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Lehrpläne Berlin-Brandenburg
Gymnasiale Oberstufe
Philosophie (2025, Brandenburg)
prozessbezogen
Wahrnehmungs- und Deutungskompetenz
8
Argumentations- und Urteilskompetenz
8
Darstellungs- und Diskurskompetenz
7
inhaltsbezogen
Mensch und Gemeinschaft
3
Gutes Leben und moralisches Handeln
3
Wahrheit, Erkenntnis und Wissenschaft
3
Weiterdenken
3
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Wahrnehmungs- und Deutungskompetenz
beschreiben Phänomene ihrer Lebenswelt und erläutern deren philosophische Implikationen.
arbeiten philosophische Probleme und Fragestellungen aus präsentativen (z. B. Bilder, Filmszenen) und diskursiven Materialien (z. B. argumentative und meinungsbildende Texte) heraus.
erklären philosophische Begriffe und nehmen begriffliche Unterscheidungen vor.
erschließen sich die Perspektiven anderer und erläutern sie in ihren gesellschaftlichen, kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Zusammenhängen.
entwickeln eigene philosophische Ideen mithilfe heuristischer Verfahren (z. B. Gedankenexperimente, fiktive Dilemmata).
problematisieren ihre eigenen Überzeugungen, Interessen und Vormeinungen vor dem Hintergrund philosophischer Theorien und Gedankengänge.
entwickeln Deutungsangebote zu philosophischen Gedankengängen und erläutern diese in philosophiehistorischen und -systematischen Zusammenhängen.
wenden philosophische Theorien und Begrifflichkeiten auf praktische Beispiele an.
Argumentations- und Urteilskompetenz
rekonstruieren Argumente aus nicht-philosophischen und philosophischen Texten (z. B. in Standardform) und arbeiten dabei auch ggf. implizite Prämissen heraus.
reflektieren die Rolle von Begriffen in vorliegenden Argumenten und analysieren oder explizieren diese Begriffe, etwa im Rahmen von Definitionen.
entwickeln für eigene Positionen folgerichtige Argumente (in informeller oder standardisierter Form).
identifizieren und prüfen die Stellung einzelner Argumente zu gegebenen Thesen im Kontext komplexer Gedankengänge und Argumentationen.
formulieren präzise Kritik an Argumenten, unterscheiden dabei Kritik an Inhalt (der Plausibilität der Prämissen) und Form und identifizieren ggf. typische Argumentationsfehler (z. B. Sein-Sollen-Fehlschluss).
beurteilen die Kohärenz und Überzeugungskraft komplexer Argumentationen.
erschließen die Implikationen von Gedankengängen, Argumentationen und philosophischen Theorien.
formulieren begründete Urteile in Auseinandersetzung mit philosophischen Positionen innerhalb einer nachvollziehbaren Argumentationsstruktur.
Darstellungs- und Diskurskompetenz
stellen eigene philosophische Gedankengänge und die anderer in mündlicher und schriftlicher Form begrifflich klar, strukturiert und argumentativ abwägend dar.
gestalten eigene philosophische Gedankengänge und die anderer in präsentativen Formen angemessen verdichtet und mit Rücksicht auf Adressatinnen und Adressaten und begründen ihre Entscheidungen.
vertreten eine eigene Position begründet und nachvollziehbar im Diskurs und reflektieren bzw. revidieren diese ggf. im Lichte anderer Positionen.
würdigen die Position und Argumentation anderer kritisch, indem sie verschiedene Perspektiven und gesellschaftliche, kulturelle, religiöse und weltanschauliche Hintergründe bedenken.
entwickeln konstruktive Problemlösungsbeiträge im Diskurs.
fassen die Ergebnisse eines Diskurses geordnet nach Konsens, Dissens und offenen Fragen zusammen.
vereinbaren gemeinsam Regeln für einen verständigungsorientierten Diskurs und reflektieren deren Einhaltung.
Mensch und Gemeinschaft
arbeiten anthropologische Fragestellungen aus Bildern, Filmen, literarischen und philosophischen Texten heraus, (Wahrnehmungs- und Deutungskompetenz).
bewerten die Tragfähigkeit sozial-, rechts- und staatsphilosophischer Theorien zur Orientierung in gegenwärtigen gesellschaftlich-politischen Problemlagen (Argumentations- und Urteilskompetenz).
diskutieren die Positionen anderer zu anthropologischen und politischen Fragestellungen unter Berücksichtigung verschiedener gesellschaftlicher, kultureller, religiöser und weltanschaulicher Hintergründe (Darstellungs- und Diskurskompetenz).
Gutes Leben und moralisches Handeln
beschreiben ethische Problem- und Konfliktsituationen und erläutern die konkurrierenden Interessen, Werte und Normen (Wahrnehmungs- und Deutungskompetenz).
bewerten und vergleichen die Tragfähigkeit ethischer Positionen bei der Orientierung in Fragen der eigenen Lebensführung, des moralischen Handelns und Entscheidungsfeldern der angewandten Ethik (Argumentations- und Urteilskompetenz).
entwickeln konstruktive Lösungsvorschläge für ethische Probleme und Konflikte im Diskurs (Darstellungs- und Diskurskompetenz).
Wahrheit, Erkenntnis und Wissenschaft
problematisieren epistemische Überzeugungen vor dem Hintergrund erkenntnis- und wissenschaftstheoretischer Positionen (Wahrnehmungs- und Deutungskompetenz).
rekonstruieren Argumente aus erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Texten und beurteilen ihre Kohärenz wie auch ihre argumentative Überzeugungskraft (Argumentations- und Urteilskompetenz).
vereinbaren gemeinsam Regeln für einen verständigungsorientierten Diskurs und reflektieren deren Einhaltung hinsichtlich der Geltungsansprüche der Wahrheit und der Wahrhaftigkeit von Aussagen (Darstellungs- und Diskurskompetenz).
Weiterdenken
erklären Grundbegriffe der Sprachphilosophie, Ontologie, Metaphysik, Geschichtsphilosophie, Ästhetik oder Religionsphilosophie und nehmen begriffliche Unterscheidungen vor (Wahrnehmungs- und Deutungskompetenz).
entwickeln folgerichtige Argumente für eigene Positionen zu philosophischen Fragen (Argumentations- und Urteilskompetenz).
stellen eigene philosophische Gedankengänge zu philosophischen oder fachübergreifenden Themen in einem geeigneten Medium strukturiert und anschaulich dar und begründen ihre Gestaltung (Darstellungs- und Diskurskompetenz).
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