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Lehrpläne Bremen
Sekundarstufe I – Gymnasium
Philosophie
prozessbezogen
Darstellen
21
Analysieren
21
Deuten
21
Kommunizieren
23
Urteilen
21
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Darstellen
Ende Jahrgangsstufe 6
Wahrnehmungen und Beobachtungen beschreiben und ordnen
biographische Bezüge darstellen
Inhalte fremder Perspektiven beschreiben, ohne zu urteilen
das Zusammenleben als unter Regeln stehendes darstellen
„Gut“ und „Böse“ anhand von Beispielen veranschaulichen
Geschichten von der Entstehung der Welt exemplarisch darstellen
eine persönliche Vorstellung von Glück formulieren
spezifische Merkmale des Mensch-Seins beschreiben.
Ende Jahrgangsstufe 8
Wahrnehmung und Denken als bestimmende Faktoren der Erkenntnis von Wirklichkeit beschreiben
die Vieldeutigkeit von Sprache beschreiben
den Zusammenhang von Gerechtigkeit und Moral darstellen
unterschiedliche soziale Regelsysteme differenziert beschreiben
historische und aktuelle Ansätze utopischer Entwürfe darstellen
unterschiedliche Bestimmungen des Mensch-Seins benennen.
Ende Jahrgangsstufe 9
unter Verwendung sachadäquater Termini die Frage der Erkenntnistheorie darstellen
unter Verwendung sachadäquater Termini die Frage der Ethik darstellen
unter Verwendung sachadäquater Termini die Frage der Rechts- und Staatsphilosophie darstellen
unter Verwendung sachadäquater Termini die Frage der Anthropologie darstellen.
Darstellen – jahrgangsübergreifende Teilfähigkeiten (S. 10–11)
Sachverhalte und philosophische Gegenstände beschreiben
eigene Wahrnehmungen und Empfindungen beschreiben
Urteilen vermeiden bzw. Urteil aufschieben.
Analysieren
Ende Jahrgangsstufe 6
Namen und Begriffe unterscheiden
die Begriffsinhalte von „Raum“ und „Zeit“ auf die Wirklichkeit beziehen
Formen des Zusammenlebens kriteriengeleitet untersuchen
anhand von Kriterien eine Unterscheidung von „Gut“ und „Böse“ vornehmen
Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Mythen erarbeiten
eine Begriffsanalyse des Wortfelds „Glück“ durchführen
eine vergleichende Bestimmung des spezifisch Menschlichen vornehmen.
Ende Jahrgangsstufe 8
die Rolle von Wahrnehmung und Denken im Erkenntnisprozess bestimmen
Sprache als Konvention bestimmen
Gewissen und Verantwortung als zentrale Kategorien der Ethik identifizieren
soziale Regelsysteme anhand von Kriterien untersuchen
utopische Entwürfe Kriterien geleitet vergleichen
Dimensionen des Mensch-Seins inhaltlich-begrifflich klären.
Ende Jahrgangsstufe 9
die erkenntnistheoretische Problematik des naiven Wirklichkeitsbegriffs analysieren
die Termini „Subjekt“ und „Objekt“ als Konstituenten erkenntnistheoretischer Reflexion anwenden
moralische Fragen Kriterien geleitet (Selbst- versus Fremdbestimmung / frei versus determiniert) reflektieren
den notwendigen Zusammenhang von Freiheit und ethischer Reflexion darstellen
Voraussetzungen für das Funktionieren von Gemeinschaft bestimmen
die Begriffsinhalte von Handlungs- und Willensfreiheit bestimmen und Kriterien geleitet voneinander unterscheiden.
Analysieren – jahrgangsübergreifende Teilfähigkeiten (S. 10–11)
argumentative Strukturen erkennen
eigene Argumentationsstruktur klären.
Deuten
Ende Jahrgangsstufe 6
sich der eigenen Identität im sprachlichen Kontext vergewissern
die Wirklichkeit im Zusammenhang mit subjektiven Ordnungsleistungen interpretieren
sich argumentativ mit dem Inhalt des Begriffs „Regeln in der Gemeinschaft“ auseinandersetzen
Begründungen für „Gut“ und „Böse“ darlegen
Schöpfungsmythen verstehen als Erzählungen über Ordnung und Struktur der Welt
anhand von eigenen und fremden Lebensentwürfen die Bedeutung von Glück hinterfragen
das Mensch-Sein vor dem Hintergrund spezifischer Leistungen erschließen.
Ende Jahrgangsstufe 8
Subjektivität als Bedingung von Erfahrung erkennen
Wirklichkeit als Ergebnis von Deutungen verstehen
Sprache als Deutungsinstrument interpretieren
Handlungen auf zugrundeliegende Motive und Werte hin untersuchen
die Funktionalität von sozialen Regelsystemen erschließen
den utopischen Charakter von Lebens- und Gesellschaftsentwürfen erschließen
die verschiedenen Auffassungen vom Menschen als Konstruktion verstehen.
Ende Jahrgangsstufe 9
anhand von Beispielen argumentativ den Begriff der Wirklichkeit als Problem der Erkenntnistheorie interpretieren
lebenspraktische Fragen als Probleme der Ethik identifizieren und interpretieren
Recht und Gerechtigkeit als tragende Prinzipien der Gemeinschaft verstehen
das eigene Selbstverständnis als Problem der Anthropologie interpretieren.
Deuten – jahrgangsübergreifende Teilfähigkeiten (S. 10–11)
Sachverhalte und philosophische Gegenstände interpretieren
zu Grunde liegende Motive und Werte identifizieren
eigene Auffassungen aufdecken und benennen.
Kommunizieren
Ende Jahrgangsstufe 6
andere in ihrer Individualität und Personalität wahrnehmen, ohne zu urteilen
die Kategorien der Wahrnehmung argumentativ verdeutlichen
raum-zeitliche Wahrnehmungen gemeinsam überprüfen
die Notwendigkeit von Regeln argumentativ in der Gruppe vertreten
unterschiedliche Auffassungen von „Gut“ und „Böse“ abwägen
persönliche Ziele und Glücksvorstellungen argumentativ neben die Anderer stellen
sich exemplarisch über Konsequenzen verständigen, die aus dem Mensch-Sein resultieren.
Ende Jahrgangsstufe 8
einen unreflektierten Wirklichkeitsbegriff hinterfragen
sich gemeinsam über „Sprachspiele“ verständigen
die subjektive Perspektive argumentativ darlegen und als eine unter anderen Perspektiven einordnen
eigene moralische Standpunkte argumentativ mit denen anderer abgleichen
die Wirksamkeit unterschiedlicher Regelsysteme abwägen
eigene Vorstellungen von gesellschaftlichem Glück argumentativ vertreten
sich über die verschiedenen Dimensionen des Mensch-Seins verständigen.
Ende Jahrgangsstufe 9
das eigene vorreflexive Wirklichkeitsverständnis problematisieren
die Implikationen und Konsequenzen eigener moralischer Wertungen problematisieren
sich gegenüber fremden moralischen Wertungen argumentativ verhalten
eigene Ansprüche auf Selbstentfaltung ins Verhältnis setzen zu den Anforderungen der Gemeinschaft
sich gegenüber fremden Vorstellungen von gemeinschaftlichem Leben argumentativ verhalten
sich argumentativ Vorstellungen gegenüber verhalten, deren Prämissen den eigenen Menschbildannahmen widersprechen.
Kommunizieren – jahrgangsübergreifende Teilfähigkeiten (S. 10–11)
Sachverhalte, philosophische Gegenstände, Standpunkte oder Werte gegeneinander abwägen
mit intraindividuellen Widersprüchen sowie mit Unabgeschlossenheit umgehen
mit intersubjektiven Widersprüchen umgehen.
Urteilen
Ende Jahrgangsstufe 6
die Bedeutung von Namen und Begriffen reflektieren
die existenzielle Bedeutung von „Raum“ und „Zeit“ reflektieren
das Gelingen des Zusammenlebens in Abhängigkeit von Regeln bewerten
Urteile über „Gut“ und „Böse“ begründen
den Erklärungswert von Entstehungsmythen beurteilen
eine Bewertung von Lebensentwürfen mit Blick auf die intendierten Ziele vornehmen
das eigene Bild vom Mensch-Sein reflektieren.
Ende Jahrgangsstufe 8
die Vieldeutigkeit von Sprache reflektieren und in die eigene Sprachverwendung einbeziehen
einen reflektierten Wirklichkeitsbegriff auf die eigene Lebenswirklichkeit beziehen
den Geltungsbereich sprachlicher Konventionen beurteilen
die Notwendigkeit von sozialen Regelsystemen kritisch bewerten
das eigene Handeln exemplarisch auf moralische Implikationen hin befragen
das Verhältnis von individuellem Glück und dem Glück der Gemeinschaft kritisch reflektieren
sich selbst in Beziehung zu ausgewählten Dimensionen des Mensch-Seins setzen.
Ende Jahrgangsstufe 9
den naiven Realismus als erkenntnistheoretisch unangemessen bewerten und die eigenen erkenntnistheoretischen Überlegungen auf dieser Einsicht aufbauen
eigene moralische Standpunkte unter Anwendung ethischer Kriterien begründen
sich zu den Anforderungen der Gemeinschaft begründet positionieren
exemplarisch begründet Stellung zu einem philosophischen Menschenbild beziehen.
Urteilen – jahrgangsübergreifende Teilfähigkeiten (S. 10–11)
für Urteilsbildung relevante Sachverhalte bedenken
eigenes, ggf. vorläufiges Urteil bilden
Gültigkeit des eigenen, ggf. vorläufigen Urteils reflektieren.
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Die Senatorin für Kinder und Bildung Bremen: Bildungsplan Philosophie – Gymnasium, Jahrgangsstufe 5–9 (Stand 2017) — Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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