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Lehrpläne Bremen
Sekundarstufe II berufsbildend
Fachschule für Heilerziehungspflege
inhaltsbezogen
Lernfeld 1: Lebenswelten und individuelle Entwicklung wahrnehmen, verstehen und fördern
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Lernfeld 2: Entwicklungs-, Bildungs- und Pflegeprozesse partizipatorisch und teilhabeorientiert planen, durchführen und reflektieren
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Lernfeld 3: Prozesse der Gesundheitsförderung situationsbezogen initiieren
6
Lernfeld 4: Prozesse der gesellschaftlichen Teilhabe verstehen und unterstützen
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Lernfeld 5: Kommunikation, Beziehungen und Gruppenprozesse in den jeweiligen Arbeitsfeldern professionell gestalten
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Lernfeld 6: Team-, Organisations- und Qualitätsprozesse im heilerziehungspflegerischen Kontext gestalten und dokumentieren
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Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Lernfeld 1: Lebenswelten und individuelle Entwicklung wahrnehmen, verstehen und fördern
Die Fachschüler:innen setzen sich mit ihrer eigenen Sozialisation und Erziehung sowie der eigenen Persönlichkeit auseinander.
Sie überprüfen persönliche Werte, Normen und Vorurteile auf der Grundlage der stetigen Reflexion und Auseinandersetzung mit den persönlichen, sozialen und kulturellen Hintergründen.
Die Fachschüler:innen beurteilen die Besonderheiten verschiedener Lebensphasen, individueller Lebenslagen und Lebenswelten ihrer Klienten:innen unter fachtheoretischen Gesichtspunkten.
Bindung und Beziehung werden als zentrale und zu gestaltende Elemente von Entwicklung reflektiert.
Sie entwickeln eine differenzierte und subjektorientierte Wahrnehmungs- und Beobachtungskompetenz.
Die Fachschüler:innen verstehen Menschen als Subjekte der eigenen Entwicklung und sind in der Lage, sie in der Gestaltung eines positiven Selbst- und Lebensentwurfes zu unterstützen und Lernprozesse zu initiieren.
Die Fachschüler:innen analysieren in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und Selbständigkeit ihrer Klienten:innen.
Ausgehend von allgemein gültigen Grundsätzen der Entwicklung und des Lernens werden pädagogische und heilerziehungspflegerische Konzepte zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen reflektiert.
Lernfeld 2: Entwicklungs-, Bildungs- und Pflegeprozesse partizipatorisch und teilhabeorientiert planen, durchführen und reflektieren
Die Fachschüler:innen stellen ihren eigenen Bezug zum heilpädagogischen Beruf dar und entwickeln eine professionelle Einstellung/Haltung sowie die notwendigen Schlüsselqualifikationen zur Arbeit mit Menschen mit Behinderungen (s. Lernfeld 1).
Sie können Prozesse der individuellen pflegerischen Betreuung sowie der alltäglichen Lebensführung als Bildungsprozess auf der Basis aktuellen Fachwissens planen, durchführen und evaluieren/reflektieren.
Sie entwickeln unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen situationsbezogene Angebote / Projekte für Menschen mit Behinderungen auf der Grundlage eines didaktisch-methodischen Konzeptes.
Sie unterstützen Menschen bei der Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes sowie der Teilhabe an der Gesellschaft und respektieren dabei die Persönlichkeit.
Die Fachschüler:innen erwerben eine vielfältige Methodenkompetenz und setzen diese personen- und teilhabeorientiert in den verschiedenen heilpädagogische Handlungsfelder (Wohnen, Freizeit, Schule/Bildung, Arbeit) um.
Über kreative Zugänge (z.B. Musik, Theater, Kunst) ermöglichen sie den Menschen mit Behinderungen Ausdrucks- und Kommunikationswege.
Sie unterstützen Menschen mit Behinderung gezielt in der Entwicklung ihrer Wahrnehmung und Bewegung.
Lernfeld 3: Prozesse der Gesundheitsförderung situationsbezogen initiieren
Die Fachschüler:innen verknüpfen medizinische Kenntnisse mit pflegerischen Handlungen.
Sie analysieren physische wie psychische Beeinträchtigungen, leiten Maßnahmen zur Prophylaxe und Therapie von Erkrankung und Behinderung ab und führen diese in interdisziplinärer Koordination durch.
Die Fachschüler:innen begleiten die Klienten:innen dabei, Experten für die eigene Gesundheit zu werden.
Sie erfassen unterschiedliche Sichtweisen auf Menschen mit Beeinträchtigungen und verstehen sich als Vermittler zu den Akteuren des Gesundheitssystems.
Die Fachschüler:innen begleiten Menschen mit psychischen Problemen in ihrer jeweiligen Lebenssituation.
Sie reflektieren die Anforderungen sowie Belastungen dieses Handlungsfeldes und wenden Strategien zur eigenen Gesunderhaltung an.
Lernfeld 4: Prozesse der gesellschaftlichen Teilhabe verstehen und unterstützen
Die Fachschüler:innen entwickeln eine menschenrechtsorientierte Haltung und können diese prozessorientiert reflektieren und Erkenntnisse argumentativ vertreten.
Sie stärken, begleiten und fördern, ausgehend von individuellen Lebensvorstellungen und Teilhabewünschen von Menschen mit Behinderung, Prozesse der Mitbestimmung und Interessenvertretung.
Sie kennen die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Berufsfeld und bewerten diese.
Sie analysieren die Lebenswelten von Menschen mit Behinderung im gesellschaftshistorischen Kontext.
Sie entwickeln die Fähigkeit, professionell im Sinne der Inklusion, Partizipation und der Sozialraumorientierung zu handeln.
Lernfeld 5: Kommunikation, Beziehungen und Gruppenprozesse in den jeweiligen Arbeitsfeldern professionell gestalten
Die Fachschüler:innen kommunizieren mit unterschiedlichen Personengruppen in vielfältigen Kontexten und mit verschiedenen Kommunikationsvoraussetzungen und Professionen.
Sie wenden die erworbenen kommunikativen Kompetenzen im Rahmen professioneller Beziehungen mit Fachpersonen in komplexen Team- und Gruppenprozessen an.
Kommunikation und Beziehung werden als Prozesse verstanden und mit Einzelnen oder mit Gruppen lösungsorientiert angelegt und analysiert.
Die Fachschüler:innen fördern Menschen mit Behinderung in ihrer Kommunikationsfähigkeit, indem sie sprachfördernde Methoden wie Formen unterstützender Kommunikation anwenden.
Die Fachschüler:innen reflektieren ihr Kommunikationsverhalten sowie Abhängigkeits- und Machtverhältnisse und beachten dabei unterschiedliche Perspektiven und Rollenkonstellationen.
Lernfeld 6: Team-, Organisations- und Qualitätsprozesse im heilerziehungspflegerischen Kontext gestalten und dokumentieren
Die Fachschüler:innen kennen berufsrechtliche Grundlagen und richten ihr Handeln danach aus.
Sie nehmen ihre eigenen Interessen und Rechte wahr.
Sie verstehen betriebswirtschaftliche Vorgänge, handeln ökonomisch, ökologisch und dienstleistungsorientiert.
Dabei handeln sie im Sinn der Lebensqualität von Menschen in behinderten Lebenssituationen und beachten das komplexe Spannungsfeld zwischen notwendiger Personenzentrierung und betriebswirtschaftlichen, rechtlichen, sozial-administrativen Aspekten.
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Rahmenlehrplan Fachschule für Heilerziehungspflege, Freie Hansestadt Bremen, Mai 2024
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