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Lehrpläne Hamburg
Grundschule
Niederdeutsch
prozessbezogen
Personale Kompetenzen
3
Motivationale Einstellungen
3
Lernmethodische Kompetenzen
3
Soziale Kompetenzen
3
Hör- und Hör-/Sehverstehen (Rezeption)
10
An Gesprächen teilnehmen (Produktion)
10
Zusammenhängendes Sprechen (Produktion)
11
Leseverstehen (Rezeption)
8
Schreiben (Produktion)
9
Methodische Kompetenzen
8
inhaltsbezogen
Wortschatz
4
Aussprache und Intonation
6
Soziokulturelles Orientierungswissen
3
Umgang mit kultureller Vielfalt
3
Praktische Bewältigung regionalkultureller Begegnungssituationen
1
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Personale Kompetenzen
hat Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und glaubt an die Wirksamkeit des eigenen Handelns.
entwickelt eine eigene Meinung, trifft eigene Entscheidungen und vertritt diese gegenüber anderen.
schätzt eigene Fähigkeiten realistisch ein und nutzt eigene Potenziale.
Motivationale Einstellungen
setzt sich für Dinge ein, die ihr/ihm wichtig sind, zeigt Einsatz und Initiative.
ist motiviert, Neues zu lernen und Dinge zu verstehen, strengt sich an, um sich zu verbessern.
arbeitet ausdauernd und konzentriert, gibt auch bei Schwierigkeiten nicht auf.
Lernmethodische Kompetenzen
geht beim Lernen strukturiert und systematisch vor, plant und organisiert eigene Arbeitsprozesse.
kennt und nutzt unterschiedliche Wege, um Probleme zu lösen.
kann Informationen sammeln, aufbereiten, bewerten und präsentieren.
Soziale Kompetenzen
arbeitet gut mit anderen zusammen, übernimmt Aufgaben und Verantwortung in Gruppen.
verhält sich in Konflikten angemessen, versteht die Sichtweisen anderer und geht darauf ein.
zeigt Toleranz und Respekt gegenüber anderen und geht angemessen mit Widersprüchen um.
Beobachtungskriterien – vor A1
Versteht das Kind vertraute, häufig wiederkehrende, einfache Arbeitsanweisungen (Dat seggt wi in de Klass), die deutlich an es gerichtet sind und von Mimik und Gestik gestützt werden?
Reagiert das Kind – auch nonverbal – auf einfache Anweisungen und Bewegungsaufgaben (All tosamen, Hürr hen, Segg mal ... etc.)?
Versteht das Kind vertraute, alltägliche Wörter und formelhafte Äußerungen (chunks) in kurzen Hörtexten und Mitteilungen seiner Mitschülerinnen und Mitschüler (z. B. Farben, Zahlen, Tiere)?
Versteht das Kind in groben Zügen den Inhalt von sehr einfachen, visuell gestützten Geschichten, wenn diese langsam erzählt werden und vertraute altersgerechte Themen enthalten?
Regelanforderungen – A1+
folgen einfachen Äußerungen im Unterrichtsgespräch im (funktional) einsprachig geführten Dat seggt wi in de Klass (z. B. Arbeitsanweisungen, Äußerungen von Mitschülerinnen und Mitschülern),
verstehen die wesentlichen Inhalte von kurzen Hörtexten über alltägliche und vorhersehbare Dinge, wenn vertraute Standardsprache gesprochen wird und es keine störenden Hintergrundgeräusche gibt,
entnehmen gezielt deutlich markierte, klar von einander abgegrenzte Einzelinformationen in kurzen einfachen Gesprächen über vertraute Themen,
verstehen das Wesentliche von kurzen und einfachen Ankündigungen und Mitteilungen (Wegbeschreibungen, Ansagen),
folgen einzelnen Sequenzen von sprachlich einfachen (Kurz-)Filmen und Videoclips und verstehen einzelne Aussagen und den Kontext,
folgen Geschichten und verstehen wesentliche Handlungselemente, wenn visuelle Hilfen (z.B. Bilder, Mimik, Gestik) gegeben werden.
Beobachtungskriterien – vor A1
Äußert das Kind Zustimmung und Ablehnung mit einfachsten Phrasen (z. B. mit jo und ne)?
Formuliert das Kind Vorlieben und Abneigungen mit einfachen Phrasen (z. B. Ik mag/Ik mag nich)?
Drückt das Kind Gefühle in einfacher Form aus (z. B. Freude, Traurigkeit, Ärger)?
Bewältigt das Kind in einfacher Form erste Sprechsituationen (z. B. Kontakt aufnehmen/ beenden, um Entschuldigung bitten, sich vorstellen)?
Regelanforderungen – A1+
beteiligen sich an Gesprächen über vertraute Themen mit sprachlich kurzen einfachen Redebeiträgen und stellen dabei selbst einfache Fragen,
verwenden einfache sprachliche Mittel und isolierte Wendungen zum Ausdruck von Bitten, Anweisungen, Zustimmung und Ablehnung (z. B. goode Idee, allerbest, geiht kloor),
formulieren Wünsche, Vorlieben und Abneigungen und begründen diese teilweise in einfacher Form (denn),
interagieren miteinander in überschaubaren Sprechsituationen (z. B. Kontakt aufnehmen/ beenden, Verabredungen treffen, Auskünfte einholen [z. B. Preis, Zeit, Ort], um Entschuldigung bitten),
verständigen sich in einfacher Form über Themen, die ihre eigene Person und die unmittelbare Lebenswelt betreffen (z. B. Familie, Freunde, Schule, Freizeit, Essen, Einkaufen) und nutzen dabei bekannte Redemittel und zunehmend auch eigene Konstruktionen,
drücken Gefühle in einfacher Form aus (z. B. Freude, Ärger, Traurigkeit).
Beobachtungskriterien – vor A1
Spricht das Kind Wörter und kurze einfache Sätze verständlich mit und nach?
Benennt das Kind vertraute Personen, Tiere und Gegenstände?
Trifft das Kind kurze, eingeübte Aussagen über sich selbst (z. B. Name, Alter, Herkunft, Vorlieben)?
Trägt das Kind vielfach geübte, auswendig gelernte, kurze und einfache Gedichte, Reime, Raps oder Lieder vor?
Regelanforderungen – A1+
sprechen zusammenhängend in kurzen, auch unvollständigen Sätzen über sich selbst und andere Personen,
sprechen in einfachen Worten über vertraute Themen (z. B. Lebewesen, Wetter, Klassenraum),
geben einfache Handlungsabläufe wieder und beschreiben Tätigkeiten in kurzen, teilweise auch unvollständigen Sätzen,
tragen vielfach geübte Texte vor,
halten mit Hilfsmitteln eine kurze, einfache mehrfach geprobte Präsentation (z. B. mien Huusdeert, mien Pop Star, mien Kamer),
tragen Arbeitsergebnisse zu einem überschaubaren Auftrag in Form von Aufzählungen und sehr kurzen Berichten vor,
äußern sich zu sprachlichen und visuellen Impulse (u.a. analoge und digitale Bildimpulse).
Beobachtungskriterien – vor A1
Kann das Kind vielfach geübte Wörter lesen (z.B. Ik graleer ok, Scheune Oostern/Wiehnachten, Hüüt is … (Dag), Wedder, Johrstied)?
Regelanforderungen – A1
lesen und verstehen häufig wiederkehrende Arbeitsanweisungen,
erfassen unterstützt durch Bildvorgaben die Hauptaussage in einfachen Texten mit überwiegend vertrautem Wortschatz,
folgen dem Handlungsverlauf kurzer, einfacher, authentischer oder didaktisierter Geschichten, Bildergeschichten und audio-visuellen Texten zum Mitlesen und erkennen Zusammenhänge,
lesen und verstehen einfache kurze persönliche Mitteilungen (z. B. in Postkarten, E-Mails),
entnehmen gezielt Informationen und Inhalte aus analogen und digitalen kurzen, übersichtlich gestalteten, alltagsnahen Sach- und Erzähltexten (z. B. Speisekarten, Bastelanleitung),
verstehen kurze, einfache Beschreibungen von Personen, Tieren, Dingen und Orten und Wegbeschreibungen,
verstehen vereinfachte Liedtexte oder Comics.
Beobachtungskriterien – vor A1
Kann das Kind geübten Wortschatz richtig abschreiben?
Kann das Kind einfache und vielfach geübte Wörter schreiben?
Regelanforderungen – A1
schreiben Listen oder beschriften Bilder und fertigen lernunterstützende Notizen an (z. B. in Form von mind maps),
tragen persönliche Daten in einfache Formulare ein,
schreiben kurze einfache Mitteilungen (z. B. Inlaaden, Inköper List),
verfassen sehr kurze einfache Texte (z. B. Postkarten, E-Mails) aus aneinandergereihten Sätzen zu bekannten Themen (Gewohnheiten, Hobbys etc.),
stellen kurze Informationen für eine Präsentation (z. B. Poster) mit einfachen sprachlichen Redemitteln dar,
beschreiben in einfachen Wendungen und kurzen Sätzen sich selbst, andere Personen, Tiere und Gegenstände ihrer Umgebung,
schreiben einfache Gedichte mit vorgegebener Struktur (z. B. Elfchen, Haiku).
Beobachtungskriterien – vor A1
Nutzt das Kind einzelne Wörter, bekannte Satzstrukturen und Wendungen, die sich auf konkrete Situationen im Rahmen der erarbeiteten Themenbereiche beziehen?
Regelanforderungen – A1+
verwenden einen elementaren, individuellen, auf ihre Lebenswelt bezogenen thematischen Wortschatz; dabei ist der rezeptive Wortschatz größer als der produktive,
verständigen sich situationsangemessen und mit einem vernetzten Wortschatz (Redewendungen, memorierte Sätze, individuelle Redemittel, die auch unvollständig sind),
werden elementaren Kommunikationsbedürfnissen gerecht; dabei kann es aufgrund von Lücken im Wortschatz zu Codeswitching, Abbrüchen und Missverständnissen kommen.
Beobachtungskriterien – vor A1
Spricht das Kind geläufige niederdeutsche Wörter verständlich aus?
Kann das Kind ungewohnte, aber für das Niederdeutsche typische Laute bilden?
Kann das Kind deutlich gesprochene Wörter und Sätze verständlich nachsprechen?
Regelanforderungen – A1+
verfügen über eine verständliche Aussprache (teilweise werden Gesprächspartner aber um Wiederholung bitten müssen),
wenden die Artikulation niederdeutscher Laute und Lautkombinationen zunehmend auf einfache neue Wörter an,
werden meist von Menschen verstanden, die Niederdeutsch als Erstsprache sprechen und den Umgang mit Schülerinnen und Schülern gewöhnt sind.
Soziokulturelles Orientierungswissen
kennen Beispiele für Lieder, Spiele, Geschichten und Reime aus dem niederdeutschsprachigen Raum,
kennen typische Feste und die damit verbundenen kulturellen Praktiken,
kennen einige typische Arten der Freizeitgestaltung und des Tagesablaufes, kennen einige typische Besonderheiten und/oder Anknüpfungspunkte an die niederdeutsche Sprache (z. B. Planten un Blomen, niederdeutsche Straßennamen, typische Hamburger Ausdrücke wie ‚Moin, Moin‘; ‚Hummel, Hummel – Mors, Mors‘).
Umgang mit kultureller Vielfalt
zeigen sich interessiert und aufgeschlossen gegenüber der Regionalkultur,
werden sich eigener kulturell geprägter Aspekte ihrer Lebenswirklichkeit bewusst und setzen diese in Bezug zu anderen Lebenswirklichkeiten,
begegnen fremden und ungewohnten Aspekten der niederdeutschsprachigen Lebenswelt mit Neugier, Offenheit und Wertschätzung.
Praktische Bewältigung regionalkultureller Begegnungssituationen
sind in der Lage, in verschiedenen Kontexten auf Niederdeutsch Fragen zu stellen und zu beantworten und kurze Gespräche zu führen.
Beobachtungskriterien – A1
Lässt sich das Kind auf die Einsprachigkeit der Lehrkraft ein?
Findet das Kind nichtsprachliche Möglichkeiten sich mitzuteilen (z. B. Mimik, Gestik)?
Regelanforderungen – A1
sammeln den erlernten Wortschatz in schriftlicher Form,
nutzen zunehmend angeleitet analoge und digitale Medien und Werkzeuge als Informationsquelle, Präsentationsmittel und Kommunikationsmittel (z. B. Wort-Bild-Sammlungen, Wörterbücher, einfache Computerprogramme), die z. B vom Länderzentrum für Niederdeutsch angeboten werden,
ordnen sehr häufig gehörte Wörter Wortfeldern in vertrauten Aufgabenformaten zu (z. B. Mindmap),
lernen Selbsteinschätzungsbögen kennen,
wenden erste Lernstrategien an und finden individuelle Lernwege,
nehmen erste Sprachvergleiche zwischen Standarddeutsch und Niederdeutsch vor und reflektieren über Sprache.
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Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule und Berufsbildung — Bildungsplan Grundschule 2022, Niederdeutsch. Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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