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Lehrpläne Bremen
Sekundarstufe II allgemeinbildend
Psychologie
inhaltsbezogen
Eingangsvoraussetzungen: Fachliche Kompetenzen
11
Fachliche Kompetenzen: Anforderungsniveau für den Grundkurs
12
Fachliche Kompetenzen: Psychologische Fallbeispiele
6
Q1 Entwicklungspsychologische Fragen
9
Q2 Persönlichkeit und Verhalten
10
Q3 Klinische Psychologie
6
Q4 Psychosoziale Versorgung
9
prozessbezogen
Fachmethodische Kompetenzen: Anforderungsniveau für den Grundkurs
8
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Eingangsvoraussetzungen: Fachliche Kompetenzen
den Gegenstand der Psychologie – Erleben und Verhalten des Menschen (oder Verhalten und innere Prozesse) – nennen und erläutern.
grundlegende Aspekte des psychischen Systems beschreiben.
Lerntheorien (klassisches und operantes Konditionieren) als Beispiele für Verhaltenserklärungen beschreiben und anwenden.
die Tiefenpsychologie als Beispiel für Theorien zum Erleben des Menschen beschreiben und anwenden.
einfachere Kommunikationssituationen nach psychologischen Kriterien beschreiben und bewerten.
gruppenpsychologische Phänomene anhand psychologischer Kriterien beschreiben und bewerten.
die Unterschiede zwischen Alltagspsychologie und wissenschaftlicher Psychologie beschreiben und erläutern.
ausgewählte wissenschaftliche Beobachtungsmethoden und dazugehörige Fachbegriffe beschreiben und durchführen.
die Allgemeingültigkeit von gegebenen wissenschaftlichen Ergebnissen zum Erleben und Verhalten des Menschen beurteilen.
lerntheoretische, kognitive, humanistische und psychodynamische Erklärungsmodelle skizzieren und diese hinsichtlich Angemessenheit und Reichweite untersuchen.
psychologische Fallbeispiele auf Einflussfaktoren hin untersuchen.
Fachliche Kompetenzen: Anforderungsniveau für den Grundkurs
typische psychologische Fragestellungen erläutern.
psychologisches Fachwissen (Fakten, Theorien, Modelle, Programme) sachgerecht wiedergeben.
zentrale psychologische Begriffe korrekt definieren und sachgerecht verwenden.
die Differenz zwischen Alltagswissen und wissenschaftlichem Wissen erläutern.
psychologische Fragestellungen in die Systematik der Psychologie einordnen.
psychologische Phänomene im Hinblick auf Verhalten, Emotionen, Kognitionen, Motivation analysieren.
Fallbeispiele analysieren und denkbare Ergebnisse hinsichtlich der Interventionsziele bewerten.
Lerntheorien sowie kognitive, humanistische und psychodynamische Theorien zur Untersuchung psychischer Phänomene einsetzen.
psychologische Konzepte, Probleme und psychologische Praxis selbständig und differenziert beschreiben, analysieren, beurteilen und bewerten.
die Interessenabhängigkeit psychologischer Konzepte und Positionen analysieren.
begründete Alternativen zu vorgegebenen psychologische Konzepten und psychologischen Problemlösungsversuchen entwickeln.
das eigene Selbstverständnis sowie dessen normative Prämissen reflektieren.
Fachliche Kompetenzen: Psychologische Fallbeispiele
aktuelle psychische Prozesse wie Wahrnehmung, Kognition, Emotion, Motivation, Verhalten oder Sozialverhalten auf psychische Auffälligkeiten hin untersuchen.
situative Faktoren in einem Fallbeispiel identifizieren.
den Anteil der Persönlichkeit an den beschriebenen psychischen Prozessen erläutern.
Entwicklungsprozesse angeben, die die Persönlichkeit in einem Fallbeispiel hervorgebracht haben können.
Beispiele psychologischer Interventionen in einen Fallbeispiel sachgerecht darstellen.
psychologisch relevante Situationen theoriegeleitet auf psychologische Probleme und psychologischen Handlungsbedarf hin analysieren.
Fachmethodische Kompetenzen: Anforderungsniveau für den Grundkurs
die psychologische Fachsprache sachgerecht verwenden und diese von alltagssprachlichen Beschreibungen und Reflexionen abgrenzen.
die gängigen Beobachtungsmethoden der psychologischen Forschung beschreiben (Selbst- und Fremdbeobachtung, Experiment, Befragung, Test) und anwenden.
psychologische Problemlagen, Situationen und Fälle theoriegeleitet analysieren und dabei unterschiedliche theoretische Perspektiven einnehmen.
zu einer psychologischen Fragestellung eigenständig recherchieren.
Rechercheergebnisse aufgabengerecht verarbeiten und die Ergebnisse anhand einer Fragestellung reflektieren.
zu psychologischen Einrichtungen Erkundungen konzipieren und durchführen und die Ergebnisse analysieren.
eigene psychologische Problemsichten und Problemlösungsvorschläge darstellen, erläutern und argumentativ in Diskussionen vertreten.
psychologische und politische Werturteile und Normen sowie die Tragfähigkeit ihrer Begründungen adressatengerecht diskutieren.
Q1 Entwicklungspsychologische Fragen
Längs- und Querschnittsuntersuchungen zur Dokumentation von Veränderungen darstellen.
typische Forschungsparadigmen der Entwicklungspsychologie, insbesondere der Säuglingsforschung erläutern.
körperliche Veränderungen im Laufe des Lebens beschreiben.
die Bedeutung dieser Veränderungen für das psychische System beurteilen.
die kognitive Entwicklung im Sinne von Piaget erläutern.
die soziale Entwicklung im Laufe des Lebens beschreiben.
Theorien zur Beurteilung von normalen und risikobehafteten Entwicklungen anwenden (psychodynamisches Modell, Bindungstheorie).
die Entwicklung der Geschlechterrollen (u.a. auf der Grundlage von Lerntheorien) beschreiben und erklären.
Zwillings- und Adoptionsstudien zur Erblichkeit erläutern und diskutieren.
Q2 Persönlichkeit und Verhalten
den Begriff der Persönlichkeit darstellen und erläutern.
Persönlichkeitstheorien darstellen.
psychodynamische Theorien und das Instanzenmodell erläutern und anwenden.
humanistische Theorien und den Gedanken des persönlichen Wachstums erläutern.
soziale Lerntheorien und kognitive Theorien bei der Analyse von Fälle anwenden.
Theorien des Selbst zur Erklärung unterschiedlichen Verhaltens analysieren.
die verschiedenen Positionen hinsichtlich Erbe, Umwelt, Bewusstsein, Verhalten vergleichen
ein persönlichkeitsdiagnostisches Verfahren erläutern und beurteilen.
in einem Fallbericht enthaltene Persönlichkeitseigenschaften nennen.
Testkriterien nennen (Validität, Objektivität, Reliabilität).
Q3 Klinische Psychologie
den Begriff der psychischen Störung beschreiben.
einige Störungen aus dem ICD oder DSM mit ihren Leitsymptomen nennen.
die Faktoren in einem Fall analysieren (aktuelle Prozesse, Person, Situation, Entwicklung).
theoretische Ansätze (Lerntheorien, Kognitive Theorien, Psychodynamische Theorien) zur Erklärung eines Fallbeispiels anwenden.
die verwendeten Ansätze für die Entwicklung eines Therapiekonzepts heranziehen.
eine Intervention mit Fallbezug entwickeln und Erfolgschancen beurteilen.
Q4 Psychosoziale Versorgung
pädagogisch bedeutsame Schlüsselprobleme und Entwicklungen der Gegenwart nennen.
epidemiologische Begriffe wie Prävalenz, Inzidenz, Korrelation erläutern und anwenden.
wesentliche Etappen auf dem Weg zur heutigen psychosozialen Versorgung nennen.
die Entwicklung vorherrschender Paradigmen der Psychiatriegeschichte (Krankheitsbegriffe) nennen.
den Begriff der Stigmatisierung am Beispiel erläutern.
totale Institutionen (Goffman) beschreiben und beurteilen.
die gemeindenahe Psychiatrie charakterisieren.
heutige Institutionen des psychosozialen Versorgung und ihrer Leitbilder beschreiben und analysieren.
den Gedanken der Prävention erläutern und bewerten.
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Psychologie – Bildungsplan für die Gymnasiale Oberstufe, Qualifikationsphase, Bremen, Stand 2009
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