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Lehrpläne Berlin-Brandenburg
Gymnasiale Oberstufe
Studium und Beruf
inhaltsbezogen
Fachwissen sachgerecht nutzen
20
P1 Bildungs- und Berufswegplanung
9
P2 Bewerbungsplanung und -training
9
P3 Information und Kommunikation
9
P4 Wissenschaftspropädeutik
8
W1 Unterrichtsprojekt, Managementmethoden
9
W2 Erfahrungen in der Praxis: Erkundung, Praktikum
10
prozessbezogen
Methoden der Berufs- und Studienfindung und -wahl gezielt einsetzen
7
Erfolgreich kommunizieren
11
Urteile und Entscheidungen zielorientiert treffen
6
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Fachwissen sachgerecht nutzen
stellen wichtige Informationsquellen zur Berufs- und zur Studienfachwahl zusammen und liefern eine Einschätzung hinsichtlich der Nützlichkeit für die eigene Perspektive.
vergleichen die Anforderungen von Berufen und Studiengängen mit eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, dem Selbstkonzept und der Lebensplanung, auch unter Berücksichtigung der durch die OECD benannten Schlüsselkompetenzen (Interagieren in sozial heterogenen Gruppen, selbstständiges Handeln, Hilfsmittel und Instrumente der Informationsgesellschaft interaktiv nutzen).
kennen Besonderheiten und Unterschiede der Angebote verschiedener Hochschularten und Hochschulen und vergleichen die verschiedenen Studiengänge und Abschlüsse.
beschreiben und vergleichen Anforderungen und Chancen in unterschiedlichen Berufen (einschließlich der Hierarchieebenen, der Verdienst- und Entwicklungsmöglichkeiten) und den zugehörigen Ausbildungswegen.
beschreiben Schwerpunkte und Ergänzungsmöglichkeiten (Kombinationen, Nebenfächer) eines Studiengangs und stellen Abschlüsse und Anforderungen dafür zusammen.
stellen Zugänge und Entwicklungschancen dualer Studiengänge und anderer kombinierter tertiärer Ausbildungen dar und vergleichen sie miteinander.
beschreiben Berufe und die unterschiedlichen Arbeitsbereiche sowie mögliche Abschlüsse im europäischen und außereuropäischen Raum.
beschreiben Charakteristika einzelner Berufe (Kompetenzprofil, Kommunikationsformen, Arbeitsweisen und -zeiten, Dresscode, Geschäftspartnerinnen und -partner, Kunden).
stellen Möglichkeiten zur Finanzierung des Studiums zusammen (Stipendien, Jobmöglichkeiten, Bafög u. a.).
beurteilen Alternativen zum direkten Einstieg in das Studium bzw. die Berufsausbildung (z. B. Entwicklungsdienst, Bundeswehr, Freiwilligenjahr).
stellen globale Einflüsse auf die Berufs- und Arbeitswelt dar und beziehen sie auf die eigene Perspektive.
erläutern geschlechtsspezifische Aspekte der beruflichen Qualifizierung und des beruflichen Handelns und reflektieren diese Einflussfaktoren.
erläutern Wege, wie man Einblicke in die Arbeit eines Unternehmens nimmt.
stellen Anforderungen und Merkmale unterschiedlicher Bewerbungsverfahren dar.
beschreiben Merkmale unterschiedlicher Bewerbungsformen (Lebenslauf, Online-Bewerbung, Telefoninterview etc.).
stellen eigene Erfahrungen und Vorlieben im Lichte der Kenntnisse über ein Berufsfeld zusammen.
beschreiben die rechtliche Situation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
nutzen Netzwerke zur Information über berufliche Zusammenhänge und zur Beratung und erläutern ihre Funktion.
stellen mögliche berufliche Perspektiven nach Abschluss eines Studiums zusammen.
beschreiben die Bedeutung von Kommunikationstechniken und Medien für das professionelle Handeln.
Methoden der Berufs- und\s+Studienfindung und -wahl gezielt einsetzen
erstellen individuelle Stärken-Schwächen-Analysen.
nutzen wissenschaftliche Recherchetechniken, um sich zielgerichtet Informationen zu beschaffen und diese auszuwerten.
nutzen elektronische und andere Medien zur Gewinnung von Informationen und zur Darstellung von Arbeitsergebnissen.
nutzen Brainstorming und andere kreative Verfahren zur Eingrenzung von möglichen Interessengebieten und geeigneten Ausbildungsinstitutionen.
nutzen Zeit-Maßnahmenpläne für die eigene Arbeit.
nutzen Grundlagen des Projektmanagements für die Umsetzung von eigenen Vorhaben.
erstellen Texte, Skizzen, Diagramme, Präsentationen, Faltblätter u. a. unter Nutzung von geeigneter Software adressatengerecht.
Erfolgreich kommunizieren
formulieren persönliche Lebensziele und Wertvorstellungen und deren mögliche Realisierung auch im Austausch mit anderen und entwerfen Konzepte, wie diese im Studium und im Beruf verwirklicht bzw. gewahrt werden können.
erstellen ein eigenes Persönlichkeits- bzw. Bewerberprofil und lassen sich hierzu Rückmeldungen von anderen geben.
trainieren Bewerberverfahren und Rollenspiele mit peer group Feedback: Vorstellungsgespräch, Bewerbungsgespräch, Telefoninterview (auch in Englisch).
schätzen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in Bewerbungssituationen kriterienorientiert ein.
arbeiten kooperativ und zielgerichtet im Team (reflektieren dabei Rollenflexibilität, Ambiguitätstoleranz und interkulturelle Kompetenz).
üben sich im Umgang mit Konflikten.
argumentieren sachbezogen unter Nutzung von Fachtermini.
verfassen Texte und gestalten Präsentationen sowie Informationsmaterialien situationsadäquat und adressatengerecht.
setzen Textsorten (auch gesprochene Kommunikation, z. B. Telefongespräch, Small Talk, und elektronische Kommunikation, z. B. geschäftliche Email, Fax, SMS) reflektiert ein.
trainieren rhetorische Fähigkeiten und Fertigkeiten.
nutzen moderne Medien zielgerichtet und kritisch zur Selbstpräsentation und beachten dabei Datenschutzaspekte.
Urteile und Entscheidungen zielorientiert treffen
beurteilen berufliche und studiengangbezogene Optionen im Hinblick auf die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten (Lernmotivation, Arbeitsmotivation, Mobilität, private Lebensperspektiven, finanzielle Wünsche etc.) und orientieren sich dabei an ihrer StärkenSchwächen-Analyse.
argumentieren sachlogisch und treffen auf dieser Basis sachgerechte und begründete Entscheidungen.
bewerten das eigene Handeln anhand von Kriterien, die für ein Studium bzw. Berufsfeld relevant sind.
begründen ihre Entscheidungen auf der Grundlage von vorhandenen Materialien (Statistiken, Prognosen etc.).
diskutieren berufliche Möglichkeiten auch aus der Perspektive des gesamtgesellschaftlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Bedarfs (Genderfragen, Angebot und Nachfrage, globale Entwicklungen u. a. m.).
bewerten unter sachlichen Aspekten die physischen und psychischen Auswirkungen eines Berufes und/oder eines Studiums.
P1 Bildungs- und Berufswegplanung
die Reflexion der eigenen Interessen, Fähigkeiten und Neigungen und die realistische Selbsteinschätzung eigener Stärken und Schwächen.
die Nutzung der vielfältigen Informations- und Beratungsangebote zur Berufs- bzw. Studienwahl (hierzu zählen Exkursionen, Betriebserkundungen, Besuche von Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen – z. B. auch an „Tagen der offenen Tür“ – , Arbeitsagentur, Berufsberatung, Online-Recherchen, die Befragung von Personen in verschiedenen Tätigkeitsfeldern nach ihrem Bildungsweg, ihrem beruflichen Werdegang und den Anforderungen ihres Berufes bzw. Berufsfeldes u. a.).
die Einschätzung der individuellen Bildungsoptionen in Bezug auf ihre Realisierbarkeit anhand ausgewählter Kriterien.
den Einsatz projekt- und handlungsorientierter Methoden zum Erkennen und Präzisieren von Interessen, Fähigkeiten und Neigungen.
Informationen über Wege in die Arbeits- und Berufswelt: Studiengänge, duale Ausbildungs- und Studiengänge, Ausbildungsberufe, Zugangsvoraussetzungen, Auswahlverfahren, Abschlüsse, Nebenfächer, Varianten.
die Analyse arbeitsweltlicher und berufsbezogener Entwicklungen.
die Information über die Zukunftsperspektiven in ausgewählten Studien- und Berufsfeldern bzw. Berufen.
die Reflexion gewonnener Informationen und die Berücksichtigung der Ergebnisse bei der weiteren Bildungs- und Berufswegplanung.
Dokumentation und Präsentation der Erfahrungen und Erkenntnisse.
P2 Bewerbungsplanung und -training
die Informationsbeschaffung zu Bewerbungsverfahren und -abläufen.
die Informationsbeschaffung zu aktuellen Anforderungsprofilen.
die Formulierung adressatengerechter Texte für mündliche oder schriftliche Bewerbungssituationen.
die Durchführung von Rollenspielen zur Erprobung von Bewerbungssituationen (auch mit Sprachwechsel von Deutsch nach Englisch u. a.).
das Training und die Reflexion des eigenen Verhaltens in unterschiedlichen Bewerbungssituationen, die Durchführung von schriftlichen Einstellungstests.
die Durchführung von Bewerbungsverfahren mit Assessment-Elementen.
die Übung von Telefoninterviews.
die Durchführung von Online-Tests.
die Erstellung und Umsetzung eines Zeit-Maßnahmenplans für eine Bewerbung.
P3 Information und Kommunikation
das Vertrautmachen mit den Kommunikationsformen in der modernen Gesellschaft.
die Nutzung der globalen Kommunikationswege für die eigenen Ziele, bezogen auf die eigene Studienfachpräferenz und/oder die beruflichen Ziele.
die Beschreibung und Analyse von Bedingungen gelungener Kommunikation in Studien- oder Berufszusammenhängen.
die sachgerechte und vielfältige Anwendung moderner Medien und Kommunikationstechniken (z. B. mit Partnerschulen, in Institutionen).
die kriteriengestützte Beurteilung der Auswirkungen moderner Informations- und Kommunikationstechnik auf die Lebens- und Berufswelt.
die kritische Nutzung und Bewertung elektronischer Kommunikationsformen (E-Mail, soziale Netze, Blogs, Chatrooms).
Übungen zum passgenauen Einsatz von Kommunikationsformen im Hinblick auf eigene Projekte (adressatengerechte, computergestützte Präsentationen, mediale Dokumentation, Gestaltung eines Webauftritts, eines Flyers o. a.).
Übungen zur Verbesserung der Qualität der Kommunikation im sprachlichen Bereich (Rhetorik, Sprachregister).
die Nutzung von Portfoliotechniken zur Ergebnispräsentation.
P4 Wissenschaftspropädeutik
Vertiefung von Grundkenntnissen des wissenschaftlichen Arbeitens als Grundlage für den eigenen Erfolg in Studium und Beruf.
Beschreibung und Nutzung von wissenschaftlichen Arbeitsmethoden bezogen auf die eigenen fachlichen Interessen.
die zielgerichtete Anwendung von Recherchetechniken.
die Verarbeitung und Bewertung wissenschaftlicher Informationen für eigene Projekte.
die Nutzung von Quellen und Zitaten; Erstellung von Quellenangaben und Quellenkritiken.
die Beschreibung und Nutzung wissenschaftlicher Forschungs-, Erkenntnis-, Argumentations- und Publikationsprozesse im Hinblick auf die zukünftige Studienfachpräferenz und die beruflichen Ziele.
die Nutzung geeigneter wissenschaftlicher Sprachregister in Bezug auf die eigene Studienfachpräferenz bzw. Berufsperspektive und zur Beschreibung interdisziplinärer Problemstellungen.
die Anwendung geeigneter wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse auf alltagsbezogene sowie gesellschaftliche Herausforderungen.
W1 Unterrichtsprojekt, Managementmethoden
die Planung eines Projekts zu Studium und Beruf.
die Einbeziehung von Grundlagen des Projektmanagements (Zeit-Maßnahmenkatalog).
Arbeiten im Projektteam.
die Dokumentation der Projektplanung, Durchführung und Bewertung.
die Erstellung eines Kostenplans (Budgetierung).
die Ziel- und Entscheidungsfindung in Fallbeispielen.
die Anwendung von Verfahren zur Strukturierung von umfangreichen Aufgaben.
Kooperations- und Konfliktmanagement (Teamfähigkeit, Rollenflexibilität, Ambiguitätstoleranz).
den Umgang mit Dilemmasituationen.
W2 Erfahrungen in der Praxis: Erkundung, Praktikum
den zielgerichteten, eigenen Einblick in die Arbeit eines Betriebs, einer Universität, einer Forschungseinrichtung.
die Dokumentation eigener berufskundlicher Erfahrungen im Praktikum.
die systematische Zusammenstellung von Kenntnissen über ein berufliches Arbeitsgebiet.
den Vergleich von wahrgenommenen Anforderungen mit den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten und den Vorstellungen über die eigene berufliche Entwicklungsperspektive.
den vergleichenden Einblick in die Situation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Selbstständigen (Tagesablauf, rechtliche Situation, Verantwortungsspektrum etc.).
ein Praktikum im Rahmen des persönlichen Interessengebiets.
selbstständiges bzw. angeleitetes Arbeiten in der Praxis.
Informationsbeschaffung über das Aufgabenfeld.
Reflexion der Tätigkeit im Aufgabenfeld.
die Dokumentation des Praktikums, evtl. für eine Zertifizierung oder als Teil der Bewerbungsunterlagen.
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Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin: Curriculare Vorgaben für die gymnasiale Oberstufe – Ergänzungskurs Studium und Beruf (gültig ab Schuljahr 2011/2012)
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