Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Alle Themenfelder
übersetzen Originaltexte aus dem Altgriechischen in angemessenes Deutsch (Translationskompetenz),
analysieren sprachliche und stilistische Gestaltungsmittel in Originaltexten und erklären das Zusammenspiel von Textform und Inhalt für die Gesamtaussage der entsprechenden Textpassage (Textkompetenz),
interpretieren Originaltexte nach vorgegebenen Kriterien (Literaturkompetenz).
Erkennen, Denken, Handeln: Sokrates
stellen die erforderlichen Informationen über die athenische Demokratie und ihr Prozesswesen zusammen und stellen Bezüge her zu ihrem bisherigen Wissen über die Person des Sokrates (Kulturkompetenz),
arbeiten an ausgewählten Text-Stellen die Erkenntnisse des Sokrates über die Begrenztheit des menschlichen Wissens heraus (Text- und Interpretationskompetenz),
veranschaulichen anhand von Originaltexten Merkmale der intellektualistischen Ethik des Sokrates, u. a. Übereinstimmung von Denken, Erkennen und Handeln (Text- und Inter-
Platonische Philosophie
analysieren problembezogen staatsphilosophische Fragestellungen und beziehen sie auf ihre Gegenwart (Fähigkeit zur historischen Kommunikation),
Zum rationalen Weltverständnis der Vorsokratiker
erörtern Möglichkeiten und Grenzen der Bildung bzw. Übersetzung philosophischer Terminologie (Sprachlernkompetenz/Sprachreflexion),
deuten das Staunen als Impuls für das Philosophieren bei Aristoteles (Fähigkeit zur historischen Kommunikation),
weisen in den Originaltexten der vorsokratischen Denker Merkmale einer philosophischwissenschaftlichen Darstellungsweise nach, u. a. Abstraktion, Hypothesen-Bildung, spekulatives Vorgehen (Text- und Interpretationskompetenz),
untersuchen im Vergleich mit den antiken Vorlagen an ausgewählten Texten der griechisch-römischen und der modernen Philosophie bzw. Naturwissenschaft die Kontinuität und den Wandel von Fragen und Antworten der vorsokratischen Philosophie und weisen dabei exemplarisch den Einfluss der griechischen Antike auf die Kulturgeschichte nach (Fähigkeit zur historischen Kommunikation),
Aufklärung – Hinwendung zum Menschen
weisen in den Originaltexten zur Sophistik die Abkehr von der Natur als Gegenstand des Denkens und die Hinwendung zum Menschen als handelndem und erfolgsorientiertem Subjekt nach, das die praktische Lebenstüchtigkeit in den Mittelpunkt stellt (Text- und Interpretationskompetenz),
arbeiten aus den Originaltexten zur Sophistik heraus, wie traditionelle Ansichten, Werte und Moralbegriffe in Frage gestellt werden (u. a. menschliche Erkenntnis, Götterglaube, Verbindlichkeit des positiven Rechts) und diskutieren diese Aussagen sowie deren Konsequenzen kritisch (Text- und Interpretationskompetenz),
Berufung und Sendung
beschreiben den Anlass des sokratischen Philosophierens (Chairephon-Orakel) und erläutern die anschließende Überprüfung des Orakelspruchs durch Sokrates als ein Beispiel für Philosophieren als unbedingte Suche nach Erkenntnis und Wahrheit (Literatur- und Interpretationskompetenz),
Entwicklung von Fachwissenschaften aus der Naturphilosophie
beschreiben die Entstehung der Fachwissenschaften am Beispiel medizinischer Texte (Literaturkompetenz),
untersuchen die thematische Komplexität und Vielschichtigkeit der Fachschriften (Literaturkompetenz),
Homer (Ilias und/oder Odyssee)
beschreiben Hypothesen über die Entstehung der Epen und untersuchen deren Plausibilität auf der Grundlage signifikanter Textstellen (Literaturkompetenz),
identifizieren Epitheta ornantia, Formelverse und formelhafte Szenen und untersuchen, ausgehend vom Entstehungsprozess der homerischen Epen, ihre Funktion (Literaturkompetenz),
arbeiten die Individualität der Charaktere heraus und reflektieren deren Handlungsmotive (Literaturkompetenz),
Frühgriechische Lyrik
analysieren sprachliche, stilistische und dichterische Gestaltungsmerkmale in der früh-
Herodot Historien
vergleichen Merkmale der modernen historisch-kritischen Geschichtsschreibung (z. B. Quellenlage, -auswahl und -kritik, Postulat der Unparteilichkeit) mit Grundzügen und Elementen der Gattung Historiographie bei Herodot, u. a. Autopsie, Verwendung von griechischen und nicht-griechischen Quellen, Strukturprinzipien für die Materialsammlung; pater historiae (Literaturkompetenz),
diskutieren Stereotype (z. B. Macht und Freiheit) in Herodots Darstellung des Konfliktes zwischen Europa und Asien (Perserkriege) und vergleichen das dort gezeichnete „Europa“-Bild mit einer modernen Auffassung von Europa (Fähigkeit zur historischen Kommunikation),
Antike Geschichtsschreibung nach Herodot
nutzen zweisprachige Texte zur Untersuchung von Phänomenen in antiker Politik und Gesellschaft, wobei sie deren Relevanz in demokratischen Zivilisationen der Gegenwart diskutieren (Text- und Interpretationskompetenz),
ordnen den Autor, sein Werk und Textausschnitte sowie die darin erwähnten wichtigsten Ereignisse in einen historischen und literaturgeschichtlichen Zusammenhang ein (Kulturkompetenz),
überprüfen exemplarisch an ausgewählten Kapiteln die von Thukydides im Methodenkapitel formulierte Auffassung von Geschichtsschreibung und vergleichen dessen Ansatz mit jenem Herodots (Literaturkompetenz).
Rhetorik
stellen Informationen über die Anfänge und die Entwicklung der Redekunst sowie über Redegattungen und attische Redner zusammen (Literaturkompetenz),
erfassen am Beispiel einer Rede (z. B. des Lysias) die Bedeutung der Rhetorik in der attischen Demokratie im Spannungsfeld von Recht, Macht und Moral und nehmen Stellung zu den in der Rede angesprochenen Problemen (Literaturkompetenz),
untersuchen die sprachliche und stilistische Gestaltung einer Rede als Mittel der Adressaten-Lenkung und der moralischen Beeinflussung (Sprachbewusstheit/Literaturkompetenz).
Spätere Geschichtsschreibung
tragen Informationen über Persönlichkeiten und Ereignisse in den gelesenen Texten zusammen, untersuchen sprachliche und stilistische Besonderheiten und interpretieren diese in Hinblick auf die Zielsetzung der jeweiligen Autorin bzw. des jeweiligen Autors (Literaturkompetenz),
vergleichen spätere bzw. moderne historische Darstellungen (v. a. griechischer Geschichte) mit Beispielen aus Herodots Werk und überprüfen ihre Angemessenheit (Literaturkompetenz).
Die griechische Tragödie (Aischylos, Sophokles, Euripides)
beschreiben den kultischen Kontext und die Aufführungspraxis der griechischen Tragödie (Choregie, Agon, Festspiel etc.) und erklären die sich aus ihnen ergebenden Bedingungen für die Aufführung griechischer Dramen (Kulturkompetenz),
vergleichen die griechischen Theatergebäude und ihre Teile (Orchestra, Parodoi, Skene, Proskenion, Theatron etc.) mit zeitgenössischen Theaterbauten (Kulturkompetenz),
benennen Bauformen der griechischen Tragödie (Prolog, Parodos, Epeisodion, Stasimon, Kommos, Dialog, Rhesis, Botenbericht, Stichomythie etc.) und ordnen ihnen eine dramaturgische Funktion im Verlauf der Handlung zu (Literaturkompetenz),
arbeiten Handlungsmomente der griechischen Tragödie (tragischer Konflikt, Hamartia, Mechanema, Peripetie, Anagnorisis etc.) heraus und interpretieren ihre Bedeutung für die Handlung (Literaturkompetenz),
interpretieren Schuld und Verhängnis der Menschen in der griechischen Tragödie und nehmen dazu Stellung (Fähigkeit zur historischen Kommunikation),
untersuchen Freiheit und Gebundenheit des Menschen in der griechischen Tragödie (Kulturkompetenz),
arbeiten die Umgestaltung des Mythos durch die tragischen Dichter heraus und interpretieren diese (Literaturkompetenz),
untersuchen das Fortwirken der griechischen Tragödie in Rezeptionstexten sowie im Film und auf der Bühne (Literaturkompetenz).