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Lehrpläne Hamburg
Gymnasium (Sekundarstufe I)
Pädagogik
prozessbezogen
Fachkompetenz
16
Methodenkompetenz
14
Urteilskompetenz
18
Handlungskompetenz
18
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Pädagogische Situationen und Entwicklungsprozesse
die Beschreibung und Erklärung von pädagogischen Situationen sowie von Entwicklungsprozessen im Kindes- und Jugendalter unter Anwendung der fachsprachlichen Grundbegriffe und pädagogischer Theorien (F1)
Erziehung und Bildung
das Erkennen und Beschreiben von Ambivalenzen in den Zielen und der Umsetzung von Erziehung und Bildung (F2)
die Diskussion der Bedeutung von Bildungs- und Erziehungsfragen in einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft sowie in unterschiedlichen historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten (F3)
Risiken und Gefahren
das Erkennen und Bewerten von Risiken und Gefahren für Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Kontexten, z. B. im Mediengebrauch und in der Identitätsfindung (F4)
F1 Mindestanforderungen
beschreiben pädagogische Situationen und Entwicklungsprozesse differenziert und fachsprachlich korrekt, z. B. anhand von Fallbeispielen und Erläuterungen (F1)
finden eigene Hypothesen zur Erklärung der Situationen und Prozesse und formulieren diese fachsprachlich korrekt (F1)
überprüfen Hypothesen differenziert, indem sie altersgerecht dargelegte Theorien hinzuziehen und wesentliche Fachbegriffe nutzen (F1)
entwickeln nachvollziehbar fachlich begründete Erklärungsansätze für pädagogische Situationen und Entwicklungsprozesse sowie pädagogische Umgangsweisen damit (F1)
F2 Mindestanforderungen
beschreiben differenziert das Spannungsfeld von Mündigkeit als Erziehungsziel einerseits und Führung/Kontrolle als Mittel der Erziehung andererseits an Beispielen und verallgemeinert (F2)
diskutieren den Umgang mit diesem Spannungsfeld unter Einbeziehung von Fallbeispielen und Fachliteratur (F2)
F3 Mindestanforderungen
beschreiben differenziert Besonderheiten einer Gesellschaft sowie Merkmale unserer demokratisch-pluralistischen Gesellschaft und ziehen pädagogische Schlussfolgerungen für Erziehung und Bildung (F3)
diskutieren fachsprachlich über Erfordernisse, die Ausgestaltung und die Gestaltungskraft solcher pädagogischen Maßnahmen und Begleiterscheinungen (F3)
F4 Mindestanforderungen
beschreiben Risiken ausgewählter Entwicklungsphase(n), angepasst an die jeweilige Entwicklungsphase der Schülerinnen und Schüler, sowie pädagogische Umgangsweisen damit (F4)
bewerten einzelne Risiken unter Hinzuziehung altersgerecht aufbereiteter Fachliteratur (F4)
beschreiben Risiken insbesondere der Jugendphase sowie pädagogische Umgangsweisen damit (F4)
bewerten einzelne Risiken kriteriengeleitet unter Hinzuziehung von Fachliteratur (F4)
Erziehungssituationen untersuchen
die Beschreibung von und die Auseinandersetzung mit realen Erziehungssituationen unter Berücksichtigung pädagogisch relevanter Informationen zu diesen Situationen sowie die multiperspektivische Beschreibung von Verhaltensweisen, etwa durch Rollenspiele (M1)
Pädagogische Erkenntnisgewinnung
die Beschreibung und Anwendung der Methoden pädagogischer Erkenntnisgewinnung (empirische Forschungsmethoden, z. B. qualitative und quantitative Verfahren, Hermeneutik) (M2)
Informationen ermitteln
das Ermitteln pädagogisch relevanter Informationen aus Fachliteratur, Fallbeispielen und digitalen Quellen (M3)
Texte und Präsentationen gestalten
eine themen- und fachspezifische Formulierung und Gestaltung von Texten und Präsentationen unter Zuhilfenahme unterschiedlicher analoger und digitaler Quellen und Werkzeuge (M4)
Pädagogische Fragen entwickeln
die Entwicklung problemorientierter pädagogischer Fragen (M5)
M1 Mindestanforderungen
sammeln und präsentieren kriteriengeleitet Informationen über Erziehungssituationen (M1)
beschreiben dazu Verhaltensweisen fachlich differenziert und nehmen unterschiedliche Perspektiven ein (M1)
reflektieren ihre Beobachtungen differenziert und beziehen mehrere Perspektiven vergleichend mit ein (M1)
M2 Mindestanforderungen
wenden verschiedene Methoden der Erkenntnisgewinnung wissenschaftlich basiert an (M2)
M3 Mindestanforderungen
ermitteln pädagogisch relevante Informationen aus Fallbeispielen und altersgerechten fachliterarischen Texten sowie aus kriteriengeleitet selbst ausgewählten analogen und digitalen Quellen (M3)
M4 Mindestanforderungen
formulieren und gestalten auch längere Texte, Grafiken und Präsentationen unter Zuhilfenahme bereitgestellter und kriteriengeleitet selbst ausgewählter analoger und digitaler Quellen und überarbeiten diese kritisch (M4)
M5 Mindestanforderungen
beschreiben differenziert Dissonanzen bzw. Stolpersteine bei der Betrachtung pädagogischer Situationen oder Entwicklungsprozesse und nehmen unterschiedliche Perspektiven wahr (M5)
leiten daraus eigenständig problemorientierte pädagogische Fragen ab und formulieren diese fachsprachlich präzise (M5)
unterscheiden dabei normative und deskriptive Aussagen und Fragen (M5)
Wertvorstellungen, Positionen und Interessen
die Beschreibung eigener und fremder Wertvorstellungen, Positionen und Interessen bezüglich pädagogischer Situationen und Probleme – auch vor dem Hintergrund eines bestimmten kulturellen, gesellschaftlichen oder historischen Kontextes (U1)
Stellung nehmen
die begründete Stellungnahme zu Problemfragen und Fallbeispielen im Kontext von Sozialisation, Erziehung und Bildung, insbesondere abzielend auf pädagogisches Handeln und dessen Konsequenzen (U2)
Ambivalenzen bewerten
das Erkennen und Bewerten von Ambivalenzen in Erziehung, Sozialisation und Bildung, etwa bezüglich der Entwicklung von Mündigkeit (U3)
Urteilskriterien
das Herausarbeiten von Urteilskriterien hinsichtlich pädagogischer Situationen und Problemstellungen (U4)
Urteilsprozess reflektieren
die Reflexion des eigenen Urteilsprozesses unter Berücksichtigung von Präkonzepten, Prämissen, Wertbezügen, Erfahrungen und Interessen (U5)
Lern- und Entwicklungsprozesse
die kriterienorientierte Reflexion und Beurteilung eigener Lern- und Entwicklungsprozesse und des daraus resultierenden Verhaltens (U6)
U1 Mindestanforderungen
beschreiben eigene und fremde Wertvorstellungen, Positionen und Interessen bezüglich pädagogischer Situationen und Probleme differenziert und kriterienorientiert (U1)
beziehen dabei reflektiert und eigenständig kulturelle, gesellschaftliche und/oder historische Kontexte systematisch ein (U1)
U2 Mindestanforderungen
nehmen differenziert Stellung zu pädagogischen Problemfragen und Fallbeispielen und begründen ihre Position differenziert (U2)
leiten begründet und wissenschaftsbasiert Schlussfolgerungen für pädagogisches Handeln und dessen Konsequenzen ab (U2)
U3 Mindestanforderungen
beschreiben Dissonanzen und Auffälligkeiten in der Betrachtung von Erziehung, Sozialisation und Bildung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven (U3)
ordnen diese ggf. auch als widersprüchlich ein (U3)
bewerten diese anhand ihres pädagogischen Fachwissens (U3)
U4 Mindestanforderungen
erarbeiten eigenständig mehrere Urteilskriterien hinsichtlich pädagogischer Situationen und Problemstellungen unter Einbezug kultureller und sozialer Kontexte (U4)
U5 Mindestanforderungen
reflektieren den eigenen Urteilsprozess, indem sie Erfahrungen und deren eigene Einschätzung sowie die anderer differenziert einbeziehen und kritisch hinterfragen – etwa hinsichtlich der eigenen Erziehung/Bildung (U5)
berücksichtigen hierbei die Rolle von Präkonzepten, Prämissen, Wertbezügen, Vorurteilen und Interessen (U5)
U6 Mindestanforderungen
reflektieren den eigenen Lern- und Entwicklungsprozess und das daraus resultierende Verhalten auf der Grundlage eigenständig erarbeiteter Kriterien (U6)
kommen eigenständig zu einem umfassend begründeten Urteil darüber (U6)
Eigenes Handeln
das Erläutern und Erklären des eigenen Handelns (H1)
Handlungsoptionen
das Entwickeln und in der Regel simulative Anwenden pädagogischer Handlungsoptionen in verschiedenen pädagogischen Situationen (H2)
Partizipatives Handeln
das auf einem Urteil aufbauende, begründete partizipative Handeln (H3)
Konflikte und respektvoller Umgang
die Anwendung pädagogischer Kenntnisse und Fähigkeiten zur Lösung von Konflikten sowie zur Stärkung eines respektvollen Umgangs miteinander unter Berücksichtigung unterschiedlicher Werthaltungen (H4)
Lern-, Arbeits- und Kommunikationsprozesse
die Anwendung pädagogischer Kenntnisse und Fähigkeiten zur Verbesserung von Lern-, Arbeits- und Kommunikationsprozessen, auch im Kontext digitaler Medien (H5)
Verantwortungsvolles Denken und Handeln
das Entwickeln und Erproben von verantwortungsvollem Denken und Handeln sich selbst, der Umwelt und anderen gegenüber, insbesondere vor dem Hintergrund der Leitperspektiven (H6)
H1 Mindestanforderungen
erklären und erläutern ihr eigenes Handeln unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven und Bedingungen differenziert (H1)
H2 Mindestanforderungen
entwickeln Ideen zum konkreten pädagogischen Handeln und begründen diese fachlich fundiert (H2)
wenden ihre Ideen konsequent auf pädagogische Situationen an (H2)
entwickeln erste Konzepte für Erziehungs- und Bildungsprozesse unter Bezugnahme auf pädagogisches Fachwissen (H2)
H3 Mindestanforderungen
nehmen eigenständig an pädagogischen Handlungsprozessen teil (etwa im Rollenspiel oder real) (H3)
reflektieren ihr Handeln differenziert mit Bezug auf eigene und fremde Urteile (H3)
H4 Mindestanforderungen
lösen (reale oder fiktive) Konflikte und gehen respektvoll miteinander um (H4)
reflektieren und begründen ihr Handeln vor dem Hintergrund pädagogischer Konzepte und Theorien (H4)
H5 Mindestanforderungen
verbessern Lern-, Arbeits- und/oder Kommunikationsprozesse systematisch und nutzen dabei gezielt und differenziert pädagogische Kenntnisse und Fähigkeiten (H5)
H6 Mindestanforderungen
entwickeln reflektiert und eigenständig Thesen zum verantwortungsvollen Denken und Handeln sich selbst, der Umwelt und anderen gegenüber, insbesondere vor dem Hintergrund der Leitperspektiven (H6)
erproben verantwortungsvolles Handeln in konkreten realen Situationen oder auch anhand von Rollenspielen zu Bildung, Sozialisation und Erziehung (H6)
reflektieren, wie und ob dieses Handeln im eigenen Alltag integriert werden und ein Teil der eigenen Persönlichkeitsentwicklung werden kann bzw. soll (H6)
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Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule und Berufsbildung — Bildungsplan Gymnasium Sekundarstufe I, Pädagogik (2024). Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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