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Stoffe und ihre Eigenschaften
Stoffe aus dem Alltag und aus der Chemiesammlung untersuchen, charakterisieren und unterscheiden
Arbeitsweisen der Naturwissenschaften Chemie und Physik gegenüberstellen
Gefahren beim Umgang mit Chemikalien
Sicherheitsregeln für die Ausführung von Experimenten kennen lernen und beim Experimentieren anwenden (Gefahrensymbole, R/S-Sätze, Entsorgung, Schutzmaßnahmen)
Stoffbegriff
Unterscheiden: Körper und Stoff
Mit den Sinnen wahrnehmbare Stoffeigenschaften kennzeichnen
Messbare Stoffeigenschaften (Dichte, Schmelz- und Siedetemperatur) im Experiment überprüfen
Ordnungsprinzipien für Stoffe: Zuordnen von Kombinationen mehrerer Eigenschaften von Reinstoffen zu Stoffgruppen (z.B. Einteilung nach: metallisch, salzartig, flüchtig etc.).
Naturwissenschaftliches Arbeiten
Aufstellen und Begründen von Hypothesen
Gezielte Beobachtungen von Experimenten formulieren und ihre Deutung ableiten
Protokolle erstellen
Aggregatzustände und ihre Übergänge
Begriffe zuordnen: Schmelzen, Sieden, Erstarren, Kondensieren, Sublimieren, Resublimieren; Verdunsten, ev. in Verbindung mit dem Teilchenmodell (vgl. 1.3)
Unterschiedliche Aggregatzustände eines Stoffes in Abhängigkeit von der Temperatur deuten (Beispiele Wasser, Wachs)
Teilchenmodell der Materie
„Bausteine“ als kleinste Einheiten eines (Rein-)Stoffes zur Erklärung der Aggregatzustände heranziehen
Beschreiben der Diffusion im Teilchenmodell
Trennverfahren für Stoffgemische; Lösemittel, Löslichkeit
Lösen fester, flüssiger und gasförmiger Stoffe in verschiedenen Lösemitteln (Wasser, Alkohol, Benzin)
Verschiedene Arten von Stoffgemischen kennen lernen und im Modell visualisieren
Homogene und heterogene Stoffsysteme
Trennverfahren für Stoffgemische an Beispielen aus Alltag, Industrie und Umwelt kennen lernen und erörtern.
Labortechniken anwenden: Destillation, Filtration
Weitere Beispiele zur Auswahl: Abdampfen, Abscheiden, Extraktion, Chromatographie
Stoffumwandlungen
Experimentieren: Stoffumwandlungen an charakteristischen Beispielen; chemische Reaktionen aus dem Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler durchführen (Zersetzen beim Erhitzen, Neutralisieren, etc.)
Beispiele für Stoffumwandlungen aus der Natur, Produkte der Chemischen Industrie vorstellen
Chemische Reaktionen und Energieumsatz
Merkmale chemischer Reaktionen kennzeichnen
Erstellen von Reaktionsschemata (Wortgleichungen)
Energiediagramme zu exothermen und endothermen Reaktionen aufstellen, Aktivierungsenergie erläutern
Verbrennungsvorgänge in Alltag und Umwelt
Bedingungen für Verbrennungen / Brände / Explosionen kennen
Informieren, referieren über technische Vorkehrungen zum Feuerlöschen und Brandschutz
Beurteilen geeigneter Löschmaßnahmen (siehe auch Kapitel 2.2)
Reaktionen von Metallen und Nichtmetallen mit Luft (Sauerstoff)
Verbrennen, rosten, etc. als Stoffumwandlung deuten
Reaktion mit Sauerstoff – Bildung von Oxiden
Gesetz von der Erhaltung der Masse
Anhand quantitativer Versuche in geschlossenen Systemen das Gesetz ableiten und mit Hilfe des Teilchenmodells begründen
Quantitative Zusammensetzung der Luft
natürliche Luftbestandteile kennen lernen
Sauerstoffanteil der Luft ermitteln
Experimentieren und informieren: Eigenschaften von Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid
Gefährdung der Atmosphäre durch Spurengase thematisieren
Wasserstoff
Wasserstoff mit seinen Eigenschaften, auch als Energieträger, kennen lernen
Umkehrung der Oxidbildung; Metallgewinnung aus Erzen
Herstellung von Gebrauchsmetallen aus Oxiden als Sauerstoffabgabe deuten
Geeignete Reaktionspartner ermitteln (unedlere Metalle, Kohlenstoff, Wasserstoff) und Reaktionsprodukte vergleichen
Unterscheiden zwischen Elementen und Verbindungen
Unterscheiden zwischen Zerlegung von Verbindungen und Trennung von Gemischen
Chemische Symbole und ihre Bedeutung
Atome als Bausteine von Verbindungen
Elementsymbole definieren und zuordnen
Das Periodensystem als Schema kennen lernen und Informationen bezüglich Größe und Masse von Atomen ablesen können
Atome, Moleküle, Atomverbände
Einsatz von Kugel- und Kalottenmodellen und bildlicher Darstellungen von Atomen, Atomverbänden, Molekülen, etc. zum Charakterisieren von Elementen und Verbindungen.
Reaktionsgleichungen
Einfache Reaktionsgleichungen in der Symbolsprache aufstellen und interpretieren
Kern-Hülle-Modell
Modelle von Atomen mit Atomkern und Atomhülle anhand der Ergebnisse des Rutherford´schen Streuversuchs darstellen
Grenzen des Kern-Hülle-Modells beschreiben
Begriffe Atommasse; Isotope anwenden
Schalenmodell
Kennen lernen der Gesetzmäßigkeiten der Elektronenverteilung
Schalenmodelle ausgewählter Atome (Hauptgruppen) interpretieren
Anwenden der Regeln zur Vorhersage des Aufbaus von Atomen (Edelgaskonfiguration, Oktettregel)
Grenzen der Modellvorstellungen aufzeigen
Periodensystem der Elemente
Aus dem Schalenmodell auf das Aufbauprinzip des Periodensystems schließen
Historische Aspekte referieren
Begriffe: Ordnungszahl, Hauptgruppen, Perioden auf Beispiele anwenden
Alkalimetalle
Kennen lernen der Eigenschaften und Verwendung der Metalle der Elementfamilie
Sicherheitsaspekte begründen und beachten
Chemische Reaktionen (z.B. Lithium und Natrium mit Wasser) durchführen, vergleichen und deuten
Halogene
Informationen über Eigenschaften und Verwendung verschiedener Halogene - auch in Alltag und Technik - gegenüberstellen und vergleichen
Salze
Die chemischen Eigenschaften von Salzen, beispielsweise Natriumchlorid, Calciumsalze, etc. untersuchen
Bedeutung im Alltag recherchieren
Experimentieren und informieren: Gewinnung von Salzen aus Lagerstätten, Entstehung / Herstellung von Salzen (aus den Elementen siehe auch 3.4)
Ionen als Ladungsträger
Versuche zur Leitfähigkeit von festen Salzen und wässrigen Lösungen durchführen
Ionen als Ladungsträger kennzeichnen
Elektrolyse einer wässrigen Metallhalogenid-Lösung
Elektrolyse durchführen, Begriffe definieren: Kathode / Kation, Anode / Anion, Elektrolyt / Elektrode etc.
Ionenbindung
Eigenschaften von Ionenverbindungen kennzeichnen
Ionengitter als Strukturmodell zur Deutung einsetzen
Wasser
Wasser als Lösemittel: Vergleichen mit den Eigenschaften anderer Lösemittel
Wassermolekül als Dipol
Begründen des Verhaltens im elektrischen Feld
Erkennen des Zusammenhangs zwischen Löslichkeit und der Struktur des Wassermoleküls
Erklären der Hydration auch auf der Modellebene
Elektronenpaarbindung, Lewisformel
Einführung der Lewis-Schreibweise
Entwickeln der Formeln für Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff
Weitere Beispiele von Molekülverbindungen: Chlorwasserstoff, Kohlenstoffmonooxid, Kohlenstoffdioxid, Ammoniak
Begriffe in Zusammenhängen erläutern können: Ladungsschwerpunkte; Elektronegativität; polare Elektronenpaarbindung; permanente Dipole
Vergleichen des Tetraedermodells bzw. Elektronenpaar-Abstoßungsmodells mit bisherigen Molekülmodellen
Besondere Eigenschaften des Wassers
Deuten des Phänomens: Anomalie des Wassers
Definieren der Begriffe: Wasserstoffbrückenbindungen, induzierte Dipole, van-der-Waals-Kräfte
Herstellung und Eigenschaften von Laugen und / oder Säuren
Untersuchen und informieren: Laugen in Haushalt und Industrie (vgl. Jahrgangsstufe 8G.2, Kap. 2.4)
Beispiele: Natronlauge, Kalkwasser, Ammoniakwasser
Anwenden der Ionentheorie; Ionengleichungen
Saure Lösungen (verdünnte Säuren) in Haushalt und Industrie vergleichen
Gefahren im Umgang mit Säuren darstellen
Beispiele: Salzsäure (Schweflige Säure; Schwefelsäure, Kohlensäure)
Reaktion der Säure und/oder Base mit Wasser: Säure-Base-Theorie nach Brönsted
Formeln gängiger Säuren und Laugen kennen
Emissionen von Stickstoff- und / oder Schwefeloxiden (saure Niederschläge) darstellen: Gase reagieren mit Wasser zu sauren Lösungen
Begriffe auf der Modellebene definieren: Protonendonor / -akzeptor
Ionengleichungen für Protolysereaktionen mit H3O+ und OH- Ionen formulieren
Anwendungen der Säure-Base-Theorie nach Brönsted
Wassermolekül als amphoteres Teilchen (Ampholyt) kennzeichnen
Stoffmengenbegriff
Gegenüberstellen von Masse und Teilchenanzahl
Das Mol als Mengenangabe für die Anzahl von „Bausteinen“ einer Verbindung anwenden
Die Molare Masse von Verbindungen definieren und berechnen
pH-Wert als Konzentrationsangabe für Hydronium-Ionen interpretieren können
Neutralisation, Salzbildungen
Neutralisation als chemische Reaktion definieren
Anwenden der Neutralisationsreaktion für Konzentrationsbestimmungen (Titration)
Beispiele zur Auswahl: Kalklöser, Cola-Getränk, Wein, Kalkgehalt von Böden
Formeln von Säuren und Säurerest-Ionen einüben (Sulfate, Nitrate, Carbonate; Phosphate, etc.)
Reaktionsgleichungen aufstellen
Stöchiometrie an einfachen Beispielen üben
Erdöl und Erdgas als Energieträger und Rohstoffe
Bildung, Verarbeitung und Verwendung von Erdöl und Erdgas erläutern und beurteilen
Beispiele: fraktionierte Destillation von Rohöl, Vergleich Heizöl / Erdgas / Kraftstoffe als Energieträger; wirtschaftliche Aspekte; Umweltschutz
Gesättigte Kohlenwasserstoffe
Am Beispiel Benzin die Eigenschaften und Reaktionen gasförmiger und flüssiger Alkane kennen lernen, vergleichen und interpretieren
qualitative Elementaranalyse im Experiment durchführen
Bindungsverhältnisse angeben und Strukturformeln ableiten können (Tetraedermodell)
Nomenklaturregeln anwenden
Üben von Formeln isomerer Alkane