricht
prozessbezogen
Motorik und Wahrnehmung
9
Denken und Lernstrategien
6
Kommunikation und Sprache
5
Emotionen und soziales Handeln
4
inhaltsbezogen
Zusammenleben in Familie, Schule und Gemeinschaft
13
Leben in einer Medien- und Konsumgesellschaft
8
Körper und gesunde Ernährung
10
Gefühle und Wohlbefinden
8
Tiere, Pflanzen, Lebensräume
18
Stoffe und Energie
10
Luft, Wasser, Wetter
8
Zeitbewusstsein und Orientierung in der Zeit
5
Dauer und Wandel
7
Fakten und Fiktion
4
Räume wahrnehmen und sich orientieren
9
Räume nutzen und schützen
6
Mobilität im Raum
11
Arbeit, technische und kulturelle Entwicklung
7
Bauen und Konstruieren
10
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Motorik und Wahrnehmung
erkunden Tiere und Pflanzen, indem sie visuelle und taktile Techniken einsetzen (z. B. Tasten mit beiden Händen, den Handinnenflächen, Strategien, um den Überblick zu erhalten), um unterschiedliche Merkmale zu erschließen.
erkunden Realobjekte und Modelle aus den Themenbereichen Menschen, Tiere und Pflanzen, um nachhaltige Begriffe und Vorstellungen zu erwerben.
beziehen zum Beschreiben und Überprüfen der Themenbereiche Menschen, Tiere und Pflanzen auch akustische und haptische Eindrücke ein.
bitten um Hilfe und Auskunft, wenn sie diese aufgrund ihrer visuellen Wahrnehmungsmöglichkeiten benötigen.
benennen Körperteile korrekt, setzen sich selbst in Beziehung zu den Dingen in ihrer Umgebung, indem sie Begriffe wie anwenden und ihnen Richtung und Bedeutung zuordnen. oben, unten, rechts, links, vorne, hinten
führen Untersuchungen und Dokumentationen zu ausgewählten Stoffen in Abhängigkeit von ihren visuellen und taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten durch und nutzen hierfür zielgerichtet optische, akustische, taktile und technische Hilfsmittel (z. B. Bildschirmlesegeräte, Lupen, sprechendes Thermometer etc.).
wählen für die Dokumentation von Ergebnissen visuell und taktil eindeutig wahrnehmbare Materialien, wie zum Beispiel Bausteine oder Steckwürfel, aus.
erkennen markante Punkte, wie z. B. Klassenzimmertür, Handlauf im Schulhaus, Bodenmarkierungen in Räumen, Gebäuden und in der Schulumgebung, bewusst und nutzen sie als Orientierungshilfe.
erproben mit Anleitung und Unterstützung sicheres Verhalten im Straßenverkehr (z. B. Überqueren einer Straße mit und ohne Ampel) durch das Beachten von Verkehrsregeln und -geräuschen.
Denken und Lernstrategien
benennen, ordnen und unterscheiden Gegenstände, indem sie visuelle und/oder taktile Merkmale wie Form, Größe, Aussehen und/oder Oberflächenbeschaffenheit berücksichtigen.
wählen Messegeräte und Arbeitsweisen aus, die es ihnen ermöglichen, ihre Ergebnisse taktil oder unter Zuhilfenahme von Hilfsmitteln zu erfassen (z. B. Messbecher mit taktiler Markierung oder Waage mit Sprechfunktion).
dokumentieren Ergebnisse mit visuell und taktil eindeutig wahrnehmbaren Materialien (z. B. Muggelsteine, Bausteine, Steckwürfel, Zeichenbrett etc.).
erschließen sich den Aufbau des Auges, um ihre eigene Seheinschränkung einzuschätzen und deren Auswirkung zu verstehen.
beschreiben ihrem Alter entsprechend ihre Sehschädigung und die damit verbundenen Auswirkungen.
beurteilen gemeinsam mit der Lehrkraft, welche Werkzeuge und Geräte für sie im Hinblick auf ihre individuellen visuellen Wahrnehmungsfähigkeiten sinnvoll verwendbar sind.
Kommunikation und Sprache
ordnen mimische, gestische und körperliche Ausdrucksformen (wie z. B. Lächeln) Stimmungen und Gefühlen zu.
setzen ein Repertoire an Mimik und Gestik ein, um Gefühle und Stimmungen angemessenen auszudrücken.
verbalisieren je nach individuellem Sehvermögen ggf. auch ihre Schwierigkeiten, visuelle Naturerscheinungen zu erfassen.
leiten aus verbalen Beschreibungen der Mitschülerinnen und Mitschüler oder der Lehrkraft Rückschlüsse ab.
verbalisieren mögliche Auswirkungen, die ihre visuelle Wahrnehmungsmöglichkeit auf soziale Interaktionsprozesse (z. B. das Erkennen und Beurteilen von Mimik und Gestik) in einer Gesprächs- oder Konfliktsituation haben können.
Emotionen und soziales Handeln
deuten mithilfe des Rollenspiels die Abläufe von Alltagssituationen und nutzen ggf. Hilfsmittel.
nehmen Gefühle, Interessen und Bedürfnisse auch unter dem Gesichtspunkt ihrer individuellen Wahrnehmungsfähigkeiten wahr und erkennen die Notwendigkeit, über ihre Seh- und Tasteindrücke zu sprechen.
erbitten in manchen Lebenssituationen Hilfe und Auskunft.
lehnen unerwünschte Hilfsangebote situationsangemessen ab.
Zusammenleben in Familie, Schule und Gemeinschaft
Jahrgangsstufen 1–2
wenden Kompromisse zum Lösen von Konflikten und Problemen an.
versetzen sich in fremde Rollen und Positionen und nehmen eine Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln wahr.
beschreiben die Bedeutung von Aufgaben und Regeln für das Zusammenleben in der Gemeinschaft und bei Entscheidungsprozessen, gestalten sie mit und beachten sie.
benennen eigene Interessen und Bedürfnisse sowie die anderer Personen und berücksichtigen diese beim Zusammenleben in der Klasse.
beschreiben die Bedeutung von Bezugspersonen (insbesondere Eltern und Geschwistern) für das Leben von Kindern und zeigen Achtung und Respekt vor unterschiedlichen Lebensbedingungen und Familienformen.
Jahrgangsstufen 3–4
kritisieren konstruktiv, schließen in Konfliktsituationen Kompromisse oder nutzen andere konfliktfreie Lösungen.
reflektieren ihre Rechte und Pflichten innerhalb der Gemeinschaft und übernehmen Verantwortung in der Klasse und der Schule.
wenden bei Entscheidungsprozessen in ihrem Umfeld demokratische Prinzipien an (z. B. bei der Klassensprecherwahl).
beschreiben Aufgaben und Ämter in der Kommune und erklären Merkmale demokratischer Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse (z. B. bei der Stadtrats- oder Gemeinderatswahl).
vollziehen bei politischen Entscheidungen (z. B. zur Errichtung eines Spielplatzes) die Perspektiven und Bedürfnisse unterschiedlicher Interessengruppen nach und wägen mögliche Alternativen ab.
beschreiben die Bedeutung der Kinderrechte und reflektieren deren Umsetzung in ihrem Umfeld.
hinterfragen Rollenklischees für Mädchen und Buben und akzeptieren die Vielfalt an Interessen, Stärken und Handlungsmöglichkeiten aller Kinder.
vergleichen kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Alltagsgewohnheiten und Gebräuchen und zeigen Interesse und Offenheit für andere Kulturen.
Leben in einer Medien- und Konsumgesellschaft
Jahrgangsstufen 1–2
unterscheiden Medien und beschreiben, wie sie selbst Medien nutzen.
unterscheiden zwischen Bedürfnissen und Wünschen und beschreiben die Bedürfnisse einzelner sowie die von Gruppen.
beschreiben das Prinzip des Kaufvorgangs und reflektieren die Bedeutung der verfügbaren Mittel für Kaufentscheidungen (z. B. Taschengeld).
Jahrgangsstufen 3–4
unterscheiden Medien nach ihrer Funktion und bewerten die eigenen Motive der Mediennutzung.
bewerten Medienangebote kritisch, beurteilen dabei die Wirklichkeitsnähe medialer Darstellungen und beschreiben Kriterien eines verantwortungsvollen Umgangs mit Medien.
beschreiben Maßnahmen und Instrumente zur Beeinflussung des Kauf- und Freizeitverhaltens und reflektieren ihre eigene Beeinflussbarkeit.
bewerten Gründe und Kriterien für Konsumentscheidungen und reflektieren das eigene Konsumverhalten.
erklären die Bedeutung eines bewussten Handelns als Verbraucher für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Körper und gesunde Ernährung
beschreiben, was eine positive Beziehung zum eigenen Körper und zur eigenen Person bedeutet, und was sie selbst als Person einzigartig und unverwechselbar macht.
beschreiben die Bedeutung der Sinne für die Wahrnehmung ihrer Umwelt, auch unter dem Gesichtspunkt einer möglichen Behinderung.
begründen die Bedeutung von Schutz und Pflege des Körpers und gehen mit ihrem eigenen Körper achtsam um.
bewerten Nahrungsmittel nach ihrem Beitrag zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung und stellen ihr Pausenbrot oder Frühstück entsprechend zusammen.
beurteilen ihre eigenen Ernährungsgewohnheiten und stellen den Zusammenhang zwischen Ernährung, Gesundheit und Leistungsfähigkeit her.
Körper und Entwicklung
achten körperliche Grenzen bei anderen und fordern die Einhaltung von Grenzen für sich selbst.
beschreiben Aufbau, Funktionsweise und Schutz des Auges.
beschreiben die physischen und psychischen Veränderungen in der beginnenden Pubertät.
beschreiben die Entwicklung menschlichen Lebens von der Zeugung bis zur Geburt.
beschreiben die Bedeutung von Erster Hilfe und wenden einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Auftreten von leichten Verletzungen und Beschwerden an.
Gefühle und Wohlbefinden
Jahrgangsstufen 1–2
drücken eigene Gefühle, Bedürfnisse und Interessen aus und gestehen solche auch anderen zu.
wenden Strategien an, um sich nicht von negativen Gefühlen (z. B. Wut, Ärger) überwältigen zu lassen.
erklären den Zusammenhang zwischen Ernährung, Freizeitverhalten, Bewegung, Wohlbefinden und Gesundheit.
reflektieren ihr Freizeitverhalten und gestalten ihre Freizeit abwechslungsreich.
Jahrgangsstufen 3–4
erklären die Bedeutung von Achtsamkeit gegenüber eigenen Gefühlen für Gesundheit und Wohlbefinden.
beschreiben Merkmale körperlicher Selbstbestimmung und Situationen, in denen diese Selbstbestimmung von Bedeutung ist (z. B. bei Berührungen).
hinterfragen Schönheitsideale und Körperbilder und reflektieren den Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung, auch unter dem Gesichtspunkt einer möglichen Behinderung.
nutzen Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche in der erweiterten Umgebung.
Tiere, Pflanzen, Lebensräume
Jahrgangsstufen 1–2
bestimmen ausgewählte heimische Tier- und Pflanzenarten mithilfe einfacher, auf Abbildungen basierender Bestimmungshilfen.
beobachten und vergleichen Möglichkeiten der Ausbreitung von Pflanzen, und erklären dabei den Zusammenhang zwischen dem Bau der Pflanzenteile (z. B. Fallschirmform der Löwenzahnfrüchte) und ihrer Funktion.
beschreiben, wie heimische Tier- und Pflanzenarten an ihren Lebensraum angepasst sind.
beschreiben einfache Nahrungsbeziehungen und zeigen Zusammenhänge in einem ausgewählten Lebensraum auf.
beobachten, beschreiben und dokumentieren jahreszeitliche Veränderungen typischer Tier- und Pflanzenarten eines ausgewählten Lebensraums.
ordnen heimische Obst- und Gemüsesorten den typischen Zeiträumen ihrer Reife zu.
beschreiben anhand konkreter Beispiele aus ihrer Umgebung die Bedeutung von Nutztieren und Nutzpflanzen für den Menschen.
gehen mit Haustieren verantwortungsvoll um, auch zu ihrem eigenen Schutz.
zeigen Sicherheitsbewusstsein im Umgang mit giftigen und unbekannten Pflanzen.
Jahrgangsstufen 3–4
beobachten und betrachten ausgewählte Tier- und Pflanzenarten und dokumentieren ihre Beobachtungen.
beschreiben das Prinzip der Angepasstheit von Tier- und Pflanzenarten an ihren Lebensraum und zeigen dies anhand ausgewählter heimischer Vertreter.
untersuchen mit einfachen Hilfsmitteln Umweltfaktoren (z. B. Temperatur, Lichtverhältnisse, Boden) und deuten sie als Ursachen für unterschiedliche Lebensbedingungen von Tier- und Pflanzenarten.
stellen wechselseitige Abhängigkeiten zwischen Lebewesen dar, indem sie Nahrungsbeziehungen aufzeigen und Einflüsse des Menschen darstellen.
beschreiben die Entwicklung einer ausgewählten Tierart über verschiedene Stadien hinweg.
vergleichen Verhaltensweisen eines Wildtieres und des entsprechenden Haustieres am Beispiel von Wolf und Hund und leiten Konsequenzen für einen artgerechten, verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit dem Haustier ab.
beschreiben Herkunft und Produktion pflanzlicher oder tierischer Produkte in einem regionalen Betrieb (z. B. Bauernhof).
erklären anhand eines Beispiels aus der Region (z. B. Hühnerei, Getreide) den Zusammenhang zwischen der Art der Produktion, dem Preis von Nahrungsmitteln sowie Tier- bzw. Umweltschutz und beschreiben ihre Verantwortung als Verbraucher.
reflektieren, woher unsere Lebensmittel kommen, überlegen, warum regionale und überregionale Produkte angeboten werden, und bewerten das ganzjährige Angebot von Obst und Gemüse mit Blick auf ökologische Kosten.
Stoffe und Energie
Jahrgangsstufen 1–2
untersuchen und dokumentieren ausgewählte Eigenschaften verschiedener Stoffe.
sortieren Abfälle, wenden Möglichkeiten der Abfallreduzierung an und begründen die Bedeutung von Abfallvermeidung und -verwertung.
zeigen Gefahren im Umgang mit Feuer anhand konkreter Beispiele aus ihrem Alltag auf, beschreiben die in der Schule getroffenen Brandschutzmaßnahmen und handeln sicherheitsbewusst im aktiven Umgang mit Feuer.
Jahrgangsstufen 3–4
unterscheiden Stoffe nach elektrischer Leitfähigkeit.
stellen einfache Stromkreise her und skizzieren diese unter Verwendung entsprechender Symbole.
erproben und beschreiben Wirkungen der elektrischen Energie und erklären ihre Bedeutung für den Menschen.
beurteilen Gefahrensituationen im Umgang mit elektrischer Energie und beachten Sicherheitsregeln.
unterscheiden verschiedene Methoden der Stromerzeugung und beschreiben deren Vor- und Nachteile.
erklären Merkmale eines umweltbewussten Umgangs mit Energie, um in ihrem eigenen Einflussbereich entsprechend zu handeln.
beschreiben Voraussetzungen für den Verbrennungsvorgang und begründen daraus Löschmethoden.
Luft, Wasser, Wetter
Jahrgangsstufen 1–2
wenden am Beispiel der Luft einfache naturwissenschaftliche Arbeitsweisen und Erkenntnismethoden an.
erklären die Bedeutung von Luft als natürlicher Lebensgrundlage und beschreiben, was verantwortungsbewusstes Handeln im Umgang damit ausmacht.
untersuchen mit einfachen Messgeräten Wettererscheinungen, dokumentieren diese und setzen Veränderungen in der Natur dazu in Beziehung.
nutzen ihr Wissen über Wettererscheinungen, um sich angemessen zu verhalten (z. B. bei Gewitter).
Jahrgangsstufen 3–4
formulieren Forschungsfragen und Vermutungen zum Thema Wasser, planen dazu den Einsatz einfacher naturwissenschaftlicher Erkenntnismethoden, führen diese durch und werten die Ergebnisse aus.
beschreiben und dokumentieren den natürlichen Wasserkreislauf als Modellvorstellung und führen dazu einfache Experimente durch.
erklären die Bedeutung von Wasser als natürlicher Lebensgrundlage (lokal und global) und beschreiben die Verwendung von Wasser zur Erzeugung industrieller Produkte.
erläutern die Gefährdung von Wasser sowie die Bedeutung von Schutzmaßnahmen und zeigen eine verantwortungsbewusste Haltung.
Zeitbewusstsein und Orientierung in der Zeit
Jahrgangsstufen 1–2
verwenden Begriffe zur zeitlichen Einteilung der Lebenswelt zutreffend und orientieren sich daran.
bringen Zeitspannen (Tag, Monat, Jahr) mit eigenen Beobachtungen zu Veränderungen im Tages- und Jahresablauf in Bezug und beschreiben den Zusammenhang zwischen natürlichen Rhythmen und der Einteilung von Zeit.
ordnen Feste ihrem Datum oder ihrer zeitlichen Lage im Jahreslauf zu.
Jahrgangsstufen 3–4
unterscheiden Begriffe für größere Zeiträume und wenden sie zur Einordnung und Beschreibung von Ereignissen, Zeiträumen und Veränderungen an.
dokumentieren wichtige Ereignisse und Zeitabschnitte aus der Geschichte ihres Wohnortes oder der Region auf einer Zeitleiste und gewinnen dadurch einen Einblick in die Geschichte ihrer Lebenswelt.
Dauer und Wandel
Jahrgangsstufen 1–2
berichten anhand von ausgewählten Quellen über eine Zeitspanne im eigenen Leben (z. B. Lebensgeschichte, Zeit seit der Einschulung, Schuljahr) und dokumentieren sie auf einer Zeitleiste.
erklären die Bedeutung von Quellen bei der Rekonstruktion vergangener Ereignisse und begründen, warum diese Rekonstruktion nicht immer vollständig möglich ist.
beschreiben Veränderungen und Kontinuitäten der Lebenswelt an einem Beispiel aus ihrem Erfahrungsbereich (z. B. durch Zuwanderung).
Jahrgangsstufen 3–4
begründen den Wert der Erhaltung von Quellen und beschreiben deren Bedeutung und Grenzen als Grundlage unseres geschichtlichen Wissens.
reflektieren die Bedeutung von Museen und Archiven für die Erhaltung von Quellen.
berichten über einen für den Heimatort oder die Region bedeutsamen geschichtlichen Zeitraum und beschreiben hierfür typische Entwicklungen und Geschehnisse anhand altersgemäßer Quellen.
beschreiben die Entwicklung eines technischen Alltagsgegenstandes und erklären die jeweiligen Auswirkungen auf unsere Lebenswelt.
Fakten und Fiktion
Jahrgangsstufen 1–2
unterscheiden zwischen historischen Begebenheiten und erfundenen Geschichten.
hinterfragen den geschichtlichen Gehalt von Erzählungen, Sagen, Filmen, Comics.
Jahrgangsstufen 3–4
unterscheiden zwischen Realität und Fiktion, indem sie sich mit der Darstellung von Geschichte in populären Medien auseinandersetzen.
beschreiben Herkunft und Bedeutung von historischer Erinnerung in der Region und setzen sich mit deren Bedeutung auseinander.
Räume wahrnehmen und sich orientieren
Jahrgangsstufen 1–2
beschreiben, was ihnen in Räumen auffällt, wie sie ihre Umwelt empfinden und was ihnen bedeutsam ist.
vergleichen verschiedene räumliche Situationen (z. B. nah oder fern, ländlich oder städtisch).
nutzen Strategien, um sich in vertrauter Umgebung zu orientieren.
lesen einfache Pläne (z. B. Skizzen und Grundrisse) von vertrauten Räumen sinnerfassend und nutzen Raum-Lage-Begriffe, um Wege und Objekte darauf zu beschreiben.
fertigen einfache Pläne (z. B. Skizzen und Grundrisse) sowie Modelle an.
Jahrgangsstufen 3–4
verwenden natürliche (z. B. Sonnenstand, markante Punkte) und technische Hilfsmittel (z. B. Kompass, Navigationsgeräte, GPS) zur Orientierung in Räumen.
lesen Karten und berücksichtigen dabei zentrale Kartenmerkmale (z. B. Höhendarstellung, Maßstab, Kartenzeichen und Legende, Generalisierung, Nordung).
reflektieren das Verhältnis von Wirklichkeit und ihrer Darstellung auf Karten oder Plänen und beschreiben dieses als von Menschen zu bestimmten Zwecken konstruiert.
setzen den Heimatort in Beziehung zu größeren räumlichen Einheiten.
Räume nutzen und schützen
Jahrgangsstufen 1–2
beschreiben die Nutzung, Gestaltung, Veränderung und ggf. Gefährdung eines vertrauten Raums durch Menschen.
beschreiben Möglichkeiten und Grundsätze des achtsamen Umgangs mit Räumen (z. B. in der vertrauten Umgebung) und beachten sie in ihrem eigenen Handeln.
Jahrgangsstufen 3–4
vergleichen ihre eigene Lebenssituation mit der von Menschen in anderen Räumen und erklären die Unterschiede.
erklären, inwiefern bestimmte Interessen Einfluss auf die Veränderung und Gestaltung von Räumen haben.
erläutern anhand eines Beispiels aus der Region die Verflechtung zwischen natürlichen und kulturellen Einflüssen (z. B. Tourismus, Mobilität, Landwirtschaft, Industrie).
zeigen Problembewusstsein und entwickeln Handlungsmöglichkeiten für Maßnahmen zum Schutz von Räumen.
Mobilität im Raum
Jahrgangsstufen 1–2
beschreiben für ihren vertrauten Raum, welche Formen von Mobilität (z. B. von Menschen und Waren) zu beobachten sind (innerhalb des Raums, in den Raum, aus dem Raum heraus).
nutzen Wege im Wohn- und Schulumfeld (z. B. als Fußgänger oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln) sicherheitsbewusst und benennen sichere sowie unsichere Stellen.
berücksichtigen wichtige Verkehrsregeln und Verkehrszeichen sowie Sicherheitsvorkehrungen (z. B. helle Kleidung, Reflektoren).
zeigen bei Übungen im Schonraum (z. B. mit Roller, Inlineskates oder Fahrrad), dass sie ihre Umgebung aufmerksam wahrnehmen sowie rasch und angemessen auf unerwartete Situationen reagieren.
Jahrgangsstufen 3–4
unterscheiden Gründe und Ursachen für Mobilität im Alltag und in besonderen Situationen (z. B. Ferienreisen, Flucht).
vergleichen frühere und heutige Formen von Mobilität (von Menschen, Waren und Informationen) und reflektieren, was die Veränderung für ihre Lebenssituation bedeutet.
schätzen für sie gefährliche Situationen im Verkehr richtig ein und nehmen dabei mögliche Verhaltensweisen anderer Verkehrsteilnehmer gedanklich vorweg.
achten als Verkehrsteilnehmer (z. B. mit Fahrrad, Roller oder Inlineskates) auf eine verkehrssichere Ausrüstung und verhalten sich sicherheitsbewusst.
beachten Verkehrszeichen und wenden Verkehrs- und Sicherheitsregeln routiniert an, indem sie ihr verkehrskundliches Wissen und ihre Routinen aus der Schonraumausbildung in den Realverkehr übertragen.
bewerten Vor- und Nachteile unterschiedlicher Fortbewegungsarten und Verkehrsmittel (z. B. im Hinblick auf ihre Umweltfreundlichkeit und die eigene Gesundheit) und entscheiden sich verantwortungsvoll.
beschreiben die Veränderungen in der Region, die durch das Bedürfnis nach Mobilität entstehen und reflektieren ihre Bedeutung für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Arbeit, technische und kulturelle Entwicklung
Jahrgangsstufen 1–2
wenden einfache Werkzeuge und Geräte sach- und sicherheitsgemäß an.
erklären die jeweilige Funktion ausgewählter Werkzeuge und Geräte und begründen, weshalb diese Tätigkeiten die Arbeit des Menschen erleichtern.
beschreiben aus dem Alltag bekannte Berufe, ordnen sie unterschiedlichen Arbeitsfeldern zu und bewerten die Bedeutung für unser Alltagsleben.
Jahrgangsstufen 3–4
erklären anhand von Beispielen, welche Prinzipien bei einfachen technischen Erfindungen zu einer Arbeitserleichterung führen und inwiefern sie Kulturleistungen möglich machen.
stellen die Entwicklung von Werkzeugen zu Maschinen dar und bewerten die damit verbundenen Veränderungen in der Arbeitswelt.
vergleichen handwerkliche Fertigung mit industrieller oder Massenproduktion und reflektieren die Auswirkungen auf Arbeitsprozesse und Menschen.
bewerten die Herstellung von Waren in Massenproduktion mit Blick auf Umweltschutz und einen verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Bauen und Konstruieren
Jahrgangsstufen 1–2
überprüfen und begründen die Standfestigkeit selbst gebauter Modelle von Mauern und Türmen (z. B. aus Bausteinen).
beschreiben und überprüfen anhand selbstgebauter Fahrzeuge oder Kugelbahnen das Bewegungsverhalten rollender Objekte.
nutzen zum Bau ihrer Modelle einfache Anleitungen und Modellzeichnungen.
beschreiben technische Leistungen auf dem Gebiet der Konstruktion von kulturell bedeutsamen Bauten anhand von Beispielen aus der Region.
Jahrgangsstufen 3–4
überprüfen und begründen die Stabilität selbst gebauter Brückenmodelle und beschreiben die Merkmale stabiler sowie instabiler Bauweisen.
fertigen Zeichnungen und einfache Anleitungen ihrer selbst gebauten Modelle an.
beschreiben Bauweisen von Brücken in ihrer Umgebung oder der Region und greifen dabei auf ihre Erkenntnisse aus dem handelnden Umgang mit Modellen zurück, um ihre Wahrnehmung für die Anwendung von Konstruktionsprinzipien im Alltag zu schärfen.
erläutern den Zusammenhang zwischen natürlichen Voraussetzungen, technischen Leistungen auf dem Gebiet der Konstruktion und kulturell bedeutsamen Bauten anhand von Beispielen aus der Region.
überprüfen und begründen anhand selbst gebauter Balancegeräte deren Funktionsfähigkeit und erläutern die Bedeutung von Gleichgewicht für die Konstruktion.
vergleichen und bewerten ihre Modelle hinsichtlich Zweck, Materialökonomie und Originalität.
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