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Interkulturelle Kompetenz
verfügen über Kenntnisse zur Lebenswelt des Herkunftslandes bzw. der Herkunftsregion ihrer Familie und zu ihrer eigenen Lebenswelt,
vergleichen typische Rituale, Tagesabläufe und Lebensgewohnheiten und erkennen Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten und Unterschiede.
beachten typische Praktiken und verhalten sich in verschiedenen Kontexten angemessen,
versetzen sich in andere Menschen hinein,
nehmen Perspektivwechsel vor, um Begegnungssituationen zu gestalten,
erkennen Missverständnisse und Konfliktsituationen und versuchen mit den ihnen zur Verfügung stehenden sprachlichen Mitteln zur Klärung beizutragen,
entwickeln Empathie, Achtung und Wertschätzung gegenüber anderen,
gehen anerkennend und wertschätzend mit Vielfalt und Mehrfachzugehörigkeit um, halten Unterschiede und Widersprüche aus,
reflektieren ihre eigene Lebensweise und ihre Einstellungen und entdecken Gemeinsamkeiten über Gruppenzugehörigkeiten hinaus,
erkennen diskriminierende Äußerungen und vermeiden diese,
beziehen Stellung gegen Ausgrenzung und Abwertung von sich und anderen.
Hör- und Hör-Sehverstehen
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Versteht das Kind vertraute, häufig wiederkehrende, einfache Arbeitsanweisungen, die deutlich an es gerichtet sind und von Mimik und Gestik gestützt werden?
Reagiert das Kind – auch nonverbal – auf einfache Anweisungen und Bewegungsaufgaben?
Versteht das Kind vertraute, alltägliche Wörter und formelhafte Äußerungen in kurzen Hörtexten und Mitteilungen seiner Mitschülerinnen und Mitschüler (z. B. Farben, Zahlen, Tiere)?
Versteht das Kind im Wesentlichen den Inhalt von sehr einfachen, visuell gestützten Geschichten, wenn diese langsam erzählt werden und vertraute altersgerechte Themen enthalten?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
folgen einfachen Äußerungen im Unterrichtsgespräch,
verstehen die wesentlichen Inhalte von kurzen Hörtexten über alltägliche und vorhersehbare Dinge, wenn vertraute Standardsprache gesprochen wird und es keine störenden Hintergrundgeräusche gibt,
entnehmen gezielt deutlich markierte, klar voneinander abgegrenzte Einzelinformationen in kurzen, einfachen Gesprächen über vertraute Themen,
verstehen das Wesentliche von kurzen und einfachen Ankündigungen und Mitteilungen (Wegbeschreibungen, Ansagen),
folgen einzelnen Sequenzen von sprachlich einfachen (Kurz-)Filmen und Videoclips und verstehen einzelne Aussagen und den Kontext,
folgen Geschichten und verstehen wesentliche Handlungselemente, wenn visuelle Hilfe (z. B. Bilder, Mimik, Gestik) gegeben wird.
An Gesprächen teilnehmen
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Äußert das Kind Zustimmung und Ablehnung mit einfachsten Phrasen?
Formuliert das Kind Vorlieben und Abneigungen mit einfachen Phrasen?
Drückt das Kind Gefühle in einfacher Form aus (z. B. Freude, Traurigkeit, Ärger)?
Bewältigt das Kind in einfacher Form erste Sprechsituationen (z. B. Kontakt aufnehmen/beenden, um Entschuldigung bitten, sich vorstellen)?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
beteiligen sich an Gesprächen über vertraute Themen mit sprachlich kurzen, einfachen Redebeiträgen und stellen dabei selbst einfache Fragen,
verwenden einfache sprachliche Mittel und Wendungen zum Ausdruck von Bitten, Anweisungen, Zustimmung und Ablehnung,
formulieren Wünsche, Vorlieben und Abneigungen und begründen diese teilweise in einfacher Form,
interagieren miteinander in überschaubaren Sprechsituationen (z. B. Kontakt aufnehmen/beenden, Verabredungen treffen, Auskünfte einholen (z. B. Preis, Zeit, Ort), um Entschuldigung bitten),
verständigen sich in einfacher Form über Themen, die ihre eigene Person und die unmittelbare Lebenswelt betreffen (z. B. Familie, Freunde, Schule, Freizeit, Essen, Einkaufen) und nutzen dabei bekannte Redemittel und zunehmend auch eigene Konstruktionen.
Zusammenhängendes Sprechen
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Spricht das Kind Wörter und kurze, einfache Sätze verständlich mit und nach?
Benennt das Kind vertraute Personen, Tiere und Gegenstände?
Trifft das Kind kurze Aussagen über sich selbst (z. B. Name, Alter, Herkunft, Vorlieben)?
Trägt das Kind vielfach geübte, auswendig gelernte, kurze und einfache Gedichte, Reime, Raps oder Lieder vor?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
sprechen zusammenhängend in kurzen, auch unvollständigen Sätzen über sich selbst und andere Personen,
sprechen in einfachen Worten über vertraute Themen (z. B. Lebewesen, Wetter, Klassenraum),
geben einfache Handlungsabläufe wieder, beschreiben Tätigkeiten in kurzen Sätzen und stellen dabei einfache Verknüpfungen her,
tragen vielfach geübte, kurze Texte vor,
halten mit Hilfsmitteln eine kurze, einfache, mehrfach geprobte Präsentation mit digitaler Unterstützung (z. B. „Mein Lieblingsstar“, „Mein Traumhaus“),
tragen Arbeitsergebnisse zu einem überschaubaren Auftrag in Form von Aufzählungen und sehr kurzen Berichten vor,
äußern sich zu sprachlichen und visuellen Impulsen (u. a. analoge und digitale Bildimpulse).
Leseverstehen
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Liest und versteht das Kind einzelne Wörter und sehr kurze, einfache Sätze, wenn sie sehr vertraut sind oder Bildern zugeordnet werden können?
Liest und versteht das Kind häufig wiederkehrende einfache Arbeitsanweisungen mit Unterstützung?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
lesen und verstehen häufig wiederkehrende Arbeitsanweisungen,
erfassen, unterstützt durch Bildvorgaben, die Hauptaussage in einfachen Texten mit überwiegend vertrautem Wortschatz,
folgen dem Handlungsverlauf kurzer, einfacher, auch didaktisierter Geschichten und Bildergeschichten und erkennen Zusammenhänge,
lesen und verstehen einfache, kurze persönliche Mitteilungen (z. B. in Postkarten, E-Mails),
entnehmen gezielt Informationen und Inhalte aus kurzen, übersichtlich gestalteten, alltagsnahen Sach- und Erzähltexten in analoger und digitaler Form (z. B. Internetseiten, Prospekten, Schildern, Speisekarten, Spiel- und Bastelanleitungen, Lesespurgeschichten),
verstehen kurze, einfache Beschreibungen von Personen, Tieren, Dingen, Orten und Wegen.
Schreiben
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Schreibt das Kind einfache, bekannte Wörter und kurze Wendungen von der Tafel oder einer Textvorlage ab?
Schreibt das Kind sehr kurze Listen (z. B. Einkauf, Kofferpacken) oder schreibt es ein bekanntes passendes Wort unter ein Bild?
Schreibt oder vervollständigt das Kind einen kurzen, sehr einfachen Text (z. B. Aussagen über sich selbst und andere) mithilfe von sehr vertrauten Wörtern und Wendungen?
Kann das Kind den geübten Wortschatz richtig abschreiben?
Kann das Kind einfache und vielfach geübte Wörter schreiben?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
tragen persönliche Daten in einfache Formulare ein,
schreiben kurze, einfache Mitteilungen (z. B. Post-its oder Beiträge für soziale Medien),
verfassen sehr kurze, einfache Texte (z. B Postkarten, Textnachrichten, E-Mails) aus aneinandergereihten Sätzen zu bekannten Themen (Gewohnheiten, Hobbys etc.),
stellen kurze Informationen für eine Präsentation (z. B. Poster oder mithilfe von digitalen Medien) mit einfachen sprachlichen Redemitteln dar,
beschreiben in einfachen Wendungen und kurzen Sätzen sich selbst, andere Personen, Tiere und Gegenstände ihrer Umgebung. ung
Sprachmittlung
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Gibt das Kind in vertrauten Alltagssituationen mündlich einzelne Äußerungen in der jeweils anderen Sprache so wieder, dass das Verständnis in groben Zügen gesichert ist?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
übertragen einfache Anweisungen und Auskünfte in die jeweils andere Sprache,
ermitteln aus einfachen Alltagstexten (z. B. aus einem Brief oder einer E-Mail) in der deutschen Sprache oder der Herkunftssprache die Hauptaussage und geben diese in der jeweils anderen Sprache weitgehend sinngemäß wieder,
überbrücken mithilfe von Umschreibungen und Wiederholungen fehlende Ausdrucksmöglichkeiten.
Wortschatz
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Nutzt das Kind einzelne Wörter und Wendungen, die sich auf konkrete Situationen im Rahmen der erarbeiteten Themenbereiche beziehen?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
verwenden einen elementaren, individuellen, auf ihre Lebenswelt bezogenen thematischen Wortschatz; dabei ist der rezeptive Wortschatz größer als der produktive,
verständigen sich situationsangemessen und mit einem vernetzten Wortschatz (chunks, memorierte Sätze, individuelle Redemittel, die auch unvollständig sind),
werden elementaren Kommunikationsbedürfnissen gerecht,
nutzen teilweise code switching bzw. translanguaging, um die Kommunikation aufrechtzuerhalten.
Grammatik
erkennen und beschreiben ihnen vertraute Handlungen, Ereignisse und Sachverhalte als gegenwärtig, vergangen oder zukünftig und geben sie wieder,
verstehen und formulieren einfache Aussagen, Fragen und Aufforderungen in bejahender und verneinender Form,
erkennen die Anzahl, Art und Zugehörigkeit von Gegenständen, Lebewesen und Sachverhalten,
stellen einfache Vergleiche an,
drücken einfache Bitten und Wünsche aus.
Aussprache und Intonation
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Spricht das Kind geläufige Wörter und Wendungen in der Standardsprache verständlich aus?
Kann das Kind ungewohnte, aber für die Herkunftssprache typische Laute bilden?
Kann das Kind deutlich gesprochene Wörter und Sätze verständlich nachsprechen?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
verfügen über eine verständliche Aussprache (teilweise werden Gesprächspartnerinnen und -partner aber um Wiederholung bitten müssen),
wenden die Artikulation der standardsprachlichen Laute und Lautkombinationen zunehmend auf einfache neue Wörter an,
werden von den meisten Menschen verstanden, die die Herkunftssprache als Erstsprache sprechen und den Umgang mit Schülerinnen und Schülern gewöhnt sind.
Rechtschreibung
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Schreibt das Kind vertraute Wörter und Wendungen mithilfe einer Vorlage ab?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
verfügen über die Laut-Buchstaben-Zuordnungen im Zeichensystem ihrer Herkunftssprache,
sind sich der Unterschiede zum deutschen Schriftsystem bewusst,
schreiben erste Wörter des Grundwortschatzes unter Einbeziehung erster Rechtschreibregeln richtig und kontrollieren ihre Schreibergebnisse.
Sprachlernkompetenz
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Fragt das Kind nach, wenn es etwas nicht verstanden hat?
Findet das Kind nichtsprachliche Möglichkeiten sich mitzuteilen (z. B. Mimik, Gestik)?
Erkennt das Kind wiederkehrende, einfache sprachliche Strukturen?
Nutzt das Kind erste Lern- und Arbeitstechniken, die ihm beim Sprachenlernen helfen?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
nutzen ihr Vorwissen sowie visuelle und auditive Informationen (z. B. Intonation, Gestik und Mimik) zum Verstehen,
fragen bei Ausdrucks- und Verständnisproblemen nach,
wenden bei Wortschatzlücken einfache Strategien der Umschreibung an,
erschließen die Bedeutung von unbekannten, ableitbaren Wörtern aus dem Kontext,
verwenden analoge und digitale Hilfsmittel, z. B. Wörterlisten, Wörterbücher,
fertigen lernunterstützende Notizen an (z. B. in Form von mind maps, Bildbeschriftungen),
wenden verschiedene Verfahren zum Erlernen des Wortschatzes an, z. B. digitale Lernsysteme, Vokabelheft, Karteikarten, audio- und/oder visuelle Unterstützung,
lernen Selbsteinschätzungsbögen kennen,
wenden erste Lernstrategien an und finden mit Unterstützung individuelle Lernwege,
Sprachbewusstheit
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Erkennt das Kind einige auffällige Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen der Herkunftssprache und der deutschen Sprache (z. B. Buchstaben, Artikel, Genus, typische Ausdrucksmittel wie formelhafte Wendungen der Begrüßung, der Verabschiedung und des Glückwünschens)?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
erkennen und beschreiben Ähnlichkeiten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Herkunftssprache und der deutschen Sprache (z. B. Zahlen, Uhrzeit, Datum, Anredeformeln, sprachliche Rituale bei festlichen Gelegenheiten, sprachbegleitende Gestik und Mimik),
erkennen Unterschiede, Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten zwischen gesprochener und geschriebener Sprache in Äußerungen und Texten,
unterscheiden erste Wörter, Formulierungen und Sätze der Alltags- und Bildungssprache. en sstufe 4 ch jedoch teilweise in den Kompetenzbeschreibungen
Text- und Medienkompetenz
Beobachtungskriterien: Ende Jahrgangsstufe 2
Entwickelt das Kind erste eigene Gedanken zu Texten?
Verfügt das Kind über erste Einblicke in die Angebote analoger und digitaler Medien?
Regelanforderungen: Ende Jahrgangsstufe 4
nutzen zunehmend selbstständig analoge und digitale Medien und Werkzeuge als Informationsquelle, Präsentationsmittel und Kommunikationsmittel (z. B. Wort-Bild-Sammlungen, primarschulgemäße Wörterbücher, einfache Computerprogramme),
können vor dem Lesen Erwartungen an den Text formulieren,
kennen verschiedene Textsorten (kontinuierliche und nicht kontinuierliche Sach- und Gebrauchstexte, Erzähltexte, lyrische und szenische Texte) und stellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten fest,
schreiben Texte zu verschiedenen Schreibanlässen (z. B. Einladung, E-Mail),
schreiben einfache Gedichte mit vorgegebener Struktur (z.B. Elfchen, Haiku).