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Lehrpläne Hamburg
Gymnasiale Oberstufe
Philosophie
prozessbezogen
Fragen
9
Analysieren
9
Argumentieren und Diskutieren
10
Reflektieren und Urteilen
8
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Grundlegendes Anforderungsniveau
in lebensweltlichen Zusammenhängen grundsätzliche philosophische Fragen der Orientierung im Denken und Handeln erkennen und in sprachlich klarer Form ausdrücken (F1),
vorliegende Intuitionen, Antwortvorschläge, Lösungsansätze, Begründungen, Positionen, Argumente und Gewohnheiten hinterfragen und z. B. mit kreativ konstruierten Gegenbeispielen und Gedankenexperimenten auf Plausibilität und Konsistenz prüfen (F2),
eigene und fremde Wissens- und Kompetenzdefizite identifizieren und hierzu klärende Fragen formulieren (F3),
unklare Begriffe, Aussagen und Positionierungen als solche identifizieren und Vorschläge für deren Klärung darstellen (F4),
philosophische Fragen und Zusammenhänge anhand von Quellen, Darstellungen und Daten unterschiedlicher Art entwickeln und Suchstrategien bewusst und eigenständig anwenden, um in digitalen und analogen Umgebungen Informationen zur Beantwortung der Fragen zu finden (F5),
Erhöhtes Niveau
typische philosophische Fragen aus verschiedenen philosophischen Disziplinen und Werken benennen sowie Schwierigkeiten und Denkprobleme erläutern (F6),
Ähnlichkeiten, Unterschiede und Zusammenhänge zwischen ihren gefundenen Fragen und Denkwegen und den Fragen und Argumentationen in der philosophischen Tradition benennen (F7),
Terminologie aus der Fachphilosophie verwenden, um eigene Fragen und Positionierungen zu klären und affirmativ oder abgrenzend präziser zu formulieren (F8),
sich selbst als philosophisch Fragende und Forschende verstehen und individuelle, soziale, kulturelle, historische Hintergründe und Besonderheiten ihres Fragens und Forschens darstellen (F9).
Grundlegendes Anforderungsniveau
Phänomene, Begriffe, Behauptungen und Argumente in ihre konstituierenden Elemente zerlegen, indem sie Unterscheidungsmerkmale benennen, in ihrer Relevanz aufzeigen und in ihren Zusammenhängen strukturiert darstellen (A1),
intuitive Positionierungen und unbegründete Überzeugungen von methodisch nachvollziehbar gebildeten Urteilen unterscheiden (A2),
Prämissen und Konklusionen in Argumenten darstellen und diese im Zusammenhang auf Gültigkeit und Schlüssigkeit untersuchen (A3),
deskriptive und normative Begriffe und Aussagen sowie notwendige und hinreichende Bedingungen unterscheiden und aus verschiedenen Ausführungen herausarbeiten (A4),
eigene Verständnisschwierigkeiten, fehlendes Wissen, offene Fragen, Hindernisse für einen begründeten Problemlösungsvorschlag oder eine klare Positionierung erkennen und erläutern (A5),
Gestaltungsmittel von (digitalen) Medienangeboten erkennen und bewerten sowie die Wirkung von Medien in der digitalen Welt analysieren und konstruktiv mit ihnen umgehen (A6),
Erhöhtes Niveau
unterschiedliche Schlussformen (z. B. Induktion, Deduktion, Abduktion, Analogieschluss) erläutern und deren Leistungsfähigkeit und Grenzen für die Erkenntnisgewinnung diskutieren (A7),
Fehlschlüsse und generelle Quellen für Urteilsverzerrungen benennen und in mündlichen und schriftlichen Ausführungen identifizieren und erläutern (A8),
zu philosophischen Problemen, die im Unterricht behandelt werden, unterschiedliche Positionen aus der philosophischen Tradition und Fachphilosophie anführen und diese mit Blick auf Begrifflichkeit und Argumentation erläutern (A9).
Grundlegendes Anforderungsniveau
mithilfe heuristischer Verfahren (u. a. Gedankenexperimente und Dilemmata) eigene philosophische Gedanken entwickeln sowie Gründe und Gegengründe hierzu erläutern (D1),
strukturiert, begründet und konsistent philosophische Probleme darstellen und erläutern (D2),
sich an einschlägigen Argumentationsverfahren (u. a. dem Toulmin-Schema) orientieren und Behauptungen mit Argumenten und Gründen rechtfertigen (D3),
im Rahmen rationaler Diskurse eigene Entscheidungen und Urteile mit abwägender Bezugnahme auf die Positionen anderer begründen (D4),
eine Position auch gegen kritische Rückfragen und Einwände mit guten Gründen verteidigen oder sie ggf. als korrektur- und präzisionsbedürftig erkennen, reformulieren oder aufgeben (D5),
Arbeitsergebnisse durch den Einsatz geeigneter Medien/Präsentationstools visualisieren sowie digitale Medien für die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung nutzen (D6),
reflektiert-kritisch mit informations- und kommunikationstechnischen Medien umgehen und rechtliche Vorgaben, insbesondere Urheber- und Nutzungsrechte bei eigenen und fremden Werken, berücksichtigen sowie die Bedeutung digitaler Medien für die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung herausstellen (D7),
Erhöhtes Niveau
Strategien und Methoden einer gelingenden, argumentativen Diskussion benennen, ggf. ihr Fehlen anhand von begründeten Maßstäben kritisieren und Vorschläge zur Diskussionsgestaltung machen (D8),
in philosophischen Texten die jeweilige Argumentationsstruktur erkennen und diese auch formalisiert (z. B. in Form von Syllogismen) bzw. schematisch (z. B. im Sinne des Toulmin-Schemas) darstellen (D9),
Strategien der argumentativen Begründung, um sich selbst oder andere vom Zutreffen oder Nicht-Zutreffen einer These zu überzeugen, erläutern, anwenden und neue Umsetzungsvorschläge erarbeiten (D10).
Grundlegendes Anforderungsniveau
Voraussetzungen und Konsequenzen von Sachverhalten, Behauptungen und Positionen unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven erläutern und vergleichen (R1),
den schriftlichen oder mündlichen Ausdruck ihrer Gedanken mit den intendierten Gedanken vergleichen, Unterschiede feststellen und den Ausdruck präzisieren (R2),
sich mit philosophischen Positionen auseinandersetzen sowie diese auf der Grundlage eigener philosophischer Überlegungen, die Antworten der philosophischen Tradition einbeziehen, beurteilen (R3),
zu philosophischen Problemen und Positionen einen begründeten Standpunkt beziehen und ihren eigenen Denkweg kriteriengeleitet und intersubjektiv nachvollziehbar erläutern (R4),
Erkenntnisse und Methoden der philosophischen Problemreflexion verallgemeinern und zur Orientierung im Denken und Handeln verwenden (R5),
Chancen und Risiken des Mediengebrauchs in unterschiedlichen Lebensbereichen erkennen sowie den eigenen Mediengebrauch reflektieren und ggf. modifizieren (R6),
Erhöhtes Niveau
das philosophische Reflektieren und die philosophische Urteilsfindung hinsichtlich der Methoden im Unterschied zu anderen Erkenntnisformen erläutern (R7),
sich selbst in die Geschichte und den Diskurs des philosophischen Denkens einordnen, indem sie eigene Denkwege in Bezug auf Denkwege der philosophischen Tradition und Fachphilosophie erläutern sowie zu diesen Stellung nehmen (R8).
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Freie und Hansestadt Hamburg, Bildungsplan Studienstufe 2022 — Philosophie, Kapitel 2.2 Fachliche Kompetenzen
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