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Lehrpläne Berlin-Brandenburg
Gymnasiale Oberstufe
Philosophie (Berlin)
prozessbezogen
Wahrnehmungs- und Deutungskompetenz
4
Argumentations- und Urteilskompetenz
10
Kreative Kompetenz
4
Praktische Kompetenz
5
inhaltsbezogen
Ethisch-praktischer Reflexionsbereich
7
Geschichtlicher, gesellschaftlicher und anthropologischer Reflexionsbereich
5
Sprachphilosophischer und erkenntnistheoretischer Reflexionsbereich
6
Metaphysischer Reflexionsbereich
3
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Wahrnehmungs- und Deutungskompetenz
Qualifikationsphase
nehmen Phänomene der Lebenswelt wahr, arbeiten Deutungsangebote in nicht-philosophischen Medien und philosophischen Aussagen heraus und entwickeln dazu philosophische Einfälle.
beschreiben Situationen und Phänomene der Lebenswelt, formulieren subjektive Erfahrungen, Intuitionen und Vorannahmen, entwickeln dazu philosophische Ideen und setzen sie in Beziehung zu philosophischen Fragen und Erkenntnissen.
Einführungsphase
erschließen unterschiedliche Texte, verbalisieren ihre Deutungen und setzen sie in Beziehung zu philosophischen Fragen und Problemen.
Qualifikationsphase
erfassen philosophische Aussagen und philosophische Aspekte von Aussagen, Fragen sowie Problemen in nicht-philosophischen Zusammenhängen und stellen sie dar.
Argumentations- und Urteilskompetenz
Qualifikationsphase
analysieren Begriffe, rekonstruieren und prüfen Gedankengänge und Argumentationen, entfalten eigene Argumentationen und setzen sich mit eigenen und fremden Positionen auseinander.
Einführungsphase
formulieren Thesen und Gegenthesen zu gestellten Fragen und diskutieren diese in einem verständigungsorientierten Gespräch oder in einem schriftlichen Beitrag.
erschließen Kernthesen und Argumentationsgänge einfacher nicht-philosophischer und philosophischer Texte, stellen diese auf verschiedene Weise dar, beziehen sie auf philosophische Fragen und erörtern sie.
Qualifikationsphase
erschließen die Bedeutung von Begriffen aus ihrem Kontext, erläutern zentrale philosophische Begriffe und verwenden sie angemessen.
rekonstruieren Gedankengänge und Argumentationen in nicht-philosophischen und philosophischen Texten sowie in Diskussionsbeiträgen und stellen sie schematisch dar.
stellen philosophische Thesen, Gedankengänge und Argumentationen infrage, prüfen sie im Hinblick auf Plausibilität und logische Gültigkeit, fällen eigene Urteile und begründen sie.
setzen sich im realen Dialog reflexiv und verständigungsorientiert mit der eigenen und fremden Argumentation auseinander, nehmen die Perspektive anderer ein, bringen sie mit den eigenen Fragen in Zusammenhang und entwickeln vernünftige Formen der Konflikt- und Problemverarbeitung.
erkennen, analysieren und entfalten Grundprobleme, zentrale Begriffe, Methoden und Konzepte aus Anthropologie, Ethik, Erkenntnistheorie und Metaphysik, ordnen sie in Teilen geistesgeschichtlich ein, hinterfragen sie hinsichtlich ihrer Tragweite und Folgen und erörtern sie kontrastierend.
identifizieren anthropologische, ethische, erkenntnistheoretische und metaphysische Fragestellungen in beliebigen philosophischen und nicht-philosophischen Texten.
formulieren, begründen und reflektieren ihre eigenen Gedanken sprachlich und fachlich angemessen, zusammenhängend und nachvollziehbar in mündlicher und schriftlicher Form.
Kreative Kompetenz
Qualifikationsphase
finden für eigene und fremde Gedankengänge verschiedene Ausdrucksformen.
Einführungsphase
entfalten eigene oder fremde Gedankengänge zu philosophischen Problemstellungen und stellen sie auf unterschiedliche Weise dar.
Qualifikationsphase
finden und gestalten Informationen unter philosophischen Gesichtspunkten.
wählen verschiedene, auch kreative Formen für die philosophische Reflexion und die Präsentation fremder sowie eigener philosophischer Überlegungen und gestalten sie adressatenbezogen.
Praktische Kompetenz
Qualifikationsphase
gewinnen Orientierung, Autonomie und Verantwortlichkeit im eigenen Denken, Urteilen und Handeln.
Einführungsphase
formulieren – auch eigene – Bedingungen für ein gelingendes Leben und zeigen, dass sie beim Finden von Lösungswegen eine philosophische Perspektive einnehmen können.
Qualifikationsphase
akzeptieren weltanschauliche, moralische und ethische Differenzen und entwickeln Achtung gegenüber Andersdenkenden.
entwickeln Kriterien für die selbstständige Orientierung in einer Vielfalt von Werten, Überzeugungen, Lebensformen und philosophischen Positionen.
formulieren Bedingungen eines möglichst guten Lebens.
Ethisch-praktischer Reflexionsbereich
Qualifikationsphase
Fragen der menschlichen Freiheit und Verantwortung
Auseinandersetzung mit individuellen und gesellschaftlichen Werten und Normen und ihren Konsequenzen
Reflexion philosophischer Entwürfe zur Bedeutung und Begründung von Werten und Normen
Einführungsphase
Auseinandersetzung mit einfachen Antworten auf die Frage „Was soll ich tun?“ in Alltag, Kunst, Literatur, Philosophie und Entwicklung eines ansatzweise begründeten Standpunktes dazu
Unterscheidung von moralischen und nicht moralischen Urteilen
Erkennen von moralischen Konflikten an Alltagsbeispielen, politischen Konflikten, Medien (z. B. Bilder, literarische Texte), Einnahme verschiedener Perspektiven und Entwerfen von Lösungsmöglichkeiten
Analysieren von Begriffen und Gedankengängen in klar strukturierten, ethisch argumentierenden Texten und ihre schematische bzw. grafische Darstellung
Geschichtlicher, gesellschaftlicher und anthropologischer Reflexionsbereich
Qualifikationsphase
Fragen der Bestimmung des Menschen
Auseinandersetzung mit philosophischen Entwürfen zu Menschen- und Gesellschaftsbildern
Reflexion historischer und gegenwärtiger Modelle von Geschichte, Staat und Gesellschaft
Einführungsphase
Auseinandersetzung mit einfachen Antworten auf die Frage „Was ist der Mensch?“ in Alltag, Kunst, Literatur, Philosophie und anderen Wissenschaften vom Menschen und Entwicklung eines ansatzweise begründeten Standpunktes dazu
Analysieren von Begriffen und Gedankengängen in klar strukturierten, anthropologisch argumentierenden Texten und ihre schematische bzw. grafische Darstellung
Sprachphilosophischer und erkenntnistheoretischer Reflexionsbereich
Qualifikationsphase
Fragen des Verhältnisses von Sprache, Denken und Wirklichkeit
Auseinandersetzung mit Geltungsansprüchen auf Wahrheit und Gewissheit
Reflexion philosophischer Entwürfe zu sprach- und erkenntnistheoretischen Fragestellungen
Einführungsphase
Auseinandersetzung mit einfachen Antworten auf die Frage „Was kann ich wissen?“ in Alltag, Kunst, Literatur, Philosophie und Wissenschaft sowie Entwicklung eines ansatzweise begründeten Standpunktes dazu
Probleme der Wahrnehmung, Sprache und Erkenntnis anhand von Alltagsbeispielen und Medien (z. B. Bilder, literarische Texte) erkennen und benennen
Analysieren von Begriffen und Gedankengängen in klar strukturierten, erkenntnistheoretisch argumentierenden Texten und ihre schematische bzw. grafische Darstellung
Metaphysischer Reflexionsbereich
Fragen der Letztbegründung, der Sinnstiftung und der Utopie
Auseinandersetzung mit Prämissen unseres Seins, Denkens und Handelns
Reflexion metaphysischer, religiöser und utopischer Entwürfe zur Beantwortung der „Sinnfragen“
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