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Lehrpläne Berlin-Brandenburg
Gymnasiale Oberstufe
Geografie (2006)
prozessbezogen
Raumorientierung
12
Raumanalyse
17
Raumverständnis und Problemsichten
12
Raumbewertung
9
Raumbewusstsein und Raumverantwortung
9
inhaltsbezogen
Kompetenzerwerb in den Themenfeldern
20
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Einführungsphase – Drei-Schlüssel-Niveau
werten physische und thematische Karten selbstständig zielbezogen und vergleichend aus.
stellen selbstständig komplexe topografische und thematische Zusammenhänge visuell dar (z. B. in eigenen Kartenskizzen, Mind Maps).
wenden ihre Fähigkeiten zur Orientierung im Raum selbstständig an (z. B. bei Wanderungen, Exkursionen, Projekten).
Eingangsvoraussetzungen
orientieren sich mithilfe grundlegenden räumlich-topografischen Wissens, werten Karten aus und nutzen diese sowie andere Hilfsmittel zum Zwecke der räumlichen Orientierung.
wenden das erworbene topografische Wissen sicher und zielgerichtet an, z. B. zur Beschreibung von Lagemerkmalen und Lagebeziehungen.
ordnen topografische Objekte in verschiedene räumlich-geografische Ordnungsraster.
Abschlussorientierte Standards – Raumorientierung
orientieren sich mithilfe umfassenden topografischen Wissens und differenzierter räumlicher Ordnungssysteme.
verknüpfen topografische Kenntnisse und Fähigkeiten in unterschiedlichen Dimensionen und in verschiedenen thematischen Anbindungen.
wenden unterschiedliche Verfahren zur räumlichen Orientierung an.
wenden unterschiedliche Verfahren, darunter auch computergestützte Verfahren und Programme zur räumlichen Orientierung an.
erfassen räumliche Strukturen und Entwicklungen mithilfe topografischen Orientierungswissens.
werten Karten aus und fertigen selbstständig kartografische Darstellungen an.
Einführungsphase – Drei-Schlüssel-Niveau
binden die Fachsprache sachgerecht in ihre mündlichen und schriftlichen Darlegungen ein.
gewinnen, bearbeiten und bewerten geografische Informationen. Hierzu nutzen sie zielgerichtet und sachgerecht verbale, schriftliche, bildhafte, symbolische und multimediale Quellen (Internet, Software) sowie außerschulische Lernorte.
wenden zur Informationsbearbeitung unterschiedliche geografische Arbeitstechniken selbstständig an (Kartieren, Strukturieren, Exzerpieren, Skizzieren, Protokollieren, Experimentieren, Erstellen von Diagrammen, Tabellen, einfachen Schemata) und reflektieren den Einsatz dieser Techniken.
präsentieren sachgerecht strukturiert und mit genauer Angabe der verwendeten Quellen die Ergebnisse längerfristiger Arbeit in komplexer wie auch in thesenartiger Form (z. B. verbal, schriftlich, per Computer).
vergleichen – problemorientiert – und bewerten geografische Sachverhalte mithilfe bzw. auf der Grundlage unterschiedlich komplexer Darstellungsformen (z. B. Tabellen, Diagramme, Statistiken, Karten unterschiedlichen Maßstabs).
wenden auf Exkursionen und an außerschulischen Lernorten fachspezifische Arbeitstechniken in Kombination selbstständig an und reflektieren deren Effektivität.
Eingangsvoraussetzungen
analysieren unter ausgewählten Fragestellungen Natur- und Wirtschaftsräume.
stellen ausgewählte physisch- und ökonomisch-geografische Wirkungsmechanismen dar und erklären diese.
vergleichen Strukturen und Entwicklungstendenzen in verschiedenen Räumen.
wenden verschiedene, geografisch relevante Arbeitstechniken zur Informationsgewinnung und -verarbeitung fachgerecht an.
erschließen sich selbstständig aus einem vielfältigen Quellenangebot und unterschiedlichen Medien Informationen zu einem geografischen Thema und stellen sie dar.
Abschlussorientierte Standards – Raumanalyse
erläutern natürliche und anthropogen induzierte räumliche Prozesse und stellen vielfältige kausale Beziehungen dar.
analysieren die Elemente von verschiedenen Geoökosystemen und vergleichen deren Wirkungszusammenhänge.
gewinnen geografische Informationen zielgerichtet und aufgabenbezogen aus Medien und reflektieren diese kritisch.
präsentieren geografische Informationen mithilfe von Medien.
veranschaulichen geografische Sachverhalte in grafischen Darstellungen und erklären Sachzusammenhänge mithilfe von Modellen.
veranschaulichen geografische Sachverhalte in grafischen Darstellungen, entwickeln selbstständig Modelle und vergleichen diese mit existierenden wissenschaftlichen Modellen.
Einführungsphase – Drei-Schlüssel-Niveau
erläutern geografische Phänomene und Problemkomplexe vernetzt; unterbreiten unter Berücksichtigung des Leitbilds der Nachhaltigkeit Lösungsvorschläge/Handlungsstrategien und bewerten diese begründet.
Eingangsvoraussetzungen
stellen grundlegende natur-, wirtschafts- und sozialgeografische Merkmale dar und erkennen Prozesse und Zusammenhänge.
erklären an Beispielen soziale und ökonomische Ansprüche an den Raum und erkennen Nutzungskonflikte.
überprüfen die Beachtung des Prinzips der Nachhaltigkeit in lokalen, regionalen und globalen Wandlungsprozessen.
Abschlussorientierte Standards – Raumverständnis und Problemsichten
wählen selbstständig geeignete wissenschaftliche geografische Arbeitstechniken und kooperieren in unterschiedlichen Sozialformen.
gewinnen Daten, indem sie wissenschaftliche Verfahren (z. B. Kartierungen, Messungen und Zählungen) und Methoden (z. B. Befragungen und Fallstudien) anwenden.
gewinnen unterschiedliche Daten, indem sie wissenschaftliche Verfahren und Methoden anwenden und gewonnene Daten mit anderen Untersuchungen vergleichen.
analysieren Ursachen von Raumnutzungskonflikten und entwerfen Problemlösungsstrategien.
diskutieren Interessenkonflikte bei Nutzungsansprüchen verschiedener Personen und Gruppen und prüfen die Interessen im Hinblick auf die Prinzipien der Nachhaltigkeit.
erörtern Wirkungsgefüge komplexer räumlicher Strukturen, leiten aus räumlichen Entwicklungsprozessen Folgen ab.
erörtern Wirkungsgefüge komplexer räumlicher Strukturen, leiten aus räumlichen Entwicklungsprozessen Folgen ab und vergleichen Entwicklungsprozesse mit Theorien und Strategien.
erklären Ursachen und Folgen von Naturkatastrophen und anthropogen herbeigeführten ökologischen Problemen und diskutieren Möglichkeiten der Bewältigung und Lösung dieser Probleme.
Einführungsphase – Drei-Schlüssel-Niveau
gehen reflektiert mit Leitbildern, Normen, Konventionen im Kontext eigenen und fremden Handelns um und beziehen begründet eine eigene Position.
Eingangsvoraussetzungen
bewerten Veränderungen und Entwicklungstendenzen in ausgewählten Räumen.
vergleichen die Lebens- und Wirtschaftsweise unterschiedlicher Völker sowie Kulturen und setzen sich mit Wertesystemen kritisch auseinander.
erläutern verschiedene Raumnutzungskonflikte und bewerten die unterschiedlichen Perspektiven und Interessenslagen.
Abschlussorientierte Standards – Raumbewertung
erörtern und bewerten Möglichkeiten von Raumentwicklungen in Abhängigkeit von Individuen und Institutionen und hinsichtlich gesellschaftlich relevanter Kriterien.
vergleichen verschiedene Länder oder Regionen und beurteilen den Entwicklungsstand und die Entwicklungschancen anhand unterschiedlicher Entwicklungstheorien und -strategien.
beurteilen Raumstrukturen oder Raumentwicklungen anhand vorgegebener Kriterien.
beurteilen Raumstrukturen oder Raumentwicklungen anhand selbst gewählter Kriterien oder vorgegebener Fragestellungen.
diskutieren soziale, ökonomische und politische Konflikte und deren Auswirkungen auf die Entwicklung von Räumen.
Eingangsvoraussetzungen
erläutern und bewerten Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung des Natur- und Lebensraumes.
beurteilen persönliche und gesellschaftliche Beiträge für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt.
erläutern Möglichkeiten und Grenzen der aktiven Teilnahme an der Gestaltung des gegenwärtigen und zukünftigen Lebensraumes.
beurteilen unterschiedliche Einstellungen zu globalen Fragen (z. B. Friedenssicherung, Einhaltung der Menschenrechte und Schutz der Umwelt).
Abschlussorientierte Standards – Raumbewusstsein und Raumverantwortung
bewerten raumbezogene Entwicklungen hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit und setzen sich mit entsprechenden Entscheidungsprozessen von Institutionen auseinander.
erörtern lokale, regionale und globale Zusammenhänge und bewerten Entwicklungen und Probleme.
erörtern die Kernprobleme des globalen Wandels und beurteilen die damit verbundenen Chancen und Risiken unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, charakterisieren Lebens- und Wirtschaftsweise unterschiedlicher Völker und Kulturen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und diskutieren über die Chancen des kulturellen Reichtums.
vergleichen ethische Kategorien (Normen und Werte) und diskutieren ihre Bedeutung bei Entscheidungsfindungen.
diskutieren Maßnahmen und Strategien zur Einhaltung der Menschenrechte.
4.1 Siedlungsentwicklung und Raumordnung
entwickeln ein differenziertes räumliches Orientierungswissen durch die Darstellung von Lagebeziehungen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.
Auf der Grundlage einer komplexen Analyse von unterschiedlich strukturierten Räumen bewerten sie raumordnerische Leitbilder und Maßnahmen der Planung in Siedlungen.
Zur Erfassung räumlicher Strukturen wenden die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Verfahren der Datenerhebung (z. B. Kartierung, Befragung und Untersuchungen auf Exkursionen) an und präsentieren gewonnene Informationen mithilfe verschiedener Medien.
erörtern Raumnutzungskonflikte und beurteilen raumplanerische Entscheidungen, sodass sie verantwortungsvoll an der Gestaltung des gegenwärtigen und zukünftigen Lebensraumes teilnehmen können.
4.2 Europa – Raumstrukturen im Wandel
erwerben und festigen Kenntnisse über naturgeografische Ordnungssysteme.
erklären das Wirkungsgefüge zwischen den verschiedenen Geokomponenten in unterschiedlichen Räumen und beurteilen Landschaftsveränderungen.
entwickeln Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Analyse strukturräumlicher Entwicklungen in Europa mithilfe verschiedener Medien.
bewerten verschiedene Theorien und Raumordnungskonzepte.
erörtern Chancen und Probleme des europäischen Integrationsprozesses.
problematisieren und beurteilen räumliche Veränderungen am Beispiel der EU.
4.3 Leben in der „Einen Welt“ – „Entwicklungsländer“ im Wandel
ordnen die Entwicklungsländer in räumlich-topografische Dimensionen und verschiedene Ordnungsraster (z. B. Landschaftszonen) ein und wenden unterschiedliche Verfahren der räumlichen Orientierung an.
erläutern kausale Zusammenhänge zwischen dem Naturpotenzial der Tropen sowie den agrarischen Nutzungssystemen.
erarbeiten und bewerten verschiedene Darstellungsformen und wissenschaftliche Modelle (z. B. Zentrum-Peripherie-Modell; Modell des demografischen Übergangs).
setzen sich mit eigenen und anderen Wertesystemen auseinander, indem sie Wechselwirkungen zwischen Ökonomie und Ökologie sowie von Nutzungskonkurrenzen erörtern.
erkennen in der kritischen Auseinandersetzung mit Entwicklungsmerkmalen, Entwicklungstheorien und -strategien, dass die nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlage der Menschen in globaler Verantwortung liegt.
4.4 Ausgewählte Weltwirtschaftsregionen im Wandel
erschließen physisch-geografische Prozesse innerhalb von Litho- und Atmosphäre.
erarbeiten die anthropogene Beeinflussung des Klimasystems, die Ausbeutung von Bodenschätzen und setzen sich mit Nutzungseingriffen in Räumen unterschiedlicher Dimensionsstufen auseinander.
erwerben durch die Beschreibung von Lagemerkmalen und -beziehungen ausgewählter Weltwirtschaftsregionen anhand von topografischem Wissen eine Raumorientierung, wobei sie historische und regionalgeografische Materialien vergleichen und nutzen.
nutzen bei der Analyse verschiedener Weltwirtschaftsregionen unterschiedliche geografische Methoden und Arbeitstechniken und bewerten Auswirkungen regionaler und globaler Prozesse und Verflechtungen.
erweitern dabei ihre Problemsicht und ihr differenziertes Raumverständnis und sind zunehmend in der Lage, Prozesse und Veränderungen mehrperspektivisch zu beurteilen.
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Rahmenlehrplan für die gymnasiale Oberstufe Teil C — Geografie (Berlin), gültig ab Schuljahr 2006/2007; Teile A und B 2021
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