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Lehrpläne Berlin-Brandenburg
Gymnasiale Oberstufe
Latein (2025)
inhaltsbezogen
Sache – Sprachkompetenz
11
Sache – Literaturkompetenz
11
Sache – Kulturkompetenz
9
Spät – Sprachkompetenz
11
Spät – Literaturkompetenz
2
Spät – Kulturkompetenz
3
prozessbezogen
Strategie – Sprachlernkompetenz
5
Strategie – Textkompetenz
9
Person – Sprachbewusstheit
2
Person – historische Kommunikation
6
Spät – Textkompetenz
6
Spät – Sprachlernkompetenz
5
Spät – Sprachbewusstheit
6
Spät – historische Kommunikation
6
Thema – Alle Themenfelder
3
Thema – Lebensentwürfe
4
Thema – Welt und Wissen
3
Thema – Rhetorik
4
Thema – Lust und Leid
3
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Sache – Sprachkompetenz
beherrschen einen erweiterten themen- und autorenbezogenen Wortschatz im Lateinischen wie im Deutschen,
beherrschen lektürerelevante Phänomene der Syntax und Morphologie,
ermitteln die zutreffende Bedeutung von Wörtern mit größerem Bedeutungsumfang im Kontext,
gehen sicher mit dem aus der semantischen Offenheit resultierenden Interpretationsspielraum satzwertiger Konstruktionen um,
erschließen selbstständig aufgrund von Wortbildungsgesetzen unbekannte lateinische Wörter und Formen,
erkennen selbstständig aus dem Lateinischen abgeleitete Fremdwörter und unbekannte Vokabeln moderner Fremdsprachen,
vergleichen das Lateinische mit anderen Sprachen,
analysieren komplexe Satzstrukturen und übertragen sie zielsprachenorientiert,
lesen erschlossene lateinische Texte (Prosa und Dichtung) sinngemäß und unter Beachtung der Ausspracheregeln und der Metrik,
weisen stilistische Eigenheiten lateinischer Texte nach,
bilden ansatzweise sprachlich-stilistische Gestaltungsmittel bei einer Übersetzung ins Deutsche nach.
Sache – Literaturkompetenz
unterscheiden grundlegende antike Literaturgattungen und erläutern Beispiele ihrer Wirkungsgeschichte,
ordnen ausgesuchte Werke lateinischer Literatur historisch ein,
reflektieren die Fiktionalität literarischer Werke und problematisieren gattungs- und autorenbezogen deren Aussagegehalt,
analysieren unterschiedliche Erzählstrategien im Hinblick auf die erzielte Wirkung,
erkennen, dass Texte aufeinander Bezug nehmen (Intertextualität) und ziehen interpretative Schlussforderungen aus intertextuellen Anleihen,
gehen bewusst mit der Unabgeschlossenheit von Sinnbildung in Texten um,
entwickeln im Umgang mit Literatur ein eigenes Rezeptionsverhalten,
lesen Werke der lateinischen Literatur als Darstellung politischer Ideen,
analysieren ausgewählte lektürerelevante Versmaße und reflektieren die Wirkung sprachlicher Gestaltungsmittel auf Rezipientinnen und Rezipienten,
problematisieren die Urheberschaft anonym überlieferter Texte,
beurteilen die ästhetische Gestaltung lateinischer literarischer Texte.
Sache – Kulturkompetenz
nutzen systematisch ihre Kenntnisse aus Geschichte und Politik, Topographie, Religion, Philosophie, Mythologie, Musik, bildender Kunst, Architektur, Rhetorik in unterschiedlichen Anwendungsbereichen,
vergleichen die eigenen mit den in der lateinischen Literatur dargestellten antiken, mittelalterlichen oder neuzeitlichen Kulturen,
setzen sich mit zentralen weltanschaulichen Konzepten und Wertesystemen der Antike und späterer Epochen auseinander und kontrastieren sie mit aktuellen,
beschäftigen sich mit historischen Persönlichkeiten,
setzen sich mit kultureller und sprachlicher Diversität auseinander,
bewerten wesentliche Nachwirkungen der antiken, mittelalterlichen und neuzeitlichen Kultur in der geistesgeschichtlichen und kulturellen Entwicklung Europas,
nutzen Rezeptionsdokumente unterschiedlicher Epochen und Bereiche,
problematisieren und diskutieren ethische Fragen, die sich aus der Beschäftigung mit der antiken und mit späteren Kulturen ergeben,
beurteilen das ästhetisch inspirierende Potenzial der römischen Kunst und Kultur und analysieren deren Wirkung.
Strategie – Sprachlernkompetenz
nutzen individuelle Wege, sich sprachliche Phänomene zu erarbeiten und einzuprägen,
erfassen durch Beobachtung und Analyse die Gesetzmäßigkeiten der lateinischen Sprache und leiten daraus Regeln ab,
ordnen komplexe auf die lateinische Sprache bezogene Wissensbestände und Lern-strategien und übertragen ihre Kenntnisse auf andere Sprachen,
wählen geeignete Diagnoseinstrumente zum Feststellen des eigenen Lernstands aus und passen ihre Lernstrategien entsprechend an,
benutzen fachspezifische Nachschlagewerke, Sekundärliteratur, Applikationen und Internetquellen zum Spracherwerb.
Strategie – Textkompetenz
formulieren anhand textsemantischer und textsyntaktischer Merkmale eine begründete Erwartung an Inhalt und Struktur eines Textes,
beherrschen unterschiedliche Methoden der Texterschließung,
weisen das Textverständnis durch unterschiedliche Formate nach, z. B. Übersetzung, Paraphrase oder kreative Produkte,
erschließen und übertragen beim Übersetzen lateinischer Texte autor- und gattungs-spezifische Phänomene der Semantik, Syntax und Stilistik zielsprachenorientiert,
weisen rhetorische und sprachliche Gestaltungsmittel in Texten nach (Tropen und Figuren),
vergleichen verschiedene Übersetzungen desselben Textes in Bezug auf den Originaltext und nehmen begründet Stellung zu deren Qualitäten,
nutzen Nachschlagewerke, Sekundärliteratur und neue, auch textgenerierende KI-Anwendungen und digitale Medien zeitökonomisch, ziel- und aufgabenorientiert,
paraphrasieren auf der Grundlage eines tiefgründigen Textverständnisses den gedanklichen Gehalt des lateinischen Textes vollständig und prägnant,
setzen sich kreativ mit lateinischen Werken auseinander, belegen ihr Textverständnis durch geeignete Produkte (z. B. Briefe an den Autor oder die Figuren eines Werkes, innere Monologe, szenisches Spiel, Transfer in Dialekte oder Soziolekte, Podcasts, Erklärvideos, bildliche Darstellung, KI-gestützte Produkte) und präsentieren diese adressatengerecht.
Person – Sprachbewusstheit
reflektieren ihre eigene Sprachverwendung und entwickeln ihre Ausdrucksfähigkeit in der Erst- bzw. Unterrichtssprache weiter,
reflektieren die gegenseitige Bedingtheit von Sprache und Lebenswirklichkeit und setzen Sprache kontextgerecht ein.
Person – historische Kommunikation
gewinnen die Erkenntnis, dass kulturelle Konzepte nicht allgemeingültig sind,
stellen die im Lateinunterricht behandelte Kultur in Beziehungen zu ihrer eigenen Zeit und Lebenssituation, zum heutigen kulturellen Rahmen und ihren eigenen kulturellen Identitäten,
konstatieren und reflektieren Fremdheitserfahrungen in Auseinandersetzung mit historischen Zeugnissen und Denkmodellen,
erklären und problematisieren Unterschiede im jeweiligen Wertekanon, entwickeln Offenheit und Toleranz gegenüber Wertevielfalt und kultureller Diversität,
setzen sich mit Grundfragen und -konstanten der menschlichen Existenz auseinander, erfassen deren zeitlose Relevanz und formulieren eigene Fragestellungen dazu,
hinterfragen ihre eigene Haltung und leiten daraus Orientierung für das eigene zukünftige Handeln ab.
Spät – Sprachkompetenz
den vom Lehrwerk vorgegebenen Grundwortschatz inklusive der dazu gehörigen Aussprache- und Betonungsregeln,
Grundregeln der Wortbildung,
die Bedeutung des Lateinischen für Fremd- und Lehnwörter,
die Wortarten und ihre Funktionen im Satz,
die Deklinationen und Konjugationen (aktiv und passiv),
wichtige Kasusfunktionen,
wesentliche Tempusfunktionen,
die wesentlichen satzwertigen Konstruktionen,
wesentliche Satztypen (z. B. Haupt-, Neben-, Fragesätze). Die Lernenden …
beschreiben sprachliche Phänomene unter Verwendung der entsprechenden Fachtermini,
stellen Querverbindungen zu anderen Sprachen her.
Spät – Literaturkompetenz
verstehen und beurteilen die Aussage und ansatzweise die ästhetische Form von Texten,
ordnen exemplarisch Texte in die lateinische Literaturgeschichte ein.
Spät – Kulturkompetenz
nutzen grundlegende Kenntnisse aus Geschichte und Politik, Topographie, Religion, Philosophie, Mythologie, Musik, bildender Kunst, Architektur und Rhetorik in unterschiedlichen Anwendungsbereichen,
weisen an ausgesuchten Beispielen die fundamentale Bedeutung der Antike und ihrer Rezeption für die Entwicklung der Kultur nach,
weisen auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen vergangenen und gegenwärtigen Wahrnehmungen von und Perspektiven auf kulturelle Phänomene hin.
Spät – Textkompetenz
wählen eine passende Bedeutung eines Wortes in Abhängigkeit vom Kontext,
entschlüsseln Texte mithilfe einfacher Satzerschließungsmethoden,
besitzen die Fähigkeit, Zusatzinformationen selbstständig zu erfassen, zu bearbeiten und zu präsentieren,
beschreiben den gedanklichen Aufbau und die Argumentationsstruktur eines Textes und stellen inhaltliche Zusammenhänge her,
sind sich dessen bewusst, dass jede Übersetzung immer eine Interpretation ist,
vergleichen unterschiedliche Übersetzungen und beurteilen deren Eignung.
Spät – Sprachlernkompetenz
setzen bereits erworbene Lernstrategien zum Spracherwerb und zur Sicherung der erlangten Kenntnisse gezielt ein,
übertragen ihre Wissensbestände aus modernen Fremdsprachen auf das Erlernen des Lateinischen,
erfassen durch Beobachtung und Analyse grundlegende Gesetzmäßigkeiten und leiten daraus Regeln ab,
wählen geeignete Diagnoseinstrumente aus, um den eigenen Lernstand festzustellen und passen ihre Lernstrategien an,
benutzen Lexika und fachspezifische Nachschlagewerke, Sekundärliteratur, Applikationen und Internetquellen zum Spracherwerb.
Spät – Sprachbewusstheit
zeigen eine durch Sprachreflexion gehobene Ausdrucksfähigkeit in der deutschen Sprache,
begreifen Sprache als System und beschreiben sprachliche Strukturen sachgerecht,
kommunizieren über Sprache mittels einer lateinisch geprägten Metasprache,
benennen einige syntaktische Unterschiede und Parallelen zwischen dem Lateinischen und anderen Sprachen,
wenden Fachtermini in fachsprachlichen Zusammenhängen sachgerecht an,
reflektieren ihre eigene Sprachverwendung und verfeinern ihre Ausdrucksfähigkeit in der Erst- bzw. Unterrichtssprache.
Spät – historische Kommunikation
gewinnen die Erkenntnis, dass kulturelle Konzepte nicht allgemeingültig sind,
stellen die im Lateinunterricht behandelten Kulturen in Beziehung zu ihrer eigenen Zeit und Lebenssituation, zum kulturellen Rahmen und ihren eigenen kulturellen Identitäten,
konstatieren und reflektieren Fremdheitserfahrungen in Auseinandersetzung mit historischen Zeugnissen und Denkmodellen,
erklären und problematisieren Unterschiede im Wertekanon, entwickeln Offenheit und Respekt gegenüber Wertevielfalt und kultureller Diversität,
setzen sich mit Grundfragen und -konstanten der menschlichen Existenz auseinander, erfassen deren zeitlose Relevanz und formulieren eigene Fragestellungen dazu,
hinterfragen ihre eigene Haltung und leiten daraus Orientierung für das eigene zukünftige Handeln ab.
Thema – Alle Themenfelder
übersetzen Originaltexte aus dem Lateinischen in angemessenes Deutsch (Translati-onskompetenz),
analysieren sprachliche und stilistische Gestaltungsmittel in Originaltexten und erklä-ren das Zusammenspiel von Textform und Inhalt für die Gesamtaussage der entspre-chenden Textpassage (Textkompetenz),
interpretieren Originaltexte nach vorgegebenen Kriterien (Literaturkompetenz).
Thema – Lebensentwürfe
vergleichen eigene Wertvorstellungen mit den in der lateinischen Literatur dargestellten antiken, mittelalterlichen oder neuzeitlichen Kulturen anhand von biographischen Texten aus unterschiedlichen Epochen (Fähigkeit zur historischen Kommunikation),
ordnen die Bedeutung von historischen Persönlichkeiten aus Antike und Nachantike in ihren geschichtlichen Zusammenhang ein (Kulturkompetenz),
konstatieren und beschreiben Fremdheitserfahrungen in Auseinandersetzung mit histo-rischen Zeugnissen und Denkmodellen (Fähigkeit zur historischen Kommunikation),
arbeiten Geschlechterrollen in der klassischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen Literatur heraus und untersuchen stereotype Merkmale auf ihre Aktualität (Kulturkom-petenz).
Thema – Welt und Wissen
setzen sich mit zentralen weltanschaulichen Konzepten und Wertesystemen der Antike und späterer Epochen auseinander und kontrastieren sie mit aktuellen (Fähigkeit zur historischen Kommunikation),
stellen den Mythos als Welterklärungskonzept anderen in der lateinischen Literatur ver-mittelten Konzepten gegenüber (Kulturkompetenz),
problematisieren Grundfragen der menschlichen Existenz in der lateinischen Literatur (Fähigkeit zur historischen Kommunikation).
Thema – Rhetorik
kennen den klassischen Aufbau lateinischer Reden sowie die Funktion der Redeteile (Literaturkompetenz),
untersuchen rhetorische Mittel in unterschiedlichen (Kon-)Texten und ermitteln deren jeweilige Funktion und Wirkung (Sprachkompetenz),
diskutieren und problematisieren manipulative Strategien in lateinischen Texten (Sprachbewusstheit),
lesen Werke der lateinischen Literatur als Darstellung politischer Ideen (Literaturkom-petenz).
Thema – Lust und Leid
untersuchen die sprachliche Gestaltung elegischer Texte als lyrischen Ausdruck von Liebe und Leid (Literaturkompetenz),
analysieren und diskutieren menschliches Handeln im Spannungsfeld von freiem Willen und der Abhängigkeit von göttlichem Wirken (Kulturkompetenz),
erklären und problematisieren Unterschiede im jeweiligen Wertekanon (Kulturkompe-tenz).
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