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Lehrpläne Hessen
Gymnasium (G8)
Ethik
inhaltsbezogen
Freiheit
4
Würde des Menschen
5
Religion
5
Wahrheit und Erkenntnis – Wahrhaftigkeit und Lüge
5
Gewissen und Identität
4
Liebe
4
Recht und Gerechtigkeit
4
Menschenbilder
3
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Freiheit
um natürliche Grenzen menschlicher Handlungsspielräume wissen
Interessengegensätze und Konflikte als Ausdruck des Zusammenlebens in Freiheit verstehen und erläutern können
gesellschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen von Freiheit darlegen können
den Verantwortungsbezug der eigenen Freiheit im Verhältnis zu anderen argumentativ untermauern können
Würde des Menschen
Selbstbestimmung und Vernunftfähigkeit (Personale Identität) als Grundlage menschlicher Würde aufzeigen können
die Bedeutung der Unteilbarkeit der Menschenwürde entwickeln können
die Anerkennung als Person als Anspruch auf individuelle, staatlich zugestandene und staatlich geschützte Rechte begründen können
den Zusammenhang von Rechten und Pflichten erörtern können
Entstehung und Geltungsanspruch der Menschenrechte als ethische Grundlage menschlichen Zusammenlebens darlegen können
Religion
exemplarische Ausdrucksformen des religiösen Bereichs kennen (Gebet, Ritus, Kult u. a.) und deren Symbolgehalt darstellen können
wissen (und aufzeigen können), dass diese Ausdrucksformen Jahreskreise, Lebensstufen und kollektive geschichtliche Erfahrungen aufgreifen, und dies an Beispielen aus mindestens zwei verschiedenen Hochreligionen belegen können
an exemplarischen Beispielen Antwortentwürfe verschiedener Religionen auf existentielle Grunderfahrungen und Bedürfnisse der Menschen darstellen können (Leid u.a.)
den Deutungsanspruch verschiedener Religionen für die jeweilige Lebenswelt verstehen
erläutern, wie Religionen Lebenswelt und Lebensform prägen, indem sie Normen und Wertvorstellungen setzen
Wahrheit und Erkenntnis – Wahrhaftigkeit und Lüge
methodische Überprüfung als Voraussetzung für die Annäherung an Wahrheit verstehen
Wissen um Täuschungen und Irrtumsmöglichkeiten des menschlichen Verstandes darlegen können
Subjektivität und Wertgebundenheit von Erklärungen und Deutungen als Chance und als Grenze der Wahrheitssuche darlegen können
Merkmale und Konsequenzen der Verabsolutierung von Wahrheiten und der Immunisierung gegen Wahrheiten aufzeigen können
Wahrhaftigkeit als unabdingbare Voraussetzung für den persönlichen Umgang, für das gesellschaftliche Zusammenleben und für die Wahrheitsorientierung freiheitlicher Ordnungen darlegen können
Gewissen und Identität
die Herausbildung eines eigenverantwortlichen Gewissens als Kern ethischer Identität darlegen können, die sich in der Verantwortung für Umwelt und Mitwelt sieht
die Bedeutung des Gewissens als Berufungsinstanz für Entscheidungen darlegen und seine Rolle für die Identitätsbildung der gesamten Person bestimmen können
den Zusammenhang von vorgegebenen Gewissensprägungen und personalen Gewissensüberzeugungen an Beispielen erläutern können
Handlungsräume von Verantwortung aufzeigen können und an Beispielen von Dilemmata und Konflikten Bedeutung und Geltungsanspruch von Gewissensentscheidungen darlegen können
Liebe
Liebe als eine den ganzen Menschen erfassende Wirklichkeit erkennen, die sich in altersgemäßen Stufungen entfaltet
Formen integrer wechselseitiger Zuwendung von rein selbstorientierten Verhaltensmustern unterscheiden können
den gesellschaftlichen Bezug von Partnerschaften darstellen können
die staatlichen und rechtlichen Regelungen von Partnerschaft und Liebe darstellen und im Begründungszusammenhang erörtern können
Recht und Gerechtigkeit
das kodifizierte Recht als Mittel darstellen können, die Interessenkonflikte zwischen einzelnen Individuen sowie zwischen Individuum und Staat zu regeln
die im Rechtsstaat dem Staat gegenüber bestehenden Abwehrrechte und die dem Einzelnen abverlangten Einschränkungen als Sicherung des individuellen Freiheitsspielraums begründen können
Gerechtigkeitskonflikte als Probleme angemessener Zuweisung von Rechten und Pflichten auf dem Hintergrund gewachsener und veränderbarer Maßstäbe und Kriterien analysieren können
an Beispielen die mögliche Diskrepanz von kodifiziertem Recht und Gerechtigkeit, von Legalität und Legitimität diskutieren können
Menschenbilder
die Fähigkeit zur Erforschung und Gestaltung von Umwelt und Mitwelt sowie die Fähigkeit zur ethischen Reflexion als spezifisch menschliche Eigenschaften darlegen können
den Zusammenhang von Menschenbild und Ethik aufzeigen können
Chancen und Risiken menschlicher Fähigkeiten gegenüber Umwelt und Nachwelt in ihrer ethischen Dimension sehen und erörtern können
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Hessisches Kultusministerium — Lehrplan Ethik, Gymnasialer Bildungsgang, Jahrgangsstufen 5G bis 9G (G8)
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