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Lehrpläne Berlin-Brandenburg
Gymnasiale Oberstufe
Sozialwissenschaften
prozessbezogen
Analysekompetenz
21
Methodenkompetenz
14
Urteils- und Orientierungskompetenz
9
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Eingangsvoraussetzungen
besitzen erste Kenntnisse zur menschlichen Sozialisation und zum Zusammenleben von Menschen, insbesondere zur Bedeutung von Familie, Gruppen, Schule und Beruf
charakterisieren elementare Aspekte und Formen der zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Kommunikation und Konfliktaustragung
erklären Nutzen und Gefahren des Medienkonsums und der Medien, namentlich die Rolle der Massenmedien in der demokratischen Gesellschaft und in der Kulturindustrie
weisen erste Kenntnisse aus den Bereichen Arbeit, Konsum und Wirtschaftsordnung nach
ordnen die Rolle des Staates in der Wirtschaft ein
erklären die Bedeutung der Menschenrechte sowie die Probleme ihrer Verwirklichung bzw. Gefährdung
charakterisieren zentrale Merkmale des demokratischen Rechts- und Sozialstaats
weisen ein Grundverständnis des politischen Systems, der wesentlichen Strukturen und Prozesse der repräsentativen Demokratie sowie einiger ihrer Institutionen nach
kennen einige Möglichkeiten der politischen Beteiligung
nennen internationale Organisationen und erklären ihre Bedeutung für die BRD
Analysekompetenz
sozialwissenschaftliche Sachverhalte (in der Welt) – auch als historisch gewordene – erkennen und analysieren, wobei sie diese gezielt in Beziehung mit den jeweils relevanten Fragestellungen der Bezugswissenschaften Soziologie, Ökonomie, Recht und Politik setzen
Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Recht als menschliche Konstruktionen wahrnehmen, die einerseits Anpassungsleistungen erfordern, andererseits immer auch gestalt- und wandelbar sind
die globale Eingebundenheit von Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Recht erkennen und internationale Akteure in ihren Einflussmöglichkeiten wahrnehmen
Kommunikationsperspektiven anderer wahrnehmen und mit ihnen kommunizieren
Analysekompetenz — Leistungskursfach
den wissenschaftlichen Konstruktionsprozess von gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, politischer Realität im Sinne des sozialwissenschaftlichen Forschungsprozesses (z.B. Problemdefinition, Hypothesenbildung, Operationalisierung) wahrnehmen und beurteilen
über Grundkategorien und zentrale Begriffe der Sozialwissenschaften verfügen, sozialwissenschaftliche Theorien mit ihren Prämissen, ihrer Argumentationsstruktur und der Reichweite ihrer Aussagen kennen – auch über eine vergleichende, interdisziplinäre Theoriebildung – analysieren
soziale und rechtliche, ökonomische und politische Gegebenheiten und die eigene Rolle darin in ihrer Struktur und in ihrem Wandel hinsichtlich verschiedener Konstruktionsprinzipien (z.B. Sozialisation, rechtliche und gesellschaftliche Normen, Soziale Marktwirtschaft, Demokratie, Globalisierung) wahrnehmen und analysieren
erschließen, dass unterschiedliche Interessen zu Konflikten führen, die ein wesentliches Charakteristikum der Systeme in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Recht sind und die eine Konfliktaustragung und -lösung nach bekannten Verfahrensregeln erfordern
Analysekompetenz — Grundkursfach
über Grundkategorien und zentrale Begriffe der Sozialwissenschaften verfügen, sozialwissenschaftliche Theorien mit ihren Prämissen, ihrer Argumentationsstruktur und der Reichweite ihrer Aussagen kennen
soziale und rechtliche, ökonomische und politische Gegebenheiten und die eigene Rolle darin in ihrer Struktur wahrnehmen und analysieren
erschließen, dass unterschiedliche Interessen zu Konflikten führen, und charakterisieren Verfahrensregeln zur Konfliktbewältigung in den verschiedenen Bereichen der Lebenswelt
Eingangsvoraussetzungen
verfügen über Basiskenntnisse im Bereich der Mathematik (Prozentrechnung, Funktionen)
verfügen über die Fähigkeit, Statistiken, Diagramme und Bilder themenrelevant zu bearbeiten und quantitative Zusammenhänge rechnerisch und grafisch darzustellen
können Texte nach Quellengattungen differenzieren, gezielt lesen, verkürzt und ansatzweise abstrahierend wiedergeben
besitzen die Fertigkeit, einen Schreibprozess eigenverantwortlich zu gestalten und einen Text themenspezifisch zu formulieren
haben Erfahrungen mit der Gestaltung von Gesprächsformen (z.B. Pro-und-Kontra-Debatte und Diskussionen)
besitzen die Fähigkeit, Informationen in unterschiedlichen Medien, insbesondere in Nachschlagewerken, Zeitungen, Internet, Bibliothek zu recherchieren
Methodenkompetenz
einen sozialwissenschaftlichen Forschungsgegenstand identifizieren, gezielte Fragen an ihn in Hypothesen übertragen und das weitere Forschungsvorgehen entwickeln
Informationen aus unterschiedlichen Quellen, hier insbesondere der elektronischen Medien, auch hinsichtlich ihrer Entstehungshintergründe erfassen, analysieren und erörtern
die sozialwissenschaftlichen Forschungsergebnisse und Erkenntnisse sachgerecht und adressatenbezogen – auch mediengestützt – präsentieren
erprobte Methoden auf neue Sachverhalte und Fragestellungen anwenden
angewandte Methoden einer kritischen Reflexion unterziehen
Methodenkompetenz — Grundkursfach
die ihnen vermittelten Methoden der quantitativen und qualitativen Sozialforschung zielgerichtet anwenden
Methodenkompetenz — Leistungskursfach
die ihnen vermittelten Methoden der quantitativen und qualitativen Sozialforschung anwenden sowie hinsichtlich ihrer Prämissen, der Reichweite ihrer Ergebnisse und der Angemessenheit in Bezug auf das Forschungsziel beurteilen
eigenständig und in Gruppen Lernprozesse initiieren und steuern
Eingangsvoraussetzungen
nehmen Gesellschaft, Wirtschaft und Recht als gestalt- und wandelbar wahr und gehen davon aus, dass Wertvorstellungen zeitbezogen und von der Gesellschaft geprägt sind
erkennen eigene und andere Positionen auch als interessengeleitet
vollziehen in politischen Kontroversen und sozialen Situationen Perspektivenwechsel
bewerten die Qualität und Aussagekraft von Quellen
Urteils- und Orientierungskompetenz — Grundkursfach
die Qualität und Bedeutsamkeit von Quellen und Methoden in Bezug auf Erkenntnisfragen bewerten
sozialwissenschaftliche Sachverhalte hinsichtlich ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Bedeutsamkeit bewerten und – an übergeordneten Wertvorstellungen orientiert – daraus Handlungsoptionen für sich entwickeln
Urteils- und Orientierungskompetenz — Leistungskursfach
die Qualität und Bedeutsamkeit von Quellen und Methoden in einen theoretischen Zusammenhang stellen und in Bezug auf Erkenntnisfragen bewerten
sozialwissenschaftliche Sachverhalte hinsichtlich ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Bedeutsamkeit bewerten und daraus Handlungsoptionen – an übergeordneten Wertvorstellungen orientiert – für sich und die Gesellschaft entwickeln
Urteils- und Orientierungskompetenz
sich selbst in den Lebensbereichen Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Recht verorten und zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern werden
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