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Lehrpläne Hamburg
Stadtteilschule
Geschichte
prozessbezogen
Orientierungskompetenz
21
Methodenkompetenz
31
Urteilskompetenz
37
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Orientierungskompetenz · Mindestanforderungen
nennen die Epochen der europäischen Geschichte (Steinzeit, Altertum, Mittelalter, Neuzeit) und kennzeichnen sie mit Beispielen,
beschreiben unterschiedliche Lebenssituationen von anderen Menschen und vergleichen sie mit der Gegenwart.
Orientierungskompetenz · Erhöhte Anforderungen
nennen die Epochen der europäischen Geschichte (Steinzeit, Altertum, Mittelalter, Neuzeit) und kennzeichnen sie mit Beispielen,
erläutern unterschiedliche Lebenssituationen von anderen Menschen und vergleichen sie mit der Gegenwart.
Orientierungskompetenz · Erster allgemeinbildender Schulabschluss
nennen die Epochen der Geschichte (Steinzeit, Altertum, Mittelalter, Neuzeit) und ordnen einfache historische Phänomene in sie ein,
definieren die drei Bereiche des Historischen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft/Kultur und ordnen einfache historische Phänomene in sie ein,
stellen einfache Vergleiche zwischen dem eigenen Leben und dem von Menschen in der Vergangenheit an.
Orientierungskompetenz · Mittlerer Schulabschluss
grenzen Epochen (Steinzeit, Altertum, Mittelalter, Neuzeit) und weitere Zeitabschnitte (z. B. Spätmittelalter, Frühe Neuzeit, Zeitgeschichte) voneinander ab und ordnen Schlüsselereignisse, Personen und Strukturen in sie ein,
unterscheiden die drei Bereiche des Historischen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft/Kultur, nennen punktuell Zusammenhänge zwischen ihnen und ordnen Schlüsselereignisse, Personen und Strukturen in sie ein,
erläutern anhand wesentlicher Entwicklungen der europäischen Geschichte Dauer und Wandel,
vergleichen kriteriengeleitet vergangene Phänomene mit denen der Gegenwart und formulieren dabei sowohl Fremdheitserfahrungen als auch Identifikationsangebote,
entschlüsseln historische Anteile an öffentlichen Argumentationen und vollziehen sie nach.
Übergang in die Studienstufe am Ende der Jahrgangsstufe 11
nutzen Epochen (Antike, Mittelalter und Neuzeit) und andere Zeitabschnitte zur Ordnung des historischen Materials und reflektieren dabei über das Problem der Epochenabgrenzung,
ordnen Schlüsselereignisse, herausragende Personen, typische Strukturen und Lebensformen in Epochen und Zeitabschnitte von der Steinzeit bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts ein und erläutern sie,
erläutern anhand wesentlicher Entwicklungen der europäischen Geschichte Dauer und Wandel,
verdeutlichen Politik, Wirtschaft; Kultur; Gesellschaft als Bereiche des Historischen an Beispielen aus unterschiedlichen Epochen und Räumen der Geschichte,
zeigen zwischen den drei Bereichen bestehende Zusammenhänge auf,
erkennen bei der Begegnung mit vergangenen Lebensformen Kontraste zur eigenen Gegenwart,
nennen für das 20. Jahrhundert politische Konstellationen, Ereignisse und Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen freiheitlicher Demokratie und nationalsozialistischer bzw. kommunistischer Ordnung und beschreiben ihre Bedeutung für die Gegenwart,
ziehen historische Kenntnisse zur Erläuterung gegenwärtiger Problemlagen heran und verwenden sie in Diskussionszusammenhängen,
entschlüsseln historische Anteile an öffentlichen Argumentationen und beurteilen deren Triftigkeit.
Methodenkompetenz · Mindestanforderungen
recherchieren mit Hilfestellung in vorgegebenen Informationsquellen (z. B. Geschichtsquellen, Darstellungen, Karten, Bildern, Webseiten),
erstellen mit Hilfestellung mit geeigneten analogen oder digitalen Medien in altersangemessener (Fach-)Sprache Ausarbeitungen und Präsentationen zu historischen Themen unter Beachtung von Chronologie und Kausalität.
Methodenkompetenz · Erhöhte Anforderungen
recherchieren sachgemäß in vorgegebenen Informationsquellen (z. B. Geschichtsquellen, Darstellungen, Karten, Bildern, Webseiten),
erstellen mit geeigneten analogen oder digitalen Medien in altersangemessener (Fach-)Sprache Ausarbeitungen und Präsentationen zu historischen Themen unter Beachtung von Chronologie und Kausalität.
Methodenkompetenz · Erster allgemeinbildender Schulabschluss
recherchieren sachgemäß in vorgegebenen Informationsquellen (z. B. gekürzten Zeitungsartikeln, einfachen Schaubildern, Realbegegnungen, Internetseiten, digitalen Nachschlagewerken),
werten einfache oder bearbeitete Quellen in verschiedenen Textsorten mithilfe geübter Frageschemata anhand von gegebenen Leitfragen aus,
erstellen mit Hilfestellung auf der Grundlage selbstständig gestellter Fragen einfache historische Narrationen in sinnvoller chronologischer Ordnung; kausaler Verknüpfung und unter altersangemessener Verwendung der Fachsprache stellen sie mit analogen und digitalen Mitteln dar,
dokumentieren Arbeitsergebnisse in nutzbarer Form (z. B. Geschichtsheft, Portfolio, Etherpad) und geben dabei mit Hilfestellung ihre Informationsquellen an,
leiten mit Hilfestellungen aus einzelnen historischen Phänomenen und Ereignissen Aussagen über allgemeine Probleme ab bzw. konkretisieren diese an historischen Einzelbeispielen,
prüfen und bewerten unter Anleitung die gewählten Vorgehensweisen.
Methodenkompetenz · Mittlerer Schulabschluss
recherchieren sach- und fachgerecht in unterschiedlichen Darstellungsformen leichteren Komplexitätsgrades (z. B. Sachbüchern, historische Karten, Internet, Filmen),
unterscheiden Quellen und Darstellungen in verschiedenen Textsorten (z.B. Brief, Gesetz, Schulbuchtext) anhand grundlegender Merkmale,
werten leichte bis mittelschwere und nur wenig bearbeitete Text- und Bildquellen verschiedener Gattungen mit geringer Hilfestellung aus und arbeiten Absichten und Wertvorstellungen des Verfassers heraus,
erstellen auf der Grundlage selbstformulierter Hypothesen historische Narrationen in sinnvoller chronologischer Ordnung, schlüssiger kausaler Verknüpfung und unter Verwendung der Fachsprache und stellen sie mit analogen und digitalen Mitteln dar,
beschreiben historische Sachverhalte mit Hilfestellung kategorial,
reflektieren unter Anleitung den eigenen Arbeitsprozess und den Erkenntniswert der benutzten Materialien.
Übergang in die Studienstufe am Ende der Jahrgangsstufe 11
unterscheiden Quellen und Darstellungen sicher,
nutzen gezielt Suchstrategien, um in digitalen und analogen Umgebungen relevante und zuverlässige Informationsquellen zur Beantwortung ihrer Fragen zu finden,
werten leichte bis mittelschwere und nur wenig bearbeitete Text- und Bildquellen verschiedener Gattungen (z. B. Tagebuch, Gesetzestext, Fotos, Tonaufnahmen) sach- und fachgerecht aus,
werten unterschiedliche Darstellungsformen leichteren bis mittleren Komplexitätsgrades (z. B. Fachtexte, Statistiken, Filme, Webseiten) sach- und fachgerecht aus,
untersuchen Quellen, Darstellungen und Erscheinungsformen der Geschichtskultur (z. B. Denkmal, Film, historischer Roman) im Blick auf zugrunde liegende Perspektiven, Wertungen und Absichten,
verknüpfen zielgerichtet die gewonnenen Informationen mit anderen Informationen,
recherchieren selbstständig (z. B. in Bibliotheken, in Ausstellungen, im Internet) und überprüfen Informationen kritisch,
reflektieren rückblickend den Prozess der Erkenntnisgewinnung bei historischen Recherchen und den Erkenntniswert der benutzten Materialien,
formulieren historische Fragestellungen und entwickeln Hypothesen,
analysieren und vergleichen historische Sachverhalte kategorial,
entwickeln eigene Narrationen auch zu komplexeren historischen Prozessen und unterscheiden sicher zwischen Anlass, Motiv und Ursache, Ursachen und Wirkungen, Voraussetzungen und Folgen,
stellen Arbeitsergebnisse mündlich und schriftlich fachlich und sprachlich angemessen und unter fachgerechter Angabe der verwendeten Informationsquellen dar, wählen und verwenden dabei situationsgerecht verschiedene Präsentationsformen (z. B. Referat, Schaubild, statistische Übersicht, schriftliche Ausarbeitung),
präsentieren Arbeitsergebnisse mit selbstausgewählten Präsentationsmedien,
verfassen auf selbstgewählter Informationsgrundlage Sachtexte und fiktive Quellen (z. B. Interview, Chronik) zu bekannten historischen Zusammenhängen in angemessener Sprache,
wenden grundlegende historische Fachbegriffe bei der Beschreibung historischer Phänomene an.
Urteilskompetenz · Mindestanforderungen
formulieren unter Anleitung zu eingeführten historischen Problemen und Entscheidungen ein begründetes Urteil unter Berücksichtigung verschiedener Sichtweisen,
zeigen unter Anleitung an Beispielen auf, dass andere Menschen andere Perspektiven bzw. Wertvorstellungen haben oder hatten,
führen mit Hilfestellung eine Pro- und Contra-Diskussion zu einem bekannten historischen Thema und revidieren in der Folge gegebenenfalls eigene Urteile.
Urteilskompetenz · Erhöhte Anforderungen
formulieren zu historischen Problemen und Entscheidungen ein begründetes Urteil mit triftiger und umfassender Argumentation verschiedener Sichtweisen,
zeigen an Beispielen auf, dass andere Menschen andere Perspektiven bzw. Wertvorstellungen haben oder hatten,
führen unter Anleitung eine Pro- und Contra-Diskussion zu einem bekannten historischen Thema und revidieren in der Folge gegebenenfalls eigene Urteile.
Urteilskompetenz · Erster allgemeinbildender Schulabschluss
geben die Argumente anderer zu vertrauten historischen Sachverhalten sinngemäß wieder und formulieren eigene Argumente,
unterscheiden mit Hilfestellung Beschreibungen und Bewertungen in einfachen Texten und Wortbeiträgen,
zeigen an Beispielen auf, dass Menschen früherer Zeiten andere Wertvorstellungen hatten,
beschreiben mit Hilfestellung einem Urteil zugrundeliegende Werte, Normen und Interessen.
Urteilskompetenz · Mittlerer Schulabschluss
fällen Sach- und Werturteile unter Abwägung der Pro- und der Contra-Argumente, geben dabei ansatzweise ihre Kriterien an (Effizienz, Legitimität, Werthaltungen) und reflektieren den Prozess ihrer Urteilsbildung,
vollziehen eine übersichtliche oder didaktisch reduzierte Diskussionslage zur Beurteilung und Bewertung eines historischen Sachverhalts nach und unterscheiden dabei zwischen Sach- und Werturteilen,
zeigen Unterschiede in früheren und heutigen Wertvorstellungen auf und beziehen sie kritisch aufeinander,
erläutern die Perspektiven und Handlungsoptionen der an einer Konflikt- oder Entscheidungssituation beteiligten Akteure und ihrer Interessengruppen und stellen sie einander gegenüber,
zeigen an geeigneten Beispielen auf, wieso es eine objektive historische Wahrheit nicht geben kann,
reflektieren angeleitet den Einfluss der Medien auf historische Prozesse,
setzen sich mit leicht erkennbaren Deutungen und Wertungen in verschiedenen geschichtskulturellen Angeboten auseinander.
Urteilskompetenz
setzen sich mit Demokratie ablehnenden Orientierungen und Handlungsmustern (z. B. Antisemitismus) auseinander und widerlegen sie argumentativ,
Übergang in die Studienstufe am Ende der Jahrgangsstufe 11
fällen Sach- und Werturteile abwägend und begründen sie nachvollziehbar,
prüfen Sachurteile kritisch,
versetzen sich in fremde Lebensformen und Ideenwelten hinein und beurteilen von daher historische Sachverhalte und Handlungen,
vertreten in selbstorganisierten Diskussionen und Debatten eigene Standpunkte und revidieren sie gegebenenfalls,
entwickeln eigene historische Werturteile und stellen sie unter Benennung ihrer werthaften Prämissen zur Diskussion,
beurteilen den Einfluss der Medien auf historische Prozesse im Spannungsfeld zwischen Aufklärung und Manipulation,
setzen sich mit Demokratie ablehnenden Orientierungen und Handlungsmustern (z. B. Antisemitismus) auseinander und widerlegen sie argumentativ,
zeigen den Konstruktcharakter von Geschichte exemplarisch auf (z. B. Ausschnitthaftigkeit der Quellen, unterschiedliche Erkenntnisinteressen der Darstellungen),
erläutern die Perspektiven, Rollen, Wertvorstellungen und Handlungsoptionen politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Akteure und Interessengruppen,
vergleichen anhand selbst gewählter Kriterien die Perspektiven, Rollen, Wertvorstellungen und Handlungsoptionen politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Akteure und Interessengruppen,
vertreten entsprechende fremde Positionen glaubhaft in kontroversen Diskussionen, Rollen- und Planspielen,
erkennen unterschiedliche Positionen bzw. kontroverse Standpunkte in der Beurteilung und Bewertung historischer Sachverhalte und ordnen sie gedanklich,
reflektieren den Prozess der Urteilsbildung,
erkennen die historische Bedingtheit von Wertmaßstäben und nutzen sie für die eigene Urteilspraxis,
beziehen gegenwärtige und vergangene Wertvorstellungen kritisch aufeinander,
erläutern die historischen Hintergründe der freiheitlich-demokratischen Ordnung und der ihr zugrunde liegenden Wertvorstellungen,
untersuchen digital oder analog dargebotene Quellen, Darstellungen und Erscheinungsformen der Geschichtskultur (z. B. Denkmal, Film, historischer Roman, Computerspiel) im Blick auf zugrunde liegende Perspektiven, Wertungen und Absichten,
beurteilen kriteriengeleitet Gestaltung, Zuverlässigkeit und Interessengebundenheit von digitalen Hervorbringungen der Geschichtskultur,
unterscheiden Sach- und Werturteile in unterschiedlichen Textsorten sicher.
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Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule und Berufsbildung: Bildungsplan Stadtteilschule Jahrgangsstufen 5–11 — Geschichte (Hamburg 2024). Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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