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Lehrpläne Bremen
Sekundarstufe II allgemeinbildend
Philosophie
inhaltsbezogen
Eingangsvoraussetzungen: Erkenntnistheorie
3
Eingangsvoraussetzungen: Ethik
4
Eingangsvoraussetzungen: Anthropologie
2
Fachliche Kompetenzen: Grundkurs
5
Themenbereich Erkenntnistheorie
7
Themenbereich Ethik
8
Themenbereich Rechts- und Staatsphilosophie
8
Themenbereich Anthropologie
8
prozessbezogen
Fachmethodische Kompetenzen: Grundkurs
5
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Eingangsvoraussetzungen: Erkenntnistheorie
ein naives Wirklichkeitsverständnis hinterfragen;
das Illusionsargument darstellen;
die Termini „Subjekt“ und „Objekt“ als Konstituenten erkenntnistheoretischer Reflexion anwenden.
Eingangsvoraussetzungen: Ethik
die Relevanz des Gewissens in psychologischer und philosophischer Hinsicht an Beispielen aufzeigen;
diese beiden Hinsichten begrifflich voneinander unterscheiden;
das eigene Handeln vor dem Hintergrund des Verantwortungsbegriffs beurteilen;
ein Modell moralphilosophischer Begründung darstellen.
Eingangsvoraussetzungen: Anthropologie
exemplarisch begründet Stellung zu einem philosophischen Menschenbild beziehen;
in einem Streitgespräch die Beziehung zwischen der anthropologischen Sicht auf den Menschen und den philosophischen Disziplinen Erkenntnistheorie und Ethik herstellen.
Fachliche Kompetenzen: Grundkurs
in der Verwendung der Fachsprache, insbesondere themenbezogener Termini;
in der Fähigkeit strukturiert und differenziert philosophische Inhalte darstellen und untersuchen zu können;
in der Fähigkeit philosophische Gedankenentwürfe beschreiben, kritisch analysieren und erörtern zu können (Erschließen von Prämissen, Prüfen von Konsistenz und schlussfolgernder Argumentation);
in der Fähigkeit, Implikationen philosophischer Gedankenentwürfe zu erschließen und diese aufeinander zu beziehen;
in der Fähigkeit, das Erdachte jederzeit inhaltlich und strukturell auf die eigene Person zu beziehen.
Themenbereich Erkenntnistheorie
unterschiedliche erkenntnistheoretische Positionen erläutern;
anhand von Beispielen die Problematik des naiven Wirklichkeitsbegriffs darlegen;
begründen, dass die Frage nach dem ICH / dem Subjekt im Zentrum erkenntnistheoretischer Reflexion steht;
darlegen, dass die Frage nach der Wirklichkeit die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit ihrer Erkenntnis ist;
die Grenzen empiristisch begründeter Beschreibungskonzepte erläutern;
erklären, dass naturwissenschaftliche Zugänge zur Wirklichkeit Modellcharakter haben;
aktuelle konstruktivistische Erklärungsmodelle unter Einbeziehung des Subjektbegriffs kritisch prüfen und bewerten.
Themenbereich Ethik
unterschiedliche ethische Positionen erläutern;
darlegen, dass der Begriff der Verantwortung eine zentrale Kategorie der Ethik ist;
die Begründung und die Konsequenzen der auf Nützlichkeit ausgerichteten ethischen Positionen einordnen;
die Begründung und die Konsequenzen der auf dem Autonomiebegriff fußenden ethischen Position entwickeln;
die Begründung und Relevanz des Begriffs der Menschenwürde entfalten;
zu der utilitaristischen Grundlegung in aktuellen philosophischen wie gesellschaftspolitischen Debatten in einem Streitgespräch Stellung nehmen;
aktuelle philosophische wie gesellschaftspolitische Debatten moralisch beurteilen;
im öffentlichen wie privaten Raum moralische Konfliktsituationen darstellen und beurteilen.
Themenbereich Rechts- und Staatsphilosophie
verschiedene Modelle der Rechts- und Staatsphilosophie erläutern;
darlegen, dass den rechts- und staatsphilosophischen Entwürfen ein bestimmtes Menschenbild zu Grunde liegt;
den Modellcharakter rechts- und staatsphilosophischer Entwürfe analysieren und diese auf ihre Voraussetzungen und Konsequenzen überprüfen;
die Errungenschaften moderner demokratischer Verfassungen als Produkt theoretischer und historischer Entwicklungen beurteilen;
den Mündigkeitsbegriff der Aufklärung als Grundlage modernen rechtsstaatlichen Denkens einordnen;
aktuelle politische Debatten vor dem Hintergrund eines philosophisch begründeten Humanitätsbegriffs beurteilen;
begründen, dass Bürger/innen Mitverantwortung für gesellschaftspolitische Entscheidungen tragen;
den rechtsstaatlichen Anspruch an den Einzelnen auf ihr eigenes Entscheiden und Handeln im öffentlichen Raum in einem Streitgespräch anwenden.
Themenbereich Anthropologie
unterschiedliche anthropologische Positionen erläutern;
darlegen, dass die Frage nach dem Selbstverständnis des Menschen im Zentrum anthropologischer Reflexion steht;
begründen, dass anthropologische Kernannahmen auf Postulaten basieren;
die Begründung und die Konsequenzen eines auf empirisch-naturalistischer Grundlage konzipierten Menschenbildes entfalten;
die Begründung und die Konsequenzen eines Menschenbildes, das den Selbstzweckcharakter der Person zur Grundlage hat, formulieren;
in aktuellen philosophischen wie gesellschaftspolitischen Debatten das jeweils zu Grunde liegende Menschenbild identifizieren;
die Konsequenzen aktueller philosophischer wie gesellschaftspolitischer Debatten für unser Selbstverständnis in einem Streitgespräch beurteilen;
persönlich akzeptierte anthropologische Aussagen als Selbstaussagen dem eigenen Selbstbild gegenüberstellen.
Fachmethodische Kompetenzen: Grundkurs
phänomenologisch beschreiben, d.h. sie können das als Gegenstand Erscheinende zum Ausgangspunkt reflexiver Akte werden lassen;
sich hermeneutisch der eigenen Beschreibung von Welt zuwenden, d.h. sie können die Frage nach dem eigenen Denkmuster, dem eigenen Vorverständnis stellen;
analytisch die Verwendung von Begriffen untersuchen, d.h. sie können argumentativ das eigene Sprechen prüfen;
dialektisch Positionen erörtern, d.h. sie können Pro- und Contra-Positionen argumentativ gegeneinander abwägen;
konstruktiv / kreativ mit Hilfe der Elemente der Analyse weiterführende Gedankenwege erschließen und entwerfen, d.h. sie können Gedankenexperimente durchführen, ggf. Visionen entwerfen und darstellen.
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