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Lehrpläne Hessen
Gymnasium (G9)
Freireligiöse Religion
inhaltsbezogen
5.1 Polytheistische Religionen
8
5.2 Die Welt der Antike
6
6.1 Kosmos – Mensch – Erde
3
6.2 Menschliche Grunderfahrungen und religiöse Deutungen
8
7.1 Monotheistische Weltreligionen
6
7.2 Das christliche Abendland
9
8.1 Religion und Organisation
6
8.2 Religion und Freiheit
6
9.1 Fernöstliche Religionen
5
9.2 Die moderne Gesellschaft
9
10.1 Weltgemeinschaft und Religion
7
10.2 Wertegemeinschaft und Weltethos
8
Abschlussprofil: Religion als Grunderfahrung
3
Abschlussprofil: Welt- und Menschenbilder
3
Abschlussprofil: Religion und Gesellschaft
5
Abschlussprofil: Werte
3
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5.1 Polytheistische Religionen
Religion als Klammer einer Gesellschaft
Fähigkeit erwerben zum Umgang mit Religionsgeschichte und ihrer Erschließung, zu Methoden der Betrachtung, Hinterfragung von Fakten („Warum gibt es das? Warum gibt es das nicht mehr?“)
Haltungen einnehmen lernen, Fragen lernen nach dem heutigen Menschen und seiner Natur, Stellung im Kosmos
religiöse Autoritäten und Gesetze, Familie und Staat
untergegangene Religionen, Wesenszüge, Grundmuster Rätsel und „Geheimnisse“
Pyramiden, Totenkult und Jenseitsglaube
Heiligtümer
Jahreszeiten, Sonne und Gestirne, Astrologie, Kalender
5.2 Die Welt der Antike
Göttergestalten, Sagen und Mythen, Olympia und Delphi, Tempel, Kunst
„Bausteine“ und Fundamente von Religion erkennen und verstehen, Funktion des Kultus, Bewusstsein um die „Wiege“ europäischer Kultur, Grundmuster von Religionen erkennen, Mysterienkulte und Kaiserkult als Elemente des Christentums, religiöse Entwicklungen (Synkretismus)
Verschiedenheit des Menschen und Verschiedenheit der Lebensformen, Nationen, Religionen
Römer in Hessen, Mithrassteine
Sonnenwende
Römisch-Germanisches Zentralmuseum
6.1 Kosmos – Mensch – Erde
Religion als Lebensbewältigung erkennen, viele Grundprobleme der Menschen sind gleich, Antworten und Handeln verschieden, Legende von der „primitiven Kultur“, Bezüge zwischen Zivilisation, Kultur und Natur erkennen
Fähigkeit entwickeln im Umgang mit Symbolen, die als solche zu entdecken und zu bewerten sind, eigene „Seele“ erforschen
Das Freireligiöse Verständnis von Natur und Gott in Beziehung zu (natur)religiösen Vorstellungen setzen und zu einem eigenen Standpunkt finden
6.2 Menschliche Grunderfahrungen und religiöse Deutungen
Haltungen entwickeln, Verständnis für fremde Kulturen und religiöses Verhalten, Verstehen in einer Zeit, in der Rationales und Irrationales aufeinander trifft
Relativität von Vernunft
Einblick in die unterschiedlichen Formen im Bereich der Esoterik geben
Gefahrenpotentiale aufzeigen und erkennen
Problematisieren der Begrifflichkeiten von „Glaube“ und „Aberglaube“
Wahrheits- und Geltungsanspruch in den religiösen Deutungen, Vorstellungen und Wegweisungen zur Lebensgestaltung
Auswirkungen auf gesellschaftliche Wertvorstellungen
modellhafte Hilfen für die Verarbeitung eigener Erfahrungen
7.1 Monotheistische Weltreligionen
Wissen und Kenntnisse um Religionstypen, Wesen und Bausteine der Lehren, Entwicklungsgänge der Religionsgeschichte, Ursachen für Verbreitung und Aufnahme von Religion
Umgang mit Dokumenten und Symbolen
Hinterfragen von Autoritäten
Feste und Feiern, Brauchtum
Vorschriften und soziales Leben, Problem in und zwischen den Weltreligionen
tolerante und kritische Beurteilung religiöser Systeme und ihr Verhältnis von Freiheit und Unterordnung des Menschen
7.2 Das christliche Abendland
Geschichte des Christentums ist eine Geschichte der „Christentümer“
Wissen und Kenntnis über freireligiöse Vorläufer
Verständnis des Christentums in Gestalt von Bewegungen unter verschiedenen Namen, aber gleicher oder ähnlicher religiöser Substanz
Legende vom nur finsteren Mittelalter und der Zeit des Humanismus und der Frühaufklärung (Hochzeit der Hexenverfolgung und Massenmorde)
Fähigkeit zum „Ausgraben“ verschütteter Historie, sorgfältiges Untersuchen, Erkenntnis, dass Geschichte auch verschleiern, verschweigen und verfälschen kann, Gespür für historische Perspektiven entwickeln
Bewusstsein um den „roten Faden“ durch die Religionsgeschichte
Erwerb der Fähigkeit zur Identifizierung mit der eigenen religiösen Geschichte, Verständnis entwickeln, dass Religionsfreiheit ein Grundrecht ist und erkämpft werden musste
Juden- und Hexenverfolgung
Zensur
8.1 Religion und Organisation
Fähigkeit zur Urteilskraft und freien Entscheidung, Gespür für Akzeptanz, Toleranz und Gefahr
Markt der Sinnstifter und ihre Imperien, Sensationspresse und Medien
Wissen und Kenntnisse um die unterschiedlichen Welt- und Menschenbilder auf dem Markt der Möglichkeiten, Klarheit über das Wesen und die Funktion religiöser Autoritäten
Einsicht in die Notwendigkeit von werteorientierter Autorität ohne Unterwürfigkeit
Problematik von Religion ohne Freiheit, Problematik von Vorbild und Idol
Biografien einzelner Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart
8.2 Religion und Freiheit
Problematik … von Religion ohne Freiheit
… von Freiheit und Vorbestimmtheit
… von Vorbild und Idol
Religion und Fundamentalismus
Ethische Bewertungsprinzipien menschlichen Handelns
Folgen „freien“ Handelns für sich und andere (z.B. Naturwissenschaft/ Biotechnologie, Drogen, Mobbing)
9.1 Fernöstliche Religionen
Kunst und Kulturstätten, Kastenordnung, soziales Leben
Bräuche, Feste und Feiern
Geschichten über Buddha, moderne buddhistische Alltagsethik (Thich Nath Han)
Fernöstliche Religion in der freireligiösen Geschichte
Buddhistische Zentren in Hessen
9.2 Die moderne Gesellschaft
Zusammenhänge zwischen ökonomisch-technischen Entwicklungen und Veränderungen des gesellschaftlichen und des religiösen Bewusstseins erkennen
synoptische Annäherungen an die Geschichte (Alltag, Lebensverhältnisse, Ereignisse, Gemeindeleben)
Rousseaus „Emil“, Voltaire, Humanitätsgedanke
Kenntnis der Ziele von Aufklärung und der freireligiösen Bewegung
Ronges Offener Brief
Revolution in Hessen
Grundrechte
Erwerb der Fähigkeit zur Identifizierung mit der eigenen religiösen Geschichte und Kennenlernen der freireligiösen Ziele
Geschichte der Jugendweihetradition
10.1 Weltgemeinschaft und Religion
Wissen um ideologische Zusammenhänge des Weltgeschehens, Kenntnis von geschichtlichen Bedingungen über Weltentwicklungen, planetarisches Bewusstsein und Solidaritätsgefühl
religiöser Extremismus
Flüchtlinge und Asyl
Humanität erfordert geistiges Ideal, praktische Nüchternheit und Ausdauer
interreligiöse und humanistische Weltbünde und ihre Netzwerke
sich selbst beobachten lernen, reagieren auf Nachrichten, Ereignisse
Biografien von Gandhi, Malcolm X, Ernesto Cardenal, Nelson Mandela
10.2 Wertegemeinschaft und Weltethos
Ehe und Familie
soziale Gerechtigkeit
Humanität erfordert geistiges Ideal, praktische Nüchternheit und Ausdauer
religiöse Gebote (10 Gebote, Koran)
Formen der Gewalt (physisch, psychisch), Ursachen und Lösungen
Biografien von Gandhi, Malcolm X, Ernesto Cardenal, Nelson Mandela
Naturkatastrophen und Klimawandel
Zerstörung der Umwelt
Abschlussprofil: Religion als Grunderfahrung
Religion als Lebensbewältigung an exemplarischen Ausdrucksformen des religiösen Bereichs (Gebet, Ritus, Kult) und deren Symbolgehalt darstellen können
an Beispielen aus mindestens zwei verschiedenen Religionen aufzeigen können, dass diese Ausdrucksformen Jahreskreise, Lebensstufen und kollektive geschichtliche Erfahrungen aufgreifen
an Beispielen Antworten verschiedener Religionen auf existentielle Grunderfahrungen und Grundbedürfnisse der Menschen darstellen können (Liebe, Geburt, Krankheit, Leid, Trauer)
Abschlussprofil: Welt- und Menschenbilder
den Zusammenhang von Menschenbild und Ethik aufzeigen können
die Fähigkeit zur Erforschung und Gestaltung von Umwelt und Mitwelt als spezifisch menschliche Eigenschaften darlegen können
Chancen und Risiken menschlicher Fähigkeiten gegenüber Umwelt und Nachwelt in ihrer ethischen Dimension erörtern können
Abschlussprofil: Religion und Gesellschaft
verschiedene Religionstypen darstellen können
die Entstehung, Entwicklung und Verbreitung des Judentums, Christentums und Islams aus ihrem gesellschaftlichen Umfeld erklären können
die als heilig angesehenen Schriften der Religionen als menschliche und geschichtliche Deutungen der Welt erläutern können
Beispiele für religiöse Dissidenten erläutern können
Entwicklung der Freireligiösen aus den religiösen und gesellschaftlichen Wurzeln erklären können
Abschlussprofil: Werte
Werte im jeweils zeitbedingten Kontext erklären können (zehn Gebote, Koran, Kants Kategorischer Imperativ, Kardinal- und Sekundärtugenden)
die Vernunftfähigkeit des Menschen als Voraussetzung für die Entwicklung zu einem freien, moralisch verantwortlichen Wesen darstellen können
an Beispielen die Möglichkeiten und Grenzen des eigenen Handelns aufzeigen und sich der Verantwortung für die Folgen dieses Handelns bewusst machen können
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Hessisches Kultusministerium — Lehrplan Freireligiöse Religion, Allgemeiner Lehrplan Sekundarstufe I (2009)
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