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Lehrpläne Bremen
Sekundarstufe II allgemeinbildend
Pädagogik
inhaltsbezogen
Eingangsvoraussetzungen: Fachliche Kompetenzen
11
Fachliche Kompetenzen: Anforderungsniveau für den Grundkurs
13
Q1 Pädagogische Fragen des Kindesalters
9
Q2 Pädagogische Fragen des Jugend- und Erwachsenenalters
7
Q3 Theorien – Systeme – Praxisfelder
6
Q4 Herausforderungen der Moderne: Pädagogisches Denken und Handeln in der Gegenwart
5
prozessbezogen
Eingangsvoraussetzungen: Fachmethodische Kompetenzen
8
Fachmethodische Kompetenzen: Anforderungsniveau für den Grundkurs
8
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Eingangsvoraussetzungen: Fachliche Kompetenzen
können typische pädagogische Problemlagen und Konflikte benennen und erläutern.
können ein zentrales pädagogisches Problem wie das Problem von Autorität und Gehorsam exemplarisch darlegen und die damit verbundenen Norm- und Zielkonflikte erläutern.
können in Grundzügen einzelne pädagogische Entwürfe beschreiben.
können Erziehungsziele, die ihnen zugrunde liegenden Normen sowie die in sie eingehenden Wertentscheidungen bestimmen und diskutieren.
können die Begriffe Erziehung und Sozialisation erläutern und voneinander abgrenzen.
können die Sozialisationseffekte einer Institution beschreiben und kritisch hinterfragen.
können die Begriffe Reifung, Lernen und Entwicklung voneinander abgrenzen.
kennen pädagogische und psychologische Grundmodelle von Entwicklung und Lernen.
können pädagogische Problemlagen auf die eigene Lebenssituation und Lebensgeschichte beziehen.
können Erziehungsfragen in gesellschaftliche und politische Zusammenhänge einordnen und in sie eingehende Interessen erkennen.
können Positionen zu pädagogischen Fragen unter Einbeziehung des gesellschaftlichen und politischen Hintergrunds differenziert beschreiben.
Eingangsvoraussetzungen: Fachmethodische Kompetenzen
können die Unterscheidung von Alltagstheorien und wissenschaftlichen Theorien erläutern und diese Unterscheidung in der eigenen Arbeit beachten.
können pädagogische Situationen analysieren und dabei unterschiedliche Perspektiven einnehmen.
beherrschen grundlegende Verfahren der Interpretation pädagogischer Texte.
beherrschen grundlegende Verfahren pädagogischer Fall- und Institutionsanalyse.
können grundlegende Verfahren pädagogischer (sozialwissenschaftlicher) Datenerhebung wie Interview, Befragung, Beobachtung unterscheiden und auswerten.
können Fallanalysen, empirische Studien und Theorien unterscheiden.
können Analysen pädagogischer Praxis, ihrer Probleme und ihrer Bedingungen sach- und adressatengerecht darlegen und erläutern.
können an pädagogischen Diskussionen argumentativ teilnehmen.
Fachliche Kompetenzen: Anforderungsniveau für den Grundkurs
pädagogisches Fachwissen (Fakten, Theorien, Modelle, Programme) sachgerecht wiedergeben und es zur sachgerechten Beschreibung und Analyse pädagogischer Praxis und ihrer Bedingungen anwenden.
zentrale erziehungswissenschaftliche Begriffe korrekt kennzeichnen und sachgerecht verwenden.
die Differenz zwischen Alltagswissen und wissenschaftlichem Wissen erläutern.
Beispiele pädagogischer Praxis sachgerecht darstellen.
verschiedene Formen pädagogischer Kommunikation beschreiben und die spezifischen Bedingungen und Prinzipien pädagogischer Kommunikation erläutern.
die für das pädagogische Denken und Handeln zentralen Prinzipien und konstitutiven Operationen (Wahrnehmen, Analysieren, Beurteilen, Bewerten, Planen, Entscheiden) benennen und auf Fallbeispiele anwenden.
soziale Situationen theoriegeleitet auf pädagogische Probleme und pädagogischen Handlungsbedarf hin analysieren.
pädagogische Konzepte, pädagogische Probleme und pädagogische Praxis selbständig, differenziert und multiperspektivisch analysieren, beurteilen und bewerten.
vorgegebene (auch historische) Beispiele pädagogischer Reflexion analysieren, beurteilen, bewerten und auf Konsequenzen für das eigene pädagogische Selbstverständnis hin durchdenken.
pädagogische Konzepte und Positionen auf die in sie eingehenden Interessen hin analysieren und in diesem gesellschaftlich-politischen Zusammenhang begründet Position beziehen.
begründete Alternativen zu vorgegebenen pädagogischen Konzepten und pädagogischen Problemlösungsversuchen sowie selbständig begründete Vorschläge entwickeln.
Erziehung im eigenen Umfeld beurteilen und Konsequenzen für die Mitarbeit an der eigenen Entwicklung darlegen.
das eigene pädagogische Selbstverständnis sowie dessen normative Prämissen reflektieren.
Fachmethodische Kompetenzen: Anforderungsniveau für den Grundkurs
können die pädagogische Fachsprache sachgerecht verwenden und diese von alltagsprachlichen Beschreibungen und Reflexionen abgrenzen.
können pädagogische Problemlagen, Situationen und Fälle theoriegeleitet analysieren und dabei unterschiedliche theoretische Perspektiven einnehmen.
kennen hermeneutische und textkritische Verfahren der Interpretation pädagogischer Texte und können diese aufgaben- und sachgerecht verwenden.
kennen unterschiedliche sozialwissenschaftliche Verfahren der Datenerhebung, können diese in Grundzügen selbst anwenden und die Leistungen verschiedener Verfahren methodenkritisch beurteilen.
können zu einer pädagogischen Fragestellung eigenständig recherchieren, das Material kritisch prüfen und aufgabengerecht verarbeiten.
können zu pädagogischen Einrichtungen Erkundungen konzipieren und durchführen und die Ergebnisse kritisch analysieren.
können eigene pädagogische Problemsichten und Problemlösungsvorschläge darstellen, erläutern und argumentativ in Diskussionen vertreten.
können pädagogische und politische Werturteile und Normen sowie die Tragfähigkeit ihrer Begründungen adressatengerecht diskutieren.
Q1 Pädagogische Fragen des Kindesalters
können den menschlichen Lebenslauf in der Phase der Kindheit als einen mit unterschiedlichen Theorien beschreibbaren Prozess erklären und verfügen über Detailkenntnisse in mindestens einem Entwicklungsbereich.
können sich mit den daraus resultierenden pädagogischen Konsequenzen argumentativ auseinandersetzen.
können die wesentlichen Entwicklungsaufgaben des Kindesalters erläutern und konkretisieren.
können den psychologischen Entwicklungsbegriff erläutern und kennen Methoden der Entwicklungspsychologie.
kennen verschiedene Modelle zur Beschreibung von Entwicklung.
kennen Ursachen, Bedingungen und Zusammenhänge des Gelingens bzw. Misslingens von Entwicklung im Kindesalter und können diese an Fallbeispielen aufzeigen.
können die Lebenswelt von Kindern heute beschreiben und sich mit wesentlichen Veränderungsprozessen auseinandersetzen.
kennen gesellschaftlich-politische Diskussionen zu Problembereichen des Kindesalters und können in mindestens einem Thema/zu einem Problem theoriegestützt und begründet ein selbstständiges Urteil fällen.
können an mindestens einer Institution (Familie, Kindergarten, Grundschule, therapeutische Einrichtungen) die Leistungen von Institutionen beschreiben und dabei systemische Betrachtungsweisen verwenden.
Q2 Pädagogische Fragen des Jugend- und Erwachsenenalters
können die wesentlichen Entwicklungsaufgaben des Jugendalters erläutern und konkretisieren.
können jugendtypische Problemlagen hinsichtlich der psychischen und sozialen Dimensionen erfassen und beschreiben.
können Krisen und Gefährdungen der Entwicklung im Jugendalter erkennen und im Ansatz theoriegeleitet erklären.
können die Entwicklung bis zum Erwachsenenalter unter den Gesichtspunkten Personalisation, Sozialisation und Identitätsbildung beschreiben und reflektieren.
kennen psychoanalytische und sozialisationstheoretische Modelle des Jugendalters.
können die Veränderung von Übergangsritualen und Sozialisationsfaktoren in der Moderne beschreiben und die Folgen reflektieren.
können an mindestens einer Institution (Familie, Schule, Peer-Group) die Bedeutung für die Entwicklung der Identität verdeutlichen und dabei systemische Betrachtungsweisen verwenden.
Q3 Theorien – Systeme – Praxisfelder
können ein Praxisfeld wie die Sozialpädagogik oder eine Institution wie die Schule oder einen historisch-pädagogischen Problemzusammenhang wie die Geschichte der Kindheit oder ein pädagogisches System wie das Bildungssystem einer bestimmten Epoche / eines Landes in systematischer Weise beschreiben.
kennen die für diesen Bereich wesentlichen pädagogischen und psychologischen Theorien.
können konkrete Formen pädagogischer Praxis erläutern und kritisch prüfen.
können für diesen Bereich den Zusammenhang von Theorie und Praxis analysieren und reflektieren.
kennen wesentliche Paradigmen pädagogischer Theoriebildung und können diese voneinander abgrenzen.
können Normen und Ziele pädagogischer Entscheidungen erfassen und begründet beurteilen.
Q4 Herausforderungen der Moderne: Pädagogisches Denken und Handeln in der Gegenwart
kennen pädagogisch bedeutsame Schlüsselprobleme und Entwicklungen der Gegenwart.
können an diesen Problemen grundsätzliche Herausforderungen der Moderne aufzeigen und sich aus pädagogischer Perspektive Konsequenzen darlegen.
können diese Probleme als Herausforderung für Bildungsprozesse, besonders für die Entwicklungen von Identität erläutern.
können an öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzungen um pädagogische Fragen sachkundig und theoriegestützt teilnehmen.
kennen und diskutieren die den pädagogischen Kontroversen zugrunde liegenden Menschenbilder.
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Pädagogik – Bildungsplan für die Gymnasiale Oberstufe, Qualifikationsphase, Bremen, Stand 2009
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