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Lehrpläne Hessen
Gymnasium (G8)
Biologie
inhaltsbezogen
5G.1 Grundlagen der Naturwissenschaft Biologie
7
5G.2 Körperbau und Lebensweise der Säugetiere
13
5G.3 Mensch
18
6G.1 Sexualität des Menschen
6
6G.2 Evolution – Lebewesen sind an ihren Lebensraum angepasst
18
7G.1 Bauplan und Lebenszyklus der Blütenpflanze
8
7G.2 Zellen und Gewebe – Einführung in die Mikroskopie
6
7G.3 Fotosynthese und Zellatmung
10
7G.4 Ökosystem
17
9G.1 Aufnahme und Verarbeitung von Informationen
20
9G.2 Blut und Immunsystem
3
9G.3 Sexualität und Hormone
1
9G.4 Vererbung
3
Anschlussprofil: Kenntnisse zur Biologie der Pflanzen
6
Anschlussprofil: Kenntnisse zur Biologie der Tiere
6
Anschlussprofil: Kenntnisse zur Ökologie
8
Anschlussprofil: Kenntnisse zur Biologie des Menschen
18
prozessbezogen
5G–9G Arbeitsmethoden
5
5G Arbeitsmethoden
1
5G Arbeitsmethoden
8
5G Arbeitsmethoden
4
6G Arbeitsmethoden
5
6G Arbeitsmethoden
5
7G Arbeitsmethoden
5
7G Arbeitsmethoden
3
7G Arbeitsmethoden
7
9G Arbeitsmethoden
6
9G Arbeitsmethoden
3
9G Arbeitsmethoden
4
9G Arbeitsmethoden
2
9G Arbeitsmethoden
5
Anschlussprofil: Fähigkeiten und Fertigkeiten / Methodenkompetenz
6
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
5G.1 Grundlagen der Naturwissenschaft Biologie
Begründung:
Es wird eine Vorstellung des neuen Faches erarbeitet. Aus der Definition von „Biologie“ ergibt sich die
Frage nach den Kennzeichen und der Vielfalt von Lebewesen. Am Ende der Unterrichtseinheit steht ein
Ausblick: Was untersucht der Biologe bei Lebewesen?
Was ist Biologie? Anknüpfung an Sachkunde-Themen der Grundschule
Definition von „Biologie“
Wissenschaftspropädeutik
5G.2 Körperbau und Lebensweise der Säugetiere
Nachdem die Schülerinnen und Schüler auf das Fach eingestimmt sind, ist es jetzt wichtig, sie für die Un-
tersuchung von Lebewesen zu begeistern.
Die hohe Artenzahl der Lebewesen, der Tiere, ja selbst der Säugetiere verbietet Monographien. Indem
man ausgewählte Säugetiere unter dem Blickwinkel verschiedener „Erschließungsfelder“ untersucht und
dabei in der dem Alter der Schülerinnen und Schüler angemessenen Weise vergleichende morphologi-
sche Gesichtspunkte betont, entsteht das Lebensbild, d.h. der Typus des Säugetieres. Dieses Unter-
richtsthema kann überwiegend exemplarisch am Beispiel des Hundes erarbeitet werden.
Ethogramm eines Säugetieres Beobachtungen am Hund, Abgrenzen verschiedener
Verhaltensweisen
Bedeutung von Mimik und Gestik
Vergleich des Jagdverhaltens: Hund - Katze
Paarungsverhalten
Haltung und Pflege von Tieren Artgerechte Haltung
5G.3 Mensch
Begründung:
Das Thema „Menschenkunde“ berührt z.T. sehr persönliche Fragen.
Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, dass die Kinder erste Einsichten in Bau und Funktion einzelner Or-
gane erhalten und daraus Folgerungen für die Gesundheitsvorsorge ableiten.
Die Themen sind so ausgewählt, dass Bau und Funktion der Altersstufe gemäß weitgehend besprochen
werden können.
Die Sexualität des Menschen wird in der Unterrichtseinheit 6G.1 besprochen.
Körperhaltung und Bewegung Bewegungsmöglichkeiten des Körpers
Bau und Funktion des Bewegungsapparates
Zusammenwirken der Elemente: Skelett, Gelenke, Mus-
keln, Sehnen, Bänder; Haltungsschäden
Ernährung und Verdauung Nahrungsmittelgruppen, Nährstoffe, einfache Nachweise
Gesundheitsvorsorge durch ausgewogene Ernährung
(Fette, Mineralsalze, Vitamine)
Nahrung dient der Energiegewinnung für Bewegung,
Wachstum, Stoffaustausch
Nahrungsaufnahme und -verarbeitung auf dem Verdauungsweg
Aufnahme der verdauten Stoffe in das Blut
6G.1 Sexualität des Menschen
Begründung:
Die Behandlung des Themas auch im Biologieunterricht hilft den Schülerinnen und Schülern ihre Persön-
lichkeit zu entwickeln und körperliche und seelische Veränderungen verstehen zu lernen. Darüber hinaus
soll ein Beitrag geleistet werden, die Kinder auf eine verantwortungsvolle Partnerschaft vorzubereiten.
Sie sollen lernen, auf die Empfindungen anderer Rücksicht zu nehmen.
Ihr mögliches Verhalten bei drohendem sexuellen Missbrauch sollte thematisiert werden.
6G.2 Evolution – Lebewesen sind an ihren Lebensraum angepasst
Es werden Vertreter noch nicht behandelter Wirbeltierklassen unter dem allgemeinen Gesichtspunkt der
Angepasstheit untersucht. Verbindlich ist die vertiefte Behandlung der Unterrichtsinhalte hinsichtlich einer
Wirbeltierklasse: entweder a) Vögel oder b) Fische oder c) Amphibien oder d) Reptilien. Die Inhalte mit
Bezug auf die nicht ausgewählten Wirbeltierklassen werden fakultativ. Im Hinblick auf den Vergleich eines
Organsystems ist die Stundenzahl so zu bemessen, dass die jeweils nicht gewählten Wirbeltierklassen in
angemessener knapper Form einbezogen werden können.
Bei der Behandlung des Themas soll darauf geachtet werden, dass eine Formenvielfalt kennen gelernt
wird. Außerschulische Organisationen (Zoo und/oder Museum) sollen in die Unterrichtsarbeit mit einbezogen werden.
Angepasstheit a) Leichtbauweise des Vogelkörpers
Bei c) bzw. d) auch: Biogeographie Bau und Funktion der Feder
b) Stromlinienform, Kiemen, Schwimmblase
c) an Wasser und Land
Hautund Lungenatmung beim Frosch
Regulationsmöglichkeiten, Verbreitungsgebiete
d) an Temperatur, wechselwarme Tiere
Regulationsmöglichkeiten der Körpertemperatur,
andere abiotische Faktoren, Verbreitungsgebiete
Bei a) bzw. b): Wanderung und Orientierung a) Flug, Orientierung beim Vogelzug, Überwinterung
7G.1 Bauplan und Lebenszyklus der Blütenpflanze
1.3 Die Jahrgangsstufe 7G
7G.1 Bauplan und Lebenszyklus der Blütenpflanze Std.: 10
Begründung:
Alle Untersuchungen sollen am lebenden Objekt durchgeführt werden; die Schülerinnen und Schüler
sollen unter Anleitung selbstständig experimentieren
Die Unterrichtsstunden sollen zu einem erweiterten Bild des „Typus“ der Blütenpflanze führen.
Bauplan Organe einer Blütenpflanze
Blütenaufbau und Blütenfunktion Grundbauplan einer Blüte
7G.2 Zellen und Gewebe – Einführung in die Mikroskopie
7G.2 Zellen und Gewebe – Einführung in die Mikroskopie Std.: 10
Begründung:
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch genaues Beobachten und Vergleichen erfahren, dass Lebe-
wesen aus Zellen aufgebaut sind. Dabei soll der Zusammenhang zwischen den Organisationsstufen (Or-
ganell, Zelle, Organ, Organismus) deutlich werden. Sie sollen beim Mikroskopieren Einblicke in biologische Arbeitsweisen erfahren.
Mikroskopische Technik Einführung: Bau des Mikroskops, Handhabung, Funktionsweise
7G.3 Fotosynthese und Zellatmung
7G.3 Fotosynthese und Zellatmung Std.: 14
Begründung:
Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand einfacher Versuche den Zusammenhang zwischen Blattbau,
Licht und Zuckerproduktion kennen lernen. Dabei soll ihnen die Bedeutung der Fotosynthese bewusst
werden. Sie sollen erkennen, dass auch Pflanzen atmen. Sie sollen dabei ihre Versuchsergebnisse prä-
sentieren und die Ergebnisse anderer einordnen.
Bedeutung des Lichtes für grüne Pflanzen Schwerpunkt: Experimentelles Arbeiten
Schülerund Demonstrationsexperimente
Pflanzen benötigen Kohlenstoffdioxid und Nachweisreaktionen für Stärke und Sauerstoff
Wasser Fotosyntheseaktivität in Abhängigkeit von z.B. Temperatur und Kohlenstoffdioxid-Zufuhr
7G.4 Ökosystem
7G.4 Ökosystem Std.: 14
a) Wald oder b) Gewässer
Begründung:
An einem Beispiel und möglichst durch direkte Begegnung mit Lebewesen in ihrer Umwelt sollen Schü-
lerinnen und Schüler ein Ökosystem und die Beziehungen zwischen den einzelnen Lebewesen kennen
lernen. Eine im Unterricht fachlich vorbereitete Exkursion ist verpflichtend. Je nach den Möglichkeiten der
einzelnen Schule kann entweder (a) der Wald oder (b) ein Gewässer als Beispiel herangezogen werden.
Schädigungen eines Ökosystems kündigen sich oft durch Veränderungen der relativen Häufigkeiten der
einzelnen Arten an. Die Vielfalt der Lebewesen regt nur dann zum Staunen an und macht so den Sinn der
Roten Liste verständlich, wenn die Schülerinnen und Schüler Vertreter verschiedenster Gruppen kennen
gelernt haben.
Naturschutzorganisationen und/oder Forstämter sollen in den Unterricht einbezogen werden.
Typisierung von Lebensräumen a) Formen des Waldes
b) Gewässertypen
Typische Pflanzen und Tiere in den Teilbea) Stockwerke des Waldes einschl. Lebewesen, z.B. In-
reichen (dabei Einbeziehen bisher nicht näsekten
her besprochener Lebewesen) b) Wasserzonen einschl. Lebewesen
9G.1 Aufnahme und Verarbeitung von Informationen
Begründung:
In dieser Unterrichtseinheit werden nur Aufnahme und Verarbeitung von Informationen behandelt; dafür
sind Sinnesorgane und Nervensystem verantwortlich.
Die Schülerinnen und Schüler sollen erfahren, dass Sinnesorgane physikalische Einflüsse und Zustände
in Sinnesmeldungen transformieren. Sie sollen sich daran erinnern, dass verschiedene Lebewesen unter-
schiedliche Ausschnitte der Welt wahrnehmen.
Es können Substanzen besprochen werden, die über das Gehirn auf Verhalten, Gefühle und Gemütszustand einwirken.
Die eigentliche Suchtprophylaxe - die Herausbildung des Selbstwertgefühls auf Grund individueller Fähig-
keiten und Leistungen, sowie der Anerkennung in Familie und Bekanntenkreis - kann im Biologieunter-
richt zwar besprochen, aber nur in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten angestrebt bzw. erreicht werden.
Es soll an die Behandlung der Drogen / Suchtgefahren in Ethik, evangelischer Religion oder katholische
Religion angeknüpft werden. Gegebenenfalls bietet sich hier ein fächerverbindender Projekttag an.
Es sollen Bezüge zur Physik hergestellt werden: a) Auge: Optik 1 (6G.2): „Licht und Sehen“ und Optik 2
(7G.1): „Abbildungen durch Linsen“; b) Ohr: Akustik (8G.4a, fakultativ): Schallquellen und Empfänger“.
Bau Einsatz von mikroskopischen Schnitten, Modellen, realen
a) des Auges Objekten
b) des Ohres
a) Abbildung der Umwelt auf der Netzhaut Strahlengang (Bezug zur 7. Klasse Physik), Akkomoda-
tion, Fehlsichtigkeiten und deren Korrektur, Funktion der Irisblende
b) Schallzuleitung Schallwellen, Luftund Knochenleitung, Verstärkung und
9G.2 Blut und Immunsystem
9G.2 Blut und Immunsystem Std.: 12
Begründung:
Diese Unterrichteinheit beschränkt sich auf die Untersuchung des Transportsystems und auf seine Auf-
9G.3 Sexualität und Hormone
9G.3 Sexualität und Hormone Std.: 12
9G.4 Vererbung
9G.4 Vererbung Std.: 12
Begründung:
Diese Unterrichtseinheit knüpft an die Behandlung der Sexualität an: Die Bildung der Keimzellen und die
5G–9G Arbeitsmethoden
Der Unterricht in der Sekundarstufe I
1 Die verbindlichen und fakultativen Unterrichtsinhalte in den Jahrgangsstufen 5G bis 9G
Jahrgangsübergreifende Arbeitsmethoden der Schülerinnen und Schüler / Hinweise
und Erläuterungen
Formulieren von Fragen, Beobachten und Beschreiben, Vergleichen und Ordnen, Sammeln von In-
5G Arbeitsmethoden
Vielfalt der Lebewesen (Lebewesen eines Ökosystems in Schulnähe oder des Schulgartens oder Präpa-
5G Arbeitsmethoden
Gestalt, Merkmale – Verbindung von Struktur und Funktion/ Angepasstheit an den Lebensraum: Tarnung
und Wärmehaushalt z.B. des Eisbären: weißes Fell, schwarze Haut, Haare als Lichtund Wärmeleiter
Weitere Beispiele für Angepasstheit: z.B. Meeressäuger; Tierwanderungen in der afrikanischen Steppe
Evolution und Domestikation: Abstammung des Hundes, Zuchtziele, Domestikationsmerkmale
Weitere Beispiele für inneren Bau bzw. bzgl. innerem Bau und Verdauung: Pferd oder Schwein
Fortpflanzung und Entwicklung
Erkennen des Zusammenhangs von Bau, Funktion und Angepasstheit
Vergleichendes Beobachten des Verhaltens bei z.B. Katze und Hund
5G Arbeitsmethoden
Schäden durch Staub und Rauchen
Bau und Funktion des Herzens, Lungenund Körperkreislauf
Pulsfrequenz
Eine Schwerpunktbildung bei einem oder mehreren Themenbereichen
6G Arbeitsmethoden
Pränatale Entwicklung (Gefahren für das ungeborene
Leben)
Schwangerschaft und Geburt
Geburtenplanung
Sexueller Missbrauch
6G Arbeitsmethoden
Vergleich mit den Fortpflanzungsstrategien beim Säuger
Rekonstruktion eines ausgestorbenen Tieres, Stammbaum der Reptilien
Gefährdung durch veränderte Umwelt
Bei a) bzw. b):
Kennenlernen des Zusammenhangs von Bau, Funktion und Angepasstheit körperlicher Merkmale und
7G Arbeitsmethoden
Namensgebung Einfache Bestimmungsübungen z.B. an Bäumen (kann
zu einem Projekt ausgeweitet werden)
Funktion von Wurzel, Spross und Laubblatt Organe einer Blütenpflanze
Wasserund Mineralsalzaufnahme
Wassertransport, Transpiration
7G Arbeitsmethoden
Vergleich von Pflanzenund Tierzellen Zellen der Mundschleimhaut
Unterschiedliche Zelltypen bei Pflanzen, Frischoder Fertigpräparate oder Dias
Tier und Mensch
7G Arbeitsmethoden
zung und Überwinterung Nachweisreaktionen für Glucose, Stärke, Fett und Ei-
Bedeutung der Fotosynthese für das Leben weiß (eventuell mit Teststäbchen, gruppenteilig)
auf der Erde und unsere Ernährung
Atmung bei der Pflanze Nachweisreaktion für Kohlenstoffdioxid (Wasserpest in
stark verdünntem Bromthymolblau) als Demonstration
Stoffkreisläufe Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid
Fototaxis Aktive Bewegung von Grünalgen, Wachstum zum Licht
9G Arbeitsmethoden
Biotopschutz als Artenschutz z.B. Regenwald, Uferzonen
Speziell: Waldameisen und Vögel
Rote Liste
Bestandsaufnahme und langfristige Bez.B. Trockenmauer im Jahreslauf
obachtung eines Lebensraumes Heuaufguss in den ersten 2 Monaten
Übersicht über die Biodiversität System der 5 Reiche
9G Arbeitsmethoden
Regelkreismodell z.B. Pupillenreflex oder Lärm-Schutz-Reflex
Experimentieren mit Modellen oder realen Funktionsmodelle, z.B. optische Bank, Schallgenerator,
Objekten Kopfhörer, Drehstuhl
9G Arbeitsmethoden
Blutgruppen (AB0-System, Rhesus-Faktor) Landsteiner-Experiment, Prinzip der Blutgruppenbestimmung, Rh-Unverträglichkeit
Immunabwehr bei Infektionen und OrganPrinzip der Immunreaktion, Erregertypen, Impfschutz
transplantationen (passive und aktive Immunisierung)
AIDS, Hepatitis B Entstehung, Krankheitsbild und -verlauf, Übertragungs-
9G Arbeitsmethoden
Hormonale Steuerung der körperlichen und Pubertät, Zyklus der Frau, Regelkreismodell
geistigen Reifung beim Mann und bei der Frau
9G Arbeitsmethoden
krankheiten
Erbgang eines einfachen Merkmals Blutgruppen des Menschen
Methoden der Gentechnik Gentest, Gentherapie, Klonen
Erbgang des Rhesusfaktors
Erbgänge weiterer krankhafter Merkmale Bluterkrankheit, Rot-Grün-Schwäche
Anschlussprofil: Fähigkeiten und Fertigkeiten / Methodenkompetenz
Fachgebiete mit einbezogen werden sollen
Erkennen, dass aus naturwissenschaftlichen Ergebnissen keine ethischen Grundsätze abgeleitet werden
können
Partnerschaft: D, Eth 9.2, Rka 9.5, G Gesundheitserziehung
2 Anschlussprofil von der Jahrgangsstufe 9G in die gymnasiale Oberstufe
(Einführungsphase und Qualifikationsphase)
Anschlussprofil: Kenntnisse zur Biologie der Pflanzen
Voraussetzung und Grundlage für eine erfolgreiche Mitarbeit im Fach Biologie in der gymnasialen
Oberstufe sind die nachfolgenden in der Sekundarstufe I erworbenen Qualifikationen und Kenntnisse.
Fähigkeiten und Fertigkeiten / Methodenkompetenz
- Denkund Vorgehensweise des Naturwissenschaftlers als eine Sichtweise neben anderen
verstehen und anwenden können; Querverweise zu anderen Fachbereichen suchen
- Beobachten auf verschiedenen Betrachtungsebenen (Teilchen, Organell, Zelle, Gewebe, Or-
Anschlussprofil: Kenntnisse zur Biologie der Tiere
- problemlösende Vorgehensweise / problemlösendes Denken
- Konzeptlernen
- Sammeln, Nachschlagen in Büchern und Suchen im Internet
- Ordnen und Strukturieren (systematische Zusammenhänge)
- Entwicklung von Arbeitsund Vorgehensweisen
- Experimentelle Isolierung einzelner physiologischer Faktoren
Anschlussprofil: Kenntnisse zur Ökologie
- klare, logische, anschauliche Präsentation von Arbeitsergebnissen
- Anwendung verschiedener Arbeitstechniken im Team
- heuristische Bedeutung von Modellen, Entwickeln von und Arbeiten mit Modellvorstellungen,
Prinzip der Regelung
- Lebewesen unter dem Blickwinkel der Erschließungsfelder untersuchen
- Ansätze zum vernetzten Denken und zum Denken auf verschiedenen Ebenen, Akzeptieren
von nur vorläufigen Ergebnissen
- Diskurs über fachliche und fachübergreifende Inhalte
Anschlussprofil: Kenntnisse zur Biologie des Menschen
- Bau und Funktion der Blütenbestandteile
- Zelle als Bauelement von Lebewesen
- Einzelzelle, Zellverband, Vielzeller
- Bedeutung der Pflanzen für das Überleben von Tier und Mensch, Fotosynthese als Grundlage
der Nahrungspyramide
- Atmung als aktuelle Energiebereitstellung
- Pflanzenschutz als Biotopschutz
Kenntnisse zur Biologie der Tiere
- Verhaltenselemente verschiedener Tiere, beispielhaft
- Steuerung der Ontogenese durch Hormone
- Anpassung an den Lebensraum Luft, Wasser, Land (evolutive Aspekte)
- Tierschutz als Biotopschutz
- Vergleich eines Wirbeltierorgansystems (Evolution)
Kenntnisse zur Ökologie
- grobe Kenntnisse systematischer Zusammenhänge bei Säugetieren und Blütenpflanzen
- Gesetzmäßigkeiten der Beziehungen zwischen den Lebewesen in einem Ökosystem, abioti-
sche und biotische Faktoren (beispielhaft Symbiose, Parasitismus etc.), Nahrungsketten und Stoffkreisläufe
- Schutz der Natur (in der Regel Kulturlandschaften), auch für die Erholung und zum Naturerleben
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Hessisches Kultusministerium — Lehrplan Biologie, Bildungsgang Gymnasium, Jahrgangsstufen 5G bis 9G (2010)
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