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Lehrpläne Berlin-Brandenburg
Gymnasiale Oberstufe
Kunst
prozessbezogen
Eingangsvoraussetzungen — Produktion
4
Eingangsvoraussetzungen — Rezeption
5
Eingangsvoraussetzungen — Reflexion
3
Abschlussorientierte Standards — Produktion
14
Abschlussorientierte Standards — Rezeption
16
Abschlussorientierte Standards — Reflexion
11
inhaltsbezogen
1. Kurshalbjahr: Kommunikation in künstlerischen und medialen Welten
1
2. Kurshalbjahr: Lebensräume und Alltagskultur
1
3. Kurshalbjahr: Bilder und Bildwelten als Ausdrucksmittel des Menschen
1
4. Kurshalbjahr: Gestaltung und Präsentation im öffentlichen Kontext
1
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Eingangsvoraussetzungen — Produktion
Material zielgerichtet auswählen und dieses Material in ästhetischen und künstlerischen Prozessen einsetzen.
ein eigenes Repertoire an zeichnerischen, malerischen, plastischen, performativen und medialen Gestaltungsfähigkeiten planvoll verwenden und erweitern.
den Gestaltungsprozess von der Idee bis zur Umsetzung darstellen und vermitteln.
selbst initiierten Gestaltungsprozessen planvoll und konsequent nachgehen und diese dokumentieren.
Eingangsvoraussetzungen — Rezeption
Material als Gestaltungsanregung nutzen.
Material kombinieren und damit neue Deutungsmöglichkeiten schaffen und diskutieren.
Kunstwerke in Bezug zu gesellschaftlichen und kulturellen Vorstellungen und Regeln setzen.
Rechercheergebnisse zu ästhetischen und künstlerischen Strategien für eigene Gestaltungsabsichten einsetzen.
Gestaltungsergebnisse nach ihren Entstehungsbedingungen und möglichen Wirkungen befragen und dazu eigene Positionen formulieren.
Eingangsvoraussetzungen — Reflexion
ihre gestalterischen Entscheidungen und bildnerischen Ergebnisse beurteilen und begründen.
ihre eigenen Gestaltungen mit Kunstwerken in Verbindung bringen und ihre Ergebnisse in diesem Kontext beurteilen.
Urteile über Kunstwerke, ästhetische Objekte sowie kulturelle Phänomene deuten und fachsprachlich darstellen.
Grundkurs
den bildnerischen Ausdruck als eine ihre Identität und ihre Kommunikation bereichernde Möglichkeit nutzen.
ein Repertoire von Verfahren und Methoden sowie Kenntnisse über deren Anwendung bei der Suche nach einer Bildlösung anwenden.
zur Lösung von Gestaltungsaufgaben gezielt Materialien und Werkzeuge einsetzen.
in wenigstens einem Bereich der technisch-medialen und informationstechnischen Bilderstellung (Foto, Film, computergestützte Bildbearbeitung) die spezifischen Bedingungen, Eigenarten und Möglichkeiten im Rahmen des schulisch Machbaren erproben.
im Rahmen von Gestaltungsaufgaben arbeitsteilig Bilder erstellen, Arbeitsprozesse dokumentieren und diese jeweils präsentieren.
Leistungskurs
den bildnerischen Ausdruck als Möglichkeit nutzen, selbstständig Identitätskonzepte und Angebote zur Kommunikation zu entwickeln.
alternative Verfahren und Methoden traditioneller und aktueller Gestaltungskonzepte bei der Entwicklung einer individuellen Bildlösung anwenden.
in Gestaltungsvorhaben gezielt vertiefte Kenntnisse über Materialeigenarten und Werkzeuggebrauch einsetzen.
im Bereich der technisch-medialen und informationstechnischen Bilderstellung (Foto, Film, computergestützte Bildbearbeitung) die spezifischen Bedingungen, Eigenarten und Möglichkeiten projektbezogen einsetzen.
im Rahmen von Gestaltungsaufgaben den Prozess der Bildentwicklung strukturieren, Bilder im Team entwickeln, sie arbeitsteilig erstellen, dokumentieren und präsentieren.
Abschlussorientierte Standards — Produktion
ihre gestalterischen Lösungen im Spannungsfeld einer Aufgabenstellung, ihres eigenen Lösungsweges und ihres individuellen Ausdrucks entwickeln, im bildnerischen Prozess in Optionen und Alternativen denken und arbeiten, indem sie Material zielgerichtet auswählen und in ästhetischen und künstlerischen Prozessen einsetzen.
ein eigenes Repertoire an zeichnerischen, malerischen, plastischen, performativen und medialen Gestaltungsfähigkeiten verwenden und erweitern.
selbst initiierten Gestaltungsprozessen planvoll und konsequent nachgehen.
den Gestaltungsprozess von der Idee bis zur Umsetzung erläutern und die Konzeption und Gestaltungsentscheidungen ihrer bildnerischen Prozesse angemessen und differenziert begründen.
Grundkurs
die Vielfalt von Gestaltungskonzepten anerkennen.
Erscheinungsformen und soziokulturelle Bedingungen der Bildkultur eines historischen Abschnittes beschreiben und erklären.
zur Bilderschließung fachliche Methoden anwenden und eine angemessene Fachsprache zur Kommunikation über Bilder nutzen.
aus der Kenntnis einzelner Beispiele Zugänge zur aktuellen Kunst und Kultur erschließen.
kunstwissenschaftliche Materialien aus unterschiedlichen Medien erschließen und bearbeiten.
Leistungskurs
die Vielfalt individueller Gestaltungskonzepte tolerieren und dies zum Ausdruck bringen sowie zu begründeten Urteilen kommen.
Erscheinungsformen, strukturelle Merkmale und soziokulturelle Bedingungen der Bildkultur mindestens zweier historischer Abschnitte analysieren.
differenzierte fachliche Methoden und übergreifende Kenntnisse zur Bilderschließung anwenden und eine adäquate Fachsprache zur Kommunikation über Bilder nutzen.
aus der Kenntnis einzelner Beispiele Tendenzen der aktuellen Kunst und Kultur erschließen, aktuelle kulturelle Dispute reflektieren und eine eigene Position beziehen.
ausgewählte kunstwissenschaftliche Fragestellungen diskutieren, begleitende Materialien aus unterschiedlichen Medien erschließen und bei der Erarbeitung wissenschaftliche Methoden anwenden.
Abschlussorientierte Standards — Rezeption
in ausgewählten Bereichen der Kunst das kulturelle Erbe zu ihrer Welterfahrung sowie Kunstwerke in Bezug zu gesellschaftlichen und kulturellen Vorstellungen und Regeln in Beziehung setzen.
Material als Gestaltungsanregung nutzen, kombinieren und deuten.
visuelle Phänomene und Bildwelten in begründeten Aussagen beurteilen und werten.
Gestaltungsergebnisse nach ihren Entstehungsbedingungen und möglichen Wirkungen befragen und dazu eigene Positionen formulieren.
Rechercheergebnisse zu ästhetischen und künstlerischen Strategien für eigene Gestaltungsabsichten einsetzen.
exemplarisch eine außereuropäische Bildkultur und deren Bedingungsgefüge analysieren.
Grundkurs
erleben und verstehen, dass sinnliche Wahrnehmung und Reflexion ineinandergreifen.
in der Auseinandersetzung mit dem eigenen schöpferischen Schaffen Bezüge zur Kunstgeschichte und Kunsttheorie herstellen.
ihre eigenen künstlerischen Produkte und Arbeitsprozesse in geeigneter Weise präsentieren und beurteilen.
Medien zur Vermittlung ihrer Gestaltungsabsichten sinnvoll einsetzen.
Leistungskurs
Kunst als Nahtstelle und Vermittlerin von Lebens- und Erfahrungswelt wie der Wahrnehmung, der Fantasie, der Kultur, Religion sowie Politik, Wirtschaft, Technik erschließen und Grundlagen für Werterhaltung und Wertschätzung schaffen.
in der eigenständigen Auseinandersetzung mit der individuellen gestalterischen Arbeit und Arbeitsweise die vielfältigen Bezüge zwischen Denken und Handeln, Prozessen und Ergebnissen in der Kunstgeschichte und Kunst der Gegenwart begreifen.
über die strukturierte Dokumentation der eigenen Arbeit und des Gestaltungsprozesses einen vertieften Bezug zur persönlichen Leistung herstellen.
differenzierte Kommunikationsfertigkeiten und Medienkompetenz entwickeln; eigenes und fremdes Medienverhalten reflektieren.
Abschlussorientierte Standards — Reflexion
Kunstwerke, ästhetische Objekte sowie kulturelle Phänomene deuten und sie fachsprachlich darstellen.
ihre eigenen Gestaltungen mit Kunstwerken in Verbindung bringen und ihre Ergebnisse in diesem Kontext beurteilen.
ihre gestalterischen Entscheidungen begründen und bildnerische Ergebnisse beurteilen.
1. Kurshalbjahr: Kommunikation in künstlerischen und medialen Welten
Unter dem Aspekt „Kommunikation“ erproben und vergleichen die Schülerinnen und Schüler künstlerische und mediale/apparative Gestaltungsmittel und beziehen sie aufeinander. Dabei entwickeln sie ihre eigene Ausdrucks- und Urteilsfähigkeit, erlangen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um diese im Rahmen künstlerischer und kommunikativer Prozesse anzuwenden. Die Ausrichtung ihrer Arbeit erhält aus der Verknüpfung mit dem oder den gewählten Ergänzungsbereich(en) einen eigenen Blickwinkel.
2. Kurshalbjahr: Lebensräume und Alltagskultur
Ausgehend von den eigenen Erfahrungen mit Raum und den Erlebnissen in der jeweiligen Alltagskultur erschließen sich die Schülerinnen und Schüler historische und aktuelle Konzepte des Entwerfens und der Formgebung sowie der Zusammenhänge zwischen Architektur und Design, Kultur und Gesellschaftsform. Auf diesem Hintergrund entwickeln sie ein Verständnis der Grundprinzipien des Gestaltens und der Lösung von Problemen. Sie lernen Prozesse der Untersuchung, des Entwerfens, der Gestaltung, der Beurteilung und erfahren diese in funktionalen Zusammenhängen und im Spannungsfeld individueller und gesellschaftlicher Konzepte. Die Ausrichtung ihrer Arbeit erhält aus der Verknüpfung mit dem oder den gewählten Ergänzungsbereich(en) einen eigenen Blickwinkel.
3. Kurshalbjahr: Bilder und Bildwelten als Ausdrucksmittel des Menschen
Im Mittelpunkt steht die Arbeit der Schülerinnen und Schüler mit Bildern, Bildwelten und Bildräumen der Kunst. Ausgangspunkt sollen die Gedanken, Konzepte und vor allem die Praxis des gestaltenden Individuums sein, seine Auseinandersetzung mit ästhetischen Ausdrucksmitteln und die anregende Betrachtung von Kunstwerken und künstlerischen Konzepten im Spannungsfeld von Kunstgeschichte und zeitgenössischer Kunst. Über Empfindung, Imagination, Experiment sowie unter Einbeziehung traditioneller und aktueller Gestaltungskonzepte gelangen die Schülerinnen und Schüler zu individuellen Ausdrucksformen und deren Austausch. Sie erschließen und verstehen etablierte und neue Konzepte und werden damit in die Lage versetzt, eine begründete Position zu beziehen. Die Ausrichtung ihrer Arbeit erhält aus der Verknüpfung mit dem oder den gewählten Ergänzungsbereich(en) einen eigenen Blickwinkel.
4. Kurshalbjahr: Gestaltung und Präsentation im öffentlichen Kontext
Die Schülerinnen und Schüler machen bildnerische Ergebnisse und Prozesse in verschiedenen Formen einer Öffentlichkeit zugängig. Der Inhalt kann sich aus den Themenfeldern 4.1 bis 4.3 als Erweiterung oder Vertiefung entwickeln. Vor allem im Leistungskurs kann auch ein neues Thema zur künstlerischen/medialen Bearbeitung und Präsentation im öffentlichen Kontext (von der Schulöffentlichkeit bis zur städtischen Öffentlichkeit) gewählt werden. Gemeinsam entwickeln die Schülerinnen und Schüler Konzepte zur Vermittlung erarbeiteter Bilder und Bildwelten und von deren Entstehung, beziehen sie auf den jeweiligen Präsentationsrahmen und reflektieren den Wirkungszusammenhang. Die Ausrichtung ihrer Arbeit erhält aus der Verknüpfung mit dem oder den gewählten Ergänzungsbereich(en) einen eigenen Blickwinkel.
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