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Interkulturelle Kompetenz
ihr Orientierungswissen über die Zielkulturen in vielfältigen Situationen anwenden: Aspekte der Alltagskultur und Berufswelt, Themen und Probleme junger Erwachsener, gegenwärtige politische und soziale Bedingungen, historische und kulturelle Entwicklungen einschließlich literarischer Aspekte sowie Themen von globaler Bedeutung
ihr Wissen über Kommunikation anwenden und fremdsprachige Konventionen beachten, u. a. zur Signalisierung von Distanz und Nähe, ihre Wahrnehmungen und (Vor-)Urteile erkennen, hinterfragen, relativieren und ggf. revidieren
einen Perspektivenwechsel vollziehen sowie verschiedene Perspektiven vergleichen und abwägen
Werte, Haltungen und Einstellungen ihrer zielsprachigen Kommunikationspartner erkennen und unter Berücksichtigung des fremdkulturellen Hintergrundes einordnen
fremdsprachige Texte und Diskurse in ihrer fremdkulturellen Dimension erfassen, deuten und bewerten
fremde und eigene Werte, Haltungen und Einstellungen im Hinblick auf international gültige Konventionen (z. B. die Menschenrechte) einordnen
ihr strategisches Wissen nutzen, um Missverständnisse und sprachlich-kulturell bedingte Konfliktsituationen zu erkennen und zu klären
sich trotz des Wissens um die eigenen begrenzten kommunikativen Mittel auf interkulturelle Kommunikationssituationen einlassen und ihr eigenes sprachliches Verhalten in seiner Wirkung reflektieren und bewerten
auch in für sie interkulturell herausfordernden Situationen reflektiert agieren, indem sie sprachlich und kulturell Fremdes auf den jeweiligen Hintergrund beziehen und sich konstruktiv-kritisch damit auseinandersetzen.
Hör- und Hör-Sehverstehen (Rezeption)
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
einem Hör- bzw. Hörsehtext die Hauptaussagen oder Einzelinformationen entsprechend der Hör- bzw. Hörseh-Absicht entnehmen
textinterne Informationen und textexternes Wissen kombinieren
in Abhängigkeit von der jeweiligen Hör-/Hörsehabsicht Rezeptionsstrategien anwenden
angemessene Strategien zur Lösung von Verständnisproblemen einsetzen
Stimmungen und Einstellungen der Sprechenden erfassen
gehörte und gesehene Informationen aufeinander beziehen und in ihrem kulturellen Zusammenhang verstehen.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
komplexe Hör- und Hörsehtexte auch zu wenig vertrauten Themen erschließen
implizite Informationen erkennen und einordnen und deren Wirkung interpretieren
implizite Einstellungen oder Beziehungen zwischen Sprechenden erfassen
Hör- und Hörsehtexte verstehen, auch wenn schnell gesprochen oder nicht Standardsprache verwendet wird
einem Hör- bzw. Hörsehtext die Hauptaussagen oder Einzelinformationen entsprechend der Hör- bzw. Hörseh-Absicht entnehmen, auch wenn Hintergrundgeräusche oder die Art der Wiedergabe das Verstehen beeinflussen.
An Gesprächen teilnehmen
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
ein adressatengerechtes und situationsangemessenes Gespräch in der Fremdsprache führen
verbale und nicht-verbale Gesprächskonventionen situationsangemessen anwenden, um z. B. ein Gespräch oder eine Diskussion zu eröffnen, auf Aussagen anderer Sprecher einzugehen, sich auf Gesprächspartner einzustellen und ein Gespräch zu beenden
angemessene kommunikative Strategien bewusst einsetzen, um mit Nichtverstehen und Missverständnissen umzugehen
sich zu vertrauten Themen aktiv an Diskussionen beteiligen sowie eigene Positionen vertreten
in informellen und formellen Situationen persönliche Meinungen unter Beachtung kultureller Gesprächskonventionen ausdrücken und begründen
zu aktuell bedeutsamen Sachverhalten in Gesprächen oder Diskussionen Stellung nehmen.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
sich an Diskussionen zu weniger vertrauten Themen aktiv beteiligen, auf differenzierte Äußerungen anderer angemessen reagieren sowie eigene Positionen vertreten
ein adressatengerechtes und situationsangemessenes Gespräch in der Fremdsprache führen und sich dabei spontan und weitgehend flüssig äußern
zu aktuellen wie generell bedeutsamen Sachverhalten Stellung nehmen und in Diskussionen ggf. verschiedene Positionen sprachlich differenziert formulieren.
Zusammenhängendes monologisches Sprechen
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
Sachverhalte bezogen auf ein breites Spektrum von Vorgängen des Alltags sowie Themen fachlichen und persönlichen Interesses strukturiert darstellen und ggf. kommentieren
für Meinungen, Pläne oder Handlungen klare Begründungen bzw. Erläuterungen geben
nicht-literarische und literarische, auch mediale Textvorlagen sprachlich angemessen und kohärent vorstellen
im Kontext komplexer Aufgabenstellungen eigene mündliche Textproduktionen, z. B. Vorträge, Reden, Teile von Reportagen und Kommentare, planen, adressatengerecht vortragen und dabei geeignete Vortrags- und Präsentationsstrategien nutzen.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
Sachverhalte bezogen auf ein breites Spektrum von anspruchsvollen Themen fachlichen, persönlichen und kulturellen Interesses strukturiert darstellen und kommentieren
komplexe nicht-literarische und literarische, auch mediale Textvorlagen sprachlich angemessen und kohärent vorstellen und dabei wesentliche Punkte und relevante unterstützende Details hervorheben
eine Präsentation klar strukturiert und flüssig vortragen, ggf. spontan vom vorbereiteten Text abweichen und auf Nachfragen zum Thema eingehen.
Lesen (Rezeption)
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
Texte unterschiedlicher Textsorten und Entstehungszeiten erschließen
explizite und implizite Aussagen von Texten sowie deren Wirkungspotenzial erkennen und einschätzen
Texte und Textteile mit Bezug auf ein spezifisches Leseziel auswählen
der Leseabsicht entsprechende Rezeptionsstrategien selbstständig anwenden
die Hauptaussagen und deren unterstützende sprachliche und / oder inhaltliche Einzelinformationen erfassen
die inhaltliche Struktur eines Textes nachvollziehen und Gestaltungsmerkmale in ihrer Wirkung erfassen
die Absicht und Wirkung von Texten in deren zielkulturellen Zusammenhängen erkennen
mehrfach kodierte Texte und Textteile, z. B. in Werbeanzeigen, Plakaten, Flugblättern, aufeinander beziehen und in ihrer Einzel- und Gesamtaussage erkennen, analysieren und bewerten.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
selbstständig komplexe Texte unterschiedlicher Textsorten und Entstehungszeiten auch zu wenig vertrauten Themen erschließen
die inhaltliche Struktur von komplexen Texten erkennen und dabei Gestaltungsmerkmale in ihrer Funktion und Wirkung analysieren
die Wirkung von Texten in deren zielkulturellen Zusammenhängen analysieren.
Schreiben (Produktion und Interaktion)
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
Schreibprozesse selbstständig planen, umsetzen und reflektieren
Texte in formeller oder persönlich-informeller Sprache verfassen und dabei wesentliche Konventionen der jeweiligen Textsorten beachten
Informationen strukturiert und kohärent vermitteln
sich argumentativ mit unterschiedlichen Positionen auseinandersetzen
Texte zu literarischen und nicht-literarischen Textvorlagen verfassen
eigene kreative Texte verfassen, ggf. in Anbindung an eine Textvorlage
Textsorten zielorientiert in eigenen Textproduktionen situationsangemessen verwenden
diskontinuierliche Vorlagen in kontinuierliche Texte umschreiben.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
aus einem breiten Spektrum eine Textsorte auswählen, in eigenen Textproduktionen situationsangemessen und adressatengerecht umsetzen und dabei die Konventionen der jeweiligen Textsorte beachten
bei der Textgestaltung funktionale Gesichtspunkte, z. B. Leserlenkung und Fokussierung, beachten
literarische und nicht-literarische Textvorlagen transformieren, z. B. einen historischen Text in einen modernen Text umwandeln, einen Text mit fachsprachlichen Elementen für eine andere Zielgruppe adaptieren.
Sprachmittlung (Interaktion und Produktion)
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
Informationen adressatengerecht und situationsangemessen in der jeweils anderen Sprache zusammenfassend wiedergeben
interkulturelle Kompetenz und entsprechende kommunikative Strategien einsetzen, um adressatenrelevante Inhalte und Absichten in der jeweils anderen Sprache zu vermitteln
bei der Vermittlung von Informationen gegebenenfalls auf Nachfragen eingehen
Inhalte unter Nutzung von Hilfsmitteln, wie z. B. Wörterbüchern, durch Kompensationsstrategien, wie z. B. Paraphrasieren, und gegebenenfalls Nutzung von Gestik und Mimik adressatengerecht und situationsangemessen sinngemäß übertragen.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
für das Verstehen erforderliche Erläuterungen hinzufügen
zur Bewältigung der Sprachmittlung kreativ mit den beteiligten Sprachen umgehen.
Verfügen über sprachliche Mittel
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
sich klar und mit dem Ziel einer gelingenden Kommunikation ausdrücken, ohne dabei den Eindruck zu erwecken, sich in dem, was sie sagen möchten, wesentlich einschränken zu müssen
ein hinreichend breites Spektrum sprachlicher Mittel einsetzen, um klare Beschreibungen und Standpunkte auszudrücken und etwas zu erörtern; sie suchen dabei nicht auffällig nach Worten und verwenden auch komplexere Satzstrukturen.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
aus einem umfangreichen Repertoire von Sprachkenntnissen Formulierungen situations- und adressatenbezogen auswählen
hinreichende sprachliche Mittel einsetzen, um Wiederholungen zu vermeiden, Formulierungen zu variieren und zu umschreiben.
Wortschatz
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
einen erweiterten allgemeinen und thematischen Wortschatz sowie einen Funktions- und Interpretationswortschatz nutzen
ihren Wortschatz nutzen, um sich über die meisten allgemeinen Themenbereiche und in den im Abschnitt „Interkulturelle Kompetenz“ genannten Bereichen zu äußern
ihren Wortschatz kontextorientiert und vernetzt verwenden und dabei auch Wörter und Wendungen aus dem Bereich informeller mündlicher Sprachverwendung einsetzen
Formulierungen variieren, um häufige Wiederholungen zu vermeiden; Lücken im Wortschatz können dennoch zu Zögern und Umschreibungen führen
passende Konnektoren zur Schaffung von Textkohärenz und transparenter Textstruktur einsetzen.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
einen differenzierten allgemeinen und thematischen sowie einen Funktions- und Interpretationswortschatz nutzen
nicht bekannte Wörter komplex umschreiben, ohne das sprachliche Niveau zu wechseln
eine Bandbreite idiomatischer Ausdrücke und umgangssprachlicher Wendungen sicher anwenden
ihren Funktionswortschatz nutzen, um literarische und nicht-literarische Texte differenziert zu analysieren und zu kommentieren.
Grammatik
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
ein gefestigtes Repertoire der grundlegenden grammatischen Strukturen für die Realisierung ihrer Sprech- und Schreibabsichten nutzen
in einer Vielzahl von Situationen über ein hohes Maß an grammatischer Korrektheit verfügen, obwohl Interferenzen mit dem Deutschen gelegentlich auftreten
Fehler vermeiden, die zu Missverständnissen führen.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
ein breites Repertoire an grammatischen Strukturen sicher nutzen
in einer Vielzahl von Situationen über ein hohes Maß an grammatischer Korrektheit verfügen, wobei nur geringe Interferenzen mit dem Deutschen auftreten
nahezu fehlerfrei formulieren.
Aussprache und Intonation
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
ein gefestigtes Repertoire typischer Aussprache- und Intonationsmuster verwenden und dabei eine meist klar verständliche Aussprache und angemessene Intonation zeigen
mit repräsentativen Varietäten der Standardsprache umgehen, wenn klar artikuliert gesprochen wird.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
ein breites Repertoire typischer Aussprache- und Intonationsmuster verwenden und dabei klar verständliche Aussprache und angemessene Intonation zeigen
mit repräsentativen Varietäten der Standardsprache umgehen, auch wenn schneller oder nicht ganz deutlich gesprochen wird.
Rechtschreibung
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
ihre erweiterten Kenntnisse zu den Regelmäßigkeiten der Orthographie und Zeichensetzung nutzen und ihren aktiven Wortschatz weitgehend regelkonform verwenden.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
Orthographie und Zeichensetzung überwiegend fehlerfrei verwenden.
Sprachbewusstheit
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
grundlegende Ausprägungen des fremdsprachigen Systems an Beispielen erkennen und benennen, Hypothesen im Bereich sprachlicher Regelmäßigkeiten formulieren und Ausdrucksvarianten einschätzen
regionale, soziale und kulturell geprägte Varietäten des Sprachgebrauchs erkennen
sprachliche Kommunikationsprobleme erkennen und Möglichkeiten ihrer Lösung abwägen, u. a. durch den Einsatz von Kommunikationsstrategien
wichtige Beziehungen zwischen Sprach- und Kulturphänomenen an Beispielen belegen und reflektieren
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Sprachen reflektieren
über Sprache gesteuerte Beeinflussungsstrategien erkennen, beschreiben und bewerten
aufgrund dieser Einsichten in die Sprache ihren eigenen Sprachgebrauch steuern.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
an Beispielen Varietäten des Sprachgebrauchs sprachvergleichend einordnen
die Erfordernisse einer kommunikativen Situation (u. a. bezogen auf Medium, Adressat, Absicht, Stil, Register) reflektieren. und in ihrem Sprachhandeln berücksichtigen.
Sprachlernkompetenz
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
ihr Sprachlernverhalten und ihre Sprachlernprozesse reflektieren und optimieren
ihre rezeptiven und produktiven Kompetenzen prüfen und gezielt erweitern, z. B. durch die Nutzung geeigneter Strategien und Hilfsmittel (u. a. Nachschlagewerke, gezielte Nutzung des Internets)
das Niveau ihrer Sprachbeherrschung einschätzen, durch Selbstevaluation in Grundzügen dokumentieren und die Ergebnisse für die Planung des weiteren Fremdsprachenlernens nutzen
Begegnungen in der Fremdsprache für das eigene Sprachenlernen nutzen (z. B. persönliche Begegnungen, Internetforen, Radio, TV, Filme, Theateraufführungen, Bücher, Zeitschriften)
durch Erproben sprachlicher Mittel die eigene sprachliche Kompetenz festigen und erweitern und in diesem Zusammenhang die an anderen Sprachen erworbenen Kompetenzen nutzen.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
das Niveau ihrer eigenen Sprachbeherrschung einschätzen und selbstkritisch bewerten, durch Selbstevaluation angemessen dokumentieren und die Ergebnisse für die Planung des weiteren Sprachenlernens verwenden
durch planvolles Erproben sprachlicher Mittel und kommunikativer sowie interkultureller Strategien die eigene Sprach- und Sprachhandlungskompetenz festigen und erweitern und in diesem Zusammenhang die an anderen Sprachen erworbenen Kompetenzen nutzen.
Fachbezogene digitale Kompetenz
digitale Möglichkeiten für den Sprachlernprozess nutzen
digitale Hilfsmittel adressaten-, situations- und zweckgerecht verwenden, um Kommunikation und Interaktion in der Fremdsprache zu unterstützen bzw. zu ermöglichen
ihre Kenntnisse über digitale Hilfsmittel weiterentwickeln und festigen und deren Leistungsfähigkeit und Begrenzungen kritisch und reflektiert einschätzen.
Umgang mit Texten und anderen Medien
Grundlegendes Anforderungsniveau (B2)
sprachlich und inhaltlich komplexe, literarische und nicht-literarische Texte verstehen und strukturiert zusammenfassen
mithilfe sprachlichen, inhaltlichen sowie textsortenspezifischen und ggf. stilistisch-rhetorischen Wissens literarische und nicht-literarische Texte aufgabenbezogen analysieren, deuten und die gewonnenen Aussagen am Text belegen
die Wirkung spezifischer Gestaltungsmittel medial vermittelter Texte erkennen und deuten
sich mit den Perspektiven und Handlungsmustern von Akteuren, Charakteren und Figuren auseinandersetzen und ggf. einen Perspektivenwechsel vollziehen
bei der Deutung eine eigene Perspektive herausarbeiten und plausibel darstellen
Textvorlagen durch das Verfassen eigener – auch kreativer – Texte erschließen, interpretieren und ggf. weiterführen
ihr Erstverstehen kritisch reflektieren, relativieren und ggf. revidieren
Hilfsmittel zum vertieften sprachlichen, inhaltlichen und textuellen Verstehen und Produzieren von Texten selbstständig verwenden.
Erhöhtes Anforderungsniveau (B2+/C1)
Gestaltungsmittel in ihrer Wirkung erkennen, deuten und bewerten
die von ihnen vollzogenen Deutungs- und Produktionsprozesse reflektieren und darlegen
Textvorlagen unter Berücksichtigung von Hintergrundwissen in ihrem historischen und sozialen Kontext interpretieren.