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Lehrpläne Hamburg
Gymnasiale Oberstufe
Psychologie
prozessbezogen
Fachkompetenz
17
Methodenkompetenz
12
Urteilskompetenz
15
Handlungskompetenz
14
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Fachkompetenz
Psychische und soziale Phänomene und Probleme systematisch beobachten und differenziert wahrnehmen.
Beobachtung, erfahrungsbedingte Interpretation und Beurteilung psychischer und sozialer Phänomene und Probleme voneinander trennen und dafür Informationsquellen analysieren und kritisch bewerten.
Psychologische Phänomene unter Anwendung adäquater Fachterminologie und Fachtheorien sowie mithilfe entsprechender Modelle beschreiben, erklären und vergleichen.
Empirische Forschungsbefunde zu wissenschaftlich anerkannten Erklärungsansätzen, Theorien und Modellen zuordnen.
Anwendungsbeispiele auf der Basis eines fundierten psychologischen Fachwissens systematisch analysieren.
Fachbegriffe, Methoden und Theorien auf beobachtete psychische und soziale Phänomene anwenden.
Relevante Quellen identifizieren und zusammenführen und die jeweiligen Theorien, Modelle und Forschungsmethoden reflektieren.
Erkenntnisse über psychologische Begriffe, Methoden und Theorien zusammenfassen, organisieren und strukturiert aufbewahren sowie reflektieren.
Chancen, Risiken und Wirkungen des Mediengebrauchs in unterschiedlichen Lebensbereichen und deren Bedeutung für die politische Meinungsbildung und Entscheidungsfindung sowie Strategien und Maßnahmen zum Jugend- und Verbraucherschutz analysieren und reflektieren.
Anforderungen auf grundlegendem Niveau — Fachkompetenz
beschreiben psychische und soziale Phänomene aus unterschiedlichen Disziplinen der Psychologie systematisch und im Ansatz empirisch (F1).
erläutern psychische und soziale Phänomene unter Heranziehung mindestens des tiefenpsychologischen und behavioristischen Paradigmas (F2).
vergleichen u. a. Menschenbild, Methodik und Theorie des tiefenpsychologischen und behavioristischen Paradigmas (F3).
wenden Fachtheorien, Forschungsmethoden und das tiefenpsychologische sowie das behavioristische Paradigma systematisch auf Fallbeispiele und populärwissenschaftliche Artikel an (F4).
Anforderungen auf erhöhtem Niveau — Fachkompetenz
analysieren psychische und soziale Phänomene aus unterschiedlichen Disziplinen der Psychologie systematisch und im Ansatz empirisch (F1).
erläutern psychische und soziale Phänomene unter Heranziehung mindestens des tiefenpsychologischen, behavioristischen und kognitivistischen Paradigmas (F2).
erörtern u. a. Menschenbild, Methodik und Theorie von mindestens drei Paradigmen (F3).
beurteilen die Anwendbarkeit von Fachtheorien, Forschungsmethoden und mindestens drei Paradigmen auf Fallbeispiele und populärwissenschaftliche Artikel (F4).
Methodenkompetenz
Relevante psychologische Quellen in verschiedenen analogen und digitalen Umgebungen mittels zielgerichteter Suchstrategien in Fachbibliotheken und digitalen Bibliothekskatalogen und unter Anwendung korrekter Quellenangaben suchen und identifizieren.
Effektive analoge und digitale Lern- und Kommunikationsmöglichkeiten unter Einhaltung der Netiquette sowie digitale Werkzeuge zur kooperativen Arbeit im Team auswählen, bewerten und nutzen.
Fachinhalte in analogen und digitalen Formaten unter Verwendung unterschiedlicher materieller und technischer Werkzeuge bearbeiten, zusammenführen, visualisieren, präsentieren und unter Berücksichtigung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten veröffentlichen, beispielsweise in Form von Plakaten, Videoproduktionen, Educasts o. Ä.
Eine Vielzahl digitaler Werkzeuge systematisch zur Wiederholung und Vertiefung von Fachinhalten in analoger und digitaler Form selbstständig nutzen.
Anforderungen auf grundlegendem Niveau — Methodenkompetenz
stellen psychologische und soziale Phänomene mithilfe analoger und digitaler Werkzeuge fachgerecht dar (M1).
ordnen Fachbegriffe, Fachtheorien und Forschungsmethoden mithilfe von analogen und digitalen Werkzeugen (M2).
wenden in kooperativen Lehr-Lern-Arrangements analoge und digitale Werkzeuge für eine effiziente Teamarbeit aufgabenorientiert an (M3).
entwerfen vor dem Hintergrund einer angeleiteten Recherche eine eigene Untersuchung, führen sie begleitet durch und werten sie vor dem theoretischen Hintergrund eines Paradigmas der Psychologie aus (M4).
Anforderungen auf erhöhtem Niveau — Methodenkompetenz
erläutern psychologische und soziale Phänomene mithilfe analoger und digitaler Werkzeuge differenziert (M1).
strukturieren selbstständig Fachbegriffe, Fachtheorien und Forschungsmethoden mithilfe von analogen und digitalen Werkzeugen (M2).
wenden in kooperativen Lehr-Lern-Arrangements analoge und digitale Werkzeuge für eine effiziente Teamarbeit selbstgesteuert an (M3).
entwerfen vor dem Hintergrund einer selbstständigen Recherche eine eigene Untersuchung, führen sie selbstorganisiert durch und werten sie methodenreflektiert vor dem theoretischen Hintergrund eines Paradigmas der Psychologie aus (M4).
Urteilskompetenz
Eigene und fremde Wertvorstellungen, Positionen und Interessen bezüglich psychischer und sozialer Phänomene und psychologischer Sachverhalte in der analogen und digitalen Umgebung darstellen.
Psychologische Sichtweisen und Perspektiven am Schnittpunkt von Individuum, Gesellschaft und Wissenschaft unter systematischer Berücksichtigung psychologischer Fachtheorien und Forschungsmethoden einordnen.
Eigene und fremde Wahrnehmungen und Interpretationen sowie den eigenen Urteilsprozess im Hinblick auf psychische und soziale Phänomene bzw. Sachverhalte in der analogen und digitalen Umgebung kritisch reflektieren.
Eigene und fremde Argumentationen sowie zugrunde liegende Urteilskriterien über psychische und soziale Phänomene bzw. Sachverhalte in analogen und digitalen Umgebungen herausarbeiten und überprüfen.
Fachlich fundierte und begründete eigene Positionen über psychische und soziale Phänomene bzw. Sachverhalte in der analogen und digitalen Umgebung entwickeln.
Interessengeleitete Setzung, Verbreitung und Dominanz psychologischer Themen in analogen und digitalen Umgebungen erschließen und beurteilen.
Anforderungen auf grundlegendem Niveau — Urteilskompetenz
bewerten ihre eigenen Interpretationen von psychischen und sozialen Phänomenen vor dem Hintergrund der Unterschiede zwischen Alltags- und Populärpsychologie sowie wissenschaftlicher Psychologie (U1).
überprüfen das tiefenpsychologische und das behavioristische Paradigma bezüglich ihrer Anwendbarkeit auf spezifische Fallsituationen (U2).
begründen ihre Urteile über psychische und soziale Phänomene sachgerecht vor dem Hintergrund von Fachtheorien und Forschungsbefunden (U3).
beurteilen den Erkenntniswert der jeweils gewählten Fachtheorie, Perspektive oder Forschungsmethode und wägen den Gültigkeitsanspruch des benutzten psychologischen Modells grundsätzlich ab (U4).
Anforderungen auf erhöhtem Niveau — Urteilskompetenz
beurteilen ihre eigenen Interpretationen von psychischen und sozialen Phänomenen vor dem Hintergrund der Unterschiede zwischen Alltags- und Populärpsychologie sowie wissenschaftlicher Psychologie (U1).
überprüfen das tiefenpsychologische, behavioristische und kognitivistische Paradigma bezüglich ihrer Anwendbarkeit auf spezifische Fallsituationen (U2).
begründen ihre Urteile über psychische und soziale Phänomene differenziert vor dem Hintergrund von Fachtheorien und Forschungsbefunden (U3).
beurteilen den Erkenntniswert der jeweils gewählten Fachtheorie, Perspektive oder Forschungsmethode und wägen den Gültigkeitsanspruch des benutzten psychologischen Modells differenziert ab (U4).
erörtern vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen und Forschungsbefunde die Stärken und Schwächen traditioneller Paradigmen (U5).
Handlungskompetenz
Sich in seinem Verhalten in sozialen Situationen bewusst und reflektierend auf andere einstellen.
In analogen und digitalen Interaktionssituationen sach- und personengerecht kommunizieren (Auswahl des Kommunikationsmediums, Verhaltensregeln, Netiquette, Anpassung der Kommunikation).
Psychologische und metakommunikative Kenntnisse und Fähigkeiten zur Verbesserung von Arbeits- und Kommunikationsprozessen und zur Lösung von Konflikten nutzen sowie den Einsatz digitaler Medien zum Lernen, Arbeiten und Problemlösen anwenden.
Handlungsoptionen zu psychologischen Themen und Problemstellungen in der Rolle psychologischer Expertinnen und Experten entwickeln.
Einen verantwortlichen Umgang mit sich selbst in sozialen Bezügen entwickeln.
Den weiteren Lebensweg psychologisch begründet planen.
Anforderungen auf grundlegendem Niveau — Handlungskompetenz
wenden lernpsychologische Gesetzmäßigkeiten zur Förderung der Selbst- und Fremdmotivation an (H1).
wenden metakognitive Kenntnisse und Fähigkeiten zur Konfliktbewältigung und Feedbackformulierung in kooperativen Arbeitsphasen an (H2).
entwickeln einen reflektierten Umgang mit sich selbst in sozialen Bezügen (H3).
entwickeln in der Rolle von Expertinnen und Experten Handlungsoptionen zur Bewältigung von Krisen bei sich und bei anderen (H4).
Anforderungen auf erhöhtem Niveau — Handlungskompetenz
wenden lernpsychologische Gesetzmäßigkeiten zur Förderung der Selbst- und Fremdmotivation reflektiert an (H1).
wenden metakognitive Kenntnisse und Fähigkeiten zur Konfliktbewältigung und Feedbackformulierung in kooperativen Arbeitsphasen selbstgesteuert an (H2).
entwickeln einen fachlich reflektierten Umgang mit sich selbst in sozialen Bezügen (H3).
entwickeln in der Rolle von Expertinnen und Experten fachlich fundierte Handlungsoptionen zur Bewältigung von Krisen bei sich und bei anderen (H4).
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